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General-Anzeiger

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Nr. 293 Mittwoch den 3». August 1822

Vor der Parise Die Einigungsformel: Verschärfung 6 Kolz- und Kohlenlieferuns

Die deutschen Delegierten sind gestern in Paris eingetroffen und werden heute vor­mittag ^11 uhr zum ersten Male im Hotel Astoria mit der Reparationskommission Zusam­mentreffen. Für Nachmittag ist eine zweite Atzung vorgesehen, da Staatssekretär Schrö­der der Reparationskommission mitgeteilt haben soll, er werde erst im Laufe des Tages von der Reichsregierung die endgültigen Jn- struktionen erhalten. Ob unter diesen Umstän­den heute bereits die Entscheidung der Repa­rationskommission fallen wird, ist höchst un­wahrscheinlich vermutlich dürfte die Ent­scheidung erst morgen Donnerstag getroffen werden. Wie diese Entscheidung ausfallen wird, läßt sich noch nicht sagen. Wenn man allerdings die französische Presse zur Hand nimmmt, so kann man seit gestern einen Opti­mismus in der Entwicklung der Dinge wahr­nehmen, der darauf schließen läßt, daß man in letzter Stunde doch noch zu einer Einigungs­formel gelangen dürfte. DerTemps" schreibt heute morgen u. a.:Wenn z. V. alle alliierten Regierungen darin übereinstimmen würden, Deutschland sofort ein äußer st stren­ges Regime zur Gesundung seiner Finanzen und zur Sicherung der zukünf­tigen Reparationszahlungen aufzuerlegen und wenn andererseits Deutschland für seine Barleistungen eine Stundung gewährt werde, eine aenüaend lanae Dauer Geltung hätte und den zu treffenden Maßnahw > auch Zeit zu lassen, sich wirksam zu erweisen, konnte die Reparationskommission am Donnerstag wohl den einstimmigen Beschluß fassen." Diese Einigungsformel bezieht sich auf die von uns bereits gestern mitgeteilten Thesen Sir John Bradburys Moratorium auf einen langen Zeitraum gegen Verschärfung der finan­ziellen Kontrolle gegen Deutschland. Die Aus­führungen desTemps" lassen darauf schlie­ßen, daß Frankreich geneigt wäre, diesen bel­gischen Vorschlag anzunehmen. Noch deutlicher kommt dies im Leitartikel desTemps" zum Ausdruck. Dort heißt esFrankreich hat vor allem ein Interesse daran, Sachleistungen zu erhalten, wenn es sich nur um ein Moratorium für einige Monate handle. Bekanntlich hat Frankreich während dieser Zeit nichts anderes zu erhalten. Jedes Pfand und jede Garantie bezüglich der Holz- und Kohlenlieferungen in­teressieren Frankreich ganz besonders wegen seiner Sachleistungsforderungen. Die franzö­sische Regierung und ihre Vertreter sollen fest­bleiben, was das französische Interesse anbe- kangt. Warum sollte in der Diskussion von morgen nicht jeder Delegierte vor allem das zu erreichen suchen, was sein Land am meisten benötigt?" DerTemps" bezeichnet als fran­zösisches Interesse also ausschließlich die franzö- aen Ansprüche aus Sachleistungen, in erster Linie auf Holz und Kohlen. Er gibt es auf, wie er dies noch vor einigen Tagn tat, auf der sranzösischen Kontrolle der Minen und Forsten zu verharren. Für die Sachleistungen hat Deutschland bekanntlich durch seine Großindu­striellen Sicherheiten angeboten, deren Grund­züge dem französischen Delegierten der Repa- mtionskommission noch vor seiner Abreise yacb Paris bekannt gegeben wurden und deren Ein­zelheiten die deutsche Regierung in einem Memorandum der Kommission zur Kenntnis bringen wird, das heute überreicht werden soll. DerTemps" überläßt den zweiten Teil des von Deutschland am 12. 7. verlangten Mora­toriums, nämlich die Stundung für 1923 U. 24 scheinend der Behandlung durch die Eng- tander und läßt durchblicken, daß Frankreich bie von England neugeplante Maßnahme be- mm^gen könnte. Er glaube, Englands Inter­ne bestehe vor allem in der Wiederherstellung er deutschen Finanzen und des deutschen Kur- 'um nicht einen seiner besten Klienten zu erneren. Wenn England ein wirksames, so- »ar drakonisches Programm für die Gesun- ung der deutschen Finanzen hat, soll es ver- mc.)en, mit diesem Programm durchzudringen.

