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«»»nasvreis:Monatlich Mk. 480.ohne Trägerlobn: Einzelnummer Mk. 20..Samstags 25 Snreigenvreiie : Die 28 mm breite Zeile Mk. 25.: Finanzinserate Mk. 80.. «eslame (68 mm breit) Mk. 65. . Inserate, auch laufende, werden nur zum jeweiligen Tagervreile berechnet. Offertengebühr Mk. 15.. Geschäftsstelle: Hammerstratze 9.

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Ar. 297 Diensèag den 19. Dezember 1922

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Erfüllungsort u. Gericktsltand für beide Teile Hanau a.M. FSrPIadvor- > D^ i Christ und Erickeinungstage der Anreigen wird keine Gewähr geleistet.

Im Falle höherer Gewalt. Streik usw., bat der Bezieher keinen AnivruchX^ö^^^^ auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung der Bezugsvreiles.^^AAOu^

London, 18. Dezbr. Der Sonderbericht­erstatter desDaily Skletsch" in Washington will aus maßgebender Quelle erfahren haben, daß Präsident Harding durch die amerika­nische Botschaft demnächst zwei interna­tionale Abkommen vorschlagen werde. Eines dieser Uebereinkommen werde die Unter­schrift jeder der verbündeten Mächte erfordern, das zweite der Unterschriften aller Nationen, md zwar sowohl der am Kriege beteiligten Ver­bündeten als auch der Zentralmächte. Diese neuen Uebereinkommen würden in ihrer Wir­kung einen großen Teil des Versailler Bertrags als Sicherheit für den Weltfrieden und den wirtschaftlichen Wiederaufbau, der hauptsächlich in Betracht kommenden Rationen ersetzen. Auf die Unterzeichnung hin wür­den drei Gruppen amerikanischer Banken einen auswärtigen Kredit für Deutschland unterschreiben, der unter England, Frankreich, Belgien und Deutschland verteilt werden soll. Dieser Kredit werde nicht weniger sein als 1% Milliarden Dollar und durch ihn werde Deutsch­land dann gestattet werden, Lebensmittel oder Rohstoffe in jedem Lande zu kaufen. Kein Teil dieses Kredits werde an Frankreich, England oder Belgien zahlbar sein, ausgenommen im Austausch gegen Waren. Die amerikanische Re­gierung werde diesen Kredit garantieren

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und dafür eine erste Hypothek auf die gesamten Hilfsquellen Deutschlands, auf sämtliche Zölle, Ein- und Ausfuhrabgaben und die deutsche Einkommensteuer fordern. Sie werde alle an- ^ni deutschen Verpflichtungen einschließlich Wiederherstellung ersetzen. Da der gesamte Vor­schlag gegründet sein werde auf einer d r a st i- schenHerabsetzung der Wiederher­stellungen zusammen mit einer gründlichen und endgültigen Uebereinkunst der Verbünde­ten, so werde Amerika durch eine Methode, die noch nicht entschieden sei, die jedoch im Elihu Root untersucht werde, prompte Zahlung durch Deutschland garantieren. Außer diesem Kredit, der für Deutschland in England, Frankreich, Belgien und Amerika untergebracht werde und von der amerikanischen Regierung garantiert werden solle, würden die Bankgruppen eine beträchtliche private Anleihe an die deutsche Regierung geben, die, wie man glaube, etwa 750 Millionen Dollar betragen werde; als Sicherheit würden sie industrielle und städtische erste Hypotheken nehmen. Es sei endgültig be­kannt, daß die Vertreter der an diesem Plan beteiligten Banken lange Verhandlungen mit Deutschland in Berlin geführt hätten, und daß die Zustimmung Deutschlands bezüglich der Pfander und Verpflichtungen endgültig erteilt worden sei. Vertreter der Bankiers, die an Ort und Stelle die deutsche Wirtschaftslage seit mehr einem Jahre untersucht haben, würden bar« ,e9en, daß Deutschland augenblicklich nicht mehr als 300 Millionen Dollar zahlen könne; sie seien ledoch her Ansicht, daß dieser Betrag sofort be- My!t werden könne, und daß in zwei Jahren «er Betrag auf 400 Millionen Dollar erhöht werden könne. Allmählich müßten mit der Gaßern Zahlungsfähigkeit Deutschlands die !?uvuchen Zahlungen vergrößert werden. Eine Miche Zahlung werde Deutschland nach An- W der amerikanischen Bankiers und der ame- lkanischen Regierung in den Stand setzen, den Mvschlagenen Kredit in Jahreszahlungen von Millionen Dollar zu zahlen, was unter Be- rechnung der Zinsen die Rückzahlung des Kre- innerhalb zehn Jahren ermöglichen würde.

