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Nr. 200 Samslag den 28. August 1922
Die Berliner M
Ein neuer Garaniievorschli
. Die Berliner Verhandlungen mit den Vertretern der Reparationskommission haben gestern ihren Abschluß gefunden und die s".;;crt Delegierten sind sofort nach Paris zurückgereist. Zu einer festen Vereinbarung ist es nicht gekommen, dennoch sind die Verhandlungen nicht, wie es gestern noch scheinen konnte, als völlig ergebnislos abgebrochen worden. Die Reichsregierung hat in letzter Stunde einen neuen Vermittlungsvorschlag eingebracht, in dem sie ils Ersatz für die seitens Frankreich geforderten produktiven Pfänder privatrechtliche Garantien für die konkrete Durchführung der Holz- und Kohlenlieferungen anbietet. Ueber diesen Vorschlag haben die Delegiert— der Repko nicht mehr beraten können, er soll in einer ausführlichen Form der Reparationskommission übermittelt werden. Die Aussichten des deutschen Vorschlages sind für uns nicht allzu rosig. Zu- nachst kommt es darauf an, o^ die Reparationskommission ihre Entscheidung solange auf- schiebt, bis ihr das Projekt in ausgearbc'teE" Form vorliegt, oder ob sie, ohne darauf zu warten, selbständig ihre Entscheidung trifft. In diesem letzten Fall-wäre zu befürchten, daß die Gewährung des Moratoriums an Bedingungen geknüpft wird, die bis jetzt von der Reichsregierung abgelehnt worden find und auch weiterhin abgelehnt werden müßten. Die drückende Ungewißheit der Situation besteht also bis auf weiteres noch fort; denn auch, wenn die Repko den deutschen ausgearbeiteten Vorschlag abwartet, ist natürlich völlig unsicher, wie sie sich dazu stellt. Für Frankreich ist der neue Vor- Weg D&Ui<te ungenügend,
denn Poincarè ist es weniger um die Sicherung bej Holz- und Kohlenlieferungen zu tun, als um die Erreichung von Faustpfändern. Die unten folgenden Stimmen der heutigen Pariser Presse lassen bereits erkennen, daß, soweit Frankreich in Frage kommt, von einer Annahme der neuen Garantien keine Rede sein kann. Und da Frankreich in der Repko eine wesentliche Rolle spielt, so haben wir alle Ursache, die Lage peffimiftiir zu beurteilen.
Ueber den Verlauf der Berliner Verhandlungen liegt heute folgende Meldungen vor:
Berlin, 25. Aug. Erst heute, nach Abschluß der Berliner Besprechungen mit den Vertretern der Reparationskommission, ist es möglich, einige Einzelheiten über den Verlauf und das Ergebnis dieser Verhandlungen mitzuteilen. Offiziell hatten die Herren Bradbury und Mauclere, als sie nach vorausgegangener Fühlungnahme des englischen Delegierten in Berlin eintrafen, nur den Auftrag, sich über die Gestaltung der deutschen Finanzen aufs neue an Ort und Stelle zu unterrichten. Trotz dem war, wie man wußte, eigentlicher Zweck ihres Besuchs der, eine Vereinbarung über die bekannte Forderung produktiver Pfänder für gewisse deutsche Leistungen vorzubereiten. Diese Forderung, die Herr Poincarë in London zunächst ohne zeitliche Beschränkung und ohne sachliche Beziehung zu bestimmten deutschen Verpflichtungen ausgesprochen hatte, war, wie erinnerlich, in den Beratungen der alliierten Sachverständigen dahin eingeschränkt worden, daß solche Pfänder zunächst und vorzugsweise nur als Sicherheit für die korrekte Durchführung der Kohlen- und Holzlieferungen verlangt werden sollten.
