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Sanauer 8 Anzeiger
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General-Anzeiger
AmMchrs Organ für Sladl- und Landkreis Kanan
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Nr. 231
MoMag öbK 2. Oktober
1922
Das Neueste.
— Au» Paris wird eine Entspannung der Lage im Orient gemeldet. Kemal soll sich zu Verband« lungen bereit erklärt baden.
— Rußland bietet den Türken Unterstützung an.
— Der neue König von Griechenland bat den leitenden Ausschuß der revolutionären Bewegung empfangen. Das Kabinett ist gebildet
Der 7SjShrige Hindenburg.
Generalfeldmarschall von Hindenburg vollendet am heutigen 2. Oktober sein fünfund- fiebzigstes Lebensjahr. Noch heute ist er dem Großteil des deutschen Volkes dieselbe Heroengestalt, die er ihm seit dem Tage der unvergeßlichen Schlacht bei Tannenberg am 22. August 1914 gewesen war. Man erinnert noch der gefahrvollen Lage, in der damals Deutschland durch das Vordringen der russischen Millionenheere sich befand. Ostpreußen, dieses Juwel in Deutschland, war der Plünderung preisgegeben, .schon drangen die Feinde nach Westpreußen vor und bedrohten das Herz des Reiches. Da griff Hindenburg mit unübertrefflicher Meisterschaft ein, und Schlag auf Schlag trieb er die Heerscharen des Zaren bis tief nach Polen, Litauen und Kurland zurück.
Zum zweitenmal bewährte sich das Fcld- herrngenie Hindenburgs im dritten Kriegsjahr. Schon waren Armee und Volk durch den langen Krieg und die Entbehrungen ermüdet, die verbündeten Oesterreicher, nicht zuletzt durch den Verrat tschechischer Regimenter, erschöpft, Engländer und Franzosen standen an der Somme, die Russen in Wolhynien und Ostgalizien, die Italiener setzten am Jsonzo zu einem mächtigen Angriff ein. .den ihnen ein unerhörter Aufwand von ameriranischem Kriegsmateriat^rmogtichte. Rumänien hielt den Zeitpunkt gekommen,"sich seinen Beuteanteil zu sichern. Da betraute Kaiser Wilhelm den Feldmarschall mit der Leitung des Generalstabes. Schnell warf der greife Marschall den neuen Gegner zu Boden und der Generalsturm der Feinde, der den Durchbruch an der Somme erzwingen sollte, scheiterte an den meisterhaften Gegenzügen des greisen Marschalls. Mit wechselndem Glück wogte der Kampf weiter, stets aber zwang Hindenburg den Feinden seinen Willen auf, bis endlich die Kraft des deutschen Volkes, nach übermenschlicher Anstrengung und nach unsagbaren Entbehrungen zusammenbrach und der Fochsche Gegenstoß in der Champagne im August 1918 die eherne deutsche Mauer im Westen zum Wanken brachte. Schrittweise erfolgte dann der Rückzug bis Ende Oktober auf die Antwerpen-Maaslinie. Der Waffenstillstand am 11. November 1918 ber-lle^ dem blutigen Ringen ein Ende. Noch im Unglück groß, führte Hindenburg nach dem Umsturz die schwierige Demobilisierung des Heeres durch und legte am 25. Juni 1919 endgültig den Oberbefehl nieder. Seitdem lebt er im Ruhestände in Hannover.
