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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Sladl- und Landkreis Kanan

Erschein! täglich mit Ausnahme der Som- und Feiertage

Nr. 247

Freitag den 20. Oktober

1922

Rücktritt Llo

Bonar Vaw mit der Neubild»

London. 20. Oktbr. In der gestrigen Sitzung der konservativen Minister und Partei­mitglieder wurde ein Antrag auf Auflösung der Regierung zum Beschluß erhoben. Der Beschluß ging durch, obgleich Chamberlain, der Führer der Partei, für das Wetterbestehen der Koali­tion mit den Liberalen eintrat. Bald darauf folgte eine eiligst zusammenberufene Konferenz bet unionistifchen und liberalen Minister. Lloyd George berief dann eine Vollsitzung des Ka­binetts ein. Der König war inzwischen in aller Lite nach London zurückgekehrt. Lloyd George überbrachte ihm im Buckinghampalast den Rück­tritt der Regierung, den der König annahm. Der König sandte darauf nach Bonar Law und ersuchte ihn, um die Reubildung des Ka­binetts. Bonar Law hat diesen Auftrag an­genommen.

*

Das ganze Interesse der Oeffentlichkeit war auf den Ausgang der gestrigen Versammlung der konservativen Unterhausmitglieder gerichtet, war doch angekündigt worden, daß diese Ver- ammlung sich für oder gegen den weiteren Ve­land der Koalition entscheiden werde. Sie hat ich gegen den Fortbestand der letzteren ausge- prochen, was das Auseinanderfallen der Koa­lition und damit die Demission Lloyd Georges zur Folge haben mußte. Lloyd George hat sich dieser Tage selbst mit einem alten Schauspieler verglichen, für den das Londoner PnlâM, leine Verwendung mehr habe. Dieser Vergleich "war vollkommen richtig das Land war dieses Mannes müde, es wollte einen Wechsel um jeden Preis. Nun hat es ihn. Lloyd George selbst wird sich gewiß nicht beklagen. Er kennt zugut die Mitleidlosigkeit des politischen Lebens und hat selbst allzu oft zu seinen Gunsten von chr Gebrauch gemacht. Er hat sehr lange die Wonnen der Macht gekostet und die Geschichte wird über ihn ihr Urteil fällen. Nun ist seine Zeit gekommen er geht, wie dieser Tage eine Zeitung sehr treffend, wenn auch nicht sehr ge­schmackvoll sagte, den Weg alles politischen Fleisches. -»

Mit dem Sturz Lloyd Georges hat auch den letzten unter den heutigen Ministerpräsidenten, die dem deutschen Volke die Ketten des Friedens von Versailles geschmiedet haben, sein Schicksal ereill. Lloyd George gehörte zu den Vätern der Lüge von Versailles, die ihm, trotzdem er die Unmöglichkeit des Vertrages kannte, dazu ver­dammte, immer ein ernstes Gesicht zu machen, wenn Poincarè sich auf dieHeiligkeit" der ge­meinsamen Schande von Versailles berief. Wo sollte auch Lloyd George Mut und Möglichkeit hernehmen, die Katze eine Katze und die Ver­logenheit Verlogenheit zu nennen, wenn sein Komplize Poincarènur die Erfüllung des Ver­trages" wünschte? Lloyd George wird nun von einem anderen abgelöst, Bonar Law ist mit der Regierungsbildung betraut und das vèue Kabinett wird voraussichtlich ein rein kon­servatives sein. Bonar Law gehört nicht den Die- hards, den Radikalen auf dem rechten Flügel an, sodaß es eine Politik des Rechtsextremismus °uch unter der neuen Regierung nicht geben wird. Es ist eher anzunehmsn, daß Bonar Law ein treuer Mitarbeiter Lloyd Georges, abge­sehen von der irischen Frage sich auf den bis­herigen politischen Grundlinien bewegen wird, "daß sich heute absolut noch nichts darüber agen laßt, welche Folgen der Regierungswechsel ur uns haben wird. Das eine steht aber jetzt Mn fest, daß die Pause, die notwendigerweise während der Uebergagszeit in der aktiven Mit­wirkung Englands bei der Lösung der inter- Monalen Fragen eintreten muß, geeignet ist, unsere Lage noch zu verschlimmern.

