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AmMches Organ für Siabl- und Landkreis Kanan
Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage
Nr. 242
Samslag den 14. Oktober
1922
Das Sleueske.
— 8m Rathenaumord-Prozeß wird heute nachmittag das Urteil gefällt, das wir durch Aushang bekannt geben werden.
" — Die Gewerkschaft deutscher Eisenbahner fordert eine gründliche Reform der Währung.
— Die französische Regierung lehnt den Vorschlag Bradburys, der ein fünfjähriges Moratorium vorsieht, ab.
— Das französische Kriegsgericht in Wiesbaden hat den algerischen Schwarzen Amare Kenomi Ben Ressar wegen des am 12. Juni 1922 an der 19jährigen Frida Guckes (Idstein) verübten Mordes zum Tode verurteilt.
England verlangt ein Sjähriges Moratorium.
Paris, 13. Okt. John Bradbury stand gestern den ganzen Tag über in telephonischer Verbindung mit seiner Regierung, um neue Instruktionen einzuholen, wie er sich bei der jetzigen Debatte in der Reparationskommission verhalten soll. Es steht nun fest, daß der englische Delegierte ein fünfjähriges Moratorium beantragen wird, während welcher Zeit die Reichsregierung für die Zahlungen der Re- parationskommission Wechsel oder Schuldverschreibungen geben soll, die jede der alliierten Regierungen nach dem Anteil, den sie aus den deutschen Reparationszahlungen beziehen soll, bekommen könnte. Jede der alliierten Regierungen müsse aber die ihr übergebenen Wechsel mit ihrer eigenen Garantie versehen, eine gemeinsame Garantie aller Alliierten würde nicht erfolgen.
»Petit Journal" glaubt über den Antrag L/adüuxys folgende Angaben machen zu kön- nen: Deutschland ist von allen Barzahlungen für fünf Jahre zu entbinden. Die deutM Regierung habe der Reparationskommission für die für 1924—25 und 1926 vorgesehenen Zahlungen Wechsel oder Schuldverschreibungen zu übermitteln, die jede der alliierten Regierungen nach Möglichkeit flüssig zu machen suchen würde, und zwar für eigene Rechnung und auf Grund chrer eigenen Bürgschaft. Mit anderen Worten, es gäbe dann keine gemeinsame Garantie der Alliierten. Wenn Frankreich beispielsweise Geldleiher finde, die chm seinen Anteil auf Grund der deutschen Wechsel auszahlten, sei es ihnen gegenüber allein verantwortlich, falls Deutschland bei Fristablauf die Zahlungen verweigern sollte. „Petit Journal" vertritt den Standpunkt, daß die interalliierte Solidarität heute vielleicht schwieriger aufrecht zu erhalten sei, als zu der Zeit, als die belgische Prioritätsforderung noch nicht gedeckt gewesen und die französisch-britische Entente weniger gelockert gewesen sei. Vom Standpunkt der französischen Interessen erfordere der Antrag Bradburys die ganze Aufmerksamkeit der Regierung und der öffentlichen Meinung. Von einer KonferenzinBrüssel, die eine Uebereinstimmung der Ansichten unter den Alliierten voraussetze, werde jetzt kaum noch gesprochen; diese sei durch die Ereignisse der drei letzten Monate ein wenig verschoben worden.
Frankreich gegen das Moratorium.
