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General-Anzeiger / Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan a. M.

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Ar. 296

Montag den 18. Dezember

1822

Die Kilsspläne Amerikas

Wir stehen am Beginn der Weihnachtswoche. Wes Sinnen und Trachten richtet sich schon auf der Fest der Liebe, das seine eigentliche Weihe mn der Gemütstiefe des deutschen Wesens er­halten hat. Hier vereinigt sich alles, was der Deutsche an Innerlichkeit besitzt und von hier aus ist all die Jahrhunderte lang ein Licht und eine Wärme ausgegangen, deren Wirkungen öie ganze Kulturwelt verspürt. Aber deutsche Innerlichkeit und Gemütstiefe haben die Welt noch nie daran gehindert, auf ihre eigenen In­teressen bedacht zu sein. Und so wird auch dies­mal, während sich das deutsche Volk dem Zau­ber seines Weihnachtsfestes hingibt, in der Welt draußen um das Schicksal Deutschlands ge­würfelt. In dem Lichte der Weihnachtskerzen hat die Politik keine Stätte. Aber Deutschlands politische Führer haben die Pflicht, auch wäh­rend dieser festgeweihten Tage scharf im Auge zu behalten, was sich um uns her vorbereitet und ihren Einfluß nach besten Kräften wirksam zu machen.

Noch vor einer Woche war der Ausblick auf das nahende Weihnachtsfest dunkler als er uns heute erscheint. Wir sehen heute zum mindesten klarer darin, was die einzelnen Staaken und Staatsmänner mit unserem armen Deutschland und geknechteten deutschen Volke wollen und was im Bereiche her Möglichkeiten liegt. Frank­reichs Absichten haben wir in unserer Samstag­nummer gekennzeichnet; sie bewegen sich neuer« dintzs-in èèr.âichtung.chLr. wirricuattlichemä^- Drosselung Deutschlands, nachdem PoincarS deb militärischen Schwertstreich aufgegeben zu haben scheint. Das letztere Aufgeben ist fraglos auf den englischen Widerstand, den Poincarè auf der Londoner Konferenz erleben mußte, Zurückzu­führen. Inzwischen sind die Kräfte der Welt- Dsitik, die sich- gegen das brutale Auftreten Frankreichs regen, stärker hervorgetreten als je und sie erhalten von Amerika aus einen mäch­tigen Antrieb. Die Meldungen der letzten Tags aus dem Auslande lassen erkennen, daß seit wngen Jahren wieder einmal eine Welle des Verständnisses für die deutsche Not, für die Gefährtin der unser nationales Dasein schwebt, durch die Welt geht. In der Haltung der Wa- shingtoner Regierung vollzieht sich gegenwärtig ein Umschwung von allergrößter Bedeutung, der für die Gesundung

------g Europas die erste Vor­aussetzung bildet. Die Vereinigten Staaten sind vereis sin der Reparationsfrage regelnd einzu- Sretfen und uns wirtschaftlich und finanziell zu hegen. Die Initiative zu dieser Aktion geht ohne Zweifel von Amerika selbst aus, wobei aller- wngs auch die engen persönlichen und geschäft­lichen Beziehungen des Reichskanzlers Cuno Zu führenden Persönlichkeiten in Amerika eine Rolle spielen dürften.

Es liegt uns natürlich fern, nun übertrieben große Hoffnungen zu hegen die schlimmen Erfahrungen der letzten Jahre schützen uns da- ?"r aber eine Besserung, eine gewisse Er- seichterung unserer Lage liegt seit einigen Tagen tlnJ°e.rei<i)e der Möglichkeiten. Allerdings darf Hartnäckigkeit der französischen Gewalt- i werden. Beides,

nicht außer acht gelassen '° Möglichkeit der Besserung,

.»«/ui uci ^eHeLuiiH, wie die Gefahr , lranzösischen Gewaltpolitik zu verfolgen und.danach zu handeln, ist in den kommenden iagen und Wochen Aufgabe unserer Regierung.

5. Amerika würbe einer Dentschlanb,u bewilligen ben beträchtlichen Privatanleihe seine Zustimmung geben. Die für diese Anleihe erforderliche Sicherheit kann nur geschaffen werden, wenn die Alliierten ans die ihnen im FriedenSvertrag eingcräumte General- hypothek verzichten.