~*e private Anleihe würde auf der Grundlage on 2a Jahren erfolgen, mit teilweiser Amor- merung alle fünf Jahre. Die amerikanische Gierung werde auch verlangen, daß Frank- h (Heine Absichten aufgibt, das Ruhrgebiet zu Dp ???' °der eine andere Demonstration gegen utschland zu unternehmen, die berechnet ist, pH industrielle Gleichgewicht zu stören. Die rheiten in dieser Richtung würden in dem Jörnen zwischen den Vereinigten Staaten tiiä'^n Verbündeten verlangt werden. Die Inns » r^rage müsse endgültig zwischen Eng- Frankreich und der Türkei geregelt mer« E stabiler Balkan für den industriellen 0 Schritt Deutschlands notwendig sei. Nir- b'n den amerikanischen Vorschlägen wür- ennr-iA "ikeralliierten Schulden, besonders die irn.ns Schulden an die Vereinigten Staaten zins,erwähnt. Diese Schulden müßten nach Bnn^ "er amerikanischen Regierung und nkiers außerhalb der Verhandlungen bleiben. 19- Dezbr. DasJournal of - mMerce" schreibt, es werde in Finanz­

kreisen allgemein angenommen, daß die Politik, die Amerika bei seiner finanziellen Hilfsaktion für Europa eingenommen hat, sich auf die Ent­scheidung gründet, die auf der internationalen Bankier-Konferenz in Paris im vorigen Som­mer zum Ausdruck kam. Das Wiederaufleben des Gerüchtes, daß die Morgangesellschaft einen hervorragenden Anteil an der vorgeschlagenen Anleihe für Deutschland haben werde, war die Folge des Besuches des Botschafters W i e d - selb bei der Morgan-Bank am Samstag. Wie demJournal of Commerce" aus Washington berichtet wird verlautet dort, daß Staatssekre­tär Hughes bei der Regelung der Repara­tionen die Taktik zu befolgen beabsichtige, die er bei der Abrüstungskonferenz angewandt habe, indem er sein sorgfältig ausgearbeitetes Programm den europäischen Mächten zur Er­wägung vorlegte.

Für die Abrüstungskonferenz.

Paris, 18. Dez. Aus Washington wird ge­meldet: Senator King beabsichtigt, eine Ent­schließung einzubringen, die den Präsidenten Harding ermächtigt, eine Finanz- und Abrüftungsknferenz nach Washing­ton einzuberufen, zu der alle Staaten einge­laden werden sollen, mit denen die Vereinigten Staaten diplomatische Beziehungen unterhal­ten. Diese Konferenz soll ein allgemeines internationales Abkommen zur Verminderung der Rüstungen zu Waller und zu Lande herbeiführen, damitdie Welt befreit werde von den schädlichen und .»âlns-n Sl.zsnabon Mr

nur geeignet seien, neue Kriege vorzubereiten".

DerTemps" gegen eine Aklion Amerikas.

Paris, 18. Dezbr. Soweit es von Frank­reich abhängt, kann der V e r f u ch der Ver­einigten Staaten, eine Besserung in der Reparationsfrage herbeizuführen, als g e f ch e i- t e r t betrachtet werden. Die Pariser Abend- preffe fordert, offenbar einem Winke von oben« her folgend, heute in übereinstimmenden Er­klärungen, daß Frankreich sich nicht davon ab­bringen lassen dürfe, auf deutschem Ge­biet die ihm nötig erscheinenden Pfänder zu ergreifen und Zahlungen zu sichern.

