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SanauerS Anzeiger

General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M. x^W^X

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Nr. 4 Freitag den 5. Januar 1923

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Abbruch öer Po

Unversöhnliche Meinungsverschiedenh

p a t i s, 4. 3att Die Konferenz ist abgebrochen worden, obne daß eine Ver- stândigung erzielt worden ist. Die eng. lische Delegation verläßt morgen Freitag früh Paris. poincarL und Bonar Law haben Erklärungen abgegeben, in denen offiziell das Unvermögen fefkgeflellk wird, zu einer Verständigung über die Reparationsfrage zu gelangen.

Auch die Pariser Konferenz, die zu dem Zweck einberufen worden war,die Basis für ème prinzipielle Verständigung über die Rege­lung des Reparationsproblems im Zusammen­hang mit der Frage der interalliierten Ver­schuldung zu finden", hat, wie ihre Vorgänge­rin in London, ein vorzeitiges Ende gefunden, nur mit dem Unterschied, daß man sich diesmal nicht vertagt hat in der Hoffnung, die vorhan­denen Meinungsverschiedenheiten durch Fort­setzung des Gedankenaustausches überbrücken zu können, sondern man ist auseinandergegan­gen, in der Ueberzeugung, daß in der Repa­rationsfrage eine unversöhnt che Mei­nungsverschiedenheit besteht, daß zwischen der Politik der Vernunft und des friedlichen Wiederaufbaues, die man in Lon­don will, und den auf die Vernichtung Deutsch­lands gerichteten Plänen der französischen Re­gierung eine Brücke nicht zu finden war. Die Konferenz ist gesprengt worden durch den annexionistischen Geist der französischen Poli­tik, der die Reparationsfrage vom Tage der Redaktion des Versailler Vertrages an durch alle Stadien der Verhandlungen hindurch nur als Vorwand zur Durchsetzung der Rhein- und Ruhrangliederung auf Umwegen benutzt hat. Mit der Ablehnung des englischen Vorschlags, der Deutschland weit größere Verpflichtungen auferlegte, als es zu tragen in der Lage ist, und mit der Weigerung, das neue deutsche An­gebot, das Staatssekretär Bergmann zu ver­treten beauftragt war, auch nur anzuhoren, hat Poincarè vor aller Welt erneut bewiesen, daß es ihm nicht auf eine Erledigung der Repa­rationsfrage, sondern auf die machtpolitische Befriedigung imperialistischer Gelüste an­kommt.

Was wollte Poincare mit seinem Repara­tionsplan? Poincare wollte uns ein Schein­moratorium auf zwei Jahre gewähren, wäh­rend dessen Dauer wir die Besatzungskosten, die Kosten für die Schnüffelkommission, die Sach­lieferungen, die Ausgleichszahlungen uff. uff. weiter leisten sollten und für dessen Gewährung mit zynischer Frechheitproduktive Pfänder" gefordert wurden, die unsere Volkswirtschaft völlig zugrunde gerichtet, unsere Staatseinheit zerrissen gemacht hätte. Eine interalliierte Kon­trollkommission, in der kein Engländer sitzt, deren Vorsitzender aber ein Franzose ist, sollte in Essen das Kohlensyndikat überwachen und durch Befehle, die es ihm oder der Eisenbahn­verwaltung erteilt, die strikte Anwendung des unerfüllbaren Programms sicherstellen, das vom Reparationsausschuß des Feindbundes aufgestellt worden ist; die Rheinlandkommission sollte in dem vorläufig nicht zu besetzenden dies die Konzessionen an England Ruhr­revier Ordonanzen, Befehle erlassen dürfen. Holz sollte in den Staats- und kommunalen Wäldern des besetzten Gebietes auf Requisition der Rheinlandkommission geschlagen werden. Requisition im Frieden, freilich im Versailler Frieden auf Wiederaufbaumaterial, Stick­stoffe usw Auf Verfügung einer Pfänderkom­mission sollten am Rbein und Ruhr auslän­dische Devisen vom deutschen Export genommen, die Zolleinnahmen sollten beschlagnahmt, an Rhein und Ruhr von französischen Zollbeamten eingezogen, die Kohlensteuer beschlagnahmt werden und von den Grubenbesitzern zu 30 Prozent in ausländischen Devisen errichtet wer­den.

