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M. 291
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Dienstag ö§N 12. DeZemÄer
1922 aal
Abbruch Nr Lonöoner Konferenz
PtoncarSs Karlnäckigkett. — Fortsetzung Ser Besprechungen
K am 2. Januar in Paris.
Sie Londoner Konferenz ist gestern abgebrochen und auf den 2. Januar n. J. vertagt porben. Sie ist gescheitert an der Hartnäckigkeit Poincares und zwar an der Forderung auf Vesètzung des Ruhrgebiets, womit erneut der Beweis "geliefert worden ist, daß es Poincarë dem Deutschhasser weniger auf die Reparation zig auf die Verwirklichung seiner politischen Hintergedanken ankommt. PoincarS besteht aus Durchführung seiner Pfänderpolitik, er will an die Ruhr und es wird sehr schwer halten, sich davon abbringen zu lassen. Herrn Poin- caré hat mit seiner lärmenden Vorbereitung für die Londoner Konferenz mit dem Kriegsrat im Elysèe und der Androhung von Sanktionen sich zu sehr festgelegt, als daß er mit einer eleganten Schwenkung davon abgehen konnte.
Während der letzten Wochen konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Haltung der Bonar Lawschen Regierung in der Ent-
aber keinen Zweifel darüber, daß dies die schlimmste Katastrophe heraufbeschwö- ren würde. Die englische Regierung könne sich
nicht ohne weiteres solchen Gewaltmaßnahmen anschließen, er glaube auch nicht, daß eine solche Besetzung eine Garantie für Zahlungen sei. Es wäre dies nur eine Strafmaßnahme, die aber praktisch nichts einbringen würde. Um Poin- caré entgegenzukommen, hielt Bonar Law einen Gegenvorschlag bereit, der Deutschland drei eventl. sechs Monate Zeit geben will, um seine Budget- und Währungsreform durchzuführen. Die deutschen Industriellen sollten gezwungen werden, eine erste Anleihe von 600 Millionen Goldmark zu unterzeichnen, um hierdurch die Stabilisierung der Mark zu ermöglichen. Der deutschen Regierung würde angedroht werden, daß sie bei Nichterfüllung dieser Verpflichtung mit einer Zustimmung der Alliierten zur Besetzung des Ryhrgebietets rechnen müsse. Auch diese Vorschläge lehnte Poincars ab und erklärte, wenigstens Essen und Bochum besetzen zu müssen. Nunmehr versuchte Mussolini eine Vermittlung und bot Poincars die produktiven Pfänder an, von denen man im August soviel gesprochen hatte, also die Staatsbergwerke im Ruhrgebiet und die Domänenwaldungen am linken Rheinufer. Da Poincars außerdem von Bonar Law das Versprechen erhalten hätte, daß die interalliierten Schulden fallen gelassen würden, so brauchte
fchädigungsfrage unsicher und nicht einheitlich war, und daß gewisse englische Minister mit daran schuld waren, wenn sich Poincares Regie- kung der Illusion hingab, daß der Sturz Lloyd Georges einen völligen Umschwung der britischen Entschädigungspolitik bewirkt habe, und daß Bonar Laws Regierung bereit sei, ihre Faustpfänderpolitik anzunehmen. Der Verlauf der Londoner Konferenz hat diese französische Illusion gründlich zerstört, denn Bonar Law hat Poincars klargemacht, daß auch diese — ------, .
