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General-Anzeiger
Amlliches Organ für Slaöl- und Landkreis Kanav
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertag«
taufen
9r. 289
Samstag den 9. Dezember
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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beibe Teile Hanau a. M. — 3m Falle höherer Gewalt. Streit Miro.. bat bet Bezieher keinen Anspruch auf Lieserung oder Nachlieferung ober auf Rückzahlung bei Bezugs prelle». Für Platzvorschrikt u. Erscheinung-tage bet Änieigen wird keine Gewähr geleistet.
1922
Das AeueRe.
— Nachdem das Reichskabinett bereits gestern nachmittag über die endgültige Formu- liemng der deutschen Antworten in Sachen der Zwischenfälle Passau, Ingolstadt und Stettin sowie der Umwandlung der alliierten Militärkontrollkommissionen in ein Garantiekomitee Beschluß gefaßt hat, werden die Noten heute nach Paris übermittelt werden.
— Die Bank von England beabsichtigt eine Konferenz aller Zenttalbanken einzuberufen, um eine Stabilisierung der Währungen zu erörtern.
— Jm Berliner Schauspielerstreik kam es gestern abend zwischen beiden Patteien zu einer Snigung. Von heute abend ab spielen wieder sämtliche Bühnen.
— Nach der „Morningpost" hat der frühere Sultan die Einladung des Königs Hussein, in Mekka Aufenthalt zu nehmen, angenommen.
— Passitsch, der seitherige Ministerpräsident Jugoslawiens, wurde vom König erneut mit der Kabinettsbildung beauftragt.
Dor London.
Herr Poincare hat einen „großen Schlag" sorgsam vorbereitet. Heute ist der erste Tag der sogenannten Londoner Vorbesprechung der Reparationsfrage bezw. der kommenden allgemeinen Konferenz von Brüssel. Morgen am 10. Dezember läuft das Ultimatum auf Grund der Zwischenfälle in Stettin, Passau und Ingolstadt ab und schließlich hat durch das gleichzeitige und genau übereingestimmte Vorgehen der interalliierten Kontrollkommission die deutsche Regierung nur Zeit bis zum 10. Dezember, um «y neue unerhörte hinsichtlich Schutzpolizei, Ausrüstung der Reichswehr, Vernichtung weiterer Maschinen usw. Stellung zu nehmen. Jede Beurteilung dieser uns absichtlich
erneut beleidigenden und tief demütigenden Vorgänge hat davon auszugehen, daß Poincare und die französische Politik zwar ganz gewiß die treibenbe Kraft für diese Art der Behandlung des militärisch wehrlosen deutschen Volkes ist, daß die entsprechenden Noten oder besser Ultimaten jedoch ebenso durch die anderen alliierten Mächte verantwortlich gezeichnet worden sind. Diese haben also aus von uns nur unvollkommen zu beurteilenden Gründen die von langer Hand her vorbereitete französisch Aktion ausdrücklich unterstützt. Der ganz Ernst der deutschen Lage wird erst dadurch in brutaler Offenheit klar. Die Reichsregierung hat in diesen Tagen mit Recht eine volle Aktivität entfaltet und es darf erwartet werden, daß ihre Stellungnahme sich mit der des überwiegenden Teiles des deutschen Volkes decken wird, â Vordergrund steht bei weitem die Frage der R e p a r a t i o n, — das andere ist Beiwerk, w sehr es auch unserem nationalen Gefühl ins Gesicht schlägt und so sehr wir geneigt sein sirögen, einmal unseren inneren Gedanken freien Lauf zu lassen und klipp und klar auszu- iptedjen, welche Empfindungen solche Behand- ung bei uns auslöst. Von dieser Gesamtein- sièllung aus werden wir also die bald zu ver- °sfentlichende deutsche Antwort Hinsichtuch der Zwischenfälle und der weiteren Forderungen der militärischen Kontrollkommission zu beurteilen haben.
