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SanauerWAnzeiger

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M. /^^x

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Nr. 17

Samstag den 20. Januar

1923

neue WO« im WW WWMM.

Verhaftung von Direktoren und Beamten. Geschlossene Abwehrfront. Arbeitsniederlegung.

Siegreich hat diegrrrande Nation" im Ruhrgebiet alle offenen Türen eingestoßen. Mit unwiderstehlichem Schwung hat der große Er­oberer Degoutte alle nicht vorhandenen Hinder­nisse überwunden. Tanks, Maschinengewehre, Kavallerie, Kanonen,Haubitzen" wie es in einer heutigen Meldung so schön hecht, Infanterie und Bombengeschwader derVögel Frankreichs" haben die französische Jngenieurkommission der Herren Coste und Aaron nach Essen, Bochum und Dortmund gebracht und wohin ihrerz" begehrte, ohne daß irgend jemand sie von dort abhielte. Tartarin von der Rhone über den Rhein an die Ruhr. Poincarä über seinen Ru- bicon. Mit Mann und Roß und Wagen, mit Gencralstabsautos und Adjutantenliebchen, mit Regern und Dirnen hei welch ein Leben ist das Heer der ritterlichsten Nation aufge­brochen und eingebrochen. Auf allen Straßen marschiert es, auf allen Eisenbahnen fährt es; es reitet über alle Gassen, es fliegt über alle Dörfer und Städte. Sieg und Gloire, wird glor­reich alles erobert, was niemand verteidigt. Und dennoch, dennoch . . ,

Dennoch kein Erfolg bis jetzt. Dennoch kein Gewinn des Eroberers, kein Preis des Siegers. Wohin sie kommen, richtet sich eine unsichtbare Mauer vor ihnen auf. Die Flinte schießt, der Säbel sticht; aber soviel der tapfere Tartarin <nit seinem berühmten Degen fuchtelt, immer kifft er auf die unsichtbare Mauer und kann ihr nichts anhaben;denn sie ist unverwundbar wie die Luft und seine eitlen Steiche schnöder hohn."

Rechtsbruch auf Rechtsbruch häuft sich an und immer dichter wird die Mauer der Ab­wehr. Vorgestern die Staatsbergwerke, gestern die Reichsbanksbellen besetzt, vorgestern der Präsident des Landesfinanzamtes, gestern die Direktoren und Beamten der Bergwerke ver­haftet und dennoch keine Kohlen für Frank­reich und Belgien. Unternehmer Beamten und Arbeiterschaft bilden eine Einheitsfront gegen die gallischen Naubgelüste und sckon liegen Meldungen vor, daß Belegschaften die Arbeit niedergelegt haben, weil die Direktoren und Beamte verhaftet worden sind. Es ist grimmig lächerliche Tragik Tartarins, daß er mcht merkt, wie er selber die unsichtbare Mauer um uns und gegen sich höher baut mit jeder heuchlerischen Erklärung an die Ruhrarbeiter, wit jedem räuberischen Befehl an die Ruhr­unternehmer, mit jedem infamen und plumpen Ersuch zu einer Entzweiung der Deutschen, mit

unsauberen Verleumdung Deutschlands, mit jeder frechen Anmaßung deutscher Rechte, mit jedem Schritt auf deutschem Boden. Immer stärker wird der Widerstand, jeder neue Gewalt­akt löst neue Erregung aus und die Erregung Hweißt die Ruhrbevölkerung zusammen zu «nem Ganzen, zu einem einzigen l k e, das nicht daran denkt, der französischen Gewaltpolitik zu weichen.

Die Beschlagnahme der Slaalszechen.

Verhaftung der Bergbaubeamten.

