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General-Anzeiger
Amtliches Organ für El«- und Landkreis Kana«
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage
- MsMüD ösN 11. Dezemdsr
1922
Die LonLoyer Konferenz.
gilt deutscher Schritt in London. — England widerspricht den französischen Khèinlandptönsn. — England verzichtet auf sein Guthaben an die Alliierten?
Herabsetzung der deutschen Gesamtschuld auf 50 Milliarden?
fieber den Verlauf der Londoner Konferenz ter alliierten Ministerpräsidenten, die am Samstag ihren Anfang genommen hat, liegen bis jetzt nur äußerst dürftige Berichte vor und biese wiederum nur von französischer Seite, fo= daß bei Beurteilung der Lage eine gewisse Vorsicht am Platze ist. Aus den uns vorliegenden Meldungen glauben wir zwei sehr wichtige Tatsachen als feststehend herausschälen zu können, nämlich: der französische Wunsch nach Besetzung des Ruhrgebietes ist auf entschiedenen Widerspruch Englands gestoßen und andererseits ist England bereit, Frankreich als Kompensation für den Verzicht auf die Durchführung seiner gegen das Rheinland und das Ruhrgebiet gerichteten Absichten weitgehende Zugeständnisse in der Frage der Kompensierung der interalliierten Schulden zu machen. Der Widerspruch Englands gegen Poincarès Politik der produktiven Pfänder soll allerdings nach der französischen Darstellung nur eine bedingte sein, i. h., England lehne die Besetzung des Ruhrgebietes für den Augenblick ab, sei aber bereit, sie als Sanktionsmaßnahme in Aussicht zu nehmen für den Fall, daß Deutschland die englischerseits an die Bewilligung eines Moratoriums geknüpften Bedingungen, die vor allem in einer sehr weitgehenden Kontrolle bestehen sollen, innerhalb der ihm gestellten Frist nicht restlos erfüllt haben sollte. Ob das Entgegen- iommer! ^onar Laws nun Poiucarâ oerau- laffen wird von feiner Pfänderpolitik abzusehen, steht noch nicht fest. Die Besprechungen über diese Frag? dauern fort.
Bemerkenswert ist ferner, daß die deutsche Regierung Vorschläge in London überreicht hat die von der Konferenz gestern geprüft und von ihr bereits als unannehmbar bezeichnet worden finb. Auf die Vorschläge selbst werden wir mor-. gen näher-eingehen.
Des erste Sitzung.
Paris, 10. Dezbr. Die erste Sitzung, die am Samstag vormittag stattfand, wurde in der Hauptsache ausgsfüllt von einem Expose Poincarss, worin dieser den bereits bekannten
- französischen Standpunkt
entwickelte: Frankreich ist bereit, Deutschland für die Höchstdauer von zwei Jahren ein M o - ratorium für die Barzahlungen zu gewähren. Während dieser Zeitdauer sollen jedoch die Naturallieferungen, wenn auch in be- Wänktem Umfang, fortdauern. Zu gleicher M hätte die deutsche Regierung innerhalb einer festzulegenden und möglichst kurz bemes- senen Frist gesetzliche Maßnahmen zur 6a» Gerung feiner Finanzen zu treffen, ^er Stabilisierung der Mark soll ein “«bit von 500 Millionen Goldmark, sowie ein wm Bestand der Reichsbank zu entnehmender betrag in gleicher Höhe dienen. Um die Durch- llchrung dieser Maßnahmen zu sichern, soll die ^Hebung einer Abgabein Höhe von 25 Pro- 8en des deutschen Exports sowie der Z ö l l e ourch bi» Alliierten erfolgen. Diese sollen "Usisrdem die Kontrolle über die ^ergwerkg des Ruhrgebietes erhalten.
