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General-Anzeiger

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U. 282

Frewg den 1. Dezember

1922

Das Neueste.

- Die Londoner Konferenz der alliierten Mi- «jstewräsidenten ist für den 9. Dezember festgesetzt gerben.

- Das amerikanische Staatsdepartement gibt besannt daß die amerikanischen Truppen aus Mtigen auhenvolitischen Gründen" am Rhein Mafien werden.

- König Georg von Griechenland wird von der Wâlutionären Regierung in seinem Palais ge­sungen gehalten.

- DemSecolo" zufolge ist der Nobelvrei» für den Frieden dem ehemaligen Ministerpräsidenten Nitti zugesprochen worden.

- Das HandelsunterseebootU-Deutschland". las im Kriege den atlantischen Ozean durchquerte, ist gestern auf einer Versteigerung für 200 Pfund »ersauft worden.

Eine neue Abrüstungskonfesenz.

ImEcho de Paris" wurde kürzlich darauf hingewiesen, daß auf der Abrüstungskonferenz in Washington am 4. Februar die Vereinigten Staaten, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan aufgefordert worden seien, eine Kommission zur Prüfung der zurzeit noch be­stehenden Gesetze und Gebräuche des Krieges zusammentreten zu lassen. Da diese noch aus der Zeit vor 1914 stammten, so erfordere der mck- derns Krieg zweifellos manche Aenderungen. Es verlaute, daß sich diese Kommission im Haag im Dezember versammeln werde. Man werde sich in erster Linie mit der Anwendung der ge­waltigen modernen Zerstörungsmittel beschäf­tigen müssen. Es handele sich um die Verwen­dung der Flugzeuge außerhalb der Kampfzone uftb' befonbers des Kampfgases, das zwar in âAyjKton verboten worden fei, aber ein äußerst bedrohliches Kampfmittel bilde, da Deutschland am Rhein ein furchtbares chemi­sches Arsenal unterhalte. Der Artikel 171 des Versailler Vertrages bleibe dagegen machtlos.

Bekanntlich dient das Schreckgespenst der deutschen Chemie den Franzosen und Englän­dern stets als Vorwand, um trotz aller Verein­barungen von Washington sich eingehend auf den Gaskrieg vorzubereiten. Zu dem bekannten Buch des Engländers Lefeburn überdie che­mische Strategie" haben Marschall Foch und Marschall Wilson ein Vorwort für die franzö­sische Ausgabe geschrieben. Foch behauptet, man müsse sich mit Rücksicht auf die deutsche hoch entwickelte chemische Industrie gründlich auf den chemischen Krieg vorbereiten, wenn man sich nicht furchtbaren Überraschungen aussetzen wolle.

Als die wichtigste Frage für die bevorstehende Konferenz bezeichnet der Aufsatz imEcho de Paris" aber die Feststellung, wer in einem zu­künftigen Kriege als Kämpfer zu betrachten sei. Heer und Volk seien nicht mehr, wie früher, voneinander zu trennen. Heute setze das Volk in Waffen seine ganz Kraft ein jeder sei ein Kämpfer nach Maßgabe seines Könnens. Der kleinere Teil stehe im Felde, der größere arbeite im Lande 'für die Zwecke des Krieges. Ist es gestattet, mit den modernen Ferngeschützen Und mit Flugzeugen hinter der kämpfenden Front die Bahnhöfe und Verbindungen, die Werk­stätten und Fabriken anzugreifen, ohne die der Krieg nicht geführt werden kann? Soll man Mk in den ersten Stunden des Krieges Mittelpunkte der feindlichen Kriegsindustrie zu Zerstören trachten?

Eine naivere Behauptung ist wohl kaum denkbar. Der Verfasser muß wohl während des Krieges in der Urwaldregion des Amazonen- stromes gelebt haben, wenn er nichts von den Luftangriffen gegen die weit von der Kampf- stont im Innern Deutschlands gelegenen offenen Städte, wie Freiburg, Karlsruhe und Frankfurt M M. gehört hat, und wenn ihm die Hunger­blockade, die sich gegen Greise und Kinder rich­te, ganz entgangen ist. Sie war eines der wich- Wöi Mittel, mit denen Deutschland niederge- Mungen wurde.

