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Sanau

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General-Anzeiger

Anzeiger

Amllichss Organ für Stadt- und Landkreis Kanan

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

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Erfüllungsort und Gerichtsstand kür beide Teil« Sanau a. M. - Im Fall« böberet (Semalt Stielt ulro.. bat bei (Beliebet seinen Anspruch auf Li«ferun« oder Nachlieferung oder auf Ruckzablung de, B«»ug,. preise». Für Pladvorschrift u. Erscheinung,tag« der

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Rr. 238

Wlenstag deR 3L Oktober

1922

Was Neueste.

Die Mitglieder der Reparationskommis­sion sind gestern in Berlin eingetroffen. Heute mittag werden sie vom Reichskanzler empfangen werden.

Auf Einladung des Reichsministers des Innern werden am 3. November in Berlin die Besprechungen über die Groß-Hamburger präge zwischen Preußen und Hamburg wieder ausgenommen

Als Na.,, ger des ausscheidenden Un­terrichtsministers Dr. Hummel schlägt die de- mokratilche badische Landtagsfraktion Professor Dr. Hollpach vor.

Die Angora-Regierung hat sich mit der Wahl Lausannes als Sitz der Orientkonferenz einverstanden erklärt.

Die AmwAzung in Italien

Die NeparaiisKskommisiion in Vsriin.

Berlin, 31. Oklbr. Die Mitglieder der Reparationskommission sind gestern abend gegen 6 Uhr auf dem Bahnhof Med'ichst"^ eingetroffen. Ein offizieller Empfang durch die deutsche Regierung hat nicht skalkgefunden. Zur Begrüßung waren erschienen ein Vertreter der französische» Botschaft und General Rollet.

heute mittag 12 Ahr wird der Reichs­kanzler die Vertreter der Reparations- kommission empfangen. Damit werden die Verhandlungen mit bet Reparationskommission offiziell eröffnet. RachmUiags sollen dann die eigentlichen Arbeiten ausgenommen werden. Die Beratungen werden in der Form ge­pflogen werden, daß die Delegierten der Repa- wlionskommission der Reihe nach mit allen zu­ständigen Ressorts der Reèchsministarien und Ä%Ä^^ laajperftamngen" Vertretern der srrömißn and der Industrie per,on8Uch Fühlung nehmeri, um sich nach allen Richtungen hin über die deuèsche Finanz- und Wirlschaftslage zu unter­richten. Die Leitung der Verhandlungen im ganzen hat sichderReichsk a n.Z (e r per­sönlich Vorbehalten. Die Ergebnisse sämll:cher Einzeibesprcchuugen werden dem Reichskanzler von Fall zu Fall zur Kenntnis gebracht treiben, der bann seinerseits gemeinsame Sitzungen zu llbschsisßenden Beratungen einberufen wird, voraussichtlich wird am Mittwoch erneut eine Zusammenkunft der Führer der Koalitions- Parteien, der Deutschen Aolkspackei und der bayerischen Volksparkei beim Reichskanzler slaltstnden, um diesen Parteien Gelegenheit zu geben, sich über den Stand der Beratungen mit der Reparationskommission zu informieren.

Das Programm der Reparalionskommission.

Paris, 31. Oktbr. Mussolini ist gestern vor­mittag 10.50 Uhr in Rom angekommen. Bei einem gezwungenen Aufenthalt in Civita- Bechia, weil die unterbrochene Eiscnbahnstrecke wiederhergestellt werden mußte, hielt er eine Ansprache an die ihm zujubelnde Menge, die er aufforderte, Ruhe zu bewahren und eine Hymne auf den König anzustimmen. Bei seiner Ankunft in der Hauptstadt wurde er von einer riesigen Menge erwartet und gefeiert. Er be­gab sich in das Ouirinal, wo er vom KÄnig empfangen wurde. Beim Verlassen des Schlosses rief er der Menge zu:Ihr werdet in einer Stunde nicht mehr ein Ministerium, sondern eine Regierung haben. Es lebe Italien! Cs lebe der König! Es lebe der Faszismus!" Man glaubt, daß das neue Kabinett im Laufe des heutigen Tages gebildet fein wird. Rom ist be­flaggt. Ueberall herrscht Ruhe. Die Uebertra- gung bet Rsgierungsmacht auf die faszistische Partei stellt sich, je mehr Nachrichten aus Ita­lien eintreffen, als eine Notwendigkeit dar. Die bürgerliche Presse lobt die Haltung des Königs, der einen Bürgerkrieg vermieden habe. Die Ein­ladung Salandras an Mussolini, mit ihm zu­sammen ein Kabinett zu bilden, wurde von die­sem abgelehnt, da sein Kabinett die Verant­wortung allein übernehmen könne. Borausge­gangen war, daß die führenden politischen Per­sönlichkeiten in Mailand, darunter der Senator Albertini vomCorriere della Sera" und der frühere Minister Conti, schon das Ministerium Facta aus die Notwendigkeit einer faszistischen Regierung hingewiesen hatten. Die Ausforde­rung des Königs an Mussolini erging tele-