6. Auf jeden Fall aber wurde die amerikanische Regierung cs all einen Akt reinen Wahnsinn, an­sehen, sich in die eur«pâischen Angelegenheiten einzu­mischen, wenn nicht zuvor ein vollkommene, Einver­nehmen mit dem Alliierten und mit Frankreich er- zielt sei.

DerDemps' glaubt, bah el sich hier nicht um offizielle Nachrichten handeln könne, zumal die fran­zösische Regierung noch keinerlei Mitteilungen dieser Art erhalten habe. (Ist inzwischen geschehen. D. Red.) Es könne sich nur um einen Versuchsballon handeln und zwar, wie das Blatt schreibt, mit Rücksicht aus den einseitigen Charakter dieser einseitigen Pläne, um einen Versuchsballon von deutscher Seite. Die Pläne seien im ausschließlichen In- tercsse Deutschland, abgefaßt; von Frankreich sei nur soweit die Rede, als man von ihm einen Ver­zicht auf seine Forderungen und auf die Pfänder ver- lange. Bezeichnend sei, daß in diesem Projekt an keiner Stelle von einem Verzicht Amerika, auf die, Entschädigung für private Kriegrschäden die Rede sei Gerade da, bedeute, daß der Plan von einer Seite anSgehe, von der ,«an Amerika nicht oerstimmcu wolle, also von Deutschland. Indessen so fährt derTempr" fort, werde Frankreich sich hüten, gegen eine Unterstützung Deutschland, durch Amerika zu protestieren, vorausgesetzt, daß diese Unterstützung nicht auf Kosten Frankreichs vor sich geht. Der beste Weg wäre aber der, daß Deutschland selbst nach einer Verständigung mit amerikanischen Bankierkreisen den Alliierten Zahlungen anbiete unv daß baun diese darüber entscheiden, wie »eit sic für diese Zahlungen-Zuge­ständnisse machen können. Auf diese Weise bliebe die amerikanische Regierung davon befreit, in diese An- gelegenhcit einzugreisen, was immerhin mit Gefahr verbunden sein könnte.

Eine finanzielle und wirischafkliche Delk- konferenz.

Paris, 18. Dez. DemTemps" wird aus London gemeldet, daß nach-dort vorliegenden Washingtoner Nachrichten Präsident Har­ding gestern mit zahlreichen politischen Per­sönlichkeiten. Mitgliedern des Senats und des Repräsentantenhauses über die Frage der Be­teiligung Amerikas an den europäischen Ange­legenheiten beraten habe. Angeblich soll dieame- rikanische Regierung die Veranstaltung einer finanziellen und wirtschaftlichen W e l k k 0 n f e- r e n z planen, die a n Bedeutung der Abrustüngskonferenz im vorigen Jahre weit überlegen sein würde. Entsprechende Anzeichen hierfür sieht man in dem bevorstehenden Besuch des englischen Fi­nanzministers Baldwin, sowie in der Ankunft des Londoner amerikanischen Botschafters Har­vey, der noch vor Jahresschluß in Washington eintreffen wird. Man spricht von zwei Mitteln, mit denen man Europa zu Hilfe kommen könnte:

1. einer Anleihe von 1% Milliarde Dollar, die von der Regierung garantiert

Der deutsche Botschafter bei den amerikanischc«r Bankiers.

Washtngroi», 18. Dezbr. Hier fand die Tat­sache Beachtung, daß der deutsche Betschafter Dr. Wied seid t sofort nach seiner Besprechung im Staatsdepartement nach Ncw-Doik abreiste, angeblich, um dort mit den Bankiers zu konferieren. Man ist in Washington der Anschauung, daß man der wirklichen Situation nicht »ergreifen solle. Man wird jedenfalls erst mit den eurobäifeben Staatsmännern Fühlung nehmen, ehe man ein Projekt der Oeffent« liebfeit borlegt. Aber man ist sich auch völlig darüber klar, daß in unmittelbarer Zukunft etwas Große? ge­schehen wird. Man hofft, auch den Kongreß dazu 311 bringen, seinen Widerstand aufzugeben und spricht so­gar davon, an btn früheren Präsidenten Wilson zu appellieren, daß er seinen Einfluß auf die demokra­tischen Senatoren aufbiete, um auch diese für den RegierungSplan zu gewinnen.

