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Hanauer W Anzeiger

General-Anzeiger / Amtliches Organ für SAN- und Landkreis Sanau a. M

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Fernsprech-Anschlüsse Nr. 1237 und 1238.

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Donnerstag den 21. Dezember

1922

Das Neueste.

Gestern nachmittag fand die erste Besprechung W Reichskanzlers mit den Vertretern des Neichsver- bmder der deutschen Industrie über das NeparationS- stoblem statt.

- Die Botschafterkonferenz hat gestern der deut­schen Botschaft die Antwort der Verbündeten auf die deutsche Note über die Vorfälle von Passau und Ingol­stadt überreichen lassen. Genaues über den Inhalt ist bis jetzt noch nicht bekannt.

- Am 1. Januar 1923 tritt eine Erhöhung der Sâtertarife um 70 Proz, und der Tier Tarife um 60 Proz. ein.

- In der Meerengenfrage haben sich gestern die Lürken mit der großen Linie des alliierten Projekts »»verstanden erklärt,

- Zum Staatspräsident der Republik Polen wurde Wojcziechowski gewählt.

Amerika und das Reparalions- problem.

Paris, 20. Dezbr. Die Agentur Havas ver­öffentlicht eine anscheinend offiziöse Meldung aus W a s h i n g t o n, in der die Darstellungen der amerikanischen Blätter über die Absichten der Washingtoner Regierung als übertrieben und die Meldung, daß der amerikanische Bot­schafter ausschließlich zu einer Besprechung über die Reparationsfrage nach Washington berufen worden sei, als unwahrscheinlich bezeichnet wird. Dagegen", heißt es in diesem Communiquè Müe.r, ^bestehen sehr gewichtige Gründe für, die ich der Mitwirkung an der Regelung des Re- mrationsproblems nicht entziehen würde, wenn dieses in wirklich ernsthafter Weise zur Dis­kussion gestellt werden sollte. In Finanzkreisen würden die von den amerikanischen Zeitungen verbreiteten Gerüchte über die Absichten des Weißen Hauses dahin interpretiert, daß es sich wahrscheinlich darum handle, die Reparationsfrage zusammen mit der Frage der deutschen Zahlungsfähigkeit durch ein K o m i - ceinternationaler Bankiers prü- ken zu lassen."

Diese Darstellung findet eine gewisse Bestä- Wng in den von offiziöser Seite gemachten Mitteilungen, wonach die deutsche Regie­rung (tote wir gestern mitteilten, d. Red.) sich dkreit erklärt habe, durch eine Kommission von ärtschafts- und Finanzsachverständigen sest- stellen zu lassen, was Deutschland zu zahlen in der Lage sei. Die deutsche Regierung sei, falls â/wka sich für die Objektivität und Unpartei« Weit dieser Kommission verbürge, bereit, die- ier eine gründliche und umfassende Enquète zu ermöglichen. Diese Kommission werde die ®ren= Jen dessen zu ermitteln haben, was Deutschland â"hlen in der Lage sei, und die deutsche 3te= ^rung werde sich dann klipp und klar zu er- riaren haben, ob sie diesen Betrag anerkenne voer, nicht. In der Regierung nahestehenden ff^rweigere man jede Aeußerung, zeige m m 1 überrascht über die Bedeutung, die man ^l^^opa den Mitteilungen der amerikanischen

Amerika erwartet Frankreichs Antwort.

. .^ a w y o r k, 21. Dezbr. Wie dasJournal I Lomtnerce aus Washington meldet, wurde

