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fjiio, Ler beLarmMch notiges Jahr Papst DsnMkt XV. seinen ossiziän Besuch im Vatikan âbgestattet hatte. Würde es sich um einen Nuntius, also einen vatikanischen Vertreter mit diplomatischem Charakter handeln, der sein Akkreditivschreiben überreicht, so wäre dies eine tägliche Angelegenheit; ein apostolischer Dol egal besitzt jedoch ausschließlich kirchlichsn Charakter ohne Begtcmbmgng bei einer fremden Regierung und nun trotzdem dieser Empfang und im Anschlusse daran die Ueberreidjung des japanischen Sonnenordens an den Prälaten I
Vergebliche Liebesmühe. Die immer mehr «Wein- ander strebenden Teile religiöser Gemeinschiften, die sich auch noch christliche Kirchen nennen, wieder zu- jammenzuklelftern, ist das von Amerika aus- gehende Bestreben Protestantischer Kreise. Nachdem man sich darüber geeinigt hat, den wichtigsten Punkt, nämlich die Einigung in der Wahrheit, überhaupt nicht anzuschmiiden, ist man nun soweit, daß man glaubt, im Jahre 1924 oder 1925 die Einigung durchführen zu können; fast alle christlichen Kirchen haben ihre Mit- wirkung zugssagi, nur die katholische nicht und sie tut gut daran, beim sie würde sich selbst cmfgebvn, wenn sie, die Inhaberin der göttlichen Wahrheit, mit dem Irrtume irgendeine Art Einigung eingehen würde. Eine EiniMWskonserenz, die unter der Parole tagt: über religiöse Wahrheit darf überhaupt nicht gesprvckM werden, kann nur eine Schernernignng hwbsi führen, die beim ersten Windstoß wieder in Brüche geht.
Die Deutsche Ordensprovinz der Missionare vom Heiligsten Herzen Iesu vom Missionshaus in Hiltrup tonnte dieser Tags das Fest ihres 25j8hrigen Bestehens feiern. Ne Provinz hat heute 14 Niederlassungen, davon 9 in Deutschland, 3 in Oesterreich und 2 in Nordamerika; sie zählt 163 Priester, 76 Scholastiker, 21 Kleriker-Novizen, 134 Lai end rüder, 20 Laienbrüder-Novizen und 217 Gymnasiasten, insgesamt 632 Personen zu ihren Mitgliedern.
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Ems beherzigenswerte Mahnung.
Ein wohlbedachter Bürgermeister ist ohne Zweifel Herr Dr. Moll, das Stabtoberha^upt des Lodsnseewein- stüdichens Meersburg, der in seinem „GemeindMatt" also sâen Mitbürgern ins Herz redet: „Immer wieder muß es gesagt werden, und immer wieder wird es vergessen: Versichert eure Fahrnisse! (Mobiliar) Ein tannenes ausgemmhtes Bett kostet heute 7000 Mark, da ist aber noch feine Roßhaarmatratze dabei, und für pinen Tisch werden 1000 Mark verlangt, für einen ge- wöhnLichèn Stuhl 160 Mark. Jetzt soll einmal einer feinen ganzen Krempel zusammenrechnen und dagegen die lächerliche Versicherungssumme ansehen. Jeder sagt, das Geld hat seinen Wert, daß aber die Mabiliarver- sicherung mit etlichen Schemen auf den Stand der heutigen Geldentwertung gebracht wird, daran denkt me- ManÄ. Der Vater legt sich jeden Abend ins Bett und e zufrieden und gleichgültig, wenn aber dann des
5 einmal der Küster am Glockenseil zieht und die Feuerwehr bläst, da rennt er aus dem Best und schreit: ,„Alte, es brennt in der Nachbarschaft, und wir sind, fast nicht versichert!" Wer heute seine Füße unter den eichenen Famikientisch hängt, oder seinen Leib aufs roßhärene Kanapee streckt, der zieht vielleicht schon morgen noch einige halbverbrannte Lumpen aus Sieb MN uM Trümmern und ist tiesbetrübt, well sogar der Most ausgelaufen und verdampft ist. Alles Geld geht -mit Hab und Gut verloren, wenn die ganze Hausrin- richtung einmal verbrennt, und man kann dann dreimal so lang dafür arbeiten, als früher, vielleicht sein Leben lang. — „Leider ist der Abgebrannte nur schwach versichert", heißt es gewöhnlich in der Zeitung. Es wird aber heißen müssen, es geschieht ihm ganz recht, es ist ihm oft genug gesagt würden. Deshalb erhöht die MMliaroersichemng, denkt an eure Familie und Kinder!"