Er ist nicht zum Ziel gedrungen. Das Werkzeug feines Willens versagte vor der letzten Stunde. Dennoch danken wir ihm auf immer Größtes und Bestes.. Im Sieg gab er uns das Glück, in der Niederlage gab er uns den Trost der Persönlichkeit. Das schöne Buch, in dem Thomas Carlyle sich zum begeisterten Propheten dieses Glückes und Trostes der Persönlichkeit macht, hebt an mit den Worten: „Wir wollen von großen Menschen miteinander reden . - . Der große Mensch ist eine lebendige Quelle des Lichts. Ihr nahe zu fein tut wohl. Es ist das Licht, das die Dunkelheit der Welt erleuchtete. Nicht Menschenhand zündet es an. In ihm enthüllt sich der Dinge Kern, wird das Wesen des Menschentums offenbar, erscheint die Hoheit des Heldentums." — So wollen wir von der Hobe-t des Heldentums dieses Mannes sprechen. Nicht laut, nicht prahlerisch. Nicht frei von der Scham darüber, daß in Deutschland nicht immer und nicht von allen gewahrt war, wie wir diesen Mann zu ehren hatten, was wir ihm schuldig sind; aber auch nicht ohne Stolz darüber, daß doch dieses Land und Volk ihn hervorbringen konnte, also doch ihm verwandt und seiner irgendwie wert sein muß. S o wollen wir uns seiner erinnern, s o wollen wir unsern Kindern sein Gedächtnis lehren. So wird der Name Hindenbur» den politische Parteiklopffechter nicht unnützlich im Munde führen sollten, uns immer kostbarer Besitz bleiben, das Bild des Mannes und Helden trotz der Beschmutzung durchParteiagitatoren uns immer ein Muster der Betrachtung, ein Maßstab alles Mannhaften und über alles Elend und durch alle Demütigung ein Schatz des Stolzes sein.
Am heutigen Geburtstag bringen auch wir dem greisen Feldherrn unsere Glückwünsche dar — möge er sich noch lange seiner Rüstigkeit und Kraft erfreuen und möge es ihm vor allem vergönnt sein, noch zu erleben, daß das Deutsche
Nr Lage im Orient?
Aufgabe Ser türkischen SperaUsnen in der Richtung auf Konstantinopel
und Tschanak. — Morgen Besprsr
Absendung einer Alliierten-
Paris, 2. Oktbr. Havas verbreitet folgende Meldung: Der französische Delegierte und Mustapha Kemal habe sich auf folgende Punkte geeinigt: Thrazien soll sofort von den Alliierten besetzt werden, die mit Hilfe von tausend Mann in Adrianopel und kleineren Detachements an anderen wichtigen Punkten wie Gallipoli die Ordnung im Lande sichern könnten. Nach einem Monat soll die Provinz einer Kommission übertragen werden, die eine kcmalistische Gendarmerie zur Seite hätte und die das Land beim endgültigen Friedensschluß den Türken zu übergeben hätte. Kemal Pascha wünsche, daß Thrazien den Türken nicht in demselben jämmerlichen Zustand in die Hände falle wie Anatolien und es sei darum keine Zeit zu verlieren, ehe man die vorgeschlagenen Maßregeln ergreife. Für die Regelung aller Fragen wird eine Konferenz in Mudania vorgeschlagen, für die aber erst noch die Zustimmung des Parlaments von Angora erforderlich sei. Nach anderen Meldungen ist für diese Konferenz bereits der 3. Oktober vorgesehen. Dir französ'^o Presse sieht darin einen Erfolg ihres Delegierten und beurteilte gestern abend auch mit Rücksicht auf Englands Beruhigungsversuche dis Lage günstiger. Das „Journal des Debats schreibt: „Falls die Alliierten die von Kemal Pascha vorgeschlagene militärische Konferenz akzeptieren, werden die türkischen Truppen ihren Vormarsch dort unterbrechen, wo sie jetzt stehen. Die Konferenz wird sich mit der Forderung einer gleichzeitigen Räumung Thraziens und der neutralen Zone zu befassen haben. Die französische Regierung, die diesen Vorschlag sofort nach London weitergegeben hat, empfiehlt seine Annahme.