Berlin, 31. Oktbr. DerVorwärts" schreibt über das Programm der Reparationskommis­sion: Im Vordergründe steht das Problem der Stabilisierung der Mark. Es soll vorgeschlagen werden, einer inneren r'

MszrMMHrer mit einem Scmderzütz die Fahrt nach Rom an traf. Uebèr das ProMawist der saszistischen Regierung wird mitgeteilt, daß es in der inneren Politik eine Reihe von For­derungen. vor allem die sofortige Auslösung des Parlaments, Reform des Wahlrechts durch königliche Verfügung, Vereinfachung der Ver­waltung und Kampf gegendenSozia- lismus umfaßt. Insbesondere wird das Ka­binett für ordnungsmäßige Arbeit in _ben öffentlichen Aemtern ohne Rücksicht auf Syn- dikatsforoerungen und Arbeiterorga-ifall neu bürgen. Streiks werden jm Staatsdienst absolut nicht geduldet. Ferner wird das Habmett Schritte zur Bekämpfung der Valuta­spekulation unternehmen. In der äußeren Po­litik wird von der Regierung eine nationale und intransigente Politik erwartet und ihre erste Tat wird wahrscheinlich die Annektion Fiumes fein.

Zunächst haben sie im Innern einen Sieg er­fochten. Der schwierigste Teil der Ausgabe steht Mussolini aber noch bevor. Es wird sofort im geraubten deutschen Südtirol siehe nächste Meldung eine erbarmungslose Unter­drückung der deutschen Elemente einsetzen, was unzweifelhaft zu ernsten Wirren führen muß. Gleichzeitig wird Italien, das vom Imperialis­mus nicht zurückkann, solange die Faszisten am Ruder sind, sehr schnell in einen scharfen Konflikt mit Jugoslawien wegen Fiume und dann auch mit Frankreich in Nordafrika ge­raten, vermutlich auch mit der Türkei und mit Griechenland, sodaß sich nicht übersehen läßt, welche Folgen das faszistische Experiment haben wird. Vorläufig können wir es nur als ein ge­fährliches Wagnis bezeichnen.

Die Faszisten in Südtirol.

Wien, 31. Oktbr. Aus Innsbruck wird ge­meldet: Auf Grund alarmierender Nachrichten aus den Grenzbezirken, denen zufolge sich he Faszisten an der Tiroler Grenze versammeln, ging gestern eine starke Gendarmerieabteilung nach Landeck ab. Inzwischen sind die Faszisten, die offenbar jetzt im Innern des Landes dringend benötigt werden, vom Brenner abge­zogen. Der Reiseverkehr zwischen Tirol und Italien ist unterbrochen, seit heute morgen auch der Fernsprecher und der Telegraph. Die F a s z i st e n sollen sich auch der Herrschaft i n Südtirol bemächtigt haben, ohne daß es zu ^.wischenfallen gekommen wäre.

Innsbruck, 30. Oktbr. Die Abschließung der Tiroler Grenze bei Naudets und Brenner ist MMMMMMMi

Msyerrüng"

gen werden, durch Auflegung . __________ Anleihe und durch Heranziehung

der verfügbaren Goldreserven eine Lösung her­beizuführen. Ein Moratorium über das bereits zugestandene hinaus soll nicht gewährt werden, es sei denn, daß bafür besondere Pfänder geboten würden. Beabsichtigt ist ferner eine mehr oder minder weitgehende Kontrolle der Reichs- und Landessinanzen, insbesondere der Steuererhebung. Außerdem wird die Unterbindung derDevisen- Spekulation gefordert werden. Es handelt sich hierbei jedoch nur um Vorbereitun- Sen, die Entscheidung wird dann in Paris ge= soffen werden.