All dies während des Moratoriums, all dies als vorläufige Maßnahmen. Die eigent­lichenSanktionen" sollten erst kommen, wenn nämlich die deutsche Regierung in irgendetwas diesen unmöglichen Verpflichtungen gegenüber im Rückstand geblieben wäre. Dann sollte Foch marschieren, das Ruhrrevier besetzen lassen: dann sollte eine Zollinie östlich des gesamten besetzten Gebietes gezogen werden und der Aufschub der Räumungsfrist eintreten. Die Sklaverei des Rheinlandes, die selbst das Schanddokument von Versailles nur auf das Höchstmaß von 15 Jahren auszUdehnen wagte,

riser Konferenz.

eil. Abreise der engl. Delegation

sollte also nach dem Belieben Frankreichs ver­längert werden. Diesen Plan, der voll Un­geheuerlichkeiten und Schamlosigkeiten die 'rechste darunter vielleicht, daß Poincare so zu tun wagte, als ob unter diesen Bedingungen )ie Mark stabilisiert werden könnte strotzt, konnte natürlich Bonar Law unmöglich zu­stimmen und da PoincarL von seinen Richt­linien nicht abging kam es zum Abbruch der Konferenz.

Welche Folgen wird dieser Abbruch für uns haben? Poincarë hat wiederholt erklärt, daß, wenn die Konferenz ergebnislos auseinander­gehe, Frankreich sich zu einer isolierten Aktion gegen Deutschland genötigt sehen würde. Das offiziöse Frankreich und alles was dazu gehört, raffelt denn auch bereits mit dem Säbel und man spricht davon, daß Frankreich jetzt gezwun­gen sei, aus Sicherheitsgründen einen Teil des Ruhrgebietes militärisch zu besetzen. Gestern abend noch nach Abbruch der Konferenz soll Poincare eine längere Unter­redung mit dem Kriegsminister Maginot ge­habt haben und die Bedeutung, die die franzö­sischen Blätter dieser Unterredung beilegen, laßt keinen Zweifel, daß es sich hier nicht mehr nur um eine Geste handelt. Ob Poincare schon vor dem 15. Januar, dem Fälligkeitstermin der ersten deutschen Zahlung, auf Grund des Lon­doner Zahlungsplanes etwas unternehmen wird, steht noch dahin eine Berechtigung hierzu hat er allerdings nicht, denn solange der Ertrag von Versailles noch gilt, hat ââ land nicht mit einzelnen Mächten, sondern mit der Reparationskommission zu tun. Erst muß die Reparationskommission das Moratorium abgelehnt haben, muß Deutschland den am 15. Januar fälligen Betrag nicht gezahlt haben, muß eine vorsätzliche Verfehlung festgestellt und eine Einigung der Alliierten über die zu ergrei­fenden Maßnahmen erzielt sein, erst dann sind Sanktionen vertragsmäßig zulässig. Soge- nannte Sankuonen die ohne Entscheidung der Reparationskommission oder von einer einzel­nen Macht ergriffen werden, sind vertragswid­rig und in völkerrechtlichem Sinne fein liche tandlungen. Führt Frankreich also auf eigene anst einen Ueberfall auf Deutschland âus, dann macht es den Vertrag von Versailles zu einem Fetzen Papier und ferner wird es ver­tragsbrüchig auch seinen Verbündeten gegen­über, denen damit die Pflicht zufällt, Deutsch­land in der Rechtssphäre, die ihm der Vertrag gelassen hat, zu schützen.

Wie es zum Abbruch kam.