DerT e m p s" führt aus, daß eine inter­nationale Finanzkonferenz zur Lösung des Re­parationsproblems von Frankreich nicht zu­gelassen werden würde. Die französische Oeffent- lichkeit sei der Konferenzen müde und wenn man ihm vorschlagen sollte, die bevorstehende Pariser Konferenz durch Hinzuziehung anderer Natio­nen zu erweitern, so würde Frankreich vielleicht sogar wünschen, daß es überhaupt keine Konferenzen mehr gäbe, solange es nicht eine Aktion vorgenommen hätte. Die Regierung der Vereinigten Staaten möge keinesfalls in die Reparationsdebatte eingreifen. Wenn Amerika einen Teil der Kapitalien liefern wollte, um die Reparationen zu bezahlen, bann' sollte es mit der deutschen Regierung eine Vereinbarung treffen und diese hätte das neue Programm den Alliierten vorzulegen. Nur mit Deutschland hätten die Alliier­ten Erörterungen zu führen, nicht aber mit Dritten, die sich vielleicht als Schiedsrichter aufwerfen könnten. Sobald zwischen dem Reich und auswärtigen Banken ein Einvernehmen wegen Zahlung der Reparationen getroffen wäre, und sobald dies Projekt den Alliierten vorgelegt wäre, würden diese prüfen, ob es ihnen gut schien, Deutschland Zahlungsfristen oder andere Erleichterungen zu gewähren. Der­artige Verhandlungen könnten auch keine Be­einträchtigung erfahren, wenn Frankreich vor­her in Deutschland Pfänder genommen hätte.

DerIntransigeant" erklärt es für peinlich, wenn man in Frankreich die aus Ame­rika verlautbarten Pläne unterstützen wolle. Es wäre unerträglich, wenn die Erfüllungspolitik, die Frankreichs letzte Hilfsquelle fei, selbst bei den Franzosen Gegner finden würde. Wenn eine Intervention im Ruhr gebiet keinen militärischen Charakter habe, dürfe sie nicht bekämpft werden, zumal in diesem Falle auch kein Bruch mit England bevorstehe.

Lord Derby gegen die Auhrbefetzunp.

Paris, 19. Dez. Der englische Kriegsmini­ster Lord Derby ist gestern nach dem ihm zu Ehren von Poincar«? veranstalteten Frühstück vom Präsidenten der Republik, Millerand, empfangen worden. In seiner Unterredung

mit dem Ministerpräsidenten und dem Präsi­denten der Republik hat Lord Derby auf die überaus starke Gegnerschaft hingewiesen, die in der englischen ösfentlichen Meinung gegen den Plan einer Besetzung des Ruhrgebietes besteht. Jedenfalls würde es England nicht begreifen, daß eine derartige Maßnahme ergriffen würde. Derby, der als ein sehr überzeugter Freund Frankreichs und Parteigänger der französisch- englischen Entente bekannt ist, hat sich damit zum Wortführer der bereits von Bonar Law ausgesprochenen Einwände gemacht.

Erst Einigung dann Anleihe.

London, 19. Dez. Rach einem Tele­gramm aus Rewyork, das im Laufe der Rächt in London eingekroffen ist, hat Morgan er- klört, daß es ihm unmöglich sei, eine noch so kleine Anleihe für Deutschland aufzubringen, bevor die Verbündeten und Deutschland sich nicht über das Reparalionsproblem geeinigt hätten.

Die deuifchen Reparalions- bespreâunnen.

Berlin, 19. Dez. Die Besprechungen der Reichsregierung mit den Industriellen und Bankiers wurden gestern den ganzen Tag über fortgesetzt. Von industrieller Seite nahmen u. a. Duisberg, Silverberg, Hggen und Re'sch, von den Bankiers u. a. der Direktor der Deut­schen Bank, Wassermann und Urbig teil. Die Unterhaltungen haben sich weniger um die äußere, als um die innere Anleihe gedreht, deren Hauptzweck bekanntlich die Rückführung des im Auslande befindlichen deutschen Kapi­tals sein soll.

