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Nr. 27»

Dèensrag den 28. November

1922

Krise m Der LmikWer Eiferen

ir eine Valuta-

einverstanden erklärt

zur Beratung der

lßte, daß sie die Betriebe äen habe. Die Unterneh-

von

des

-wy^i, viiicil - schen Wirtschaft ten über die S'

agung

Dollar (10 Ahr vorm.) 8400

Erfüllungsort und Erricktrstand für beide Teile Sanau o. M. 3m Falle bSberer Eewrlt. Streik uiw.. bat der Bezteber keinen Anivruck auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzablung des Bt»ua»- vreiies. Für Platzvorlckrift u. Erfcheinungstage der Anzeigen wird keine Gewähr geleistet.

industrie geworden. Sie sei also den verhängnis­vollsten Schwankungen unterworfen. In ähn­licher Abhängigkeit befinde sich die Bekleidungs­industrie, und auch was die Ernährung Deutsch­lands anbeträfe, sei die Abhängigkeit vom Aus-

Das neue Kabinett an der Arbett.

Wohnungsbauabgabe Zwangsanleihe Markstabttisierung Eine Rote an die Rexko.

fei.

Für vollständige Unsbhüngigkcit Mesopotamiens

Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Abschnürung des Saargebieès vom Reich.

Perlin, 27. Nov. Nach einer Mitteilung der.

durchzusetzen.

durchaus irrig. Sie sei in ihren Grundlagen zer- lagen und erschüttert. Die Kohlengrundlage sei durch die nachrevolutionären Verhältnisse

Die Russen fordern unbeschränkte Zulassung.

Seausspreis: Monatlich Mk. 230. ohne Träger- lahn: Einzelnummer Mk. 10.. Anzeigenvreiie: Die 33 mm breite Zeile Mk. 20.: Finanzinserate Mk.25.: Reklame (68mm breit) Mk. SO.. Inserate, auch laufende, werden nur zum jeweiligen Tage»- ptetie berechnet. Offertengebübr Mk,10..

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General-Anzeiger

Amtliches Organ sSr Stadt- und Landkreis Kam«

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WKS Neueste.

Ein Pariser Ministerrat beschäftigte sich gestern mit einer eventuellen Zahlungsverfeh- Dg Deutschlands und besprach die zu.ergrei­fenden Maßnahmen.

Die Lausanner Konferenz ist in eine schwere Krise eingetreten.

Im Reichskabinett, Reichsrat und Reichs- tog wird demnächst eine wesentliche Erhöhung ier Zwangsanleihe durch einen Gesetzentwurf zur Verhandlung kommen.

Der bayerische Bauernbund hat sich auf seinem Münchener Parteitag mit der Wirt- jchaftspartei des deutschen Mittelstandes ver­einigt und führt nunmehr den Namen Baye­rische Bauern- und Wirtschaftspartei.

Der Auftakt für die franzöfifchs PfünderpoMik.

Paris, 29. Novbr. Wie die Havas- dgentur berichtet, hak gestern vormittag im Llyfse unter dem Vorsitz des Präsidenten Millerand eine wichtige Konferenz sialk- gefunden an der P oi n c a r é , Marschall Zoch, der Kriegsminister Maginot, der Manzminister de Lasteyrie, der Minister ßr die befreiten Gebiete Deibel und der französische Delegierte bei der Repsrakionskom- Mission Barihou teilgenommen haben. Das »Petit Journal" bemerkt, daß die Bedeukuntz dieser Sitzung, die vorher nicht angekündigt worden war, verdient unterstrichen zu werden. Es bestehe aller Anlaß, daß im Laufe dieser Konferenz die Haltung erörtert wurde, die die Regierung gegenüber der deutschen Moralo- riumsbitke für das Jahr 1923 einehmen soll. Irgendetwas Positives über den Verlauf der

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weise verlautet nur, daß auch der Oberkom- missar der Rheinlands Tirard, dieser Sitzung beigewohnk habe, und daß der französische Re- paraèionsplan erörtert wurde, der den alliierten Wnisterpräsideuken auf der Pariser Konferenz vorgelegt werden soll. Im Zusammenhang mit diesem Plane wurden auch alle Eventualitäten besprochen, die einkreken könnten, wenn Deuksch- Illlid die Forderungen Frankreichs nicht erfüllen sollte. In diesem Falle würden, wie verlautet, militärische Maßnamen ergriffen werden.