Paris, 4. Jan. Die dritte Vollsitzung der Konferenz begann einige Minuten nach 3 Uhr. Zu Beginn der Sitzung verlas Marquis Della Torretta die neuen italienischen Vorschläge, die nach der Havos-Agentur dem französischen Plan merklich nahekommen und sich vor allem der Beschlagnahme der Pfän­der als Gegenleistung für das Moratorium an­schließen.

Wie Havas berichtet, hat dann Poincare die gestern von Bonar Law vorgebrachten Ein­wendungen beantwortet. Im Anschluß daran verlangte der englische Ministerpräsident die Er- örterung einer Note, die er am frühen Nach­mittag der Konferenz übergeben hatte und in der die gestern von Poincare geübte Kritik an dem englischen Plan beantwortet wurde. Der französische Premierminister erklärte, ^ er sie zur Kenntnis genommen habe und daß es ihm genüge festzustellen, daß dieses Dokument den Grundsatz her Pfänd er beschlagnahme den die fronkUAe .Re^ienmg für unerläßlich erachte, ablehne und daß es ihm deshalb unmöglich erscheine, in die von Bonar Lam verlangten Erörterungen einzutreten. Indessen wurde auf Drängen der italienischen Delegcimu und der belgischen Vertreter vereinbart, daß jede der Delegationen für sich den englischen Ent- wurf und die itafienifAen Pläne einer Prüfung unterziehen sollen und die Kmsterenmerhond- lungen eine Stunde steter wieder ausgenom­men würden. Die belgische, die italienische und die fränkische Delegation Zoom sich daraus j se in einen besonderen Raum zurück, um die ge­wünschte rasche 'Prüfung vorzunehu en, mähren^ die englische Delegation m ihr Hotel begab.

Nach einer einstündigen Pause traten d:e Ministerpräsidenten wieder zusammen, ohne daß man zu einer Einigung gelangt wäre,

worauf Bonar Law folgende Erklärung abgab:

Die Regierung Seiner Majestät ist, nach­dem sie die französischen Vorschläge mit der größten Aufmerksamkeit geprüft hat. zu der klaren Ansicht gekommen, daß diese Bor-

Tnge. wenn man sie zur Ausführung bringt, nicht nur nicht die Ergebnisse zeitigen werden, die sie erreichen sollen, sondern wahrscheinlich ernste und selbst unheilvolle Folgen für die wirtschaftliche Lage Euro­vas nach sich ziehen werden. Unter Diesen Umständen kann sich die britische Regie­rung diesen Vorschlägen weder anschlieAn, noch eine Verantwortung hierfür übernehmen. Die Regierung Seiner Majestät will aber zu gleicher Zeit der Regierung der französischen Republik versichern, daß sie es außerordentlich bedauert, daß eine unversöhnlicheMei- nungsverschiedenbeit in einer so ernsten Angelegenheit besteht, daß aber da­durch die freundschaftlichen Gefühle nicht nur der britishen Regierung, sondern, wie sie überzeugt ist, des britischen Volkes gegenüber der fränkischen Regierung und dem französischen Volke unverändert bleiben.

Ministerpräsident Poincare hat hierauf die folgende Erklärung abgegeben:.

Die Regierung der französischen Republik hat ihrerseits die britischen Vorschläge sehr auf­merksam und sehr streng geprüft. 3e mehr sie sie studiert hat, desto mehr mußte sie erkennen, daß sie eine wesentliche Herabsetzung der frän­kischen Forderungen in sich schließen, sowie ein Umstoßen des Vertrages von Versailles und daß es unmöglich sei, eine derartige Lösung anzunehmen. Die Regierung der Republik be­baue« lebhaft, daß sie sich über diese ernste Frage mit der britischen Regierung nicht hat einigen können, aber sie dankt der britischen Regierung für ihre freundschaftlichen Gefühle und sie kann ihr die Versicherung geben, daß trotz Dieser Verschiedenheit der Ansichten die Ge­fühle der Regierung der französischen Republik und der franzSssick^n Ration gegenüber Eng­land unveränderlich herzlich bleiben werden.