Eine Mitteilung an Poincarè.

N e w y 0 r k, 17. Dezbr. Nach einer Pariser Meldung erhielt Poincarè die inoffizielle Mit­teilung, daß die Vereinigten Staaten gewillt seien, einen Plan zur Reaelung der Re- parat ionssrage In Erwägung zu ziehen. Lloyd Georges Anlworl an Pvlncarö.

Marschall Fochs unheilvoller Einfluß.

Vor acht Tagen, gerade zum Beginn der Londoner Konferenz, hat Lloyd George den aufsehenerregenden Artikel veröffentlicht, in dem er vor der französischen Rheinpolitik warnte.. Er tat es mit der Autorität dessen, der während ber Versailler Verhandlungen als. einer der großen Vier und späterhin als Haupk­teilnehmer an den mannigfachen Konferenzen und sonstigen Beratungen sowohl die Persön­lichkeiten als auch die Meinungen kannte, die sie hegten oder denen sie folgen zu müssen glaubten. Gleichwohl hat Herr Poincare den Ausführungen Lloyd Georges alsbald öffentlich widersprochen und sich darin von der französi­schen Presse unterstützen lassen. Der Wider­spruch gründete sich hauptsächlich auf das Wort annektiere" und auf die Versicherung, daß kein französischer Staatsmann dieses Wort in den Mund genommen habe. Aus die sranzö- - ühen Ableugnungsversuche antwortet heute Lloyd George in einem zweiten Artikel, der wiederum gleichzeitig in London, Paris und Berlin veröffentlicht wird. Nach derDeut­schen Allgemeinen Zeitung,, geben wir daraus folgendes wieder:

Der Zusammenbruch der Londoner Konferenz und insonderheit der Grund für diesen Zusammen­bruch beweist, daß die in meinem letzten Aussatz aus» gesprochene Warnung nötig und zeitgemäß' war. Herr Poincarè forderte die Besetzung des einen Deutschland noch gebliebenen reichen Kohlen^ als Sicherheit für die Erfüllung unmöglicher ch die Politik, die

des einen

Der amerikanische Standpunkt.

Paris, 18. Dez. DerTemps" berichtet: Die «bricht über ben amerikanischen Auleiheplau, wie er nach ben Mitteilungen deSNew Dork Heralb" "ntcllt, würde sich in folgende Punkte zusammenfassen >°lien:

A Amerika ist in eine Prüfung darüber eingetreten, m welcher Weise seine Teilnahme an den europäischen ^gclegenheitcn möglich wäre.

$ * Amerika wird Frankreich gewisse Vorschläge unter- '" en, die nach seiner Auffassung geeignet sind, eine bnlsung der finanziellen Chaos in Europa 311 ermöglicht.

ist der Ansicht, daß Deutschland die rparätioncn bis zur Grenze seiner Leistungsfähigkeit 'M-ileu, daß andererseits aber auch Frankreich von -dem Bestehen solcher Grenzen Rechenschaft riiiis-.

4- Alnerika ist überzeugt, daß jede Art militärischer â^u^ratious- oder wirtschaftlicher Erdrosselung?- , «nahmen gegen Deutschland furchtbare Rückwirkungen L bie Prosperität der Welt haben muk

würde, unter der Bedingung, daß eine definitive Regelung der Mieder- gutmachungsfrage mit der Herab- g der deutschen Gesamtschul' istande komme;

etzun

den zustande komme;

2. eine Herabsetzung der engli­schen Kriegsschulden an Amerika, die einen ansehnlichen Nachlaß der alliierten euro­päischen Schulden an England erlauben würde.

In Amerika soll der Abbruch der Londoner Ministerberatung starken Eindruck gemacht haben und die Vorkragsreise Elemenceaus soll mit einer nach den Neuwahlen in Amerika auf­

getretenen Ansicht zusammengekroffen sein, wo­nach die amerikanische Regierung nicht das Recht hatte, Forderungen an Europa zu stellen, ohne zu den europäischen Fragen Stellung zu nehmen. In englischen Kreisen hofft man auf eine Herabsetzung der Zinsen und eine Verlän­gerung der Tilgungsdauer für die europäischen