Donar Law erwiderte mit einer Kritik an der französischen Auffassung, p wichtigste Vorbedingung der Verhandlungen " die Aufrechterhaltung der En- ante, daß man aber ebenso gut wie auf fransöfifclje auch auf die englische "lsantliche Meinung Rücksicht neh- wen müsse. Diese sei jeder Zwangsmaßnahme gegen Deutschland ab- pnpgt Auch England, so fügte Bonar a® hinzu, trägt schwer an den Folgen des ^.stages. Weit davon entfernt, das Deutsche
Don seinen Verpflichtungen entlasten zu i ° will es Zahlungen, aber nach Maßgabe r Möglichkeit erreichen. Die englische Regie-
wäre mit einer verstärkten Finanzkon- pe über Deutschland einverstanden; sie akzep- „^^e^auch die Beschlagnahme von 25 Prozent
m n Ergebnissen der deutschen Ausfuhr und „° beschlagnahme der Zölle, aber sie wäre ,/wt einverstanden mit einer sofor-
9 o n Besetzung des Ruhrgebiets. Hierauf entwickelte Mussolini
_ die ilalieriischen Vorschlägs.
u p^Jloiini überreichte eine Note, in der die inJ11'^ Auffassung enthalten ist, die sich aus Müenden vier Punkten ergibt;
1. Ausgleich der interalliierten Schulden und gleichzeitige Verminderung der deutschen R e p a r a t i o n s s u m 'm e.
2. Zweijähriges Moratorium unter Garantien, die in dem Fall verwirklicht werden sollen, wenn die Vorschriften der Alliierten nicht befolgt werden.
3. Während der Dauer des Moratoriums soll eine erste Anleihe ausgegeben werden, wovon ein Teil für die Stabilisierung der Mark, ein anderer für die Reparationen verwendet werden soll. Der zweite Teil müßte vor allem zur Deckung der belgischen Priorität in Höhe von 550 Millionen Mark Verwendung finden. Außerdem würde eine genügend große Summe zur Verteilung an die übrigen Alliierten zur Verfügung gestellt werden.
4. Nach Wiederherstellung des deutschen Kredits müßte eine größere Anleihe ausgegeben werden, damit eine allgemeine Liquidierung der Reparationen erfolge.
Das infernakionals SchuldenprvSleM.
Paris, 10. Dezbr. In der Samstag-Nachmittagsitzung hat Donar Law das interalliierte Schuldenvroblem angeschnitten. Bonar Law soll die Bereitschaft der englischen Regierung erklärt haben, ohne Rücksicht auf die Haltung Amerikas auf sein Guthaben an die Alliierten zu verzichten, vorausgesetzt, daß ein Opfer die- [er ArtMe GMerMgmdMon,^
Problems erleichtern sollte. Nach dem Bericht des „Echo de Paris" soll Bonâr Law, der mit Rücksicht auf die Opposition der Kreise um Lloyd George, Chamberlain und Balfour zu großer Vorsicht genötigt sei, eine formelle Verpflichtung in dieser Hinsicht noch nicht übernommen haben. Er soll lediglich die bereits vor einigen Tagen im Unterhaus abgegebene Er- > klärung erneuert haben, daß er sich an die Balfour-Note nicht gebunden halte, und er soll weiterhin den Verzicht Englands auf sein Guthaben von dem Zustandekommen einer Verständigung über die Gesamtheit der mit dem Reparationsproblem zusammenhängenden Fragen abhängig gemacht haben. Insbesondere soll Bonar Law dafür folgende Bedingungen gestellt haben: Vertagung der Ruhrbesetzung, Zustimmung : Frankreichs zu einer
Herabsetzung der deutschen Gesamtschuld auf 50 Milliarden Goldmark,
d. h. auf die durch bie Bonds der Serie A und ■ B repräsentierte Ziffer. Frankreichs Schulden belaufen sich auf 11.5 Milliarden Goldmark an England und 11.6 Milliarden Goldmark an ; Amerika. Nach Bonar Law zugeschriebenen Plänen soll Frankreich an England den Gegenwert feiner Schuld in Bonds der Serie C abgeben. Frankreich würde dann allerdings noch immer etwa 30 Milliarden Bonds dieser Serie behalten. Ueber deren eventuelle Annullierung . scheint gestern nicht gesprochen worden zu sein.
