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wochrnkalentzer.

$tag, 2. Juli. 4. nach Pfingsten. Mariä Heimsuchung; edächtnis des 4. Sonntags nach Pfingsten. Otto, B

itaj, 3. Juli. Prozessus u. Martinianus, M. u. edächtnis der Oktav von Peter und Paul.

nLtag, 4. Juli. Von der Oktav von Peter u. Paul. Irich, Bischof. Berta.

twoch, 5. Juli. Anton ins Maria Zaccaria, Bek. Gedächtnis der Oktav.

inerstag, 6. Juli. Oktavtag der bU. Apostel Petrus nd Paulus. Goar, Bekenner.

itag, 7. Juli. Hll. Cyrill u. Method, Disch, u. Bek. ßiUibalb, Bischof.

mstag, 8. Juli. Hll. Kilian und Genossen, Märt.; ledächtnis d. hl. Elisabeth, Königin v. Portugal, Witwe.

Vierter Sonntag nach Pfingsten.

(Evangel. Luk. 5, 111.)

In jener Zeit, als das Volk Jesu drängte, um das at Gottes zu hören, und er am See von Genesareth id, sah er zwei Schiffe a n See stehen: die Fischer cen ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Da trat er das eine der Schiffe, welches dem Simon gehörte, ) bat ihn, vâi dem Lande etwas abzufahren. Und setzte sich und lehrte das Volk aus dem Schiffe. Als aber zu reden aufgehört hatte, sprach er zu Simon: hre hinaus tn die Tiefe, und werfet eure Netze zum nge au . Da antwortete Simon und sprach zu ihm: rister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und hts gefangen: aber auf dein Wort will ich das Netz Diversen. Als sie dies getan hatten, fingen sie eine »ße Menge ische, so daß ihr Netz zerriß. Und sie akten ihren Beliessen, die im anderen «chiffe waren, B sie kommen und ihnen Helsen möchten: und sie men, und füllten beide Schifflein, so daß sie beinahe .sanken. Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesu

Füßen, und sprach: Herr, geh weg von mir; denn bin ein sündhafter Mensch! Denn Staunen hatte l ergriffen, und alle, die bei ihm waren, über den schfang, den sie gemacht hatten: desgleichen auch den lobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Iche Simons Gesellen waren. Und Jesus sprach zu man: Fürchte dich nicht, von nun an wirst du enschcn fangen! Und sie führten ihre Schiffe an's nd, verließen alles, und folgten ihm nach.

z^ Uferlos, -^

Sie im heutigen Evangelium, so treffen wir den Heiland öfters auf demSee Genesareth", der auchGaliläisches Meer" heißt. Der Aufenthalt des Heilandes auf dem Meer legt uns den Ge- inken nahe, daß der Heiland in seiner göttlichen aturauch Leilnimyrt^av ^Unendlichkeit oder

Unermeßlichkeit Gottes. Wer nämlich mitten auf dem Meere fahrt, der sieht kein Haus, keinen Baum, kein Land, keine Grenze. Das Meer scheint ins un­endliche gewachsen zu sein. Tagelang schaut das Auge nichts als Wasser und Wasser, bis es endlich von ferne das feste Land erspäht.

Was auf dem Meere nur Schein ist, das ist bei unserm Herrgott lautere Wirklichkeit: er ist gleich­sam uferlos. Er hat keine Schranke, kern Maß, kein Ende: er ist unendlich, unermeßlich,

Bettcx, einer der gelehrtesten Forscher unserer Zeit, har ausgerechnet, daß ein Schnellzug 722 Millionen Jahre brauchen würde, um einen der entferntesten Fixsteerne zu erreichen Wohlgemerkt: nicht 722 Jahre, sondern sieben Hundert zwei und zwanzig Millionen Jahre! Und dabei kein Bummel- zug, sondern ein Schnellzug, ohne Aufenthalt, ohne Stationen! Welche Linie, welch unermeßlicher Weg! Und dennoch der Weg würde ein Ende nehmen. Die Entfernung ist beschränkt, und wäre der gedachte Stern noch hundertmal und tausendmal weiter auch diese Entfernung, auch diese Größe hätte ein Ende: Gottes Größe aber ist unendlich.