Paris, 28. Nov. Zu dem gestrigen Mi- msterrak schreibt der »Petit Parisien", daß es um Beratungen über die bevorstehende Brüsseler Konferenz gehandelt habe. Die fran- iösische Regierung rechne auf diese Konferenz und sie könnte infolgedessen keine Beschlüsse fassen und ihr vorgreifen. Andererseits liegt auch noch kein Anlaß vor, sich bereits mit einer Zchlungsverfehlung Deutschlands zu befassen, « das Moratorium noch bis Ende dieses llahres läuft. Infolgedessen muß die franzdsi- W Regierung auch mit der Möglichkeit rech­nen, daß die Brüsseler Konferenz nicht zustande kommt und da man hier auf dem Standpunkt sieht, daß die Haltung der deutschen Regierung und des deutschen Reichstages entsprechend der «irthschen Note einer Weigerung Deutschlands iu weiteren Reparationszahlungen gleich- tommk, sieht die französische Regierung sich ge- nötigt, die Mittel zu untersuchen, durch welche brese. Zahlungen herbeigeführt werden könnten, jiach den Informationen des genannten Blattes hat man gestern zweierlei Maßnahmen ins gefaßt, wenn auch nicht beschlossen. Die erste besteht in einer stärkerenBesehung "ksrheinischenGebietesinder Form, man dis deutschen Beamten durch an z ö s i s ch e e r se h e n werde. Die zweite besteht darin, daß zwei Drittel des Lahrgebietes einschließlich Essen und Hachum besetzt würden, wodurch man die ^eferung der deutschen Reparationskohle, sowie bucy die Lieferungen von Koks für die französi-

Industrie sicherstellen würde.

, h a a g, 28. Nov. Der Pariser Timeskorre- lpondent glaubt zu wissen, daß die eng- 1 sichen Vertreter in der Repko setzt Nichts mehr gegen die französischen Forde- rungen nach produktiven Pfändern blnzuwenden haben. Wenn der Plan pow.car-s von der Londoner Konferenz noch in biNiZen Tagen etwas abgeänberf würde, könne ''ch England demselben anschließen.

Smeets rührt sich wieder.

Köln, 27. Nov. Unter dem Druck und mit junger pekuniärer Unterstützung der Franzo- sen bereiten sich im Rheinland Dinge vor, die blesmal zweifellos ernst zu nehmen sind. Die

Paris, 28. Novbr. Die Meldungen aus Lausanne stimmen darin überein, daß die Kon­ferenz in eine schwere Krise getreten ist, und man beginnt sich hier ernstu h um das weitere Schicksal der Konferenz zu beunruhigen. Die Verhandlungen der Kommission für die terri­torialen und militärischen Fragen sind auf einem toten Punkt angelangt und eine für gestern völlig überraschend anberaumte Sitzung der Kommission für wirtschaftliche Fragen wird hier lediglich als ein taktisches Manöver ange- sprochen, das die kritische Zuspitzung der Der- Handlungen zu verschleiern bestimmt ist Der Stein des Anstoßes ist die von Mofsul, in der nach den Berichten der hiesigen Blätter trotz der beruhigenden Erklärung Lord Turzons eins Einigung zwischen England und der Türkei auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen jo(t

Die Türken fordern die b e d i n g u n g s - ioseRückgabeder Distrikte von Mofsul S u l e m a i e h und K i r k s u k, während die Engländer erklären, sie besäßen ganz Mofsul in­folge eines ihnen vom Völkerbund übertragenen Mandates und sie könnten infolgedessen" nicht mehr frei darüber verfügen. Die Türken be­harren jedoch auf ihrem "Standpunkt, daß ihnen Mofsul vollständig und bsdingungslev zurück- gegeben werden müsse, widrigenfalls sie die Be­ratungen abbrechen müßten.

Die Stimmung in Lausanne außerordentlich pessimistisch.