Paris, 2. Oktbr. Die französische Regierung veröffentlicht jetzt die Note vom 29. September, die der Außenminister der Angora-Regierung gesandt hat. In ihr heißt es u. a.: Im Vertrauen auf die Versicherungen, die Franklin Bouillon abgegeben hat, und im Einverständnis mit den Vertretern der Entente in Paris, sowie überhaupt, daß man unverzüglich Verhandlungen zur Herbeiführung eines dauernden Friedens einleiten werde, haben wir Order g e - geben,unferemilitärischenOpera- tionen in der Richtung auf Konstantinopel und Tschanak zur Verfolgung der griechischen Armee sofort zu unterbrechen. Die Verhandlungen mit Franklin Bouillon haben gerechte Bedingungen der Entente gegenüber den Ansprüchen der Türken dargetan, hingegen sei es gefährlich, Thrazien auch nur noch einen Tag länger unter der Verwaltung und Besetzung der griechischen Armee zu lassen. Es ist unbedingt notwendig, Thrazien bis zum Westufer der Maritza, einschließlich Adrianopels, sofort von den Griechen räumen zu lassen und der Regierung der großen türkischen Nationalversammlung zu übergeben. Die Einberufung einer Konferenz der alliierten und türkischen Generäle wird für den 3. Oktober vorgeschlagen. Von türkischer Seite wird der Kommandant der türkischen Westtruppen Jsmid-Pascha an der Konferenz teilnehmen. Die Entente wird gebeten, die von ihr für diese Konferenz bestimmten Generale namhaft zu machen.
Paris, 2. Oktbr. Der Sonntag nachmittag hat in London die Entscheidung herbeigeführt. Einem weiteren Bericht des General Harrington zufolge hat die Türkei die ersten Schritte zur Versöhnung getan, indem sie begonnen hat, sich von den englischen Stellungen in Tschanak zurückzuziehen. Wenn auch von einer völligen Räumung der neutralen Zone noch nicht die Rede sein kann, scheint der englischen Forderung doch Genüge getan worden zu sein, und ein Londoner Kommunique besagt, daß nunmehr am 3. Oktober eine Zusammenkunft des Generals Harrington mit dem Vertreter Kemal Paschas, Jsmid Pascha, in Mudania stattfinden werde. Eine weitere Konferenz, die direkt im Anschluß an diese Besprechung stattfinden soll, werde neben den englischen und türkischen auch italienische und .französische Vertreter umfassen und her Orh«
Volk sich wieder in aufwärtssteigender Linie bewegt, und sich zeigt, „daß das Heldenringen deines Vaterlandes nie und nimmermehr sein Todesringen gewesen sein kann."
hung der militärischen Führer. — Kommission nach Thrazien?
nung der thrazischen Frage gelten. Vermutlich wird man sich darauf einigen, nach Ostthrazien eine interalliierte Kommission z u schicken, die mit Hilfe von militärischen Abordnungen der drei Großmächte für die Aufrechterhaltung der Ordnung sorgen und die muselmanische Bevölkerung schützen soll. Franklin Bouillon hat in seinem Bericht an die französische Regierung eine derartige Lösung im Namen Kemal Paschas empfohlen und General Harrington, wie der französische Vertreter haben ihrerseits zugestimmt. Der Londoner Korrespondent des „Petit Parisien" fügt hinzu, daß auch Venizelos sich mit der Absendung einer interalliierten Kommission nach Thrazien einverstanden erklärt habe.
Kcinal und das Parlament.
Paris, 2. Okt. Welchen Eindruck die Mitteilungen
Kcmaks vor der großen Nationalversammlung von Angora machen werden, läßt sich im Augenblick nicht sagen. Schwierig ist seine Stellung jedenfalls. Die Extremisten, die im Parlament die Oberhand zu haben scheinen, wünschen eine weitere Fortsetzung J>eS gte^ der türkischen Armee. Außerdem scheintftemalbestimmte Zusicherungen von russischer Seite zu haben. Nach einer Depesche der „Northern News Service" hätten die Nüssen sich verpflichtet, die lemalistischen Truppen auf ihren Schiffen nach Thrazien zu transportieren. Außerdem bereitet es natürlich große Schwierigkeiten, wie die Frage der Teilnahme der Russen an einer etwaigen Friedenskonferenz geregelt werden soll. Hier scheint Moskau unnachgiebig bleiben zu wollen und auch die Türken wünschen aus begreiflichen Grinden unbedingt die Teilnahme Rußlands an dieser Konferenz.
