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General-Anzeiger

Anzeiger

AmMches Organ für Stadt- und Landkreis Lanau

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Nr. 210

Montag Lon 18. Septsmder

oraß^iffiKsaK^»ffiSjin!H«aK^

1922

W MWMr auf Im Man.

England verlangt Respektierung der neutralen Ionen. Ausruf zur Verteidigung der Meerengen. Verstimmung in Frankreich.

London, 17. Septbr. Reuter verbreitet eine offiziöse Note zur Orientfrage. Nach Ansicht der britishen Regierung würde die Bewilligung der Forderungen der Regierung von Angora nichts Geringeres bedeuten als den vollständigen Ver­lust aller Ergebnisse des Sieges über die Türkei im letzten Kriege. Die britische Regierung be­trachte die wirkliche dauernde Freiheit der Meerengen als eine lebenswichtige Not­wendigkeit, für welche sie bereit sei, Anstreng­ungen zu machen. Was die Konstantinopeler Frage anlangt, so wurden die Vertreter der Regierung von Angora in Konstantinopel im Januar 1921 von der Absicht der Alliierten in Kenntnis gesetzt, Konstantinopel wieder an die Türkei zurückzugeben, wenn die anderen Fragen zufriedenstellend geregelt worden sind. Nachdem die Note die Notwendig­keit einer Konferenz aller an der Frage in­teressierten Nationen dargelegt hat, fügt sie hin­zu, daß eine derartige Konferenz nicht stattfin­den könne, solange von einem kemalistischen An­griff auf neutrale Zonen die Rede sei, welche augenblicklich Konstantinopel, den Bosporus und die Dardanellen beschützen. Es wurde an K e - m a l eine Mitteilung nach Angora gemacht, die sich auf die R e s p e k t l e r u n g der n e u - tralenZonen bezieht. Es wäre jedoch ver­geblich und gefährlich, in Anbetracht der Ueber- reizung und der übertriebenen kemalistischen Forderungen sich an eine diplomatische Aktion zu halten. In allen Punkten übereinstimmende «rllsle mutiert »esqâMkeu â»HWMMM der Meerengen zu sichern und sie gegen jede Vergewaltigung oder feindselige Angriffe der Türken zu beschützen. Es wäre ein Un­glück, wenn die Alliierten von den Türken aus Konstantinopel ge­jagt würden. Die Note spricht dann von der Rückwirkung, die dis Anwesenheit der sieg­reichen Türken auf dem Balkan nach sich ziehen würde, und hebt die Gefahr für Südslawien, Griechenland und Rumänien hervor, die in einem bulgarisch-türkischen Bünd­nisse bestehen würde. Die britische Regierung wendet sich an diese drei Mächte um ihre Ansicht in der Frage der Beteiligung an der tatkräftigen Verteidigung derneutralenZonen kennen zu lernen.

London, 17. Sept. Die englischen Do­minions, und zwar besonders Australien, sind osn der englischen Regierung aufgeforderl wor­den, England bei der Verteidigung der Meeres- engen von Konstantinopel gegen einen türkischen Angriff zu unterstützen. Diese Nachricht wird an amtlicher Stelle bestätigt. Verstärkungen zu Wasser und zu Lande werden mit aller Ge-

schwindigkeik auf den Weg gebracht. Die eng­lische Regierung hat bereits Griechenland, 3u- goflawien und Rumänien aufgefordert, eine Derkeidigung der Meerengen ein^uleiien und vor allen Dingen zu helfen, die neutrale Zone frei von kemalistischen Trup­pe n z u h a l t e n. Die britische Regierung be- abflchtigk, sofort und wenn nötig in ausgedehn- kem Maße, die dem General Harrington, bem alliierten Oberbefehlshaber in Konstantinopel,

alliierten Oberbefehlshaber in Konstantinopel, -Ur Verfügung stehenden Truppen zu verstär­ken, während außerdem dem britischen TRitkel- Nleergeschwader Befehl erteilt worden ist, mit allen Mitteln einer Verletzung der neutralen Ovne durch die Türken oder einen Versuch der­selben, auf die europäische Küste überzusetzeu, Diderfland zu leisten.

k (Mit diesem Aufruf ist in gewissem Sinne der Kriegszustand auf dem Balkan wieder erklärt, und es hängt nur noch von der Türkei ab, ob sie einen Angriff aus die Meer­engen unternimmt. Es unterliegt keinem Zweifel, Laß Rumänien und Jugoslawien der Aufforderung Englands folgen werden und auch Neuseeland ist bereits der englischen Einladung gefolgt, indem es beschlossen hat, Truppen nach Europa zu senden.) . .