Lausanne, 28. Novbr. Man spricht hier be­reits davon, daß überhaupt nur ein griechisch­türkischer Friedensvertrag geschlossen werden würde, alle anderen Fragen, besonders aber die der asiatischen Grenze der Türkei, die der Kapi-

:S^ hoben werden sollten. Am liebsten wäre es den Engländern, wenn diese Fragen auch auf der Brüsseler Konferenz erörtert werden könn­ten. Die Türken wenden sich natürlich gegen solche Vorschläge, besonders aus dem Grunde, weil die englischen Truppen dann weiterhin in Tschanak und Konstantinopel verblieben, denn

Bewegung der Smeets-Anhänger hat in der letzten Zeit an Bedeutung angenommen. Grund für die Zunahme ist in der Ansicht vieler Rhein­länder zu suchen, daß von feiten der Reichs­regierung aus bisher nicht genug für die Rheinländer geschehen sei. Die französischen Drangsalierungen haben außerdem gewisse wenig widerstandsfähige Teile der Bevölkerung mürbe gemacht. Diese Leute erklären, daß die Rheinprovinz Handelsobjekt zwischen Frank­reich und England geworden wäre und daß das Reich hier mit verschränkten Armen zusehe. Unter diesen Umständen ist einer morgen in Bonn stattfindenden Generalversammlung der Smeets-Anhänger besondere Bedeutung zuzu­messen. Es wird mit starkem Zulauf gerechnet, und es ist zu erwarten, daß Smeets selbst eine außerordentliche Sprache führen wird.

Regierungskommission des Saargebietes wer­den bei den Postanstalten des Saargebiets vom 1. Dezember ab Einzahlungen mit Zählkarte auf Konten bei den deutschen Postscheckämtern nicht mehr angenommen und Auszahlungen auf Grund von Zahlungsanweisungen, die deutschen Postscheckämtern herrühren, nicht mehr geleistet. Infolgedessen werden auch im Saargebiet durch Nachnahme oder Postauftrag eingezogenen Beträge nicht mehr mit Zahlkarte auf Konten bei den deutschen Postscheckämtern überwiesen werden. Zwischen dem Saargebiet und dem übrigen Deutschland wird hiernach vom 1. Dezember ab der Zahlungsverkehr auf Postanweisungen und Wertbriefe beschränkt.

Berlin, 27. Novbr. Reichskanzler Dr. Cu n o, der sich am Sonntag zur Erledigung von Pri­vatangelegenheiten nach Hamburg begeben hatte, kehrte heute nach Berlin zurück und prä­sidierte am Nachmittag in der Sitzung des Reichskabinetts, das um 6 Uhr zur Erledigung laufender Angelegenheiten zusammentrat. U. c. erteilte das Kabinett feine Zustimmung zu einem Gesetzentwurf über die Erhöhung der Wohnungsbauabgabs zur Siche­rung des Wohnungsbaues im Jahre 192-3; eine entsprechende Vorlage soll alsbald dem Reichs­rat zugehen. Von besonderer Wichtigkeit ist

gemäß dem Vertrage von Mudania sollen die englischen Truppen aus diesen Gebieten nicht eher zurückgezogen werden, bis der endgültige Friedensvertrag zwischen der Türkei und den Alliierten geschlossen wäre.

Lausanne, 27. Novbr. Die russische Kommis­sion hat heute nachmittag an den Präsidenten der Konferenz in Lausanne eine Note gerichtet, in der die Zulassung Rußlands und seiner Ver­bündeten zu sämtlichen Verhandlungen, nicht nur zu denen der Frage der Meerengen, ver­langt wird. Die Forderung Rußlands wird damit begründet, daß die Verhandlungen zwi­schen der Türkei und den an die Meerengen an­grenze,.den Staaten nicht ohne Einfluß auf die Regelung der Meerengenfrage selbst fein dür- ten. Außerdem beruft sich die Note auf eine Aeußerung Mussolinis, der sich zugunsten der Beteiligung Rußlands an allen Arbeiten der Konferenz ausgesprochen habe.

