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Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan ^^

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

wird keine Gewähr geleistet.

Nr. 202

Dienstag den 29. August

1922

Das Neueste.

Der" englische Delegierte Bradbury erklärte einem Zeitungskorrespondenten, datz man Deutsch­land Zeit lassen müsse und der Wiederaufrichtung seines Kredits nicht neue Hindernisse in den Weg stellen dürfe.

Die deutschen Reparationsvorschläge waren gestern erneut Gegenstand eingehender Beratungen »wischen der Reiâsregierung und den beteiligten Jndustriekreisen. Eine Formulierung ist noch nicht erfolgt, wird aber noch heute fertiggestellt werden.

In der Kriegsbeschuldigtenfrage ist der »rutschen Botschaft in Paris eine von Poincarè unterzeichnete Note zugegangen, in der verdeutschen Regierung vorgeworfen wird. dah sie ihre Zusage, sachlich und loyal Justiz zu üben, nicht gehalten habe.

Der Berwaltungrrat der Reichsbank hat beschlossen, den Diskontsatz von 6 auf 7 Prozent, den Lombardsatz von 7 auf 8 Proz. herauszusetzen.

Der vreukische Landtag nimmt am Mittwoch den 6. September seine Arbeiten wieder aus.

Aus Rom wird gemeldet: Die teilweise Besetzung Oesterreichs durch alliierte Truppen ist wahrscheinlich geworden.

Die Reparationsfrage.

Staatssekretär Schröder deutscher Unterhändler in Paris.

Berlin, 29. Aug. Gestern vormittag 11 Uhr hat eine Chefbesprechung stattgefunden, in der über die Reparationsfrage verhandelt wurde. Es wurde beschlossen, der Reparationskommis­sion mitzuteilen, daß die deutsche Regierung be­reit sei, ihren Standpunkt am Mittwoch in der Sitzung der Reparationskommission darzulegen. Als Vertreter der deutschen Regierung wird Waarvjetretär S finanzministerium nach Paris reisen. Es ist an­zunehmen, daß die Entscheidung über die Re­parationsfrage im Laufe des Donnerstags be­kannt werden wird. Anschließend an die Chef­besprechung fand dann um H12 Uhr eine ge­meinsame Konferenz des Reichskabinetts mit den Ministerpräsidenten der einzelnen Länder statt, die sich namentlich mit der Teuerungs­aktion befaßte. Gleichzeitig nahm der Reichs­kanzler bei der Konferenz Gelegenheit, die Mi­nister der einzelnen Länder über die Einzel­heiten der Verhandlungen und momentanen Stand der Reparationsfrags zu orientieren.

Wie weiter verlautet, verhandelt die Reichs­regierung augenblicklich auch mit maßgeben­den Vertretern der Industrie über Einzelheiten des deutschen Sachlieferungsvor­schlags an die Reparationskommission. Zu den Verhandlungen sind auch Vertreter der Arbeitnehmer hinzugezogen worden. Man hofft, daß die Verhandlungen noch heute zu Ende geführt und daß das deutsche Memo­randum über die Vorschläge dann den Vertre­tern nach Paris übermittelt werden kann. Wie weiter bekannt wird, wird sich außer dem Staatssekretär Schröder auch Staatssekretär a. D. Bergmann nach Paris begeben, jedoch be­tont man an amtlichen Stellen, daß er diese Reise in rein privater Eigenschaft antrete. Die Mitteilung der Reparationskommission, daß sie bereit sei, vor ihrer Entscheidung in der Mora­toriumsfrage noch einmal die deutschen Vertre­ter zu hören, ist in Berlin nicht unerwartet ge­kommen, man ist allgemein nur durch den sehr nahen Termin überrascht worden.

