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Religiöses Wochenblatt
für die katholischen Gemeinden Kassels
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Tat ein „Beus- Treulich hat er bei der Leitung unerschütterliche
volle Herz Pius X. Die Angst und Not eines Krieges, der die Völker und Nationen in ihrem Bestände erschütterte, und die heute noch ganz unübersehbaren Schreckensfolgen dieses Krieges: sie haben feinem siebeneiuhalbjährigen Pontifikate das Gepräge gegeben. Auf diesem düsteren und drohenden Hintergründe der Wtltbühne hebt sich licht und hehr das Bild seines Pontifikates ab, wahrlich das Bild eines guten Hirten in der Nachfolge Jesu Christi. Staunend und bewundernd blickte bald nach seiner Erwählung die gesamte Kulturwelt auf den weisheitsvollen Träger der Twra, der dem Papsttum, dreier höchsten sittlichen Macht in der Welt, eine Sichtung und Anerkennung zu verschaffen wusste, wie es selten hervorragender in der Kirchengeschichte dagewesen fein mag. Sein apostolischer Freimut, mit dem er in unbestech- lieber Neutralität alle Machthaber unter den Völkern ermahnte und beschwor, von denr ver«
s hängnisvollen Haß und von dem entsetzlichen j Blutvergießen abzulassen, auch seine sonstigen unverdr offen wiederholten Friedens- und Waffenstiüfiandsbemühungen haben lewer die Weltkatastrophe nicht aufhalten können. Aber im Buche des Lebens ist verzeichnet, welch unermesslicher Reichtum an Segen und Trost und Frieden und Hilfe bis zur Stunde von Papst Benedikt, dem einzigen Hort des Weltfriedens, ausgegangen und leidenden Menschen zugute gekommen ist. Soviel steht fest, die Weltgeschichte wird für immer unseren Heimgegangenen Heiligen Vater unter die größten Wohltäter
der in tiefster Nm und Bedrängnis seufzenden Menschheit cmzu- reihen haben. Seine den Geist Jesu Christi atmenden Arbeiten und Anstrengungen um einen Völkerfrieden der Versöhnung und Gerechtigkeit, seine auf immer neue Hilfsweqe sinnende, erfinderische Liebe zu den beklagenswertesten Opfern des Krieges, zu den
MScFsI verschiedenen Sprachen. 300 Mill. ^" ^^ kathsl. Christen stehen trauernd an der Bahre des gesiebten Vaters: Unser Hl. Vater ist nicht mehr. Erloschen sind seine allzeit gütig blickenden Augen, uuTode gebrochen sein allzeit Frieden u. Liebe stiftendes Herz. Benedikt XV., her große Fricdcnspapft, so sieht er vor unserer Seele, so wilder leuchten im Glanze derGeschichte. Nach einem arbeitsreichen, ruhmvollen Pontifikat von nahezu acht Jahren, mitten in den schwersten Wirren der Völker und der Zeilen hat er das kraftvoll geführte Steuer der Kirche Gottes in dw Hand seines Meisters gelegt und seine große Seele ausgehaucht. Mitten in der gährenben, wogenden Zeit ist er uns entrissen, die nach Menschendünken seines Führerblicks und seiner Führerhand dringender bedurften denn je. „Mitten ans einem Haufen noch nasser ^Siklate heraus" lote von Jnnocenz III. ein r Schriftsteller _ sagt, wurde er aufs Sterbelager geworfen, mitten aus der Neu
ordnung der kirchlichen Verhältnisse in dem !• * ’^T um gestürzten Europa — vom westlichen Frank- hv^ /< ^ relch ang. fangen bis zu den östlichen Balkan- ^ U «
sraaten — hat ihn der unerbittliche Tod
berausgerissen. Wer aber, wie mir Katholiken, an eine göttliche Forschung glaubt, der weiß, daß Papst Benedikt XV. die Aufgabe erfüllt hat, die ihm gesetzt mar, und zu der er auf den Stuhl Petri gcrulen worden mar; juru soll ein anderer, längst dazu vorgesehen und vorbereitet, seine Stelle c »nehmen und die Herde Ewisti tveiden. glitten im Waffengetöls des ausbrechenden Weltkrieges, am 20. August 1914, war Pius X. gebrochenen Herzens darüber, daß er dreie furchtbare Heimsuchung der Menschheit nicht zu bannen vermochte, aus diesem Leben gegangen und fdjoit am 3. September ^"wlt ec in dem Kardinal Erzbischof Jakobus della Chiesa von < oiogtta einen Nachfolger, der in Erinnerung an seinen großen Vorgänger auf dem Bischofsstuhl in Bologna, Venedckt XIV,, den
mer Hl. Va er Benedikt tot! Wie ein Blitz durcheilt diese Namen Benedikt XV. annabm. Und er ist in der s:- ----- cm-" ^- —- 'N,, -k«, ir»^«,, »»h diktus", ein Segenbringer für die Welt geworden, das feierliche Versprechen im Konklave gehalten, allt wider tu hundert der Herde Je,u Christi nachahmen zu wollen die
Festigkeit Gregors VII., die Heiligkeit Pius IX.
> die Weisheit Leos XIII. und das große, liebe