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General-Anzeiger

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Nr. 186

AmMches Organ Pir Sladl- und Landkreis Kanan Sää±äs

Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feierlage

Donnerstag den 10. August

Bezieher keinen AnlvruL auf Lieferung oder Nach-

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wird keine Gewähr geleistet.

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Hl

1922

Die Gegensätze in Lonüon

Die Nachrichten, die gestern aus London eintrafen, klangen wie gefährliche Alarmmel­dungen. Lloyd George hatte erklären lassen, der Bruch der Entente stehe bevor und sei wahr­scheinlich nicht mehr zu vermeiden. Italienische und belgische Stimmen ließen sich in ähnlichem Sinne vernehmen und nur aus Paris vernahm man eine etwas mildere Tonart, etwa nach der Weise: es ist alles halb so schlimm. Welches Bild ergibt sich, wenn man hinter die Kulissen dieser äußeren Stimmungsmache zu schauen versucht?

Es ist gar kein Zweifel, daß die Gegensätze zwischen Frankreich und England diesmal außerordentlich tief gehen und daß sie auf einer großen Linie in die Erscheinung treten, die von dem Rhein bis nach Kleinasien reicht. Es scheint auch nach allen den Erzählungen, die an die Oeffentlichkeit gedrungen sind, in den Londoner Besprechungen recht heiß hergegangen zu sein und zuweilen die diplomatische Höflichkeit nur noch eine sehr unzulängliche Form für die Grob­heiten, die man sich gegenseitig sagte. Aber von einer solchen Kampfstimmung bis zum wirk­lichen Bruch der Entente ist doch noch ein sehr «eiter Schritt. Bisher ist schon häufig genug die Lage innerhalb der Entente kritisch gewesen. Aber immer wieder hat das Kompromiß über die Krisis hinweggeholfen. Denn ebenso wie Frankreich fürchtet auch England das unge­zügelte und ernstliche Aufeinanderprallen der Gegensätze, die sich am Konferenztisch mitunter in sehr heftigen Worten entladen. Ein solches Aufeinanderprallen wäre wirklich der Kampf, und in einer Zeit, in der sich auch die sogenann­ten^ Siegerstaaten des Weltkrieges unter schwer M finanziellen Schwierigkeiten krümmen, tegei sich der Kampfbegeisterung von ' selbst Zügel an.

Die Töne, die wir gestern aus London ver­nommen haben, gehören nun einmal zum diplo­matischen Handwerk. Der französische Minister­präsident hat feierlich erklärt, seine Vorschläge seien das Mindestmaß der französischen Forde- rungen. Darauf hat Lloyd George sofort die Frage gestellt, ob das ein regelrechtes Ultima­tum bedeute. Da auch dieser Wink noch nicht half, hat man in London den Bruch der Entente an die Wand gemalt. Wir wollen nicht näher auf die Frage eingehen, ob ein unheilbarer Riß in dem Gebäude der Entente für uns von Vor­teil wäre, sich auf ihn zu verlassen, würde jeden­falls auch bei dieser Gelegenheit für alle die- imigen, die sich einen Vorteil von ihm ver­sprechen, mit einer schweren Enttäuschung enden, denn zwischen Frankreich und England ist trotz aller Meinungsverschiedenheiten noch immer eine Verständigung zustande gekommen, weil beide Staaten noch viel zu tief in die Be­ziehungen verstrickt sind, die der Krieg zwischen ihnen geknüpft hat. Mag Lloyd George auch noch so bekümmert über die Abhängigkeit der englischen Politik von Frankreich seufzen er hat bisher noch nicht den Mut besessen, die Fesseln zu brechen und wird sich auch diesmal nicht dazu aufschwingen. Wâs wird die Folge sein? Daß die Londoner Konferenz das deutsche Stundungsgesuch, wenigstens für eine gewisse Zeitspanne bejahen wird, kann man wohl schon als sicher annehmen, denn auch Frankreich ver- ichiießt sich nicht der Notwendigkeit, fürs erste 'N der bisherigen Erpresserpolitik eine Pause untreten zu lassen. Aber die Kehrseite der Medaille wird vermutlich französische Prägung nufweisen. In der Reparationskommission ist England dafür eingetreten, das Stundungs- Sesuch ohne jede einschnürende Bedingung zu bewilligen. In London wird die Lösung, wenn zu einem Kompromiß kommt, wohl etwas anders aussehen, denn nicht umsonst hat Herr Zoincars den Vorschlägen, die er nach London witgebracht hat, durch die Verhängung neuer »Sanktionen" bereits vorgearbeitet. Er wird es verstehen, von diesen Zwangsmaßnahmen âu den von ihm genannten produktiven Pfän­dern eine Brücke zu schlagen. Lloyd George /at Zwar dieser Pfänderpolitik lebhaft wider­sprochen und die Sachverständigen-Kommission yat sie ebenfalls abgelehnt. Aber es wird 'wßdem wohl in dem Kompromiß, an dem man ^miedet, an Spuren der französischen Bor- Wage nicht fehlen.