Eine omil che Berliner Erklärung.

Berlin, 4. Ian. (Amtlich.) Rach den heute abend hier eingetrofsenen Nachrichten ist die pariser Konferenz ergebnislos verlaufen. Es hat sich herausgefkeüt, daß die auf der Kon­ferenz vertretenen Mächte nicht einmal den englischen Reparationsplan, der eine Gcsamt- schuld Deutschlands mit einem Gegenwarks- merf von nahezu 4 0 Milliarden Gold­mark vsrfah, eine Summe, die die Lei­stungsfähigkeit Deutschlands bei weitem überschritten hätte, ihre Zustimmung erteilen wollte. Die Konferenz ist nicht nur in Deutschland, sondern von den Ein­ichtigen aller Länder begrüßt worden. in der Kossmina, daß endlich, vier Iahre nach D'sn- digung des Krieges, das Reparationsproblem eine ausführbare Lösung finden und daß Deutschland, wie ganz Europa aus dem wirt- schaftuchcn Chaos, in das es durch die potif: Behandlung dieses rein wirtsckmfllichcn Themas gestürzt worden ist, herausgebracht werden cünnte. Diese Hoffnung hat sich nicht crüü die teutsche Regierung hat in ernsten Bespre­chungen mit den maßgebenden Faktoren der deutschen Wirtschaft eine eingehende Unter­suchung über die wirtschaftliche Leistungsfähig­keit Deutschlands angefteHt und das Ergebnis der Vorschläge, die bis an die äußerste Grenze dieser so festgesetzten Lcistnugsfähigkeit gi; vn, niebfr; siegt. Sie hat an die Konferenz das Ersw en gerichtet, diese Dor'chSge entgegen- mne men und durch einen Beauftragten er- äutcrn zu lassen. Deutschland ist nicht gehört worden, obwohl es nach dem ^ede^soeclraq einen Anspruch darauf hat. Seine Vorst- -^ge sind in Paris nicht einmal ^ tgr :i genommen worden, röhren» auf der unter den, Vorsitz Vonar Law», tagenden Lon- -ouer Konferenz die teutschen Porschlage wenigstens in Empfang' genommen und geptin worden sind. Die &ut e Regierung hat an-

Üks der Ablehnung, die in Paris s6 m der englische ReparchionHjlan gefunden hat, davon abgesehen, ihre Vorschläge, die unter diesen Am ständen keine Aussicht auf Berücksichtigung inden formten, der Konferenz unaufgefordert

;;?täm üü?g hält die Regierung an der Veder- èügvnH feX daß nur eine vernünftige Wb s t ' rüHücifih tragbare Lösung der Reparation#-, äde Europa vor dem sonst unvemtekHir chn beweis en ka a. Sie wird sich von dem < c«i, wie er durch die Rate vom 14. Rovern- er

und die darauffolgenden Erklärungen vorge- zeichnet und wie èr vom Reichstag gebilligt worden ist, nicht abdrängen lassen.

Die tWiae Anlwork.

London, 5. Jan.Daily Ehronicle" schreibt, wenn Poincar« sage, daß England sein Pro­gramm mit allen feinen annexionistischen Eigenschaften als Minimum annehmen müsse, so könne es nur die Antwort geben: Groß­britannien könne unmöglich daran tollnehmen. In französischen Augen sei der Grundfehler des britischen Planes der, daß er nicht nur eine gegenwärtige Preisgabe der Ruhrinvasion be­deute, sondern wahrscheinlich durch seinen voll­ständigen Erfolg den Franzosen jeden Vorwand nehmen würde, später in das Ruhraebiet ein­zudringen. Das ganze Werk der Wieder. Holung der Politik Ludwigs XIV., nämlich die Zerstückelung Deutschlands, die Vernichtung feiner Industrie, die Absonderung eines deutschen Gebtetsteiles, die Unterjochung jenes Teiles, die Bewegung französischer Trup­pen hierin und die Entsendung französische? Beamten dorthin, würde wabrschsinsich ieder Grundlage beraubt werden. Damit Frankreich dies tun könne, sei es notwendig, daß ein Deutschland vorhanden sei, das seine Schulden nicht bezahle. Zwischen dieser so enthüllten Mentalität der Beherrscher Frankreichs und der Mentalität des gesamten britischen Volkes liege eine Kluft.

