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Hanauer Anzeiger

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M

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Nr. 2

Mittwoch den 3. Januar

1923

Die Pariser Konserenz

Paris, 3. Jan. Die Pariser Konferenz, die 27., die die Regelung der Reparationsfrage zum Gegenstand hat, ist gestern nachmittag um 2 Uhr am Quai d'Orsay unter dem Vorsitz Poin- carés eröffnet worden. Bemerkenswert ist, daß es in dem ausgegebenen offiziösen Communi- qus heißt, die Konferenz habe die Erzielung einer prinzipiellen Verständigung zwischen den vier alliierten Regierungen über die Lösung des Reparationsproblems im Zusammenhang mit der Frage der interalliierten europäischen Verschuldung zum Ziele, während bisher von stanzösischer Seite immer wieder betont wor­den ist, für Frankreich handle es sich zunächst ausschließlich um das Moratorium und seine Bedingungen, und die französische Regierung sei deshalb entschlossen, keine Erweiterung der Dis­kussion zuzulassen, solange dieser Punkt, d. h. die Frage der Pfänder, nicht geklärt sei. Ohne auf die Ausführungen einzugehen, mit denen Poincarè die französischen Vorschläge be­gründete, hat Bonar Law in einem länge­ren Expose den aus den Veröffentlichungen der Londoner Blätter bekannten englischen Plan, der auf eine endgültige Gesamtregelung der Reparationsfrage abzielt, der Konferenz unter­breitet. Ihm folgte Marchese della Tor­re t t a, der das Projekt Mussolinis entwickelle, sodaß die Konferenz nunmehr bereits mit drei Projekten befaßt ist, zu denen sich in den nächsten Tagen wahrscheinlich als viertes das deutsche Programm gesellen wird, dessen Ueberbringer Staatssekretär Bergmann ist. Poincarö hat von dem -an der deutschen Regierung gestellten Ersuchen, Herrn Bergmann Gelegenheit zu gehen, das neue deutsche Angebot der Konfe­renz zu unterbreiten und mündlich zu erörtern, Mitteilung gemacht. Zu einer Diskussion dieses Antrages ist es noch nicht gekommen und auch sonst hat keinerlei Debatte stattgefunden. Die Konferenz hat sich vielmehr nach Anhörung der drei Exposes auf heute nachmittag 3 Uhr ver­tagt, um den einzelnen Delegationen Gelegen­heit zu geben die verschiedenen Projekte mit ihren Sachverständigen zu beraten.

Das französische Reparations-Programm.

Paris, 2. Jan. Havas veröffentlicht den Wortlaut des von Poincarö heute nachmittag vorgebrachten Programms wie folgt: So grausam auch Frankreich durch den Krieg ge­prüft worden sei, es werde sich nicht gleichgül­tig stellen, was die Wiedererhebung irgend einer von denjenigen Nationen anlange, die heute unter der allgemeinen Krisis litten. Erst gestern habe es in der österreichischen Frage eine eklatante Probe von seinem Solidaritäts­empfinden abgelegt. Es fei von dem lebhaften Wunsche beseelt, in engem Einvernehmen mit den Alliierten an der Befestigung des Friedens durch Ausführung der Verträge und an dem Wiederaufbau aller Länder zu arbeiten, die durch die Ereignisse der letzten Jahre in ihrer Lebenskraft getroffen worden seien. Indessen könne Frankreich nicht vergessen, daß Deutschland es sei, das ihm den Krieg erklärt habe, das in zehn französischen De- partements eingedrungen sei und sie plan­mäßig verwüstet habe. Frankreich sei der Ansicht, daß die vom Versailler Vertrag ongeordnete restlose Wiedergutmachung dieser Schäden ein Werk elementarer Gerechtigkeit kt. Es sei auch überzeugt, daß diese Wieder­gutmachung die unerläßliche Vorbedingung für die Wiederherstellung der französischen Finanzen und die einzige logische Vorberei­tung für einen Wiederaufbau Europas sei. In diesem Sinne unterbreite Frankreich seinen Alliierten das Arbeitsprogramm, das die fran­zösische Regierung zu begründen, im einzelnen näher darzulegen und vor der Konferenz zu entwickeln gedenke.