Paris, 14. Off. Gestern vormittag hat im Auswärtigen Amt unter dem Vorsitz poincarés «ne Konferenz über die Wiederherstellungsfrage llatlgefunden, bei der außer dem Präsidenten der Reparationskommission, Darlhou, der Finanzminister, der Minister für die befreiten Gebiete und der Finanzexperte Seydoux an- G^end waren. Alle stimmten darin überein, datz der Vorschlag Bradburys, Deutschland ein fünfjähriges Moratorium unter Einführung eirwr strengen Finanzkontrolle und eines Veto- rechks zu gewähren, genau geprüft werden müsse, da er von schwerwiegendem Einfluß aus die künftige Entwicklung fein könne. Der Teil des Dradbury'ichen Projekts, der sich auf die Finanzen Deutschlands beziehe, sehe eine Reihe verzwickter Maßnahmen vor, deren Durchfüh- nng von dem guten Willen Deutschlands ab- nange. Ein fünfjähriges Moratorium erscheine „^lvanzösjschen Regierung unmöglich, da sich voraussehen lasse, welche Entwicklung die Zahlungsfähigkeit nehmen werde. Die l anzosische Regierung stehe nach wie vor auf w Standpunkt, den sie auf der Londoner Kon-
>m August eingenommen habe. Frarck- "unsche, daß die geplante Brüsseler Kon- lerenz möglichst Ende November oder spätestens s Dezember Zusammentritt und daß mit auf dAe Konferenz die Revaralions- ®Mfion einstweilen keine Beschlüsse fasse.
Paris, 14. Oft. Auf den Vorschlag Bradburys, der gestern den Gegenstand der vertraulichen Sitzung der Reparationskommission bildete, wird, wie das „Petit Journal" erfährt, der französische Vertreter Darlhou ein Memorandum abgeben, worin er erklärt, keine Entscheidung über ein neues Moratorium an Deutschland annehmen zu können, bevor nicht die Konferenz in Brüssel gesprochen hat.
Deutschland gegen eine Erweiterung der Finanzkontrolle.
Berlin, 14. Okt. Die Reichsregierung verhält sich dem englischen Sanierungsplan gegenüber unbedingt ablehnend. Die Reichsregierung ist demnach nicht geneigt, ihre Souveränität auf finanziellem Gebiete in einer so weitgehenden Weise aufzugeben, daß die Erfüllung aller ihrer Pflichten gegenüber dem deutschen Volke in politischer, sozialer und kultureller Hinsicht von dem Wohlwollen einer fremden Macht abhängig gemacht werden würde. Sie ist wohl bereit, der Reparationskommission oder deren Beauftragten entsprechend ihrer früheren Zusage Einblick in die Finanzgebarung des Reiches zu gewähren, um damit den Beweis zu erbringen, daß auf keiner Seite Ausgaben gemacht werden, die nicht unbedingt notwendig find. In der Frage einer Finanzkontrolle will sie aber unter keinen Umständen über die seinerzeit von Finanzminister Dr. Hermes gemachten Anerbietungen hinausgehen.
Französisch-russische Annäherung.
Paris, 13. Off. Heriot läßt noch vor seiner Rückreise aus Rußland eine Reihe von Mitteilungen nach Frankreich kommen, die beweisen sosten, daß seine Mission gute Erfolge hatte. Er besuchte alle Führer der Bolschewisten f^W.^M M Frage durchaus unterstützte und daß Frankreich und Rußland dieselbe Dardanellenpolitik verfolgten. Außerdem gab er die Zusicherung, daß das Dardanellenproblem ohne Rußland niemals gelöst werden dürfe. Auch mit poincaré nahm er diesen Depeschenauslausch vor. Er schilderte die Haltung Rußlands und drückte den Wunsch aus, daß Frankreich Rußlands Forderungen auf Teilnahme an der Orientkonferenz unterstütze. Vor seiner Abreise aus Moskau erhielt Heriot der „Chicago Tribune" zufolge ein Telegramm poincarés, worin es heißt: „Ich teile die Anschauung herioks in der Frage der Dardanellen und danke Rußland für die Behandlung Heriots." Man betrachtet dieses Telegramm in Moskau als eine historische Tat und für das erste offizielle Dokument, das die Wiederversöhnung zwischen Frankreich und Rußland bekundet. Heriot habe einen wirkschaft- lichen und politischen Bericht vorbereitet, den er der französischen Regierung vorlegen will.