. , igebiets

. . lie Erfüllung unmöglicher Forde­rungen. Ueberzeugt, daß die Politik, die solche Pläne betreibt, Europa und die Welt in Unheil führen muß, fühlte ich mich zu warnen verpflichtet. Zornige Mißdeutung sah ich voraus, aber ich bin an derartiges gewöhnt. Worauf gründete sich meine Behauptung? Ihre Grundlage war allen Teilnehmern der Friedenskonferenz wohlbekannt. Im Hintergrund aller Manöver stand für Wochen und Monate die Rheinfrage. Während man über den Völkerbund, die deutsche Flotte oder Fiume verhandelte, wußten wir, daß der wirkliche Kamps um den Rhein entbrennen würde. Auf der einen Seite, ging es darum, was Frankreich fordern, auf der andern, wieviel die Verbündeten zugestehen würden. Während allen Verhandlungen stand der Rheinkonflikt im Hintergrund, auch wenn die Beratungen sich nicht im mindesten aus ihn be­zogen. Es gab eine Partei, die den Rhein für die einzige natürliche Grenze Frankreichs erachtete, eine tarke Partei mit einem starken Führer, in mancher Hinsicht dem stärksten in Frankreich: Marschall Foch. Seine glänzenden Kriegsdienste gaben ihm eine Stellung, die kein Soldat in Frankreich oder in irgend einem andern Lande besaß.

Lloyd George führte dann eine Reihe von Aeuße­rungen Foch an, die sich in die einer amtlichen Denk- chrift entnommene zusammenfassen lassen:Von etztan wird der Rhein die West grenze les germanischen Volkes s ein." Wie groß Fochs politischer Einfluß war, das beweise die Tatsache, daß er noch 1920 den stärksten Staats­mann Frankreichs zu Fall gebracht habe:Ohne Marschall Fochs Eingreisen wäre Herr Clemenceau 'beute Präsident der französischen Republik. Warum ist ec auf der Höhe seines Ruhms von einenxKan- didaten geschlagen worden, der viel weniger AMhen und Macht besaß. ~ "

ausdrücklich:Demgemäß verzichtet Deutschland auf seine gesamte Souveränität über die linksrheinischen Gebiete des früheren Deutschen Reichs sowie- auf jede Zallgemeinschaft mit ihnen." Nur auf ameri­kanischen und englischen Druck habe Clemenceau später diese Politik preisgegeben, aber, fährt Lloyd George fort,die Rheinpartei verzieh ihm niemals. Darum gelang es ihm nicht, den Präsideniensitz zu erobern. Ist auch Poincarè vor dieser Auffassung zukückgetreten? fragt Lloyd George und antwortet: Lasset uns das Beste hoffen!" Aber er erinnert daran, daß Pvincarè noch bei der Aufnahme des Marschalls Foch in die Akademie die Worte an ihn gerichtet hat:Ach, Herr Marschall, wäre man ihrem Rat gefolgt!" Lloyd George fährt dann fort:Ich weiß, man wird sagen, daß, obwohl Deutschlands Grenze am Rhein enden sollte, d i e l i n k s r h e i n t- schen Provinzen dennoch nicht annek­tiert, sondern zu einer unabhängigen Republik gemacht werden sollten. Was für eine Art von Unabhängigkeit und was für eine Republik? Alle deutschen Beamten sollten entfernt, die Pro­vinzen sollten durch besondere Maßregeln vom Wirtschaftsleben Deutschlands losgelöst werden, aus das sie, um existieren zu können, unbedingt ange­wiesen sind. Eine Berbindimg mit dem Vaterland sollte ihnen nicht gestattet fein. Der Rhein, der das neue Gebiet von Deutschland trennt, sollte in der Hauptsache durch sranzösische Truppen besetzt wer­den. Die jungen Männer der Rhein- provinzen sollten rekrutiert und #u5. gebildet werden in der Absicht, sie in die französische und belgische Armee zu stecken, damit sie gegen ihre eigenen Landsleute auf der andren Seite des Rheins kämpften. Alle Lcbensbediugungen der freien und unabhängigen Republik sollten durch ein Abkommen" zwischen Frankreich, Luxeniburg und Belgien geregelt werden, denen, wie-Marschall Fach sagte, sich schließlich auch Großbritannien zugeseUen sollte. Es wäre nichts anderes als eine Scheinrepublik geworden, und es sollte auch nichts anberes fein. Wäre der Plan angenommen

dern die ganze Welt später Zu büßen hätt e."

