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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Slaöl- und Landkreis Kanau

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Nr. 22V

Diensèag den 19. September

1922

Das Neueste.

Havenstein ist nach Berlin zurückgekehrt; er soll ein befriedigendes Resultat aus London mitgebracht haben.

Einer Berliner Meldung zufolge über­dies die deutsche Regierung gestern zehn Millio­nen Goldmark, die auf Grund der letzten ge­meinsamen Note der Alliierte« als Abschlags­zahlung auf die in Wirklichkeit fälligen Aus- gleichszahlMgen in Höhe von 28,4 Millionen zu zahlen waren, den Ausgleichsämtern der Alliierten.

Die französische Regierung lehnt die kriegerischen Maßnahmen, die England in der letzten Reutermeldung durchblicken ließ, ab.

Gerard, der frühere amerikanische Bot- schatfer in Berlin ist gestern im Alter von 55 Jahren gestorben.

Das Ergebnis der Klavenstein- Miffion.

Rückendeckung durch die Bank von England.

Berlin, 19. Sept. Reichsbankpräsidenk v. Havenstein ist gestern vormittag wieder in Berlin eingetroffen. Kurz nach seiner Ankunft begab er sich zum Reichskanzler, um ihm aus. führlichen Bericht über seine Verhandlungen in London zu erstatten. Gegen Mittag fand eine Sitzung des Reichsbankdirektoriums statt, in welcher Havenstein ebenfalls über feine Reife berichtete. Am Mittag fand ein Kabinettsrat statt, in der die Frage der Belgien auszustellen- den Schahwechsel behandelt wurde. Reichs- bankprSsident Havenstein teilte mit, daß die Reichsbank nunmehr bereit sei, die Garantie für die 6 monatlichen Schatz- SsÄflSSS ernA mT* Das Kabinett nahm diese Erklärung des Reichs­bankpräsidenten entgegen, und beschloß der bel­gischen Regierung sofort eine entsprechende Mit-

Einer Meldung in der Nachtausgabe des »Tag" zufolge ist das Ergebnis der Reife Havensteins nach London ein fast völliger Er­folg. Havenstein soll an der Themse fast in vollem Umfange seine Absicht ereicht haben. Die Bank von England übernimmt die Garantie für die deutschen Schatzwechsel auf 6 Monate und erhält wieder ihrerseits eins Garantie von der Reichsbank auf 18 Monate.

Berlin, 19. Sept. Die Morgenblätter beur­teilen den Erfolg Havensteins in London durch­weg sehr günstig. Darüber, wie sich diese Summe auf die einzelnen Monate verteilen wird, verlautet noch nichts. Wahrscheinlich wird man in den ersten 4 Monatsraten je 50 Millio­nen und die letzte zu 70 Millionen bezahlen. Die Lösung des Gesamtproblems, über welches der Reichskanzler in den gestrigen Nachmittags- stunden auch dem Reichspräsidenten Mitteilung wachte, wird in politischen Kreisen als nicht un­günstig betrachtet, wenn man auch eine opti­mistische Auffassung der Sachlache bis zu dem Eintreffen einer Rückäußerung der belgischen Regierung aufschieben muß. Ueber die Einzel­heiten der Abmachungen zwischen der Reichs- bank und der Bank von England wird voll- lschweigen bewahrt, da dies eine tliche Angelegenheit der beiden

kommenes Still^

interne geschäftliche Banken untereinander ist.

Der deutsch-belgische Streitpunkt dreht sich bekanntlich lediglich um die Laufzeit der deut­schen Schatzwechsel, die Belgien für die nächsten Monatsraten als Zahlung annehmen soll. Während Belgien nicht über sechs Monate hm- ausgehen will, verlangt die Reichsbank, um Bürgschaft leisten zu können, eine Laufzeit von achtzehn Monaten. Wenn, wie aus der obigen Meldung hervorgeht, die englische Bank die Garantie für, sechs Monate Belgien gegenüber übernimmt und sich ihrerseits mit einer Ga­rantie der deutschen Reichsbank für achtzehn Monate begnügt, so bietet sich damit ein gang­barer Ausweg aus der Schwierigkeit und Bel­gien könnte nur dann Anstoß daran nehmen, wenn es unter allen Umständen einen Bruch herbeiführen will. Anderenfalls kann ihm die Bermittlung der englischen Bankgruppe nur willkommen sein