engüsche Regierung dem Gedanken einer -W sMex.. Kammer nicht mit leeren^ Hansen Setzung nicht freundlicher gegenüber steht als gegenüberzutreten. Poincars ging aber auch
Biegung nicht freundlicher gegenüber steht als ihre Vorgängerin und als die Washingtoner Regierung. Zu dieser Festigung in der englischen Politik haben wohl sicher zwei Umstände sehr beigetragen, der nämlich, daß Washington überraschend aus seiner Reserve heraustrat und Hann ein nicht mihzuverstehendes Rühren der öffentlichen Meinung, wie es in der Presse, im llnterhause und in der City zum Ausdruck kam. Bonar Law hat die Poincarssche Forderung in feder Modalität abgelehnt, d. h. England will die Besetzung des Ruhrgebiets weder als produktives Pfand noch als Druckmittel zugeben. Vie gegenwärtige Verhandlungspause wird nun von den alliierten Regierungen zweifellos dazu benutzt werden, um eine Annäherung der ver- Wedenen Auffassungen und den Weg zu einem Kompromiß zu suchen. Ob die Annäherung ge- Mgen bezw. der Weg gefunden werden wird, steht noch dahin, j •
gegenuberzutreten. Poincars ging aoer aucy auf diesen Vermittlungsvorschlag nicht ein. Es war den verbündeten Ministerpräsidenten nicht möglich, zu einem definitiven Beschluß über die augenblicklichen Erfordernisse zu kommen und es wurde entschieden, die Unterhaltungen der Ministerpräsidenten am 2. Januar des kommenden Jahres in Paris fortzusetzen und zwar mit einer derartigen Beschleunigung, daß sofort hinterher die geplante Vollkonferenz stattfinden und es ihr ermöglicht werden kann, ihre Entscheidung noch vor dem 15. Januar zu treffen.
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Die Gründe -er Vertagung.
"London, 11. Dezbr. Die Konferenz der »lluerlen Ministerpräsidenten ist heute abend P0ne Ergebnis abgebrochen und bis Januar vertagt worden. Der entscheidende Md ist. daß die englische Regierung, unter- Mt von Mussolini, den Plan Poincares zur Eichung des Ruhrgebietes ablehnt. Selbst das husche Angebot, in der Schuldenfrage enl- Mgenzukommen, änderte Poincares Sinn nicht. M Auftreten machte einen sehr schlechten Ein- Die Konferenz wählte die mildeste Form, um ihr Scheitern festzustellen. Dieselbe Rücksicht- ^yme dürfte auch in der Oeffentlichkeit an-
">J^^on weil die Fortdauer der Lau- Ä Konferenz ein englisch-französisches Zer- ?M zuläßt. In Anbetracht des Haupl- für den Abbruch spielt es keine wichtige l^> daß die Alliierten einmütig die denk- ^" ^ orschläge ab lehnten; denn e-^?^uket nur, daß die Alliierten irgend fL®, Gegenstand brauchten, um ihre Linheils- E töQr Zu machen. Auch die englischen waren allerdings von dem Dorschlag nur ^.degeistert. Die Treasury interessiert sich ola»- ^ne definitive Regelung nebst einem r-b ^âEorium. Wenn Engèg/d bei der mitsiimmke, bedeutet dies aber kei- ii*f re3’ daß Deutschland nach englischer An- Dnn„„ mu Moratorium zu wenig anbiete. Dorins” sprang Poincars auf, bevor er die e Uprüsk, um sie als nahezu persid zu hkbl-n".. Einsichtige alliierte Beobachter ver- ^L? "icht. daß für Poincars heute jeder V orschlag ein Anverschämtheit ist.
den Verlauf der letzten Sitzung er= tiw m^I,?richdem die Beratung der post- Mar r^0^ d9e der Reichsregierung beendet Bebflnw L wan sich wieder Poincares Haupt- der Ruhrbefetzung zu. Der u Ministerpräsident betonte natürlich, Üüd Wr e Zögern das Ruhrgebiet besetzen
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Die amtlichen Kommuniques.
