Sanauer
General-Anzeiger ✓ Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanarr a. M
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Nr. 14
Mittwoch den 17. Januar
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1923
Fortsetzung öes Raubzuges.
Dortmund besetzt. — Die Zechenbesitzer erhallen die Requisitionsbefehle — Feststellung weiterer vorsätzlicher Verfehlungen-
Mit Genugtuung und Vertrauen muß jeder Deutsche auf die Haltung der Bevölkerung des Ruhrgebietes blicken, das mitten im Frieden den Leiden einer feindlichen militärischen Invasion ausgesetzt ist. Festigkeit, Entschlossenheit, dem bis an die Zähne bewaffneten einbrechenden Landesfeind die Stirn zeigend — das ist die Haltung unserer deutschen Brüder der roten Erde. Wir erinnern an die unvergeßliche Szene auf der Rathaustreppe von Essen, wo der französische General, der dem Oberbürgermeister Dr. Luther befohlen hatte, ihn am Fuß der Treppe zu begrüßen, durch den Hausmeister den kühlen Bescheid schickte, der Herr Bürgermeister sei in seinem Dienstzimmer zu sprechen. Herr Strupp v. Bohlen, der Besitzer der Krupp-Werke schickte einem anderen General, der ihm angekündigt hatte,, er wünsche in Krupps Wohnung auf Villa Hügel sein Quartier aufzuschlagen, die gemessene Antwort: die Fremdenzimmer ständen zur Verfügung. Herr Fritz Thyssen antwortete der französischen Jngenieurkom- Mission auf einen militärischen Befehl hin, die Lieferung von Reparationskohle wieder aufzu- nehmen: „Wir sind Deutsche und stehen auf dem Standpunkt, daß wir nur den deutschen Gesetzen unterworfen sind." Von diesem Standpunkt haben sich die Zechenbesitzer auch auf den gestrigen plumpen Einschüchterungsversuch nicht abbringen lassen: sie bleiben fest! DsnMnâ Haltung der Arbeiterbevölkerung. Der Arbeiterführer Jmbusch rief dem Feinde zu, das einzige, was er tun soll, sei, seinen Soldaten sofort „Kehrt marsch!" zu befehlen. Derartige Beispiele ließen sich noch mehr anführen, sie alle zeigen, daß die Brüder vom Niederrhein und Westfalen nicht gewillt sind, unter die Knute zu kommen, daß sie freie deutsche Brüder sein wollen, daß ihnen ihr Deutschtum „über alles" geht. Sie alle sind bereit den Weg des Leidens aber auch des Wollens einzuschlagen,
von dem der Kanzler Cuno in seiner Rede mit guten Worten sagte, die Regierung sei bereit, : den Weg der Ein-
ihn zu gehen und zu führen: ^it gegen den Vernicht Feinde.
iernichtungswillen seiner
Alle Kräfte, die mit der Förderung der Kohlen zu tun haben, bilden im Ruhrkohlenbezirk eine Front- die fest zusammenhält. Diese Front läßt sich nicht biegen und sie wird auch nicht zusammenbrechen. Wie aber wird dann die Kraftprobe, die Krisis, die jetzt naht, enden? Für die Franzosen und Belgier gibt es einen einfachen Weg, der aus allen Schwierigkeiten bsrausführt. Wenn sie sich an das Lohlen- Mdikat wenden, so werden sie dort sicher den Willen zu Verhandlungen vorfinden, allerdings unter der einen Bedingung, daß sie Essen für das Kohlensyndikat wieder freimachen, d. h. das neubesetzte Gebiet räumen. Aber daran
denken die Gewalthaber natürlich nicht. Sie werden vielmehr weitere Versuche anstellen, Wit Gewalt etwas zu erreichen. Sie können we Bevölkerung quälen und sie können auch das unbesetzte Deutschland schweren Vedräng- Asen aussetzen, aber wenn wir ebenso fest bleiben wie unsere Brüder und Schwestern im b^tzten Gebiet, die uns zum Vorbild dienen Wen, so können sie eins doch nicht e r = wichen: die Lieferuna der Koble. die sie lick
chen: die Lieferung der Kohle, die sie sich - Reiter, Roß und Panzerwagen an der Quelle holen wollten. Und dann wird viel- doch einmal der Augenblick kommen, in an dem festen deutschen Widerstandswillen schäumenden Wellen dieser Gewaltaktionen 'lc9 brechen — dann ist Aussicht vorhanden, daß in dem Kampf auf Biegen oder Brechen d'e Sieger bleiben.