^^ng der Mittel für eine Ordnung der age Europas und für eine Hilfe an Deut^land

, n amtlichen Kreisen bis zum Eintreffen der von der französischen Regierung auf die nKiw- Regierung der Vereinigten Staaten Wes llusgestreckècn MKèsr zurückgestellk. i^°/is. 21. Dez. An amtlicher französi- L^t ^wlle wurde gestern abend erklärt, es be- ' 'S- .^ch, daß die amerikanische Regierung ^gen dem französischen Lotschaf- Washington die Abhaltung einer inter- lonate» Wirkschafèskonfsrenz zur Prüfung Sahiungsfähigkest Deutschlands vorge- h"be. Diese amerikanische Anregung skimin? ^^'^ Regierungskreisen tief ver- endâ^ hoffen beiden Meldungen steht nunmehr ihrer Ä 'Ost, daß die amerikanische Regierung aus h-r^^vjertcn Haltung in der Rsparatiansfrago

ist und die Initiative ergriffen hat, berbpi^ ;-Vme Regelung dieses wichtigen Problems Erfolgn r^"' Ob dieser amerikanische Schritt von auf einem anderen einer Ä damit auch die Möglichkeit der Auflegung Standes'lür Deutschland; denn Amerikas ration-s^^ 9^t dahin: erst Regelung der Repa- 8rantrPi*9X ban.n Anleihe. Das Wort hat also tu das jetzt Farbe zu bekennen bat. ob

es den Wiederaufbau oder den völligen Zusammen­bruch Deutschlands will. D. Red.)

Der Kanzler und die Industriellen.

Berlin, 21. Dez. Gestern nachmittag fand, wie wir erfahren, die erste Besprechung des Reichskanzlers mit den Vertretern des Reichsverbander der deutschen Industrie über das Reparationsproblem statt. Die gestrige Aussprache dauerte etwa eine Stunde und hatte den Charakter einer Vorbesprechung. Die Be­sprechungen werden fortgesetzt. Wie wir weiter er­fahren, findet die nächste Besprechung der ReichSregie- rung mit den Parteiführern am Freitag statt. Die Vertreter der Demokraten, des Zentrums und der Deutschen VolkSpartei werden vom Reichsfinanzminister Dr. Hermes, die Führer der anderen Parteien vom Reichsminister des Acußeren von Rosenberg empfangen werden.

. . . Sie denken nicht daran

. . aber Fach

Ich habe nie daran gedacht, die Ruhr zu besetzen oder irgendein bestimmte» Pfand zu nehmen.»

So Poinearö in seiner letzten Kammerrede.

Es gab in Frankreich eine große Partei, die Clemenceau zu der Forderung drängte, daß man den Rhein als natürliche Grenze Frank­reichs behandelte und die überwältigende Nieder­lage Deutschlands aurnützen solle, um die fran­zösische Grenze bis zu diesem schicksalsreichen Fluß auszudehnen."

So Lloyd George in seiner Antwort an Poincnrè in der D. A. Z.

-Im allgemeinen Friedensinteresse undzur

wesentlichen Bestimmung des Völkerbünde» wird die Westgrenze Deutschlands an den Rhein ver­legt. Demgemäß verzichtet Deutschland auf seine gesamte Souveränität 'über die links­rheinischen Gebiete der früheren deutschen Reiches, sowie auf jede Zollgemeinschaft mit ihnen."

So Tardicus Vorschlag an die Alliierten am 12. März 1919 laut den Veröffentlichungen Ll«yd Georges in der D. L. Z.

Diese Grenze muß Deutschland aufgezwungen werden. V»n jetzt an wird der Rhein die Westgrenz« der germanischen Völker sein."

Lo Marschall Foch in einem amtlichen Memorandum an Herrn Clemenceau laut den Veröffent­lichungen in der D. A. Z.

Der Hochverräter SmeetS.

Köln, 20. Dez. Die vor längerer Zeit ange­kündigte Versammlung der rheinischen Separatisten hat jetzt in Bonn stattgefunden. Die Separatisten haben dabei eine außerordentlich scharfe Kontrolle auS- geübt; es waren nur belgische und französische Jour­nalisten anwesend. Die Redner ergingen sich in den bekannten und üblichen Beschimpfungen über Preußen. Am Schluffe seiner Rede bemerkte der Hochverräter Smeets, daß die rheinische Bewegung in der letzten Zeit große Fortschritte gemacht habe und daß der Tag bald kommen werde, an dem er seine Anhänger zum großen Werke" (!) aufrufen werde. Das genaue Datum wollte er jedoch noch nicht bekannt geben.