Auf dieses eigentliche Ziel der Berliner Aussprache konzentrierten sich die Beratungen, die auf ziemlich breiter und allgemeiner Grundlage begonnen hatten, sehr bald infolge davon, daß der französische Delegierte die Forderung Poin- carès auf Verpfändung staatlichen Forst- und Fechenbesitzes schon am ersten Tage erneut stellte. Da die deutsche Regierung auf ihrem schon früher tunt)gegebenem Entschluß beharrte, für den Preis eines kurzen Moratoriums unter keinen Umständen deutsches Staatseigentum zu verpfänden, mußte eine Verhandlung über biefe Frage von vorn herein aussichtslos sein. Auch eine Abschwächung der französischen Forderung, die darauf hinauslief, nicht die Forsten unb Zechen als solche zu verpfänden, sondern uur ihre Erträge, konnte die Zustimmung der deutschen Vertreter nicht erhalten; denn auch bei dieser Formulierung hätte, wenn die Repa- kationskommisfion einmal zu dem Schlüsse einer »schuldhaften Versäumnis" kommen sollte, der Verlust der Pfandobjekte selbst gedroht.
Um die unfruchtbare Diskussion zu beenden und wenigstens eine brauchbare Grundlage für die Weiterbehandlung des Sicherungsproblems .2u geben, machte jetzt die deutsche Reaieruna
autogen beendet.
8 der deutschen Regierung.
den Vorschlag, die Kohlen- und Holzlieferungen durch einen Devisenfonds sicherzustellen, der für etwaige Rückstände haften könne. Ein Vergleich der bisherigen deutschen Leistungen mit dem Lieferungsprogramm.ergab, daß für diesen Zweck mit der Sicherstellung von etwa 40 bis 50 Millionen in Gold oder Devisen (die bis zum 1. Oktober hätten angesammelt werden können) den Alliierten eine hinreichende Garantie gegeben worden wäre. Die deutsche Begründung, daß ein solcher Goldfonds eine viel größere Sicherheit für die wirkliche Erfüllung deutscher Verpflichtungen biete als sogenannte produktive Pfänder, verfehlte zwar ihren Eindruck auf die Vertreter der Reparationskommission nicht; doch erklärte schon am nächsten Tage — nach telegraphischer Verständigung mit seiner Re- gieijpng — der französische Unterhändler den Vorschlag für unannehmber.
Mit der Ablehnung dieses Ausweges drohten nun gestern die Besvrechungen völlig ergebnislos zu verlaufen. Das Reichskabinett, das während dieser Tage wiederholt zusammentreten mußte, war fest entschlossen, an seinem Widerstand gegen die geforderten Pfänder nicht rütteln zu lassen, hielt es aber gleichwohl für unumgänalich notwendig, einen weiteren Versuch zur Verständigung zu unternehmen. In der heutigen Schlußbesprechung unterbreitete deshalb die deutsche Regierung den Vorschlag, die von der Gegenseite angestrebte Sicherung der Holz- und Kohlenlieferungen in der Form privatrechtlicher Liefe- rungsverträge zu schaffen. Es sollten solche Verträge entweder vom Reiche oder von deutschen Lieferanten direkt geschlossen werden, wobei die Lieferungspflicht der deutschen Produzenten durch Konventionalstrafen noch besonders sichergestellt würde.
Die Grundgedanken dieses Vorschlages sind heute mittag bei ihrer letzten Zusammenkunft mit dem Reichskanzler und dem Reichsfinanzminister den Herrn Bradbury und Mauclère in schriftlicher Form überreicht worden. Ein in allen Einzelheiten durchgearbeiteter Plan soll der Reparationskommission mit größter Beschleunigung, wahrscheinlich noch in der zweiten Hälfte der nächsten Woche, n ach- geliefert werden. Die beiden Entente- Delegierten haben sich zu dem Plane selbst nicht mehr geäußert, sondern nur versprochen, ihn der Reparationskommission zu übermitteln. Sie sind heute mittag nach Pariszurückgerei st.
Der deutsche Garantievvrfchlag.