Ein belgischer Wisderherstellungspiau.

Paris, 31. Oktbr. Nach demJntransigeant" haben Delacroix, Bemelmans und der belgische Sachverständige Jules Janson einen neuen Plan zur Lösung des Wiederherstellungs- und «es interalliierten Schuldenvroblems ausge- arbeitet. Der Entwurf bringt gleichzeitig ein ^ontrollfyftsm für die deutschen Finanzen und einen Zahlungsplan M Vorschlag. Man nehme an, daß er die Mög­lichkeit bieten würde, die Lasten der Alliierten äu erleichtern und Barzahlungen und Sachliefe- s^gen reichlicher unter ihnen zu verteilen, ueberdies würde er einen Schritt auf dem Wege öur internationalen Anleihe dar- üallen. Der neue Plan wird morgen den in èlln anwesenden Vertretern der Reparations- wmmission sowie dem amerikanischen Vot- Ichaster vorgelegt werden. Darauf sollen die Segenwärtig ebenfalls in Berlin weilenden ausländischen Finanzsachverständigen, bie' von

Reparationskommission um ein Gutachten »ur Stabilisierung der Mark gebeten worden

Fiume war auch das Ziel D'Annunzios, dessen Nachsolger Mussolini ist. DÄnnunzio, der Urheber der sogenannten Faszistenbe- megung, hatte während des Weltkrieges unter freundlicher finanzieller und sonstiger Beihilfe des französischen Botschafters Barrere die Straße mobil gemacht und mit ihr durch Lärm­szenen in der Kammer der italienischen Regie­rung den Vorwand geliefert, ihre Äreibunds- psticht hintanzusetzen und die Verbündeten zu verraten. Nach Beendigung des Krieges war es DÄnminzia, der eine Zeit lang durch seinen abenteuerlichen Zug nach Fiume alle Welt in Atem hielt. Als schließlich doch Fiume an Jugo- jlawien zurückgegeben werden mußte, zog sich D'Annunzio vom öffentlichen Leben zurück. Nach ihm hat Mussolini die Führung der Fas- zisten übernommen und von da an konnte man eine planmäßige Vorbereitung auf die kom­menden Ereignisse beobachten. Zwei Gesichts­punkte sind für ihn und feine Anhänger maß­gebend: schärfste Bekämpfung aller fozialdemo- kratischen Bestrebungen im Innern und groß­italienische, imperialistische Politik in phan­tastischer Ausdehnung nach außen. Nicht ,um­sonst haben die Faszisten altrömif-ie Gebräuche aus der Versenkung wieder hervorgeholt. Sie füllen und gebärden sich als die Wiede:- erneuerer des alten römischen

gebend: schärfst kratischen Best,

Reiches und wollen die Grenzen Italiens ausdehnen bis über die Alpen und bis über die Adria, nach Süden bis tief nach Afrika hinein.

sind, sich zu dem belgischen Plan äußern. Schließlich wird er auch der deutschen Regie­rung vorgelegt werden.

Kein Handelsgeschäft Orient Rhein.

London, 31. Oktbr. Im hiesigen Ministerium bei . Reuttern bestreitet man energisch bie Absicht, Zu- gcftënbmffe.im Orient durch Suaeltänbnifie am Rhein

