SanauerV Anzeiger
General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadl- und Landkreis Kanan a. M
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Nr. 15
Donnerstag den 18. Januar
1923
W MWW 6er I
Cie Zechenbefitzer bleiben fest. — Sh beulung der Domanialsersten.
Das Ruhrabenteuer des Poincarismus ist nun eine knappe Woche alt. Frankreich hat eine Armee entsandt, Petain und Buat, die besten Köpfe des französischen Heeres, sind am Lriegsschauplatz" anwesend, dazu einige Dutzend der fähigsten französischen Ingenieure. Und was hat dieses erzbereite Frankreich, das mit dieser Expedition Milliarden scheffeln wollte, bisher geschafft? Nichts! Nichts Positives jedenfalls. Die französischen Ingenieure, die sich vorläufig auf das mehr brutale als sachverständige Posieren ihrer Generäle verlassen, haben das Mittel noch nicht gefunden, einen entseelten Organismus zum Leben zu bringen. Die „große Ueberraschung", die französische Blätter inbezug auf das Zusammenarbeiten französischer und deutscher Ingenieure angekündigt haben, ist ausgeblieben. Wird weiterhin ausbleiben! Denn im Ruhrgebiet ist niemand willens, weder der Arbeiter noch der Leiter der Serse, die deutsche Regierung und das deutsche Bott in dieser Zeit im Stich zu lassen. Die Haltung der deutschen Bergwerksbesitzer und Direktoren, die gestern erneut den mit Kriegsgericht und Zuchthaus drohenden Generälen schriftlich erklärt haben: „Zu einer Handlung gegen unser Vaterland und zu einer ehrlosen Handlung lassen wir uns nicht zwingen," ist echtes, vor persönlichen Opfern nicht zurück- H-eckendesFührertum. Führertum,charak- imrolle Interessenvertretung ist es auch, was )« Betriebsrat der Offener Zache Sâlzer-Neu- At vollbrachte, als er eine Kommission von brnzäsifchen Offizieren mit der Drohung sofortiger Arbeitsverweigerung aus dem Betriebe hinauswarf.
Diese Tatsachen, die überpartellicher Gemein- schastsgefft unter dem Drucke feindlicher Dro- dimgen geschaffen hat, haben die Eitelkeit und die Selbstsicherheit Frankreichs bereits heute »erlegt Die französische Presse tobt; oder gibt "4 den Anschein eines unbeirrbaren Optimis- ’mis. Falsche Töne, aus denen wir nur das wie als wahr und richtig heraushören, daß An sich in Frankreich den Verlauf dieser Ak- ton zur Rettung des Poincarismus anders ge* dacht hat. Wie lange wird es dauern und die ânit auf jeden Pfiff gehorsame Pariser Treffe sirb nicht mehr umhin können, dem betroge- sen französischen Volke eine Rechnung aufzu- Sacben, die zeigen wird, daß die Ruhrbesetzung tont nicht Milliarden eingebracht, aber doch Eiche gekostet hat.
, Es gilt also fest zu bleiben auf dem bisher ^'chrittenen Wege. Es gilt weiter zu zeigen,
der Wille auch eines waffenlosen Volkes politischen Kämpfe schwerer wiegt als Tanks Ach Bajonette. Frankreich muß in diesem Früher die Wahlen zu feiner Kammer vornehmen, per regierenbe Poincarismus hat den Wahl- -2Upf mit dem Einbruch ins Ruhrgebiet eröff- ?u, und im Ruhrgebiet an den harten Schädeln seiner Arbeiter und Unternehmer soll er und ^n Anhang den Wahlkampf verlieren. Das E ein Ziel, eine Aufgabe politischer Ferntaktik, über allem innerdeutschen Parteizwiespalt muß.
