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AmMches Organ für Stabt unb Landkreis Sanaa
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feierlag»
Ar. 293
Donnerstag den 14. Dezember
1922
Das Neueste.
- Der Präsident des Reichsverbandes der beut» MnJndultrie hat dem Reichskanzler die Erklärung Megeben. dak die Industrie bereit ist, im Rahmen jer von der Reichsregierung gemachten Vorschläge Mio mitzuarbeiten.
- Anfang der kommenden Woche sindet in Ver- (in die Konferenz der Ernährungsminister statt- Jie Konferenz wird sich mit der Milchveriorgung. der Produitionstörderung. der Einfuhr vonChili- falneter und der Aenderung der Reichsgetreidever- orbnung beschäftigen.
— Der vreubische Landtag erledigte heute in weiter Lesung den Erundstruergesetzentwurf und ging darauf in die Weihnachtsferien. Die nächste Sibung findet am 10. Januar statt.
- Nach einer Meldung der „Times" aus Riga jh Lenin abermals schwer erkrankt.
Die Pause.
Der Ausgang der Londoner Konferenz liegt immer noch etwas im Dunkeln und gibt deshalb Veranlassung zu ganz verschiedenartiger Beurteilung. Authentisches über die Konferenz mirb man erst von Staatssekretär Bergmann erfahren, der morgen zur Berichterstattung in Berlin zurückerwartet wird. Inzwischen befestigt sich mehr und mehr die Ansicht, daß der deutsche Vorschlag in London eine ganz unverkennbare Wirkung gehabt hat und daß der entschiedene Widerstand Englands und Italiens gegen eine sofortige Ruhrbesetzung auf die Aktion der deutschen Regierung zurückzuführen ist. Es ist auch sicher, daß der Schritt, den die deutsche Regierung unternommen hat, nicht im Sande verlaufen ist, sondern daß man auch jetzt noch seine Spuren deutlich weiter verfolgen kann. Bei alledem aber weiß man nicht, wohin iitSteife geht und wie die Entscheidung auf der Konferenz in Paris aüsfallen wird. An der Hartnäckigkeit der französischen Pläne ist nicht zu zweifeln und wenn Poincarè noch so sehr versucht, — wie wir gestern berichteten — der Welt nachträglich klar zu machen, daß in Son« è°n von einer Besetzung des Ruhrgebietes überhaupt nicht die Rede gewesen sei. Die unten folgenden Pariser Blätterstimmen zeigen deutlich, wie groß in Frankreich die Enttäuschung über den Verlauf der Konferenz ist, und man darf aus den Ausgang der morgen stattfindenden Kammersitzung, in der Poin- cärè Erklärungen über London abgeben, wird, sehr gespannt sein.
Unser Bestreben muß es sein, in der gegenwärtigen Pause den Stein im Spiele zu behalten, den wir in London auf das Brett haben setzen können. Eine solche Politik erfordert kühle Besonnenheit und wir dürfen uns deshalb ebensowenig zu einer Verzweiflungsstimmung wie zu überschwenglicher Hoffnung verleiten lassen.
*
Die erschütterte Stellung poincarés.
