Hanauer 8 Anzeiger
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Nr. 132
General-Anzeiger
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Donnerstag den 8. Juni
1922
Der BMW der BeMstlMMUliWn.
Kwetterung -er Rechte des Anleihekomilees
weiter Flur. — Ein Druck auf Frankreich?
Frankreich allein auf
Das internationale Bankierkomitee, das sich kurz vor Pfingsten auf unbestimmte Zeit vertagte, kann und wird jetzt seine Sitzungen wieder aufnehmen, nachdem die Reparationskommission mit allen Stimmen gegen diejenige Frankreichs die Anfrage des genannten Komitees nach der Möglichkeit einer Reduzierung der deutschen Reparationsschuld bejahend beantwortethat. Das heißt, das Anleihekomitee soll u. a. auch berechtigt sein, in seinem Gutachten zum Ausdruck zu bringen, daß eine der Vorbedingungen für die Aufbringung der internationalen Anleihe die Neufestsetzung der deutschen Schuld auf einen vernünftigen Betrag ist. Dieser Beschluß ist in der gestrigen Sitzung der Reparationskommission' gefaßt und dem Anleihe- fomitee sofort mitgeteilt worden. Die Stimme, die gegen die Erweiterung der Rechte des Anleihekomitees gewesen ist, ist die des französischen Vertreters Dubois, der den Instruktionen seiner Regierung gemäß Frankreichs politischen Standpunkt aufrechtzuerhalten gezwungen war. Während noch in Genua Frankreich bei allen seinen Eigenbrödeleien Belgien an seiner Seite hatte, ist es von diesem in der Anleihefrage verlassen worden, sodaß Frankreich heute tatsächlich allein auf weiter Flur steht.
eine
Das Anleihekomitee kann also jetzt seine Arbeiten fortsetzen und eventuell den Beschluß fassen, daß eine internationale Anleihe zustande kommen kann, wenn die Reparationslasten auf
lisierung seiner Währung erhält und wenn die Anleihezeichner genügende Garantien bekommen. Dieser Beschluß hätte natürlich vorläufig noch keine praktische Bedeutung. Es kommt auf die Reparationskommission an, ob diese auf die Vorschläge des Komitees eingeht und den Beschluß faßt, daß die Herabminderung tatsächlich erfolgen soll und in welchem Maße dies zu geschehen hat. Zu diesem Beschluß aber wäre § i n st i m m i g k e i t notwendig, d. h. es müßten England, Italien, Belgien und Frankreich für ihn stimmen. Da aber Poincarè an der Weigerung einer Herabsetzung der Forderungen an Deutschland festhält (siehe besonderen Artikel), so ist an das Zustandekommen dieser Einstimmigkeit vorläufig nicht zu glauben.
Die Entscheidung der Reparationskommission )eigt wieder klar und deutlich, auf welcher Seite ver Störenfried zu suchen ist, daß es Frankreich ist, das den Wiederaufbau Europas sabotiert.
Das Edmmuniquè èer Reparattons- Kommission.
Paris, 8. Juni. Das Sekretariat des Wie- dergutmachungsausschufses übergab der Presse folgende Mllteilung:
»Am Donnerstag den 1. Juni beauftragte das Anleihekomitee feinen Präsidenten, der Re- Parationstommiffion folgende Frage vorzu- iegen:
Gemäß den erteilten Instruktionen befaßte sich das Komitee mit dem Studium der Erage einer auswärtigen Anleihe, die ihm von der Reparationmommisston anvertraut worden war. Bevor das Komitee weitergeht, erachtet es für notwendig, der Reparations- ~ ' , ob die
Kommission die Frage vorzulegen, Worte: „Unter der Voraussetzung
Worte: „Unter der Voraussetzung der Verpflichtungen, die durch den Versailler Frie- oensvertrag und besonders durch dis Zahlungsbedingungen vom 15. Mai 1921 fest- Selegt wurden" in dem Sinne ausgelegt werben sollen, daß für den Zweck seiner Beratungen das Komitee die durch die Zahlungsbestimmungen vorgeschriebenen Zahlungen als eine unverrückbare Ver -
p s l i ch t u n g ansehen soll, die abzuändern "urdieReparationskommission von Zeit zu Zeit Gelegenheit hätte gemäß den Bestimmungen des Artikels 234 des Frie- oensvertrages oder ob (ohne in irgend einer 1Verantwortlichkeit der Reparationsfestzulegen) das ie Freiheit H
Commission festzulegen) das Anleihe- o m i t e e die Freiheit habe, die Möglichkeit von Lösungen zu prüfen, die A b ü n - Gerungen dieser Zahlungsbe- mmungen enthalten.