. Essen, 19. Ian. Ueber die Beschlagnahme staatlichen Bergwerks wird noch gemeldet, die Franzosen in Stärke von einer Som* Agnie anrückten und die Zecheneingänge mit "caf^ittengemebren besetzten. Ingenieure unter Aultärischer Bedeckung begaben sich in die Zechen und verlangten die Verladung von Sohlen nach Frankreich. Wie das kommu- mstische «Ruhrecho" dazu meldet, herrscht über vleses Vorgehen unter der Arbeiter- > ch a f t g r o ß e E r r e g u n g. Die Arbeiter er- uartsn, daß sie unter französischen Bajonetten arbeiten wollen, so wie sie auch gegen die Kutschen Bajonette Streicks geführt haben. Um 12 Uhr mittags wurde die Besetzung wei­terer fiskalischer Zechen gemeldet. Ueberall ist Erregung unter der Arbeiterschaft außer- °wentlich groß. Sie verlassen die Arbeitsstätten und verlangen die Freilassung der verhafteten samten sowie die Räumung der Zechen unter Androhung, sonst sofort die Arbeit ein- Zellen zu wollen.

, Essen, 19. 3an. Nachdem die Snaenicur- tommission mit ihren Befehlen an die Zechen tV^1^9 Fiasko erlitten hatte, tritt jetzt mit volrex Alachl die brutale militärische Gewalkan- mendung' gegen alle ein, .die sich weigern, sich

den französischen Gewalthabern zu fügen. Seit heute vormittag hat die Beschlagnahme der staatlichen Bergwerke begonnen. Mililörkam- mandos haben die Buerschen staatlichen Zechen Erdmannsglück" undWesterholl" besetzt und vom Bergwerksdirektor Oberbergrat Ahrens verlangt, daß der Koks nach Westen verladen werde. Da er sich weigerte, wurde er v e r h a f. t e t und alle weiteren Verladungen gewaltsam verhindert. Bei den Woellersschächken in Glad- beck-Rheinbaben und in Bolrop ziehen die fran­zösischen Truppen vor die Tore, zögern aber mit dem Eindringen, weil die Arbeiter an­drohen, im Falle des Einrückens der Truppen sofort aus den Gruben auszufahren. Der Prä­sident der staatlichen Bergwerksdirektion in Recklinghausen. Geh. Oberbergrat Raiff­eisen, ist heute früh vor ein Militärkom­mando geladen worden und nicht zurückgekehrt. Er ist, wie mitgeteilt wird, verhaftet wor­den und nach Dâsteldorf unterwegs.

Berlin, 19. Jan. Wie den Blättern von zu­ständiger Seite mitgeteilt wird, wurden in Westerholt" Kohlenexpedienten von französi­schen Truppen inhaftiert und ihnen befohlen, ihr Zimmer Tag und Nacht nicht zu verlassen. Die französischen Kommandeure setzten sich mit den Betriebsräten in Verbindung. Nach den hier vorliegenden Nachrichten haben diese sehr energisch gegen den Gewaltakt der Truppen protestiert und gefordert: 1 Freccanung Der vorgesetzten Angestellten, 2. Zuruckführung des Militärs von den Gruben.

Esten, 19. Jan. In der Nähe der staatlichen Bergwerke in Buer und Gladbeck sind heute neue Truppenverstärkungen eingetroffen. Außer Kavallerie- und Maschinengewshrabteilungsn bemerkte man insbesondere acht Haubitzen.

Dis «rSnds der Besetzung der Staatsgruben.

Paris, 19. Jan. Al» Grund für die Beschlag- nabme der Staatkbergwerke wird angeführt, die Um. leitxng von KohlenzSgen muffe zu schweren Verwick­lungen im TranSportdienst und im ganzen Wirt­schaftsleben des Ruhrgebiets führex. Auf Anweisung EosteS würden gegen alle widerstrebenden Industriellen energische Schritte unternommen werden. Die Daily Mail läßt sich hierzu aus dem französischenHauvt- quartier" in Düsseldorf melden, die angeklagten Grubenbesitzer würden höchstens (!) mit 12 Monaten Gefängnis bestraft werden. Sollten sich die Direk­toren der Staatsbergwerke der Beschlagnahme der Gruben widersetzen, so würden sie, wie das Echo de Paris erklärt, ausgewiesen und sofort danach der französische Verwaltungsdienst eingesetzt werden. Sollten sich die Direktoren jedoch nachgiebig zeigen, so könnten sie al» Hilfskräfte (!) auf ihrem Posten Verwendung finden.