doner Reife sonor schon Bonar Law al» Kra»,engen für die französische Autonomiepolitik im Rheinland anrufen zu können geglaubt. In der Vergangenbeil ist manchmal tatsächlich nicht nur in Deutschland der Klaube aufgekommen, hab England seine ihm näher liegenden orientalischen Interessen gegen das deutsche Geschäft, daS für den Augenblick al? weniger dringlich angesehen wurde, eingetauscht habe. Augenblicklich scheint sich England mehr von einer aktiven Orient, volitik zurück,luzieben, wie die» der Brief Bonar Law» vom 7. Oktober anacdeutet bat, England könne nicht überall den Polizisten Europa» spielen. Man musi, wie hier schon anpebeutet wurde, annelnnen, das, Eng­land in der Oiimtfraoc Zugeständnisse an Frankreich machen wird, das; es aber in der Entschädigung»»^-, bindende Entscheidungen zunächst zu vermeiden trachtet, bis eine Erklärung Amerika» über die Schulden der Verbündeten norhegt. In der Richtung bewegt sich auch die Auslassung der Auswärtigen Amt», die heute aeincldet wir», indem sie eine Verkuppelung der Rhein­land- niit der Orientpolitik ablehnt. Für den Auge«, blick ist die Frage aber gar nicht aktuell, denn b« Reise des WiederberstellungSaurschnsseS nach Berlin wird keine Entscheidung bringen, sondern nur Vor­beratungen, über die in Paris später beschlossen werden soll.

Sozialistische Massendemvnstralion in Wien.

Wien, SO. Okt. Die Sozialdeniokralen veram Halteten am gestrigen Sonntag vormittag vor dem Natbans eine Massendemonstration gegen d, e Genfer Vereinbarungen und das Finanz- programm Seipels. Aus allen Bezirken zogen die Sozinldeiiiokraten, beiim sich die Konnnnnisten ang«. schlossen lasten, unter Borantragen von roten Fahne» zum Wiener Ratbaus. Die Gesamtzahl der Demon» Uranteu tvnrde auf 100000 bis 150 000 pefchäLt. Ans dem Plage vor dem Rathaus sprachen von HO Stellen die jazialdemokratüchen Abgeordneten zu der Menge nüb erklärten die Genfer Verein­bar n n g c n als Hochverrat au der Republik. Die Reimer wandten sich gegen mc Versklavung Deutiawi'.eri eiche mw das mbeckerjelndlicke Finanz» Programm Seipels. Me^ verlMMi^aiAr dieDnkch- m»>mug m ww «I UKU Äâne. -ic âNcn, ii.ua, edu.m

)um jww V« ^ciig- «»«iTf tiKer Rube und uw nur In Uhr immer, fregterunq ''fräs 'Sichelt Dkë fomwitnit'ttfrbeit Renier erklärten ve» Kampf bei ~ - - - ' Tszialdcmoli'kitic bll einen LcheGlamps uns verlangte»,

rah bie -Soualbcnicfretett nicht nur' gegen die Genfer Vereinbarungen ptutelueren, londern auch alle? aast

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heitsvorkshrungen. Der Telephonverkehr mit Südtirol ist eingestellt.

Wie der Faszismus sich innerhalb des nationalen Italiens austobt, soll uns gleich sein. Doch zum schärfsten Gegner mH bas Deutschtum ihm werden, wenn sich Vorgänge wiederholen sollten, wie sie jetzt in Südtirol zu verzeichnen waren. ^Hierüber wird uns aus Süd­tirol geschrieben:

Neben dem Schützenwesen hängt der Tiroler ganz besonders auch an der Pflege der Musik. In allen Städten unb größeren Ort­schaften gibt es eigene Musikkapellen, gereifte Männer und junge Burschen finden sich da .' oeU und mehrmals in der Woche nach des Tages schwerer Arbeit zu gemeinsamen Uebungen zu­sammen. Eine Festlichkeit irgendwelcher Au ohne Mitir/Akung einer solchen freirbilUaen Kapelle ist hi-rz-llande undenkbar; das gehört notwendig zur Betötigung wahren, echten Tirolertums. Nun haben die fasziltifchen Nationalheiligtumsschänder auch hi-r mit bru­taler Hand eingegriffen. Sie verlangen, daß überall zuerst derKönigsmarsch" und die Fasztstenhymne" gespielt" werde, und wenn das nicht geschieht, dann wird die musikalische Aufführung überhaupt verhindert. Wer aber diese beiden Musikstücke nicht stehend oder ent bläßten Hauptes anhört, sei er nun Italiener. Deutscher, Engländer, Franzose, Amerikaner oder wer immer, dem wird das von den Faszisten handgreiflich beigebracht. Unter iVrfjen Umständen wirkt die Musik nicht mehr wie ehedem befreiend, sondern, noch mehr läh­mend auf die ohnedies hin und hin gedrückten Gemüter der Südtiroler.