Man wird versuchen, uns über diesen Aus- Mghinweg zu trösten. Man wird uns sagen, Beschlüsse der Londoner Konferenz sind nur wo vorläufige Lösung. Die gründliche, auf le Bauer berechnete Lösung kommt erst im .»erbst. Von einem solchen Troste will aber in

Deutschland niemand mehr etwas wissen. Vis jetzt haben diese Etappen, die uns angeblich der vernünftigen Lösung entgegenführen sollten, uns nur immer tiefer in die Abhängigkeit und in die Not hineingeführt. Auch von der Lon­doner Etappe wird man saunt etwas anderes sagen können. Eine wirkliche Wendung zum bessern kann erst eintreten, wenn eine Abkehr von der bisherigen Politik sichtbar wird. So­lange es aber Frankreich immer wieder gelingt, den roten Faden seiner verblendeten Haßpolitik in das diplomatische Gewebe der Ententebe­sprechungen einzuflechten, solange wird auch das Urteil über die Konferenzen, die einander folgen, dasselbe bleiben: eine andere Nummer, aber derselbe Faden. Aus dem Wirr­sal der wirtschaftlichen und finanziellen Schwie­rigkeiten, an denen ganz Europa krankt, ge­langen wir auf diese Weise nicht ins Freie.

Die Beratungen im S achversiändigenausschuß haben die grundsätzlichen Meinungsverschieden­heiten zwischen Frankreich auf der einen und England, Italien und in gewisser Beziehung auch Belgien auf der andern Seite zutage treten lassen. Die französischen Sachverständigen haben dem Ausschuß ein bestimmtes Programm vor­gelegt und auch die von ihnen erwarteten Er­trägnisse der geforderten Pfänder angegeben. Dieses Programm lautet:

1. Einziehung von 26 v. H. der Devisen, die Deutschland von jeder Ausfuhr erhält, durch den Garantieausschuß; Ertrag: 1250 Millionen Goldmark.

2. Einziehung der deutschen Zolleinnahmen

Konen

3. Wiederherstellung der im Jahre 1921 östlich des besetzten Gebietes errichteten Zoll­schranke; Erträgnis: In sechs Monaten 70 Mil­lionen Goldmark, die vom März bis August vorigen Jahres unter ungünstigen Beding­ungen erzielt worden seien.

4. Ausbeutung der Staatsbergwerke in der doppelten Absicht: Deutschland zu zwingen, alle Kohlen zu liefern, die es liefern muß, und Me gesamte Kohlenförderung einer besonderen Steuer zu unterwerfen. Das Erträgnis dieser Steuer für das Ruhrgebiet allein schätzt man auf 67 Millionen Goldmark.

5. Die Staatswälder des linken Rheinufers, namentlich aber des Eifelgebiets, sollen zur Ausbeutung den Verbündeten zur Verfügung gestellt werden.

