Maller «Anzeiger
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AmMches Organ für Stadt- und ßasiiüreis Kanau ÄÄ
Erschein! täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage
WS
Nr. 175
Freilag den 28. Juli
Erfüllungsort und GeriLtsitand sät beide Teile Sanau a. M. — 3m Falle höherer Gewalt bat der Bezieher keinen Anspru-b auf Lieferuna oder Nach-
wird keine Gewähr geleistet.
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1922
Das Weiteste»
— Die Vertreter der alliierten Kompensationsbüros haben einstimmig beschlossen, auf das deutsche Stundungsgesuch nicht einzugehen.
— Der gestrige französische Ministerrat hat sich für eine französische Reparationspolitik ausgesprochen und erklärt, allein handeln zu wollen, wenn die Alliierten sich dieser Politik widersetzen sollten.
— Die englische Regierung hat beschlossen, unverzüglich eine Sönderkommission zur Untersuchung der Arbeitslosenfrage einzusetzen.
vertagt, weil er Zeit für eine Vermittlungs- aktion gewinnen will. Der Reichspräsident ist erfreulicherweise der Ansicht, daß eine Verständigung versucht werden solle, ehe ein offener Konfliktsfall geschaffen ist, d. h., ehe die offizielle Aufforderung an Bayern ergangen ist, die Sonderverordnung wieder aufzuheben. Nicht minder erfreulich ist es, daß der Reichstagspräsident Löbe vorläufig von einer Einberufung des Reichstages nichts wissen, sondern die Parlamentsferien aufrecht erhalten will, solange die Vermittlungsaktion der Reichspräsidenten noch im Gange ist. Daß eine Verständigung bei gegenseitigem guten Willen zu erreichen ist, kann nicht einen Augenblick zweifelhaft sein.
Auf dem Wege F«r DerskänSègung
Unser Berliner Vertreter hatte Gelegenheit, mit dem Abg. Dr. Heinze über die Behandlung des bayerischen Konfliktes zu sprechen. Dr. Heinze, der bekanntlich im Kabinett Fehrenbach das Amt des Reichsjustizministers bekleidete, äußerte sich etwa wie folgt:
Auf die formal-juristische Seite der Meinungsverschiedenheiten, die zwischen der bayerischen und der Reichsregierung über das Gesetz zum Schutze der Republik aufgetaucht sind, lege ich kein entscheidendes Gewicht. Es ist möglich, vielleicht wahrscheinlich, daß das Reichsgericht, wenn man es anruft, gegen die Auffassung der bayerischen Regierung entscheiden wird. Was wäre aber damit erreicht? Auf formaljuristischem Wege ist dieser Verfassungsstreit sehr schwer beizulegen. Es muß deshalb eine politische Lösung des Konfliktes gesucht und gefunden werden.
Meiner Ansicht nach besteht keinè Veranlassung, aus der Meinungsverschiedenheit zwischen der bayerischen und der Reichsregierung eine Machtftage für das Reich zu machen. Der
Ein Brief des Reichspräsidenten an den Grafen Lerchenfeld.
Berlin, 28. Juli. Auf Grund der vorgestri-
gen Beratungen der Reichsregierung und einer gestrigen Vormittag stattgefundenen Be- chung mit dem Reichskanzler den bayeri-
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prechung mit dem Reichskanzler den bayeri- chen Mitgliedern der Reichsregierung und dem lleichstagspräsidenten hat sich der Reichsprä- ident entschlossen, an den bayerischen Minister- Präsidenten Lirchenfeld einen Brief zu richten, in dem auf den Ernst der Lage hingewiesen wird. Am gestrigen Nachmittag 5 Uhr fand die vormittags vorgesehene Kabinettssitzung
kein Mittel ergreife, den Sturz der Mark aufzu halten. Man dürfe deshalb in keiner Weise Deutschland länger ermutigen und ihm ein Moratoriuni in Aussicht stellen ohne Garantien zu ergreifen. Es sei sicher, daß wenn die Alliierten sich dieser französischen Auffassung widersetzen sollten, Frankreich mit allen Mitteln, über die es verfüge, allein handeln wolle. Dem gegenüber gab sich aber die französische Regierng klar Rechenschaft, daß man einer allgemeinen internationalen Weltlage Rechnung tragen müsse; doch dürfe die Art und Weise, wie die französische Regierung dieser Weltlage Rechnung tragen müsse, nicht über eine Konzession hinausgehen, die die französischen An- iprüche nicht vollauf befriedigt. Eine dieser Knzessionen sei vor allen Dingen, daß wir uns für die im Kriege in Frankreich hervorgerufenen Schäden ein Vorrecht inderRepa- rationsfrage einräumen werden. Ein kleines Vorrecht müßte den Staaten zugestanden werden, die für das Konto des Deutschen Reiches zahlreiche Summen vorgeschohen hätten. Das Blatt spricht sich nicht darüber aus, wie es glaubt, daß diese französische Auffassung von den Alliierten ausgenommen werde. Doch
Neue Kohlenpreiserhöhung.