Das Zigarettenrauch-» als Zeikerscheinung. Nicht allein in Deutschland hat sich nach dem Kriege das Ziga- rettenrauchen geradezu als Epidemie verbreitet, und die Betrachtungen, die in einer italienischen Zeitschrift dar- über angestellt werden, sind im großen ganzen auch für unsere Verhältnisse zutreffend. Die Regierung, so führt der Italiener aus, hatte selbst das Umsichgreifen der Seuche herbeigeführt, indem sie während des Krieges die in den Schützengräben heiß begehrten Zigarcttenpäck- chen in Unmengen verteilt habe. Die unter so außergewöhnlichen Verhältnissen angenommene Gewohnheit dauert nun in normaleren Zeiten fort und steckt auch die an, die am Kriege nicht teilgenommen haben. Der Verfasser schildert beispielsweise, wie ihm auf der Straße ein vierschrötiger Luhrmann begegnet fei, ein Mann
mit einem breiten, gesunden und helleren Gesicht zur Seite eines ungeheuren Lastwagens. Wenn dieser Mann rauchte — und kann man sich einen Fuhrmann denken, der nicht raucht? —, so konnte es nur die Pfeife sein. Aber der Fuhrmann nahm aus der Tasche die Zigarette und zündete sie an. Und dein italienischen Beobachter, der davon erzählt, kam es vor, als vollziehe sich da etwas wider die Natur, wie wenn ein Elefant ein Menuett tanzt oder ein Kanarienvogel auf der Mündung eines schweren Geschützes feine Triller ertönen läßt. 3m Ernst gesprochen, der Mißbrauch der Zigarette erscheint als eine Degeneratlonserscheinung in hygienischer und psychologischer Hinsicht, sowohl der Mengen wegen, die verraucht werden, als auch qualitativ. Verglichen mit der heiteren und friedlichen Freude der Raucher alter Zeit an ihrem Rauchzeug, erscheint die Zigarettenmanie als ein charakteristischer Ausdruck unserer fieberhaft erregten nervösen Zeit, die auch aus dem Raucher eine Art von Automaten macht, der ohne Nachdenken, ohne Bewußtsein und wahre Lust sich der Gewohnheit hingibt, selber mitgerissen vom besinnungslosen Wirbel der tollgewordenen Gegenwart.
Assignaien. Die Entwertung des Papiergeldes, besonders in Österreich, ruft die Zeit der Assignaten ins Gedächtnis. Die franz. Revolutionäre von 1789 griffen zu der Ausgabe der affignats (Anweisungen), um die wachsenden Geldbedürfnisie zu befriedigen. Da die Summe der zuerst ausgegebenen Assignaten von 400 Millionen Lire, die durch die konfiszierten geistlichen Güter gedeckt sein sollten, bald auf weit mehr als das Hundertfache stieg und die Notenpresse fleißig weiterdruckte, fiel der Wert des Papiers, umsomehr, als von England aus gefälschte Asiignaten eingeschmuggelt wurden. Die Unsicherheit der ganzen Verhältnisse, sowie der Mangel an Deckung lieh den Asiignaten nach fünf Jahren nur 17 vom Hundert Ihres Nennwertes. Später aber sank ihr Wert der Ms- tallwährung gegenüber ungeheuer, bis zu ein Achthundertstel des Goldwertes, so daß die Teuerung einen selbst uns heute unglaublich erscheinenden Stand erreichte, Kleidungsstücke bis zu 50 000 Livres, ein Paar Stiefel 20 000 Livres usw. Versuche, einen Druck auf Fabrikanten und Händler auszuüben, ihre Waren zu Höchstpreisen zu verkaufen, um der völligen Entwertung des Papier- gelbes zu steuern, mißlangen. Diele Fmnilien wurden dadurch ruiniert, dem Eleird, dem Hrmgsr preisgegeben. Aus Urvätererzählungen ist bekannt, daß die Assignaten so völlig wertlos waren, daß man als Kuriosität gewisse Räume damit austapezierte. Um der allgemeinen Zee- rüttung der wirtschaftlichen Verhältnisse zu begegnen, setzte das Direktorium bie Assignaten 1793 außer Kurs mit der Vergünstigung, sie zu einem Dreißigstel des Nennwertes gegen die neugeschaffenen sogenannten Territorialmandate einzutauschen. Da die Staatstaffe diesen Kurs aber nichi einhalten konnte, sondern sich genötigt sah, ihn auf ein Hundertstel zurückzusetzen, hatte diese Maßnahme keinen Erfolg; das Publikum scheute die nutzlose Mühe des Eintausches und zahlte lieber die wahnsinnig hohen Preise. Aber auch die Mandate waren nicht vom Glück und mußten schließlich zu einem Viertausendstel des Ankaufspreises tingelest werden. Eine der „Segnungen", die die Revolutionsheere mit an den Rhein brachten, waren die Assignaten, die die franzö- - fischen Truppen — Freiheit und Gleichheit! — großmütig mit den rheinischen Kaufleuten teilten, um für das wert- | lose Papier alles einzutauschen, was ihnen fehlte: Klei- der, Lebensmittel, Silber und Krmftgsgenstände, sodaß viele früher glänzend dastehende Kaufleute ruiniert
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Ausschneiden und aufheben.