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Diese Fühler, die Frankreich nach Rußland ausstreckt, beweisen wieder die planmäßige Arbeit der Pariser Regierung, Verbündete gegen England zu gewinnen. Wenn bei künftig auftretenden „Meinungsverschiedenheiten" in der Reparationsfrage Frankreich seinen neuen türkischen und russischen Freunden einen Wink gibt, gegen den asiatischen Besitz Englands eine drohende Haltung einzunehmen, dann kann es stets auf ein Nachgeben Englands rechnen. Die Freundschaft mit Rußland und der Türkei bedeutet für Frankreich also zugleich die „freie Hand gegenüber Deutschland". Von diesem Gesichtspunkt betrachtet, berührt uns die französische Ostpolitik aufs empfindlichste.
Zur Arichspröfidenlenwahl.
Berlin, 14. Okt. Der Parteivorstand der Deutschen Solfspartei, der bei der Zentralvorstandssitzung in Breslau durch Zuwahl erweitert worden ist, trat am Freitag vormittag in Berlin zusammen, um zu der Frage der Reichspräsidentenwahl Stellung zu nehmen. Aus der Aussprache ergab sich, daß der Parteivorstand der Auffassung zustimmt, die kürzlich von den Vertretern der Partei bei einer Besprechung mit dem Vizekanzler Bauer vertreten worden ist und die dahin geht, daß es nicht empfehlenswert erscheint, die Wahl, wie von der Regierung vorgeschlagen, am 3. Dezember ds. Js. vorzunehmen. Auch der Parteivorstand ist der Meinung, daß wir in der inneren Politik zur Zeit die Einheit nicht durch Wahlleidenschasten gefährden dürfen und daß die ruhige Entwicklung auch mit Rücksicht auf die außenpolitischen Fragen nicht gestört werden dürfe. Die Deutsche Volkspartei wird ihre Bemühungen weiter darauf richten, im Sinne dieser vom Parteioorstand vertretenen Auffassung darauf
hinzuwirken, daß die Wahl des Reichspräsidenten durch Reichstagsbeschluß noch hinausgeschoben wird.
Berlin, 14. Okt. Reichskanzler Dr. Wirth hatte gestern nachmittag eine Unterredung mit dem Reichspräsidenten, in der er ihm die Stellungnahme der Deutschen Volkspartei bekannt gab. Reichspräsident und Reichskanzler waren sich völlig darüber einig, daß vor allen Dingen für das außenpolitische Ansehen der Republik wie auch für innerpolitische Konsolidierung die Heranziehung der Deutschen Volks- Partei zur K a n d i d a t u r der Regierungskoalition und zur Mitarbeit im Kabine t t notwendig sei.
Berlin, 14. Okt. Freitag abend sprach in einer Versammlung der Deutschnationalen V o l k s p a r t e i der Vorsitzende Hergt über die bevorstehende Neuwahl des Reichspräsidenten. Die Neuwahl stände im engsten Zusammenhang mit den wichtigsten Fragen politischer und wirtschaftlicher Art. Sie sei immer und immer wieder durch die Linksparteien hinausgeschoben worden. Jetzt, nach der Einigung der beiden sozialistischen Parteien sei sie in den Vordergrund gerückt, da die Sozialisten jetzt die Probe aufs Exempel machen wollen, um sich als stärkste Partei Deutschlands zu zeigen. Nichts sei kümmerlicher, als was man seitens der bürgerlichen Parteien gegen den Siegeszug der Sozialdemokratie sehe. Die Revolution sei noch nicht zu Ende. In den nächsten zwei Jahren, die über Leben und Tod des deutschen Volkes entscheiden würden, dürfe kein Parteimann wie Ebert an der Spitze des Staates stehen. Die Deutschnationale Volkspartei wolle einen Reichspräsidenten, der über den Parteien stehe. Zum Schluß äußerte sich der Redner zu der Kandidatur Hindenburgs, für die er mit großer Wärme eintrat, daß Hindenburg der e inj i g e fei, üer überparteilich von dein ganzen Volke gewählt werden könne.