mit
Fest bleiben! Aushalten! Das muß heute ?le Parole der Reichsregierung und des gefam- deutschen Volkes sein. Viereinviertel Jahre unsäglich harten Schmachfriedens haben gelehrt, daß kein Kniesall uns Rettung Än kann vor dem am Marke unseres ^olkskorpers zehrenden gallischen Erpresser Schmarotzer, der jedes neue Zugeständnis zu einer neuen Marter und Daumen- ^raube umwertet. Gapz nach den Methoden 'Ner mittelalterlichen Inquisition soll jedes Ja LUr dazu hielten, uns um so sicherer dem vor- xv bestimmten Tode auszuliefern. Nur ^st'gkeit auf dem in klarer Erkenntnis aller W£n einmal eingeschlagenen Wege kann uns j^Etung bringen. Heute heißt es daran denken,
Poincarès Absicht dabin acht das wahr
zu machen, was der deutsche Publizist Josef v. Görres 1814 in einer „Proklamation an die Völker Europas" Napoleon in den Mund gelegt hat. In dieser Proklamation heißt es von den Deutschen: „. . . Wenn ich dem Wolf gleich unter sie gebrochen, haben sie wie die Schafe in irgend einen Winkel Lch gedrängt und mit den Füßen stampfend mich angeblasen. . . . Als ich sie kennen lernte, habe ich sie stets verachtet und alsLakaienfiebehan- d e l t . . . Ihr Eigentum haben sie als Lösegeld für ihr Blut hingegeben und ihren Besitz wieder durch ihr Blut von mir erkaufen müssen. . . . In einem habe ich mit ihnen nur gefehlt, daß ich i h r e L ä n d e r, die das Los der Waffen mir erworben, nicht ganz mir zu - geeignet und ihre Städte verwüstet habe . . ." Letzteres ist heute das Ziel Poincarès, das einer zähen, hartnäckigen Abwehr bedarf. R. H.
Die Zechenbefitzer lehnen erneut ab.
Düsseldorf, 16. Jan. Am Dienstag fand eine neue Sitzung zwischen Vertretern der deutschen Zechenbefitzer und den französischen Machthabern statt. An der Sitzung nahmen deutscherseits der Regierungspräsident Dr. Grützner, neun Vertreter der bedeutendsten Zechen des rheinisch-westfälischen Industriegebiets und. franzüiiimerieits,dec «Mi&
ierke
Kontrollkommission teil. General Simon teilte mit, die deutschen Herren hätten einen Befehl des Generals Degoulke in Empfang zu nehmen. Er verlas dann den Befehl, wodurch die Zechenbesitzer zum letzten Riale aufgefordert werden, spätestens Mittwoch früh die Soblenlieferungen an Frankreich und Belgien wieder aufzunehmen. Als erste Sanktion für das Verbot der deutschen Regierung, Kohlen zu liefern sei Dortmund besetzt worden; sollte der Widerstand andau- ern, so werden weitere Sanktionen folgen. Versuche des Regierungspräsidenten und der Zechenvertreter, zu Worte zu kommen, wurden in brüsker Weise verhindert und die Sitzung für geschlossen erklärt.