Paris, 17. Septbr. Die Reuternote und der Aufruf zum Schutze der Meerengen und der neutralen Zone gegen Lie Eventualität eines türkischen Angriffes haben in Paris außer­ordentliche Beunruhigung hervorgerufen. Die iranzöfifche Regierung hatte sich zwar in ihrer letzten Note ausdrücklich zum Prinzip der Frei­heit der Meerengen bekannt und sich bereit er­klärt, an ihrem Schutze direkt mitzuwirken, aber wan hatte in Frankreich damit alles andere ge­weint als das, was die englische Regierung heute zu unternehmen sich anschickt. Nach dem

-eits der englischen Einladung beschlossen hat, Truppen nach

Temps" mußte es sich für die englische Regie­runglediglich um eine friedliche Demarche in Angora handeln, um der dortigen Regierung zu verstehen zu geben, daß sie alles Interesse daran habe, die Entscheidung der Mächte hinsichtlich der Aufrechterhaltung der Neutralität und der Meerengen zu respektieren." Die englische Re­gierung dagegen plane Maßnahmen, die in Angora entgegengesetzt aufgefaßt werden müß­ten. England konzentriere seine Flotte bei Tschanak, es schicke sich an, Verstärkungen für das Besatzungskorps nach Konstantinopel zu entsenden und die Alliierten aufzufordern, die­sem Beispiel zu folgen. Es scheine sich weiterhin an die drei Valkanmächte Griechenland, Rumä­nien und Jugoslawien wenden zu wollen, an der Verteidigung der Meerengen teilzunehmen. Die Türken müßtew darin eine Drohung und den Beweis dafür erblicken, daß die Mächte dem von ihr geschlagenen Griechenland zu Hilfe zu eilen entschlossen seien. Es sei außerordentlich be­dauerlich, fährt das Blatt fort, daß die englische Regierung, die ihre Abneigung gegen Zwangs­maßnahmen jedesmal bekunde, wenn Frankreich sich ihrer zu bedienen beabsichtige, um dem Ver­trag von Versailles in Deutschland Respekt zu verschaffen, Maßnahmen der gleichen Natur im Osten ergreife zur Abwendung einer Gefahr, die noch gar nicht einmal bestehe. Die griechische Niederlage und der Zusammenbruch der eng­lischen Politik im Orient scheinen die englische Regierung der Möglichkeit ruhiger Ueberlegung

Rom, 17. Septbr. Die italienische Regie­rung ließ London mitteilen, daß sie einem ge­meinsamen bewaffneten Einschreiten der Alliier­ten gegen die Türkei keineswegs zustimme. Sie sieht sich veranlaßt zu erklären, daß sie strikte Neutralität eènnehmen und jede Verantwortung für die kommenden Ereignisse ablehnen werde.

Pest in Smyrna.

Amsterdam, 17. Septbr. Aus London wird gemeldet: In Smyrna ist die Pest ausgebrochen. Da es unmöglich war, irgend welche sanitären Vorkehrungen zu treffen, verbreitet sich die Krankheit mit großer Geschwindigkeit und for­dert täglich zahllose Opfer. Zwischen der Stadt und den vor Anker liegenden Schiffen ist lebe Verbindung abgeschnitten.

Das Gslddep»! in der Bank vsn England.

