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für die katholischen Gemeinden Kassels

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WschenKaKnder.

mtag, 19. März. Dritter Fasten-Sonntag.

nM', 20. März. Josef, Gemahl der hl. Jungfrau Wanä. (Gertrud, Jungfrau.) ristap, 21. März. Benedikt, Abt. ttwoch, 22. März. Vom Tu e (Katharina von Genua)

nneistag, 23. Atäcz. Vom Taze. utag, 21. März. Vom Ta?e (Gabriel).

m§taa, 25 März. Mariä Verkündigung.

Dritter zasletr-Zsnntag.

(Ev. Luk. 11, 1428.)

In jener Zeit trieb Jesus einen Teufel aus, der mm war. Und alS er den Teufel aus etrieben hatte, cte der Stumme und das Vok verwunderte sich arge aber von ihnen sa ten: Durch Beelzebub, den ersten der Teufel, treibt er. die Teufet aus. Andere suchten ihn, und forderten von ihm ein Zeichen vom nm el Ars er aber ihre Gedanken sah, sprach er zu ien: Jedes Reich, das wider sitz setba unemS ist, rd öerirmftet werden, und ein Haus^lorrd über das dere fallen. Wenn nun auch der Satin wider sich ast uneins ist, ww wird dann sein Sie ui) bestehen, 5 ihr saget, ich treibe durch Beelzebuo die Teufel 3? Und wenn ich durch Beelzebub die Teufet auS- ibe, durch wen treiben denn eure Kinder sie aus? so werden sie selbst eure Richter sein. Wenn ich aber cch den Finger Gottes die Teufel ausireibe, so ist wahrhaftig das Reich Gottes zu euch gekommen, mn der Starke bewaffnet seinen Hof bewacht, so ist es sicher, was er hat Wenn aber ein Stärkerer, als über iyn kommt, und ihn überwindet, so nimmt er ne ganze Waffenrüstung, aus welche er sich verließ, d verteilt ferne Beute Wer nicht mit mir ist, der wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der streuet. Wenn der unreine Geist von dem Menschen sgefahren ist, wandert er durch dürre Orte und Het Ruhe; und weil er sie nicht findet, spricht er: ) will in mein HauS zurückkehren, v n dem ich aus- grhren bin. Und wenn er tommt, findet er es mit I sen t ereini t, und geschmückt. Dann geht er hin, nimt noch sieben andere Geister mit sich, die ärger d, als er; uno sie gehen hinein und ivohnen daselbst: d die letzten Dinge dieses Mensshen werdeir är er, ; die erneu. Es geschah aber, als er dies re cte, b ein Weib unter dem Volke ihre Stimme, und ,. . zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getra en C, und die Brust, die dich genah t! Er aber NW: Ja, freilich sind selio, welche das Worr Gottes ren, und dasselbe beobachten.

Dinge, ihrer Eigen'chaften und Kräfte und ordnet alles hin zu dem Zweck, den er erreichen will.

Diese göttliche Vollkommmh-eit nennen wir Wers- hLil.

Schau, wie geschickt der Heiland im heutigen Evan­gelium die Zweifler und Spötter aus dem Sattel hebt, die zu behaupten wagen, er würde mit Hilfe B<zebubs den Teufel austreiben. Mit ihren eigenen Waffen schlägt er sie, daß sie bl schämt dastehen wie Schulknaben, die mitten in ihrer Aufgabe stecken bleiben. Mit sicht­licher Freude folgen d.e Lewe diffem Redekampf und bewundern die lichtvolle Weisheit, die aus des Her­lands Munde spricht. Eine Frau ist es, die der all­gemeinen Begeisterung Ausdruck verleiht mit den Wor­ten: -Selig ist der Leib, der dich getragen, und selig ist die Brust, die dich genährt hat."

Der Heiland ist eben als Sohn Gottes aus gegangen vom Vater, hat Antall an allen göttlichen Vollkommen­heiten, hat getrunken aus der Quelle der uner - s ch a ff e n e n, göttlichen Weisheit, die da fließt vom Throne Gottes.

Vernimm die erratene Schilderung der ewig'n Weisheit im BucheEcclesiastikus":

Alle Weisheit ist von Gott, dem Herrn; sie ist im­mer bei ihm gewesen und ist vor aller Zeit.

Wer zählt den Sand des Meeres, die Tropfen d.s Regens und Lie Tage der Ewigkeit? Wer maß die Höhe des Himmsts, die Breite der Erde und die Tuffe des Meeres?

Wer erforschte die Weisheit Gottes, die hcrging vor allen Dingen?

Die Weishit ward früher erschaffen als alles; und der Verstand der Weisheit ist von Ewigkeit.

Die Quelle der Weisheit ist das Wort Gottes in der Höhe, und ihrs Wege sind die ewigen Gebote.

Wem ward der Weisheit Wurzel auf gedeckt, und wer hat ihre geheimen Absichten erkannt?