80 Prozent Wahrscheinlichkeit für Bewilligung des Moratoriums.

Paris, 29. Aug. Die Reparationskommission hat gestern die offiziellen Besprechungen fort­gesetzt, die nach wie vor dem Versuch gelten, eine Kompromißlösung zu finden. Die Beurtei­lung der Gesamtlage ist seit heute optimistischer, was auch in einem nicht unbeträchtlichen Stei­gen der Mark an der Börse zum Ausdruck ge­kommen ist. DerJntransigeant" versichert gestern abend, man müsse angesichts des Stim- wungsumschwunges, der in London, Paris und Büffel in den letzten Tagen eingetreten sei, Pit 9 0 Prozent Wahrscheinlichkeit wii der B e w i l l i g u n g des von Deutsc'/land Hachgesuchten Moratoriums rechnen. Dieses Moratorium, so führt das Blatt weiter aus, werde voraussichtlich bis zum Inkrafttreten der >w Herbst von der Brüsseler Konferenz in Aus- W genommenen Neuregelung des Repara- tionsproblems laufen. Man könnte bereits mit einiger Bestimmtheit sagen, daß diese Neurege­lung endgültig den Londoner Zahlungsplan Und sodann auch den Versailler Friedensvertrag verlassen werde. Die durch die abermalige Be­rufung deutscher Delegierter nach Paris gewon­nene Zeit sei von der Reparationskommission dazu benutzt worden, eine Einigung über den

von der belgischen Regierung bereits in Lon­don gemachten Vorschläge vorzubereiten, der darauf hinauslaufe, Deutschland die Beglei­chung der bis zum Ende des Jahres fälligen Raten statt in bar, in 6 Monats-Akzepten ber Dresdener Bank, der Deutschen Reichsbank und der Diskontogesellschaft zugestehen. Von belgi­scher Seite sei dieses Angebot in der Repara­tionskommission nunmehr offiziell erneuert worden. Es sei allerdings an die Voraussetzung geknüpft, daß die französische Regierung fir1- damit einverstanden erkläre. Um eine Einigung zu erleichtern, hatten sich die Belgier außerdem verpflichtet, die von Deutschland zu begebenden Akzepte nicht außerhalb Belgiens diskontieren zu lassen und sie hätten versichert, daß die belgi­schen Banken sich bereit erklärt hätten, der Re­gierung die von ihr benötigten Kredite zur Ver­fügung zu stellen. Die Aussicht, daß Frankreich sich diesen Kompromiß zu eigen machen werde, wird von dem Blatt günstig beurteilt. Da Frankreich außerdem die von'ihm gewünschten Garantien durch strikte Durchführung der Kohlen- und Holzlieferungen erhalten habe, sei es möglich, daß die französische Regierung den belgischen Kompromißnorschlag, der ihren For­derungen wenitzstens in den Hauptpunkten er­fülle, ihre Zustimmung geben werde.

Ein neuer belgischer Vermittlungsvorschkag.

Paris, 29. Aug. Wie dieInformation" mel­det, hat der belgische Delegierte Delacroix nach der gestrigen Sitzung dèr Reparationskommis­sion eine Lösung vorgeschlagen, wie sie tzestern derTemps" als persönliche Anregung ver­öffentlicht hatte:

Die Reichsbank soll durch monatliche Zahlungen einen gewissen Goldbe­stand, der einen Werk von 210 Millionen Goldmark darstsllk, nach einer alliier- ken Dank schaffen, zum Beispiel der Dank von England. Diese Bank würde der belgischen Regierung gleichwertige Kredite zur Verfügung stellen. Das deponierte Geld würde Eigentum der Reichsbank bleiben bis zur endgültigen Regelung der Frage der interalliierten Schulden und der deutschen Schuld, die nach den amerikanischen Wahlen im November stattfinden könnte.

Nach demJournal des Debats" hat der belgische Delegierte gestern nachmittag Dubois einen Besuch abgsstattet und ihm dabei diesen Vorschlag unterbreitet.

Einmütigkeit zwischen Reichsregierung und Länderregierungen.