( Pm Jahre 1890 trat der damals 27jährige Lloyd uus englische Parlament ein, 1905 bereits machte was mpbell-Bannermann zum Handelsminister. Als biii>-/nter Asquith das liberale Ministerium umge- u wurde, ward ihm das Schatzkanzleramt über» ta«n w dieser Stellung brachte er den Kampf zwi- vnns? ^n beiden Häusern des Parlaments zum Höhe- d°me den älteren englischen Politikern wäh- Weltkrieges unbequeme Tatkraft versuchte linnc, A-u^etIen' '"dem man ihn 1915 zum Muni- ernannte; 1916 rückte er in das Amt

Sein Kampf gegen Asquith der i»°ßlich von Erfolg gekrönt: am 7. Dezem- iaib bekam er die Leitung als. Premierminister

Georges,

itig des Kabinetts beauftrag!.

in die Hände. Die alte Kriegskoalition führte noch in den Wahlen vom Spätherbst 1918 zu einem Siege gegen die Arbeiterpartei und die fetzigen Unabhängi­gen Liberalen unter Asquith: Lloyd George blieb Premierminister.

Wie es zur Demission kam.

London, 20. Oktbr. Die gestrige Sitzung' der Konservativen, welche die Forderung des Rück­tritts der Lloyd George-Regierung zum Be­schluß erhoben hatte, stand unter dem überwie­genden Einfluß von Bonar Law. Er war der Hauptredner gegen das Weiterbestehen der Koa­lition. In markanten Worten betonte er, die Unabhängigkeit der konservativen Partei. Sie sei notwendig, damit das Parlament seine Einigkeit wieder erlangen könne. Diese Erklä­rung Bonar Laws machte einen großen Ein­druck und scheint in erster Linie das Ergebnis der Abstimmung herbeigeführt zu haben. Diese fiel dahin aus, daß sich 186 Mitglieder für die Unabhängigkeitspolitik aussprachen, während nur 87 Stimmen die Politik Chamberlains für das Weiterbestehen der Koalition billigten. Man erwartet, daß die Wahlen jetzt recht bald abge­halten werden können. Vermutlich werden die Konservativen, die nunmehr ihre Unabhängig­keit erklärt haben, dabei ihr eigenes Programm verfechten. Ponar Law hat allerdings in seiner Rede durchblicken lassen, daß eine Zusammen­arbeit mit den Koalitionsliberalen nicht arföqe» schlossen sei.

Paris, 20. Oktbr. Es bestätigt sich, daß in der für Lloyd George verhängnisvollen Sitzung

Konservativen, Bonar Law den Ausschlag gegeben hat. Seinem Auftreten wurde mit der größten Spannung entgegengesehen und schon als seine ersten Worte über die Notwendigkeit, die jetzige Koalition zu kündigen, hörbar wurden, begann man ihm stürmisch zu- zujubeln. Bonar Law sagte, daß er es für seine Pflicht gehalten habe, hier aufzutreten, sonst wäre er gezwungen, sich vom politischen Leben ganz zurückzuziehen. Vor sechs Jahren so fuhr er fort, sei er zu der Ueberzeugung gekommen, daß die Regierung Asquith verschwinden müsse, weil sie nicht das Land hinter sich habe. Heute habe er zu seinem Bedauern die Ueberzeugung, daß die jetzige Regierung nicht mehr das Ver­trauen der Wählerschaft genieße und daß sie aus diesem Grunde abzutreten habe. Bonar Law setzte sich mit überzeugender Beredsamkeit für die Erhaltung der Einigkeit in der konservativen Partei ein, die allen anderen Rücksichten vorangehen müsse, weil sie das wesentlichste sei. Die Einigkeit könne aber nicht anders erhalten werden, als wenn die Partei frei von jeder Verbindung mit den Liberalen vor die Wählerschaft hintrete. Aller­dings, so schloß er, werde er glücklich sein die Unterstützung der liberalen Elemente, deren Bestrebungen im Grunde mit denen der kon­servativen Partei identisch seien, wiederzufinden und er schließe keineswegs die Möglichkeit einer neuen Äerbindung mit ihnen nach den Wahlen aus.