Berlin, 26. Aug. Zn Berliner politischen streifen wird nunmehr in den Grundzügen die Anregung bekannt, die die deutsche Regierung den Herren Bradbury und 2Hauclère mit auf den Weg gegeben hat, und deren Uebermittlung von diesen an die Reparationskommission bereitwilligst zugesagt wurde. Der deutsche Vorschlag, der einen Ersatz für die Deutschland un- möglichen produktiven Pfänder darstellt, läuft darauf hinaus, daß die deutsche Regierung durch Abschluß von Lieferungsverträgen mit den Besitzern der Zechen und Forsten die Zwangs- li^erung von Holz und Kohle vollkommen sicherstellt. Die einzelnen Lieferanten haften dem Reiche gegenüber für die Erfüllung durch Konventionalstrafen. Die Kohlenindustriellen haben sich mit dem deutschen Regierungsvorschlag ein- verskanden erklärt. 2!Hf den Vertretern der Holzindustrie konnte noch keine Fühlung genommen werden.
Wie die Industrie über den Regierungsvorschlag denkt.
Berlin, 26. Aug. Von einem hervorragenden Mitglieds des Reichsoerbandes der Deutschen Industrie wird dem Berliner Lokalanzeiger zu dem Vorschlag der Reichsregierung erklärt: Wenn diese Anregung der Reichsregierung von der Gegenseite angenommen würde, so wäre darin eineglücklicheLösungzu erblicken. Die deutsche Regierung« würde so einer Beschlagnahme deutscher Gruben und Forsten entgehen. Trotzdem muß man fi<* darüber klar sein, daß wir, wenn dieser Vorschlag von der Entente akzeptiert würde, eine ungeheuerliche Verpflichtung übernehmen. Wir können ihr nachkommen, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber von dem gleichen Gedanken beseelt sind, ihre ganze Arbeitskraft in den Dienst der Sache zu stellen. Freilich, die Voraussetzung ist die Annahme des Ueberstunden- abkommens für die Bergarbeiter. Obne Ueber«
stunden ist die Aufgabe nicht zu lösen. Nur mit Ueberleistungen würde man einer solchen Riesenverpflichtung nachkommen können. Hier liegt ein Beschluß vor, der beweist, daß die Industrie gewillt ist, ihrerseits zu tun, was in ihren Kräften steht, um zu erfüllen. Unternehmer, Arbeiter und Regierung marschieren also in gleicher Linie um deutschen Besitz vor dem Hinübergleiten in die Hand der Entente zu verhindern. Es fragt sich nur, ob die Franzosen bereit sind.
Die Pariser Presse lehnt ab — Was soll nun geschehen?
Paris, 26. Aug. Der Pessimismus der hiesigen Presse über den Ausgang der Berliner Verhandlungen dauert an. Die meisten Blätter lassen sich aus Berlin melden, daß die beiden Delegierten in sichtlicher Verwirrung, wie sich der „Matin" z. B. ausdrückt, Berlin verlassen hatten, um die Heimreise nach Paris anzutreten. Die Verwirrung war außerordentlich, j yreibt das Blatt, und es war ihnen äußerst pc y, irgendwelche Mitteilungen über ihre Mission zu machen, die nach allen übereinftimr. :r.‘_,en Nachrichten völlig und jämmerlich gescheitert ist. — Das „Cablogramm" schreibt dagegen, der englische Vertreter Bradbury habe von dem von der deutschen Regierung gemachten letzten Vorschlag Kenntnis genommen, und angesichts derselben den englischen Pressevertretern gegenüber, die er kurz vor seiner Abreise empfing, nicht den Pessimismus an den Tag gelegt, den er in den. letzten Tagen zeigte. Diese Meldung zeigt, daß der englische Vertreter den letzten Vorschlag sir r mindesten als diskussionsfähig betrachtet. Doch die Pariser Bresse hält fick damit nicht auf, sondern fragt sich, was nun geschehen werde. Der „Petit Parifien" ist
die deutschen Vorschläge unge/ nügend gewesen seien und daß man erwarten dürfe, daß die Frage des Moratoriums und der Deutschland gegenüber zu ergreifenden Maßnahmen jetzt akut werden würden. Wenn das von Deutschland verlangte-Moratorium in der Wiedergutmachungskommiffion entweder einstimmig ober mit Mehrheitsbeschluß verweigert werden sollte, würde die Kommission das Datum der nächstfälligen Zahlung festsetzen. An diesem Datum werde Deutschland entweder bezahlen oder nicht. In diesem Augenblick würden die Mitglieder der Wiedergutmachungskommission einen endgültigen Beschluß zu fassen haben, in welchen sie das freiwillige Verschulden des Reiches, das die Sanktionen nach sich ziehen würde, festlegen oder nicht. Wie dem auch sei, schließt das Blatt, wir können nur immer wiederholen, daß die französische Regierung ihre volle Handlungsfreiheit bewahrt, welches immer auch das Resultat der Verhandlungen im Hotel Astoria sein wird. — Das „Oeuvre" glaubt, daß die E n t s ch e i d u n g in der Moratoriums« frage seitens der Wiedergutmachungskommission heute fallen werde. Das Blatt behauptet klipp und klar, daß die Anfrage um das M o - ratorium sicher abgelehnt werden wird.