Nachdem die Sitzung mit den Zechenbe- sihern geschlossen war, wurden die Vertreter der Arbeiter hereingerufen. An- wesend waren die Vertreter der christlichen Gewerkschaften, der freien Gewerkschaften, der Hirsch-Duuckerschen Gewerkschaften sowie die Unionisten. Die letzteren waren im Widerspruch mit der vom Regierungspräsidenten abgegebenen Erklärungen eingeladen worden. General Danvigne verlas im Aufkrage De- §tkes eine Erttärung, in deren erstem Abes heißt, er bedauere feststellen zu müssen, die Industriellen die Lage noch zu verlern suchten, die durch den bösen Willen der deutschen Regierung bereiks sehr schwierig gestaltet sei. Bei diesen Worten erhob sich Regierungspräsident Dr. Grützner und erklärte, daß dieser Sah eine Beleidigung der deutschen Regierung enthalte, die es ihm unmöglich mache, der Sitzung weiter beizuwolMen. Er verließ darauf mit seinem Vertreter das Sitzungszimmer. Die Erklärung an die Berg- arbeikerorganifationen wurde darauf zu Ende verlesen und jedem einzelnen der Arbeilneh- mervertreter überreich!, wobei General S i - mott betonte, daß die Beziehungen zwischen den Gewerkschaften und der französischen Be- satzungsbshörde in Düsseldorf stets die besten gewesen seien. Die Besatzungsbehörde habe stets alle Wünsche der Arbeiterschaft entgegengenommen und ihnen zu entsprechen versucht. General Simon forderte die Vertreter der Arbeiterschaft auf, sich bei ihren Gewerkschaften in Düsseldorf zu erkundigen, ob das nicht richtig sei, und betonte, daß her Zustand der Freiheit der Arbeiter in Düsseldorf jetzt nicht zu vergleichen fei mit dem, den sie früher gehabt hätten. Die Befahungsarmee fei niemals der Feind der arbeitenden Bevölkerung gewesen. Darauf wurde die Sitzung für geschlossen er- Hätt
Die Arbeitervertreter waren e m p ö r t, daß sie lediglich zur Entgegennahme eines Schriftstückes einaeladsn worden waren. Einstimmig erklärten sie aus solchem Anlaß
daran denken, niemals wieder nach Düsseldorf zu kommen.
!bt. das wabr Düsseldorf, 16. 3an. Frttz Thys-
sen wurde Heuke mittag vor den Generalstab des Brückenkopfes Düsseldorf geladen. 3m Auftrage des Generals Degoukte erklärte General Simon ihm und den mit ihm geladenen Herren Generaldirektor Kesten, Bergassessor Runge und Direktor Wüstenhöfer, daß sie, wenn sie bei ihrer ablehnenden Haltung blieben, von jetzt an unter gerichtlichem Verfahren stehen würden. Sämtliche Herren erklärten auf Befragen, daß sie auf ihrem b i s- herigen Standpunkt verbleiben müßten.
Der Kohleniieferungsbefehl.
Düsseldorf, 17. Jan. Der den einzelnen Zschenvertretern überreichte Befehl in französischer Sprache lautet in deutscher Uebersetzung:
„Der Generalinspektor der interalliierten Kontrollkommission befiehlt auf Grund der Vollmachten, die ihm durch Befehl vom 11. Januar 1923 vom Kommandanten der Rheinarmee, General D e- g o u t t e, erteilt sind, Herrrn . . . den verantwortlichen Vertreter der Gesellschaft . . . von morgen, dem 17. Januar 1923 früh an, alle Aufträge auf Kohlen- und Kokslieferungen wieder auszuführen, die für die Entente bestimmt sind (Reparationskohlenlieferungen), und zwar derart, daß sie in der Menge und in der Qualität ausgeführt werden, wie während der ersten acht Tage im Januar. Diese Mengen sind zu erhöh e n, bis ein neuer Befehl erteilt wird, um 20 Prozent, um die seitdem eingetretenen Rückstände zu decken. Die Lieferungen an die Entente sind in vollem Umfange auszuführen, bevor irgendwelche Sendungen ins unbesetzte Deutschland er« ÉliiijBâttiM düngen aus dem Eisenbahn- wie auf dem Wasserwege."
Die feste Kallung der Reichs- regierung.