Wiederholt ist es vorgekommen, daß FolU- sten in ihrem Uebermut einen Deutschen ge­zwungen haben, mitten auf dem Wege nieder­zuknien, die Arme auszubreiten undEviva Italia!" zu rufen; gehorcht er nicht, dann wird er verprügelt.

In der altehrwürdigen Eisackstadt Sterzing wurde ein Apotheker unter der Androhung, bar-, ihm sonst alles kurz und klein geschlagen wird, von den Faszisten gezwungen, Rizinusöl zu trinken. Als er dies, in solcher Weise einge- schüchtert, getan hatte, sagten sie ihm, jetzt könne er sich seines Deutschtums entleeren.

bieten sollten, um die Genfer Vereenbarnkgen zu pad zu bringe«.

Au liniere lie^r !

In enger Echicksalsgemeinjchgst mit unserem ganzen Volke leibet das deutfche Zeitungsge- werbe schwerste Rot. Die Ausgaben wachsen ins Uugemejfeiie. Die Einnahmen können ihnen nicht folger., weil jeder Konjunktur- und Aus- lcnüsgeminn fehlt und weil den Bezugs- und ÄnzeigLnpreifen mit Rücksicht auf die zu er« füllenden hohen KuMvaufgaben Grenzen ge­zogen sind.Wenn wir, wie olle anderen deutschen Zeitungen, nun wiederum vor der harten Not- wèiwigkeit stehen, he Bezugs- unb Anzeigen­preise Hinnuszujetzen, so beugen wir uns einem unabwendbaren Zwange der Verhältnisse.

Gegenüber einem Friedenspreise von 21'10 Mk. kostete im September ds. Js. der Waggon Zei­tungsdruckpapier 685 000 Mark und schon vom 1. Oktober ab waren für die gle^e Menge rund 830 000 Mark zu zahlen. Seitdem ist die Kata­strophe unaufhaltsam wciiergeschritten. Obwohl bei der Festlegung der Oktober-Bezugs- und . Anzeigenpreise, wir nur mit. den zu Beginn des laufenden Monats bekannten Papierpreifen rechnen sonnten, wurden wir Mitte des Monats schon wieder von einer neuen Preissteigerung überrascht die dis Kosten für den Waggon auf rund 1 Million Mark hinaufschraubte. Neue Einnahmequellen waren nicht zu erschließen, und ehe der Fehlbetrag hat gedeckt werden 'ind unter Hinweis auf den neuen

können, fi

Frachttarif, auf die neuen Kohlen- und Holz, preise schon wieder gewaltige Erhöhungen an­gekündigt, die sich in einem Waggonpreis von etwa 1500 000 Mark, somit in mehr als dem

Kohlen- und Holz» ge Erhöhungen an­

fiebenhundertfachen Friedens­preise, auswirken sollen.

Schwachmütige könnten angesichts dieser Verhältnisse verzagen, aber wir sind in Würdi­gung des uns übertragenen öffentlichen Amtes gewillt und entschlossen, unser Blatt zu erhalten. Voraussetzung hierfür ist allerdings, daß dis Leser unserem Blatte die Treue bewahren, indem sie bedenken: Wenn die deutsche Presse zugrunde geht, dann zerbrechen dem ganzen zen, die in eine bessere Zukunft

zu erkaufen. Ueber die Berliner Reife der Wieder- hcrste»ungZau»schusses ist seine ®tiwmun< zuversichtlich.

*

Die Befürchtungen, »eh ein lolcher A«»«lei<, den man Kudbandel zu nennen pflegt. teabsichnzt iei, maren Ltitte letzter Wo^e in der Londoner Kity laut geworben, worüber wir berichtet batten. Der Politiker de» Reuiern de» Echo de Pari» hatte nach einer Lon»

zugrunde geht, h Volke die Schwing! hinüber tragen können.

Verlag und Redaklicm.

Der Bezugspreis desHanauer An^igers* beträgt vom 1. Novbr. ab monatlich 230 Papier­mark ohne Trägerlohn. Die Einzelnummer kostet 10 Mark.

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