Durch die Verhandlungen des Reichsbank­präsidenten Havenstein in London ist die Frage der Garantie für die an Belgien zu gebenden Schatzwechsel zurzeit in das S t a d t u m b a n r= technischer Erörterungen getreten. Solange diese Verhandlungen andauern, sind die politischen Erwägungen und Maßnahmen der Reichsregierung ausgeschaltet. Hat der Reichsbankvräsident eine Einigung erreicht, so wird die Reichsregierung in Verbindung mit den politischen Parteien zu prüfen haben, ob vom politischen und staatswirtschaftlichen Stand­punkte aus die Reichsregierung bie^ Verein­barungen gutheißen kann. Konnnt keine Eini­gung zu Stande, so wird die Reichsregierung neue Schritte zu erwägen haben Nach den bis­her vorliegenden Nachrichten laßt sich, zur Stunde nicht übersetzen, ob Herr Havenstein in London ein für die Reichsbank wie für die deutsche Politik tragbares Ergebnis erzielt. Die Meldungen aus den Ententestaaten müssen mit «öfter Vorsicht bewertet werden, da sie in die­sem Stadium der Verhandlikigen unmöglich zu­verlässige Beurtellungen der tatsächlichen Lage fein sönnen. Der Reichsbankpräsident hat erst am Samstag morgen seine Verhandlungen be­gonnen und sie werden heute fortgesetzt werden.

Aus London wird die Meldung lanciert, daß bie Bank von England nur dann bereit sei, die deutschen Schatzwechsel zu garantieren, wenn bei ihr selbst ein deutsches Golddepot eingestellt werde Und es wird darauf hingewiesen, daß ein solches Depot bereits vorhanden ist. Es han­delt sich um das Golddepot, das seinerzeit vom Goldbestände der Reichsbank ebenfalls aus banktechnischen Gründen abgezweigt und in der Bank von England hinterlegt wurde unter der ausdrücklichen, von der englischen Regierung und der Dank von England gegebenen formellen Zusicherung daß dieses Golddepot damit nicht mifhSre zum Bestände der Reichsbank zu ge-

hören und daß es jederzeit von dieser zurückge­zogen werden könne.

Schon seinerzeit wurden Befürchtungen laut, daß durch den Abtransport dieses Goldes eines Tages die Möglichkeit gegeben sei, darüber so zu verfügen, daß es dem tatsächlichen und buch­mäßigen Goldbestände der Reichsbank entzogen und damit die schwache Golddccke zur Stützung der deutschen Währung entsprechend vermin­dern werde. Ein solcher Augenblick scheint ge­wissen englischen Kreisen jetzt gekommen zu sein, und wir können nach unserer Kenntnis der Auffassung, die in einzelnen Parteien und viel­leicht auch bei einzelnen Teilen der Reichsregie­rung vorherrscht, die Besorgnis nicht verhehlen, daß man dort mit dem Gedanken spielt, über dieses Gold für die Garantieleistung an Belgien zu oerfügen. Manchen Kreisen unb Persönlich­keiten scheint cs ein bequemer Ausweg aus der augenblicklichen Verlegenheit. Schon hört man heute in Kreisen, Lie der Regierung nahe stehen, die Dinge so darstellen, daß die autonome Reichsbank nunmehr allein zu entscheiden habe, da Belgien sich mit ihrer Garantie zufrieden geben wolle, und daß man keinen Einfluß auf ihre rein banktechnischen Maßnahmen und Ver­abredungen mit der Bank von England aus­üben könne.

Demgegenüber muß für alle Fälle daran erinnert werden, daß sowohl der Reichsbank- prüsident wie die Reichsregierung während der Verhandlungen mit Belgien immer daran fest- gehalten haben, daß eine Hergabe des Reichs­bankgoldes unter keinen Umständen in Frage komme. Eine Beleihung oder Lombardierung oder auch nur eine reine buchmäßige Ueber- fchreibung des in London lagernden Goldes der 1 Reichsbank würde aber einer solchen Preisgabe gleichkommen. Im Zuge der englischen Politik, l die zurzeit mehr als je von den Sorgen, des

birtgten Rück st dj f na b m e a uf Fr ank- reich beeinflußt wird, würde es sehr wohl lie­gen, mit ganzer Ueberredungskunst Deutschland zu diesem Schritt zu bewegen zu suchen. Das Golddepot der Reichsbank in London, das ist die Ansicht führender deutscher Finanzleute, wäre damit aber verloren. Denn niemand kann dafür bürgen, und niemand glaubt auch im Ernste baran, daß bis zum Fälligkeitstermine der Schatzwechsel Deutschland in der Lage sein wird, diese Schatzwechsel einzulösen, ohne das Lon­doner Golddepot anzugreifen.