Berlin, 28. Juli. In Verfolg der in diesen Tagen im Bergbau bewilligten Lohnerhöhun- gen hatten die Organe der Kohlenwirtschafi gestern neue Kohlenpreisfestsetzungen vorzuneh- men. Es wurde einstimmig beschlossen, die neuen Erhöhungen und sonstigen Zuschläge für Materialien usw. durch Preiserhöhung nach dem bisherigen Schlüssel abzugelten. Dementsprechend tritt für das Ruhrrevier eine Preiserhöhung von 205.40 Mark netto für die Tonne Fettförderkohle, die einschl. Steuern usw. eine
Erhöhung von 305 Mark brutto bedingt, ein.
In der j" ...... " **"
gleichen Weise erhöhen sich die Preise für rheinische Rohbraunkohle um 28.60 und für dortige Briketts um 112% Mark (beides netto) und für mitteldeutsche und ostelbische Kohlenreviere um 59% bezw. um 178% Mark netto. Die Erhöhungen treten am 1. August in Kraft.
äußert es sich zum ©i
-chluh, daß, wenn die eng- Prüfung dieses Problems
lische Regierung die .
unter dem Vorwande» das Ende der italieni-
Dr. Stein wieder auf freiem Fuß.
Bad Salza, 28. Juli. Wie die T. U. von am verlässiger Seite erfährt, ist gestern der Schriftsteller Dr. Stein von Burg Saaleck vom Untersuchungsrichter in Berlin wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Er wird heute im Laufe des
tatt,. in der der Wortlaut des Briefes mitgeeilt 'wurde. Der Brief wird dem bayerischen Ministerpräsidenten heute früh übergeben werden. Eine Veröffentlichung des Schreibens ist nach Verständigung mit der bayerischen Regierung für Freitag abend geplant.
Das Vermittelmmsfchreiben des Reichspräsidenten.
Berlin, 28. Juli. Das Schreiben des Reichspräsidenten an den bayerischen Minister-
Reiche durch die Gewährung von Sonderrechten an Bayern Rechnung getragen worden. Die Machtstellung des Reiches hat darunter nicht gelitten und das Reich wie Bayern haben sich wohl dabei befunden. Es gibt keinen Grund, von dieser Art der Behandlung heute abzuweichen. Bayern hat sich in seiner Eigenart erhalten und es besitzt auch heute noch ein starkes, staatliches Selbstbewußtsein, viel stärker, als man es z. B. in Thüringen oder anderen deutschen Ländern antrifft. Dieses staatliche Selbstgefühl Bayerns ist bei der Beratung der Verfassung in Weimar nicht allzu gut weggekommen. Die innerpolitischen Verhältnisse lagen damals in Bayern ungünstig. Es kam die furchtbare Zeit der Rätewirtschaft, und was ihr vor- ausging und nachfolgte, nahm damals die staatliche Tätigkeit Bayerns vollauf in Anspruch. Man wird deshalb den Wunsch Bayerns, seine
ausging und nachfolgte, nahm damals die staatliche Tätigkeit Bayerns vollauf in Anspruch. Man wird deshalb den Wunsch Bayerns, seine Eigenart und Selbständigkeit, selbstverständlich im Rahmen der Verfassung, gewahrt zu sehen, nicht als unbillig empfinden dürfen. Und deshalb wäre es auch in dem vorliegenden Falle unklug gehandelt, wenn man durch eine formal- juristische Entscheidung Bayern ins Unrecht setzen wollte, anstatt eine politische Verständi-