6. Besteuerung der metallurgischen und an­dern Produkte, die das Ruhrgebiet verlassen, dadurch, daß dieses Gebiet mit einer besondern Zollschranke umgeben wird.

7. Einziehung der Steuern auf dem linken Rheinufer.

8. Den Verbündeten ist eine Beteiligung von 60 v. H. des Aktienkapitals aller Farben- und chemischen Fabriken zu überweisen, die auf dem linken Rheinufer gelegen sind; Ertrag: 600 Mil­lionen Goldmark an Kapital.

Im Lauf der gestrigen Beratungen über die­ses ftanzösische Programm erklärte Sir Robert Horne, das seien keine Garantien, das seien Sanktionen. Es handle sich also um eine recht politische Angelegenheit, die nicht der Prüfung von Sachverständigen unterliegen könne. Auch die Belgier hätten das Programm bemängelt und erklärt, man könne nicht ohne inneren Widerspruch Deutschland eisten ^abhmgsäuf« schub gewähren und zu gleicher Zeit die lum­men beschlagnahmen, die es angeblich nicht zah­len könne; das könne man um so weniger, als schon im Londoner Zahlungsplan vom Mai 1921 gesagt sei, die 26 v. H. der Abgabe von der Ausfuhr und die Zolleinnahmen müßten für die Entschädigungszahlungen zur Verfügung ge­stellt werden. Es sei ein Unding, Zahlungsauf­schub gewähren zu wollen und zu gleicher Zeit eine Maßnahme durchzuführen wie die 26pro- zentige Abgabe von der deutschen Ausfuhr, die allein 1250 Millionen Goldmark bringen solle, während der von Deutschland verlangte Zah­lungsaufschub für das ganze Jahr 1922 nicht einmal entfernt diesen Betrag ausmache. Hier­auf habe die französische Seite geantwortet, die Verbündeten würden sich nicht mehr von der 26prozentigen Abgabe von der deutschen Aus­fuhr aneignen als die Zolleinnahmen. Sie hätten aber die Kaffen, in die die Summen flössen, unter Bewachung, und sie könnten Deutschland nur gestatten, in dem Maße Aus-

gaben zu machen, in dem es seine Verpflich­tungen erfülle.

Lloyd George lehnt ab.

London, 9. Aug. Lloyd George ließ am ge­strigen Abend durch seinen Sekretär Sir Griggs den Pressevertretern mitteilen, daß er die Vor­schläge der französischen Regierung in ihrer Ge­samtheit a b l e h n e n müsse. Falls Poincarè auf diesen Forderungen bestehe, so bedeute dies einen Bruch der Entente. Der eng- lischePremier wird der heutigen Vollsitzung der Konferenz Vorschläge unterbreiten, die von denen der französischen Delegation wett entfernt sind. Von englischer Seite wird jedoch alles ver­sucht werden, den Abbruch der Konferenz zu verhüten und man rechnet immer noch mit dem Zustandekommen eines Kompromisses, sodaß Deutschland noch ein Moratorium wenigstens bis zum Zusammentritt des Obersten Rates im Oktober gewährt werden kann.

Eine Verständigung unmöglich?

Paris, 10. Aug. Nachdem Lloyd George vorgestern abend der englischen Presse erklären ließ, daß er entschlossen sei, dem Garantieplan Poincarès ni ch t z u z u st i m m e n, und es bei den Sachverständigenberatungen zu sehr hefti­gen Auseinandersetzungen gekommen war, so­daß der französische Finanzminister de Lastery nicht mehr zu der Nachmittagssitzung erschien, lauten die Prognosen für den gestrigen Tag wenig günstig. In Paris erwartet man die Entscheidung mit ziemlicher Sicherheit über die französisch-englische Einigkeit in der Konfe­renz. Nach pessimistischen und zum Teil sehr widersprechenden Berichten, lautet nunmehr das Ergebnis des gestrigen Tages auf eine Ver