Die Entscheidung über diese Frage ist, wie gesagt, noch nicht gefallen. Es ist möglich, daß die in einzelnen Zeitungen des In- und Aus­landes ausgestreuten, oben gekennzeichneten Meldungen nichts weiter als Versuchsballons ober ein letztes Mittel kaufmännischen Druckes darstellen. Im Interesse der deutschen Gesamt­wirtschaft, der deutschen Währung, wie der deut­schen Politik aber liegt es, derartige Gedanken von vornherein mit allem Nachdruck und in ernstem Bewußtsein der Verantwortung zurück­zuweisen.

Havenstein in London.

Berlin, 18. Septbr. Die Besprechungen zwi­schen dem Reichsbankpräsidenten Havenstein und der Leitung der Bank von England, die am Samstag begonnen haben, werden wahrschein­lich im Laufe des heutigen Tages fortgesetzt. Die Berliner zuständigen Stellen nehmen an, daß im Laufe des heutigen Abends die ersten Nach­richten aus London eintreffen werden, aus denen man sich ein Bild über den Stand der Verhandlungen machen kann. Die Rückkehr des Präsidenten Havenstein ist im Laufe des morgi­gen Abends zu erwarten. Die belgische Regie­rung hat bekanntlich dem deutschen Gesandten in Brüssel erklärt, daß sie damit zufrieden ist, wenn sie eine Antwort der deutschen Regierung nach der Rückkehr des Reichsbankpräsidenten er­hält. Daher dürften alle Mitteilungen nicht zu­treffen, die von einem Vorgehen der Repara­tionskommission wissen wollen, weil die deutsche Regierung die Frist vom 15. September nicht eingehalten hat.

, Poincare gegen Havensteins Mission.

Paris, 17. Septbr. Die französische Regie­rung läßt heute durch denPetit Parisien", wie bereits gestern durch denTemps", erklären, sie würde Vereinbarungen nicht zustimmen, die der Reichsbankpräsident Havenstein mit London treffen köffnte, falls diese darauf hinausliefen, daß England Belgien die ersten beiden Raten garantiert und nach sechs Monaten bezahlt, während Deutschland der Bank von England die Beträge erst nach 18 Monaten zurückgeben würde. Frankreich würde eine derartige Kom­bination nicht zulasten. Die belgische Priorität müsse im Jahre 1922 erlöschen und Deutschland dürfe an der Vollziehung der eigentlichen Repa-

rationsleistungen nicht behindert (!) werden. In liefern Sinne lautè die Instruktion, die dem ranzösischen Delegierten in der Reparations- Kommission gegeben wurde.

Deulschnalionale Entschließungen.

Berlin, 16. Sept. Heute fand in Berlin eint Tagung der Parteivertretung der Deutschna­tionalen Volkspartei statt. Ueber die äußere politische Lage berichtete Helfferich, über die innere Lage Graf Westarp. Nach diesen Darlegungen wurde eine Entschließung ange­nommen, in der die Erfüllungspolitik der Reichsregierung bekämpft und die Politik ent* chloffener Ablehnung unmöglicher Forderun- ;en der Entente verlangt wird. Weiter fordert die Entschließung, die Arbeitsleistung zu steigern und die Erzeugung zu vermehren, sowie den Er- trag den eigenen Volksgenossen zu Preisen zu­zuführen, welche die Not der Verbraucher nicht unerträglich gestaltet. Die zu treffenden Maß­nahmen sollen von der Reichsregierung in eng­ster Fühlung mit den Vertretungen aller Be­rufsstände und unter Wahrung der Rechte des Reichstages getroffen werden. EineNeben- regicrung der sozialdemokrati­schen Gewerkschaften müsse entschieden abgelehnt werden. Endlich wird gefordert, daß die ParoleDer Feind steht rechts" in Wort und Tat zurückgenommen wird. Zum Schluß wurde das neue Difziplinargefetz in feiner Handhabung gegenüber den deutschna­tionalen Beamten aufs schärfste mißbilligt.