Auf die Frage, wie eine solche Verständigung möglich sei, wies Abg. Dr. Heinze darauf hin, daß in dem Gesetze selbst der Weg gewiesen ist, auf dem man mit Bayern vielleicht zu einer Vereinbarung kommen kann. Bayern nimmt bekanntlich den Hauptanstoß an dem Staatsge- richtshof zum Schutze der Republik, in dem es ein politisches Tendenzgericht erblickt. Nun findet sich im § 6 des Gesetzes die Bestimmung, daß der Oberreichsanwalt seine Untersuchung an die zuständige Staatsanwaltschaft abgeben und der Staatsgerichtshof eine bei ihm anhängig gewordene Untersuchung auf Antrag des Oberreichs- anwalts zum ordentlichen Verfahren verweisen ann. Das Gesetz läßt es also zu, etwa vor- wmmende Straffälle in Bayern, für die der Staatsgerichtshof zuständig ist, dem sonst zuständigen bayerischen Staatsanwalt zur Verfolgung zu überweisen. Hier ist vielleicht ein Weg gegeben, der eine Vereinbarung allgemeiner mit Bayern zuläßt und diesem die Sicherest gibt, daß gegen seinen Willen Eingriffe in me bayerische Justizhoheit nicht vorkommen kön- Man darf annehmen, daß in Bayern Ge- u^igtheit zur Aushebung der Sonderverord- Angen vorhanden ist, wenn ihm eine solche Sicherheit gegeben werden kann.
Wir freuen uns, daß die Auffassung, die in ?n vorstehenden Zeilen wiedergegeben ist, und uns durchaus das Richtige zu treffen scheint, ?"ch an den amtlichen Stellen des Reiches Bo- gewinnt. Der Reichspräsident Ebert hat den Ministerrat, in dem entscheidende , Wusse gegen Bayern gefaßt werden sollten,
zurückzuziehen, aber Wendungen, die dem Münchener Kabinett nahelegen, dies aus e i g e- nemEntschluß zu tun.
Abschlägiger Bescheid auf das deutsche Siundungsgesuch.
Paris, 28. Juli. Die Entscheidung über das »eutsche Moratoriumsgesuch für die auf Konto )er französischen Privatforderungen, zu leistenden monatlichen Raten ist negativ ausge- allen. Die Vertreter der alliierten Kompensa- âosbüros haben in ihrer Nachmittagssitzung beschlossen, auf das deutsche Stundungsgesuch nicht einzugehen und Deutschland an die am 10. Juli 1921 bestimmten monatlichen Zahlungen von 2 Millionen Pfund Sterling, d. h. 40 Millionen Mark, gebunden zu erklären. Nach dem „Temps" stützen sich die Alliierten bei diesem Beschluß auch darauf, daß die Reichsregierung bei den Kompensationsverhandlungen und der Anerkennung der alliierten Guthaben zu wenig auten Willen gezeigt habe. Herr Poincarè hat einen entsprechenden Brief an den deutschen Botschafter Dr. Mayer, der das Stundungsgesuch der Reichsregierung dem Ministerpräsidenten in einem Briefe zur Kenntnis brachte, weitergeleitet. Ueber die an französische Privatgläubiger bis jetzt in Kompensationsgeldern geleisteten Zahlungen gibt der „Temps" folgende Angaben Eine erste Auszahlung von 50 Prozent ist im Herbst 1921 für die als definitiv anerkannten Forderungen erfüllt; eine weitere Tilgung von 20 Prozent ist von den Behörden beschlossen worden und eine dritte von 10—15 Prozent ist für den kommenden Oktober oder November in Aussicht genommen. Sie steht noch zur Prüfung. Die letzte Rate ist, wenn alle Guthaben anerkannt sein werden und auch die von Franzosen an Deutsche geschuldeten Summen festgestellt sind, zu verabfolgen.
Französische Beparalionspoliiik.