üm Dienstag den 6. Juni richtete die Repa- ^^°!fbkommission folgende A n t w o r t an das
■ .$n Beantwortung der Anfrage, die münd- im Namen des Anleihekomitees durch dessen Präsidenten gestellt wurde, hat die Revarations-
kommifsion die Ehre, das Anleihekomitee zu verständigen, daß in einer heute vormittag abgehaltenen Sitzung folgender Beschluß gefaßt wurde:
Die Absicht der Kommission geht dahin, daß der dem Komitee erteilte Auftrag keine wie immer geartete Beschränkung erhalten soll, damit es alle Bedingungen studiere, die notwendig sein könnten, um Deutschland die Aufnahme einer auswärtigen Anleihe zu gestatten. Auch jene Bedingungen sollen nicht ausgenommen sein, die sich auf die allgemeine Wiederherstellung des Kredits Deutsch- landsim Ausland beziehen. Jede Antersuchung, welche das Anleihekomitee in der Lage wäre zu geben, ohne natürlich die Verantwortlichkeit der Reparationskommission festzulegen, wäre außerordentlich wertvoll.
Oben erwähnte Entscheidung wurde mit Stimmenmehrheit gefaßt. Der englische, italienische und belgische Delegierte stimmten dafür, der französische dagegen. Der offiziöse amerikanische Delegierte drückte seine persönliche Uebereinstimmung mit dem Beschluß der Mehrheit aus. Indem Delasteyrie diese Mitteilung machte, erklärte er, daß der Präsident der Reparationskommission Leon Dubois, nachdem er seinem Bedauern Ausdruck gegeben hatte, daß er sich der Anschauung seiner Kollegen nicht anschließen könne, weil ein tieferes Studium der Frage ihn dazu zwinge, JBÉtéL-aMacifeaJât LLjââ
Sitzung ansgedrückt hatte, Hin- zufügks, daß der Beschluß der Reparakions- fommiffton, obwohl er nur mit Stimmenmehrheit gefaßt wurde, vollkommen gültig sei und daß das Komitee den gefaßten Beschluß benützen könne, um sein Studium in einem erweiterten Rahmen fortzusetzen. Dubois sei übrigens überzeugt, daß das Komitee sein Studium mit aller notwendigen Diskretion forksetzen werde."
Der französische SiaaSpuaKi.