Sie Note vom 13. November an die Repa- ationstommiffion war die letzte, was die abgetretene Regierung vollbrachte. In programmatischer Erklärung stellte sich auch die neue Legierung Cuno auf den Boden dieser Note. Seitdem gestaltete sich unsere innere Lage von ~a9 zu Tag immer bedrohlicher und seitdem haben auch draußen in der Welt sich gewisse Änderungen vollzogen und gewichtige 6in= !‘U|fe sich geltend gemacht. In letzter Stunde hat !>ch daher die Regierung entschlossen, den »Rahmen der Note vom 13. November" "nrd) weitere deutsche Vorschläge auszufüllen.
bewußter Verdrehung der Tatsachen oder M tatsächlicher Verkennung der Absichten der bauen deutschen Regierung — jedenfalls hat in Frankreich und in England in weiten Greifen sich durch das erste Auftreten der Re- gierung Cuno in der Reparationsfrage ent- “Ml gefühlt. Auch wenn wir in Deutschland
, cht annehmen, daß das Wort Loucheurs: ? „aber Sicherheiten als Reparation", oder ausgedrUckt „Lieber Deutschland schwächen womöglich zerschlagen, als das Repara- ' ""bproblem einer vernünftigen, wirtschaft- ajen Regelung zuzuführen", im Großen und ganzen und grundsätzlich das Leitmotiv jeder banzosischen Politek ist. so dürfen wir deutscher-
bis zum letzten Augenblick doch nichts unterlassen, was der Verwirklichung der fran-
e
er ganze
ipfindungen solche Behand- ift. Von dieser Gesamtein-
dieser Grundlage sei in London etwas zu erreichen. .
Der „Petit Parisien" stellt gelegentlich der Abreise Poincarës nach London fest, daß die Verbündeten in London sich über drei Fragen schlüssig zu werden haben: 1. Kann die deutsche Schuld endgültig vermindert werden? 2. Soll man ein Moratorium gewähren? 3. Unter welchen Bedingungen könnte man sich zu einem Zahlungsaufschub breit erklären?
Belgien für eine internationale Anleihe?
Paris, 9. Dezbr. Die belgischen Minister Theunis und Jaspar sind gestern früh in London angekommen und haben Bonar Law ihren Antrittsbesuch gemacht. Einer Brüsseler Meldung zufolge wird Theunis den Plan einer internationalen Anleihe auf der Grundlage von Garantien, die von allen Seiten angenommen werden könnten, entwerfen.
Ueber die Anwesenheit mehrerer
zösischen Ziele, insbesondere hinsichtlich Rhein und Ruhr, Hindernisse zu bereiten geeignet ist. Es kann kaum einem Zweifel unterliegen, daß noch vor ganz kurzer Zeit gelegentlich des Zusammentreffens Poincares, Mussolinis und Lord Curzons in Lausanne tatsächlich Vorbesprechungen in der Reparationsfrage stattgefunden haben, deren Ergebnis die französische Politik zur Annahme verleitet hat, sie habe nun endlich freie Bahn und für Zwangs- und sonstiae felbständige Aktionen seitens ihrer Alliierten keinerlei Einspruch mehr zu befürchten. Inzwischen haben sich aber die Dinge etwas geändert und die Meldung aus Paris, daß dort „die Regierung Bonar Laws als weniger günstig für die französischen Interessen angesehen würde, als zuerst gedacht wurde, hat viel Wahrscheinlichkeit für sich. Besondere Hoffnungen und Illusionen daraus für Deutschland jetzt schon abzuleiten, wäre sicherlich verfrüht. Hier soll nur ganz nüchtern festgestellt werden, daß der vorher erwähnte, seit langem sorgsam vorbereitete „große Schlag Poincarès" auch jetzt noch des Gelingens nicht sicher ist. Wir begrüßen es entsprechend unseren bisherigen wiederholt in der Oeffentlichkeit vertretenen Vorschlägen, mit besonderer Genugtuung, daß die deutsche Regierung zum Entschlusse gekommen ist, trotz unserer sich immer schneller steigernden wirtschaftlichen und finanziellen Notlage durch positive und vielleicht auch für die internationale Finanz verwertbare weitere Vorschläge über den zunehmenden Fatalismus ihrer Vorgängerin hinaus das Reparationsproblem an seiner tief sten Wurzel anzupacken und aufs Ganze zu gehen!
