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General-Anzeiger

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Nr. 199

Freitag den 25. August

1922

Die Katastrophe -er Mark.

Der Dollar gestern 1975 heute 2550 Mark.

Nun sind wir soweit: Die Mark sinkt hem­mungslos und rapide in ungeahnte Tiefen, weil die Welt nicht glauben will, daß das deutsche Volk selbst bei allem Fleiß die unerhörten An­forderungen des Versailler Vertrages unter Frankreichs Drängen nicht erfüllen kann. Inner­halb acht Tagen ist der Dollar um rund 1500 Mark gestiegen. Während er gestern mittag vorübergehend den Kursstand von 2000 er­reichte und die amtliche Festsetzung im Durch­schnitt 1975 betrug, wurde er heute vormittag 10 Uhr bereits mit 2550 Mark notiert. In diesen erschreckenden Zahlen drückt sich das ganze Elend des deutschen Volkes aus, offenbart sich die schaudervolle Wirkung des Friedens von Versailles. Da der Dollar vor dem Kriege 4.20 Mark wert war, so bedeutet der neue wahnsinnige Aufstieg, daß jetzt eine Mark weniger wert ist als ein Vierhundertstel der alten Mark, der Goldmark, also weniger als der vierte Teil eines roten Pfennigs. Der neue Zehntausendmarkschein hat jetzt etwa die Rolle, die die frühere Banknote über 20 Mark besaß.

Was diese Zahlen für unser Volk, für unser Wirtschaftsleben bedeuten, davon kann man sich schwerlich schon im Augenblick eine zutreffende Vorstellung machen. Aber es kommt auch gar nicht mehr darauf an, mit dem Rechenstift hin­ter der Kursbewegung des Dollars herzulauftn; wenn sich die Wertverhältnisse von einem Tag auf den andern, ja von Stunde zu Stunde so grundstürzend ändern, wie es heute der Fall ist, so müssen alle Bemühungen, hier noch regelnd und ordiienü» tmâèUeuü .und ausätt chend tätig zu sein, erfolglos bleiben. Die Dinge sind nachgerade so weit gediehen, daß, wenn Frankreich nicht in den allernächsten Tagen auf die unerhörte Forderung derproduktiven Pfänder" verzichtet, das Wort des englischen Wirtschaftshistorikers Keynes zur Wahrheit wird:Die wirkliche Ordnung muß erst geschaf­fen werden und zwar aus den Trümmern des Gegenwärtigen und aus der Aussichtslosigkeit für die Zukunft, wenn der Betrug von Ver- sailles erkannt werden wird, was er ist." Von den Trümmern wird dann allerdings Deutsch­land nkcht allein bedeckt werden.

An unserem Volke liegt es jetzt, sich eng zu­sammen zu schließen zu einer Notgemein­schaf t, um so die kommenden schweren Tage, wie sie wohl noch kein Volk erlebt haben dürfte, gemeinsam zu bestehen. Die Notgemeinschaft ist zunächst nötig, um die Schlinge abzustreisen, die uns über den Hals geworfen werden soll. Denjenigen, die da glauben, daß der Versuch zum Werfen dieser Schlinge nicht gemacht wer­den würde, sei zur Charakteristik des französi- schen Ministerpräsidenten folgendes gesagt: Ein deutscher Diplomat, der wiederholt Deutschlands Vertreter bei den Haager Schiedsgerichtsver­handlungen gewesen, unterhielt sich vor einiger Zeit mit einem hervorragenden holländischen Politiker, der Herrn Poincarè sehr genau kennt, der ihn schon kannte, als er noch Advokat in Paris war. Er sagte:Halten Sie Poincarë eine Wage hin, und legen Sie auf die eine Seite alle Goldmilliarden, die Deutschland ge­mäß dem Diktat von Versailles zu zahlen hat, auf die andere Seite der Wage legen Sie ein Dokument, in dem ihm das Recht der Zer­trümmerung und Verwüstung Deutschlands ein­geräumt wird; er greift nach dem Dokument! Das ist der Spieler Poincarè!" So weit der holländische Staatsmann.