(Das beste Geschenk ist ein gutes Buch, die hier empfohlenen Bücher eignen sich alle zu Geschenk zwecken auch wer seine eigene Hausbücherei vermehren will findet hier reich« Auswahl.)
Liturgische Volksbüchlein. Herausgegeben von der Abtei Maria Laach. Freibürg i. Br. 1922, Herder. 1. Die heilige Taufe (5 Mk.). 2. Das heilige Sakrament der Ehe (8 Mk.). 3. Versehbüchlein. Die liturgischen Gebete am Krankenbett (7 Mk.). 4. Das Begräbnis eines Erwachsenen (8 Mk.).
Diese Büchlein bieten den liturgischen Text in freier deutscher Uebersetzung und kurze Erklärungen und geben so den Gläubigen eine treffliche Anleitung zu verständnisvoller und fruchtbringender Tellnahme an den liturgischen Handlungen.
Mutters Lebensweisheit. Herausgegeben von Priestern der Gesellschaft Jesu im Bonifattushauss bei Emmerich (L. H. Meiß S. J.) 2. Ausl. Warendors 1922. I. Schnell.
Es war ein glücklicher Gedanke aus der vortrefflichen Zeitschrift „Mütter-Sonntag", eine Reihe von Beiträgen, die einen bleibenden Wert beanspruchen Dürfen, in diesem Büchlein zu sammeln. Gerne werden die Mütter zu diesen kurzen, überaus praktischen und kernhaften
Handlungen greifen; aber auch den Leitern christlicher Müttervereine wird das Büchlein viele Anregungen bieten. Es sei darum angelegentlichst empfohlen.
Kurzer Ausblick zu Gott in der Frühe und währe.:d des
Tages, „Ein grbauungsbüdjlein aus den Schriften
voll Alkan 6 t ö 13 äusgewShlt unS Sen Ale! beschäftigten gewidmet, von Otto Hättensäm« l e r. Zweite Auflage 240 S. Freiburg f. B 1922, Herder. Geb. 33 Mk. 1
Jti stiller Feierstunde. Gedanken für gottfudjenbe Seelen Kus den Werken von Alban Stolz gesammelt und herausgegeben von Otto H S t t e n s ch w i l l er Zweite Auflage. 172 S. Freiburg i. Br. Igzz' Herder. Geb. 32 Mk.
Zu den Verlagspreisen kommen die geltenden Teile, rungszuschlöae. (Preisändsrungen vorbehalten.)
Die Werke unsres großen Volksschriftstellers Alban Stolz find ein unerschöpflicher Born christlicher Wein, heit und der Erhebung des Gemütes zu Gott. In keiner Hausbibliothek sollten seine Werke fehlen, (eine billige Volksausgabe ist bei Herder erschienen) wenigstens solltr man sich die oben angezeigten Auszüge kaufen. Pater Hâttenschwiller hat hier für vielbeschäftigte Menschen. Ander den kostbaren religiösen Schatz, der in den Schri. tsn von Alban Stolz verborgen liegt, allen gottsuchenden Seelen bargeboten. Das erste Bändchen: „Kurzer Auf. blick zu Gott" sucht an allen Tagen des Jahres das hm zu Gott, feinem höchsten Gute, hinzulenken. Die Seslè wird da zu allen Zeiten — auch an ihren Festtagen und' In ihren besonderen Angelegenheiten — iene Labung finden, deren sie bedarf. Das zweite Bändchen: Wer Feierstunde", wird der Abend- und Sonntagsruhe heilige Weihe schenken in jener wunderschönen, gemiit« vollen Sprache, weichendem Berfosser so eigen ist. - „Wer von dem Wasser trinkt, das' ich ihm geben werte, wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, bas ich ihm geben werde, wird ihm zur Quelle eines Wassers werden, das emporfprubelt ins ewige Leben" (Joh. 4, 13 14).