Lausanne, 28. Novbr. Auf die Note der russi­schen Delegation werden die einladenden Mächte antworten, daß Rußland zu allen Verhand­lungen zugelassen werden soll, in denen Fragen zur Beratung kommen, an denen Rußland un­mittelbar interessiert sei. Die Antwort wird nochmals darauf Hinweisen, daß bei der Be­sprechung in Territet sich auch Mussolini damit .......ft habe, daß Rußland nur Meerengenfrage zuzulassen

Lausanne, 27. Roohr. Die mesopota- eLerration ist in Lausanne einsekroffen.

London im Flunzeug zürück und reiste von mit der Eisenbahn nach Lausanne, an erfährt, daß die Delegation den englischen Standpunkt nicht unterstützt, sondern die vollständige Unab­hängigkeit Mesopotamiens verlangen werde, andernfalls sie sich den Kemalisten anfchließeu würde.

ferner der Beschluß des Reichskabinetts, dem Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des Zwangsanleihegesetzes seine Zustim­mung zu erteilen. Das Gesetz über die Zwangs- anleihe sah bekanntlich ursprünglich eine Mil­liarde Goldmark als Anleihebetrog vor, was damals 70 Milliarden Papiermark entsprach. Es ist selbstverständlich notwendig geworden, die Paviermarksumme infolge der veränderten Va­lutaverhältnisse wesentlich zu erhöhen, um'den Anleihebetrag der ursprünglichen Absicht des Gesetzes wieder anzupassen. Auch die Maßnad- men für Stabilisierung der Mark stan^ den im Bereich der Erörterungen. Im Reichs- finanZMinisterium ist man vor allem mit einer Untersuchung darüber beschäftigt, welche Maß­nahmen ergriffen werden sollen, um säumi­gen Steuerzahlern keinen Vorteil aus der Geldentwertung zu verschaffen. Weiter will man den neuerdings wieder häufiger aufgetre­tenen Handel in Devisen und Goldmünzen durch gesetzliche Maßnahmen bekämpfen.

Der Vorsitzende der deutschen Kriegslasten­kommission in Paris, Staatssekretär Fischer, hat auf Anweisung der deutschen Regierung der Reparationskommission offiziell mitgeteilt, daß die neue Regierung entsprechend der Erklärung des Reichskanzlers vom 24. November 1922 ohne Einschränkung auf dem Boden der Note vom 13. November 1922 steht. und f e st en tsch lo ss e n ist, das in ihr enthaltene Programm in vollem Umfang zu ver­treten und zur Durchführung zu bringen. Die Regierung hat gleichzeitig unter Hinweis auf die wirtschaftliche und finanzielle Lage Deutschlands die Ditte verbunden, dem in der Note gestellten Antrag mit möglichster Be­schleunigung stattzugeben.

Die Laze des Seukfchen Wirlkchafis-- ledsns.

Berlin, 27. Novbr. Auf der Tagung des Ver­eines deutscher Eisenhüttenleiter am Sonntag gab der Vorsitzende, Generaldirektor Dr. Albert Vogler, einen Bericht über die Lage des deut­schen Wirtschaftslebens. An der Hand von Kar­ten über die Standorte der deutschen Industrie und den Güterverkehr auf den deutschen Eisen­bahnen schilderte er die Wirkungen, die der Der- sailler Friedensvertrag und die Revolution auf die Grundlagen unserer Wirtschaft ausgeübt haben. Er bezeichnete die Auffassung, ass ob die deutsche Wirtschaft noch völlig intakt sei, als

und durch die Ansprüche der Entente verhäng­nisvoll geschmälert worden. Die Eisenindustrie sei infolge des Verlustes von Lothringen, der daraus entstandenen fast völligen Abhängigkeit von der ausländischen Erjszufuh' industrie geworden, ëie sei also i