Zur Verhaftung des Finanzrats Dr. Schlutius.

Düsseldorf, W. Jan. Ueber die Verhaftung des Präsidenten des Landesfinanzamts Dr. Schlutius in Düsseldorf melden dieDüssel­dorfer Nachrichten" folgende Einzelheiten: Am 17. Januar war Schlutius mit beiden Ab- teilungspräsidenten Dr. Finger und Dr. Grsll- mann auf 4 Uhr nachmittags zum General Danvignes vorgeladen. Dort wurden ihnen der folgende Befehl vorgelesen und später aus* gehändigt:

Der Präsident des Landesfinanzamts Düsseldorf soll heute noch bis 6 Uhr nachm. Herrn Balerin, Direktor der Section öcono- mique, Feldstraße 73, folgende Urkunden im Original überreichen: alle monatlichen und vierteljährlichen Einnahme- und Ausgabe-Nach­weisungen der Oberfinanzkasse vom 1. April 1921 bis 31. März 1922 für das Rechnungs­jahr 1921 und die endgültigen Einnahme- und Ausgabe-Nachweisungen des Rechnungsjahres 1922. Der Präsident der Landesfinanzamts wird bis 23. Januar Herrn Balerin Nach- weisungen der am 15. Januar von den Zechen­besitzern noch rückständigen Kshlensteuern über, geben. Die gegenwärtige Aufforderung soll alr Befehl angesehen werden.

Hierzu gab Schlutius die Erklärung, daß diese Maßnahmen einen Eingriff in seine Verwaltung bedeuten, dem er sich als deutscher Beamter nicht unterwerfen könne und daß es sich im übrigen um eine Arbeit handle, die längere Zeit in Anspruch nehme. Schlutius

befand sich hierbei nach Vorlesung des Befehls in dem Glauben, die Nachweisungen sollten in Abschriften vorgelegt werden. Darauf begab sich Schlutius mit Begleitung in sein Dienst- gebäude zurück. Nach einiger Zeit, noch vor 6 Uhr abends, wurde er durch einen französi­schen Offizier nochmals zu General Danvignes abgeholt. Sein Wunsch, von einem seiner Be­amten begleitet zu werden, wurde abgelehnt. Vom Büro des Generals aus mußte Schlutius mit Angehörigen der französischen Militärpolizei ein bereitstehender Auto besteigen. Das Ziel, welches ihm vorher nicht bekanntgegeben wurde, war die Oberfinanzkasse. Dort fand eine Durch­suchung statt, in deren Verlauf die fraglichen Einnahmebücher beschlagnahmt wurden.

Düsseldorf, 19. Jan. DieDüsseldorfer Nachrichten" melden: Bürgermeister Schmid und Beigeordneter Haas haben sich heute vor­mittag zum General Danvignes begeben, um gegen die Verhaftung des Präsidenten Schluttus, eines angesehenen Bürgers der Stadt, Einspruch zu erheben und seine sofortige Freilassung zu fordern. Der General erklärte, die Verhaftung sei auf einen persönlichen Befehl des Ober­kommandierenden Degoutte zurückzuführen. Schlutius hat auf Anweisung von Berlin die Anordnungen der französischen Besatzungsbehörde nicht befolgt und keine Auskünfte gegeben. Auf den Einwurf, daß Schlutius deutscher Beamter sei und der Berliner Regierung unterstehe, er­klärte Danvignes, es gebe nur eine Autorität im besetzten Gebiet, deren Befehlen unbedingt Gehorsam zu leisten sei. Schluttus sei nicht im Gefängnis, sondern im Zimmer der Gendarmerie untergebracht. Der General erklärte, der Fall werde dem Oberkommandierenden zur Erledigung

^raNzöflfche Posten gebrauchen Die Waffen.