Cassel über die französischeWieder- ausbauardett".

Stockholm, 18. Dezbr. InSvenska Dag­bladet" wendet sich Professor Cassel scharf gegen Frankreich, weil es seine Drohung, durch Beschlagnahme deutscher produktiver Werte Europas Wirtschaft zu zerstören und Englands Arbeitslosigkeit zu erhöhen, als voll­wertiges Tauschobjekt bei jeder Schadenersatz­verhandlung angesehen wissen will. Cassel schreibt:

Frankreich will sich dafür bezahlen lassen, daß es sich dem wirtschaftlichen Wiederaufbau der Welt in den Weg stellt. Wie lange wird die Welt sich noch in ein solches Schreckensregiment finden und dulden, daß eine einzige Macht gegen jede wirtschaftliche Wiederaufbauarbeit Obstruktion treibt? Frankreich ist selbst ein gro­ßer Schuldner und bedarf täglich der Nachsicht wegen seiner ausgebliebenen Zahlungen. Es ist gefährlich für Frankreich, allzusehr die Notwen­digkeit der Pfänderpolitik hervorzuheben, denn es hat mächtige Gläubiger, die auch auf den Gedanken kommen können, wie Poincars sich ausdrückt,etwas vom Reichtum des Schuld­ners zu retten" dadurch, daß sie sich territoriale Pfänder ober produktive Garantien schaffen. Das verarmte und ausgesogene Deutschland ist

weit mehr verwüstet als Frankreich es nach Kriegsschluß war, und es wird kaum länger glücken, die Welt davon zu überzeugen, daß Deutschland aus moralischen Gründen so hart für versäumte Bezahlungen bestraft werden muß, während Frankreich sich weigart, seine eigenen Schulden auch nur ernsthaft zu erörtern., Frankreichs Wohl und Zukunft hängen unauf­löslich davon ab, daß Frankreich schleunigst von einem Kurs Abstand nimmt, der das Land in eine so gefährliche Lage gebracht und sich un­fähig gezeigt hat, seinen wirklichen Interessen zu dienen. Frankreich muß in jedem Falle wissen und vom Ausland hören, daß Poincarës Politik wenigstens 50 v. H. von Frankreichs hauptsäch­lichstem internationalen Kredit, nämlich der Sympathie, die es durch die harten Kriegs­prüfungen erwarb, verloren hat. Noch ist viel­leicht eine Rettung möglich, aber die Zeit ist kurz.

Deutlich.

Gustav Herve, der einstige Antimilitarist und nachmalige Militarist schärfster Prägung, der jetzt immer ein wenig das Enfant terrible spielt und die wirklichen Absichten der französi­schen Regierung oft mit brutaler Offenheit ent­hüllt, schreibt in seinerVictoire" zur Lage unter der Ueberschrift: Der Onkel aus Amerika, folgendes:

Die einzige Haltung, die unter den jetzigen Zeitverhältnissen vernünftig erscheint, ist, sich noch ein wenig zu gedulden mit dem Nehmen der Pfänder an der Ruhr, sie mit militärischer Macht zu nehmen, um unseren Ingenieuren und Zöllnern die Aus­

muß sich ein wenig gedulden, um zu sehen, ob der Onkel aus Amerika etwas tun will, um Europa aus der Patsche zu helfen, in die es durch den Krieg geraten ist.

*

Das ist deutlich. Man sieht, daß die Ruhr nach wie vor im Vordergrund, steht, da man an die Hilfe Amerikas nicht glaubt, da man sie verhindern will.

Umlage und VrolpreisaesirMunI.