Paris, 14. Dezbr. Ueber die weitere Halsung Frankreichs und die Stellung der Parteien zu Poincarè hat der gestrige Tag keine Entscheidung gebracht; das war auch nicht zu er» karten. In den Wandelgängen der Kammer herrschte gestern nicht geringe Aufregung und ist sicher nicht ganz ohne Bedeutung, wenn e>n so regierungsfrommes Blatt wie der „Petit Triften" erzählt, namentlich die Herren Briand und Loucheur hätten große Gruppen von Abgeordneten um sich versammelt. In der Kammer wird Lèon Daudet eine Interpellation darüber Einbringen, warum die Ergreifung von Pfän- oern gegen Deutschland vertagt worden sei und wun nimmt an, daß auch Tardieu in der De- vlltte das Wort ergreifen wird. Die Pariser ^uesse ist im allgemeinen zurückhaltend, um der "^erung offenbar keine Schwierigkeiten zu bereiten. Eine Ausnahme macht die „Liberte", we einen Artikel veröffentlicht: „Herr Poincare mit seinem Kopf". Darin heißt es: „Vor
Jahr ungefähr um denselben Zeitpunkt Briand für lange Zeit, wenn nicht für ?rmre/, seine Laufbahn als Regierungschef be» soffen, weil er den Beweis der Unfähigkeit
Handeln erbrachte. Herr Poincare seiner- ’ . ® läuft Gefahr, für immer in das Schatten- ZH einzutreten, wenn er ebenso wie sein Vor- 8 nger so unfähig sei, von Worten zum H<V- n uberzugehen. Das französische Volk ist „"Ze des Wartens. Es hat die Versprechungen inm ^"hlersien seiner Redner satt. Es fühlt '"innktgemäß die Gefahren, die es umgibt und Zusammenbruch, der es erwartet. Es will, leine Führer handeln, denn es zieht die hm ' ’ G^"l>r des Abenteuers dem sicheren Ver- L Wenn wir nicht versuchen, den Hölli- ™ n ârbel. der uns einenat mit Gewalt au
durchbrechen, so ist das der Ruin Frankreichs, sowohl der finanzielle Ruin, da wir am Ende unserer Kraft stehen und seit vier Jahren 20 Milliarden jährliche Zahlungen leisten müssen, die Deutschland theoretisch zu vergüten hat, wie auch der moralische Ruin."
Ein Plan Mussolinis.
Rom, 14. Dezbr. Der „Mondo" erfährt über Mussolinis Projekt folgendes: England verzichtet auf feinen Kredit zugunsten Frankreichs und Italiens. Frankreich und Italien verzichten ihrerseits auf ihre Kredite gegenüber der Tschechoslowakei Jugoslawiens und Polens. Die englische Schuld gegenüber Amerikas bleibt bestehen, bis Amerika eine Erklärung abnibl. Der eventl. Schuldenerlaß Amerikas gegenüber England wird von der deutschen Reparations- fumme abgezogen. Sobald die Alliierten prinzipiell einig werden sowohl mit Amerika als mit Deutschland, sollen gemeinsame Verhandlungen eingeleitet werden. Der Mussolini nahestehende „Riessagere" bestätigt, daß Mussolini den Franzosen höchstens wirtschaftliche, aber keine territorialen Garantien zugestehen werde.
Cunos Vorschlag angemessen.
Die Ansicht sehr maßgebender Amerikaner. — Bevorstehende Aktion Amerikas?
London, 13. Dezbr. Der diplomatische Berichterstatter des Daily Telegraph will erfahren haben, die Stimme Amerikas werde sich in energischer Form gegen eine Sanktion erheben, die für den Welthandel als schädlich angesehen wird, was der Fall wäre, wenn Frankreich das Ruhrgebiet besetzen und England dies ohne Protest dulden sollte. Der Berichterstatter will ferner wissen, daß in sehr maßgebenden ameri- kamscheNjßKreisen, die eine genaue Kenntnis der deutschemWirtschafts- und sozialen Verhältnisse besten bi™^|jiyiti verworfene deutsche Note vor ihrer Unterbrer- tung geprüft und als angemessene Grundlage der Erörterungen angesehen worden sei.
Paris, 13. Dezbr. Der Chicago Tribune wird aus Washington gemeldet: Die Haltung Amerikas in der auswärtigen Politik wurde heute nach einer Kabinettssitzung bekannt, die sich ausschließlich mit der Lage in Europa befaßte. Danach wollten die Vereinigten Staaten sich bemühen, Ordnung in die europäischen Angelegenheiten zu bringen. Die Regierung wolle alles in dieser Hinsicht Mögliche tun. Es wurde betont, die Regelung der dringendsten Probleme, besonders des Reparationsproblems, sei die größte Notwendigkeit für die Welt. Im Weißen Hause wurde ferner mitgeteilt, Präsident Harding fei der Auffassung, der Grundsatz des Viermächteabkommens, das den Frieden im vazifistischen Ozean garantieren solle, lasse sich in vernünftiger Weise überall in der Welt mit wundervollem Ergebnis anwenden. Der Präsident wünsche ernstlich, daß über weitere Weltfriedensoerträge verhandelt werde.