Paris, 11. Dezbr. Heute wurde folgender amtlicher frangöfifAer Bericht ausgegeben: Die französische Abordnung wird London Dienstag früh verlassen. Die alliierten Minister prüften mit der größten Sorgfalt das Reparationsproblem und das damit zusammenhängende Problem der interalliierten Schulden. Die Vorschläge für eine Regelung des Reparationsproblems, die der deutsche Reichskanzler vorlegte, sind gleichfalls geprüft worden, doch wurde dabei einstimmig anerkannt, daß diese Pläne nicht als genügend angesehen werden könnten. Wegen der geringen Zeit, über die die alliierten Minister verfügen, war es nicht möglich, endgültige Beschlüsse über die Fragen zu fassen. Daher beschlossen die alliierten Ministerpräsidenten, am 2. Januar eine neue Konferenz in Paris abzuhalten. Eine gleich darauf stattfindende Vollsitzung wird über die Gesamtheit der Fragen beschließen, die in London geprüft wurden, und zwar soll die Entscheidung noch vor dem 15. Januar getroffen werden.
London, 11. Dezbr. Um 7 Uhr abends wurde folgendes englisches Kommunique ausgegeben: Die alliierten Premierminister haben sorgfältig den augenblicklichen Stand des Reparationsproblems und auch die damit zusammenhängenden Fragen der interalliierten europäischen Schulden untersucht. Der Plan für eine Än- terimsvereinbarung bezüglich der Reparationen, der von dem deutschen Reichskanzler unteroreitet wurde, wurde auch erwogen. Er wurde jedoch einstimmig für unbefriedigt erachtet. Es war den alliierten Premierministern in der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich, zu endgültigen Beschlüssen in den in Betracht kommenden bedeutsamen Fragen zu gelangen. Unter diesen Umständen wurde beschlossen, die Unterredungen zwischen den alliierten Premierministern in Paris am 2. Januar fortzusetzen, um der Vollkonferenz zu ermöglichen, unmittelbar darauf zusammenzutreten, um vor dem 15. Januar zu endgültigen Entscheidungen in den gesamten in London erörterten Fragen zu gelangen. .
Die Antwort auf die Sühristtsks.
Berlin, 11. Dezbr. Der Wortlaut der Antwort der Reichsregierung auf die Note der Bot-
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w ^ollmien errichten müsse. Bonar Law liess schafterkomerenz vom 30. November wird nun-
mehr in Berlin veröffentlicht. In der deutschen Antwort wird nochmals an Hand umfangreichen Tatsachenmaterials, das in besonderen Anlagen zusammengestellt ist, der Sachverhalt der Zwischenfälle in Stettin, Passau und Ingolstadt geschildert, und für alle 3 Fälle genau angegeben, in welchem Umfange sich die deutschen Behörden und insbesondere auch die Regierungsstellen entschuldigt haben. Es heißt dann weiter, die deutsche Regierung sei der Ansicht, daß die hiermit geleisteten Genugtuungen vorbehaltlich einer angemessenen Vergütung für den geringen tatsächlichen Schaden eine dem internationalen Abkommen entsprechende ausreichende Sühne darstellt. Die Botschafterkonferenz hat sich jedoch veranlaßt gesehen, in ihrer Note vom 30. November noch weitere Geldforderungen zu stellen. Die Note betont in aller Form, daß die von der deutschen Negierung abgegebenen Erklärungen den verlangten Ausdruck der Entschuldigung umfassen und mit enthalten. Nach der Reichsverfassung liege die Vertretung Deutschlands und der Länder nach außen lediglich dem Reiche ob. Da die Erklärungen der Reichsregierung in Ausführung dieser Obliegenheiten abgegeben feien, bliebe für die Erklärung der beteiligten einzelstaatlichen Regierungen kein Raum mehr. Weiter heißt es in der Note, das weitere Verlangen nach Entlassung der Bürgermeister von Passau und Ingolstadt geht von einer unzutreffenden Voraussetzung aus. Diese Bürgermeister sind keine Staatsbeamten, sondern freigewählte Organe der Selbstverwaltung und können daher auch in ihrer Eigenschaft als Polizeichefs weder von der bayrischen noch von der Reichsregierung ihrer Stellung enthoben werden. Schließlich will die Note dèr Botschas- terkouferenz den Städten Passau und Ingolstadt eine-Buße von je SQ0 000 Goldmark auferlegen. Die deutsche Regierung vermag diese Forderung nicht als berechtigt anzuerkennen. Das Völkerrecht kennt in Friedenszeiten eine solche Bestrafung von Gemeinden nicht, und zu dem verursachten Schaden steht die Höhe der geforderten Summe in keinem Verhältnis. In dieser Hinsicht genüge ein Hinweis auf die Geringfügigkeit der Entschädigung, die im besetzten Gebiet für viel schwerere Verfehlungen gegen Reichsangehörige zugebilligt zu werden pflegen. Uebri- gens würden die beiden Städte weder die Mittel noch einen Kredit haben, eine Summe von je einer Milliarde Mark aufzubringen. Um jedoch die deutschen Volksgenossen in der Pfalz und im Rheinland vor angedrohten und unverschuldeten Zwangsmaßnahmen zu schützen, stellt die deutsche Regierung von sich aus die geforderte Summe von 1 Million Mark zur Verfügung.