-Die Urteile über den Versailler Vertrag gehen auseinander. Die Tatsache läßt sich aber nicht mehr unterdrücken, daß man diesen Ver­trag den wir Deutschen nur als aufgezwun­genes Diktat ansehen können auch in immer weiteren Kreisen des Auslandes, ja selbst der Entente, nicht mehr alsVertrag", sondern als etwas ganz anderes erkannt hat. Was dieser Versailler Vertrag in Wirklichkeit ist, sagt der norwegische Völkerrechtslehrer Prof. Dr. jur. N. G j e l s v i k, Kristiania, in einem Gutach­ten, das dieDeutsche Juristenzeitung" ver­öffentlicht. Dieses Gutachten eines neutralen, also völlig unbeteiligten und daher unpar­teiischen Völkerrechtslehrers, ist so klar und treffend, daß wir die nachstehenden Sätze aus ihm einer breiteren Oeffentlichkeit zugänglich machen wollen. Es heißt in diesem Gutachten u. a.:

Ich meine, daß diejenigen Bestimmungen des Versailler Vertrages, die nicht im Einklang mit dem Waffenstillstandsvertrag stehen, nicht nur moralisch, sondern auch juristisch unver­bindlich sind. Man muß sich hierbei den Inhalt der Waffenstillstandsbedingungen vergegen­wärtigen, daß die Deutschen sich in dem Maße entwaffneten und Territorium in dem Um­fange aufgaben, daß es unmöglich für sie war, den Krieg wieder aufzunehmen. Dies hat auch Wilson selbst in dem amerikanischen Kongreß zugegeben, indem er äußerte:Nach diesem Waffenstillstandsvertrag ist es unmöglich für die Deutschen, den Krieg wieder aufzunehmen."

Wenn die Entente diese Sachlage so aus« nützt, daß sie Friedensbedingungen diktiert, die nicht mit dem Waffenstillstandsvertraa über­einstimmen, so ist das ein völkerrechtlicher Be­trug, der den Versailler Vertrag juristisch un­gültig machen muß. Wenn man einen Geg­ner durch Versprechungen dazu bewegt, die Waffen auszuliefern, so daß er den Krieg nicht weiterführen kann, und dann die Versprechun­gen nicht einhält, dann wäre es um das ganze Völkerrecht geschehen und ein auf solchen Be­trug aufgebauter Völkerbund kann kein wahrer Völkerbund werden, sondern nur dazu dienen, die Welt über den völkerrechtlichen Betrug ei» nige Zeit hinwegzutäuschen. Man kann frei» lich während eines Krieges Kriegslisten be­nützen, aber man kann es nicht als erlaubte Kriegslist betrachten, daß man den Gegner be­wegt, die für die weitere Kriegsführung nöti­gen Mittel auszuliefern, durch Versprechun­gen, daß er einen bestimmten Frieden erhalten werde, und diese Versprechungen dann nicht einhält. Jeder Mensch mit natürlichem Rechts­gefühl empört sich dagegen, und jeder Jurist muß sagen, daß auf diese Weise ein Recht un= ter den Völkern ni' t bestehen kann . . ."

Ksnserenz Ser «r»Shrun§smi«sft?r.

Berlin, 19. Dezbr. Die Ernährungs- u-.: Landwirtschaftsminister der Länder traten am

Montag im Gebäude des vorläufigen Reichs- wirtfa,_,rsrates zu einer Konferenz zusammen. Der Vorsitzende, Reichsminister Dr. Luther, führte in seiner Bcgrüßungsansvrache aus, er habe seine Amtsführung in der Weise begonnen, daß er sich sofort in Verbindung gesetzt habe mit den Organen der Erzeuger und Verbraucher sowie den politischen Parteien. Er begrüße es besonders, jetzt auch gleich mit den Ressort- Ministern der Länder eine eingehende 2ius» spräche über die dringlichsten Fragen der Gegen­wart zu hoben, die er angesichts der allgemeinen Not als besonders wichtig ansehe. In ausge­dehnter sachlicher Aussprache wurde dann die Frage der Brot- und Milchversor­gung behandelt. Die Besprechung der Milch­versorgung wurde eingeleitet durch ein eingehen­des Referat des Geheimrats Prof. Dr. H a n- s e n. Sehr ausführlich wurde danach die Frage der Zuckerversorgung besprochen. Diè Erörterung über die Möglichkeiten ihrer Pro­duktionsförderung, die hinter den brennendsten Gegenwartsfragen heute zurücktrete, soll in einer in Kurze einzuberufenden Konferenz in Merseburg behandelt werden.