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Zu einer Gebur!sl«gsfrier hallen sich fünf Stegen eingesunken, von denen jeder mit einem Scherz ausrosrteq, komâ.
„Wer von euch kann mit einem Fmgschnt voll JMf« ein ganzes Glas voll mwchen?" fragte der eine.
fföetner meldete sich. Stach einer Wette sagte einer fei Zuhörer: „Das wirst du wohl auch nickst fertig bringen , — erst vermachen!"
„Nun gut", meinte der Junge, ließ sich ein Glas M einen Fingerhut geben, füllte letzte«« aus seiner Kaffeetasse ' mit Kaffee und machte mit seinem Fingern am Glase ein paar KassesLeckse. „So!" lachte er, „voll gemacht W ich das Glas, und ein ganzes Glas ist es auch!"
Die Jungen tmhPon. „Nun will ich euch aber einem! s was zum Krmcken geben", sagte ein zwei der: „Wer dm euch will plötzlich in diesem Zimmer einen Esel scheu?"
„Ich!" rief ein Extra-Gescheiter.
Da hickst ihm der, der gesiegt hatte, blitzschnell einen Taschenspiegel vors Gesicht.
Wieder gab es lautes GeSâchter.
„Rum aber paßt mal auf, ich will euch eine ScherzfrM fiellsn", fegte eiln dritter. „Welche Kerze 6iwt länger I Bitte aus Talg oder eine ans Wachs.
„Eine aus Wachs!" hieß es.
„Das ist nicht wahr", lautete die Antwort^ „Me Kerze brennt länger, denn beide brennen kürzer."
„Melchor von euch taun über einen Zwirrfaden fpri» MM, ohne anzuremmen?" fragte der vierte Junge.
„W«m's weider nichts ist", meinte einer lachend. „Äs aber der Fragende dem Zwirnfân am, eine Wand leÄ lüchtsn die anderen. ,
„Mir aber sagt einmal, wo das Ende vom Kreise isi? gab der Fünfte auf, und da keiner eine Andwort müßig sagte er: „Nun, das ist doch ganz einfach: das W vom Kreise ist beim „e"!"
Das Examen. „Wann willst Du denn endlich Deim Prüfung machen?" — „Jetzt nicht, Vater. Wir Deutsch find doch gegenwärtig gerade genug geprüft."
In den Flillerwochèm „Ach — nun ist basJBeeift« wieder nicht englisch geworden, wie du es doch mtnji. „Mein Engel, meine nicht, was du kochst, ist immer englisch".
Unüberlegt Landwirtschaft-lehrling (in die Be« walterstubs kommend): „Herr Inspektor, der Schlach.m- meister aus der Stadt ist da, er möchte den Oq!» sehen." — Verwalter: „Ich komme gleich! ,
Die Verkörverung des Sieges. A.: „Warum wut denn der „Sieg" immer in Der Figur eines Weibes bildlich dargestellt?" — B.: „Das wirst du begreifen, wenn du einmal verheiratet bist."
kindlich. „Mama, bekomme ich noch ein Stuck chen?" — „Warum fragst du denn? Du hast ja noq ein ganzes Stück!" — „Ja, wenn ich seins mehr kriege, dann esse ich dies langsamer!" .
Bom Kasernenhof. Meier, sind Sie nicht als L>wnnZ geboren?" „Wieso, Herr Unteroffizier?" — Run, R meine „Sie sind in allem so ängstlich, daß man giauve» muß, Sie haben sich nicht allein auf die Welt getraut.
Der Herr im hause. Frau (znm Manne, der uni- den Tisch gekrochen): „Ich frag dich jetzt zum letztemnai, ob du vorkommen willst oder nicht?" — Mann: ‘
nun gerade nicht. Ich will doch mal sehen, wer im Hause ist."