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SanauerS Anzeiger

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Sladt- und Landkreis Kanan a. M

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlup Nr. 1537

»»»«srvreicMonatlichMk. Vi0. obne TrSgerl ohn: Linrelnummer Mk. 40..Samstags 50 Lnretaenvreti«: Die 28 mm breite Zeile Mk. 40.; F t na n , i n l« r a t e Mk. 50., R e f 1 a m e (68 mm breit) Mk. 100.. Inserate, auch lautende, werden nur »um jeweiligen Tagespreise berechnet. Ottertengebübr Mk. 20.. Geschäftsstelle: Vammerstrase 9.

Erfüllungsort u. Gerichtsstand für beide Teile Hanau ».M. FSrPlatzvor» schritt und Erscheinungstaa« der Anreisen wird keine Gewähr geleistet 2m Falle höherer Gewalt. Streit ui»., bat der Briirber keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachliekerun« «der aut Rückrabiuns des Berugspreties,

M

Ar. 23

Samstag den 27. Januar

1923

Wemim MW« - fein T i' .

Las Londoner Ultimatum wieder in Kraft. Vsrschârfunq der Lage im Ruhrgebiet. Kommende Nacht Fertigstellung der Zottrnle.

Die Reparationskommission hat in ihrer gestrigen Sitzung mit drei Stimmen bei Stimm- enthaltung des englischen Delegierten eine allgemeine Verfehlung Deutschlands infolge der Einstellung seiner Lieferungen an Frankreich und Belgien feftgtftellt; ferner das Moratoriumsgesuch Deutschlands für erledigt und hinfällig erklärt und entschieden, daß der Londoner Zahlungsplan vom 3. Mai 1921 wie- ber in Kraft zu setzen ist. Dieser Beschluß der Repko beweist erneut, daß die letztere das ge­fügige Werkzeug Frankreichs geworden ist. In den letzten Monaten hatte sie die Notwendig­keit eines Moratoriums für Deutschland wie­derholt anerkannt und in ihrem Beschlusse vom 31. August ausdrücklich festgestellt, daß Deutsch­land jeden Kredit im In- und Ausland ver-

loten habe, nachdem seine Währung auf ein Tausendstel ihres Wertes gefallen fei gestern hat sie beschlossen, daß der Lo Zahlungsplan wieder in Kraft zu treten und Deutschland wieder Zahlungen in Goldmark zu leisten hat. Was den Beschluß, betreffs der Ent­ziehung Deutschlands von seinen Verpflich­tungen anbelangt, so ist zu bemerken, daß Deutschland seine Verpflichtung zur Repara­tionsleistung an sich nicht verneint hat. Es wei­gert sich nur, solange Frankreich und Belgien {^jriit Waffengewalt die Reparationen aus DMschland zu holen verj..... parationsleistungen an diese 6

Wenn Frankreich und Belgien von ihrem^Ver> suite der zwangsweisen Ersass rationen Abstand nehmen, mii

sei und

ndoner

nuar genommen, in der die deutsche Regierung mittellt, daß sie die S a ch l l e s e r u a g e n an Frankreich und Belgien einstellt. Die Re- parationskommission hat entschieden, daß das Verlangen eines Moratoriums, das am 14. November 1922 gestellt wurde, hinfäl- ligund infolgedessen der Zahlungsplan vom 3. Mai 1921 wieder in Kraft zu setzen sei. Die Reparationskommission habe übrigens Deutfch- land in seinen Zahlungen bereits einen Auf- schob bis zum 31. vs. Mk». bewilligt. Die Re- parationskommifsion hat mit drei Stimmen bei einer Stimmenthaltung (die des englischen De- legierten) beschlossen, daß Veranlassung besteht, die allgemeine Verfehlung Deutsch­lands hinsichtlich seiner Lieferungen an Frank­reich und Belgien auf Grund dès § 17 festzu- stellen. Dieser Beschluß werde Deutschland als­bald notifiziert werden. Die Kommission hat sofort beschlossen, im gegenseitigen Einverneh­men ein Schreiben an die deutsche Reqienrr | zu richten, in dem sie diese von dem Beschluß der Ablehnung des Moratorium» und der Fest­stellung der allgemeinen Verfehlung in Kennt- nie setzt. Anders als bei dem gelegentlich der früheren Entscheidungen befolgten Verfahren habe die Kommission sich darauf beschränkt, Deutschland dies offiziell milzukeilen, ohne irgendwelche offiziöse Zusätze zu machen.