liebes die jetzt zu erwartenden weiteren Schritte wird mitgeteilt, daß Bonar Law um seine Ab­sicht einer Kabinettsbildung verwirklichen zu können,-von der konservativen Partei zunächl' zu ihrem Vorsitzenden gewählt werden wird. Sollte Bonar Law wider Erwarten auf ärzt­liches Verlangen hin doch noch von seiner Mission zurücktreten, dann erwartet man, daß Lord Derby an seine Stelle treten wird. (Lord Derby ist der Vertreter derDic-Hards, der Radikalen auf dem rechten Flügel. D. Red.)

London, 20. Oktbr. Der Rücktritt der Regie­rung erregt ungeheures Aufsehen. Die Blätter nennen das Ergebnis der konservativen Ver­sammlung einen Todesstoß für die Koalitions­regierung. Als Lloyd George gestern nachmittag zurückkehrte, erwartete ihn im Flur eine Abord­nung der Bergarbeiterdelegierten unter Füh­rung von Hodge, die für gestern nachmittag zu einer Unterredung mit dem Ministerpräsidenten eingeladen waren. Lloyd George begrüßte die Abordnung mit den Worten:Ich bin nicht mehr Premierminister." Wie verlautet, kann angenommen werden, daß verschiedene unio» nistische Minister auch weiterhin zu Lloyd George stehen werden.

Paris, 19. Oktbr. Tschitscherin empfing in Moskau den Vertreter der Chicago Tribune und erklärte ihm folgendes: Rußland hätte um die Konferenz von Mudania sich nicht zu küm­mern brauchen, denn diese sei nur für den Ab­schluß eines Waffenstillstandes angesetzt wor­den, und der Krieg gehe Sowjetrußland nichts an. Auf der Dardanellenkonferenz müsse aber Rußland unbedingt vertreten sein. Es wird dabei folgendes Programm verfechten:

1. Alle türkischen Ansprüche, wie sie in der Frage der Grenzen in dem Nationalpakt von Angora niedergelegt sind, werden von Ruß­land unterstützt werden.

2. Runland unterstützt die Souveränitäts- Mächte der Türkei in den Küstengebieten der Meerengen. Diese Rechte dürfen nicht gemindert werden.

3. Rußland widersetzt sich der Aufrechter­haltung der bestehenden und der Schaffung neuer neutraler Zonen.

4. Rußland widersetzt sich jeder Kontrolle der Meerengen durch den Völkerbund.

5. Rußland widersetzt sich jeder Kontrolle der Meerengen durch eine auswärtige Macht ebenso eine solche über andere türkische Gebiete.

6. Rußland fordert die Freiheit der Handels­schiffahrt in den Dardanellen, soweit es sich mit den türkischen Souveränitätsrechten vereinbaren läßt.

Eine Konferenz zur Regelung dieser Fragen ohne Teilnahme Sowjetrußlands würde von Rußland niemals anerkannt und ihre Beschlüsse für null und nichtig erklärt werden.

Verlrauensvsium für Psincarö.

Paris, 20. Oktbr. Die Kammer nahm gestern abend mit 389 gegen 168 Stimmen ein Vertrauensvotum für Poincars an und vertagte den Beginn der Diskussion des Budgets auf kommenden Dienstag, während die Opposition darauf bestanden hatte, daß zunächst die Dis­kussion der verschiedenen Interpellationen fort­gesetzt werde.