Der Standpunkt Poincarès.
Paris, 8. Dezbr. Herr Poincare läßt zur dip-
)en Korsteren^ durch ow dem Quai d'Orsay nahestehende Presse noch einmal verkünden, daß er nicht die Absicht habe, sich auf die von der englischen und belgischen Regierung gewünschte Generaldiskussion des Reparationsproblems bereits in London einzulassen. Herrn Poincarès Standpunkt ist unverrückt derart, daß angesichts der Unmöglichkeit, in der Frage der interalliierten Schulden zu einem Arrangement zu gelangen und angesichts der augenblicklichen Aussichtslosigkeit der Mobilisation der deutschen Schuld auf dem Anleihewege nur die Frage eines Moratoriums akut sei und Frankreich nur unter den-bekannten Bedingungen ein Moratorium gewähren könne.
„Frankreich habe nichts zu befürchten," schreibt heute abend der „Temps". „Es kann auf die Durchführung der jüngst gefaßten Beschlüsse unterkeinenUmständen ver -
zichten, und es hat dabei das Recht auf seiner Seite. Versionen, daß Frankreich geneigt sei, in eine Herabsetzung der deutschen Schuld einzuwilligen, ohne gleichzeitig eine Kompensierung der alliierten Schulden zu erlangen, sind irrig. Ein Moratorium aber ist ausgeschlossen, wenn Frankreich nicht als Pfand dafür die Verfügung über die deutschen Kohlen erhält. Erst im Besitz des Ruhrgebietes habe der Versuch einer finanziellen Sanierung Deutschlands Aussicht auf Erfolg.
Zu den angekündigten deutschen Vorschlägen schreibt das Blatt, sie kämen zu spät, um wirklich aufrichtig gemeint zu sein. Trotzdem werde Frankreich jeden deutschen Vorschlag mit gebührender Aufmerksamkeit prüfen, da ein solcher aber notwendigerweise offen oder versteckt ein Moratorium in sich schließe, bleibe der französische Standpunkt unverändert: Kein Moratorium ohne Pfand! Nur auf
amerikanischer Botschafter in London liegen verschiedene Erklärungen vor. In englischen Kreisen wird dieses Zusammentreffen als zufällig angesehen und die Vermutung ausgesprochen, daß sich die Amerikaner an den Ministerbesprechungen in keiner Form, auch nicht als Beobachter beteiligen werden. Dagegen heißt es in einer Havasmeldung, daß die amerikanischen Botschafter aus Berlin und Brüssel nach London gekommen seien, um über die Zustände in den Ländern zu berichten, in denen sie beglaubigt sind. Dieser Meldung zufolge soll auf amerikanischer Seite die Absicht bestehen, die Haltung der amerikanischen Staaten bei Gelegenheit der Ministerbesprechungen, wenn auch vielleicht außerhalb ihres Rahmens, darzulegen. Die englische Regierung, die eine Ver- bindung der Reparationsfrage mit der Frage der interalliierten Kriegsschulden als notwendig ansieht, soll indessen einer amerikanischen Intervention in der hier angedeuteten Form nicht abgeneigt sein.
Vor einer Dankkonferenz in London.
London, 9. Dezbr. In Verfolg eines auf der Konferenz von Genua gemachten Vorschlages beabsichtigt die Bank von England eine Konferenz aller Zentralbanken einzuberufen, um eine Stabilisierung der Währungen zu erörtern. Man hofft, daß diese Konferenz bald zusammentreten wird.
Das Sühneverlanyen Der Entente.