. Die Notgemeinschaft ist aber auch nötig, um M Innern unseres Landes die Mittel zu er­greifen, die von der Regierung ergriffen werden müssen, um der Not der breiten Masse unseres Volkes wenigstens einigermaßen zu steuern. Jeder Wucher ist mit aller verfügbaren Strenge Pl ahnden. Die Einfuhr von so verteufelt un­nötigen Dingen wie fremdländischen Seifen, Viechstoffen, Schaumweinen, Schnäpsen und lustigen Luxusgegenständen ist gründlich zu unterbinden und der Devisenhandel ist insofern unter Beaufsichtigung zu stellen, daß sich nur amtlich zugelassene Häuser damit befassen können, wodurch die Bürgschaft gegeben wäre, uaß es mit dem Spekulieren um des Speku- «erens willen ein Ende hat. Außerdem sind die Ipekulativ angehäuften Devisenmittel des Pri- uatpublikums zu erfassen. Das heißt: Zwangsmaßnahmen gegen den Egoismus, der die gemeinsame Not des Volkes und des Vaterlandes vergessen zu tön- glaubt. Mittelchen gewiß für den c^nsich- «gen Bolkswirr. aber wo Mittel fehlen, die

des Devisenhandels verlangt mit dem Ziel, daß ausländische Devisen nur von solchen Interessenten gekauft werden dürften, die sie für ihren Geschäftsverkehr mit dem Auslande brauchten. Auf dem Gebiete der Steuerpo. l i t i k verlangten die Gewerkschaftsvertreter schnelle (Erfassung der nicht unter den Lohn- und Gehaltsabzug fallenden Einkommensteuer und ebenso rasche und gründliche Einziehung der übrigen Steuern. Auf dem Gebiete der E r- nährungswirtschaft wurden Vorschläge zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung gemacht. Erwähnenswert ist hier die Forderung des Verbots der Her­stellung von Trinkbranntwein aus Kartoffeln, Getreide usw., ferner der Einschrän­kung der Bierbrauerei mit dem Verbot der Her- stellung von Bier mit mehr als 8 Prozent Stammwürze; weiter wurde verlangt ein V e r- b o t der Verwendung von Zucker zur Her­stellung von Konfitüren, Likören, Schaum­wein, Süß- und Backwaren; endlich scharfe S i- cherungsmaßnahmen gegen die Ausfuhr von Lebensmitteln ins Ausland. Nachdrücklich forderten die Gewerk­schaftsvertreter auch eine Verschärfung der

heilen können, dürfen die Mittelchen nicht aus­geschlagen werden» die zu lindern vermögen. Es ist höchste Zettl

Pressestimmen zum Marksturz.

Berlin, 24. Aug. Ueber die Panik an der Berliner Börse, die heute infolge des katastro­phalen Dollarstandes eintrat (der Dollar notierte an der Berliner Börse mit 1975 Mk.), berichtet derVorwärts", daß es zum völligen Zusam­menbruch des Devisenmarktes gekommen sei. Industrie und Großhandel hätten für Einfuhr­zwecks überhaupt keine Devisenbeträge mehr am Markt kaufen können. Bei dem Fehlen jeglichen Angebots bestehe für eine weitere katastrophale Steigerung des Dollars kein Hindernis mehr. DieVoss. Ztg." sagt: Der gesamte deutsche Devisenhandel und alle dahinter stehen­den Bankkreise stehen der Devisenbewegung in völliger Ohnmacht gegenüber. Abgesehen von politischen Erwägungen, ist es vor allem die außerordentliche Materialknappheit, dH das Steigen der Kurse zur Folge hat. DasB e r« linerTageblatt" bemerkt, daß sich Klein­handel und Publikum vergebens gegen diese völlige Auflösung der Mark sträuben. Die Sach­wertbesitzer geben ihre Produkte nicht mehr ge­gen die deutsche Währung her. Damit macht sich die Katasttophe der Geld- und Kreditknapp­heit immer schwerer fühlbar. Der Erwerb aus- läMischer Devisen verschlingt gewaltsame Sum. men, die Notenpresse vermag das Tempo nicht mit zu halten und die Einlagen bei den Spar­kassen sind ins Stocken geraten. DieDeutsche einer Situation wie der jetzigen, wo die Börse das Fieberthermometer einer schwerkranken Wirtschaft ist, auf dessen Stand alles wie faszi­niert hinstarrt, nicht völlig untätig bleiben. Man habe den peinlichen Eindruck, daß die Re­gierung der Katasttophe dieser Tage ebenso Ver­ständnis- wie hilflos gegenübersteht. Dieser Ein­druck trage auch nicht gerade zur Hebung der Mark bei. DerBerliner Börsenkurier" schließt seine Betrachtungen mit den Worten: Von der Festigung oder gar der Hebung der deutschen Valuta ist ringsum kaum mehr die Rede. Man mißt der Frage nach dem Schicksal dieses Papiers überhaupt keine Bedeutung mehr bei und stellt sich auf Gegenständliches ein.