unterbunden. Post. und Telegraphenamt sind von französischen Truppen besetzt. Der Kom­mandant hat den Zeitungen, die unter strenger Zensur stehen, verboten, über die skandalösen Vorgänge bei der «ewalklamen T^Mum des Post- und Telegraphenamtes, bei der mehrere Beamte mißhandelt wurden, auch nur ein Wort zu veröffentlichen. Auch hier hat die Kaufmann- schaff den gleichen Beschluß gefaßt wie in Esten.

In Dortmund haben die Franzosen er. neut Reichsbankaeld« beschlagnahmt, insbe­sondere Lohngelder, die für das Stahlwerk Hoesch bestimmt waren, und die bis jetzt auch noch nicht wieder fre^eieben worden vom Reichsbankdirektor verlangte man, er solle sich verpflichten, keine Steuern oder sonstigen öffentlichen Gelder Ins unbesetzte Gebiet ab- geben zu lasten, was der Direktor selbstverständ­lich ablehnte. Da außerdem die Franzosen dazu übergingen, durch Dosten die Besucher der Reichsbank auf Geld untersuchen zu lasten, ist die Reichsbank wieder geschlossen worden, war

wird.

Krieg gegen deutsche Kinder!

Essen, 27. Jan. Die Essener Milchversorgung, die ohnehin so unzulänglich ist, daß an Kinder über zwei Jahren überhaupt keine Vollmilch verabfolgt wird, wird durch die Besetzung noch dadurch weiter beschränkt, daß die Besatzungs- behörde für die französiscl^n Offiziere täglich 50 Blankomilchkarten verlangt. Sie hatte so­gar zunächst für jeden Offizier 5 Liter Milch gefordert und ist von dieser Forderung erst aus Vorstellungen der Stadtverwaltung auf 50

1. Der deutsche Geschäftsträger protestiert in einem Schreiben vom 23. Januar dagegen, daß ein Teil der im Ruhrgebiet verhafteten Personen nach Mainz gebracht worden ist, um dort vor ein Kriegs­gericht gestellt zu werden. Er protestierte ferner gegen die Verhaftung deutscher Beamten, die es ablehnten, die ihnen von der OktupationsbehSrds erteilten Befehle zu befolgen. Die französische Regierung muß sich ein für allemal auf die Ant­wort beziehen, die sie am 22. Januar auf bas vom deutschen Geschäftsträger übergebene Aide memoire vom 21. Januar erteilte: Die von den Okkupation Behörden getroffenen Maßnahmen sind die Folge der von der deutschen Regierung begangenen Der- ietzungen des Vertrages von Versailles. Sie Huben keinen anderen Zweck, als die Ausführung des Vertrages sicherzustellen.

2. Herr Geschäftsträger! Im Auftrage Ihrer Re­gierung haben Sie durch Schreiben vom 24. Januar gegen bie Verhaftung deutscher Beamten im Ruhr­gebiet, die die Ausführung der ihnen von den französischen Militärbehörden erteilten Befehle ab­gelehnt habt n, protestiert. Ich muß mich auf die Antworten beziehen, die am 22. und 24. Januar auf Ihre früheren Mitteilungen gegeben wurden. Ich wiederhole, daß die in dieser Hinsicht getroffenen Maßnahmen die Folge der Verletzung des Ver­trages von Versailles find, welche die deut che Regierung begangen hat. Eine solche Verletzung ist insbesondere das an die Beamten ergangene Verbot, den Vertrag auszuführen. Ich füge hinzu, daß das gegenwärtige Schreiben im voraus auf alle Mitteilungen antwortet, die ich von der deutschen .Votschafl ührr. dreien Gegenstand erhalten werde