Zum Schluß meint Lloyd George, die fran­zösische Demokratie-, das französische Volk als solches, sei davor zurückgeschreckt,- selbst bewun­derten Führern-auf diesem Wege zu künftigem Unheil zu folgen. Er schließt das daraus- daß der Versailler Vertrag, der jene Forderung nicht enthielt, vom französischen Parlament mit überwältigender Mehrheit angenommen wor­den ist. Aber er weist doch auf.die Tatsache hin, daß mächtige Einflüsse in Frankreich ipimer noch sich für diese Forderung einsetzen und jede Enttäuschung dazu benutzen, aus dieses Ziel hinzuwirken. Diese Tatsache zeige, wie uner­müdlich alle Völker, denen die Wohlfahrt der Menschheit am Herzen liege, auf der Hut sein müßten.

Deulsch-vörmfche FreihHMPartek.

Berlin, 18. Dezember. Wie dieTelegraphen- Union" erfährt, trat am 10. Dezember im Reichst tag die ei weiterte Führerfchcht chet drutsch-'lkijlben Arbeitsgemeinschaft unter starker Betcistgung aus dem ganzen Reiche zusammen. Dièfe Tagung,stellte die Eründungsversäinmlung her deutsch-volkifchen- Freiheitspartèi dar, an der sich neben den Reichs- tagsmitglisdern dèr völkischen Grüppe von Eraefe- Goldebe, Henning und Wulle, bfe sofort der neuen! Partei beitraten, folgende Vertretsr der völkischen Bewegung beteiligten: Graf Reventlow, Theodor Fritsch, Dr. Arthur Dinter, Stadtverordneter Wiegershaus, Dr. Buttmann-Alünchen, zugleich für den abwesenden Oberst von Tylander, Pressel, Stelter, Nissen, Nieber-Breslau, Dr. Poick-Nürnberg und zahlreiche andere. Die Versammlung kam zu dem fast einstimmigen Beschluß, die Gründung der Dcutzch-oöltifchen 'Freiheitsparlei- zu vollziehen. Mit anwesenden Vertretern bereits bestehender

vötrischer Parteien wurde ein enges abgeschlossen.

ältnis

Attentat auf den bulgarischen Innenmini­ster. Als der bulgarische Minister des Innern, D a s k a i 0 w, gestern abend die Sobranje ver­ließ und sein Automobil bestieg, wurden von einer unbekannten Person zwei Bomben ge­schleudert. Der Minister blieb unverletzt. Auch sonst kam niemand zu Schaden. Der Täter ent­kam. Wie die Bulgarische Telegraphen-Agentur meldet, ist nach Ansicht Daskalows das Attentat, das gewisse Ktcise als Werk der mazedonischen Autonomisten ansehen, dem Opppsitiönsblock zu­zuschreiben. Im ganzen Lande herrscht infolge des Attentats Erregung. Sofia ist völlig ruhig.

Der Streik in Ludwigshäfen beendet. Am Samstag in später Abendstu » e wurde in Der- Handlungen zwischen der.Direktion der Ba-

und Macht besaß. Der Zorn des Marschalls Foch dischen Änilinfabrik'und den Gewerkfchaftsver- und seiner mächtigen Gefalgschast war um so heftiger unter Betiüüauna eines Vertreters

ge#rr$errn Siemens

T tfit die europäischen bem Druck der Alliierten die vereinbarte französische- nach dem iekiaen Rheinpolitik preisgegeben hatte." Lloyd George ämimmifreriums eine «ungung

.igLan-mit zitiert weiter das Aktenstück vom 12. Mörz 1919, mit Wiedera-'fnahme'der Arbeit erzielt.

r»«vd'"!" T'^T "V dem Elemenceaus Hauptmitarbeiter Tardieu an die

Honen Pfund, das sind mehr als 5 Prozent des Verbündeten herantrat. Darin war die Weftgrenze Deutschlands an den Rhein verlegt und es hieß

Schulden an Amerika l«^... ,-^7- Zahlungsplan Englano allein jährlich 50 Mil-

englischen Gesamtbudgels zu zahlen häkle.

oes Bayerischen Handelsministeriums und So- ziaim'inifteriums eine Einigung über die

Lo.-ar (li) Uhr vorn.) 5600