Ein Moratorium auf 1% Jahre?

Pa r i 5. 30. Aug. Die Morgenblälkec siim- men darin überein, daß der englische Vorschlag gegen verschiedene andere Kompro- mgtosungen in den Vordergrund getreten sei. VmSe Blätter behaupten natürlich, daß der °siMag für Frankreich nicht annehmbar ge- 'veim sei. aber im allgemeinen wird nickt

r Enlscheiöung.

er Mnanzksnlrvlle, Sicherstellung der en uns Golddeponierung?

mehr von einer Sonderaktion Frankreichs gesprochen, sondern im Gegenteil betont, daß Sanktionsmaßnahmen wenig praktische Bcsuttakc zeigen könnten. Der Malin" will von Bradbury erfahren haben, daß es sich bei dem englischen Vorschlag min­destens um ein Moratorium von 18 Monaten handeln soll. DasPetit Journal" sagt, es sei sehr wohl zu erwarten, daß die Reparations­kommission auf Grund des englischen Vorschla­ges zu einem einstimmigen Beschluß gelangen könnte. Es sei nicht mehr zu leugnen, daß die Debatte sich um ein langfristiges Moratorium drehe und es fei wahrscheinlich, daß unter den von England vorgeschlagenen Bedingungen Deutschland eine Stundung von 1% Jahren, also bis zu zum 1. Iuli 1924 gewährt wurde, wenn sich das Reich verpflichte, die festgesetzten Maßnahmen auszuführen und die Alliierten bei einem Widerstand entspre­chende Garantien zugesichert erhalten. Auf bel­gischer Seite se? man ebenfalls einer derartigen Lösung nickst abgeneigt. England fei sowieso ein­verstanden und es bestehe Aussicht, daß ja Frankreich einem derartigen Moratorium an- schließen werde.

(Kommt also in der Reparationskommission heute oder morgen eine Einigung zustande, dann nach den Pariser Pressestimmen geurteilt, wahrscheinlich auf der Basis, daß Deutschland eine Garantie für die an Frankreich zu liefern- eventueutnöörm(*tne5Dem

solls, wozu ja die deutsche Regierung bereit ist. Ferner wird auf den Vorschlag Englands hin eine Verschärfung der finanziellen Kontrolle gegen Deutschland eingeführt werden. In wel­cher Weise diese Kontrolle erfolgen soll, darüber ist bisher noch nichts verlautet. Schließlich dürfte noch Belgien, das ja bekanntlich an den Barzahlungen im laufenden Jahre interessiert ist, Garantien in Form einer Golddeponierung verlangen. Das Moratorium muß also sehr teuer erkauft werden. D. Red.)

Die Lieserungsverträge gefiebert*

Berlin, 30. Aug. In weiterer Verfolgung des der Reparationskommission unterbreiteten Planes einer Sicherung der Holz- und Kohlen­lieferungen an die Alliierten durch Ergänzungs­verträge mit den entsprechenden deutschen In­dustrien hat gestern die Reichsregierung mit Vertretern des K o h l e n b e r g b a u s und der Holzindustrie verhandelt. Die Vertreter des Kohlenbergbaues erklären sich bereit und sind damit einverstanden, alsbald zusammen mit der Reichsregierung über den Abschluß privatwirtschaftlicher Lieferungsverträge in Verhandlungen einzutreten. Als Unterhändler für den Kohlenbergbau wurden die Herren Hugo S t i n n e s. Peter K l ö t n e r, Direktor Silverberg und Direktor Lübfen ge­nannt. Aehnliche Verhandlungen über die Holz­lieferungen sollen sich unmittelbar anschließen. Eine Besprechung mit den maßgebenden Ver­tretern der Bergarbeit e.r verbände und mit den Spitzenorganisationen der Arbeit­nehmer ergab gleichfalls die grundsätzliche Be­reitwilligkeit der Arbeiterorganisationen, in der Durchführung der Lieferungverträge mitzu- wirken. , L ,