Slurmszenen im preußischen Sanitag«

Im preußischen Landtag wurden gestern die großen Anfragen der Sozialdemokraten, der Deutschnationalen und der Deutschen Volkspar­tei über die Vorgänge am und im Zirkus Busch am vergangenen Sonntag, sowie ein Urantrag der Kommunisten über die Absetzung des Po­lizeipräsidenten Richter, die Auflösung sämt­licher konterrevolutionären Verbände, wie des Bundes für Freiheit und Ordnung, die Schöpfung einer Arbeiterwehr aus freigewerk- schaftlichen Arbeitern, sowie die Entlassung und Entschädigung der verhafteten Arbeiter und Arbeiterinnen beraten. Gleich der Anfang der

Weg mit den phantastischen Repa- rationssvrderungen.

London, 19. Oktbr. In der Jahresversamm­lung des Verbandes der Handelskammern sagte Albert Hob so n (Sheffield), er widersetze sich dem phantastischen Gedanken, Deuffchland 40 oder 50 Jahre lang unter dem Druck der Repa­rationen zu halten. Er befürwortete ein Ab­kommen, das die Beendigung der Reparations­zahlungen in etwa 20 Jahren vorsehe. Arthur Balfour (Sheffield) erklärte ebenfalls, die Reparationsfrage müsse geregelt werden. Was das deutsche Kapital im Auslande anlange, so sei dies Privateigentum; dessen Beschlagnahme würde Bolschewismus sein.

Auf der Versammlung brachte Sir Albert Hobson eine Entschließung über die deutschen Reparationen ein, in der es heißt, daß ein Ausschuß ernannt werden soll, um die Reparationsfrage zu prüfen, damit der Vollzugsrat den Handelskammern und der Re­gierung seine Ansicht unterbreiten kann. Hobson erklärte, die Revision des Versailler Vertrages erscheine unvermeidlich. Wenn eine Revision stattfinden müsse, so sollten die Geschäftsleute in ihrem Interesse bei dieser Revision und bei der endgültigen Regelung für ermäßigte Forderungen an Deutschland ein­treten. Ohne eine Revision sei Deutschland nicht in der Lage, der Inflation des Papiergeldes Einhalt zu tun. Bei dem augenblicklichen Stand der Dinge könne die Inflation nicht ohne Unter­stützung oder Druck von außen aufgehalten werden. Nach feiner Ansicht betrage der für die Ausfuhr zur Verfügung stehende Ueberschuß deutscher Waren nicht mehr als 120 Millionen Pfund im Jahre, und dieser Ueberschuß sei in großem Maße entscheidend für die Zahlungen, die Deutschland zu leisten habe.

Sitzung gestaltete sich sehr stürmisch. Der Antrag der Deutschen Volkspartei, die Sitzung um eine Stunde zu vertagen, wurde von linksradikaler Seite mit stürmischen Zwischenrufen als eine Schiebung bezeichnet. Da neben den Antrag­stellern kaum jemand für diesen Antrag eintrat, wurde dieser unter stürmischem Beifall der Kom- munisten abgelehnt. Auch jetzt sollte man noch nicht zur Beratung des eigentlichen Gegenstan­des der Verhandlungen kommen. Die Linksradi- kalen sorgten sofort für ein neues Intermezzo, da sie ihren Antrag, der an vierter Stelle auf der Tagesordnung stand, als ersten Verhand­lungsgegenstand behandelt wissen wollten. Da mehr als 15 Abgeordnete widersprachen, erlebte dieser Antrag zur Geschäftsordnung 'dasselbe Schicksal wie der vorige. Darob größte Em­pörung bei den Kommunisten.