Paris, 8. Juni. Frankreich hat durch die offen zutage getretene Isolierung einen schweren Schlag erhalten. Besonders die Tatsache, daß Belgien diesmal die Gefolgschaft nicht leistete, hat die französische Oesfentlichkeit sehr betroffen. Heute morgen versuchen die Blätter, jeden alls auf einen Wink von oben, die gestrige Entscheidung der Reparationskommission in Frage zu stellen, indem sie anführen, daß alle Beschlüsse der Reparationskommission gemäß dem Friedensvertrag von Versailles einstimmig gefaßt werden müßten, um wirksam zu werden" Diese Behauptung entbehrt aber der Grundlage, weil gestern der Präsident der Reparationskommission erklärt hat, daß der gefaßte Entscheid, obwohl er nur mit Mehrheit und nicht- einstimmig gefaßt fei. trotzdem Gültigkeit habe. Es wird aber jetzt darauf hingewiesen, daß durch den Entscheid von gestern nach französischer Ansicht die ganze Frage des 31. Mai inbegriffen die Sanktionsfrage, wieder aufgeworfen werde. Der „Petit Parifien" führt aus, wenn man eÄläre, daß eine deutsche Außenanleihe nur durch eine Herabsetzung der Reparationsschuld möglich sei, so bedeute das öffentlich zu erklären, daß ein Finanzausschuß, dessen Autorität nicht angezweifelt werden könne, die Meinung ausspricht, der Vertrag von Versailles habe Deutschland zu schwere L a st e n auferlegt. Das bedeute weiter, Deutschland darin zu ermutigen, sich den Bestimmungen des Versailler Vertrages zu entziehen, indem es sich auf diese Erklärung der internationalen Bankiers stützt. Das Blatt weist darauf hin, daß die Isolierung Frankreichs nicht zu tragisch genommen werden dürfe, da die Alliierten Frankreich sicherlich nicht zumute» werden, die deutschen Reparationen herabzusetzen ohne daß auch zu Gunsten Frankreichs die interalliierten Anleihelasten eine Ermäßigung erfahren. — Der „Matin" schreibt heute morgen: Wenn man von Frankreich einen neuen Rabatt verlangen will, so muß man zu verstehen geben, daß auch seine eigenen Schulden gegenüber Amerika und England herabgesetzt werden müssen. Das ist aber nicht der Fall. Dazu kommt noch, daß Frankreich gegenwärtig die Frage der interalliierten Schulden nicht aufwerfen kann. Frankreich weiß sehr wohl, daß vor den amerikaniicken Wahlen im
Oktober die Regierung nur mit einer formellen Erklärung antworten würde. — In gleicher Weise schreibt das „Echo de Paris". In Wirklichkeit liege die Lösung der Anleihefrage nicht in Paris sondern in Newyork.
Ei« Druck auf Frankreich.
Paris, 8. 3uni. Das Anleihekomitee ist gestern nachmittag noch zusammengetreten, um von der Antwort der Reparationskommission Kenntnis zu nehmen: das Komitee ist in eine Prüfung des Textes eingetreten, die noch nicht zu Ende geführt worden ist. Von einigen Mitgliedern des Anlsihekomikees wurden Bedenken in der Richtung erhoben, daß die französische Regierung dem Beschluß der Reparationskom- mission ihre Unterschrift verweigert hat. Die Verhandlungen sollen am Donnerstag fortgesetzt und abgeschlossen werden. — Gestern abend fand ein sehr lebhafter Meinungsaustausch statt. Es verlautet, daß vor allem Morgan auf eine Aufhebung des französischen Widerstandes drängt. Er soll damit gedroht haben, daß wenn man von Seiten Frankreichs kein Entgegenkommen bekunde, Amerika die Mittel in der Hand habe, um von Frankreich die Rück- erstattung der während des Krieges aufgenommenen Anleihen zu verlangen.
Poinearö über das AnleiheprojeKt.
Paris, 7. Juni. Der Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten trat unter dem Vorsitz von Doumergue zusammen, um den Bericht des Ministerpräsidenten Poincarè entgegenzunehmen. Poincarë sprach die Hoffnung aus, daß die Verhandlungen über die internationale Anleihe fortgesetzt würden, we.nn auch die Ergebnisse noch nicht in der nächsten Zeit erwartet werden könnten. Bis die Zahlungen in Gold durch mess Anleihe in genügendem Maße ermöglicht würden. möge die französische Industrie sich mit den Sachlieferungen abfinden. Der Ministerpräsident bestätigte und erläuterte, was er vor der Kammertribüne bezüglich der Sanktionen gesagt habe. Ob man Sa nktionen anwenden wolle oder nicht, jedenfalls sei alles vorbereitet, um Sanktionen verschiedener Art an dem Tage ergreifen zu können, an dem die Reparationskommission eine Verfehlung Deutschland s f e st st e l l e. Er (Poincarë) habe in der Kammer' gesagt, daß er niemals das Wort Ruhr ausgesprochen habe.