k Dir begehen heute zum 52. Male den Tag, P um unser Volk nach langer, langer Zeit der ^Errissenheit und inneren Haders das Band Analer Zusammengehörigkeit sich schlang, v t des Deutschen Reiches. Wohl kaum ist Mer Tag mit solcher Innigkeit und solcher ^wenschaft begangen worden, wie in diesem ^he, wo die Todesgefahr auch dem Letzten Mt, was wir im Sturz gerettet haben: die Muhest des Reiches. Die Franzosen sind dabei, ^ diese Einhell zu zerstören, das nachzuholen, ^dessentwillen sie den Krieg nach dem Kriege ^t zur Ruhe kommen lassen. Jetzt ist der Augenblick gekommen, wo Der deutsche Staats- s tonte seine wahre Feuerprobe zu bestehen teV~ das Ruhrgebiet ist sein Palladium. Aus S^ionlens roter Erde muß uns die goldene zum anderen Male keimen, die mir im ^^eHaafe von Versailles ein für alle Mal » PJlütft zu haben glaubten. Bewähren mir
Jn diesem Kampfe um den deutschen «in°»^donken, dann hat das deutsche Volk M^t von sich zu sagen: es habe das ^Otenroert vom 18. Januar 1871 neugegrün- Denn dann find wir in diesen Tagen, in ^ dosen Januar 1923 ein Staatsvolk gewor- das feinen Willen zum Leben entdeckt hat.
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tue Sanktionen. — Befehl zur Aus»
— Scharfe Kritik in Italien.
Die Antwort der Zechenbefitzer.
Stritte Ablehnung der französischen Forderungen.
Essen, 17. Jan. Vom Reichskohlenkommis- sar traf folgende Anweisung für die Aechen- besitzer ein:
„Unter Bezug auf die Besprechung der französischen Jndustriellen-Ruhrkommission mit den Zechenbesihern verbiete ich mit Rücksicht auf den französisch-belgischen Einbruch hiermit ausdrücklich die Lieferung von Kohlen und K o k s an Frankreich und Belgien, auch für den F a 11 der Bevorschussung oder Bezahlung durch diese Staaten. — Ich mache darauf aufmerk- fam, daß Zuwiderhandlungen gegen meine Ihnen vorstehend bekanntgegebene Anordnung mit Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft werden.
Reichskohlenkommissar: gez. Slug.“
Essen, 17. Jan. Die gestern nachmittag 6 Uhr bei der Versammlung in Düsseldorf anwesenden Vertreter der Zechen des Ruhrreviers haben heute der Desatzungsbehörde folgende Erttärung gemacht, die jeder Zechen Vertreter mit feinem Namen versehen hat, übermittelt:
Der Unterzeichnete bekennt den Empfang der von dem Generalinspettor der Bergwerke, Coste, erteilten Anordnung vom 15. Januar 1923, worin der Befehl erteilt wird, unverzüg- lid^ui^^yührunato^obleiv
gramms zu schreiten. Demgegenüber erstatt der Unterzeichnete folgendes:
Die interalliierten Regierungen haben bei Abschluß des Friedensvertrages mit Deutschland die Souveränität des Deuffchen Reiches ausdrücklich und feierlich anerkannt. Demgemäß sind im Gebiete des Deuffchen Reiches die deutschen Gesetze in Kraft. Alle deutschen Staatsangehörigen schulden den deutschen Gesetzen und den deuffchen Behörden Gehorsam. Entsprechend dieser ttaren Rechtslage haben die Vertreter von einer Anzahl Zechen in der Coste am 13. Januar 1923 übergebenen und von diesem angenommenen schriftlichen Erttärung ausdrücklich folgenden VorbehUt gemacht: „Voraussetzung hierfür (b. h. Aufnahme der Brenn- fiofflieferungen) ist, daß nicht eine entgegen- stehende Verfügung des Reichskohlenkommissars erlassen wird." Es ist also nicht richtig, daß die Zechenp^rtreter bedingungslos sich zur Lieferung von Brennstoffen bereit erklärt hätten. Das wäre aber auch belanglos, da auch in diesem Falle die Anordnungen der deutschen zuständigen Behörden non den deuffchen Staatsangehörigen beachtet werden müssen. Der Fall, den die Zechenvertreter