London, 24. Aug. Der neue gewaltige Sturz der Mark erregt größtes Aufsehen. Einer Blättermeldung zufolge herrscht in Krei­sen der Reparationskommission in Paris eine sehr pessimistische Auffassung.M a n ch e st e r Gua d i a n" schreibt, es scheine kaum glaub­lich, daß die Franzosen in einer Politik ver­harrten, die mit dem Zusammenbruch des deut­schen Handels enden müsse und mit der endgül­tigen Enttäuschung der Hoffnungen, irgend wel­ches deutsche Geld zur Ausgleichung des franzö-, fischen Budgets zu erhalten. Jedes Wort in einer der Brandreden Poincarès koste den fran- zösischen Steuerzahlern so und soviel Francs.

Forderungen der Gewerkschaften.

Berlin, 25. Aug. Der Reichskanzler empfing gestern nachmittag die Spitzenorganisationen (Allg. Deutscher Gewerkschaftsbund, Afabund, Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutscher Gewerk- schaftsring) zu einer Besprechung über die Frage der Abfindung der drohenden Wirt- schaftskatasttophe. Die Vertreter der Gewerk­schaften unterbreiteten eine Reihe von Vorschlä­gen. Der Reichskanzler antwortete in einer Darlegung der gegenwärtigen und vorangegan­genen Reparationsverhandlungen, die außen­politischen Ursachen der gegenwärtigen bedroh­lichen Entwickelung und führte aus, daß die Reichsregierung vor einer schweren Entschei­dung stehe. Wie diese'auch ausfallen werde, sie werde der Notwendigkeit Rechnung tragen müs­sen, daß die Erfüllung da eine Grenze findet, wo die Drotversorgung für das Volk in Gef-Hr komme. Die Gewerkschaften stimmten dem zu. Die von den Gewerkschaften gemachten Vor­schläge wurden im einzelnen durchgesprochen und sollen den Gegenstand weiterer Verhand­lungen mit den Ressorts bilden. ,

Zunächst wurde gefordert eine Einschr am kung der Einfuhr auf das germgmog- lichste Maß, insbesondere die Unterbindung der Einfuhr von Luxusartikeln durch gänzliches Verbot oder scharfe Erhöhung der Einfuhrzölle, weiter die E r h ö h u n g der A u s f u h r a b- g a b en entsprechend der Entwickelung der De­visenkurse. Um die Ausartung der Devisenspeku­lation. zu varüwdern. wurde die ftanirolle

erner

Strafbestimmungen gegen den Wucher und gegen die Zurückhaltung von Waren mit gewinnsüchtigen Absichten, st eine Heranziehung von Laien zu den Wucher­

gerichten.

Die Berliner Reparations- Verhandlungen.

Eine amerikanische Kontrolle der Pfänder?