Einer ist's, der Allerhöchste, ter allmächtige Schöp­fer, Ler mächtige, überaus furchtbare König, der auf dem Throne sitzt als H« rrfcher und Gott.

Er schuf sie durch den hl. Geist; er sah sie und zählte und maß sie;

er goß sie aus über alle feine Werke und über alles Fleisch nach seinem Gutdünken und schenkte sie denen, die ihn li ben." (Eccli. 1, 111)

6n der QueUe der Wedelt

; ^C.^-:^ ein Feldherr zum voraus einen ^ -J^ Kriegsplan entwirft und darin èD/â^i^ff schon alle Vorstöße und Dewe- ?^;V^^ pungen, die Aushebung und Ver- Ä;:^ pflegung der Truppen bis ins - - ^® ^ tleinste voisieht, w hält auch ott von Ewigkeit in sieb ein klares Bild aller

seine Durchführung ein Meisterwerk der göttlichen Weis­heit? Seh n wir nicht die Fülle der Weishmt in bet Menschw rdung des Heilandes, in seiner Geburt, in seinem Leben, in seinem Le den, in seiner V rhsrr- lichunZ, in seinen Lehren, in seinen Wundern, in seiner Kirche, in se.n n Guadenmittein?

Und alle Weisheit der Engel und Menschen ist nur ein schwacher Ausfluß und winzir-cr Tropfen von der göttlichen Weisheit. Solche Weisheit verlieh Gott im alten Bund den Patriarchen und Propheten, schenkte sie einem Moses, einem Joseph in Aegypten, einem - Daniel im Perser mich.

Auch alle Weisheit in irdischen Dingen ist nur ein Strahl von der göttlichen Weish: tesonye. »Die tmnüe sind von Sött", sagt Origines. Von Beseel, jenem gro­ßen Künstler zu Moses Zeiten, der die Eo,äße zum l-eiligen Zelte fertigte, erwähnt die hl. Schrift ausdrunT lief), daß er dieWeish.it" von Gott errangt habe. Wir bewundern die Musik, die durch Lie Macht der Töne unsere Hnrzen mächtig ergreift. Bewundere noch Mehr die göttliche Weisheit, die dem Künstler Macht g bt üb r das Reich der Töne. Wir bewundern ein Eemälds, das unsere Augen entzückt und uns in jihe andere Welt führt: bewundere noch mehr dis gotll. We.s- Heit, die dem Maler Gewalt gegeben hat über bas Reich den Formen und Farben. Wir bewundern eine Rede, die uns überzeugt von einer Wahrheit und hinv.ißt zu einer Tat, d'fdem Redner Gewalt ver­leiht über das Reich der ©.bansen und Worte. Wie bewundern eine Lokomotive, die einen Eisenbahnzug mit Tausenden von Zentnern und Hunderten von Men­schen mit Windeseile dahinträgt; wir bewundern ein Schiff, das die Passagiere trockenen Fuß s über das nasse Meer setzt; wir bewundern so manche Instrumente und Maschirren, durch welche wir Wärme und statte, Wind und Regen, Licht und Kraft auf das genaueste messen und bestimmen: bemunberie vielmehr die gött­liche Weisheit, die Len Menschen die Hand und den Verstand gegeben hat, solche Maschinen zu versertigen und in den Dienst der Mer.schen zu stellen.

La, jener alle Kirchenschristsd ller Origines hat Recht: je-. .Kunst, jede gute, jede reine Kunst stammt von Gott, von Gottes Wershrit. Die schlechte Kunst aber,, das schlechte Theater, die schlechte Literatur, die schlechte, Plastik und Lialcrei, die nur dem Irrtum â ixt) Leidenschaft dient, stammt von der Bosheit der Men-s scheu und von der List des Teufois! Die grögrr Kun,! aber, mein Christ, darum auch die höchste Weisheit, st ein Leben nach Gott s Vorschriften, «ein Leben nach" beni Ziel der ewigen Seligkeit. Nicht jedem ist es gegeben ,die Weisheit an den Tag zu legen in Kunst und Wissenschaft, wohl aber ist es jcdem gegeben, Weis­heit zu entfalten in Tugend und Heiligkeit, eine Wscs- fe't. die wir allezeit mit doppeltem Eifer aber in der Fastenzeit üben sollen. Und ihr Anfang? Ser -pfalmift nennt ihn dir, wenn er fchre bt: »Der Anfang der W\»< heil ist die Furcht des Herrn". Tier Burgpfarrer. .

Diese ewige Weisheit ist Geèl selbst, und der Sohn Gottes,das Wort Gottes", der göttliche Heiland. Gott ist die unerschaffene, göttliche, persönliche Weisheit, die keinsn Anfang und kein Ende hat, die hin Verstand ergründen, kein Geschöpf ermeßen kann. Immer und überall hat diese Weisheit die rechten Miffechangernand! zur Erreichung ihrer erhabenen Ziele im Dienste der Menschen. Ist nicht der Aalschluß der Erlösung und