sich vorbehalten haben, ist eingetreten. Der Reichskohlenkommissar hat unter Androhung von Gefängnisstrafe« ans- drucklich den Befehl an alle Zechen des Ruhrgebietes erteilt, keinerlei Brennstoffe an Fraak- reich und Belgien zu liefern. Ich kann daher dem mir von Coste erteilten Befehl nicht nachkommen. Ich bin mir bewußt, daß ich bei diefer Haltung mich vollkommen im Einttang mit den Bestimmungen des Waffenstillflandsabkom- mens, des Zriedensvertraaes, des Rheinland- abkommens, aller ergänzenden Bestimmungen, sowie der Haager Landkriegsordnung und mit den Regeln des Völkerrechts befinde, wie sie in allen Kulturstoaten anerkannt sind. Ich weiß, daß gerade in Frankreich, der Schutz der Ehre, des Gewissens, der persönlichen Freiheit und des Eigentums der Zivilbevölkerung im Falle einer Okkupation ein von allen Völkerrechts- lehrern anerkannter und hochgehaltener Grundsatz ist. Ich weiß endlich, daß meine Hakkung im Einklang steht mit dem französischen Landesrecht. Der Befehl meiner zustândi- gen Behörde fchafft für die Zechen- Vertreter einen Fall von höherer G e w a l t, bei dem auch nach dem französischen Recht jede persönliche Verantwortlichkeit cus- geschlofsen ist. Er ist als ein Eingriff von höherer Hand für mich absolut bindend. Außerdem würde bei der heutigen Sachlage die Lieferung von Brennstoff an Frankreich und Belgien die Aktion fördern, welche Frankreich und Belgien im Gegensatz zu unserer Regierung gewaltsam durchzuführen versuchen. Es wird also von mir verlangt, daß ich einer gegen meine eigene Regierung gerichtete Maßnahme meine tätige Untertogung gewähre tmb positiv daran teil
nehme. Niemand kann gezwungen werden, gegen fein Vaterland zu handeln und eine ehrlose Hand- lungzubegehen. Die Anforderung, die an mich gestellt wirb, schafft für mich einen moralischen Zwang, der auch nach dem französischen Recht jede Verantwortung meinerseits aus- schlieht. Zusammenfafiend stelle ich fest und er- ttäre hiermit auf das bestimmteste: Z u einer Handlung gegen mein Vaterland und zu einer ehrlosen Handlung lasse ich mich nicht zwingen.
(Unterschrift.)
Dor neuen Sanktionen.
Essen, 17. Ian. Don französischer Seite wird mitgeteilt, daß als eine der angedrohten Sanktionen in der kommenden Nacht eine große Anzahl leerer Eisenbahnwaggons beschlagnahmt werden sollen. Weiter sollen leere Schleppkähne, die sich auf dem Rhein und dem Rhein-herne- Kanal befinden, ebenfalls beschlagnahmt werden.
Paris, 18. Jan. Der „Malin" gibt über den Vl^n der französischen Regierung im Ruhrgebiet folgende Aufttärung: Eine Untersuchung wird schon heute gegen die widerspenstigen Industriellen des Ruhrgebiets eröffnet werden. Der Berichterstatter des Kriegsgerichts wird sie vorladen. Die dittatorifckie Ausbeutung der Wälder im Rheinlande und im Ruhrgebiet wird sofort beginnen. Außerdem wurden mit Zustimmung der italienischen Regierung einige englische Ingenieure engagiert, um mit den französischen Ingenieuren zusammen zu arbeiten. Während der gestrigen Ministerkonfercnz fei die Lage im
Verfehlungen und der Widerstand des Deutschen Reiches wurden eine Serie von progressiven Sanktionen nach sich ziehen. Darunter könnte man die Konfiskation der Staatsgruben anführen, die Ausweisung der preußisches Beamte« unb die Beschlagnahme aller Steuern, sowie die Errichtung eines Zollregimes. Weil die deutsche Industrie, verkreten durch den Reichskanzler Cuno, den Wirtschaftskrieg wolle, werde sie ihn haben, und da sie sich all ihrer Waffen bedient, wurden Frankreich und seine Alliierten keine der ihrigen vergeßen.