ung der Repa«

W1 ^v(^.^ .».,......, ^rb Deutschland seine freiwilligen Leistungen wieder aufneh- men. Es kann daher nicht gesagt werden, daß die Note der deutschen Regierung vom 14. No­vember ihre Gültigkeit verloren habe. Gegen­über der Folgerung, daß die Alliierten sich nun­mehr an den Londoner Zahlungsplan halten, und für das Jahr 1923 die sich daraus ergeben­den Gesamtlieferungen von Deutschland ver­langen werden, ist darauf hinzuweisen, daß nach Artikel 234 des Versailler Diktats die Lie- senrngsverpflichtungen Deutscblands im Verhält- uis zu feiner Leistungsfähigkeit stehen sollen und daß nach Aritkel 251 Absatz 2 ble Der- prgung Deutschlands mit Lebensmitteln und -liohstosfen grundsätzlich den Vorrang hat.

Die maßgebenden Stellen der alliierten

Die maß^ Pachte haben grundsätzlich anerkannt, daß die Verpflichtungen Deutschlands, wie sie in dem Zahlungsplan vom 5. Mai 1921 und im Diktat von Versailles festgelegt sind, in ihrer Gesamt- M übe r die Leistungsfähigkeit Deutschlands Ylnausgehen. Die von der englischen, fron- glichen und italienischen Regierung kürzlich

Pariser Konferenz vorgelegten Pläne gehen sämtlich grudnsätzlich von der Notwendigkeit aus, dis in dem Zahlungsplan vom Mai 1921 Mesetzte Endsumme herabzusetzen und für die wachste Zeit einen Zahlungsaufschub zu ge­fahren. Auch die Reparationskommission schon oben gesagt, in ihrer Note vom August anerkannt, daß die Lasten Deutsch, ermäßigt werden müssen. Somit ist w allan maßgebenden Faktoren anerkannt, Deutschland gegenwärtig und in den näch- wahren die sich aus dem Londoner Zah- kan^ °" ergebenden Leistungen nicht machen

Befchlußfastuna auch keine E i n st i m m i g kelt zu erzielen war, die Diskussion nichts destoweniger in fteundfchastlicher Weise vor sich ging.

Verschärfung der Laqe im »kkupierlen

Gebet.

Die die Vlälker melden, ist die Erregung der Bevölkerung in den allbesetzten G ebieten und im Ruhrgebiet infolge des Verhaltens der Franzosen and Belgier aufs Höchste gestiegen. In mehreren Städten haben die D^abunos- kruppen schwere Ausschreitungen gegen die wehr- und waffenlose Bevölkerung begangen. So ging in Duisburg eine belgische Trup­penabteilung mit blanker Waffe gegen Beamte vor, die gegen die Verhaftung ihrer Vorgesetz­ten demonstrierten.

In Trier wurden nach der Verhängung des Belagervngszustandes zahlrrr^ Personen, darunter Frauen und Sinder, von den Franzo­sen verwundet. Französische Spahl» durchraste nauf Pferden die Stadt und hieben mit blanker Waffe wahl­los auf die Pasfanten ein. Jeglicher Verkehr ruht. Post und Eisenbahn wurden von den Arauzosen wieder fteigegesea, n y em die Beamten den Dienst wieder eingestellt hat­te« und die Franzosen mehrfach vergeblich ver- fucht batten, mit eigenem Personal verschiedene Lisenbahnzâge abzulaffen. Der Direktor der Trierischen Landeszeitung" wurde von Ma­rokkaner« angefallen und verprügelt.

Ueber Soblenz istder Velageruvgs- z u st a n d verhängt tvotben wegen der Kund­gebungen anläßlich der Durchfahrt der ver­urteilten Ruhrindustriellen.

Beschluß der Reparationskommiffion Hn ^^ den beteiligten Regierungen mitge. uw- ^^sden, die ihrerseits zu beschließen haben, dieaUgeminen Verfehlungen" hin ernÂ-t0^^? ^at- d. H. welche Maßnahmen zu a ^lld. Damit wird die D i s k u s s i o n England wieder eröffnet und wird sehr bald Farbe bekennen ifen, ob der Einmarsch der Franzosen und 'gier ms Ruhrgebiet ein widerrechtlicher $ Wir werden also zunächst ab- Knii«* mu^.en' wie sich die Regierungen der werten mit der neuen Lage abfinden.

Ablehnung desMoraloriums-Sesuchs

Feststellung einerallgemeinen Verfehlung".