Aus Hannover wird gemeldet, daß die Zeitungsberichte, wonach dem Generalfeldmarschall Hindenburg von der Deutschnationalen Volkspartei die Uebernahme der Präsidentschaftskandidatur angetragen worden sei, unrichtig sind. In der Hannoverschen Presse erklärt der Feldmarschall, daß er zur Frage einer Kandidatur nicht Stellung nehmen könne, da ihm eine solche von keiner Seite angetragen worden sei. Gleichzeitig wird aus deutschnationalen Kreisen mitgeteilt, daß man in der Partei zwar die Frage der Präsidentenwahl schon erörtert habe, aber nicht zu einem Beschluß über die Kandidatur gekommen sei. Man werde an Hindenburg nur herantreten, wenn eine Verständigung über die Kandidatur mit den anderen bürgerlichen Parteien zustande komme. Keinesfalls wolle man Hindenburg als Parteikandidaten erscheinen lassen.
Vor dem Zusammentritt -es Reichstages.
Berlin, 14. Okt. Im Reichstag, der seine Sitzungen am Dienstag Lieder aufnimmt, herrscht bereits lebhafte Tätigkeit. Viele Abgeordnete haben sich schon eingefunden und halten Vorbesprechungen mit den Parteiführern ab. Da die Mehrzahl der Abgeordneten erst am Montag oder Dienstag eintreffen wird, finden die ersten offiziellen Fraktionssitzungen erst Dienstag statt. Zu diesem Tage haben eingeladen die Deutschnationale Dolkspartei, die De- mokratische Fraktion, die Zentrumsfraktion und die beiden sozialistischen Fraktionen, die noch einmal unter sich tagen wollen, ehe sie sich auch im Reichstag zu der Fraktion der Vereinigten sozialdemokratischen Partei zusammenschließen. Auch der Aeltestenrat ist für Dienstag einberufen worden. Er tritt bereits um 11 Uhr vormittags zusammen.
Die Ausgleichszahlungen.
B«rlin, 14. Okt. Heute beginnen im Reichr- finanzunmstcrium, wie die Telunion von zuständiger Seite erfährt, die Verhandlungen über die allgemeine Frage der Neuregelung der Bu»zleich»vtrf«hrenS. Von deutscher Seite nehmen daran Vertreter der Finanz- ministeriumr, der Wiederaufbauministcriumr und der Reichraurgleichramtr teil. Neben dem Vertreter der Pariser NuSgleichsamtr, Herrn Alphand, und dem Leiter des Londoner Nulgleichramtr, Herrn Bretz, die bereit» seit einiger Zeit V»r»crbandlungen mit Berlin geführt haben, ist nunmehr auch der Vertreter der Brüsseler AuSgleichramtr zu den Besprechungen ein« getroffen. Vertreter der an dem Ausgleichsverfahren interessierten Staaten Italien, Sricchenland, Siam haben sich nicht eingefunden. Die Bertzandlungen erstrecken sich lediglich auf die gutinftige Regelung der Ausgleichszahlungen. Auf welcher Basis sie stattfinden werden, kann zur Stunde noch sicht gesagt werde«.
öâaM^wssasMraaM^aesgfaatmsE^^
Finanzpolitische Gewerkschaft», sor-erungen.
Berlin, 14. Okt. Wie die Telunion erfährt« hat die Gewerkschaft deutscher Eisenbahner und Staatsbediensteten (christlich-national) von der Erkenntnis ausgehend, daß die heutige Papiergeldwirtschaft uns immer tiefer in den Abgrund sinken läßt, neue Forderungen aufgestellt, von denen die wichtigste eine gründliche Reform derWährung verlangt. Damit verbunden wird die weitere Forderung nach Fest- setzung der Bezüge der Staatsbediensteten nach dem amtlichen Kurs der Gold» .mark. Die G. d. E. verlangt, daß, solange dieses Ziel nicht erreicht ist, eine fortlaufende Prüfung der Kalkulationen von Industrie und Handel durch paritätische Kommissionen erfolgt. Ferner wird auch ein Verbot der Herstellung und der Einfuhr von Alkohol und alkoholischen Getränken zu. Genußzwecken verlangt. Auch die Frage der Gewährung eines Teils der Bezüge der Staatsbediensteten in Naturalien ist von der G. d. E. aufgegriffen worden. Die Forderungen werden dem Reichstag unterbreitet werden.