Ausbeukunq -er Domanfalforfleo.
Paris, 18. Jan. Havas berichtei: Die französische, die belgische und die italienische Regierung haben den Befehl zur sofortige« Ausbeutung der Domanialforfieu am linken Rheinufer erteilt, als Sanktion für die am 26. Dezember durch die Reparations- kommiffion festgestellten deutfchea verschlungen bei den Holzlieferungen.
Segen Frankreichs Uebergriffe.
DKffeldorf, 17. Jan. Str RetärungSprästren: Dr. Grützner hat an den Lberdelegierten für die deutsche Zollverwaltung in Däffeldorf, General Danvigne, folgenden Bericht erstattet:
Zunächst teile ich ihnen mit, das die zu den gestrigen Besprechungen nach Düfleldarf geladenen Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in äußerste Erregung veffetzt worden find durch die Behandlung, die chnen gestern juteil geworden ist. Sie haben dieser Erregung mir gegenüber bat schärfsten Ausdruck gegeben. Nur ein kommunistischer Arieitervertreter schloß sich hiervon aus. Die »rbellgebervertrcter inrbesondere erklärten mir gebenâber, daß sie sich dem ihnen »ugegangene» Befehl in keiner Weise fügen werden. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter haben eS insbesondere als äußerst peinlich und mit der prominenten Stellung im wirtschaftlichen Leben Deutschlands und der Ruhrgebiets als unvereinbar gefunden, daß die Besatzung-behörden ihre der produktiven Arbeit in erster Linie bestimmte Zeit dazu in Anspruch genommen haben, ihnen eine weite Reise »uzumuten, um ihnen lediglich einen »ili. târischen Befehl mit einigen Begleitworten zu übermitteln. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter, die gestern die Sitzung ausgesucht haben, haben mir ihren festen Willen auSgffprochen, niemals wieder,u einer persönlichen Verhandlung vor den französischen BffayungSbehörden zu erscheinen. Ich gebe hiervon Kenntnis, weil ich verpflichtet bin, der Besatzung»- behörde alle Momente mitzuteilen, die eine erhebliche Beunruhigung in der Bevölkerung heroorrnien, und ich fasst meine Ausgabe so ans, »aß ich der BefatzungS- behörde auch solche BeunruhigungSmomente mitzu- teilett habe, die nach Ansicht der Arbeitaeber- und
Arbeitnehmer durch das eigene vorgehen der Besatzung»' behörde hervorgerufen worden sind, welche jede» ver» stöndni» für die Bedeutung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Ruhrgebiet vermissen läßt.
Zur Charakterisierung der WirffchaftS- und Er- nâhrungSlage in meinem Regierungsbezirk, wie sie sich in den wenige» Tagen seit de« 11. Januar zugespitzt hat, teile ich mit, daß sie dadurch zu einer völlig un< klare« und für die deutschen Verwaltungsbehörden wie auch für die BesatzungSbehörde zu einer unübersichtlichen geworden ist und daß er bisher »och nicht im geringsten feststeht, wer in den nächstes Tage» bie Löhne für die Bergarbeiter im Ruhrgebiet bezahle» wird. Es haudelt sich um 550 000 Bergleute bei einem täglichen Lohn von ganz gering gerechnet 4000 Mark, also nm einen Lohnanfwand von zwei Milliarde« 400 Millionen Deutsche« Papier- mark. Die Bergarbeiterschait ist auf den ungestörte» Bezug ihrer Löhne angewiesen, weil sie selbstverständ- lich über Kapital überhaupt nicht und über Lebens- mittelvorrâte in irgend einem nennenswerten Maße jedenfalls nicht verfügt.