Paris, 1. Oktbr. Der „Jntransigeant" meldet : Die Regierung von Moskau habe den Steinelisten Dampfer zur Verfügung gestellt, die von einem russischen Hafen des Schwarzen Meeres auslaufen und einen Hafen von Ost-Asien, wahrscheinlich Midia anlaufen sollen. Die Truppen Kemal Pascha» würden an der Küste der Schwarzen Meeres zusanunengezogcn. Sie könnten auf diese Weise über das Schwarze Meer nach Thrazien gelangen, ohne dabei mit britischen Truppen in der neutralen Zone, ober mit Schiffen der britischen Flotte, die die Meerenge bewachen, zu- sammenzustoßen.
Die Lage in Griechenland.
Die Revolution eine nationale.
Wie von uns von vornherein angenommen, handelt es sich bei der revolutionären Bewegung in Griechenland um eine nationale, was nunmehr durch folgende Meldung bestätigt wird.
Athen, 1. Oktd. Agence d'Athènes: Der König empfing gestern morgen den leitenden Ausschuß der revolutionären Bewegung. In dessen Räume hielt Oberst Gonatas eine Ansprache, in der er erklärte: „Der Ausschuß stellt das Gewissen der Nation dar, die über das Mißgeschick der letzten Jahre und über das neue Unglück in Kleinasien empört ist, und verkörpert ihren Willen, nicht zu sterben, sondern empor- streben. Heer und Flotte, die seit Jahren für den Ruhm des Vaterlandes kämpfen, empfanden besonders unmittelbar Schmerz über die große nationale Katastrophe. Sie haben sich erhoben mit der Forderung, daß alle diejenigen von der Regierung entfernt werden sollten, die zu dieser Katastrophe beitrugen, und daß jedes Hindernis beseitigt werde, das uns der Unterstützung unserer mächtigen Verbündeten vom großen Kriege beraubte., Wir sind glücklich, dieses Ziel ohne Blutvergießen erreicht und der Nation Vertrauen in die Aufrichtigkeit unserer Absichten eingeflößt zu haben. Die politischen Parteien, die sich bis gestern gegenseitig zerfleischten, treten heute vereint vor Sie, um zum Heil des Vaterlandes Entschließungen zu treffen."
Das neue Kabinett.
Athen, 30. Sept. Havas: Das neue Kabinett fetzt sich, wie jetzt offiziell feststeht, wie frügt zu
sammen: Z a i m i s Premierminister, P o l i t i s 2(ußenminiftcr, Kapitän Papachriftu Marineminister, General Haralambis Kriegsminister. Kannelopulos Wirtschaftsmini- ster, D i o m ibe s Finanzminister, Wafaliu Justizminister, K r o t i d a s Jnnenminstier. Ministerpräsident Zaimis, der sich gegenwätig in Wien einer Augenoperation unterzieht, wird bis zu feiner Rückkehr vom Innenminister Kro- kidas, der Außenminister Politis bis zu feiner Heimkehr aus Paris durch den Wirtschaftsminister Kanelopulos vertreten werden. Minister für soziale Fürsorge wurde Doxiadis. Unter- richtsminister Siotis, Verkehrsminister und provisorischer Landwirtschaftsminister Kalligas. Cr- nährungsminister Embiricos. Wie die Agence dÄthènos bemerkt, macht die Zusammensetzung des neuen Kabinetts in allen Kreisen einen ausgezeichneten Eindruck, da die Minister wegen ihrer starken Sympathie für die Entente bekannt find. — In der diplomatischen Vertretung Griechenlands im Auslande stehen einige Aenderungen bevor.
Wie sie schmarotzen!