D»m „freien deutschen Rhein".
Ernst Moritz Arndt, von dem früher jeder Schulbub ein paar gute vaterländische Gedichte auswendig lernen mußte, ohne an seiner Ge- 'finnung Schaben zu nehmen, gab zu Leiv-w im Jahre der Völkerschlacht eine Schrift heraus, betitelt „Der Rhein, Teutscklands Strom, aber nicht Deutschlands Gränze", von der ich nicht weiß, ob sie heute noch gelesen werden darf oder überhaupt gelesen wird. Wie dem auch sei — Arndt hat darin mit mannhaften kräftigen Worten und in jener Art, der auch der böseste Wille nichts anhaben kann, nackgewiesen, daß der Rhein und daher auch sein Uferlauf den Deutschen gehört, nicht aber den Franzosen und — so fetzen wir heute hinzu — gleich gar nicht den gelben oder schwarzen Völkern Afrikas! Diese jedoch, Marokkaner und Senegalneger samt ihren belgischen und französischen Auftraggebern betrachten das Rheinland als den Tummelplatz ihrer zügellosen Tierheit und treten Recht und Sitte täglich mit Füßen. Einige e r st jetzt bekannt gewordene Fälle der „B e s a tz u n g s p e st" reden dafür eine deutliche Sprache: In Siegburg wurde ein Arbeiter, der eine von zwei farbigen Soldaten belästigte Frau beschützte, von den Soldaten so schwer mißhandelt, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. — Eine 48jährige Ehefrau wurde auf dem Wege von Duisburg nach Ruhr- ort von 5 belgischen Soldaten überfallen und hintereinander vergewaltigt. Die Frau mußte wegen schwerer Nervenstörungen wochenlang unter ärztlicher Behandlung das Bett hüten. — In Mörs wurden drei junge Mädchen von zwei belgischen Soldaten angefallen und konnten sich nur durch Hilferufe vor Vergewaltigungen retten. — In Aachen drang ein belgischer Offizier in später Nachtstunde, als er seine Wohnung verschlossen fand, durch Eintreten der Türfüllung in das Schlafzimmer einer älteren Dame ein und bedrohte sie und eine weitere ohne männlichen Schutz im Hause wohnende Dame unter starker Beschimpfung mit dem lobe1. Nur durch Hilferufe konnte Schlimmeres verhütet werden. — Zwei deutsche Arbeiter wurden vor einer Wirtschaft in Mühlheim-Styrum ohne jeden Grund von 6—7 angetrunkenen französischen Soldaten überfallen und schwer mißhandelt. Einer der Arbeiter mußte besinnungslos, mit eingeschlagenem Nasenbein und Gebiß, ins Krankenhaus übergeführt werden. — Da aber einmal die Rede vom deutschen Rhein war, sei noch die Angabe gemacht, daß im Sommer 1922 sich rund 15 0 0 0 0 Ausländer am Rhein aufgehalten haben. Nach einer vorliegenden Uebersicht befanden sich während der Reisemonate allein 4563 Franzosen und 6972 Belgier im Rheinlands. Von den übrigen hochvalutarischen Ländern wohnten in der Rheinprovinz 4590 Norweger, 2285 Schweizer, 4855 Italiener, 3320 Spanier, 4039 Serben, Kroaten und Slowenen, 13424 Tickecho- Slowaken und 58 583 Holländer, der Rest verteilt sich auf die übrigen Staaten. Man tarnt also mit Recht von einer Internationalisierung des Rheines reden!
— SBafftnfunie in Thüringen. In eine« thüringischen 9tcidi»iuel)rfaferne wurden in einem Taubenschlag versteckt eine größere Anzahl Waffen und Maschinengewehre gesunden. Die Untersuchung ist eingebettet.
— TueWietzwvermiihlnns Kaiser Wilhelms. Aus Leni Haag wirb gemeldet, daß tue Vermählung Kaiser Wilhelm? am 15. November stattfinecn wirb. ——■—mwiBj»——I——1
Dollar (10 Mr vorm.) 2775