. eine letzte Verständitzungs Der englische Premierminister will heute einen Kabinettsrat einberufen; Poincarè soll sich seinerseits mit feinen Regierungskollegen darüber einigen, welche endgültige Haltung er einnehmen will, mit andern Worten, die beiden Regierungsober­häupter werden das Einverständnis ihrer Mi­nister einholen, bevor sie vielleicht schwerwie­gende und für die Entente cordiale entscheidende Beschlüsse fassen, denn in der dreistündigen Be­ratung, die Lloyd George mit Poincarè in An­wesenheit Theunis im Dowing Street gestern führte, scheint die Kluft zwischen ihren Auf­fassungen mindestens nicht kleiner gewor­den zu sein. Poincarè verweigerte am Ende der Sitzung kategorisch jede Auskunft. Aber man wird nicht fehl gehen in der Annahme, daß jeder der Beteiligten auf seinem Standpunkt beharrt, daß Lloyd George sich weigerte, Deutschland zu Grunde richten zu lassen und Poincarè auf dem Versailler Vertrag und den Garantien für ein Moratorium besteht und Theunis vergeblich Vermittlungsvorschläge un­ternahm. Nach Schluß der Besprechung gab einer der Beteiligten einem französischen Blatte die Erklärung ab:Es ist keine Verständigung möglich!" Diese Meldung führt die französischen Blätter zu äußerstem Pessimismus, der durch die offiziösen Erklärungen nur wenig behoben ist. Es steht jedenfalls fest, daß Lloyd George von den Garantien Poincarès, die Errichtung der beiden Zollschranken östlich des besetzten Gebietes, die Besetzung des Ruhrbeckens und die Beteiligung der Alliierten an der deutschen Großindustrie endgüllig und unwiderruflich zu­rückgewiesen hat.

In vorgerückter Nachmittagsstunde erfährt die Voss. Ztg., daß der Sachverständigenaus­schuß folgende Vorschläge Poincarès a b g e - lehnt hat: Die Zollgrenzen, die Beschlag­nahme der Bergwerke und Wälder und die Be­teiligung an der deutschen Industrie. Die Pläne zu einer Beschränkung der Papiergeldausgabe durch die Reichsbank und eine Art von Budget­kontrolle, wurde günstig beurteilt mit dem Er­gebnis, daß Lloyd George aller Wahrscheinlich­keit nach den Vorschlag machen wird, Sachver­ständige zur Prüfung der Lage nach Deutsch­land zu entsenden.

Poincarès Rückfrage in Paris.

London, 10. Aug. Poincarè hat beim Pa­riser Kabinett angefragt, ob er ein neues Programm mit geringeren Forde­rungen vorlegen darf. In der Erwartung dieser Antwort wurde die Konferenz vertagt. Der englische Standpunkt wird von den Sach­verständigen in allen Punkten unterstützt und

die Entscheidung der Sachverständigenkommis­sion, die gestern abend getrosten wurde, ist als endgültig zu betrachten.

Rückreise des italienischen Ainanzministers.

Paris, 10. Aug. Der italienische Finanz­minister Paratore, der ebenfalls zu den Lon- doner Besprechungen berufen war, ist gestern abend auf feiner Rückreise in Paris einge­troffen. Er hatte mit Graf Sforza eine längere Unterredung, bevor er seine Reise fortsetzte.

Die Entscheidung über die englisch-französische Allianz?

(Letzte Meldung.)