Die Gelreideumlage.

derung der landwirsi

Berlin, 17. Sept. Infolge der außerordenk lichen Teuerung der letzten Monate ist die For- tschaftlicheu Kreise, nach- Preisbemessung für das

träglich eine höhere . .. _ .

erste Drittel des Umlagcsolls vorzunehmen, immer stärker aeworden. Entsprechend einem

W Ausschuss des Reichstages ist der oben- erwähnte Ausschuß zusammengetreten, der aus je fünf Vertretern des Reichstages, des Reichs­rates, der Verbraucher und der Landwirte be­steht und hat einen von deutschnationaler Seite eingebrachten Antrag, die Umlagcprctfe entsprechend den Indexziffern für August, Sep­tember und Oktober festzusetzen, außerdem aber den Ernteausfall des laufenden Wirtschafts­jahres zu berücksichtigen angenommen. Die Annahme erfolgte mit 11 gegen 3 Stimmen bei Enthaltung der sozialistischen Mitglieder und des deutschnationalen v. Oppen.

Gegen die Erhöhung. ,

Augsburg, 18. Seept. Der sozialistische Parteitag hat gestern ein Protesttelegramm an den Reichskanzler gesandt wegen der neuer- sich beabsichtigten Vervielfachung der Getreide- umlage.

PsMffche Tagesberichte.

Ein weiteres Wirtschaftsabkommen mit der französischen Industrie. Nachdem das Ab­kommen zwischen Stinne» und Lubersac »bßr- schlossen wurde, ist auch in Württemberg in aller Stille einSachlieferungsabkommen zwischen einer süddeutschen und einer französischen In­teressengruppe getätigt worden, da» für die süd. deutsche Industrie von besonderer Bedeutung sein dürste. Nachdem «» gelang, eine deutsche Großbank und zwar die Stuttgarter Filiale bet Sommer^ und Privatbank, für dar Abkommen zu interessieren, wurde am 2. September der Vertrag von beiden Interessengruppen unter- zeichnet.

Neuwahlen für Thüringen r Di- Deutsche Volkspartei will sich mit den anderen Parteien Thün^ens in Verbindung setzen, nm auf dem Wege eines Volksentscheids eine «ulfSsung des Thüringer Landtages herbrizuführen, wenn der Thüringer Land­tag aus den Kommunalwahleu des Letzten Sonntags nicht bie Folgerungen zieht und sich selbst auflöst. Auch die Demokratische Partei fordert den Rücktritt der Negierung. Die demokratische Zeitung Bolksblatt in Jena schreibt:Wir erheben die Forderung: Rücktritt der Negierung! Die augenblickliche Ne- gierung samt sich nicht auf das Vertrauen der Mehr» heit im Volke berufen, denn selbst die Kommunisten greifen sie fortgesetzt an und fallen ihr in den Rücken. Damit ist auch der Schein einer Mehrheit in Wegfall gekommen".

Wahlen in Braunschweig. Laut »raun- schweiger Nachrichten erhielten bei der gettern hier ftattficfunbenen Wabl der unbesoldeten Stadträte die Sozialdemokraten 55st Summen, die Unabhängigen 14564, die Kommunisten 5Ut8, die Wirtschaftliche tinleitliifte -Bürgerliche) 2172- und die Demokraten 3081. Demnach entfallen auf die Sozialdemokraten 1, Uaadhängiaen 2 und di- bürgerliche «»hell,list« 4 Sitze. Kommunisten und Demokraten haben keinen Sitz erhalten.

Dollar (10 Ahr vorm.) 1470-1490