Die Reichsregierung hat von diesem Ergeb­nis der gestrigen Vesprechnnzen ihren nach Paris entsandten Vertreter telegraphisch unter­richtet.

Amerika an die Front.

Die Ankerredung des Senators Cox mit Lloyd George.

Aus seiner Unterredung mit Lloyd George hat Senator Cox der Presse folgende Mittei­lung gemacht:Zur Heilung der Wirtschafts­lage und zur Lösung des Reparationsproblems muß Amerika sofort zur Hilfe eilen, da der englische und französische, Gegensatz un­überbrückbar erscheint. Es dürften drei Er­wägungen genügen, die für ein Eingreifen Amerikas sprechen: 1. daß die Gelegenheit zum Eingreifen niemals günstiger gewesen sei; 2. daß, wenn Amerika seine Absatzgebiete nicht verlieren wolle, die wirtschaftliche Wiederher­stellung Europas kommen müsse: 3. daß Ame­rika, wenn es die Schulden Europas aufrecht erhalten wolle, sich darüber klar sein müsse, daß es nicht die geringste Aussicht auf Bezahlung feiner Gcbulben babe. falls es TenRuin auck nur

eines feiner Schuldner zuließe. D a s S ch i ck - sal Europas liege in der Hand Amerikas und Europa habe nur den einen Wunsch, daß Amerika das endlich begreife."

(Der Amerikaner, der diesen Mahnruf er­läßt, ist nicht der erste beste Privatmann. Cox ist der Führer der demokratischen Partei und war bei den letzten Präsidentschaftswahlen, die den Republikanern den Sieg brachten, des Prä­sidenten Harding Gegenbewerber. Wohl sind schon manchmal Mahnungen in ähnlichem Sinne von Amerikanern an ihr eigenes Land gerichtet worden, ohne daß seine Regierung aus ihrer Abkehr von den europäischen Hän­deln herausgetreten wäre. Aber das Gewicht der Persönlichkeit von Cox im öffentlichen Leben und die Begleitumstände seiner An­regung geben diesem Schritt jetzt doch eine ganz besondere Bedeutung. Man muß auch berück- HüMgen, daß wir vor den amerikanischen Wah­len stehen, bei denen sicherlich die Frage:Wie- dereintritt der Vereinigten Staaten in die europäische Politik oder nicht" eine bedeutende Rolle spielen wird. D. Red.)

An!erzeichnen! Anler, zeichnen! und drei Fahre später!

Kommunistische Blätter veröffentlichen einen gemein­samen Aufruf der Comité directeur du Parti Communiste kranhai« (Zentrale der K. P. Frankreichs) und der Zentrale der Kommunistischen Partei Deutsch­land«An das deutsche und französische Proletariat", in dem es am Schluffe beißt:Wir rufen die Proletarier beider Länder auf, unter folgenden Losungen den Kampf aufzunebmen: Für die Annullierung des Versailler Vertrages! Für den gemeinsamen prolc- chDtzMâWlKâsc â ^ii èâWWM Gegen die Okkupation der Ruhr! Für die Räumung der besetzten Gebiete!"

Die deutschen Bischöfe zur Kriegs- schuldfrage.