Der Reichskanzler warnt vor Streiks
Berlin, 25. Aug. In der gestrigen Besprechung des Reichskanzlers Dr. Wirth r. ". Mn Gewerkschaftsführern hat Dr, Wirth bei der Erörterung unserer schweren ^wirtschaftlichen Lage auch auf die gewerkschaftlichen Lohnbewegungen hingewiesen, und die dringende Mahnung an Alle gerichtet, alles zu vermeiden, was unsere schwere Lage noch mehr verschärfen könne. Ebenso, wie die Arbeitgeber suchen müßten, jeden Konfliktstoff mit den Arbeitern aus dem Wege zu räumen, so müßten auch die Gewerkschaften alle radikalen Strömungen un» terbinden. Forderungen, die sich mit der ge=. funden Vernunft nicht vereinbaren, dürften nicht aufgestellt werden, Mäßigung im Interesse des ganzen Volkskörpers sei dringend nötig. Streiks, die die Volksernährung gefährden, müßten von den verantwortlichen Gewerkschaftsführern verhindert werden. Die lokalen Landarbeiterstreiks hätten bereits nicht wiedergutzumachenden Schaden verursacht.
Zur Bekämpfung der wirtschafll. Nol.
Berlin, 26. AM. Wie verlautet, beabsichtigt die Reichsregierung u. a. eine Zollerhöhung auf Luxuswarenartikel, sowie auf Tabak, Kaffee und Kakao. Dabei wurde auch der Gedanke eines eventuellen gänzlichen Einfuhrverbotes gewisser Luxuswaren erörtert. Ferner soll das Kabinett gewisse Einschränkungen der Brauereibetriebe in Erwägung ziehen, um Getreidemengen zur besseren Brotverforgung freizubekommen. Auch mit dem Gedanken, die not
wendigen Lebensmittel zu rationieren, hat man sich beschäftigt. .
Freigabe der Bankgulhabe«.
Straßburg, 26. Aug. Eine neue Note der Gcneralkommissariats teilt mit, daß alle deutschen Bankguthaben, die bei Bankinstituten in den Departements Ober- und Niederrhein und Mosel beschlagnahmt worden waren, ab Freitag den 25. August wieder freigegeben sind.
Koch lebe die Zulernalionale.