Berlin, 29. Aug. Aus der Ministerpräsi- denlenkonserenz sind außer der Frage der Teue­rung auch die gesamte a u ß e n - u n d i n n e n- politische Lage des Reiches und ins­besondere derStandderReparalions- verhandlungen zur Besprechung gelangt. Reber den Inhalt der Beratungen ist bis zu ihrem Abschluß strengstes Stillschweigen be­schlossen. Nur so viel läßt sich faaen, daß sich die Vertreter aller Länder, auch aller süddeutschen Länder, einmütig hinter die Reichsregierung gestellt und auch ihre Maßnahmen ge­billigt haben.

Bradbury über das Reparalèons« Problem.

Die einzige Möglichkeit: Deutschland Zeil lassen.

P a r i s, 29. Aug. Der englische Delegierte Bradbury hat dem Pariser Korresponden­ten derTimes" eine längere Erklärung über seine Auffassung des Reparationsproblems ge­geben und ihn unter Betonung des außeror­dentlichen Charakters der gegenwärtigen Krisis zu deren Veröffentlichung ermächtigt. Es kann, erklärte Bradbury, für keinen unparteiischen Beobachter, der alle Faktoren in Erwägung zieht, ein Zweifel darüber bestehen, daß die Situation Deutschlands derart ist. daß die Alliierten, wenn sie wirklich auf Repa­rationszahlungen rechnen, verpflichtet sind, der deutschen Regierung nicht nur ein gewisses Ver­trauen entgegenzubringen, sondern ihr auch eine Atempause zu gewähren. Sie selbst müsse allerdings ihrerseits alles tun, um den Kredit wiederherzustellen. Er, Bradbury, habe immer nicht nur rm Interesse Englands, sondern auch in dem Frankreichs gehandelt. Er ei fest überzeugt, daß es zur Lösung der Krrsis nur zwei Methoden gäbe. Die eine be- siehk darin, Deutschland die nötige Zeil zu gewähren, um sich zu er- holen. Diese Maßnahme allein biete einige

Chancen, daß die Alliierten wenigsten» einen Teil ihrer Guthaben an Deutschland nach Hause bringen können. Die zweite Methode bestehe in der Politik der Drohungen und der energischen Aktionen. Diese zerstöre jede Hoffnung auf Reparationszah­lungen. Die Entente sei nunmehr an dem Punkt angekommen, wo sie sich entscheiden müsse, ob sie wolle, daß Deutschland wirklich in die Lage komme, seine Verpflichtungen zu e»- süllen, oder ob sie ein ohnmächtiges ruiniertes Deutschland wolle, das unfähig zu den gering­sten Zahlungen sei. Iede Aktion, die geeignet ist, die guten Absichten der deutschen Regierung zu stärken, sei zu empfehlen. Iede Absicht aber, die lediglich einen Sturz der Mark verursache, müsse ein für allemal unterbleiben. Wenn man von Deutschland sofortige Zahlung verlangt, oder von ihm Garantien fordert, die die deutsche Regierung nicht erfüllen kann, und wenn man dann zu Sanktionen schreitet, um gleichzeitig Zahlung und Garantien zu erlangen, so müsse das Konsequenzen haben, die nicht nur für Deutschland verhängnisvoll sein würden, son­dern auch für die übrigen Länder eine un­mittelbare Wirkung haben. Die ökonomische und wirtschaftliche Lage der ganzen Welt sei derart, daß sie unmöglich neue Erschütterungen ertragen könne. Vom politischen Standpunkt, so fuhr Bradbury fort, fei zweifellos noch sehr viel zu sagen. Seine augenblickliche Funktion gestalte es aber nur, die Situation vom finan­ziellen und ökonomischen Gesichtswinkel aus zu betrachten. In seiner Eigenschaft als Sachver­ständiger in Reparationssragen fühle er sich für verpflichtet, zu erklären, daß bas einzige Mittel, von Deutschland irgend etwas zu erhalten, das sei, ihm Zeit zu lassen und der Wicderausrichtung seines Kredits nicht neue Hindernisse in den Weg zu stellen. Dagegen sei das sicherste Mittel, alles zu verderben, wenn die Entente den Rückwir­kungen, die eine Katastrophe in Deutschland auf die ganze Welt haben würde, nicht genügend Rechnung trage.