Die Amerikaner bleiben am Aheiu.

.London, 30. Rovbr. Den Times zufolge M das amerikanische Staalsdepartemenk mif- peteilf. daß die. Absicht der Regierung, die noch

Rheinland anwesenden amerikanischen Be- m^'Ur.gskruppen zurückzurufen, aus wichtigen Mmwolilischen Gründen noch nicht verwirk- uq^ werden könne. Diese Mitteilung werde in MMduag mit den aus Paris gemeldeten Be- Mftcn über das Ruhrgebiet gebracht, obwohl tum der französischen Barschaft in Waihing- ^ Miziell dementiert würden.

Londoner polilu^en Kreisen sieht man Mn Beschluß als das erste Ergebnis eines ' "'"ungsaustaufches zwischen England und

Amerika an. Man ist in London geneigt, die amerikanische Stellungnahme zunächst lediglich als eine Geste zu betrachten, die den Wunsch Hardings unterstreicht, Amerika bei einer neuen Verwicklung in europäischen Fragen nicht aus- geschaltet zu sehen. Auf der anderen Seife aber sieht man diese Meldung als bezeichnend für den Umschwung der öffentlichen Meinung in Ame- rika an gegenüber der militaristischen Politik in Paris. Es ist auch die Rede von einer Roks Hardings an Pommrs, in der auch die Frage d ir Abrüstung schändest ist. 3m Hinblick auf die scharfe Mißstimmung in der englischen Ar­beiterpartei über die Reparationspolitik emp­findet man in Londoner Regierungskreisen das amerikanische Vorgehen im Rheinlande als eine innen- uno außenpolitische Erleichterung.

Es wäre sehr interessant, den Wortlaut des offiziellen Dementis zu kennen, das der franzö­sische Botschafter in Washington ausgegeben hat. Vermutlich dürfte er etwas dementieren, was kein Mensch behauptet hat; etwa, daß end­gültige Beschlüsse vorlägen oder sonst etwas der­art. Man hat ja in Paris sehr ersichtlich in dem Augenblick zurückgezuckt, in dem die Wirkung der Mitteilungen über den Ministerrat ersicht­lich wurde. Aber auch das amerikanische Staatsdepartement kann Dementis lesen, und wenn es jetzt ausdrücklich mitteilt, die Absicht, die amerikanischen Truppen vom Rhein zurück­zuziehen, könne aus wichtigen außenpolitischen Gründen nicht verwirklicht werden, so gibt es damit ausdrücklich zu erkennen, daß es den Worten der französischen Staatsmänner soviel Glauben schenkt, wie ihnen gebührt, nämlick keinen. Diewichtigen außenpolitischen Gründe" wird man in nichts anderem erblicken können als in Frankreichs Absichten auf die Rhein- gebiet, auf die Zerschlagung und völlige Ver­sklavung Deutschlands.

Wie die Dinge liegen, kann es Deutschland nur mit Freuden begrüßen, daß die Ameri­kaner am Rhein bleiben. Zögen sie ab, so hieße das nichts anderes, als daß das bisher von ihnen besetzte Gebiet künftighin unter franzö­sische Willkürherrschaft fiele, über deren Charak­ter sich alle Welt, Rheindeutschs und Ostdeutsche. Neutrale und englisch-amerikanische Besatzungs­behörden und Besucher vollkommen einig sind. Wir begrüßen deshalb die Geste auf das wärmste, durch die Amerika ankündigt, daß es nicht gesonnen ist, die Rheinlande und ihr Ge­schick der brutalen Willkür der Franzosen zu überlassen. Freilich sind wir uns darüber klar, daß das Belasten der amerikanischen Truppen am Rhein, so dankenswert es ist, nur eine Ein­zelmaßnahme darstellt, die ihren Hauptwerk und ihren Hauytsinn erst im Zusammenhang einer amerikanischen Politik erhielte, die fM überhaupt mit dem Schicksal nicht nur des Rheinlandes, sondern ganz Deutschlands so nahe befaßte, wie man das von Amerika auf Grund der Rolle, die es im Krieg wie beim Friedensschluß gespielt hat, billigerweise er­warten darf, ja fordern kann.