Der Chauvinismus der französischen Sozialisten«
Paris, 25. Aug. Wenn man erkennen will, wie sehr auch die radikalen Sozialisten, die Partei Caillaux, heute im s ch l i m m st e n chauvinistischen Fahrwasser segeln, muß man einen Beschluß kennen lernen, den der Generalrat des Departements Sarthe in feiner gestrigen Sitzung faßte. Um ihn vollständig zu würdigen, fei darauf hingewiesen, daß bei den letzten Generalratswahlen im Frühjahr v. I. die reaktionäre Mehrheit des Departements, in welchem Cailleux nach feiner Verur- teilung seinen ständigen Wohnsitz aufschlug, geschlagen und durch eine radikalsozialistische Mehrheit ersetzt wurde. Diese faßte folgenden Beschluß: „Der Generalrat erinnert sich, daß Deutschland allein am Kriege ver- antwortlich ist, wie dies deutlich aus dem Geständnis heroorgeht, das im Versailler Vertrag niedergelegt und vom Reichstag bestätigt wurde. Infolgedessen hat Frankreich bas Recht, von den Angreifern die Reparation und die vollkommene Durchführung des Friedensvertrages zu fordern, der mit dem Blute der französischen Soldaten besiegelt ist. Der Ge- neralrat gibt der öffentlichen Meinung des Departements Ausdruck, Er richtet an den Mini- fterpräfidenten den Ausdruck seines unerschütterlichen Vertrauens, beglückwünscht ihn zü der . energische» ^im MAâ ÄWdon einuahm und fordert von ihm und der Regierung, die un- abänderlichen Rechte Frankreichs zu verteidigen." Der erste Zeil dieser Entschließung, der sich auf die Reparation bezieht, wurde ein* ft i m m i g angenommen. Der zweite Teil, worin Poincarè das Vertrauen ausgesprochen wird, kam mit 16 gegen 13 bei zwei Stimmenthaltungen zur Annahme.
(So sieht die internationale Solidarität aus, von der die deutschen Sozialdemokraten Rettung erwarten. Obige Entschließung bedeutet eine neue schallende Ohrfeige, die den deutschen Arbeitern von ihren „Genossen" in Frankreich verabreicht wird, eine Ohrfeige, die aufs neue beweist, daß es höchste Zeit ist, daß das Schlagwort, von dieser Solidarität, das uns schon so viele herbe Enttäuschungen gebracht hat, endlich dahin versenkt wird, wohin es gehört, in die Rumpelkammer, in die der Sozialismus, durch die brutale Macht der Tatsachen gezwungen, schon so manches andere Partei-Werkzeug werfen mußte. D. Red.)
— Ein internationaler Gerichtshof für die Kriegsverbrecher. Auf der internationalen Konferenz, die am Dienstag ihre Arbeiten in Buenos Aires wieder ausgenommen hat, sind 40 Delegierte der verschiedensten Länder vertreten. Der Vorschlag des Engländers Beuot, einen ständigen internationalen Gerichtshof zur Verurteilung aller Kriegsverbrecher zu fdbafTc.t, wurde mit 31 gegen 22 Stimmen angenommen.
Ein schweres Grubenunglück.
Dortmund, 25. Aug. Das preußische Ober« bergamt Dortmund teilte folgendes mit: In der Nacht vom 24. zum 25. August geriet nach Ab- fahrt der Mittagsschicht auf der Schachtanlage „Vereinigte Melheim" die Bremskammer eines Blindschachtes in Brand. Beim Vordringen zum Brandherde sind zwei Grubenbeamte, trotz- dem sie mit Rettungsgeräten ausgerüstet waren, an den Brandgasen erstickt. Weitere vier Grubenbeamte sowie ein Hauer, die zur Hilfeleistung herangezogen wurden, sind auf der mit „Vereinigte Melheim" durchichlägigen Schachtanlage „Matthias Stinnes" I und II an den von der Schachtanlage „Vereinigte Melheim" abziehenden Brandgasen tödlich verunglückt, als sie mehrere ihrer Ansicht nach gefährdete Bergleute retten wollten. Der Betriebsführer, der ebenfalls an den Rettungsarbeiten beteiligt war, schwebte in Lebensgefahr. Außerdem haben bei dem Versuche, den Brand zu loschen, noch zwei Beamte schwere Gasvergiftungen üch zugezogen. Der Brand ist noch nicht gelöscht, wird aber zurzeit abgedämmk. Die Ursache des Brandes ist noch nicht festgestellt.. Die berg- behördliche Untersuchung ist im Gange.______
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