Einzelbild herunterladen
 

HanauerS Anzeiger

Bezusrvrei,: Monatlich Mk. 100. ohne Träger- lob»: Einzelnummer Mk.4.. Anzeigenpreise:

Die 33 mm breite Zeile Mk. 10.; Finanzinserate

General-Anzeiger

ÄÄ£« «srNichrs Organ für Ek-dl- und Landkreis Sanou

preise berechnet. Offertengebubr Mk. 4..

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertags

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile Hanau a. M. 2m Falle höherer Gewalt. Streik usw., bat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung eher auf Rückzahlung der Bezugs- Preises. Für Plahvorschrift u. Erscheinungstag« der Anzeigen wird keine Gewähr geleistet.

Nr. 214

Dienstag den 12. September

1922

Das »eaeste.

Die deutsche Regierung hat in einer Note beim Völkerbund gegen die polnischen Anschul­digungen, wonach in Deutsch-Oberschlesien die polnische Minderheit unterdrückt würde, Protest eingelegt.

Die Reparationskommission wird sich voraussichtlich diese Woche noch mit den deutsch­belgischen Verhandlungen beschäftigen.

Die Indexziffer für August erreichte das rund 180fache des Friedensstandes.

Der preußische Landtag tritt am 27. Sep­tember wieder zusammen.

Aus Kleinasien treffen weitere beunruhi­gende Meldungen ein, die England zwingen militärische Vorbereitungen zu treffen.

Die Reparativusksmmission hat das Work.

Nun waren wir also wieder genau so weit, wie an dem Tage, wo Deutschland sein Gesuch um Zahlungserleichterung an die Repko ab­sandte. Die internationale Diplomatie, die seit Versailles Proben ihrer Unfähigkeit zur Löfung des europäischen Problems mehr als genügend abgelegt hat, ist auch jetzt der Entscheidung aus­gewichen. Genau wie beim Whistspiel, wo kei­ner der Parttier die Verantwortung für ein gefährliches Spiel übernehmen will und dem anderen den Mut zum Entschluß zuschiebt. Wenn Deutschland nicht der Leidtragende dabei wäre, könnte man dieses klägliche Hin und Her nachgerade komisch finden: Der Reparations­ausschuß überweist das deutsche Gesuch mit einer tiefen Verbeugung an die weisen Herrn Ministerpräsidenten, die in London die Frie-

denspfei land bei

nicht einig sind und

dem Reparationsausschuß das Weitere über­lassen. Dieser aber, keineswegs entzückt von der ehrenvollen Aufgabe, klopft in Berlin an, ob die deutsche Regierung vielleicht inzwischen win­delweich geworden ist, kommt mit einem halben Erfolge nach Hause, der aber inzwischen wieder unter den Tisch fällt, als die Franzosen merken, daß sie mit der von Deutschland angebotenen Lösung keine politischen Geschäfte machen kön­nen, und in seiner unerschöpflichen Weisheit faßt der Reparationsausschuß den weisen Be­schluß, daß Deutschland zwar zahlungs- und kreditunfähig ist, daß es aber trotzdem die monatliche Kriegsentschädigung für das nächste halbe Jahr zu zahlen hat, wenn nicht in Schatz­wechseln, so in Gold, worüber es sich aber mit den Belgiern weiter unterhalten soll. Die Bel­gier kommen, stellen sich auch zufrieden, berich­ten nach Brüssel und Brüssel dankt. Es folgt zwar keine direkte Ablehnung, aber Brüssel er­klärt die Prolongation der Reichsschatzwechsel nicht vornehmen zu können, ohne daß die Repko dazu Stellung genommen hat. Die Repko hat also nun wieder das Wort und es besteht die Möglichkeit, daß die diplomatische Aktion wieder von vorne beginnt, d. h. daß die Repko den deutschen Vorschlag über die Prolongation über die Ministerpräsidenten der Alliierten spazieren fährt.