Paris 28. Juli. Der „Matin" behauptet heute früh, daß der gestrige Ministerrat sich nach Befragen aller Minister für eine französische Reparationspolitik in folgendem Rahmen ausgesprochen:
Wenn aus irgenö Weichen Gründen die Äon- ferenz von London verzögert oder hinausgeschoben werden sollte, so wäre es äußerst wichtig, daß die französische Regierung hierzu ein anderes Mittel ergreife, um endlich ihre Richtlinien in der Reparationspolitik klarzustellen, denn die französische öffentliche Meinung sei nicht mehr geduldig genug, die Richtlinien noch länger verheimlicht zu sehen. Frankreich befindet sich in einer finanziellen Lage, die ihm nicht lange erlaube, in Unsicherheit zu bleiben. Es sei klar, daß Deutschland nichts getan habe, um der Finanzkrise zu begegnen, da es
schen Krise abzuwarten, hinausschieben wolle, Frankreich nicht weiter mit dem Programm im Hjnrergrund bleiben würde, in welchem es ebenso sehr der internationalen Weltlage wie seinen eigenen und gerechten Forderungen Rechnung trage.
Poinear6s Anlworl an Lloyd George.
Paris, 28. Juli. An amtlicher französischer Stelle wurde heute abend erklärt, Poincarè habe auf die letzte englische Eröffnung geant- UWWMWW »eâ nach Atonson tu---------- es dem englischen Premier angenehm se überlasse es Lloyd George zu bestimmen, ob zunächst eine ausschließlich französischWmIisck'' Aussprache stattfinden solle oder ob Italien und Belgien gleich hinzuziehen seien. Die ranzösische Regierung erwartet eine dement- prechende Entscheidung aus London. — In ranzösischen Kreisen rechnet man ernstlich mit )er Möglichkeit, daß Lloyd George die Hinaus- chiebung der Londoner Unterhaltung bis zum September herbeiführt.
Der 22. Friedenskongreß.
London, 28. Juli. In der heutigen Sitzung der Friedensgesellschaft wurden die im Versailler Vertrag vorgesehenen Strafmaßnahmen einer zum Teil scharfen Kritik unterzog en. Sir Georg Paish legte der Versammlung eine Reihe von Resolutionen vor, in denen er ausführte, der wirtschaftliche Wiederaufbau Europas verlange folgende Maßnahmen:
1. Reduzierung der Reparationsschulden zur Wiedergutmachung der Reparationsschäden auf eine solche Höhe, die das deutsche Volk bezahlen könne;
2. Herabsetzung der Besatzungsarmeen, Rückgabe des Sargebiets an Deutschland, sobald die französischen Kohlengruben wieder hergestellt sind;
3. Aufhebung aller Beschränkungen des internationalen Handels, gegenseitige Annullierung der interalliierten Schulden;
4. Abrüstung auf Grund eines allgemeinen Abkommens und Vervollständigung des Völkerbundes;
5. Eine internationale Anleihe zugunsten des Wiederaufbaues Europas;
6. Liquidation sämtlicher Friedensverträge durch den Völkerbund;
7. Anerkennung des Rechts des russischen Volkes, sich nach seinem Willen zu regieren und Anerkennung der Vorkriegsverxflichtungen seitens des russischen Volkes;,
8. Gewährung genügender finanzieller Hilfen an das russische Volk, um es in die Lage zu setzen, die Kriegsschulden und alle durch die nachher erfolgten Ereignisse verursachten Schaden wieder auszubessern.
