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Religiöses Wochenblatt

für die katholischen Gemeinden Kassels

Erscheint jeden Sonntag und kostet vierteljährlich Ausgabe ^.0^ Mk., Ö 50.00 Mk. Redaktionsschluß Monwo. Anzeigen die einsp. Kolonelzeile oder deren Raum 9.00 Mk. Reklam-Züle 27 Mk. Bei Wiederholung Rab t Offert» und Auskunft-Anzeigen 10.00 Mk. extra. Anzeigen müßen spätestens bis Montag morgens im Besiz der Fuldaer Aetiendruckerei in Fulda fein. Größere Anzeigen erbitten wir uns entsprechend früher.

Druck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerel

VochenKalender.

»tag, 3. Dez. 1. Adventsonntag. Franz Laver, Bek. annerapostslat.

»tag, 4. Dez. Petrus Chrysologus, B. u. Kchl. arbara, I,fr. u. M.

»stag, 5. Dez. Sola, Bek., Sabbas, Abt. twoch, 6. Dez. Nikolaus, Bisch.

nerstag, 7. Dez. Ambrosius, B. u. Kchl. Vigil v. ibefl. Empfängnis Mar»ä.

itag, 8. Dez. Fest d. unbefl. Empf. Mariä m. Oktav, nâtag, 9. Dez. Von der O tav.

Swiger Gebet: 3. Dez. Hilders, 4. Dez. Wüsten- en, 5. Dez. Kkeinsassen, 6. Dez. Eckweisbach, 7. Dez lbncb, 8. Dez. Batten, 9. Dez. Brand.

Erster Ä-vmtsonntag.

(Ev. Luk. 21, 2533.)

vom Weltgericht.

Ein Stern in finsterer Nacht.

acht und Finsternis üben jetzt größte Herrschaft über die Erde.

ihre

3u keiner Zen des Jahres sind die Tage so tulZ, die Narbte so lang, _ . wie in den düsteren Wochen des Advent. Dafür sind aber auch die rne um io hellet und freundlicher.

Auch im Reich der Uebemaiur gibt es eine iternis, die Sünde. Bon thr erzählen in bnnipfen iigen die A vcntsglocken. Und scheint nicht auch riese Sündennacht ein freundlicher Stern?

^a: der Stein ist Christus, unser Heiland und >ser, hochgelobt in Ewigkeit, der Stern ist Maria, ! unbefleckte, jungfräuliche Mutter, die Moraen» des Heiles, der Stern ist die göttliche Vor- ng, die über die Sünde gewacht und sie in en verwandelt hat, der Stern ist die göttliche mherzigkeit, die wundeibar sich geoffenbart hat Üdam und seinen Kindern.

Venn es nicht Nacht wird, so kann man auch Sterne nicht sehen. Kaum aber hat sich die Na hl ergefenkt, da zieht das Heer der Sterne auf, du weidest dich an ihrer stillen prächtigen ade.

So wäre auch die göttliche Barmherzigkeit, dieser e, lachibrin «ende Stern unbekannt und verborgen leben, wäre nicht die Nacht der Sünde Herein­ochen über Adam und das Menschengeschlecht aber hat uch Biotte» Barmherzigkeit wunderbar enbart und sich als Stern erster Größe hraus^ llt, der die übrigen göttlichen Eigenschaften flam verdunkelt. Denn die Barmherz'gkeit es, sagt die Schrift, übertrifft alle seine W cke ?ätte die Sünde Adams Barmherzigkeit über« st verdient? Bedenke doch, wie viele Wohltaten liebe «üotr in seiner Freigebigkeit unserm Stamm- erwiesen, ohne daß Adam darauf irgend

welchen Anspruch hatte. AuS dem Nichts ins Leben »erufen, belaß er einen formvollendeten Leib mit vollkommenen Gliedern und Sinnen, beiaß eine ver­nünftige, unsterbliche Seele, der Gott sein eignes Siegel und Bild aullgedrückt halte. Z im Herrn und König der ganzen Schöpfung ist er eingesetzt wo» den, und zum Wohnsitz wurde ihm das Paradies angewiesen. Nach kurzer Prüfung sollte er ohne Krankheit, ohne Leiden, ohne Tod zur ewigen Un­sterblichkeit eingeführt werden. Und nun sieh, leih»

XM^$>SI^S^5!^^

Whr werdet vergebens Kirchen bauen, Schulen yk gründen, Millionen halten, allure An­strengungen sind umsonst, wenn ihr nicht zu­gleich eine entsprechende Presse als Uertei- digungs- und Hngriffswaffe besttzt.