Die deutsche Reparalèonsuole.
Berlin, 11. Dezbr. Entsprechend ihrer Absicht, in der Reparationssrage eine Politik d e r A k t i v i t ä k, der Aufrichtigkeit und der geschäftlichen Klarheit zu führen, hat die deutsche Regierung zu Beginn der Konferenz der alliierten Ministerpräsidenten einen Schritt in London unternommen. Sie hat die Dringlichkeit einer endgültigen Lösung der Re- parationsfrage erneut nachdrücklichst betont und um eine solche Lösung durch zweckmäßige Vor- : schlüge anzubahnen, in Ausführung der Rote ■ vom 14. Rovember ein System von inneren und äußeren Anleihen zur Erörterung gestellt. Das dafür zu gewährende Morato- r i u m soll je nach der Höhe des Zeichnungsergebnisses bis zu fünf Jahren betragen. Außerdem so soll Deutschland im Sinne der Roke vom 14. Rovember für die Dauer des Moratoriums von allen sonstigen Lasten des Vertrages von Versailles befreit und seine wirtschaftspolitische Gleichberechtigung wiederhergestâlk werden. Der Ertrag der Ausländsanleihe soll ganz, der Ertrag der Inlandsanleihe zur Hälste der Reparationskommission zur Beifügung sichen. Die andere Hälfte der Inlandsanleihe soll der Stabilisierung der Mark und dem Ausgleich des Reichshaus- Halts dienen.
London, 11. Dezbr. lieber den Inhalt der deutschen Rote wird weiter folgendes besannt: Die Rote ist von einem Brief des Reichskanzlers Dr. Cuno bealeiket. der darin fast bah
Staatssekretär Bergmann, der zufällig in Conbon anwesend sei, der Konferenz alle wünschenswerte Erklärungen geben könnte und daß die beigefügte Rote dazu beilragen könnte, für die weiteren Verhandlungen der Alliierten mit der deutschen Regierung eine brauchbare Grund- läge zu liefern. Die Rote selbst trägt den Titel: „Versuch der deutschen Regierung zur vorläufigen Regelung der Reparationsfraae." Sie besteht aus zwei Teilen und einem Anhang.
Im ersten Teile ist von der Stabilisierung der Mark die Rede und die beulte Regierung schlägt vor, diese Stabilisierung selber in die Hand zu nehmen gegen Bewilligung 1. eines Moratoriums von mehreren Jahren, 2. gegen Anerkennung Deutschlands als eine gleichbe- günffigte Macht im Handelsverkehr durch die Alliierten.
Der zweite Teil der Rote bezieht sich auf die Reparativusfrags. In diesem Teil schlägt die deutsche Regierung vor eine auswärtige und eine innere Anleihe und zwar die letztere sofort aufzunehmen.
Der Anhang ist in drei Teile geteilt und zwar 1. Innere Anleihe: Die deutsche Regierung plant eine solche von drei Milliarden Goldmark zu 4 Prozent und ^ Prozent Tilaungszinsen. Um einen Erfolg zu sichern, beabsichtigt die deutsche Regierung Vorteile für die Zeichner der Anleihe zu bewilligen in der Absicht, damit die Rückkehr von deutschem ft ereifert aus dem Auslande zu begünstigen. Zu diesen Vorteilen ge- ßört die Befreiung von jeder Steuer und Amnestie für die, die unrechtmäßigerweise ihr Geld nach dem Ausland gebracht haben. Die Bezahlung würde in Auslandsdevissn erfolgen und könnte au? den Märkten von Amsterdam, Rew- york. 6ci don oder Zürich erfolgen. Die Hälfte parakfonskommkssion zufli^ßen, die andere Kätfte würde für die inneren Bedürfnisse des deutschen Budgets und bie Stabilisierung der Mark verwandt werden. 2. Auswärtige Anleihe: Die deutsche Regierung schlägt vor, Gutscheine etwa in Höhe von drei Milliarden Goldmark der Reparationskommission zu übergeben, damit diese sie im Auslande platziert. Zinsen und Til- gungszinien werden sofort zahlbar. 3. Als Gegenleistung verlangt dis deutsche Regierung ein Moratorium von Zwei Jahren für alle Zahlungen, die sie schuldet außer für die Sachliefe- rungen, deren Betrag von den Aktiven des deutschen Budgets entnommen würden. Ueber- dies verlangt "die deutsche Regierung für jede weitere Milliarde, die sie über die geplante Zah- lungen hinaus der Reparalionskommission zur Verfügung stellen würde, ein Zusatzmoratorium von einem Jahr. Im ganzen würde der Zahlungsaufschub bis zu fünf Jahren zu betragen haben.