Die -euifche AnIworl ans die Eniwaffnungsnole.
Berlin, 12. Dezbr. In der gestern der Botschafterkonferenz in Paris übergebenen Note der Reichsregierung betreffend die Entwaffnungsfrage heißt es u. a.:
Die alliierten Regierungen gehen von der Ansicht aus, Laß feit mehreren Monaten eine Verzögerung in der Ausführung der militärischen Bestimmungen des Friedensvertrags eingetreten fei. Diese Ansicht vermag die deutsche Regierung nicht zu teilen. In den letzten Monaten find allerdings in die Augen springende Fortschritte in der Abrüstung nicht mehr hervorgetreten; dies hat jedoch seinen Grund ausschließlich darin, daß
die Entwaffnung Deutschlands beendet
ist und zwar nicht nur im Rahmen des Vertrags von Versailles, sondern auch darüber hinaus nach Maßgabe der durch das Londoner Ultimatum erweiterten militärischen Bestimmungen dieses Vertrages. Deutschland darf für sich in Anspruch nehmen, die ihm auferlegte Abrüstung in einem solchen Umfange und mit solcher Schnelligkeit durchgeführt zu haben, daß die Abrüstung nicht nur im Lichte der Weltgeschichte als gewaltige Leistung dastehen wird, sondern daß sie auch nach dem Sinn und dem Wortlaut des Versailler Vertrags eine erschöpfende Ausführung dieses Vertrags darstellt. Die deutsche Regierung hat auch nicht, wie die Botschafterkonferenz annimmt, eine erhebliche Anzahl von Fragen in der Schwebe gelassen, sie hat vielmehr lediglich gegen Forderungen der interalliierten Mil'itärkonimisfion, die sie für unbegründet hielt, bei den alliierten Regierungen Widerspruch erhoben und um einé sachliche Stellungnahme gebeten, die bisher nicht erfolgt ist. Daher liegt auch keine Obstruktion deutscher Unterorgane vor, sondern die deutsche Dienststellen haben sich gemäß der Anweisung an die Bestimmungen des Versailler Vertrags zu halten ausschließlich auf strittigem Gebiete, wo
eine endgültige Entscheidung nicht getroffen war, den Forderungen nicht Folge gegeben und nicht geben können. Sollte von örtlichen Dienstt stellen darüber hinausgegangen und entgegen den deutschen Gesetzen und den Anweisungen der Regierung eine Obstruktion erfolgt sein, so bittet die deutsche Regierung um Mitteilung bei Fälle und erklärt sich schon jetzt bereit, die er. forderlichen Maßnahmen zur Beseitigung solcher Widerstände zu treffen. Soweit die von den alliierten Regierungen in fünf Punkten zusammengefaßten Hauptforderungen noch in der Schwebe geblieben sind, liegt das daran, daß sie Fragen betreffen, die mit den Lebensnot» Wendigkeiten der deutschen Volkswirtschaft sowie mit der Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung im Reichsgebiet aufs engste verknüpft sind. In diesem Zusammenhang muß die deutsche Regierung darauf hinweisen, daß das deutsche Volk sich in den kommenden Monaten angesichts der außerordentlich erschwerten Ernährungslage
innerpolikischen Schwierigkeiten