Ren? °,'.16. 26. Ian. Havas teilt mit: Die 3 Nk^ '?"dkommission ist heute nachmittag 4; cJuta,nmengetrefen. Die Sitzung war um kn Ä^,?^"^bk. Nach Vorschlag der Delegier- Lenn^-'WU und Delacroix hat die Kommission - "^ von der deutschen Note vom 13, 3a*

In Essen ist die Erregung der Bevölke­rung über die Abschnürung des Ruhrgebiets vom unbesetzten Deutschland sehr groß. Der Berichterstatter desLokalanz. erfährt aus Bergarbelterkreisen, daß man entschlossen sei, in den allgemeinen Streik zu treten, falls die Franzosen ihre Absicht, jeg­liche Sohlenzufuhr nach dem unbesetzten Deutschland zu unterbinden, durchführen sollten. Die Vertreter der Kaufmannschaft, de» Handwerk», der Gastwirte und der Gewerkschaften Essen» geben der Oeffenlllchkeit bekannt, daß von heule ab die Verabfolgung von Waren, Spes- senundGetränkenanfranzSfifches und belgisches Militär und Zivil­personen verweigert wird, weil der Dareneinkauf des Befatzunqsheeres die Waren- bestände In erheblichem Umfange verringert und die Preise in die Höhe getrieben hat.

treten.

2Fe lere Derhatturmen.

Düsseldorf, 26. Jan. Bürgermeister Schmid, Stellvertreter des Oberbürgermeisters, ist heute mittag von der französischen Besatzungsbehör e verhaftet worden. Die Verhaftung erfolgte, den Düsseldorfer Nachrichten" zufolge, im Rathaus, als eine Besprechung der Fraktionsführer der Stadtverordnetenversamlung stattfand. Stadt­verordneter Adams protestierte namens der Stadtverordnetenversammlung gegen die Ver­haftung. Auf die Frage, aus meM^en Gründen die Verhaftung erfolgte, wurde keine Antwort geg^ m. Der Bürgermeister wurde im Kraft­wagen weggebracht. (Bürgermeister Schmid war bekanntlich in den Jabren 1918 bis 1920 Landrat in H a n a u. D. Red.)

Düsseldorf, 27. Jan. Der Düsseldorfer Regie- rungsrat O e s e l e wurde gestern von der Be­satzungsbehörde verhaftet. Weiter wurde ver­haftet die Oberzollinspektoren N e r l e, Ufer und G lo ckn e r, alle drei in Kaltenkirchen, und Obersekretär D e f i ck s in Neuß.

Berlin, 26. Jan. ... Zollamt Prüm haben der Oberzollrat Becker, sowie sein Vertreter, der Obrrzollsekret"- Sommer und der Oberzollsekretär Strube durch einen fanzssischen Delegierten Stubenarrest. Der Del:vierte bnt darmrstin bte anderen Beamten des Amtes zusammenbenifen und ihnen eine Frist gestellt, innerhalb deren sie zu erklären h tert, ob sie nach seinen Weisungen arbeiten wollten. Oberzollsekretär Kotyrda hat ba« rau" ' . f-""' mt, ein deutsch?" ^fer brauche keine ^r '^estlestung. er erkläre sofort, daß er d n fremden Verordnungen nicht Folge leisten werde. Der Beamte ist dann wegen Beleidi­gung vrhostet worden.

Esten, 26. Jan. DerVorwärts" meldet. ^ ocf Geschäftsführer des Duisburger sozial­demokratischen Parteiblattes, Wilhelm Müller, von beerben Kriminalbeamten ohne Angabe von Gründen verhaftet wurde. Die Verhaftung hängt wahrscheinlich mit dem Verbot der Efs'ner fl^stsstim^'e" misawmen.