30 Millionen Mehrausgaben.
Berlin, 28. Juli. Das vom Reichstag auf Initiativantrag beschlossene Gesetz über die Erhöhung der Tagegelder der Abgeordneten wurde genehmigt. Danach erhöht sich die Summe von monatlich 5000 Mk. auf 10 000 Mk., im Jahre also von 60 000 Mk. auf 120 000 Mark. Die Aufwandsentschädigung des Reichstagspräsidenten wird von 60 000 auf 140 000 Mk. erhöht. Dadurch wird eine Mehrausgabe von insgesamt 30 Millionen Mark erforder- slich, welche der Reichsrat genehmigte«
Nachmittags auf Burg Saaleck eintreffen. — Ferner wird der T. U. mitgeteilt, daß gegen die Schüler des Technikums in Bad Salza, die die Leichen der beiden Rathenaumörder zu Grabe getragen haben, eine Untersuchung eingeleitet werden soll. Von der Thüringischen Regierung Schreiben in dieser An
ist jetzt auch bereits ein Schreiben in dieser Angelegenheit an die Professoren des Technikums gerietet worden. Durch einen Schüler des Technikums soll gegen das einzuleitende Verfahren in einem geharnischten Schreiben Protest erhoben worden sein, in dem er das Tragen der Särge als eine reine Menschenpflicht bezeichnete, durch die er und seine Kameraden den neritnrhenen Mördern nur als ehemalige Kame-
Der deutsche Aufrenhandel.
Nach,den vorläufigen Feststellungen bei Statistischen Reichsamts über die Ergebnisse des deutschen Außenhandels im Juni hat im Spezialhandel betragen: die Einfuhr 40,3 Millionen
zialhandel betragen: die Einfuhr 40,3 Millionen Doppelzentner im Werte von 34 Milliarden Mark, die Ausfuhr 18,8 Millionen Doppelzentner im Werte von 30,3 Milliarden Mark. Gegenüber dem Vormonat hat die Einfuhr um, 2,2 Millionen Doppelzentner und 2 Milliarden Mark zugenommen. Die Ausfuhr weist bei einer Wertsteigerung um 3,1 Milliarden Mark einen mengenmäßigen Rückgang um 2,1 Millionen Doppelzentner auf. Der EinfuhrüberMß beträgt 4,1 Milliarden Mark gegen 5,2 im Mai. Die von anderer Seite in der Presse erfolgte Mitteilung, derEinfuhr-Ueberschuß betrage über 8 Milliarden Mark, ist demnach falsch. Besonders bemerkenswert ist bei der (Einfuhr die starke Steigerung bei Steinkohlen (mehr 4,6 Millionen Doppelzentner und 671 Millionen Mark). ferner bei Zucker (mehr 270 000 Doppel-
zentner und 822 Millionen Mark). Weiter sind “ “ ' geführt mors _____ > Prâkohlen, Baumwoll- und Wollgarne, Bau- und Nutzholz, Papierholz, Zement, Roggen, Kaffee und Rohtabak. Stark verminderte Einfuhr weisen dagegen auf Weizen, Wolle, Baumwolle, Roh- seide, Eisenerze, Messing, Schmieröl und Rohbenzin, Oelfrüchte und Sämereien Der starke mengenmäßige Rückgang der Ausfuhr ist Hauvtsäcklich auf den Rückgang der Steinkohlen-
in erheblich vermehrtem Maße eingei den: Braunkohlen, Koks und
hauptsächlich auf den Rückgang der Steinkohlenausfuhr (weniger 1,7 Millionen Doppelzentner und 106 Millionen Mark) zuruckzufuhren. Auch die Ausfuhr von Kalisalzen, Oelkuchen, Bau- und Nutzholz, Papicrmasse weist nicht unerheb- liche Rückgänge aus. Zugenommen hat dagegen die Ausfuhr von Wolle und Wollwaren Erden und Steinen, Farben und Farbwaren Stirnen und Musikinstrumenten. Die erhebliche Wertzunahme der Ausfuhr ist vor allem auf das mit der Markentwertung verbundene Steigen der Preise zurückzuführen. Im ersten Halbjahr« dieses Jahres stellte sich die Einsuhr auf 171,6 Millionen Doppelzentner imWertevon 142,9 Milliarden Mark, die Ausfuhr auf 120,8 Mil-
____________________ rsfuhr auf 120,8 Millionen Doppelzentner im Werts von 130,8 Milliarden Mark. Der Einfuhrüberschuß betrug also 12,1 Milliarden Mark.
Englisch - russ. Sonderverhsn-lunge«.
London, 28. Juli. Es finden gegenwärtig in London russisch-englische Verhandlungen statt, deren Zweck der Abschluß eines neuen Vertra- pes ist, der das englisch-russische Abkommen vom März 1920 ersetzen soll. Die Verhandlungev werden von Krassin geführt. , ,
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