Die diesjährige Bischofskonferenz zu Fulda hat gegen die in einseitiger Auffassung gcgnerischerseitS immerfort wiedcrholteunberechti-teBehaupiung Stellung genommen, daß Deutschland am Kriege schuldig sei, und sie hat sich veranlaßt gefühlt, gegen die furchtbaren Konsequenzen, die die französische Regierung aus foldjer Schuldigerklärung glaubt ziehen zu dürfen, vor dem Heiligen Stuhl feierlich Protest zu erheben. Die Bischofskonferenz gibt damit derselben unerschütterlichen Ueberzeugung Ausdruck, der sie 1914 in ihrem gemeinsamen Hirtenschreiben Zeugni» ge­geben bat:

Wir «da? ist das deutsche Volk) sind unschuldig am Ausbruch des Krieges; er ist uns aufgezwungen worden. Das können wir vor Sott und vor der Welt bezeugen."

Weiterhin befaßte sich die Bischofskonferenz erneut mit der Lage des besetzten Gebietes, wo einer zivili­sierten Bevölkerung im Herzen Europa» dauernd die Schmach angetan wird, von zahllosen Angehörigen unkultivierter afrikanischer Volksstämme militärisch überwacht zu werden und wo die gewaltigen Scharen mohammedanischer und heidnischer Soldaten einer christlichen, vorwiegend katholischen Bevölkerung zum Acrgerni» und zu großen sittlichen Gefahren für die Jugend gereiche«.

Die Ernährungsaussichlen.

Darlegungen des Ernährungsministers Dr. Fehr.

Im Volkswirtschaftlichen Ausschuß des Reichstags gab gestern der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Professor Dr. Fehr, in ausführlichen Darlegungen ein Bild unserer Ernährungslage. Da Deutschland auf Grund seiner eigenen Erzeugung nicht imstande sei, den ausreichenden Brotbevarf selbst zu decken, so müsse es das fehlende Getreide vom Ausland beziehen, was in der Preisgestaltung leider zu einer katastrophalen Entwicklung ge­führt habe. Allerdings fei die mengenmäßige Brotversorgung für die nächste Zeit gesichert, da bis zu einem bestimmten Termin die Reichs­getreidestelle die notwendige Menge in der Hand habe: doch werde es sich bei dem Nieder­gang der deutschen Währung bedauerlicherweise nicht vermeiden lassen, daß vom 15. O k t o b e r an eine wesentliche Erhöhung des Abgabepreises der Reichsgetreidestelle und damit auch des Brotpreises ein­treten müsse. Auf das durch das Umlagever­fahr e n zu erfassende Getreide übergehend, be­merkte der Minister, daß er jeder organisierten Obstruktion mit den schärfsten Mitteln ent­gegentreten werde; andererseits müsse aus Bil- liakeitsaründen und aus Gründen der Aukreckt-

erhaltung der Produktivität der Umlagepreis auskömmlich festgesetzt werden. Nicht allein die Produktionskosten, sondern auch die Reproduk­tionskosten, die naturgemäß mit der allgemei­nen Geldentwertung und Teuerung Hand in Hand gingen, müßten berücksichtigt werden, sonst würde das Umlageverfahren zwangsläufig zu einer Einschränkung des Getreidebaues und damit schließlich zum wirtschaftlichen Zusam­menbruch führen. Leider sei infolge der Ungunst der Witterung die diesjährige Ernte nicht befriedigend ausgefallen. Infolgedessen müsse. mehr noch als bisher auf sparsamsten Verbrauch hingewirkt werden. Die Reichsregie- rung erwäge daher, die Herstellung von Starkbier zu verbieten. Bestimmte Anordnungen seien noch nicht ausgearbeitet worden; man werde sie selbstverständlich erst nach Rücksprache mit den Beteiligten erlassen.

