Ausgabe B.
für die katholischen Gemeinden Kassels.
Erscheint jeden Sonntag u. kostet vierteljShrl. Ausg. A 5.53 Mk., B S.— Mk. Redaktionsschluß Montag. Anzetgen die ein paltige !voloneizeile oder deren Raum 1.00 Mk. Bei Wiederholung entsprechender Rabatt. Für Offert- und Siuzkun t- Anzeigen 3 03 Mk. extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Acliendruckerei in Fulda fein. Größere Anzeigen erbitten wir uns entsprechend früher.
' ■ Druck und Siering der Fuldaer Acliendruckerei —..——»
WocheiiKalenüer.
»nntag, 21. Mai. 3. -onnr rg nn H O lern. (Bittscnntag?
Zonta?, 22 Mai HHtar, Messe vom Wochentage. (, ulia, ^afr. u. M. Emil, M.)
lenstaf, 23. Mai. Mittag; Messe vom Wochentage. tlttwoch, 24. Mat Vicht von C) isti Himmelfahrt >^:e:5tßa 25. M.N. Lhr.sti tzimmetsqhrt (Gce. or VtI,P. uMn, P. u. M.)
rechni. 20" Mai. Hl Phil pp Neri; Gedächtnis der Ortav von Curijtt Himmelfahrt und deSht Eleutherius, im’tap, 27 Mai. Hl* Beda der Ehrwürdiic; Gc» dä L tui5 der O lav von Christi Hnnmclfahrt und des bi. ^ohann-'s 1, P. u. M.
Die jurb'menLr gümachl.
und ihr weidet empfangen!
-.^H^s^S Wenn diese Verheitzung der
Heilandes seinen Jüngern gdt, wie ^^^s?^) 9- ^"^Edr seiner L utier. I ir liebet ^ ^^vV^- alle N bat mehr Krafl UN - Wirkmlg als die Gcbc.e aller Apostel, ’V.är« cer, ^uacfiaih n und Eneel mtieinander. Duicü sie Ökbcum rbt ist uns Marin de Mutier . Baimaerzlalcit, dre Zuflucht der Sünder, die iterln in leglir'^r Nor. Gott und Goti allein ist ü bleibt die Quelle der Barmherzigkeit. Aber große, breite, <(o ocne Kana , bvreb den Gotter innherugkeil uns zus röm', ifi Ma lä Mulieruerz.
Um deiner Anoa hi und deinen! Bilnaueu 511 arm be ond >rs in diesem Maieninonat neuen 1 ivung zu g " en, wollen wir darüber nachdenlen, l weicht in liecht die allerjeligNe Jungfrau die irb ttcnde Allmacht" be^t und ist. —
t ie sürb tt mde All nacht ist Sparte durch ihre Uielci’. Wcr missen lagt die Schnfi, daß Go t z Geber d.r Sünder nicht Kört . . Tas Gebet Heiligen aber nötigt Gott zur Ei hör ring. We> a.n-r beihcei ais Maria?, so frage ich mit dem Ghrh o,iomii§, und mu cem nä nlichen Kirchen- >er « ebe ich zur Aniwori: »Nicht die P>op>eten, ü d-.e Apostel, nicht die Märtyrer, nicht die riarchen, nicht die bn^el, nicht die Thonen, N die £>cti)d affen, nicht die (5 ernbim, nicht bi? lapüw, noch tigend eine unsere K eaiur im nute! aber auf Eiden". Wenn von Maria die 'e ul, mit der hl. Au nstinus, so 'mll Die Sünde -g schlossen sein. Mackello«, strahlend in Unschuld i Gnade ist sie, dem Mo genügn vergleichbar, gmanpen am Himmel d,e er Erde, und wie bi? Ute ist sie dahinge chritten, inmerdar wochienü Gnade uns Tugend und Lirbe.
Tie.fü bittende Allmacht ist Maria durch ihre dienste. S,e bot dem Hinuuel den q öjkn ml erwiesen. Sie har niiwewukr ?itm *qiojen l^luß der Grlö.iin \ unkemirft nuLt aus Z nana, fern aus ileier Snischliejzung, aus r in■ i i? ebe S^it und den Menschen. Durch ihr „siar" —
mir gesâiebe nach deinem Worte — hat sie dem Sohn i^oucS den Weg gebahnt vom Himmel zur Erde, hat rhm eine Wohnung bereitet in ihrem Schoße, har ihm die menschliche Natur und den Eingang zur Psorie beS menschlichen Daseins vei» mit leit. Sie bat dem Söhne Gottes in den^Lagen sehnt Kindheit jene müttcrlidjcn Dienste aclectet, ineldie d e Frau im Evau zeliom so rart bei übn hat mit den Worten an Jesus: „Selig der 2 ib, der dich getragen, und selig Die Brust, die dich genä set Kai". Sie bat den Sobn Gottes begleitet durch das ganze ird.Iche Lehen nicht bloß zu den Wundern und Trnrnip'en, sondern auch zu den Bcrfoloungen una leiben, ist bei ihm unter dem Kreuze gcslanden, hat ihn zrrm Grabe gc ei: et. Was wi>d ein so outer Sohn wie Jesus einer so ver- dien treichcit Mutier ab chlaaen?