gegenübergestellt sehen wird, deren Auswir» kungen sich gegenwärtig noch in keiner Weise übersehen lassen und die es notwendig machen, einerseits die deutsche Volkswirtschaft vor neuen schweren Erschütterungen zu bewahren, anderseits die zur Aufrechterhaltung eines geordneten staatlichen und wirtschaftlichen Lebens noch verbliebenen Mittel zusammenhalten. Wenn die deutsche Regierung das Grundproblem lösen will, von dem die Gesundung nicht nur Deutschlands, sondern Europas abhängt, nämlich das Reparationsproblem, dann muß sie die gesamten Wirtschaftskräfte Deutschlands zusammenfassen. Die Steigerung der Produktion ist dabei die wichtigste Aufgabe. Diese kann nicht erfüllt werden, wenn unentbehrliche wirtschaftliche Ausrüstungsgegènstände der Industrie zerstört werden und durch ihre Vernichtung über die konkreten Fälle hinaus eine Un« sicherheit in die gesamte wirtschaftliche Produktion hineingetragen wird. So handelt es sich bei den unter dem Titel Umstellung der Fabriken jetzt noch strittigen Punkten um Dinge, die sowohl für die industrielle als auch mittelbar für die landwirtschaftliche Produktion unentbehrlich sind. Sie müßten daher im Falle der Zerstörung unverzüglich neu hergestellt werden. Die Folge davon wäre, daß die Industrie, statt sich rein produktiven Aufgaben widmen zu können, sich zunächst der Wiederherstellung der für die eigentlichen Produktion notwendigâr Hilfs- mitel zuwenden müßte. Die deutsche Regierung hat selbst an der Regelung dieser Frage das größte Interesse, um endlich
von der unproduktiven Tätigkeit der Zerstörung zu der positiven Arbeit des Wiederaufbaus
der Wirtschaft übergehen zu können. Soweit hiernach bei den fünf Punkten wirtschaftliche Interessen in Betracht kommen, hat die deutsche Regierung sie unter Bezugnahme auf die eiw zelnen Punkte in Anlage Ib behandelt.
Hinsichtlich der rein militärischen Fragen steht die deutsche Regierung, wie bereits früher mehrfach ausgeführt, auf dem Standpunkt, daß sie in der Erfüllung der militärischen Bestimmungen aus dem Vertrag von Versailles erheblich über das hinausgegangen ist, was nach dem Wortlaut dieses Vertrages von ihr gefordert werden konnte. Sie ist aber auch in dieser Frage zu weitgehendem Entgegenkommen bereit, da sie selbst das Bestreben hat, die Tätigkeit der interalliierten Kontrollkommissionen zum Abschluß zu bringen. Die deutsche Regierung hat in der Anlage II die noch nicht erledigten militärischen Fragen dargestellt unÖ| ist dabei auf alle von den interalliierten Kon^ trollkommissionen bisher zur Sprache gebrachten Einzelfälle eingegangen, um die Botschafterkonferenz von ihren Gründen zu unterrichten und ihr Gelegenheit zu geben, diese Gründe auch im einzelnen zu würdigen. Sollten die Ausführungen dieser Anlage nach der Auffassung der alliierten Regierungen noch Lücken aufweisen, so hat die deutsche Regierung den dringenden Wunsch, hierüber eine umfaßende und abschließende Aufklärung zu erhalten. Sie ist aber überzeugt, daß die alliierten Regierungen nach Prüfung des .gesamten Materials erkennen werde, daß die d e u t s ch e R e g i e r u n g die Bestimmungen des Versailler Vertrags in keiner Weise zu umgehen sucht, sondern alles in ihren Kräften stehende g e t a n h a t und tut^ um sie loyal zu erfüllen.
Dollar (10 Mr mm.) 8400>