Was die Kartoffelbewirtschaf- t u n g betreffe, so biete sich hier ein erfreuliche­res Bild dar. Aus allen Teilen Deutschlands sei berichtet worden, daß der Stand der Kar­toffelfelder g u t fei. Um der Teuerung auf dem Kartoffelmarkte entgegenzuwirken, sei es aber notwendig, daß die Verarbeitung der Kartoffeln in den Brennereien zum mindesten auf das Kontingent des Vorjahres eingeschränkt werde. Die Mißstände in der Zuckerversorg u n g hätten im Vorjahre in den weitesten Kreisen große Beunruhigung hervorgerufen. Vorarbei­ten für eine geregelte Verteilung im neuen Wirtschaftsjahr seien im Gange, insbesondere werde erwogen, die Herstellung von Süßig­keiten Likören und Schank weinen aus inländiscbem Zucker zu verbieten; aber alle diese Maßnahmen würden leider durchgrei­fende Erfolge kaum bringen, da Deutschland WWDMMWMWWWMenoc nicht das leitende Subjekt sei und das gleiche für die Ernährungswirtschaft im Rahmen der ganzen Volkswirtschaft gelte. Man müsse des­halb prüfen, inwieweit, wie bereits im Kriege, den Bedürftigen durch Maffenfpei - fangen geholfen werden könne; ebenso seien Kinderspeisungen auszubauen. Es seien Mittel hierfür angefordert.

Italienisch-serbische Kriegsgefahr?

Nom, 29. August. Hier ist die Meldung eilige- troffen von einem evtl. Eindringen südslawischer Truppen in österreichisches Gebiet, was mit der evtl. Besetzung von Kärnten und Steiermark und einiger österreichischer Städte enden könnte. Die italienische Regierung ließ daraufhin telegraphisch nutteileu, daß Italien sich jeder jugoslawischen Intervention wider­setzen würde. Die serbische Antwort scheint die geheime Motilniachung zu sein. Die italienische Regierung glaubt daher, das; eine militärische Intervention Italiens notwendig werden kann. Au» Rücksicht auf die Alliierten wird Rom jedoch nicht allein Vorgehen. Der Ministerrat wird beschließen, welche Mächte zu einem gemeinsamen Schritt einzuladen seien. Diese Entschließung wird voraussichtlich morgen den Alliierten Oesterreich und Jugoslawien übermittelt werden.

Rom, 29. Aug. De Facta traf heute wieder in Rom ein, worauf svfort ein Ministerrat zusammen- getreten ist. Kriegsminister Soleri erörterte bereit» mit Schanzer die militärische Seite. Die Lage gilt als e r n ft. Auf dem Kriegsministerium ist zwar keine Bestätigung über eine jugoslawische Mobili­sation eingetroffen, jedach laufen Meldungen über die Bewegung irregulärer Banden ein. Auf der jugoslawischen Botschaft war nicht» zu erfahren, da man dort größte Reserve beobachtet.

Sunt Schuhe der Republik. Nach bet neuesten Verordnung des thürmgtschcn' Ministeriums für Volksbildung sind die Schulen in Thüringen an- gewiesen worden, daß nunmehr auch auf Grund der Verordnung zum Schutze der Republik die Bilder unserer Heerführer und politisch hervorgetretenen Per- iönlidjfeiten der monarchischen Zeit, sowie symbolische Zetchkii der Monarchie aus den Schulräumen zu ent» fernen sind. Die Bilder MoltleS, Hindenburgs, Luden- dorffr und selbst Bismarcks fallen dieser Verordnung zum Opfer.

Die sozialisiische» rkinisuugsverhoud- luttgcu. Die offiziellen Verbandlungen über die Einigung der beiden sozialistiichen Parteien wurden gestern von den beiden Zentralleitungen anfgcnoinnien. Bi? z>ir Schaffung eine« allgemeinen Programms der vereinigten Parteien soll an den Parteitagen ein ge­meinsames Aklionsprvgraiiim für die Beschlußfassung unterbreitet werden. Zu der nächsten gemeinsamen Vcrbandliing der beiden Zeutralleitungkn, die auf den 4. September anxeketzt ist, sollen von bett beiden Parteien die Eimvürse zu einem Aitwusprogramm vorgclegt werden.

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Collard o Uhr vorm^ 1300.