Ablehnung des denlschen Vorschlags.
Paris, 11. Dezbr. Aus London wird berichtet: Die gestrigen Verhandlungen zwischen den alliierten Ministerpräsidenten dauerten bis abends 7 Ahr. An erster Stelle wurden die deutschen Vorschläge, wie sie in der Rote enthalten sind, geprüft. Man kam übereinstimmend zu der Entscheidung, daß diese Vorschläge nicht geignet seien, die Grundlage einer Verständigung zu bilden.
Paris, 11. Dezbr. poincarè, der bereits in der gestrigen Sitzung als erster die deutschen Vorschläge als eine Falle bezeichnete, in die man nicht gehen dürfe und ihre Ablehnung verlangte, hat nach Schluß der Sitzung in einer Aussprache mit Journalisten sich weiterhin über die Unannehmbarkeit der deutschen Botfdjfäge ausgesprochen. Er rügte folgende Punkte: Man nimmt die Pfänder der Zölle, um dafür mit Scheinen zu garantieren, man verspricht den trügerischen Industriellen Straffreiheit, man bietet uns als Entgelt für das Moratorium keine Garantien, keine Pfänder an und man gibt auch keine Mittel, um die deutsche Schuld flüssig zu machen. Wir bekommen nichts oder wir bekommen nur Summen, die niedriger sind als die in den Zahlungsverpflichtungen vorgesehenen jährlichen Leistungen. Es gibt weiter nichts über diese Rote zu sagen, sie spricht zwar nicht von einer Herabsetzung der Gesamkschul- den, aber sie ist trotzdem unbenützbar.
Die öeuMzs Anlwsr! suf das Sühne- vsrZangsn der Gvlenle.
Paris, 10. Dezbr. Havar teilt mit, bie Antwort der beulten Regierung auf bie Rote bet BiH4<fter« konferenz über die Zwischenfälle in Passau und Ingolstadt sei heute nachmittag in Paris überreicht worden. Die deutsche Regierung erklärt, daß fit allein berechtigt sei, die EntschulLigungen auszusprechen, die verlangt werden. Sie erklärte weiter, daß sie die Bürgermeister selbst in ihrer Eigenschaft all Nolireioraane nicht ab
setzen lörttte, d. h-, daß sic keine Beamten seien, sondern gewählte Organe autonomer Verwaltungen. Die deutsche Negierung teilt weiter mit, daß die verlangte Summe von 1 Million Goldmark zur Verfügung der interalliierten Militärkontrollkommission stehe.
Eine Botschaft Kardinqs.