Nach den heute vorliegenden Meldungen ist es wahrscheinlich, daß die Repko am Freitag Zusammentritt. Die Reichsregierung hat für diesen Zusammentritt der Repko bereits Unter­händler nach Paris geschickt, die sich der Repko zur Verfügung halten sollen, falls diese bei einer eventuellen nochmaligen Beratung der Reparationszahlungen an Belgien deutsche Vertreter zu hören wünscht.

Berlin im allgemeinen gedrückt.

Berlin, 12. Sept. Die Ergebnislosigkeit der bisherigen Verhandlungen und die von ver­schiedenen verantwortlichen und unverantwort- üchen Stellen genährte Hoffnungsfreudigkeit bufe es zu einer raschen Einigung kommen werde, ist nunmehr ins Gegenteil umgeschlagen und macht sich in dem gesamten Leben der Reichshauptstadt, sei es auf dem Gebiete der Politik oder auf dem des Handels, in überwie- Fender Weiss bemerkbar. Dazu tritt, daß die Zuspitzung des englisch-französischen Konfliktes die Weltlage mehr und mehr verwickelt und das Interesse Englands in einer Weise in Anspruch nimmt, daß die Befürchtung nahe liegt, daß wan in London bezüglich der Reparationsfrage abermals zurückweicht, um weiteren Schwierig­keiten für den Augenblick aus dem Wege zu geben.

Belgien verlangt eine Golddeponierung?

Paris, 12. Sepk. Die belgischen Ber- kreker Delacroix, Bemelmans und Philippfon erstatteten heute nach ihrer Rückkehr nach Brüi-

sei Theunis und Jaspar Bericht. Dem Brüsse­lerTemps"-korrefpondenken zufolge habe das belgische Ministerium beschlossen, den direk­ten Verhandlungen mit Deutsch­land ein Ende zu machen. Dieser Be­schluß wurde wegen der von Deutschland ge­stellten Forderungen betreffend die Verfallzeit innerhalb 18 Monaten gefaßt. Ueber die von Deutschland angebotenen Bankgarantien sowie die anderen Garantien äußerten sich die belgi­schen Minister überhaupt nicht, weil sie der An­schauung sind, daß die Verhandlungen scheiter­ten, also zu keinem Abschluß gelangten. Theu­nis und Iaspar werden über die nun zu er­greifenden Maßnahmen heute beraten.

Nach einer BrüsselerTemps"-Weldung läßt die belgische Regierung erklären, daß das am Samstag von der deutschen Regierung heraus- gegebene Eommunique nicht die Ansicht der belgischen Regierung wiedergibt. Ueber das, was nun folgen werde, sagt derTemps"- Korrespondent, daß Belgien nun von der deut­schen Regierung verlangen werde, daß sie für die Verfalltage vom 15. August und 15. Sep­tember Schahscheme abgibt und dieselben m i l einer Golddeponierung garan­tiert.

Zusammentritt der Reparationskommission.

Berlin, 12. Sept. In Berlin ist noch keine Mitteilung darüber eingetroffen, wann die Re­parationskommission zusammentreten wird, doch rechnet man damit, daß die erste Sitzung am 15. September stattfinden wird. Am Sams­tag dieser Woche kann also vielleicht schon eine Entscheidung vorliegen.

Der grèechisch-iürkrsche Krieg

Die französisch-englische Spannung.