Berlin, 9. Dez. Die deutsche Antwort auf E i'rrnxFiliale lneraussorderung wegen der
nicht fertiggestellt, doch verlautet, daß sie am Montag in Paris überreicht werden wird. Der Inhalt wird dann am Montag gleichzeitig in Paris und Berlin bekanntgegeben. Die Gerüchte, daß die Reichsregierung auf Grund einer sozialdemokratischen Intervention beschlossen habe, die von Poincarè als Sühne für die Vorfälle in Passau und Ingolstadt verlangte eine Million Goldmark zu zahlen, werden an amtlicher Stelle als tendenziös bezeichnet. Weiter wird Wert auf die Feststellung gelegt, daß es nicht allein darauf ankomme, o b man sich entschuldige und o b gezahlt werde, sondern auch darauf, in welcher Form die Note das Bedauern aussprechen wird, und welche Gründe sie d arlegen werde, um den Zahlungsansprüchen eventuell entgegenkommen zu können. Daß die Reichsregierung in der Angelegenheit die Initiative ergriffen hat und sich auf den selbstverständlichen Standpunkt stellt, daß es sich in der ganzen Frage um eine Reichssache und nicht um eine bayerische Angelegenheit handle, wird im sozialistischen Lager übel vermerkt. Bei dem bekannten Standpunkt der Sozialdemokratie Bayern gegenüber möchte man den Bayern am liebsten die volle Verantwortung für die Vorfälle in Ingolstadt und Passau zuschieben, und die Führer der beiden Flügel der Sozialdemokratie, Hermann Müller und Breitscheid, sollen dem Außenminister v. Rosenberg erklärt haben, daß die Sozialdemokraten gegen eine solche Lösung des Problems die ernstesten Bedenken haben.
ZRündjeti, 8. Dez. Der Stadtrat I n g o l - t a d t hat unter Zustimmung aller P a r - eien gestern gegen die Sühneforderung eierlich protestiert. Bürgermeister Dr. Gruber erklärte, Polizei und Stadtrat seien von dem Eintreffen der Ententekommission nicht verständigt gewesen und hätten erst einige Stunden nach dem Vorfall Mitteilung erhalten. Nur blindeste Wut der Feinde könne die Triebfeder der Forderung sein. Vor aller Welt müsse daher gegen ein solches, von furchtbarem Haß diktiertes Vorgehen in der schärfsten Form protestiert und die Bußforderung abgelehnt werden. Die Arbeiterparteien erklärten nach der „Bayerischen Staatsztg.", sie wollten durch die Internationale auf ihre Genossen in Frankreich und England einwirken, „damit die Strafe erlassen" werde.
Lloyd Georges Anklagen gegen die französische Atzernlanöspolilik.
Berlin, 9. Dezbr. Die angekündigten Artikel Lloyd Georges über die internationale Politik sind heute zum ersten Male in den großen Blättern der alten und neuen Welt erschienen. Für Deutschland hat die „Deutsche Allgm. Ztg.", für Frankreich das „Journal" das Abdrucks- recht dieser Artikel erlangt. Der erste Artikel trägt die Ueberschrift: „Der Pakt mit Frankreich". Das „Journal" schrieb gestern abend —
wie der Pariser Korrespondent der „leie« graphen-Uniow' meldet, eine Vorbemerkung, in der es heißt, daß Frankreich das Recht habe, in biefm Artikel den ganzen heftigen Kampf kennen zu lernen, der sich hier gleich zu Beginn in einer fürchterlichen Anklage» fchriftgegendiefranzöfifchePoli. t i k und ihre Leiter abspielt. Dieser erste Artikel lasse die ganze Heftigkeit dieses Kampfes voraussehen. Lloyd George wendet sich zunächst gegen den französischen Chauvinismus im allgemeinen und Clemenceau im besonderen, betont die Tatsache, daß Millionen Deutscher im Rheinland unter fremder Macht stehen und bezeichnet die Gefahr, daß die 15jährige Besetzung ins ungemessene verlängert wird, als tatsächlich bestehend. Komme sticht bis zum Ablauf der 15jährigen Frist ein Kabinett zustande, das dem Chauvinismus widerspricht, dann sei der Friede der Welt in Frage gestellt. England und Frankreich können allein die Katastrophe aufhalten. Besonders eingehend beschäftigt sich Lloyd George mit b6r Bemerkung Clemenceaus, daß England hinsichtlich der Garantie für Frankreich gegen einen deutschen Angriff sein Wort nicht hielt. Lloyd George habe in Cannes Briand schriftlich ein Angebot gemacht, doch sei Englands Angebot mit Verachtung zurückgewiesen worden, weil Frankreich bei Abschluß dieses Vertrages jede Möglichkeit für die Annektion des linken Rheinufers geschwunden war. Lloyd George schließt mit dem ernsten Appell an Amerika, daß es rechtzeitig ein tätiges.Interesse an der Entwicklung nehme, die sich am Rhein vollziehe. Besonders hervorzuheben verdient, daß Lloyd George wiederholt Frankreichs Unrecht am Rhein geißelt und daß er sich ehrlich bemüht, die Gefühle und jenen heißen Zorn der Unterdrück-
co-ge müßte zu seiner Amtszeit noch den Mut gefunden haben, sie auszusprechen. D. Red.)