Horst, 20. 3an. An der Eisenbahnbrücke Horst wurden heute abend beim Heimkehrer» von der Schicht Bergleute von der ZecheRu­dolf" von den dort stehenden französischen Posten beschossen. Nach einem kurzen Anruf auf französisch feuerte der Pesten sechs Schüsse ab. Ob jemand getroffen wurde, läßt sich noch nicht festftellen, da noch nicht alle Bergleute zurückge­kehrt sind.

Langendreer, 20. 3an. Gestern abend 9% Ahr wurde der auf dem Nachhauseweg be­findliche Krankenpfleger Kowalsky vor dem Amtsgerichtsgebäude in Langendreer von einem französischen Wachtposten erschossen.

15 Tage Gefängnis für einen Schupobeamten.

Essen, 19. 3an. Vom Polizeipräsidenten wurden bei der 47. französischen Division Schritte zur Freilassung des gestern gefangen genommenen Schuhpolizeibeamten unternom­men. Die Division teilte heute mit, daß der Beamte zu 15 Tagen Gefängnis ver­urteilt worden sei, weil er sich geweigert habe, einen französischen Offizier 3 u g r ü 6 e n.

Die Besetzung der RelchsbauKsteNen

Berlin, 19. Jan. In Mainz, Wiesbaden, Worms, Bingen und Donn find auf Anwei­sung der Interalliierten Rheinland-Kommission die Bestände der dortigen Reichsbankstellen beschlagnahmt und Zahlungen verboten wor­den. Nach einer weiteren Meldung ist inzwi­schen die allgemeine Beschlagnahme a u f ge­hoben worden, dagegen die Beschlag­nahme der Guthaben der Zoll - und Finanzämter aufrechterhalten und außerdem die Aushändigung von Akten ver­boten worden.

Mannheim, 19. Jan. In Landau ist der Di­rektor der dortigen Reichsbankzweigstelle zur Vernehmung unter militärischer Bedeckung ab­geführt worden. Der Direktor der Ludwigs­hafener Filiale hatte im Laufe der Nacht und des Vormittags mehreren Aufforderungen, sich unter die französische Kontrolle zu stellen, keine Folge geleistet und ist deshalb um die heutige Mittagsstunde verhaftet worden.

Düsseldorf, 19. Jan. Heute vormittag wurde die Düsseldorfer Reichsbankhauptstelle von fran­zösischem Militär besetzt, und zwar der Haupt­eingang und der rückwärtige Eingang, ferner die Beschlagnahme des Autos vor dem Eingang verfügt, das eben im Begriff war, 150 Millio­nen Mark an eine hiesige Großbank abzu­führen. Das in der Reichsbank befindliche Pub­likum, namentlich die Kassenboten der Firmen, die heute Gelder zur Lohnzahlung abholten,

durften die Reichsbank noch verlassen. Jeder weitere Eintritt und jede weitere Abholung von Zahlungsmitteln waren nicht möglich. Der innere Geschäftsbetrieb der Reichsbank ist noch nicht gestört. Bei der Reichsbank hatte bi» mittags 12 Uhr noch kein französisches Organ vorgesprochen, um einen Befehl zu übergeben oder zu erklären, was beabsichtigt sei. Als sich die Kunde von den Vorgängen bei der Reichs­bank verbreitet hatte, wurde von den Düssel­dorfer Banken der Beschluß gefaßt, ab heute mittag 12 Uhr die Banken zu schließen.

Düsseldorf, 19. Jan. Um 11 Uhr vor­mittags hat ein Kommando französischer Truppen wie bereit» gemeldet, die Düsseldorfer Reichs« bsnkhauptstelle besetzt und das gesamte vor­handene Geld beschlagnahmt. Vom Kommando der Schiffspolizei verlangten die Militärbehör­den ein Kommando von 40 Mann zur Ab­sperrung der Straßen vor der Reichrbank, doch wurde dieses Ersuchen abgelehnt.