Daß bie Pläne der Besatzungstruppen mit Forde» rungen, wie sie hier ausführlich behandelt wurden, nicht erschöpft sind, sondern auch für die Zukunft dem Deutschen Reiche noch unübersehbare Forderungen bevorstehen, ergibt sich daraus, daß für umfangreiche Vorhaben zunächst die Aufstellung von Entwürfen mit Kostenanschlägen gefordert ist, ein Leistnngsbefehl dagegen zunächst noch aussteht. Als Beispiele hierfür sind anznfübren:
Errichtung von siebenFlugzeugschuppen
auf dem Flugplatz Sobernheim (Fr.),
je nach Art der Ausführung
3 000 000 bis 4 000 000 Ji
Erbauung von Flugzeughallen, Maschinen, Kasernen und Wohnungen für verheiratete Unteroffiziere auf dem Flugplatz Holterh,?ide (B.) . . 9 300 000 „
Errichtung von weiteren drei großen Truppenlagern bei den Ktädten Mors, Büderich und Issum (B.), etwa ........... 283 000 000 ,
(Fertigstellung zum 1. Okt. 1922 in
Aussicht genommen.)
Ferner sind in dem den zuständigen deutsche» Behörden übermittelten Bauprogramm der französischen
Rmmarmee für 1922 noch vorgesehen:
Bau eines Pferdeitalles in Dotzheim 1000 000 M Erweiterung der Kasernenanlagen ans
dem Flugplatz Wackernheim . . . 18 500 OOO „
Erweiterung eines Krankenhauses in
Neustadt a. d. H....... 540 000 „
Errichtung eines Proviantmagazins in Bonn.........1 800 000 ,
Kaserne für eine Abteilung Artillerie in Düren..... 7 200 000 ,
Kaserne für ein Bataillon Infanterie
in Düren ......... 6 200 000 „
Kaserne für ein Bataillon Infanterie in Jülich.....-, . . . 6 700 000 „
Errichtung von Unteroffizierwohn-
Häusern in Mainz . ..... 1000 000 ,
Erweiterung der Zentralheizung im
Hoipital I in Mainz ..... 1400 000 ,
Erweiterung einer Krankenhauestation
in Kastel ......... 900 000 ,
Errichtung eines MunitionsdevotS bei
Landstnbl (Rheinpfalz). . . . . 45 000 000 , Erweiterungsanlagen ant Bahnhof
Trier. .......... 3 000 000 ,
Errichtung von zwei neuen Kasernen für die alte Bahnhoftkaserne und
den Schirrhof in Mainz .... 16 000 OOO ,
Während demnach bei Aufstellung des Statsvor» analoges für bas Rechnungsjahr 1922 die zur Be- ftiebtgung der baulichen Anforderungen der Besatzungs- truppen für 1922 notwendigen Nüttel ursprünglich aus 426 800 G00 M geschätzt wurden, lassen die bis End- März 1922 vorliegenden Anforderungen schon erkennen, daß der genannte Betrag weitaus nicht tnneidjt Unter Berücküqtigung der bi» jetzt bekannt gewordenen Bauforderungen müssen die voraussichtlichen Ausgabm für Ncnbauzwccke im Rechnungsjahr 1922 auf 900 Millionen veranschlagt werden.
Für die gleichen Zivecke waren vorgesehen tn be#
1919 ...... 40 000 000 Ji 1920 ...... 233 750 OOO , 1921 ...... 604 501000 „ (Aus der Denkschrift des Reichsschatzimmsters.)
— Die Kommunisten gegen die Tewertt tchaiten. Die gestrigen Demonstrationen m Berlin zu denen der von kommunistischen Drahtziehern ins Leben geruiene ..Reichsausschuß der Betrteos- röte“ aufgetordert hatte, verliefen bet äußerst ae> ringer Beteiligung — es waren aus ganz tvrop- twa acht- bis zeyntauiend Teilnehmer ohne jeden Zwiichenrall. Dre ein- iebner=s2lu$»
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Berlin nur etiva a>
erschienen — u„„ ------ -------••; <
seinen Redner des iogcnannten Funtreo^ schuffes der Betriebsräte, waiidten »«„■■•-•.- Hauptsache gegen die heutige Politik der Eewerk schatten, wobei sie erklärten, daß in den kommenden Wochen und Atonalen »elbst der Kampf flegen den Kapitalismus hinter dem Kampf aepen den reaktionären Geist der Gewerkschaften zuruckitehen
muffe.
Dollar (10 W oorm.) 1660