Truppenverftörkungen im Rheinland.

Jpu. Metz, 29. Aug. Der französische Kriegs­minister hat am Samstag morgen einen Befehl an die beteiligten Korps erteilt, demzufolge die Verstärkung der Besahungsfor­mationen im Rheinlands soforf zu er­folgen Hal. Am Samstag mittag trafen be­reits auf den elsaß-lothringischen Eisenbahnen die ersten Züge mit Kolonialtruppen ein, die nach dem Rheinlands weitergingen. Durch den überaus starken Eisenbahnverkehr auf den fran­zösischen Bahnen, der die Militärtransporte mit Beschleunigung durchläßt, wurden verschiedene Eisenbahnunfälle verursacht. Ein in Metz mit Kolonialtruppen eingetroffener Zug halte bei Nancy einen Zusammenstoß mit einem Per- soner.zug erlitten, wodurch verschiedene Wagen demoliert wurden.

Eine neue Kriegsbeschuldiglen-Nole.

Die vom Reichsgericht verhängten Strafen unzureichend."

Berlin, 29. Aug. Der deutschen Bot- schaft in Paris ist in der Kriegsbefchuldiglen- frage eine Note der Botschafterkonferenz zu­gegangen. Die Note stellt fest, die einmütige Ansicht der alliierten Regierungen gehe da- hin, daß, abgesehen von einer kleineren Zahl von Fällen das Reichsgericht in Leipzig in sofern versagt habe, als keine genügen­den Anstrengungen zur Begründung der Wahrheit gemacht worden sind; ferner feien die alliierten Reaiernngen einstimmig der Ansicht, daß das Reichsgericht in fast allen Fällen auch insofern versagt habe, als gewisse Angeklagte freigesprochen sind, obwohl sie hätten verurteilt werden müssen und daß selbst in den Fällen, in denen die Angeklagten für schuldig erkannt worden sind, die verhängte Strafe unzureichend war. Die alliierten Regierungen feien außerdem zu ihrem Bedauern genötigt, festzusteven, daß der Reichskanzler in seinen öffentlichen Er­klärungen im Reichstage am 26. Iamrar 1922 in der Krie^ beschuldigtenfrage dieselbe ab­lehnende Haltung eingenommen habe, wie sein Vorgänger, Unter diesen Umständen seien die alliierten Regierungen angesichts der Strafverfahren und der Urteile der Meinung, daß die deutsche Regierung ihre Zusage, sach­lich und loyai Justiz zu üben, nicht gehalten habe. Sie erklären daher von jetzt ab, die deutschen Strafverfahren der vor dem Leipziger Gerichtshof bisher nicht er- schienenen Beschuldigten völlig außer B e-

f r a d) 13 u l a f f e n. Sie nehmen alle ihnen Kraft des Versailler Vertrages gegenwärtig und zukünftig zustehenden Rechte wieder auf oder behalten sie es sich vor. Insbesondere be­halten sie es sich vor, selber, nötigen­falls im Abwesenheitsverfahret die Kriegsbeschuldigten zu ver- folgen.

Die Note ist unterzeichnet vom französischen Ministerpräsidenten Poincarè.