Für die Freiheit der RheinlKnöe.

Köln, 1. Dezbr. Die Kölnische Vereini­gung alter Akademiker erläßt fol­gende Erklärung: Die Kölner Vereinigung alter Akademiker weiß sich eins mit der ganzen rhei­nischen Bevölkerung und insbesondere mit allen Rheinländern, welche je eine deutsche Universi­tät oder Hochschule besucht haben, in der schärf­sten Zurückweisung aller gegen die Freiheit der Rheinlands und auf ihrs Absonderung vom Deutschen Reich gerichteten fremdländischen Bestrebungen. Wir alten Akademiker wissen aus der Geschichte nur zu gut, welche schwere Scyä- den und tiefes Leid der rheinischen Bevölkerung aus früherer Fremdherrschaft erwachsen sind. Wir Rheinländer danken für jede Beglückung vom Welschland her. Mit allen Fasern unseres Herzens hängen wir am Deutschen Reich, an deutscher Art und deutscher Sitte und das soll immerdar so bleiben. Unser unverdient gedemü- tigtes aber darum von uns umso herzlicher ge­liebtes Vaterland wollen wir nie und nimmer lasten. Ihm geloben wir zusammen mit allen alten Akademikern des Rheinlandes in diesem Stunde tiefster Not von neuem heimische Treue.

Mainz, 30. Novbr. Die Vertreter der Freien Gewerkschaften und der Freien Angestelltenverbände des Mainzer Wirtschaftsgebietes, die etwa 43 000 Mitglieder vertreten, beschäftigten sich heute mit der gegenwärtigen Wirtschaftslage, die sich be=- sonders durch die Zeitunosmeldung über Be­schlagnahmung des besetzten Gebiets und andere Maßnahmen'von Tag zu Tag unsicherer &e= stalte. Es wurde eine Entschließung angenom­

men, in der unter Hinweis aus die unheilvolle Wirkung der von der französischen Regierung geplanten Maßnahmen, die auch im Wider­spruch mit dem Friedensvertrag stehe, betont wird, daß die Lösung der schwebenden Fragen nur durch Verständigung, niemals aber durch Gewalt erfolgen könne. Die Resolution besagt weiter, die Gewerkschaften erachteten es nach wie vor, besonders aus moralischen Gründen für ihre Pflicht, an dem Wiederaufbau der zer­störten Gebiete mitzuarbeiten. Die fortgesetzten Drohungen aber brächten die Völket immer mehr von dem Ziel, eine friedliche Menschheits­gemeinde zu werden, ab und erzeugten auf bei­den Seiten nur Haß unb Erbitterung. In der Entschließung wird besonders betont, daß alle Bestrebungen auf Loslösung rheinischer Ge­bietsteile vom Reich mit Entrüstung zurückge­wiesen würden. Die Reichsregierung, der A. D. G.-B., der Asa-Bund sowie die Vorstände der politischen Parteien werden ersucht, alles zu tun, um die Einheit der deutschenRepublik zu sichern.

Die Konferenz kn London.

Bonar Law für ein vorläufiges Moratorium.

Paris, 1. Dezbr. Aus London wird mif- geleilk, daß die Ministerzusammenkunft der Alliierten bestimmt nächste Woche statlfindcn wird. Die Zusammenkunft soll den Charakter einer Vorbesprechung für die Brüsseler Kon­ferenz haben. DerPetit Parisien" erfährt dazu noch folgendes: Bonar Law ist ein enf- schiedsnsr Gegner übereilter Beschlüsse. Er wird wahrscheinlich zunächst ein kurzes Moratorium beantragen, um den Sachverständigen ein gründliches Studium der Reparotionsfrage und der Ausarbeitung genauer Schätzungen als Grundlage für die spätere Entscheidung zu et- mochichen. Rach, Meldungen von eingeweihten politischen Stellen hat das englische Kabinett v ^r nfi gen M o*akoriums r etwa zwei Monate vertraut gemacht.