Mehrere Mitglieder der Kommission brachten die Ansicht zum Ausdruck, daß es andere, bestimmtere llnd wirksamere Sanktionen gäbe, über die das französische Publikum vielleicht weniger aufgeklärt sei als das deutsche.
Poincarë erklärte weiter, man dürfe nicht glauben, daß die Alliierten eine weniger wachsame Aufsicht über die U m t r i e b e d e s militari st ischenDeutsch land wünschten als Frankreich. Die Franzosen seien zum Beispiel nicht die Eifrigsten bei der Forderung der Aufsicht über das Flugwesen gewesen.
Von den drei Zahlungsmöglichkeiten, die Deutschland gegenwärtig hat (ausländische Devisen aus bem deutschen Exportüberschuß oder aus den auswärtigen Kapitalsanlagen Deutschlands, internationale Anleihen und Sachlicfe- rungen) scheine man gegenwärtig nur die dritte in Erwägung ziehen zu können, wenn man ein sofortiges und greifbares Resultat erzielen wolle. Er behaupte nicht, daß die internationale Anleihe unmöglich sei, im Gegenteil, diese Anleihe befinde sich durchaus im Einklänge mit den Rechten und Interessen Frankreichs, mit den Bestimmungen des Friedensvertrages und mit dem Zahlungsplans. Der Art. 248 des Versailler Vertrages gestatte dem Wiedergutmachungsausschusse, dieser Anleihe wie allen anderen wirksamen Zahlungsarten zuzustim- mcn. Es sei selbstverständlich, daß der Wiedergutmachungsausschuß keine weitere Initiative bei der Feststellung dieser Anleihe habe und haben werde und daß die französische Regierung immer die Bedingung stellen werde, daß die Anleihe keine weitere Verminderung der französischen Forderung nach sichziehe. Ferner habe die französische Regierung der französischen Delegation genaue Weisungen erteilt, die von den Alliierten geforderte Kontrolle über die deutschen Finanzen sowie den Geldumlauf auszu- ühren, welcher Kontrolle auch Deutschland zuge- timmt habe.
' Poincarë beantwortete außerdem noch einzelne Fragen, die ihm von den Mitgliedern des Ausschusses hinsichtlich der kleinen Entente und der mit den Staaten Mitteleuropas abgeschlossenen Abkommen vorgelegt worden sind. — Er übermittelte sodann Nackrickten über die Ereig
nisse in Damaskus und über die Stimmung in der muselmanischen Welt.
Zur Uebergabe Oberschlestens.
Oppeln, 8. Juni. Wie Lis' „Oppelner Zeitung* zuverlässig erfährt, wird die Unterzeichnung der Uebergabebestimmungen wahrscheinlich am Dienstag nächste Woche erfolgen, woraüst sofort die Bekanntgabe durch die I. A. K. erfolgt und dann die im Friedensvertrag vorgesehenen Fristen für die Räumung Oberschlesiens zu laufen beginnen. Die Polen waren für die Unterzeichnung bereits am Freitag und für die Bekanntmachung am Samstag dieser Woche.
Die ehemalige deutsche Armee als Muster.
Madrid, 8. Juni. Eine Rede des Königs Dort Spanien, in der er für die spanische Armee das Beispiel der deutschen Armee angerufen hat, hat in Madrid großes Erstaunen hervorgerufen. In der spanischen Kammer wird erklärt, daß die schwerwiegenden Worte des Königs eine ernste politische Debatte zur Folge haben könnten. Der spanische König hatte in seiner Rede ousgeführt, daß, trotzdem Deutschland im Kriege unterlegen sei, er für seine eigene Armee nur die deutsche, zum Beispiel nehmen könne und daß er vor allem darauf dringe, in
der spanischen Armee die v o r b i l d l i deutsche Disziplin einzuführen.