Die Industrie zur Mitarbeit bereit.
Berlin, 14. Dezbr. Gestern ist der Präsident des Reichsverbandes der deutschen Industrie, Geheimrat Dr. S o r g e, beim Reichskanzler Dr. Cuno erschienen, um ihm zu erklären, daß der Reichsverband der deutschen Industrie nicht hinter der bekannten Auslassung der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" stehe, sondern gewillt sei, im Rahmen der im Brief des Reichskanzlers an den englischen Ministerpräsidenten Bonar Law gemachten Vorschläge der R e i ch s- regierung positiv mitzuarbeiten. Bei dieser Gelegenheit sei auch festgestellt, daß innerhalb der Deutschen Volkspartei, die gewillt ist, die Regierung in ihrer Absicht, eine endgültige Lösung der Reparationsfrage herbeizuführen, zu unterstützen, über die Auslassung des erwähnten Blattes starkes Befremden herrscht. In volksparteilichen Kreisen wird, wie schon so oft, auch diesmal auf das entschiedenste betont, daß die „Deutsche Allgemeine Zeitung" nicht als Organ der Deutschen Volkspartei zu betrachten ist.
Polnisch-französisches Doppelspiel.
Polnische Truppenansammlungen an der Grenze
Der französische Militarismus hat sich nicht nur im Rheinland, sondern auch in Polen, wie in der Tschecho-Slowakei häuslich eingerichtet. Sowohl das polnische wie das tschechische Heer ist eine Hilfstruppe für ben' französischen Generalstab, die ihm durch geheime Militärabkommen unterstellt worden und von ihm ausgebildet und ausgerüstet wird. Wenn also Frankreich zum Rechtsbruch der Ruhrbesetzung schreiten sollte, so ist nichts wahrscheinlicher, als daß es zum mindesten feine polnischen Hilfstruppen gleichzeitig gegen Rest-Oberjchlesien in Bewe
gung zu setzen versuchen wird. Je größer die Widerstände sind, die England — und anscheinend sogar das Jt-fien Mussolinis — den militärischen Gewaltplanen des Poincarismus entgegensetzen, um so mehr wird ihm natürlich daran gelegen sein, wenigstens unter seinen militärischen Vasallen Mitschuldige bei der Aus- führung zu haben. Die Nachricht der „Times", falls Frankreich ins Ruhrgebiet einmarschiere, werde es gleichzeitig die Polen auf Beuthen und Gleiwitz hetzen, hat also die stärkste innere Wahrscheinlichkeit für sich. Solange der fran» zösische Anschlag auf das Ruhrgebiet nicht aus- geführt wird, werden Frankreich sowohl wie Polen natürlich jede Abmachung darüber ab- leugnen. Das kostet nichts, und der Artikel 18 der Völkerbundsakte ist nur für die Dummen, die nicht mit im Bunde sind und doch an die Ehrlichkeit seines Firmenschildes glauben.
Wirerhalten dazu noch folgende Meldungen:
Oppeln, 13. Dezbr. Hier aus Bolnisch- Oberjchlelien ankommende Reisende wissen von großen Truvpevansammlunaen an der Grenze von Kongreßpolen zu berichten. Ein Teil der Truppen sei in den letzten Taaen angeblich nach dem Osten abkransportierk worden, aber durch andere ersetzt worden, Ausfallen muß. daß in den nächsten Tagen grobe tschechische Artillerie- manöver bart an der Grenze bei Ratibor stalt- finden. Der Berichterstatter der „Times" zu Oppeln, German, schreibt: Die Rachuickt von der Ablehnung der deutschen Vorschläge in London bat hier eine Reihe von Gerüchten ent- stehen lassen. Tatsächlich geben die Bedingungen des polnisch-französischen Mlikärabkom- mens Polen das Recht, im Tag einer französischen Besetzung des Ruhrgebiets gleichzeitig eine Zone in Oberschlesien mit Einschluß von Beuchen und Gleiwitz zu besetzen. Hiesige auch wohlunterrichtete Kreise betrachten die Legennrörsige Kxise Mit, ÄeuyrMgyng Mtz Ug- richk von militärischen Vorberettungen Polens erlangen kann. Allgemein erwartet man, daß eine Krise in den deutsch-französischen Beziehungen automatisch die oberscblesische Frage in den Vordergrund der europäischen Politik rücken wird.