Paris, 11. Sept. Die Entwicklung der Dinge im nahen Osten setzt die französische Diplomatie in nicht geringe Verlegenheit. So­lange es sich lediglich um die Vertreibung der Griechen aus Kleinasien handelte, hat man hier den Vormarsch der siegreichen türkischen, Trup­pen mit ungetrübter Freude verfolgt, die noch erhöht wurde durch die Schadenfreude, die man darüber empfand, daß mit der Niederlage Griechenlands die Orientpolitik Englands völlig zusammenbrechen müßte. Das hat sich geän­dert, seitdem die Regierung von Angora mit ihren Aspirationen auch auf das europäische Gebiet übergreift. Die Erklärung des türki­schen Oberkommandanten, daß seine Armee die Waffen nicht niederlegen werde, ehe nicht auch Adrianopel und Thrazien befreit und in Kon­stantinopel der Status quo vor dem Kriege wiederhergestellt worden sei, hat hier großes Unbehagen heroorgerufen. Denn trotz aller Eifersüchteleien gegen die englische Vorherr­schaft am goldnen Horn hat man auch hier in Paris ein Interesse an der Erhaltung der Frei­heit der Meerengen, und diese kann nach Auf­fassung wenigstens eines Teiles der maßgeben­den Kreise in Frankreich nur gesichert werden durch die Beibehaltung der militärischen Okku­pation von Konstantinopel durch die Alliierten. Der Ausweg aus diesem Dilemma ist umso schwieriger, als die französische Regierung gegenüber den Kemalisten die Hände nicht mehr ganz frei zu haben scheint Dazu kommt dann endlich der offene Gegensatz zu England, das, wie man hier glaubt, trotz der griechischen Niederlage an der bisherigen Grundlinie sei­ner Politik festzuhalten entschlossen ist.

ang mit dem Admiralität.

»England trifft milikärifche Vorbereitungen."

Paris, 12. Sept. Unter der aufsehen­erregenden Ueberschrift »England trifft mili­tärische Vorbereitungen veröffentlicht der Watin" eine Reukernoke, welche bezagk, daß, obwohl die Wehrzahl der englischen Minister abwesend sei, die größte Arbeil-tAigkeik in englischen Regierungskrslsen herrsche. Lloyd George stehe in ständiger Verbindung mit dem Sriegsministerium und der Admiralität. Schritte seien im Gange, um eine gemeinsame Politik Großbritanniens mit feinen Alliierten in der Orientfrage herbe.zufuhren angepasts der Eventualitäten, die sich imolge der türki­schen Siege in Kleinasien ereignen konnten. Gleichzeitig veröffentlicht das Blatt einen 21r- kik-l der?.Daily News", in dem es heißt, daß es zwar unmöglich sei, über Truppen- und Schiffsbewegungen genaue Auskunft zu ^ teilen daß man aber trotzdem in der Lage sei zu sagen daß militärische und maritime Vor- bereitungen in den letzten Tagen getrogen wor­den seien. Das englische auswärtige Amt be­fürchtet gefährliche Verwicklungen vor allen Dingen einen Einfall der Türken in Mesopotamien,

3m Zusammenhang damit melden Lon­doner Blätter, daß zwei britische Artllleriebakte- rien aus Malta Befehl erhalten haben sich zur Einschiffung nach Konstantinopel bereit zu halten.

Weitere beunruhigende Meldungen.

London, 11. Sept. Wie die Abendblätter melden, ist infolge der Entfachung des türkischen Kriegsgeistes durch den kemalistischen Sieg in Kleinasien ein ernster Angriff von türkischen Agitatoren auf Ausländer einschließlich der Engländer in Teheran unternommen worden, bei dem mehrere Personen ums Leben gekom­men sind. Die türkischen Agitatoren benutzten Revolver und Steine. Die Fenster zahlreicher englischer und französischer Kaufläden im briti­schen Viertel wurden zertrümmert. Die Polizei war machtlos.

Weiteren Meldungen zufolge kam es in Smyrna nach dem Einmarsch der Türken ver­schiedentlich zu Schießereien und Plünderungen. Mit Unterstützung englischer Matrosen gelang es dem türkischen Oberbefehlshaber, die Ord- nuna wieder hsrzuMlsn.

Reuter zufolge wird in amtlichen Kreisen in London der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß die" türkischen Beschwerden an den Völkerbund über angebliche griechische Verbrechen während des Rückzuges nach Smyrna nur die Einleitung von Vergeltungsmaßregeln durch die Türken seien.

Evening Standard" erklärt, die militäri­schen Vorbereitungen zu Wasser und zu Lande seien getroffen für alle Fälle, die sich aus dem griechischen Zusammenbruch ergeben und deutet auf eine starke Vermehrung der britischen Streitkräfte im nahen Osten hin.