Paris, 10. Aug. Der heutige Tag wird zwei­fellos in den Londoner Verhandlungen die Ent­scheidung über die Reparationspolitik der Alliierten und über die englisch» französische Allianz bringen. Trotz der beschönigenden Aeußerungen der gestrigen Abendpresse ist die Lage äußerst ernst. Eine offizielle Reutermeldung besagt, daß der eng­lische Ministerpräsident auf heute nachmittag 3 Uhr einen Ministerrat einberufen hat, an dem auch die von London abwesenden Mitglieder teilzunehmen hätten. Das bezeichnet am besten die Sorge Lloyd Georges um die heutige Ent­scheidung. Andererseits wird heute vormittag in Paris unter Vorsitz Millerands ein Ministerrat abgehalten, der im Telegrammverkehr mit Lon­don die Vorschläge Poincarès entgegennimmt und sich dazu zu äußern haben wird. Eine osfi- zielle Sitzung wird in London sehr wahrschein­lich am Freitag vormittag abgehalten werden, um die Beschlüsse der beiden Parteien entgegen­zunehmen. Rein äußerlich dreht sich der Konflikt um die Errichtung einerZollgrenze östlich des besetzten Gebietes und im Ruhrbecken, so sehr auch der englische Minister bis jetzt die Zustimmung auf das LULrgtiäp. verweigert bat, Im Grunde genom- men handelt es sich aber ebenso sehr um eine wirtschaftliche Frage. Es handelt sich darum, ob man Deutschland gegenüber die Zwangspolitik fortsetzen will, oder sich für eine sachliche Wirt­schaftspolitik entscheidet, ob Frankreich eine Sonderaktion im Sinne der Sanktionen ein­schlagen wird oder ob es gemeinsam mit Eng­land unter Berücksichtigung der deutschen Lei­stungsfähigkeit vorgehen wird. In der gestrigen Presse sindet Poincarè auf sämtliche Programm- punkte seine Garantieplanes zweifellos nicht die ungeteilte Zustimmung. Man findet vielfach die Aeußerung, daß die Ausfuhrabgaben, welche die Zustimmung Englands fändet, aus sich schon genügende Resultate bringt, um ein Morato­rium an Deutschland gewähren zu können. Be­sonders auch deshalb, weil für diesen Fall Lloyd George mit Frankreich einig gehe. Der Petit Parisien" sagt z. B.:Es ist wirklich nicht der Mühe wert, daß ein so häßlicher Kon­flikt über die Frage der Zollgrenze ausgebro- chen ist. Sollte der französische Ministerpräsi­dent tatsächlich riskieren, auf die Beschlagnahme gewisser deutscher Zahlungsmittel zu verharren, um so indirekt auf das Londoner Problem zu­rückzugehen, selbst wenn er damit die finanzielle Lage Deutschlands noch mehr kompliziert? Das Gerücht von einem Bruche der Entente geht feit 20 Stunden neuerdings um. Es ist aber zu hoffen, daß man es doch nicht zum äußersten kommen läßt. In der Frage der Zölle am Rheine und Ruhr, um das es sich augenblick­lich handelt, haben wir weder die Mehrheit der englischen Oeffentlichkeit noch die der Alliierten überhaupt für uns. Es ist klar, daß diejenigen, welche das Schicksal Frankreichs in der Hand haben, auf dieses tatsächlich Rücksicht nehmen und einen endgültigen Entschluß nur nach sehr ernsten Erwägung fassen wird."

Vertagung der Skrasmaßnahmen?

Paris, 10. Aug. DasEcho de Paris" be­richtet aus Straßburg, daß die im Elsaß und Lothringen eingeleiteten Maßnahmen, die be­

icht durch- >lsaß-loth.

reits in Ausführung begriffen feien, auf höheren Befehl gestern abend vertagt worden find. Es ist aus der Meldung nicht ersichtlich, ob es sich um die angekündigten politischen Aus­weisungen handelt, die sowieso noch nicht durch­führbar waren, oder ob damit den elsaß-loth­ringischen Protesten gegen die Beschlagnahme deutschen Eigentums Rechnung getragen wer­den soll. DerMatin" glaubt allerdings, daß es sich um eine Vertagung auf unbestimmte Zeit nicht handelt, sondern nur um einen Aufschub von zwei Tagen, der sowieso für die Anwen- dui.g der verschärften Maßnahmen vorgesehen

war.

(Weitere Politische Nachrichten Seite 3.)

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