Die Konferenz kann

1. den Versuch einer Lösung der R e- -lorationssrage und der Frage der in« trainierten Schulden ausfindig machen,

2. Beschluß fassen hinsichtlich der Annahme <iiier bestimmten Politik bezüglich der Stabi­lisierung der Mark und der Reorganisation der beut[d)en Finanzen,

3. sofortige Beschlüsse über das von Deutsch- lond verlangte Moratorium und die Pfänder, deren Beschlagnahmung durch die französische Legierung fassen, sowohl um die während der Dauer des Moratoriums noch zu leistenden Zahlungen sicherzustellen, als auch um einem spätern Versagen Deutschlands vorzubeugen.

Deutschland habe verlangt: 1. eine Herabsetzung seiner Reparationsschuld, 2. die Festsetzung dieser Schuld nach Maßgabe seiner etwaigen Budgetüberschüsse. Die letzte Forderung sei offensichtlich unangängig. Die Budgetüberschüsse Deutschlands seien ja ab­hängig von seiner Polstik und seinem guten Willen. Die Erfahrungen der Vergangenheit können nicht das mindeste Vertrauen in die Zukunft einflößen. Die französische Regierung erinnere in besonderer Note ihre Alliierten an die unzähligen Verfehlungen, die Deutschland in den letzten Monaten be­gangen habe. Sie seien bezeichnend und könn­ten den Franzosen keinerlei Illusionen lassen. Die französische Regierung erkläre, daß sie nicht geneigt sei, irgend eine Her - a b s e tz u n g ihres Anteiles an den Zahlun­

, um

gen zu akzeptieren, die Deutschland auf Grund des Zahlungsstatuts schuldig sei. Dieser Anteil sei ja schon heute nicht genügend. " die Pensionslasten und den Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete zu decken. Eine Herab­setzung der beutfeben Schuld könnte also von der französischen Regierung nur dann in Be­ttacht gezogen werden, wenn gewisse unter ihren Alliierten eine etwaige Herabsetzung oder anbermettige Regelung ihrer Forderun­gen an Deutschland durch Abänderung ihrer Anteilsätze und die Gewährung einer Priorität für den Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete zugeständen. Es sei nicht Sache Frankreichs, in diesem Punkte den Dispositionen der übri­

gen Gläubiger Deutschlands vorzugreifen. Ein offizielles Dokument der englischen Regierung habe jedoch vernehmen lassen, daß diese geneigt wäre, ihre Forderung an Deutschland unter gewissen Bedingungen, die die Frage der inter­alliierten Schulden betreffen, aufzugeben oder herabzusetzen.

Die französische Regierung glaubt, ihren Standpunkt in dieser Beziehung genau dar­legen zu müssen. Sie komme nicht weiter auf den Ursprung und die Bedeutung dieser Schulden zu sprechen. Sie denke nicht daran, ins Ge­dächtnis zu rufen, daß die interalliierten Schul­den im Interesse des gemeinsamen Sieges ein­gegangen worden seien, daß sie Kriegskosten darstellten und daß ihnen entsprechend den durch Art. 231 und 232 des Versailler Vertrages auf­gestellten Grundsätzen die Reparationsforde­rungen vorangehen müssen. Die französische Regierung könne weder der Billigkeit halber, noch faktisch Kapital oder Zinsen dieser Schul­den bezahlen, solange sie nicht zum allermin­desten durch deutsche Zahlungen für die bereits gemachten und noch zu machenden Ausgaben für den Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete gedeckt sei, und diese Ausgaben entsprächen an­nähernd dem französischen Anteil an den Ob-

nähernd dem

ligationen A und

nn gewisse Gläubiger Frankreichs geneigt wären, sich diesem Modus anzuschließen, so wäre die französische Regie­rung bereit, ihnen von ihrem Anteil an den Obligationen C schon heute ein Nominalkapital in Höhe des nominalen Betrages ihrer Schulden zu übergeben. Die französische Regierung erklärt sich bereit, die Obligationen C, die sie gegebenen­falls für ihre eigenen Forderungen in Zahlung erhält, zu annullieren. Wenn dieser Modus von