Paris, 24. Aug. Der BerlinerTemps". Korrespondent macht die bedeutungsvolle Mit­teilung, daß die deutsche Regierung sich bereit erklärt habe, die staatlichen Bergwerke und Do- mânenwaldungen der Üont tolle eine.» amerikanischen Kommissars zu un- terstellen. Bradbury und Mauclère hätten heute dem Kanzler Dr. Wirth einen endgültigen Be­scheid über diesen Vorschlag erstattet. Der Kor­respondent fügt hinzu, daß die Weigerung Deutschlands, die staatlichen Bergwerke und Do- mänenwaldungen den Alliierten selbst zu über­geben, die Spannung erhöht und einen sofor­tigen Abbruch der Besprechungen befürchten lasse. Ob der von Deutschland angeblich bean­tragte Ausweg, also die beiden von Poincarè geforderten Pfänder Amerikas Kontrolle zu unterstellen, die Spannung überbrücken wird, wird nicht gesagt.

Zu dem angeblichen Vorschlag Devlschlands, 50 Mill. Mark auf einem eigenen Konto zu

hinterlegen, damit die ReparationskommMon im Falle von mangelhaften Kohlen- und Holz­lieferungen davon Beträge abheben könnte, glaubt d;rTemps" mitteilen zu können, daß man zwar die Hinterlegung dieser 50 Mill. Goldmark annehmen könnte (der Appetit kommt den Franzosen beim Essen), aber hierfür würde Deutschland noch lange kein Moratorium für die nächsten Goldzahlungen erhalten. Da Deutsch­land selbst voraussehe, daß sich Mängel in der Kohlen- und Holzlieferung einstellen könnten, so sei es natürlich, daß die Alliierten, um diese Mängel zu ersetzen, die^O Mill. Goldmark an­nehmen werden. Aber damit sei Deutschland von der Auslieferung der übrigen Pfänder, die die Franzosen für das Moratorium fordern, noch nicht entbunden. Die staatlichen Bergwerke und Domänenwaldungen müßten sich der De­ponierung der 50 Mill. Goldmark hinzugesellen.

DerJntransigeant" findet für den Reichs­kanzler Wirth weitere Vorwürfe und erklärt, Dr. Wirth habe genau das Gegenteil von dem gemacht, was zu einer Annäherung des fran­zösisch- und englischen Standpunktes in der Re­parationsfrage hätte beitragen können. Außer­dem befürchtet das Blatt, daß Deutschland du­stere Pläne schmiedet. Die Weigerung, die von Frankreich verlangten Garantie zu leisten, die Berliner Konferenz über die Finanzlage des Landes und die absichtliche Verbreitung peifi= mistifcher Nachrichten über die deutsche Arbeits­losigkeit, dies alles deutet darauf hin, daß Deutschland seit der Londoner Konferenz in sei­nen Slosichten von irgend einer Seite unterstützt worden sei. Man könne sich fragen, ob der Kanz­ler durch Lloyd George und Lord Abernon, dessen Ansichten übrigens nicht mit denen Brad­burys übereinstimmten, ermutigt worden sei, alles aufs Spiel zu setzen und zusammen mit Oesterreich die Bilanz Deutschlands einzureichen. Man solle nicht vergessen, daß der Kanzler er­klärt habe, der Zusammenschluß mit Oesterreich sei nur noch eine Frage von Tagen, während der österreichische Kanzler sich dahin ausgespro­chen habe, daß eine Annektion Oesterreichs an hU tleine Ent-ntü nirhi auf k'na«» jfSlane kttmd^j

Der Wunsch der Vater des Gedankens.

Paris, 25. Aug. Die hiesigen Blätter fahren in ihrem Pessimismus über den Ausgang der Berliner Verhandlungen fort und bringen heute früh beinahe kommentarlos die Nachricht, daß die Verhandlun gen in Berlin als abgeschlossen betrachtet werden kön­nen. Der allgemeine Eindruck ist hier, daß auch der heutige Tag keinerlei günstige Entscheidung bringen werde, trotzdem man behauptet, daß die deutsche Regierung neue Vorschläge den Delegierten der Wiedergutmachungskommission