Paris, 9. Dezbr. Das „Journal" begleitet den ersten Artikel Lloyd Georges mit einem Nachwort, worin es den englischen Exministerpräsidenten als einen Agent-Provokateur der deutschen Revanche nennt und das Erscheinen dieses ersten Artikels gerade an dem Tage, an dem Poincarè nach England kommt, als ein gewolltes Zusammentreffen bezeichnet.
Politische Tagesberichte.
— Seine Umbildung der preußischen Post- 3ei. An verschiedenen Stellen treten Gerüchte auf des Inhalts, daß eine erneute Umbildung der preußischen Polizei verbunden mit zahlreichen Personalveränderungen im Gange sei. Es besteht Anlaß zu der Annahme, daß diese völlig aus der Luft gegriffenen Ausstreuungen auf gewisse Elemente zurückzuführen fmb,. die ein Interesse daran haben, in die Polizei- Beamtenschaft Beunruhigung hineinzutragen, um so ihre dunklen Pläne besser verfolgen zu können. In Wirklichkeit bleibt der in Durchführung begriffene Organisationsplan vom Mai 1922 maßgebend. Die durch ihn bedingte Personalveränderungen sind im wesentlichen bereits verfügt.
— Das ungeheure Anschwellen der Teurung. Die vom sächsischen statistischen Landesamt fest- gestellten Teuerungszahlen haben im November wie in allen anderen Teilen des Reiches so auch in Sachsen eine bisher noch nicht dagewesene Steigerung erfahren. Die durchschn. Teuerungszahl in Dresden, Leipzig, Chemnitz, Grimma, Bautzen, Annaberg, Auerbach und Sebnitz be« trug 36 888 Mark gegen 17 361 im Oktober. Das ist eine Steigerung um 112,5 Prozent gegen 67,5 Prozent Steigerung vom September zum Oktober! Die Indexziffer für Ernährung, Heizung, Beleuchtung und Wohnung betrug im Oktober 19 130, im November 40 626. Die Preise sind also aufs über 400fad)e gestiegen, die Lebensmittel sogar aufs S60fache, die Preise für Bekleidung aufs 691fache! Der Gesamtindex für alle von der Teuerungsstatistik erfaßten Lebensbedürfnisse einschließlich Bekleidung betrug 44 689, im Reich 44 610.
— Vergellungshinrichlung von vier irischen Rebellenführern. Ein offizieller Bericht aus denl Hauptquartier des irischen F-'istaates in Duo. lin besagt, daß vier Rcbsllenführer gestern früh hingerichtet wurden. Der Bericht fügt hinzu, daß die Hinrichtung eine Vergeltung für die E" mordung des Kommandeurs Jean Hales sei und eine Warnung für die, die sich zu Anschlagey gegen das Leben von Vertretern des irischen Volkes verschworen hätten.
Dollar (10 Ahr vorm.) 8000