RelchsralsbesÄMffe.

Berlin, 18. Dezbr. Der Reichsrat nahm den 9. Nachtragsetat für 1922 an, der die Er. höhung der Beamtenbesoldungen enthält. Weiter wird der ReichsfinanzminUter in diesem Nachtragsetat ermächtigt, sechs Mil­liarden neue S ch a tz a n w e i s u n g e n flüssig zu wachen zur Fortführung der von der Rhèin-Neckar A.-G. begonnenen Kanal­bauten. Weiter wurde eine Ausdehnung des örtlichen Sonderzuschlages auf die Beamtenge- bälter auf weitere Orte des Reichsgebietes be- schlojjen.Hieje Zuschläge betrugen bisher im all­gemeinen 10 Prozent, jetzt ist für eine Reihe von Orten ein niedrigerer Prozentsatz festgesetzt worden. x

Dann erklärte sich der Reichsrat mit einer ganzen Reihe von Gesetzentwürfen einverstan­den, die der Reichstag in der letzten Woche vor seinen Weibnachtsferien angenommen bat. Da- runter befindet sich das Gesetz über die Zwangsanleihe, über das Ruhege« haltdesReichspräfidenten und auch das sogenannte Ausgleichszwischenge- s e tz. Endlich erledigte der Reichsrat noch die Ausführungsbestimmungen für die erste Ver­anlagung für die Vermögenssteuer und zur Zwangsanleihe.

Die Lage in Warschau-

Warschau, 19. Dez. Die Untersuchung des Mordes an Narutowicz läßt erkennen, daß bk Spuren zur Hallerschen Organisation führen. Gestern abend wurde der Oberst Modelski, Hauptmann Malinowski und Leutnant Siero- czynski, sämtliche vom Hallerschen Verband, verhaftet. In der Nacht auf heute wurde der Oberst im Generalstab Dowoync Solohub nach dem Militärgefängnis abgeführt. Zahlreiche weitere Verhaftungen von Offizieren stehen unmittelbar bevor.

Warschau, 19. Dez. Der Innenminister hat den Regierungskommissar der Stadt Warschau Barzecki beurlaubt und Francisczek Anusz mit der Leitung des Kommissariats betraut. Fer­ner wurden der Departementsdirektor für die öffentliche Sicherheit im Innenministerium Urban Owicz, Abteilungschef Krzuski und der Chef der Presseabteilung Wankowski ihres Postens enthoben. In der Stadt, über die der Ausnahmezustand verhängt worden ist, herrscht infolge der energischen Haltung der neuen Regierung Ruhe. Die Leiche von Naru­towicz wird drei Tage im königlichen Schloß ausgestellt. Die Blätter betonen die Schnellig­keit der Entscheidungen, die die Staatsmacht sofort wieder herstellte, indem die Hauptämter populären und energischen Männern über­tragen wurden. Der Kriegsminister hat einen Befehl an die polnische Armee erlassen, worin er u. a. den Offizieren befiehlt, sechs Wochen lang Trauer anzulegen,

Die letzten Gefangenen von Avißnon. Die nunmehr endlich begnadigten letzten beut» scheu Kriegsgefangenen von Avignon sind: Heinrich Falk aus Landenhaufen (Hessen), Ernst Gartzke aus Brilow (Kreis Brandenburg), Otto Naffin aus Gelsenkirchen, Otto Revier aus Ehrenfriedersdorf (Sachsen) und Erwin Schmidt aus Schleenhdin (Sachsen).

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Dollar (10 W vorn.) 7500