den anderen Staaten akzeptiert würde und wenn diejenigen unter ihnen, die Gläubiger sind, gleichfalls sich entschlössen, die Obligationen C, die ihnen übergeben würden, zu annullieren. Was die Zahlungsmodalität für die deutsche Raparationsschuld anbelangt, so wie sie durch das Zahlungsstatut festgesetzt seien, oder so, wie sie unter den oben angeführten Bedingun­gen sich in herabgesetzter Form sich gestalten würde, so stehe die französische Regierung auf dem Standpunkt, daß es im gemeinsamen In­teresse der Alliierten und Deutschlands liege, die Bezahlung dieser Schuld zu einem beschränk­ten Zeitraum zu sichern. Die französische Regie­rung gestehe infolgedessen zu, daß die Zahlungen die Deutschland zu leisten haben werde, bis zu einem noch zu bestimmenden Datum und zu einem bet Billigkeit entsprechenden Satze dis­kontiert werden müßten, da derartige Zab- lungen augenblicklich von Deutschland nur in annehmbarem Maße von dem Ergebnisse der von ihm aufgelegten äußeren Anleihe geleistet werden könnten, glaube die französische Regie­rung, daß die alliierten Regierungen durch "e in ihrer Macht befindlichen Mittel die Emission dieser Anleihe begünstigen müßten. Sie glaube übrigens, daß in einer sehr nahen Zukunft der­

artige Anleihen möglich seien und schon heute für einen beschränkteren Anleihedienst in Deutschland wirklich Sicherheiten geschaffen werden könnten und daß diese wirksam vom Garantie-Ausschuß kontrolliert werden könn­ten, dem gemäß den Bestimmungen des Lon­doner Zahlungsplanes Vertreter der Anleihe­zeichner beigegeben werden könnten. (Der Schluß des Programms liegt uns noch nicht vor. D. Red.)

Aus dem englischen Programm.

Paris, 2. Jan. Der diplomatische Redakteur der Havas-Agentur glaubt zu wissen, daß die englische These, so wie sie sich aus dem britischen Plane, der in der heutigen Rachmittagsitzung der Konferenz erläutert wurde, ergebe, in den französischen Kreisen eine gewisse Enttäuschung hervorgerufen habe. Die These sei sehr entfernt von dem französischen Standpunkt und lasse einen ganz verschiedenen Geist erkennen. Sie komme übrigens zu Ergebnissen, die in

Frankreich oJ digend a n g e 1

üg als unbefrie - werden. Die britischen

Vorschläge hätten außerdem noch das Unange­nehme, daß sie in gewissen Punkten mit dem Friedensvertrag von Versailles brächen. Ihre Annahme und ihr Inkrafttreten würden einen verhängnisvollen Einfluß auf die Regelung der Reparationen, so wie sie der Friedensoertrag vorsehe, ausüben. Man glaube zu wissen, daß der britische Plan für ein Moratorium von vier Jahren sei. Nach diesen vier Jahren solle Deutschland jährliche Zahlungen im Betrage von zwei bis drei Milliarden Gold­mark leisten. Der Plan fasse außerdem die end­gültige Festsetzung der deutschen Schuld auf 50 Milliarden Gold- ui ar! ins Auge und sehe ein p^rwickrltes System der Regelung der interalliierten Schul­den in Kompensation mit den Schatzbons der Serie C unter der Bedingung vor, daß der britische Anteil an den Reparationszahlungen fast verdoppelt, der französische Anteil aber um ebensoviel herabgesetzt werde.

Amerika und die Pariser Konferenz.