Die seit dem 11. Januar 1923 ergriffenen militärischen Maßnahmen haben in den wenigen Tagen bereits eine durchschnittliche Steigerung der Lebens- mittelpreise um 50 Prozent zur Folge grbabt, di« sich auf Preise bezieht, die bereits vor dem Einmarsch in da« Ruhrgebiet al» kaum cffchwinglich bezeichnet wurden. In Getreide und Mehl sind Vorräte bis 15. Februar 1923, äußerstenfalls bis 15. März 1923 im Bezirk vorhanden. Nach Wittellungen, die mir in den letzten Tagen box holländische» Großkaufleuten angegangen sind, sieht das Ausland, insbesondere ^oÜaxb und Kanada, mit Rücksicht auf die völlig yngdürten ÄerhÄtmjje »flnoe ao, irgenWGM« Mengen an Speck und Fleisch für das gesamte Ruhrgebiet zu liefern." Ich bemerke, daß irgendwelck« nennenswerte Lager an diesen Daren im Ruhrgebiet kaum vorhanden sein dürften, um ft bedenklicher muß e» daher erscheinen, daß die ein= ^marschierende DesatzungStruppe nicht nur in meinem Regierungsbezirk, sondern auch ix den benachbarten Verwaltungsbezirke» zu Requisitionen von Futtermitteln übergezangen ist. Ta, tote dies der Besatzung?, behörde doch sicher besannt sein dürfte, die Vorräte an Futtermitteln in diesem Jahre außerordentlich knapp warra, so hat dies zu einer erheblichen Einschränkung der Viehhaltung, zu einer Verminderung der Milchprodukte unb zu einer gewaltigen Verteuerung für Fleisch geführt. Die Requisition von Futtermitteln übt jedoch daneben nicht nur auf die Landwirtschaft direkt eine» großen Einfluß au», sondern sie zwingt auch zu einer 8erm nberung der Pferdehaltung in de« Städten und es ist als eine völlige Berkessung bei wirtschaftlichen Verhältnisse zu bezeichnen, wen» bet militärische Befehlshaber in Essen, wie mir erst gester« der Oberbürgermeister von Esse» amtlich besannt gegeben hat, aus dem Detzaude für bie Verpflegung der Pferde 600 Zentner Stroh requiriere» ließ. ,34 Hab« da» dringe»»« Ersuchen auSzuspreche», in Znku»ft jede Reqnrfino» von Lebensmitteln u»d Futtermitteln in den Städten und auch in de» ländlichen Bezirke» des gesamten besetzten Gebiet» und »icht nur bet fegt neu befetten Gebieter zu unterlassen. Die Bevölkerung wird er gerade in diesem Punkte «icht verstehe«, inwiefern bat Vorgehen der BesazungSbehörden, bereu Zweck doch nur der persönliche Schutz der Jngenicnr« sein sollte, sich mit so scharfen Eingriffen in die LebenSvuttel- und Futtermittelversorgung vereinbare» läßt.
Schließlich habe ich noch vorsorglich schon jegt mit aller Schärfe davor zu warnen, irgendwelche alliierte» Maßnahme« zu ergreifen, bie eine Abschnürung bei RuhrgebiettS vo« übrigen xnbeiegten Deutschland herbeiführen könnten. Ich bemerke, daß bat Industriegebiet mit Kartoffeln aut dem Oste» Deutschlands oerforgt wird, nennenswerte Vorräte vo» Kartoffel» find für die arbeitende Bevölkerung im Ruhrgebie- «icht vorhanden, dazu kommt »och, daß bat Gebiet das gegenwärtig der Besetzung unlerworfe» ist, ver- kehrStechnisch bat schwierigste Gebiet nicht nur i, Europa, fonberu in der ganzen Welt ist.
Rückgang der KohlensörLerungeiu
Perli«, 18. Januar. Nach einer Meldung aut Essen find bereit» sitzt durch ben franpiVhen Druck bie yärberungex im Ruhrbergbau katastrophal zurück- . gegangen. Eine der begleiteten Zechen fördert« gestern statt rund 12000 Tonnen nur 7000 Tonnen.
Dollar (10 Uhr onrnL) 23000