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Die Tatsache, daß das französisch-polnische Abkommen Polen das Recht gibt, einzurücken, soll nicht bestritten werden. Ob aber die Ver- aussetzungen für ein solches Einrücken im Fall der französischen Pfandnahme — denn als solche will Poincarè ja die etwaige Besetzung aufgefaßt wissen — zutreffen, ist schon zweifelhaft, zumal diese Pfandnahme ohne Bewilligung des gesamten Verbandes von Frankreich allein unternommen werden soll. Keineswegs kann indes bestritten werden, daß Polen die Gelegenheit' wahrnehmen möchte, den Rest Oberschlesiens in seine Hand zu bekommen. Gegen ein solches Vorgehen, das nicht eine nach dem Versailler Friedensvertrag vorgesehene Zwangsmaßnahme, sondern ein Kriegsfall wäre, müßte die Reichswehr eingreifen, die im Friedensvertrag dem deutschen Reich zugesicherten Grenzen zu schützen, und damit stünde zweifellos Oberschlesien im Vordergrund der europäischen Politik, aus dem man es mühselig erst herausgedrängt hat.
Die Krise in Lausnnne.
Lord Curzon warnt die Türken.
Lausanne, 13. Dezbr. Die Verhandlungen in Lausanne gestalten sich durch den Abzug der russischen Marine-Sachverständigen aus der Meerengenkommission und der unnachgiebigen Haltung Jsmed Paschas äußerst schwierig. Die russische Abordnung überreichte dem Präsidenten der Konferenz eine Note, in der es heißt:
Die russischen Sachverständigen mußten sich aus der Sitzung der Sachverständigen zurückziehen und gegen die offensichtliche Absicht protestieren, die Unterkommissionsberatungen durch Sachverständigenberatungen zu ersetzen. Sie muß ferner dagegen protestieren, daß die alliierten Sachverständigen außer dem Projekt über die Meerengen ein anderes Projekt ausgearbeitet haben, das nur den alliierten und türkischen Sachverständigen vorbehalten bleibt.
In der Unterkommission zur Behandlung der Minderheitenfrage legte Lord Curzon zunächst die Vorgeschichte der Frage des Minov<- tätenschutzes dar und die Vorbedingungen, die sich hieraus für die Rückkehr der Türken na ) Europa ergeben. Er erinnerte an die bereits erfolgte Abgabe Ost-Thraziens an die Türkei und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen für diese Seit dem' Ende des türkisch-griechischen Krieges gebe es ein prinzipielles Abkommen zwischen den Alliierten und der Türkei, dahinlautend. daß die Minderheiten ein Recht auf
Schutz hätten und der Friedensvertrag entsprechende Bestimmungen enthalten müsse. Am praktischsten wäre es, dem Völkerbund diesen Schutz der Minderheiten zu übertragen, da die Türkei in nicht allzuferner Zeit den Eintritt in den Völkerbund fordern und erlangen würde. Nach ihm betonte Barrère das große Interesse, das Frankreich stets den Minderheiten entgegengebracht habe. Er unterstütze die Vorschläge Lord Curzons.