Wiesbaden, 26. Jan. Heute vormittag : wurde der erste Buchhalter der Regierung»- 1 bouptkasse, Z « pke, austzewiesen.- Auch , Verwaltunos * ar Sauer:' erster ''nd i

Es ist begreiflich, daß der französischen Regierung die sortf,eichten, Proteste gegen die Gewaltakte fm Ruhrgeblet beichweuich werden Selbst das Znrück- schicken oder die lormuiarmäßige Beantwortung der Roten«te sie sich für die Zutunit ersparen. Daher erhärt Potncarè jetzrein für allemal", daß an allen Maßnahmen der Besatzungsbehörden im Ruhrgebiet dre deutsche Regierullg schurd sei. Er will damit schon im voraus auf alle tünftigen Be­schwerden dieser Art bie Antwort erteilt haben. Poincarè kündigt also weitere Verhaftungen an und stellt sich dafür im voraus einen Freibrief aus. Das wird die deutsche Regierung nicht hindern, pflicht­gemäß durch nachdrückltche Proteste für die von den französischen Uniaten betroffenen Personen einzu- treten. Wenn bie französriche Regierung jedes sach­liche Eingehen aus deut qe Beschwerden von vorn­herein abtehnt, so beweist sie damit, daß sie gewillt ifi. der WiNlür im Rugrgebiet freien Luus zu lassen. Auch in anderer Bczreyüng scheint die französische Regierung die Maste fallen lassen zu wollen. Sie pr.cht offen von tun Ottupattonsdehörden tm Ruhrgebiet. Sie g bl also endlich zu, daß es sich Nicht um die Enijenoung einer friedlichen Ingenieur- iommiflien, sondern um eine regelrechte Okkupation handelt.

a«: fedkünftu desLtset batznverKehrs

Berlin, 26. Jan. Der PerfonOrzug« verkehr ter Reichsbahn soll in nächster Zeit um insgesamt rund 10 bis 20 Prozent ein»

geschränkt werden. Die Einschränkungen erfolgen teils sofort, teils von Mit:« nächster Woche ab. Wenn auch die Dienstkohlenlage der Reichsbahn zurzeit noch günstig ist (Vorrat für etwa 40 Tage), so müssen doch bet der Unge» wißheit der Weiterlie serung der Kohlen in das niü-tbejetzte Gebiet die Erjparnismaßnahmen sofort einsetzen. Die Einschränkungen erfolgen auf Grund von Planen, die die Reichsbahn- Direktion nach den örtlichen Verhältnissen auf» stellten. Dabei ist auf die Bedienung des Be­rufs- und Arbeiterverkehrs und des den übrigen Lebensnotwendigkeiten dienenden Verkehrs, besonders auch auf die Post sowie auf die Mllchbeförderuna in Personenzügen Rücksicht genommen woroen. Unbequemlichkeiten, die aus den Einschränkungen bei dem zurzeit sehr starken Personenverkehr entstehen sollten, müssen in Kauf genommen werden.

in»

Außerordentlich groß ist auch die Erregung der Bevölkerung in D o ch u m, das seit gestern von jedem Eisenbahn- Post-, Telegraphen- und Fernsprechverkehr mit der Außenwelt abge- jchaittea ist: auch der Ortrielephonverkehr ist

Regierungsrat Dr. Reich sind mit ihren Fa­milien ausgewiesen worden. Damit sind nun von den vier höheren Regierungvbeamten, an s \ -ie Franzosen die Frage richteten, ob sie die

-schäfte des hiesigen Negierunknuräsidenten übernehmen wollten, drei ausgewiesen.

'Wiscmé le? n! -rutsche Re 'chverèe« von vornherein atz.

«kvtu, 26. Jan. Die sranzäsijch« Regierung beantwortete die letzten beiden deutschen Raren, wenn gegen bas miiitärgerichtllche Verjähren in Mainz und gegen die neuen Verhaftungen im Ruhrgebiet protestiert wurde, mit folgenden beiden Roten vom 24. und 25. Januar:

vom Bvchdrvckertarif. Der Deutsche Buchdruckerverein teilt mit: Die Tariskommis- fion bes deutschen Buchdruckgewerbes hat für die beiden Wochen vom 29. Januar bis 11. Februar eine Lohnerhöhung auf,30 000 Mark für die Woche und für die Woche vom 12. bis 18. Februar auf 36 000 Mark in den Spiken- löhnen beschlossen. Die Lohnerhöhung in 23e: bindunq mit der weiteren Steigerung der Preise für alle Matrialien macht eine Erhöhung der gegenwütrgen Druckpreise um 75 v. H. er- forderlich.

Dollar (10 Uhr vorm.) 26500

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