Aller Voraussicht nach findet also die An­nahme ihre Bestätigung, daß die Mächtegruppe der Entente zurzeit durch brennende Interessen an die Ereignisse im nahen Orient gebunden ist und deshalb der deutschen Entschädigungsfrage eine gewisse Schonzeit gewährt. Selbst Frank- reich-, leistete zuletzt nur noch schwachen Wider­stand gegen die mit englischer Hilfe angestrebte Verständigung. Sollte sich die Verwicklung der belgischen Verhandlungen nunmehr lösen lassen,

so wäre es auf unserer Seite ganz verkehrt, das Weitere nun in Ruhe und Selbstzufriedenheit abzuwarten. Tatsächlich kann uns die Verein­barung mit Belgien nur dann weiter helfen, wenn sie der Uebergang zu einer Regelung der Entschädigungsfrage und zu einer Herabsetzung der deutschen Entschädigungspflicht ist. Anderen­falls würde die Fälligkeit der Wechselschuld im nächsten Jahre uns nur umso härter treffen, da wir dann außer der Wechselschuld noch die For­derung des unerbittlichen französischen Gläu­bigers befriedigen müssen. Die kurze Atem­pause muß, wenn sie nicht zu einer Morphium-

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Frankreich zieh! sämtliche französischen Truppen an der asiatischen Küste zurück. Ruhland geneigt, den Kematisten zu Kilfe zu kommen.

P a r i s, 1g. Septbr. Die französische Regie­rung hat sich durch Vermittlung ihres Geschäfts­trägers in London endlich entschlossen, der bri­tischen Regierung mitzuteilen, daß sie zwar im Prinzip an der Freiheit der Meerenge festhalte, daß sie aber keineswegs an den krie­gerischen M a ß n a h m e n, die England in der Reukernoke vom 16. September durch­blicken lasse, teilnehmenkönne. Die fran­zösische Regierung hat gleichzeitig ihrer Reber- raschung Ausdruck verliehen, daß sie über die Ansichten der Londoner Regierung wegen der Regelung der Orientfrage nur indirekt durch diese Reuternote Kenntnis erhalten habe. Sie hat gleichzÄti" betont, daß sie der englischen Re­gierung von ihren Absichten abgeraten hatte, wenn sie davon gewußt hätte.

Die Erklärungen, Vie Pomcarè oam.l legt in «uiiuuii uugcve« ucD, lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: Die französische Regierung ist der Ansicht, daß es mindestens unklug ist, auf die Türken einen Druck auszuüben, der eine if die ganze muselmanische Poincarè setzt die englische

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starke Wirkung aul

Welt haben müsse. !, . _ _

Regierung davon in Kenntnis, daß er ihrer Politik einer militärischen Aktion nicht folgen kann, die neben anderen Folgen auch diejenige nach sich ziehen würde, daß die sranzösi chen Trupven Seite an Seite mit den griechischen Truppen kämpfen müßten, was die französische Regierung als vollständig unzulässig betrachtet.

Gleichzeitig mit dieser Mitteilung an die englische Regierung wurde dem französischen Oberkommissar in Konstantinopel nutgefeilf, daßinnerhalb24Stundenallefran- zösischen Truppen, die an gewissen Punkten der asiatischen Küste gelandet worden sind, zurückzuziehen seien, um jeden Zu­sammenstoß mit den Kemalisten zu vermeinn.

Nach Meldungen, die hier vorliegen, hat diese Haltung der französischen Regierung auf die Engländer einen starken Eindruck gemacht und es wird mitgeteilt, daß Lord Curzon, der eng­lische Außenminister, in Paris eintreffen werde, um mit Poincarè die Lage zu besprechen. Wenn aber Lord Curzon nach Paris kommt, um Pom­cars vielleicht zu einer anderen Meinung in der Dardanellenfrage zu bestimmen, so weisen Die Blätter darauf hin, daß er nur seine Zeit ver- lieren würde. Poincarè würde sichnichtdazu her geben,auchnureinen einzigen Soldaten nach dem Orient zu

Gestern abend haben die in Paris anwesen­den Minister ein Telegramm erhallen, welches sie für heute vormittag zu einem Mmisterrat einberuft. Es scheint, daß die Initiative hier­zu von Poincars ausgeht, welcher im Laufe des gestrigen Tages mit dem früheren Vertreter der französischen Regierung in Angora eine Be- ivrechung hatte. Inzwischen erhielt Pomcars die Naâicht von dem Eintreffen Lord Curzons in Paris Sofort wurde beschlossen, einen Mmister­rat einzuberufen, um diesem vor der Ankunft des englischen Außenministers die französische Ansicht über die Orientfrage ausemanderzusetzen und einen entsprechenden Beschluß herbeizu- ^Paris 19. Sept. Die Libertè schreibt: Was die englische Regierung von den Alliierten ver­langt, ist eine militärische Unternehmung im Orient gegen eine muselmanische Macht. Ist das klug? Entspricht das unseren Interessen und denen Europas? Man muß zuerst die mög­lichen Rückwirkungen auf Syrien und Marokko ?riino fassen und dann auch die weiter ab= liegenden auswärtigen Komplikationen berück­sichtigen. England scheint z. B. auf eine Inter­vention Rumäniens zu zählen. Wenn Rumä­nien viel weiter als am Bosporus beschäftigt wäre wäre das nicht eine großartige Gelegen- |