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Die Tagung -er Gewerkvereine, gespalten am Achtstundentag.
Berlin, 7. Juni. In der heutigen Tagung bei Gewerktzereine nahm der VerbandStag zur Arbeitslos enversichcrungkfrage eine Entschließung an, in der die möglichst baldige gesetzliche Regelung der Arbeitslosenversicherung gefordert, der veröffent- Uchte Referentenentwurf trotz mancher Mängel al« ge- eignete Muuöiag- für eine solche AegAuu« ^-,eMch und verlangt wird, daß die Arbeitllosenverficherung auf möglichst weite Kreise, insbesondere auch auf die Hausangestellten, Seeleute, die Landwirtschaft und auf die nicht ständig beschäftigten Arbeiter ausgedehnt wird. Er wurden sodann organisatorische Fragen erledigt, der Geschäfttbericht entgegenge- Mm men und schließlich die Aussprache über den A ch t« stundentag zu Ende geführt. Hierzu wurde ein« Entschließung angenommen, in der grundsätzlich an dem Achtstundentag fc st gehalten wird. Die Vertret« deS liiewerkschaftSringes in den Parlamenten werden ersucht, dahin zu wirken, daß die Festlegung der in dem Gesetzentwurf über die Arbeitszeit gewerblich« Arbeiter vorgesehenen Ausnahmen nicht gesetzlich, sondern im Wege einer tariflichen Regelung zwischen den Organisationen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfolgt.
Unter lebhafter Zustimmung der Versammlung gelangte dann eine Entschließung zur Annahme, in der der Berbanbitag allen in den von Deutschland »bgo trennten Gebicn und im besetzten Gebiet wohnender Verpantsloflege» die lebhafte Synipathie «ussprichl and mit Nachdruck betont, daß er diesen KoUegci Treue bewahren wird. Zur Frage der Schaffung eines Einheittzverbandes stellt der VerbandStag sich aus dcn Standpunkt, daß int Hinblick auf die immer stärkere Konzentration der Unternehmerschaft ein festerer Zusammenschluß beruf-verwandter Gewerk, vereine zur wirksamen Vertretung der Arbeitnehmer berechtigt ie..
Für ein Kabinett Stillt in Italien.
Rom, 8. Juni. Auf Vorschlag ihres Führers Don Sturzo beschloß die Partei der Popolari, mit den Sozialisten eine Koalition einzugehen, falls die sozialistische Partei sich bereit zeigt, direkt an der Regierung teilzunehmen. Damit wird für den kommenden Herbst eine neue parlamentarische Lage vorbereitet. Als Vertrauens- mann der Koalition gilt Nitti.
Polttische Tagesberichte.
— Die deutsche Studentenschaft und der Ar» schlußgedanke. ' Während der Pfingstfeiertage fand in Salzburg ein deutscher Burschenschaftstag statt. Bei einem Umzug durch die Straßen der Stadt wurde eine Anschlußfahne vorangetragen, die die Farben der österreichischen Re. publik rot-weih-rot, die Farben des deutscher Reiches schwarz-weiß-rot und die Farben bei Burschenschafter schwarz-rot-gold aufwies.
— biapellauf eines neuen Lloyddampfers. Auf der Werft der Aktiengesellschaft Weser fand gestern nachmittag in Gegenwart tausender von Zuschauern der Stapelleluf des vom Nord- deutschen Lloyd erbauten 9000 Tonnen Personen- und Frachtdampfers „Weser" statt, dessen Taufe der frühere Lloyd-Direktor Leist vollzog. Der für etwa 100 Passagiere und für Beförde- rung großer Frachtmengen eingerichteter Dampfer wird am 9. November in den Ostasien- dienst eingestellt. Damit wird der Passagier- dienst des Norddeutschen Lloyd nach den Häfer des fernen Ostens wieder eröffnet.
(Weiters Volitiicke Nackrickten Seite &)