Derlin, 11. Sept. Am Sonntag wurde hier ein Vertrag zwischen der englischen in- dustriellen Urquhart-Gruppe und Sowjetrußland über Konzessionen in Si­birien unterzeichnet.

DieB. Z." berichtet hierzu ergänzend: England hat in Rußland 200 Millionen Pfund Sterling investiert, wovo'n auf die Urquhart- Gruppe allein nicht weniger als 56 Millionen Pfund Sterling entfallen. Frankreich hat von Rußland 11 Milliarden Goldfranken zu for­dern, dazu etwa eine Milliarde Goldfranken seitens der Privatindustrie. Endlich hat Belgien im ganzen drei Milliarden Goldsranken in Ruß­land investiert, so daß die Urquhardt-Gruppe in Sibirien am stärksten interessiert ist. Das Abkommen zwischen Stinnes und Lubersac war die Vorlage für den Vertrag zwischen Ur- quhardt und Krassin. Urquhardt, dex mit Krupp in Essen in Verbindung steht, hat ausdrücklich erklärt, daß die deutsche Industrie aufgefordert werden soll, an diesem neyen Werk, der Erschließung Rußlands, aktiv teil­zunehmen. Es wird also für die deutschen Maschinenfabriken benso wie nach dem Stinnes-Lubersac-Abkommen reichlich Be­schäftigung geben für den Aufbau Frankreichs und Rußlands. Krassin begibt sich heute im Flugzeug nach Moskau, um den Vertrag mit Urquhardt ratifizieren zu lassen.

Berlin, 12. Sept. Zu Pressevertretern äußerte Leslie Urquhardt u. a.: Krassin hat der Mos­kauer Regierung dadurch, daß er einen Ge­schäftsvertrag ohne Einmischung fremder Mächte mit mir zum Abschluß gebracht hat, einen wichtigen Dienst geleistet. Er hat sogar einen gewaltigen Sieg dadurch errungen, daß er mich aus einem erbitterten Feind der Sow­jets zu einem Freund und Helfer gemacht hat. Um den russischen Ideen nachzukommen, ist formell das Eigentum den Sowjets verblieben, während wir an Bergwerken, Fabriken auf 99 Jahre als Pächter beteiligt sind. Die russische Regierung stellt mit Ersatz für die ab­handengekommenen Materialien und Maschi­nen und übergibt mir große Summen, die zum sofortigen Beginn der Arbeit dienen. Ich habe das Recht, Arbeiter nach Belieben einzustellen und zu entlassen, ohne daß ich die kommu­nistische Arbeiterorganisation zu besagen habe. Ich hoffe, daß meine Arbeit in Rußland Deutsch­land zugute kommen wird und lade die deuHche Industrie, Unternehmer und Arbeiter ein, mir am Wiederaufbau ihres östlichen Nachbarn zu helfen.

Sine deutsche Note an den Völkerbund

Genf. 11. Sept. Der Leiter des deutschen Konsulats in Genf, Legitationsrat Dr. Nasse, überreichte heute dem Generalsekretariat des Völkerbundes im Auftrage der R e i ch s r e - gierung folgende Note:

Der deutschen Regierung ist aus der polni­schen Presse der Wortlaut einer Note der polnischen Regierung an den Völker­bund bekannt geworden, in der die polnische Regierung eine Reihe heftiger Anschuld f- g u n g e n gegen deutsche Regierungsargane wegen angeblicher Unterdrückung der polni­schen Minderheiten in Deutsch-Ober, schlesien, Ostpreußen und dem übrigen Deutsch­land richtet. Hinsichtlich O b e r s ch l e s i e n s, an dessen Minderheitenschutz allein ein Interesse des Völkerbundes gemäß dem Genfer Abkom­men vom 15. Mai 1922 besteht, hat die deutsche Regierung die Ehre, darauf hinzuweisen, daß sie die fraglichen Vorwürfe als in jeder Weise unberechtigt und haltlos zurück, weisen muß. Die deutsche Regierung behält sich vor, dem Völkerbund eingehendes Material vorzulegen, aus dem die Haltlosigkeit der pol­nischen Behauptung hervorgeht, was übrigens auch durch das Zeugnis des Herrn Präsidenten Calondcr sowie des Herrn Präsidenten Kaecken- beegk leicht nachzuweisen ist. Im übrigen muß die deutsche Regierung daran festhalten, daß die Beschwerden der polnischen Minderheiten auf dem durch das Genfer Abkommen vom 15. Mai 1922 vorgezcichnetsn Instanzenwege erledigt werden.