Die Reichsregierung befchäftigke sich. ebenso wie in den letzten Tagen, auch gestern in einer Kabinettssitzung mit der augenblicklichen Lage. Das „Berliner Tagebiakt" schreibt, daß sich die Reichsregierung auch bei einem eventuellen weiteren Vorgehen der Franzosen von ihrer bisherigen festen Haltung nicht abbringen lassen und insbesondere unter dem Druck Frankreichs und Belgiens nicht mit diesen Staaten verhandeln werde.
Der weitere Vormarsch der Franzose«.
Dortmund besetzt.
Dortmund, 16. Jan. Um 11,45 Uhr sind die ersten französischen Truppen in Stärke einer Kompagnie in das Zentrum der Stadt eingerückt. Während des Einmarsches kreiste ein Flieger über der Stadt. Irgendwelche Zusammenstöße sind bisher nicht zu verzeichnen.
Dortmund, 16. Jan. Heute mittag 1 Uhr ist Dortmund auch von Süden her durch Kavallerie und Panzerwagen besetzt worden. Die Truppen nahmen am Südbahnhof Aufstellung. Der Einmarsch vollzog sich in aller Ruhe.
Bei einem Gesamtüberblick der augenblicklichen Lage ergibt sich folgendes Bild: Von Düsseldorf aus führt die Linie über Mettmann, Wülfrath, Neviges, dicht an Elberfeld-Barmen vorbei bis kurz vor Hagen, zweigt östhch ab und umfaßt Dortmund bei Eichlinghofen, Marten und Dorstfeld. Weiter hinauf ist die Front bereits über die Emscher und den Dortmund-Ems-Kanal in Richtung Lünnen vorgedrückt und bedroht weiterhin von Datteln und dem Lippegebiet aus sogar schon die Stadt Münster. Im großen Bogen zweigt die Linie nördlich ab und zieht sich bis in die bedrohliche Nähe Wesels hin. Die äußerst bedrohten Eckpfeiler des gesamten Gebiets sind demnach Elberfeld-Barmen, Hagen, Hamm, Münster und Wesel. Verkehrstechnisch beherrscht Frankreich das ganze Gebiet jetzt schon. Die gesamten Kanal- und Schiffahrtsstraßen sowie sämtliche wichtigen Verschiebe- und Rangierbahnhöfe sind schon in den Händen der Franzosen, so der Rhein von Wesel bis Düsseldorf, die Ruhr von Ruhrort bis Herdecke in der Nähe von Hagen, der ganze Rhein-Herne-Kanal, der wichtigste Teil des Dortmund-Ems- Kan a l s, und selbst die Lippe fällt in ihren Machtbereich. Weiterhin verfügen die Franzosen jetzt über die drei wichtigsten V e r - schiebebahnhöfe des Westens, über die der gesamte Abtransport der Kohlen des links- und rechtsrl-einifchen Kohlenreviers geht, nämlich Vorhalle bei Hagen, Wedau bei Duisburg und Hohenbudberg zwi-
schen Mörs und Krefeld. Hohenbudberg versorgt namentlich das linke Rheingebiet, weiter Frankreich, Belgien und Luxemburg, wozu als weiterer Umschlagsplatz Trier-Ehrang in Frage kommt. Ueber Wedau geht der Abtransport nach Süddeutschland, von Vorhalle nach Mittel- deutschland. Auf einer Reihe Stationen sind Posten eingerichtet zur Ko n t r o l l e der einund ausgehenden K o h l e n z ü g e, so in Essen- Hauptbahnhof, Rotthausen, Steele, Kray-Nord und Süd, Gelsenkirchen-Hauptbahnhof, Gelsenkirchen-Bismarck und Kupferdreh. Bis jetzt i§ der Verkehr nach Mitteilung der Eisenbahndirektion Essen ziemlich regelmäßig. Die Wagenanforderungen sind etwas zurückgegangen. Die Wagen konnten bis jetzt gestellt werden. Wirtschaftlich betrachtet ist das gesamte Kohlen gebiet, das Herz Deuftch- lands, in französischen Händen, und selbst ein umfassendes Zugreifen auf die bergisch-märkische Kleineisenindustris scheint nach den neuesten militärischen Bewegungen bei Hagen zu erwarten zu sein.