Basel, 1. Dezbr. In politischen Kreisen in Paris wird erklärt, daß die Reparationskom- miffion ihre Entscheidung über das deutsche Moratoriumsgesuch erst nach der Konferenz der Ministerpräsidenten in London treffen wird. Dieser Beschluß soll der deutschen Regierung in einer Rote miègekeilt werdend

Dsch sirre französische ^eßienmgshtife

Paris, 1. Dezbr. Tie Gerüchte über eine be­vorstehende Regierungskrise haben neue Nahrung durch einen angeblich in der' letzten Ministerberatung zu- tagegetretenen Gegensatz zwischen Poincarâ und Millerand erhalten.

Paris, 1. Dezbr. In sranzS'sischcn amtlichen Kreisen hält man es für wahrscheinlich, daß Polncarö im Falle eines negativen AuLgaüges der Londoner Besprechungen freiwillig zurücktrete» würde, um Lau­che u r Gelegenheit zu geben, auf neuer Grundlage Jie Lösung des ReparationSproblemS durch eine Ver­ständigung mit den Verbündeten und nut Deutschland zu suchen. Man versichert, daß Präsident Millerand jur die Pläne Loucheur gewonnen sei.

Die Lage in GrrechenLanö.

Der König gefangen Das Urteil Mussolinis Weitere Verhaftungen.

Athen, 30. Novbr. König Georg hat ernste Anstrengungen gemacht, die'Vollstreckung des Bluturteils an den Ministern unb Heerführern seines Vaters zu verhindern. Er hat die Ge­sandten von Südslawien und Rumänien er­sucht, Schritte zu Gunsten der Verurteilten zu unternehmen. Als diese erfolglos blieben, er­suchte er die Regierung um die Erlaubnis, das Land zu verlassen. Die Siegierung gab diesem aber nicht stqtt, sondern unterband jeden ihr un­angenehmen Verkehr mit dem König, sodaß die­ser jetzt Gefangener in feinem Palais ist.

Rom, 30. Novbr. Im heutigen Ministerrat führte Mussolini aus, das Reparationsproblem müsse energisch angepackt werden, da die Situa­tion so stehe, daß sie klare Lösungen erfordere. In Bezug auf die athenischen Vorgänge teilte Mussolini mit, daß der italienische Gesandte Montagna seit Beginn des Prozesses fein Mög­lichstes getan habe, um das Todesurteil zu ver­hindern, daß aber Frankreich den italienischen und englischen Bemühungen entgegengearbeitet habe. Auch Lindley habe die abweichende Hal­tung Frankreichs sestgestellt und darin die eigentliche Ursache des tragischen Urteils ge­sehen. Italien erkenne die neue griechische Re­gierung nicht an und verfolge die Dinge in Griechenland aufmerksam und abwartend.

London, 30. Novbr. Nach einer Atkener Meldung sind die Generäle Paupulos,. Dus- manis und Valetta verhaftet worden. Dir Un- termefjunq gegen den Prinzen Andreas ist be-t

endet. Der Bericht fordert dessen Versetzung in den Anklagezustand.

2?uhlanös Programm in Lausanne.

Berlin, 1. Dezbr. Der auf dec Durch­reife nach Lausanne befindliche Kommiffar des Auswäriigen der russischen Sowjetrepublik, Tschitscherin, war gestern nachmittag zum Tee beim Ministerialdirektor von Maltzahn, wo sich der neue derüsche Außenminister von Rosen­berg, der frühere Reichskanzler Dr. Wirth, der russische Botschafter in Berlin Krestinski und der in Berlin weilende Kommissar des Außen­handels Krassin, sowie eine Anzahl prominenter Persönlichkeiten des derilfchen auswärtigen Am­tes, der Parteien und der Presse zusamnren- aefunden hatten. Vor feiner Abreife machte Tschitscherin dem neuen Reichskanzler in der Reichskanzlei seinen Besuch und empfing am Abend Vertreter der deutschen und' der aus­ländischen Presse. Letzteren erklärte er u. a.: Das Programm Sowjetrußlands in der M e e t- engenfrage ist die Forderung nach der vollen Souveränität des türkischen Volkes. Rußland lehnt rede internationale Einmischung in dieses Recht der Türkei ab. Die andere For- derung ist die v o l l i g e S ch l i e ß u n g d e r Dardanellen für die Sriegsfchikfe aller Rationen mit Ausnahnie der tür- kifchen Kriegsschiffe. Die Türkei wird in dieser Forderung auch die Unterstützung Rußlands finden. Dieser Zustand ist auch die beste Sicherheit für die Freiheit der Handels- schiffahrt, wie sie in dem Moskauer Vertrag zwischen Sowjetrußland und der Türkei festge­legt ist. Das fürfift'x Volk fordert ferner, daß auch das wirtfchaftliche Leben der Türkeiin den Händen derTürken und nicht in denen der Fremden liegt. Es wird auch hierin von Rußland unterstützt werden.