Als erster Redner ergriff Rabold (Soz.), von lärmenden Zwischenrufen der Kommu­nisten empfangen, das Wort und erklärte: Die Berliner Arbeiterschaft habe mit den Einzel­heiten der Vorgänge am Zirkus Busch nicht das Geringste zu tun und zieht zwischen sich und den Veranstaltern einen entschiedenen Strich. Der hauptsächliche Leiter der Versamm­lung, Laverrenz, habe sich als VcrsammlmPs- sprenger schon oft betätigt. Die Polizei hätte wohl besser daran getan, die Versammlung zu verbieten. Jedenfalls seien die Kommunisten bei der Pöbelei ins Hintertreffen geraten. (Stür­mische Unterbrechung durch die Kommunisten.) Die Versammlung war eine regelrechte Radau- versamlmung, bei der auf Techow und andere deutschnationale Mordtäter Hochrufe ausge­bracht wurden. Die Kommunisten hätten durch ihren Sprengungsversuch nur Wasser auf die Mühle der Deutschnationalen gegossen. Jeden­falls war die Versammlung ein Mißbrauch der Versammlungsfreiheit, aber seine Fraktion sei nicht gewillt, oos zu ww&ttj^ kommunistische Schuldkonto komme. (Neue Pro- testrufe bei den Kommunisten.)

Abg. Rippel (Dnat. Vp.): Der Bund für Freiheit und Ordnung ist eine unverfängliche, über den Parteien stehende Organisation, in der Mitglieder der verschiedensten Parteien vereint sind. Wichtiger sind die Vorgänge vor dem Zir­kus. Harmlose Bürger, Frauen und Jünglinge wurden überfallen, niedergeschlagen, auf Waffen untersucht und in Abwesenheit solcher Waffen der Geldbörsen beraubt. Was die Linkspresse und insonderheit dieD. Allg. Ztg." darüber veröffentlicht hat, stellt eine Vergiftung der öffentlichen Meinung dar. Die Versammlung war polizeilich angemeldet und genehmigt. Die Rote Fahne" hat zum Kampf gegen die Mo­bilmachung der Orgesch aufgerufen. Das war in Berlin bekannt. Nur der Polizeipräsident scheint ein kommunistisches Orgelkonzert erwartet zu haben. Ihn trifft die Verantwortung und der Vorwurf größter Pflichtverletzung. Das Recht der Selbstverteidigung lassen wir uns nicht neh­men, ich rufe zur Arbeit auf und wenn es fein muß, zum Kampfe, entweder für die Regierung oder, wenn sie ihre Pflicht nicht tut, gegen sie!

Abg. v. Eynern (D. Vp.): Der Polizei- Präsident hat selbst geäußert, daß er den Bund, der die Versammlung einberusen hatte, nicht für eine reaktionäre Organisation halten könne. Das Schauspiel vom Sonntag ist eine Schande für die Stadt Berlin. Offenbar hat die Staatsge­walt versagt. Die Regierung scheint leider viel zu rasch bereit zu sein, eine solche Interpellation zu beantworten. Sie soll sich mehr Zeit zu Untersuchungen lassen. Gegenüber solchen Droh­ungen der Kommunisten hätte sich der leitends Beamte selbst um die Abwehrmahnahmen küm­mern müssen. Unbedingt muß mit der Führung der Untersuchung eine Stelle beauftragt werden, die über dem Polizeipräsidenten Richter steht. Die Behörden haben die Pflicht, für sichere Zu­stände auch in Berlin zu sorgen, damit sich die Bürger nicht selbst zu bewaffnen brauchen.

Abg. Geschke (Komm.) begründete den Irantrag seiner Fraktion. Mit dem Mordge- indel müsse restlos aufgeräumt werden. Das Urteil in Leipzig fei eine Aufmunterung zu neuen Taten. Wir fordern das Verbot der Ver­sammlung. DerBund für Freiheit und, Ord­nung" und alle ähnlichen Organisationen müssen aufgelöst werden. Wir verlangen die Rückgabe des beschlagnahmten Sanitätsmate­rials. Wir nehmen den Kampf,mit des Faszis­mus auf! (Beifall bei den Kommunisten.)

Nach Schluß der Sitzung tönten von den dichtbesetzten Tribünen Rufè zur Rechten über:Ihr Lumpengesindel, ihr Mörder, ihr Hunde!" Die Kommunisten riefen dazu: Bravo!

Dollar (10 Uhr vorm.) 3325