Von amtlicher deutscher Seite wird dazu bemerkt: Die Note muß um so mehr befremden, als die völlige Unparteilichkeit des höchsten deut- scheu Gerichtshofes von der an den bisherigen Verfahren in erster Reihe interessierten eng­lischen Seite verschiedentlich unumwunden an­erkannt worden ist Sa hat der englische Soli- citor General Pollack im Unterhause erklärt, die Prozeßleitung in Leipzig habe mit Sicher- Heit den aufrichtigen Wunsch erkennen lassen, der Wahrheit auf den Grund zu kommen. Auch die Urteilsfällung war über jeden Zweifel er­haben. Gegenüber der Kritik an der Höhe der Strafen ist festzustellen, daß die Fälle notwen­digerweise nach deutschem Rechte abgeurteilt worden sind und die erkannten Strafen dem deutschen Gesetze entsprochen haben. Wie , die Telunion hört, sind die zuständigen Stellen über die weitere Behandlung der Angelegenheit durch die deutsche Regierung bereits in Bera­tungen eingetreten, an denen auch der Ober­reichsanwalt beteiligt sein wird.

Wellwirlschafttiche Probleme auf der Leipziger Messe.

Leipzig, 29. Aug. Auf Einladung des Messe« amts fand gestern anläßlich der Leipziger

den der Tagung wurde Geheimrat Dr. P o h l e- Leipzig gewählt, der zunächst den Zweck des Kongresses auseinandersetzte. Als erster Refe­rent erhielt dann Professor Gustav Cassel« Stockholm das Wort, der über die Wieder­herstellung gesunder Währungs- Verhältnisse sprach. Um wieder gesunde Währungsverhältnisse zu erreichen, müsse zu­nächst die Inflation aufhören und der Diskont so erhöht werden, daß er den Bedürfnissen des Landes genügt. Eine wahre Gesundung der wirtschaftlichen Weltlage sei natürlich unmög- lich, solange die politische Lage so schlecht bleibt, wie sie noch ist und so lange Europas Zah- lungsverpflichtungen an Amerika bestehen. Auf Seiten der Alliierten beginne man endlich auch einzusehen, daß eine Herabsetzung der Reparationsforderungen an das deutsche Reich notwendig sei. Diese ,Ansicht komme aber zu spät. Solange die militärische Besetzung Deutschlands und die Drohungen der Alliierten andauern, werde sich die Zerrüttung Deutschlands fortsetzen. Der Wiederaufbau Europas erfordere ein Zusammenarbeiten aller Nationen. Der Korreferent, Geheimrat Dr. Hermann Schuhmacher -Berlin betonte, Europa könne allein nicht das notwendige Gleicbgewicht wieder bekommen. Amerika werde sich daher der Mitwirkung bei,der Rege­lung der europäischen Angelegenheiten nicht entziehen können. Die Lösung der Weltkrise sei aber nur durch eine endgültige Regelung der Reparationszahlungen zu erreichen.

Die den Vorträgen folgende Diskussion er­gab allgemeine Zustimmung zu den Ausfuh- rungen der beiden Redner. Der sächsische Fl» nanZminister a. D. Reinhold machte dann besonders auf die Gefahren einer ko mmen« den Arbeitslosigkeit in Deutschland aufmerksam, wodurch das übrige Europa in Mitleidenschaft gezogen würde.

In der Nachmittagssitzung referierte zu» nächst Chefredakteur B er nh ard - Berlin über die finanzpolitische Seite der Inflation, Er kam zu dem Ergebnis, daß nur eine inter­nationale Anleihe helfen könne. Als , letzter Referent sprach Regierungsrat Prof. Dietzel aus Bonn über die handelspolitische Seite bet Inflation. Dadurch, daß man uns verhindert, Ware zu exportieren, nötigte man uns, mit Papiergeld zu zahlen. Je größer der Export Deutschlands sei, umso mehr könne es repa- rieren. Hiermit waren die Referate beendet.

Wieder 144 Zeitungen eingeggnge«.

Der soeben erschienene 13. Nachtrag der offiziellen Zeitungsliste verzeichnet wieder 144 Zeitungen und Zeitschriften, die im letzten Monat ihr Erscheinen ein« gestellt haben.

Dollar (10 Uhr vorm.) 1350