Laufaune eine definitive

scheidung ist mSqfksb. die einem nakimialen Ve« mufftsein des türkischen Volkes gerschi tvirb. Das russische Programm für Lausanne ist das­selbe Friedsnkpraaramm, das für die jetzt be­ginnende Abrüstungskonferenz der O st ft a a t e n in Moskau bestimmend ist. Bei dieser Konferenz wird Rußland die Bildung einer Zone vorfchtuaen. in der Bronis tappen nur nach aeaenfeifiger Uebereinstimmung sich befinden dürfen, deren Stärke durch oemifchte Kommissionen dauernd überwacht werden soll. Ein derartiger Vertrag besteht zwifÄen Somjet- rufjland und Finnland. Die Hauptschwierigkest bei der Moskauer AbrLstunssks«seren; ergibt sich nur au$ der Haltung Rumäniens, denn Rußland kann mit Rum^mAZ einen Abrü- stunzs»ertrag nicht eher abMiessen, als Ru­mäniens Verzicht auf Besiarabien ausge­sprochen ist. Auf der Konferenz in Lausanne, wie auf der AbrMunMoârenz in Moskau wird Sowjekrußland dieselbe Friedenspolitik treiben, die auf dem SelbMesiimmungsrecht der Völker und dem Wunsch nach Frchdens- sicherheit beruht und die Lanftiktmöglichteile« zwifchen den Völkern ausscheidek.

SchWieriZe L«ge in Thrazien.

Paris, 1. Dez. Die Sage in Ostthrazien gestaltet sich wie derTemps" erfährt, immer schwieriger. Seneffnete türkische und bulgarisch« Aanben streifen durch bas Land und scheinen die Herren der Situation zu sein. Ungefähr 500 000 Mann, die mit Maschinengewehren ausgerüstet sind, strömen aus dem Innern nach Dedeazatsch, um eine Dolktabstimmung zu er« zwingen. Der Orientexpretz ist.zwischen Stria« nepel und Lüle-Berga» entgleist. Man weiß nicht, ob infalze eines Unfalles «der eines An­schlages. Die telegraphische Verbindung zwischen Karagatsch und Saloniki soll unterbrochen sein.

Erzwungene Freilassung eines verhaf­teten »nununiften. In Lambrecht würbe gestern der an »er Helfferich-riffäre beteiltest Kommunist Wil­helm SMckendanj von der Genäermeric »erbostet, uw na* Zweibilicke» iberfefübrt zu werben, wo ent T. Dezemter die N-rh«ndlun»e» in der bekannten Lanb- ,'nedentbrnch-Assäre (Ueberfatl der Mifa Seifend) ix Neustadt a. H.) stattfinben sei. Mls die arbeitet« schäft »an »er Merbafting bitte, d-ömtc sie ein bey gabritbetrieben herbei un> ü zwang sau derOendarmeru bie Frei! «sinn; be» Her> âu

- *Kfbe»u«e Les Aeipchundentage» ich It»S-sl«mien. ?!. ? lelgreb wirb gestiftet, btf w 3uga|i«»ten »er Achtstimäentaz anftebab* *»*» San mix an gilt »er Sdtlunbentag nur x»4 $d)werarbeiter, fär leichtere Arbeiten wirb bet Nerm- Rxnbentag, für Handel,«»gestellte der Zehnstnndentag eingelltint.

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