Berlin, 20. Dez. Die Reichsregierung hat gemäß § 50 des Gekreideumlagegesetzes be­schlossen, den Preis des dritten Sechstels dec Getreideumlage auf 163 000 Mark für Rog­gen mit den entsprechenden Abstufungen für die andern Getreidearten festzusehen. Gleich­zeitig ist beschlossen worden, eine Vorlage ein- zubringen, wonach der Endtermin für die Ablieferung des Amlagegetreides vom 15. April auf den 15. Rlärz zurückver- legk wird. (Der für das erste Umlage- Drittel geltende Preis beträgt 28 600 Mk. pro Tonne; im freien Verkehr wird für den Roggen zurzeit ein Preis von rund 270 000 Mk. be­zahlt.)

Ueber die Gründe, die die Reichsregierung zu ihrem gestrigen Beschluß geführt haben, gab der Reichsminister für Ernährung und Land­wirtschaft, Dr. Luther, heute vor Vertretern der Prefse einige nähere Erläuterungen:

Wie erinnerlich, hat ein aus Vertretern des Reichstags, des Reichsrats, der Landwirtschaft und der Verbraucher paritätisch zusammengesetzter Zwanziger-Ausschuß kürzlich einen Preis von 185 000 Mark bro Tonne Roggen für das dritte Umlage-Sechstel in Vorschlag gebracht. Er hat mit Mehrheitsbeschluß als Grundlage der Preisberech­nung die sogenannte landwirtschaftliche Indexzahl für den 1. Dezember gewählt, d. h. für den mittle­ren Tag der SIblieferungspflidjt des dritten Sech­stels. Sie ergab einen Preis von 165 096 Mark. Als Ausgleich für die zu niedrig geschätzte Unterlage bei der Zahlung des ersten Drittels sollte hierzu ein Betrag von 18 246 Mark treten. Ein weitergehen­der Antrag von landwirtschastlicher Seite, auch noch die Mißernte durch einen 20proz. Zuschlag zu be- rücksichttgen, war nicht angenommen worden.

Bei ihrer Preisfestsetzung hat nun die Reichs­regierung ihrerseits diesen Vorschlag des Zwanziger- Ausschusses zusammen mit dem mittleren Markt­preis des November zur Grundlage eines Kompro­misses gemacht, wobei der freie November-Markt­preis zur Umlagepreis-Verechnung um 35 Prozent vermindert wurde. Er betrug 233 000, nach Kür­zung um 35 Prozent also 152 000; der Ausschuß­vorschlag ohne Berücksichtigung des Zuschlag- für das erste Drittel betrug etwas über 167 000. Die Regierung sah also einen Betrag von 160 000 Mark als angemessenen Durchschnittspreis an und beschloß, die als Nachzahlung beantragte Vergütung für den Ausfall beim ersten Drittel auf die reftie= renden vier Sechstel gleichmäßig zu verteilen, was einen weiteren Zuschlag von 5000 Mark ausmacht. So ergab sich der Umlagepreis für das dritte Sechstel mit 165 000 Mark.

Wie sich diese Erhöhung beim Preis des Mar­te » b r o I e s auswirken wird, ist zurzeit noch nicht genau zu sagen. Nach Berechnung des Reichser-

nährungsininifteriums würde die neue Getreide- preisfestsetzung für sich allein eine Steigerung des Brotpreises nur um etwa zwei Drittel des jetzigen Brotpreises nach sich ziehen; es ist aber zu bèruck- sichtigen, daß auf den Brotpreis auch noch eine Reihe anderer Faktoren der Anteil des Aus- landsgetreides, die Fracht sowie Mahl- und Back­gebühren einwirken, deren Einbeziehung in die Rechnung Sache der K e m e i n d e n Ist. Die endgültige Brotpreisfeltsetzung auf Grund des neuen Umlagepreises ist für Mitte Januar zu er« warten.

Was geschieht mit der SühnemiUion?

Paris, 20. Dezbr. Die Deutschland für die Vorfälle in Ingolstadt und Passau auferlegte Buße von einer Million Goldmark ist in Paris eingetroffen und hat dort einige Verlegen­heit hervorgerufen, da man eigentlich nicht weiß, was man damit anfangen soll. Der Wiederherstellungsausschuß hält sich nämlich nicht für befugt, das Geld anzunehmen; wahr­scheinlich wird man die Summe zwischen Frank­reich und England teilen.