spritze werden, die dem um sein Leben ringenden Deutschland den Todeskampf erleichtern soll, von der deutschen Regierung restlos mit allen Kräften ausgenutzt werden um die Lösung der Entschädigungsfrage herbeizuführen. Geschieht dies nicht, dann haben wir auch während dieser Atempause allen Grund zur Unruhe, denn dann bliebe alle Unsicherheit bestehen. Nur ein sehr leichtsinniger Schuldner könnte nach einer sol­chen Prolongation seiner Wechsel ruhig schlafen, nur einer mit ungeheuer starken Nerven könnte danach ruhig arbeiten. Unsere Hinrichtung wäre nur aufgelchoben, aber nicht aufgehoben.

heit für die Russen, sich Bessarabien wiederzu­nehmen? Das ist nur ein Fall von Verwick­lungen, die eintreten können, aber es genügt, um eine kalte Antwort der französischen Re­gierung auf die kriegerischen Aufreizungen aus London und der Wink an Europa und an die Welt zu rechtfertigen, daß Frankreich keine Sol­daten für derart abenteuerliche und unüberlegte Unternehmungen hat.

Vormarsch der Kemalisten.

Paris, 18. Sept. Nach einer bisher amtlich nicht bestätigten Meldung sollen die K e m a l i - st e n in Stärke von 4 bis 6 Infanteriedivisionen den Vormarsch in der Richtung auf Ismid begonnen haben. Weitere drei Divisionen sollen bei P a n d e r m a und B a l i k i r i konzentriert

Thrazien durch die aus Kleinasien zurück­gebrachten Detachements, die völlig-neu unifor­miert und ausgerüstet worden sind. Ein Teil der alten Jahresklassen ist bis auf weiteres ent­lasten worden, sodaß die neu gebildeten For­mationen ausschließlich aus jungen Mann­schaften bestehen.

French reift nach Konstantinopel.

Paris, 19. Sept. Marschall French, der englische Oberkommandierende im Weltkrieg, der sich gegenwärtig in Paris aufhält, wird sich heute direkt nach Konstantinopel begeben.

Australische Truppen nach den Dardanellen.

London, 18. Sept. Die englische Regierung fährt fort ihre Truppen an der Orientfront zu verstärken. Flotte und Landtruppen vor Smyrna und den Dardanellen haben bedeuten­den Zuwachs erhalten. Die australische Regie­rung hat auf die Einladung der englischen Re­gierung sich bereit erklärt, sich an den Truppen­verstärkungen an der Dardanellenfront zum Schutze der Meerenge zu beteiligen. Am Diens­tag wird ein ausstralischer Ministerrat über die Beteiligung Australiens definitiv entscheiden.

Rußland für die Kemalisten.

London» 18. Septbr. DieTimes" meldet aus Riga, angesichts der letzten türkischen Ope­rationen hätten die Bolschewisten eine außer­ordentliche Konferenz des revolutionären Mi­nisterrates einberufen, bei der Trotzki den Vorsitz führe. Die Verhandlungen feien geheim, es werde jedoch versichert, daß die Konferenz be­schlossen habe, unverzüglich alle Streit­kräfte der kaukasischen Republiken, die russi­schen im Kaukasus befindlichen Streitkräfte und die Sowjetflotte im Schwarzen Meere zur Aktion vorzubereiten. Ein Korps Sowjetstreitkräfte sei bereits an der Grenze der asiatischen Türkei aufgestellt und bereit, u - staphaKemalbeimVormarscheauf Konstantinopel zu Hilfe zu kom­men. Anderen Meldungen zufolge verpflichtet ein Vertrag zwischen Moskau und Angora die Sowjetregierung, mit den türkischen Nationa­listen bei der Wiedergewinnung der Dardanellen zusammenzuwirken, wofür Rußland als Kom­pensation die völlige Handelsfreiheit im Schwar­zen Meere erhält. .

In Erwiderung auf die Balfournote vom 3. Juli betreffs der Dardanellen und der Tätigkeit der russischen Flotte im Schwarzen Meere er­klärte der Volkskommissar Karachan, daß das Moskauer Sowjet das türkische Abkommen mit der Sowjetregierung über die Dardanellen und den Bosporus, das in Moskau 1922 unterzeich­net wurde, anerkenne. Er versicherte, daß alle zukünftigen Verträge unter den Nachbarstaaten über die Meerengen den weiter entfern­ten Staaten kein Recht zur Ein­mischung geben.