Die lürbutenöe Allmacht ist Maria durch ihre Güte. Wo ist die Mutter, die das Elend ihres Kindes •anieben könnte ohne helfen 31t wollen? Wenn eö auf Erden eine solche Mutter nicht giebt, ime v el mehr Gute eignet daun der himnilischeu Mutter Maiia. Wie neben der Sonne die Sterne ei bleuten, so erbleicht alle Muiterliebe neben der •Sinnetliebe 'Siariä. Zwar ist der Heilan'», wie der Apostel saat, die v.'rlöcpe>te Dieuschenfrcuus- l'chkcil und Güte. Und dennoch — 10 sagt der bL Kirchenlehrer Bernhard — ist bei Marm vielleicht mehr Güte zu finden als selbst bei Jesus.' Wie'o? Ter Heliand in nicht bloß Güte, sondern auch Streng^ Nicht bloß Mensch, londern auch Gott, nicht b 03 ^arm 'crjiifcit, louoern auch Gei e i.tickeil, rvinria aber ist nur Mensch, t ut Gü:e und Niild?. Durchgche die ganze hl. Schrift r.nd forsche nach, ob du irgend eiwas rauhes, irgend etwas strenges, UhOnD ec was abu oßendes finden bet Ma>ia: und wenn ja, dann soll sie dir in Zukunft verdächtig Vorkommen; wenn du aber miiächlich nur Güte und Liebe hei ihr findest, dann fasse zu ihr Ber- rauen. Dem H. Cuy 0 tomus aber entnehme ich folgenden Aussp uch: „Maria ist von Gott dazu D nimmt, jene eünber, welche die Gerechtigkeit nicht reiten kann, zu rett* n durch ihre Güte".
Das Leben bietet Beispiele genug für die Macht und ®“Ü2 Mariä besonders gegen die Sünder. Der große Missionär Aren; Hegte saß e nes Tages bei einem 23t 1- brechex in der GefängniszeUs, um in letzter Stunde '.hn mit feinem Gott zu versöhnen, bevor er hinausgefützrt wurde zur Hinrichtung. Doch alle Versuche des Paters, den Mördek^zur Neue und Be cht zu bewegen, waren verged ich. Stumm 'aß er dem Opfer der göttlichen Gerechtigkeit gegenüber. Plötzlich kam ihm ein teilen- der Gedanke. B as zieht er aus feinem Gebetbuch hervor. Ein Muttergoltesbild, das er dem Sünder vor d.e 2iugen hält mit den Worten: kennst du diese Frau? Ja, kam es frostig von den Lippen des Verurteilten. Sie bätet für dich, fuhr der Missionär weiter, sie ist die Mutier der Barmherzigkeit. — Sie bittet für mich? Tann kennt sie mich nicht, erwiderte in seiner Ver
zweiflung der dem Tod Geweihte; dann weiß sie nicht, daß lch ein Scheusal bin, ein Verlorener, e n Verdammter. Hart ein, rief der Missionar, sie kennt dich uni), bittet für dich. Da hebt ein Stöhnen d e Brust des armen Sünders und, vom Strahl der Gnade getroffen, fchre.t er auf. Mann Gottes, gibst du mir dein Wort darauf, daß es wahr ist? M.cn Wort darauf! sprach der Pater, indeni er de n Verurteilten die Hand drückte. Dann kommen Sie, Pater, ich will beichten und dann büßen und Sühne leisten durch meinen Tod. —
Sn einer Industriestadt im Westen unseres Vater- land es h eil vor einigen Jahren em Pater eine Misgon ab. In einer Predigt ließ er, einer höheren Eingebung fo'.gmd, foigencen Abschnitt einsiießen: wenn jemand unter euch sein sollte, der sich noch nicht zur Umkehr entschließen kann, so soll er unsere Himmlischs Slutter vertrauensvoll anrufen. Wer noch ein Leut wenig Liebe zu dieser xuien Muster im Herzen spürt. / der möge Mut fassen. Nach der Predigt bemerkte der Pater einen Mann, der vor dem Vicü der schnerz- haften Mutter Gottes den Rosenkranz betete und bitter« 1 ch weinte. Wollen Sie noch beichten, fragte der Mi> sibnär. Herr Pater, iprach der Angcredete, 25 Jahrs habe ich nicht nichr gebeichtet, nichts mehr geglaubt und bin in keine K.rche mehr gegangen; aber eines habe ich getan, ich habe joden Tag noch den Rosenkranz gebetet, denn so habe ch es meiner soligen Mutter auf ihrem Todesbetts verbrochen und ich habe es gehalten. Durch Ihn- Predigt habe ich jetzt wieder Mut gefaßt. — Statt aller Antwort nahm der Pater den Mann mit in den Beichtstuhl.
Maria, Mutter der Gnade, Mt tter der Barmherzig, seit beschütze uns vor dem bösen Fe.ndo und nimm uns auf in der Stunde des Todes.
Der Bnr0vfarrer.
Mr die Vitiwoche.
Die drei Tage vor dem Himmelfahrtsseste, bie Diltags, stehen mit Recht, befoirders bei dem Laub« volle in hohen Ehren. Da öffnet sich das Herz des Landmannes für die Einflüsse, und d e Macht des Gebers und feine Scholle, die er bebaut, tut sich auf für den Segens tau des Himmels.
Schon in früher Morgenstunde rufen die Glocken der Dorfkirche die Bewohner zusammen. Bauersmann, Knecht und Magd lassen d e Arbeit ruhen, und sch netzen sich dem Zuge an, der nun, bar Kreuz an der Sp-tzs, hinaus zieht auf die Straßen und Feldwege, die vom Rade der Lastwagen tief eingefurcht sind. Betend und singend zieht man vorbei an den in frischem Grün sprossenden Saaten, an den Wiesen, die mit Frühlingsblumen sich schmücken, an Bäumen mit duftenden Blüten und grünendem Laube. Die ganze Natur, Wälder, Täler, Fcüsse und Berge hören das lcrule Belen und bet Ruf steigt hm auf zu dem Herrn der Natur, in dessen, Händen das Blühen und Gedeihen ruht, dessen G uns die Ernte schenkt.
Angcsamn^n in einer benachbarten Pfarrkir wird die Allecheillgen-Litanei^ gebetet. Darin werdet