Der neue polnische Staatspräsident-

Danzig, 20. Dezbr. Die polnische National­versammlung trat zu einer Sitzung zusammen, um den Nachfolger für den ermordeten Staats­präsidenten Narutewicz zu wählen. Gewählt wurde der Kandidat der vereinigten Linkspar­teien, der frühere Innenminister Stanislaw Wojcziechowski (Witos-Partei) mit 298 gegen 227 Stimmen, die auf den Kandidaten der Rechten, den Professor Casimir Morawski, den Präsidenten der Akademie der Wissenschaf­ten in Krakau, entfielen.

Warschau, 21. Dezbr. Der neue polnische

Ubas der Witos-Partei auf'

Narutowicz, der damals Kandidat Wyczwo- lenie-Gruppe war. Im 4. Wahlgang erhielt Na­rutowicz damals 171 und Wojcziechowskt116.und der Kandidat der Rechten, Zamoynski 224 Stimmen. Im 5, Wahlgang vereinigten sich dann die Stimmen der beiden Linksparteien auf Narutowicz gegen Zamoynski. Bei der gestrigen Wahl wurde Wojcziechowski als allei­niger Kandidat der Linksparteien aufgestellt und somit war seine Wahl von vornherein ge- sichert. Er erhielt noch 9 Stimmen mehr als Na­rutowicz am 9. Dezember.

Die??,Mischen rlusschreilungen in Turin.

Turin, 21. Dezbr. Die Schreckensherrschaft der italienischen Faszisten in Turin dauert noch an. Die Gesamtzahl der kommunistischen und faszistischen Opfer hat sich auf zehn erhöht. Außer der Arbeitskammer haben die Faszisten in Turin auch den neuen Sitz des kommunisti­schen OrgansOrdine Nuovo" sowie mehrere kommunistische Klubs und ein Erholungsheim der Eisenbahner in Brand gesteckt. Ueber 20 Verletzte mußten in das Krankenhaus überführt werden. Die Haussuchungen der Faszisten bei ihren Parteigegnern dauern an. Der Unter­staatssekretär De Vechi soll den Faszisten von Turin telegraphisch seine Solidarität ausge­drückt haben. Der Präfekt von Turin wurde nach Rom zum Innenminister berufen.

Muffslini über die «ufzaben de» KasciSmus.

Nom, 20. Dez. In einer an eine fascidische Abordnung aus Siena gehaltenen Ansprache erklärte Mussolini lautTribuna" u. a.: Der Marsch auf Rom habe erst begonnen. Der Fo.rc!smüs und sein Restau­ration?- und Exgansionsprogramm ntiffe erst noch verwirklicht werden.Verkünden Sie von den Türmen Ihrer Stadt, daß der Fascirmus stets fttrf und ent» schlossen ist, sich um jeden Preis mit gefühlloser und unerbittlicher Talkrast durchzusetzen. Ich bin der Hüter der Zukunft Italiens und der Leidenschaft von Tausenden von Toten. Ich werde meine Verpflichtungen erfüllen. Die zu schaffende Miliz wird die höchste Garantie der Ration sein und den ersten Schritt zur Gleichstellung des Fascismu» mit dem Staate bildcn.7

Am die Domänen und Bergwerke im Saargebiet. Eine Gruppe von französischen Ab­geordneten hat in der französischen Kantmer eine Entschließung eingebracht, in der die Re­gierung eingeladen wird, beim Senat auf die Ratifizierung des Kammerbesilstusses vom 17. Juli 1921 zu drängen, der die Beschaffung eines Amtes der Domänen und Bergwerke im Saargebiet vorsieht. Durch die Schaffung die­ses Amtès sollte bekanntlich der französische Staat in die Lage versetzt werden, die ihm durch den Versailler Vertrag zustehenden Rechte im Saargebiet auszuüben.

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