WürNemb. Sachttesernngsabkommen

Zu unserer gestrigen Meldung über den Ab- chluß eines französisch-württembergischen Sach- lieferungsabkommen berichet die TU.:

Das Abkommen zwischen der Würtembergi- schen Rohstoffgesellschaft, G. m. b. H., und der französischen Gallieni-Gruppe, hinter der die Banc de Paris et des Pays-Bas steht, ist bereits vor dem Stinnes-Lubersak-Vertrag abgeschlossen worden. Es handelt sich bei den Sachlieferungen um sämtliche für den Hausbau notwendigen Materialien in Höhe von mindestens 200 Mil­lionen Franken. Die Bezahlung erfolgt mit Sachlieferungsschecks auf Reparntionskonto. Die Verhandlungen wurden auf württembergischer Seite von dem Direktor der Gesellschaft Czuon, auf französischer Seite von dem Finanzier Rubudt geführt. Es liegen bei der Württember­gischen Rohstoffgesellschaft bereits bestimmte Aufträge an Bedarfsartikeln für den nordfran­zösischen Wiederaufbau nor, die aber noch nicht an bestimmte Lieferanten vergeben sind. In erster Linie werden dabei süddeutsche Betriebe in Frage kommen, doch ist auch die Heran- ziehung norddeutscher Werke keineswegs ausge­schlossen, da man umgekehrt erwartet, daß die süddeutsche Industrie bei den Verträgen, die unter Führung von Stinnes abgeschlossen wer­den, fachgemäße Berücksichtigung findet.

Berlin, 18. Septbr. Die wirtschaftlichen Organisationen des deutschen Handwerks haben jetzt wegen Beteiligung an der Durchführung des Stinnes-Lu bersac-Vertrages Verhandlungen mit dem Stinnes-Konzern be­gonnen.

Gegen die bürgerliche Arbelfs- gemeinschaft.

kratifchen Partei in Hessen-Nassau, der am 16. und 17. September in Limburg stattfand, beschäftigte man sich u. a. auch mit der Frage der bürgerlichen Arbeitsgemein­schaft und faßte folgenden Entschluß:

Der Wahlkreisverbandstag der D. D. P. in Hessen-Nassau bedauert, daß die Demokratische Reichstagsfraktion vor dem Beschluß, einer Ar­beitsgemeinschaft mit den Fraktionen der Deut­schen Volkspartei und des Zentrums zuzustim- men, die zentralen Parteiinstanzen nicht zu Rate gezogen hat. Er bedauert auch sachlich den Beschluß der Reichstagsfraktion, weil eine solche Arbeitsgemeinschaft, unabhängig von den bei ihrer Gründung vorherrschenden Beweggründen als Anbahnung einer Scheidung zwischen bür­gerlichen und proletarischen Verfassungsparteien wirken muß. Es entsteht die Gefahr, daß die schon vorhandene Klassenscheidung innerhalb bes deutschen Volkes dadurch vertieft und auf lange Zeit festgelegt werde.

Einer solchen Entwicklung entgegenzuwirken, hat die D. D. P. bisher als ihre Hauptaufgabe angesehen. Die Erfüllung dieser Aufgabe muß ihr wesentlich erschwert werden durch die Bin­dung einer als ausgesprochen bürgerlich erschei­nenden engeren Gemeinschaft innerhalb der republikanischen Negierungskoalition; sie wird doppelt erschwert durch die Einbeziehung von Parteien, deren Stellung zur republikanischen Verfassung heute noch fragwürdig erscheint. Der Wahlkreisverbandstag sieht als wichtigste innerpolitische Aufgabe den Zusammenschluß aller auf dem Boden der Republik stehenden Parteien an, wodurch der Gegensatz zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft überbrückt, die Möglichkeit der Durchdringung des gesamten Staates mit dem Geiste der Republik und so­zialen Demokratie gegeben und die Voraus­setzungen geschaffen werden für eine erfolgreiche auswärtige Politik.

Der Parteitag bittet die Reichstagsfraktion ihren Beschluß unter diesen Gesichtspunkten n a ch zup r ü f e n."

Ausschreitungen und Tumulte. In Aalen i. W. stürmte gestern eine große Volksmenge den Rathaussitzungssaal und forderte innerhalb 5 Minuten die Einsetzung einer Kontrollkom­mission für die Preise aus kommunistischen Ar­beitern, der auch je ein Vertreter der freien Ge­werkschaften und der christlichen Gewerkschaften beigegeben werden sollte. Eine Abordnung von Frauen forderte die Bewilligung ihrer Forde- rungen innerhalb 3 Minuten. Die Stadtverord­neten wurden solange bedroht, bis sie die Zu­sicherung der Erfüllung der Forderungen Per Kommunisten gaben.

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