London, 9. Dezbr. In einer Botschaft art den Kongreß sagte Harding über die auswärtigen Angelegenheiten: Das Land habe feinen Einfluß in weitem Maße dazu verwandt, bewaffnete Konflikte weniger wahrscheinlich zu machen. Die Vereinigten Staaten hätten volle Kenntnis von den Anstrengungen, die die Welt zwecks ihrer Wiederherstellung unternehme» Dieser Absicht, die Amerikas Idealen entspreche, werde die Regierung bereitwillig nachkommen, indessen müßte es jeder Ration gestattet sein, auf eigenen Füßen vorwärtszugehen; andernfalls sei ihr internationaler Wert nur gering. Die Welt befinde sich noch immer in einer großen Krise und es sei keine große Redensart, wenn man sage, daß unsere Zivilisation
jetzt auf die Probe gestellt werde. Es besteht wenig Unterschied bezüglich der Rolle, bie ~ ' des
wenig Unterschied bezüglich der Rolle, die Amerika bei der Förderung des F r i e d en s und den Fortschritten der Mensche fielt spielen solle, auch bezüglich der Art und Weise, wie sie gespielt werden soll. Die Ber» einigten Staaten verlangten van niemandendaß er die Verantwortung für sie übernehme? sie übernähmen auch keine Verantwortung, die die anderen selbst tragen müßten, denn andern^ falls würden die Nationen hoffnungslos im Internationalismus versinken. Schließlich sagte Harding, der Krieg machte A m e r i k a zu einer Gläubigernation. Es strebe nicht danach, einen übertriebenen Teil des Goldes der Welt zu haben; es trachte nicht danach, hinter
freuen, die Wahrunastsysteme mreVerKrzkkftsM« und den Handel in jeder Beziehung zu erleichtern, aber nur so, daß es nicht auf die Stufe derer herabsinke, die es emporzuheben suche.
Rewyork, 9. Dezbr. Zu der Botschaft Hardings wird der „Newyork Times" aus Washington gemeldet: Obgleich Harding den- auswärtigenAngelegenheiten nur einen kleinen Teil feiner Botschaft widmete?
tschaft
fanden seine Erklärungen große Aufmerksamkeit. Im Senat waren nach der Verlesung der Botschaft Gerüchte des Inhalts verbreitet, die amerikanische Regierung beabsichtige, eine neue internationale Konferenz einzuberufen oder einen diplomatischen Meinungsaustausch einzuleiten über den Abschluß einer Vereinbarung über die Aufrechterhaltung des Friedens zwischen Mächten, deren Land im Atlantischen Ozean gelegen ist oder an ihn angrenzt. Diese Gerüchte gründen sich auf folgenden Satz der Botschaft: „Das Bier• Mächteabkommen, das jede Wahrfchem» lichkeit eines Krieges im Stillen Ozean ausschließt, stärkte das Vertrauen auf die Erhal- tung des Friedens und ich kann mir wohl den- ken, daß es als Muster dienen werde für ähnliche Sicherungen, wo immer gemeinsame Interessen in Frage kommen." Clemenceau äußerte unter Hinweis an diesen Satz, er ser so etwas wie ein Anfang. Manche legen der, Aeußerung Clemenceaus Bedeutung bei, well er gestern mit Senator Lodge, dem Vorsitzenden des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, speiste.
Die AbriMunffskonserenz in Moskau.
Moskau, 10. Tezör. In der heutigen Sitzung der Abrüstuuaskenfcrcnz wurde die Beratung über bie Vermeidung Ban Angriffen und über dar kchiergerichS teenbet. Er wurde eine allgemeine Einigung erzielt) Die Ablehnung der russischen Antrags, das Schiedsgericht auch auf territoriale Fragen auSzudehnen, flies auf den Protest der litauischen Delegation, die aber? auf Vorschlag Litwinows sich bereit erklärte, nochmals bei idrcr Regierung anzufragen. Nach Punkt 9 be^ russischen Projektes, wonach das Abkommen über die Vermeidung von Angriffen einen Bestandteil bei Ab- rüstnngkabkommenS barstest, wird die Konferenz safort nach Annahme der Abkommens über die Vermeidung von Angriffen eine Kommission für die Frage der Herabsetzung der bewa ffneten Streitkräfte einsetzen. Die hierauf gebildete Kommission setzte auf die Tagesordnung: Frage der Herabsetzung der bewaffneten Streitkräfte, Festsetzung bei Milllär- budgetr, Entmilitarisierung der Grenzzonen, Auflösung irregulirer Mikttärsormationen und sie Frage der Bewaffnung der Scekräste. Am vorläufigen Meinungsaustausch wurde beschlossen, die HöchstzifserL der »rm-e für das Fahr 1923 festzusetzen.
Lollar (10 Mr vorm.) 8300