London, 2. Ian. Der Pariser Bericht­erstatter derDaily Mail" ist zu der Mitteilung ermässigt, daß die britische Regierung ihre matme Billigung der durch Staatssekretär Hughes gemachten Vorschläge zum Ausdruck gebraut habe und daß Schatzkanzler Bald- w i n bereits ermächtigt worden sei, bei der Er­örterung darüber im Namen der britischen Re­gierung zu handeln. Bonar Law wurde be­reit sein, die Reparationsfrage einer derartigen Konferenz zu überweisen, wenn es sich als u n - möglich heraus st eilen sollte, in Paris eine Vereinbarung zu erzielen. Dem Bericht­

sich Frankreich zu einer selbständigen Arnon entseuchen sollte, ohne formellen Protest sich abseits stellen.

Günstige Aufnahme Ser teutschen Vorschläge in Amerika.

London, 2. Ian. Nach hiesigen Infor­mationen machen die neuen deutschen Vor­schläge auf Washington einen günstigen Ein­druck, woran sich die hiesige schwache Hoffnung knüpft, Poincare werde nicht wagen, sein Andiskukierbar!" zu wiederholen.

Ausstand in Mrsful.

London, 2. Ian. Der Konstantinopeler Berichterstatter derDaily Mail" berichtet, daß nach einem Telegramm aus Angora in Mossul ein Aufstand ausgebrochen und ein Flugzeug­schuppen der britischen Luflslrejtkräfte ver- vrannt worden sei. Es HÄßt, daß der Aufstand das ganze Petroleumgebiet umfasse. Die tür­kischen Staatsangehörigen und die kurdischen Stamme revoltierten und forderten, daß das ganze Gebiet von Mofful den Türken zuge­sprochen werde. Die Türken hätten vier Iahr- gänge mobilisiert, zwei weitere sollten fol en. Alle diese Klassen seien dazu bestimmt, den Ausstand in Mossul zu begünstigen.

London, 2. Jan. Die Mitglieder der eng­lischen Kolonie in Konstantinopel wurden ver­ständigt, sich bereit zu halten, die Stadt in vierundzwanzig Stunden nach erhaltener Auf­forderung zu verlassen. 1600 englische Staats­angehörige schifften sich bereits ein, 600 von ihnen wurden in Zypern gelandet, die übrigen kamen nach Malta.

Starre Haltung der Angara-regierung.

London, 2. Ian. Eine Reukermeldung aus P.oMtantinopel besagt: Nach aus Angora vorliegenden Nachrichten scheine sich eine starre

Halkung der Angoraregierung anzuzeigen. Die Nationalversammlung in Angora hat eine sechsstündige geheime Sitzung abgehalten, in der die Lausanner Verhavdstw"en erörtert wurden. Die Haltung der Alliierten wurde da. bei sehr kritisiert und eine Entschließung ange­nommen, in der der nationale Pakt aufrecht erhalten wird. Nach allerdings noch nicht be­stätigten Berichten ist Ismed Pascha instruiert worden, auf der unveränderten Aufrechterhal­tung des nationalen Paktes zu bestehen und mit den Mächten, die bereit sein würden, die Be­stimmungen dieses Paktes zu unterschreiben, einen Sonderfrieden abzuschließen.

Griechische TrupveNkonzentratto« in WeMhrazien.

Paris, 2. Ian. Die Ansammlung grie­chischer Truppen in Westthrazien, deren Stärke

gibt demTemps" Anlaß, von einer neuen Krieg^efahr im Orient zu sprechen. Man könne nicht glauben, sagt das Blatt, daß sol­chen Truppenkräften eine rein defensive Rolle zukommen sollte, da ein türkischer Angriff nicht in Frage kommen könne. Man habe also nur die Erklärung, daß es sich darum handle, aus die Türkei einen Druck auszuüben, oder daß man aber einen Ueberfall auf Ostthrazien oder Konstantinopel vorbereiten wolle. Die Frag« sei aber weit ernster, da es klar sei, daß Grie- chenland ohnmächtig sei, irgend etwas aus eigener Kraft gegen die Türkei zu unterneh­men. DerTemps" vermeidet es, sich direkt gegen England zu wenden, er sagt aber, man "7 ' agen, ob vielleicht einean­dere" Macht gegenwärtig Vorbereitungen treffe, um gegen die Türkei einen neuen Kampf zu ullieruehlnen. Bei dieser Gelegenheit uLsie man doch daran erinnern, daß die in Lausanne anwesenden Mächte sich auf einer Friedens­konferenz befinden, und Frankreich könne in dieser Angelegenheit nur den einen Vorschlag machen, sofort in Athen diesbezügliche Vor­

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men England zu lüste flch doch fr<

stellungen zu erheben.