lande immer größer geworden. Ob auf solcher Grundlage überhaupt ein unserer Bevölkerungs- zahl entsprechendes tragfähiges Wirtschafts- fnftem aufzubouen fei, wäre durchaus noch eine Frage. Der Verlust Oberschlesiens und Loth­ringens könnte nur durch einen qualitativ höchst­gesteigerten Arbeitsprozeß ausgeglichen wer­den. In diesem Zusammenhang äußerte sich Ge­neraldirektor Vögler auch über das Verhältnis der Ruhrindustrie zu Frankreich. Die deutsche Schwerindustrie werde sich weder dem Sozia­lismus noch dem Imperialismus beugen. Weirn es zu dem erstrebenswerten Zusammenarbesten mit den westlichen jetzt französischen Werken kommen sollte, dann nur unter Bedingungen, die unserem nationalen Ehrgefühl entsprächen. Die Intensivierung des Arbeitsprozesses fefjit derte der Vortragende durch eine Reihe von Lichtbildern über die verarbeitende Industrie Deutschlands. Er zeigte, wie die Privatwirtschaft die verschiedenen Bedingungen des Standorts und die Konjunktur mit außerordentlich sicherem Instinkt sich zu Nutze gemacht habe. Die Grup­pierung der verarbeitenden Industrien beweise, daß die Privatwirtschaft im höchsten Maße ge­eignet wäre, eine Planmäßigkeit des Wirtschaf­tens von fich aus zu erzielen. Die 3 Millionen Privatwirtschaften könnten in ihrer Initiative

'eht werden. Die

unseres Jnlanosmarktes-Habe einen Aufbau s Volkes hervorgerufen, der gekennzeichnet fei durch eine breite Schicht des Mittelstandes. Die­ser habe die allerwichtigsten staatlichen und wirt­schaftlichen Funktionen auszuüben. Er sei für ine Wirtschaft als Kapitalreservoir unentbehrlich. Generaldirektor Dr. Vögler forderte, daß dem jetzigen Niedergang des Mittelstandes dadurch Einhalt geboten werde, daß einerseits die Hand- arbeiterschaft zu einer Produktionsleistung komme, bei der auch die unentbehrlichen Schich­ten der geistigen Arbeiter und des Mittelstandes leben und arbeiten könnten. Rückblickend auf ine letzten vier Jahre betonte Dr. Vögler, daß der Staat, der nichts weniger getan habe, als dem Unternehmer behilflich zu fein, der Unternehm«- toast dankbar fein müßte, daß sie die Betriebe bis beute aufrechterhalten habe. Die Unterneh­merschaft leiste ein ungeheures Stuck für die All­gemeinheit dadurch, daß sie sich von oer öffent­lichen Meinung und den sozialistischen Macht- tendenzen nicht abhalten ließe, nach ihrer eige­nen Ueberzeugung zu handeln. Eine künftige Generation werde es der jetzigen Unternehmer­schaft noch einmal danken, daß sie nicht zurück^ gewichen sei. Das Ziel könne nicht zweifelhaft sein. Es müsse in Deutschland erreicht, werden, daß die Privatwirtschaft auch in soziocker De^ Ziehung mehr von. dem Vertrauen der Gesamt­heit getragen und gefördert werde. Der Staat müsse die Privatwirtschaft zum ehernen Bestand- teil seiner materiellen Verfassung machen. Der Redner sieht eine Zeit außerordentlich schwerer wirtschaftlicher und sozialer Verha tmsse voraus, in der aber, wie er hofft, die Verständigung zwl- chen den Klassen sich vollziehen werde. Arbeiter und Angestellte werden sehen, daß ihnen ret* Staat helfen könne, daß es allein auf dis eigene Kraft und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Unternehmerschaft ankomme. Die Zeit sei gekommen, eine Politik der wirtschaftlichen Notwendigkeiten nach innen und nach auhe«

Preußischer Landtag.

Berlin, 27. Nov. Der Landtag beendet« die Debatte über die Anträge zur Arbeitslosen- fürforge, Lebensmittelbeschaffung und Klein, rentnerfürsorge und nahm die Beschlüsse des Hauptausschusses an. Dann wurde die Vorlage betreffend eine einstweilige Versetzung der un­mittelbaren Staatsbeamten in den Ruhestand nach kurzer Debatte an den Verfassungsaus- schuß überwiesen. Die von mehreren Parteien eingebrachten Anträge auf baldige Veranstal­tung von Neuwahlen zu den Gemeindevertre­tungen ging nach längerer Debatte an den mcindeausschuß.