Auslrasi an Foch?

Paris, 4. Jan. In offiziellen Kreisen, so ver» sichertDaily Mail", verlaute, daß die Forde­rungen Poincarss der deutschen Regierung im Wege eines Ultimatums zum 15. Januar zugehen würden. Wenn Deutschland am 15. Januar seine Verpflichtungen nicht erfülle, werde man nach dem Plan des Marschalls Foch vorgehen, Essen und Bochum und damit zwei Drittel des Ruhrgebietes besetzen. Genauere Angaben über die notwendige Trup­penstärke werden nicht gemacht. Es ist sehr wahrscheinlich, daß 3 Divisionen eingesetzt werden sollen, um Esten und Bochum zu besetzen da man es für wichtig hält, daß tue Franzosen aller eventuell zu erwartenden industriellen Unruhen im Ruhrgebiet sofort Herr werden. In besonders großem Maße sollen Tank- tz a t a i l l o n e benutzt werden. In dem zurzeit besetzten Rheingebiet hält man eine Der- stärkung der französischen Trup- pen nicht für notwendig.

Aurückberufung der Urlaube?.

Paris, 5. Ian.Oevre" schreibt, in den offiziösen Kreisen habe man gestern abend über das, was die französische Regierung zu tun ge- denke Furückhalkuno ae-eiak, jedoch könne man schon jetzt an kündigen, daß die beurlaub­ten So thaten aus dem Rbernlinbe und dem Osten den Befehl erhalten hätktzn, in ihre Garnison noch vor dem 6. Januar zurückzu­kehren. Andererseits würden die Ingenieure und TcAviter ihre zivile Mobil!sierungszu- stellung erhalten. Lel'-e-es sei *um teil bereits geschehen, doch es würden noch todtere Tech­niker einberufen werden, Essen und Bo­chum würden Ende dieser Woche be­setzt und die deutsche Regierung werde auf- aeforbrrf wenden, Barkla-m her französischen Behörde in Essen zu übermitteln.

Paris, 5 3an. Nach dem Makin" hak gestern abend poincarè eine lange Unterredung mit dem Kriegsminister gehabt, dkr allgemein gro^e Bedeutung be-gems^en wird

Amerika und die B"paraU.rnsfraqe.

Paris 4 Jan. DerNewyork Herald" mel­det aus Wasbington, daß die Regienlng aus» üihrliche Berichte über die VermnZlimgen der Pariser Konferenz vom amerikai ischkn Bot­schafter Herrick und dem amerikai Ver­treter in der Reparationskommisnon, Boyden erholten habe und daß man sich in ^ ^gierungs» kreisen für die Vorgänge leb^astintenrssiere. Es verlaute, daß Harding hinsichtlich bei künftigen Stellungnahme die e n t s ch i c b e n f e b a l« tung eingenommen habe Er iet erschlossen, dahin zu wirken, daß die Reparatior^frage ge- löst werde und Fei bereit, auch di, letzten Mittel Amerikas a n z u w e n d e n, um eine Verständigung zu erreichen, t^wohl es natürlich mvg'ich sei, daß Benrührngen der Vereinigten Staaten nicht gemünfeb würden. In bieünn Falle werde nichts getan trf-rben, um ein.amerikanisches Eingreifen bei den Alliierten durchzusMen.

Lollar des difi ^ml.i 86â-87W