So hat der große Seelsorgerpapst

Pius X.

gesagt. Darum muß jeder Katholik in der Diözese Fulda

Den MUiMln and Die Mürr Seite j oder im Süden der Diözese das Frankfurter Dolfs« blakt unterstützen. Wer nichtkatholische und farb­lose Blätter hält und ihre Verbreitung fördert, ver­sündigt sich an der katholischen Sache.

z s^&s^ss^s^ss^s^so;

er dem Erzfeinde Gottes, dem Teufel, sein Ohr und kehrt Gott, seinem größten Wohltäter, den Ruck n. B-rflenle eine >olche Untat Verzeihung oder Ent­schuldigung?

Bedenke ferner, wie leicht Adam der Versuchuna Widerstano hätte lei ten können. Jener unheimliche Zunder der Begierlichkeit, der uns so oft überiö pelt mtte in ihm kemm Boden. In ihin wachte wie ein Paar illuze Augen die Veinunsl und die Freiheit. Lediglich von außen her kam die Versuchung durch die Eiaflüterung der S hlange, durch den Reiz des Apfels, durch die Hoi timme des Weibes. Und vire dm r der Apfel nicht leiht entbehrlich gewesen ? Da wir ja no h die Auswahl von tausend anderen, bessern. Und deuuoh, Adam ließ sich belögen, Amm wollte die verbotene Frucht genießen. Welch eine Leichtfertigkeit!

Und hatte Adam nicht eine genaue Kenntnis von der Bosheit und Strafwürdigkeit der Sünde? Sein Urteil war nicht getrübt durch eine lasterhafte Um­

gebung, nicht abgestumpft durch die Lek'üre einer schlechten P esse. Fen und scharf war sein Ge­wissen mie ein frischgeschllffenes Meffer^ Wie ein Donner hatte in seine Ohien Gates Stimme ge­klungen : Bon ad^n Bäumen des Gariens darfst du essen, aber vo n Baume in der Mitte sollst du nicht ssen: sobald du davon issest, mußt du sterben". Und trotzdm diese Auflehnung, bteier Wideripru h, die er Frevelmut. War da irgend welche Schonung am Platze? Irgend welche Rückst bl? Verdiente Adam nicht, au zenblicklich vo>n Erdboden verschlungen zu werden und mit seinem Verführer, dem Teufel, das Feuer der Hölle zu teilen ewiglich?

Siehe da, plötzlich ein Licht in bie^ Nacht: die göttliche B «rmherzigkeit. Wohl bekommt Aoam die Folge seiner Tat zu verspüren. Wohl wird er oer» roßen aus dem Paradies, wohl werden seine Hände müde von saurer Arbeit, wohl fallen sich seine A'igen mit Tränen. Aber die ewige Strafe wird erlassen, die Schuld verziehen: Adam erlangt Gnade und Schonung.

Woher weiß ich das? Aus der hl. Schrift und der Heute der Väter. Was steht geichrieben im Buche 9ole§? Die Weisheit füorte den Adam heraus ous der Sünde." Das ist eben der Seiumpf der Börse Hing, die selbst beut Sünder noch das Tor des Heiles öffnet, die Satans List zu Scha>»oen macht lind das innerste We en Gottes, seine Gute und Lieb-, an den Tag bringt.

^ Wi- hat aberdie Weishe t den Adam aus der Zünde geführt?" Durch den Glauben an den kom­menden Erlöser. Denn io iprach Gott zur Schlange: ./Feindschaft will ich setzen zivischen dir und dem We'be, zwischen deinen Ntchkommen und ihien Nachkom uen:- das Weib wird dir b?it Kopf zer­treten". Die Siammeltern glaubten dieser B'ischaft, setzten ihre ^Hoffnung auf die Frau der Z lkunfc »rnd ihren Sohn, den Erchker und pflanzten diele Hoffnung a!s köstlich.s Etbr fort auf ihre Nach- kommenichaft und schritten am Stab der Hoffnung und Buze durch dieses Jammertal. Noch dem Tod kamen sie in die Vorhölle, aus der C-rlüus am Tag seiner Himmelfahrt sie befreite uiib als Erst- lingsbeuie vorantrug in den Himmel.

Wie Adam haben auch wir den Erlöser, haben auch w r Verzeihung gefunden. Slnd >vir aber nicht no h besser Daran als Adam ? Er mußte Jahrhun­derte lang auf den Et löset warten. Uns aber ist der Siern schon längst aufgegangen, Christus ist ins erschienen, hat uns erlöst Duub 'eine Mensch­werdung, feine Leiden, seinen Tod. Bucke dankbar auf den Erlöser und mit dem P almistn 'pi ich: Die Barm »erzigkeit des Herrn will ich besingen ewiglich". Bemü ie dich au h selber um Pe zeihung >ec.lden durch wahre Reue, Demütige Selbsian- Haie, ern te Besserung. So wirst du gn der hl. Ad­ventszeit deinem Erlöser näher kommen. Nkag alles andere in Brüche gehen, wenn wir nur unter die Zahl der Erlösten gehören: willst du mehr?

Der Burgpfarrer.