Kongreß der Sowjetrepubliken.

Moskau, 1. Jan. Am 30. Dezember würbe hier der erste Kongreß der bereinigten so,ia - listiscben Sowjet-Republiken eröffnet.

Cmidow. das älteste Mitglied des allrussischen Zentral-ExekutivkomiteeS, führte in einet Begrüßung?« rede au«, der Kongreß fei der Ausdruck de« einmütigen Willens aller Werktätigen Sowjet-Rußlands, eine innige Vereinigung deryiftelen.

Der Vertrag, der von dem Kongreß genehmigt werden soll, stellt eine vollkommene GleichbereÄtigung aller sich vereinigenden Förderativ-Repnbliken dar und gibt jeder Republik ba« Recht, aus eigenem Entschluß zu jeder beliebiaen Zeit wieder aus der Vereinigung auSi »treten. Er wnr?e sodann ein 2bgliedrige» Präsidium gewählt mit Kalinin als Vorsitzenden uxb Lenin als Ehrenpräsidenten. Nach einem Vortrage ètalini, des GeretSr« der Zentralkoiuiteer der ommunistischen Patte', wurde der Vertrag ange­nommen, der eine Vereinigung aller sozialistüche» Sowjetrepubliken verwirklicht. Je 26000 Einwohner entsenden einen Delegierten zum vereinigten Äon« greß, und ein aus 271 Mitgliedern bestehender ver­einigtes Zentral-Exekutivkomitee wird im Verhältnir zur Bevötkerungrrabl der Einzelrepubliken gewählt wer« »en. Jährlich sollen drei ordentliche Sitzungen und. dem Gebart ent'prcchcud. an icrordcnlliche abgehaltenwerden, Vo^zugsorgan der Zeiitrallomitre« ist .Sovnarkom" lRat der Volkttomniiffare). Der Kongreß nahm auch it Wahl von 371 Mitgliedern de« Zentral-Exekutiv- komitee« vor. Es werden darnach aus der ruffischc« ozralistischen kowjet-Repilblck 270, auS der Ukraine 68, aus der tranrkaukasischen Föderation 26',« und «ul Weißrußland 7 Vertreter in »a« Komitee entsandt iverden. Da« Volktkommisiariat für öffentliche« Gesunddeitrwesen hat einen Zentralrat »ur Bekämpfung der Prostitution gebildet. In allen Gouvern meut» werden zu diesem Zwecke Räte ebildct. Die Bekämpfung wirb durch Vorbcugung«- maßnabmen, durch B'schaffuug von Arbeit für ite aibeitS'o en Frauen und durch Eiusâreiten gegen die Vermittler der Prostitution geführt werden. Jm M o I k a u e r Sowjet bildete sich eine uommiffion, die die Frage der R â ck g a b e »er in Gemeindeeigen- rum übergetührkn P r i v a t d â u s er behandeln soll, 3ii den nächsten Tagen wird eine Liste aber solche, eit trüberen Vestern zurückzuzebenden Häusern »er- öffentlicht werden.

Die Lohnverhnttblnnsen in >er Verlink» Rttallinoustric. Die gestern begonnenen Vertzand- innjcii in der Berliner VictaN'nsustric find, einer Korreivoubenzmelbuiig krolae, gescheitert. Die Krbeit- geber lehnten die Fordcrun en ber Arbeiter ad nnb er lichten, mit Rücksicht aus »ie Pariser Verhandlungen, auf neue Loducrhöbuugeu zu verzichten. Die Mrbttter« vertretet kbuten bietet Ansinnen unter Himoer« auf ,e neue Verteuerung der wichtigsten Lebensmittel ux) Bedandattckel ab.

LoUar ( uyr oorm.) 7100