Das Firmament scheint in einem großen, weiten Bogen die Erde zu umspannen. Rücke nun diesen Bogen in Gedanken immer weiter und dehne ihn aus ich möchte sagen ins unendliche, so ist die Größe Gottes noch nicht erreicht. Er ist immer noch größer. Höher ist er als der Himmel, tiefer als die Hölle, länger als die Erde, weiter als das Meer. (Job 11,8)

Auch unser Planet, die Erde, besitzt einen großen Umfang, und Millionen von Menschen schreiten durch ihre Länder und Zonen. Mit heller Verwun­derung hören wir den Propheten Baruch ausrufen: Wie groß ist doch die Welt, das Haus Gottes, und wie unermeßlich ist sein Umfang: groß ist es und hat kein Ende, hoch und unermeßlich; darin wohnten die Riesen hochberühmt, Re von Anbeginn lebten, hochgewachsen, kriegskundig!" (Baruch 3,24)

Um zu einem richtigen Begriff von Gottes Uner- meßlichkeit zu gelangen, mußt du vom Raum über­haupt vollständig absehen. Siehe, der Mensch braucht einen Staunt, um darin zu existieren. Er ist sozu- sagen an seine Haut gebunden und kann darüber nicht hinausfahren. Und so ist jedes Geschöpf an einen Raum gebunden, vom Raume begrenzt und beschränkt, Gott aber nicht. In der Welt ist Platz in Hülle und Fülle. Gott füllt diesen Platz aus, wird aber von demselben nicht ausgesüllt; himmel­hoch ragt er noch darüber hinaus! Die Welt ist ihm zu klein. Wie der Mensch in seinem Hause wohnt, manchmal aber das Haus verläßt und ins Freie geht, so wohnt Gott in der Welt, zugleich aber geht er immerdar über sie unendlich 'weit hinaus. Diese seine Größe will Gott andeuten, wenn er beim Propheten spricht: ^DerLimmel ist

mein Thron und die Erde meiner Schemel Füße". (Jf. 66, 1).

Damit ist auch die Frage hinfällig, die vorwitzig» Menschen vielleicht erheben könnten: wo hat unser Herrgolt gewohnt, ehe die Welt war? In sich selb- hat er gewohnt, antwortet der geistreiche Augustinus. Denn Golt brauche keine Welt, um darin zu wohnen! er ist sich selbst Wohnung und Raum und Welt und alles.

Machen wir uns keine falsch? Vorstellung vor Golt. Er ist unermeßlich: erhaben über Raun und Ort. Freilich ist dies ein Geheimnis, daß teil Geist es ergründen, keine Sprache es erfassen, kein Zunge es aussprechen, kerne Phantasie cs aus malen kann.

Sprich, wie kommt dir daneben die Welt mit ihre» Ländern, Königreichen, Provinzen und Großstädte» vor? Sind sie nicht wie kleine Vogelnester an einer» Riesenfelsen? Wie kommen dir dre Fürsten vor uni die Reichen und die Mächtigen und bis; Gelehrter und die Menschen alle, die sich so wichtig machens Sind sie nicht wie winzige Ameisen, die an ihre: sBau herumkriechen, miteinander Kriege führen un sich das bischen Nahrung wegschnappen? Wie komm du dir selbst vor neben dem unermeßlichen Gott Bist du nicht wie eine Eintagsfliege, die eine Stund um die Sonne schwärmt, um dann das bischer Leben anszuhauchen? Müssen wir nicht mit ben Psalmisten gestehen:Was ist der Mensch, daß di seiner gedenkest und was des Menschen Sohn, baj du ihn heimsuchst?" (Ps. 8, 5). Und muß nicht jens Ehrfurcht uns überwältigen, die dem König Salomo» nach Vollendung des Tempelbaues die Worte ab nötigte:Sollte man es glauben, daß in Wahrhes Gott auf Erden wohnt? Wenn nämlich der Himmq und die Himmel der Himmel dich nicht zu fasses vermögen, wie viel weniger dieses Haus!" (3. 8,27s

Einem so großen Gotte gegenüber ist nur Demus am Platze. Der Hochmut ist eine ungesunde Gq schwulst. Drücken wir sie rücksichtslos aus.Wq ist wie der Herr, unser Gott, der in den Höhe» thront und auf das Niedrige herabblickt im Himm? und auf Erden? Er erhebt aus dem Staube bei Dürftigen und aus dem Kote den Armen, um nebe» Fürsten ihir zu setzen, neben die Fürsten feint Volkes." (Ps. 112, 5.)

Und noch ein letztes: wenn Gott so groß, A unermeßlich, so unerreichbar ist, sollen wir dai« vor ihm verstummen? Im Gegenteil: wir solle unser möglichstes versuchen, ihn zu loben in Wo( und Werk. Hier gelten die Worte des hl. Kirche/ lehrers Thomas v. Aquin:

Such das Höchste zu erreichen, Da sein Ruhm, der ohnegleichen, Nie genug gepriesen wird. ,

._ Der Burgpfarrer^