unterbreiten werde. Es ist zwar möglich, schreibt derPetit Parisien", daß am Freitag die deut­sche Regierung sich entschließt, in letzter Minute neue Vorschläge zu unterbreiten, aber über den Ausgang dieses letzten Schrittes darf man pes­simistisch sein. In jedem Falle ist es sehr wahr­scheinlich, daß die neuen Vorschläge den fran­zösischen Wünschen keinerlei Genugtuung berei­ten werden. Im übrigen glaubt das Blatt, haß die deutsche Regierung selbst sehr wenig von dem Erfolg dieses neuen Schrittes überzeugt sei. DerEclair" behauptet, daß angesichts der Verhandlungen in Berlin die größte Reserve am Platze sei und erklärt, daß Deutschland sein letz­tes Wort noch nicht gesprochen habe. In den der Reparatiartskommission nahestehenden Krei­sen sei man der Ansicht, daß man im Laufe des heutigen Tages die Entscheidung -gu erwarten habe. Für den Augenblick aber könnte man noch nicht davon sprechen, daß die Berliner Verhand­lungen gescheitert seien. Es liege im C h a- rakterderDeutschenbiszurletzten " " f e n und man dürfe des- sie sich in letzter Stunde

Minute zu

halb annehmen, . , , den Bedingungen der Alliierten unterwerfen werden.

(Es handelt sich bei diesen Pariser Blätter- stimmen wie üblich, um vage Kombinationen, wobei oft der Wunsch der Vater des Gedan­kens ist. Trotzdem wollen wir die Hoffnung aussprechen, dâß derEclair" mit seiner Ver­mutung, daß die deutsche Regierung sich in letz­ter Stunde doch noch unterwerfen werde, nicht recht behält. Das Volk würde eine solche Unter­werfung niemals anerkennen können. Es ist u. E. schon verfehlt, einem Raube, wie ihn Poincarè beabsichtigt, durch eigene Anbietung von Pfändern auch nur den Schein eines Rechts zu verleihen. Es hieße uns das Fell selbst über die Ohren ziehen. Davor sei in letzter Stunde nochmals gewarnt. D. Red.)

Der geheimnisvolle französische Ministerrat.

Paris, 25. Aug. Ueber den Verlauf des gestrigen Ministerrates ist der Presse das üb­liche nichtssagende Communiquè übergeben worden. Es heißt darin, daß sich die Minister mit der Behandlung der laufenden Geschäfte befaßt hätten.

Neue Relorsionsmatznahmeu?

Paris, 24. Aug. DerLlalr" teilt mit, daß sämtliche Firmen, welche Handelsbeziehun­gen zu Deutschland unterhalten, die Anweisung erhallen haben, die gegenwärtig fälligen Zah­lungen an deutfche Firmen nicht auszubezah­len, sondern bei einer Bank in ihrer Stadt ab Guthaben der deutschen Firma zu deponieren.

Vor neuen Ausweisungen?

Paris, 24. Aug. Der Straßburger Karre* ndent desJntransigeant" kündigt neue Elsaß-Lothringen an. Aus

Ausweisungen aus L_, . dem Departement Niederrhein würden unge­fähr 150 Personen ausgewiesen werden. Diese neue Maßnahme dürfe aber nicht mit den Re­torsionsmaßnahmen in Zusammenhang gebracht

werden.

Die neue AHtterlev-Äonserenz.

Brüssel, 25. Aug. Ministerpräsident Theu» nis steht der Möglichkeit des Zustandekommens einer neuen Alliirten-Konferenz sehr skeptisch gegenüber. Er hat demDaily Telegraph" er­klärt, daß diese neue Konferenz der Alliierten nicht vor dem November und vielleicht sogar nicht vor dem Dezember stattfinden könne. Wenn man sich dahin einige, Brüssel als Ver- Handlungsort auszuwählen, dann werde die belgische Regierung sich zur Verfügung halten. In diesem-Zusammenhänge sei erwähnt, daß von maßgebender belgischer Seite entschieden in Abrede gestellt wird, daß bereits Einladungen für eine Konferenz im Oktober verschickt wor­den seien.

Dollar (10 Uhr vorm.) 2550