Unmittelbare Wirkungen der Invasion.
Essen, 16. Jan. Obwohl die Verpflegung und sonstige Versorgung der französischen und belgischen Besatzungstruppen im allgemeinen aus französischen Hecresbeständen erfolgt, baden auch schon bedeutende Aufkäufe in Lebensmitteln und Textil» waren stattgefunden. Die Geschäfte hatten in letzter Zeit die Gepflogenheit, von Waren, in denen sie nur mehr geringe Bestände hatten, an eine einzelne Person nicht über eine gewisse Menge hinaus abzuzeben. Die französische Besatzung verlangt nun, daß j e d e von ihr geforderte Menge verabfolgt werde; infolgedessen sind einige Geschäfte schon jetzt nahezu gänzlich ausgekauft worden. Die Preise wichtiger Gegenstände des täglichen Bedarfs sind unter der^Einwirkung der 3k* setzung in ilkdeste-S um ov Prozent gelegen,..
Im „Hansahans" bat' die Besatzung für Zwecke der Ortrkommandantur ein Stackckcok an Büroräumen mit Beschlag belegt. Die dort wâ^ den Firmen sind notdürftig in anderen Räumen des Hauses untergebracht worden. Alle Mieter des Hansa- hauses sind in der Abwicklung ihrer Geschäfte stark behindert.
Für die O f f i z i e r e der Besatzungstruppen sind über vierhundert Hotelzimmer in Anspruch genommen worden; ferner ist für die Unterbringung französischer Journalisten ein Hotel mit 100 Zimmern vollständig beschlagnahmt. Dadurch ist bei der ohnehin großen Not an Hotelräumen jetzt ein Zustand geschaffen, der auf die Dauer unhaltbar ist. Reisende und Geschäftsleute können in den Hotels zur Zeit kaum Zinimer erhalten. Ta auch der weitere Umkrers von Essen besetzt ist und dort die Hotel wahrscheinlich in gleichem Maße von der Bcfatzungsbehörde beansprucht werden, ergibt sich schon hieraus eine außerordentlich nachteilige Wirkung für das Wirtschaftsleben. Infolge der Verlegung deS Korpskommandos nach Essen müssen weitere zweihundert Zimmer in Privat- Wohnungen in Bredeney uns Rüttenscheid freu gemacht werden. Bisher sind die Besatzungtruppen in zehn Volksschulen, einer höheren, einer Mädchen- Mittelschule und zwei Turnhallen von höheren Schulen untergebracht. Der Schulunterricht muß in d« bezeichneten Lehranstalten vorläufig a u s f a l l e «.
Unterbindung der Alargarinelieferungen.
Der „Lokalanzeiger" gibt die Mitteilung eines Berliner Margarinegrossisten wieder, wo. nach die holländischen und rheinischen Marga- rinefabriken vorläufig die Lieferung von Margarine nach Berlin eingestellt haben, weil die Franzosen die Sendungen nach Berlin nicht mehr durchlassen.
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Militärischer Beseh Sie Zechenbesitze
er.
Paris, 17. Jan. Wie Liavas berichtet, haben gestern 6 der Zechen« bescher aus dem Bezirke von Essen die Requisitionsorder erhatte«. Weitere Requifitionsbefehle sollten gestern abend noch abgehen, sodatz sämtliche Grubenbesitzer heute im Besitze der Requtsitionsorder sein werde«. Die Grubenbesitzer würden einzeln für die Ausführung ihrer Verpflichtungen haftbar gemacht werden, das heitzt, es werde ihnen mit dem Prozeß vor dem Militärgericht gedroht, im Falle sie sich dem Befehl, Ser diesmal nicht von den Ziolwehördrn, sondern von den französischen Militärbehörden ausgegangen sek, nicht unterwerfe».
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Dollar (10 Uhr norm.) 16400