Essen, 19. Jan' Bei der hiesigen Reichsbank­stelle erschien heute abend nach Geschäftsschluß ein französischer Offizier mit drei Mann und erklärte, daß der Geschäftsverkehr unter Be­wachung gestellt werde. Es fei verboten, Akten und Briefschaften wegzuschaffen. Der Geldver­kehr werde nicht behindert werden. Dor der Tür des Reichsbankgebäudes steht nunmehr ein Posten.

Berlin, 19. Jan. Der Reichsminister der Finanzen ließ ax die ihm unterstellten Behörden im Besetzten Gebiet folgende Wcisiin, ergeben: Die von der Rhein- lgndkommisfion angeordnete Beschlagnahme deutscher Steuern und Zölle und die Eingriffe in die deutsche Finanzverwaltung find rechtswidrig und rechtsungültig. Ich erwarte von allen Beamten, daß sie solchen Sn« srdnuugcn nicht Nachkommen und ivnen unbeugiomen Widerstand entgegensetzen. Ich wieoertz.le öu-Zuum-- rung voller Schadloshaltung. Nachgeordnete Dienst­stellen sind sofort anzüwciscn.

Die Stellung Ser Arbsilerfchafl.

Forderung auf Freilassung der Beamten.

Recklinghausen, 19. Jan. Der Gesamtbe« triebsrat der staatlichen Gruben im Ruhrgebiet ist heute nachmittag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengetreten, um zu der neu ge­schaffenen Lage Stellung zu nehmen und faßte folgende Entschließung:

Der Eesamtbetriebrrat hat am 19. Januar mit den Vertretern der örtlichen Einzelbetttebs- räte und des Beamtenausschusses zu der am Morgen vorgenommenen Beschlagnahme der Staatsbergwerke durch Frankreich und der be­reit» erfolgten Verhaftung von Beamten, dir dort lediglich in Aurübung der Befehle ihrer Regierung und der in Kraft befindlichen deut­schen Gesetze handelten, folgendes beschlossen: Die unter französischer Militärbedeckung vorge­nommen» Beschlagnahme der Staatrbergwerke im Direktionsbezirk Recklinghausen wird als ein Gewaltakt gegen die friedfertige Bergar­betterbevölkerung betrachtet. Die gesamte Be­legschaft protestiert auf das Entschiedenste da­gegen; er wird die Freilassung der verhafteten Beamten gefordert und erwartet, daß weder die Schachtanlagen von französischem Militär betreten werden, noch daß ittzendwelche mili­tärische Handlungen gegen die Verwaltung oder gegen die Belegschaften sich bemerkbar machen. Wird diesem Wunsche der Belegschaften nicht unbedingt sofort Rechnung getragen, damit die friedliche Weiterarbeit der Arbeiterschaft gesichert ist, so wird der gesamte Betriebsrat im Ein- vernehmen mit der gesamten Arbeitnehmerschaft der staatlichen Bergwerke weitere geeignete Maßregeln ergreifen. Unter keinen Umstände» wird die Arbeiterschaft unter französchen Bajo­netten arbeiten.

Die Arbeit niederzelegt.

Gladbeck, 19. San. Die Belegschaft bet Möllrrschiichte hat infolge der Besetzung durch französische Truppen und der Lerhaftunr de. Geheimen Oberbergrat» von Kalffetjew bis Arbeit niedergelegt.

Deutsche Abwehr.

Hamburg, 19- Jan. Line Lersamuckung bei Strem« Hamburger 2mp»rteure hat emftimmta be» schloffen, die Mit«lieder de» Vercius ailfrufordern, Geschäfte mit ft«n»ösischcn und belgischen Firmen m vermeiden, Serfdufftngex über sraazSsische und belgische Häfen nicht v»r,unehmen, in belgischer «btt französischer Währung nicht mehr §n verrechnen und »je RjbtUinitx, bie unter französischem Einfluß stehe«, in Zukunft nicht |u benutzen.

Dollar (10 Uhr oorm.) 18-19000