Die KommuRalWahlen in Thüringen.

Schwere Niederlage der Sozialdemokraten.

Eisenach, 12. Sept. Die Kommunalwahlen

MehrhèitssöziUisten haben zum Teil sehr schwere Niederlagen erlitten, dagegen haben die Kommunisten in verschiedenen Ortschaften Zuwachs erhalten.

Bisher liegen folgende Endresultate vor: Altenburg, soz. Mehrheit; Apolda, bürgerl. M.; Arnstadt, bürgerl.M.; Eisenach, bürgerl.M.; (11 694 bürgert, 10 480 soz.); Gera, soz. M., Gotha, bürgert M.; Greiz, bürgert M.; Gösch­witz, soz. M.; Hildburghausen, soz. M.; Jena, bürgerl. M.; Ilmenau, soz. M.; Meiningen, bürgert M.; Meuselwitz, soz. M.; Pößneck, soz. M.; Stadtilm, bürgerl. M.; Sonneberg, bürgerl. M.; Weimar, bürgert M.

Reorgüuisaiionsplan für Oesterreich.

Prag, 12. Sept. Der Sonderberichterstatter der Prager Presse meldet »aus Genf: Im- p e r i a I i unterbreitete gestern der Spezialkom­mission des Völkerbundes für Oesterreich einen ausführlichen Plan zur Reorganisation Oester­reichs. Das Memorandum enthält fünf Punkte: Währung, Verwaltung, Kontrolle und sonstige Bestimmungen. Die Finanzreform sieht den Ausgleich durch Steuererhöhungen vor, die soll durch Schaffung einer No-

Währung soll durch Schaffung einer N o - t e n b a n k saniert werden, welche das Verhält­nis der alten zur neuen regelt. Die internatio­nale Kommission wird die zum Budgetausgleich notwendigen Steuererhöhungen der österreichi- , schen Regierung vorschlagen und diese verpflich­tet sich, die Vorschläge der Kommission durchzu- führeiu Die österreichische Regierung muß sich vorher zu diesem Zwecke die notwendigen Voll­machten vom Parlamente gesetzlich erteilen lassen. Die internationaleAnleihe wird nach dem Projekte österreichische Garan­tien erhalten. Dazu werden noch die Garan­tien der an Oesterreich unmittelbar interessierten Staaten kommen. Besonders ist der Vorschlag des Memorandums wichtig, nach dem der Kre­dit in monatlichen Raten an Oesterreich auszu- zahlen wäre und zwar nur dann, wenn Oester­reich nachweist, daß es die für diese Zeitspanne vorgesehenen Maßnahmen, die Beamtenent­lassungen, Steuererhöhungen und Verwaltungs­reform tatsächlich durchgeführt hat. Das Memo­randum schließt mit dem Ausdrucke der Hoff­nung, daß der Oesterreich gewährte Kredit tat­sächlich verwendet werden könne und daß die Sanierung Oesterreichs praktisch durchgeführt werde. Die Spezialkommission für Oesterreich diskutiert diesen Plan mit Imperioli.

Das Stinnesabkommen vor der Repara- tionskommifsion. Wie von gut unterrichteter französischer Seite bekannt wird, wird der Ver­trag Stinnes-Lub rsac entweder noch in dieser Woche öder im Laufe der kommenden Woch« der Neparationskommission zur Begutachtung vorgelegt werden. ........_

Dollar (10 Uhr norm.) 1500