Jsmed Pascha gab dann einen Ueberblick über die Geschichte der Minderheiten in der Türkei und betonte, daß alle Leiden der Türkei auch in der Minderheitsfrage auf die Einmischung des Auslandes, so auch Rußlands im 18, und 19. Jahrhundert, zurückzuführen seien. Die Türkei wolle daher keine fremde Einmischung mehr zulassen, auch nicht unter der Form des Völkerbundes, der die Vertretung der Großmächte sei. Die Minderheitenfrage werde am sichersten durch einen Bevölkerungsaustausch und eine liberale türkische Gesetzgebung gelöst werden. — Lord Curzon brachte seine bittere Enttäuschung über diese Antwort des türtifchen Delegierten zum Ausdruck und erwiderte, wenn die Türken nicht bald eine verständigere Haltung einnehmen würden, hätten die christlichen Staaten nur noch die Alternative, Lausanne zu verlassen und sich von der Konferenz zurückzuziehen. Curzon sprach mit außerordentlichem Ernst und stellte fest, daß die Minderheitsfrage die Aufmerksamkeit der ganzen Welt mehr in Anspruch nehme als wie die andern in Lausanne diskutierten Fragen. Wenn die Konferenz von Lausanne an der Minderheitenfrage scheitern sollte, würde sich in der ganzen Welt keine Stimme mehr für die Türkei erheben. Sie erhielt wohl die moralische Unterstützung in Angora, aber sonst von niemandem mehr auf der ganzen Welt. Ich habe offen und klar gesprochen und meine Verbündeten stimmen mit
Haltung der Türkei in der Minderheitenfrage jetzt ablehnender sei als in den vorherigen Sitzungen. Man vermutet, daß neue Instruktionen aus Angora eingetroffen seien.
Schweres Eröbeben in Japan.
Osaka, 13. Dezbr. Durch ein schweres Erdbeben auf der Insel Kiuschiu wurden 23 Personen getötet und 22 verwundet. Das Beben dauert an. Ein sechs englische Meilen von Nagasaki entfernter Vulkan befindet 'sich in Tätigkeit. Die Einwohner des betreffenden Gebietes fliehen in voller Panik.
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Nagasaki ist ein Hafen mittlerer Größe an der Westküste von Kiuschiu, der südlichsten der vier großen, das japanische Reich bildenden Inseln. Kiuschiu ist südlich der Straße von Korea norgelaa^t. Erdbeben sind in Japan häufig. Geologisch genommen ist das ganze Land ein zerklüftetes Kratergebiet, find doch gerade die höchsten Gipfel wie der heilige Fujiyoma, der in der Umgebung Tokios wegen feiner Zucker, hutform ein charakteristisches Landschaftsmerkmal bildet, erloschene Bulkane. Neben Hunderten von erloschenen zählt man rund 30 von Zeit zu Zeit tätige Vulkane in Tiapan. Auf Kiusin liegt der Kirifchema, von dem 1896 ein gewaltiger Ausbruch verzeichnet ist. Doch ist dieser in der obigen Meldung nicht gemeint, denn er liegt viele Hunderte von Meilen von Nagasaki entfernt.
Po!tti?che Tagesberichke.
— Die Kreditnot der LandNUrtschaft. Del «bgeordiiete Winkler uiib die übrigen Mitglieder der deutlchnatioiialcn Landtagsfraktion daben'mprentzischen Landtag einen Urantrag eingcbracht, das Staatr- muürterium zu ersuchen, zur Bebebuug der wachsenden Äreditnot der Landwirtschaft auf die Peichsregrerung dahin eiNzuwirken, dah a) alle Zahlungen für Umlage- getreide fof»rt bei Lieferun, erfolgen, b) die Dünger- mittelindilstrie durch ausreichende Kreditgewährung in den Stand gesetzt werde, von den drückenden Vorauszahlungen für Düngemittel seitens der Landwirtschaft abzniehen.
— ®0)ialbemorr*tie und Einkommensteuer. Die sozialdemokratische NeichStagSsraktion beschäftigte sich am Mittwoch abend noch einmal mit ihrer Stellung zur Abänderung der Einkommensteuer. Die Fraktion beschloh einstimmig, an ihrem bisherigen Standpunkt festzuhalten und sowohl den Aiidschnh» bcschluß, al» auch den anzeiündigten Vermittlungs- Vorschlag, sowie auch die AegierungSvorlage abzu- iehnen.
— Tod eines Veteranen der Zentrum«. Parici. Der frühere RelchtiagSadgeordnete, StechtS- anwait Nombold m Ravensburg, einer der Veteranen »er ZentrumSpartei, ist im Alter von 78 Jahren geftoiben.
Dollar (10 W vorm.) 770V