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Hanauer S Anzeiger

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Nr. 115

Mittwoch den 17. Mai

1922

Ablage -er Amerikaner

Autzlaud soll versuchen, sich selbst aufzurichleu

steiler.

3m Abbau.

Trübe Aussichten für Laag.

TschUscheri« als Frage-

Die Konferenz von Genua ist enbgültig im Abbau begriffen, und es ist nur noch eine Frage MN wenigen Tagen, wann er voll durchgeführ! wird. Hatte man Anfang der Woche mit dem Konferenzschluß für heute oder morgen gerech­net, so darf man heute sagen, daß das Ende der Woche erreicht werden dürfte. Fest steht, daß der Mau von allen erstrebt wird, auch von feiten Lloyd Georges. Wenn es bisher eine Art von Erfolg für ihn war daß es gelang, die Kon­ferenz über die ständigen Krisen hinweg weiter zu führen so wird jetzt umgekehrt der beste Erfolg für ihn sein, wenn es tatsächlich sehr bald zu der geplanten Schlußsitzung kommt, denn ein greifbares Ergebnis ist ihm nicht mehr beschieden.

In einer gestern stattgefundenen Sitzung der fünf einladenden Mächte ist das Programm der letzten Tage der Konferenz beraten worden und sie haben schnell aufgeräumt Noch in der vorigen Woche war heftig darum gekämpft wor­den, ob die litauische und ostgalizische Grenz- frage, die ungarischen Beschwerden über die Vergewaltigung der Minoritäten und die bul­garischen Wünsche nach einem Zugang zum Meere auf der Konferenz behandelt werden sollten. Damals hatte Lloyd George gegen den französischen Widerspruch durchgesetzt, daß alle diese Dinge einer Subkommffsion überwiesen Än. Gestern hat er es preisgegeben. Man empfiehlt den petitionierenden Mächten das be­liebte Mittel der Denkschrift, um ihre Wünsche zu begründen. Man empfiehlt dem Völkerbund ein freundliches Studium und man empfiehlt den Regierungen eine fteundliche Aufmerksam- keü für den Völkerbund. Das ist alles. Vor allem die Idee des allgemeinen Friedenspaktes, auch in einer provisorischen Form, ist ver- schoben. Lloyd George hilft sich mit einem Witz darüber hinweg, man solle den Pakt der nona- gression zuerst für die Tafel der Konferenz er­richten.

Nunmehr bleibt noch die russische ^rage übrig, in der eine Einigung nur sehr chwer zu erzielen sein dürste. In der gestrigen Atzung der politischen Unterkommission konnte rine Entscheidung nicht getroffen werden und ab sie heute erreicht wird, ist noch sehr zweifel­haft. Dazu kommt, daß Amerika die Teilnahme an der Haager Sachverständigenkonferenz abgesagt hat, worüber natürlich Frank­reich sehr erfreut ist, da es in dieser Ablehnung eine Bestätigung des Miß- Bauens, das Frankreich gegenüber den Sowjets von vornherein bekundete, erblickt. Diese Ablehnung wird bei der heutigen Be­sprechung sicherlich eine große Rolle spielen, so­daß es nicht ausgeschlossen ist, daß Frankreich schließlich zum Schluß noch eine Ueberraschung beschert.

Amerikas Ablehnung.

London, 17. Mai. Die Regierung der Ver- rmigten Staaten hat, wie ein Reutertele- gramm aus Washington meldet, die Einladung an der Konferenz von Genua abgelehnt. Im venal war Borah gegen die Teilnahme, ver­engte aber in seinem Antrag die Anerkennung ^ußlands. Senator Hitchcock sprach für die Zunahme. Nach der Senatsdebatte fand ein ^ilnisterrat statt. In der Sitzung erklärte sich Harding ganz entschieden gegen eine Teil­nahme mit der Begründung, daß die Ver- unlgten Staaten mit den russischen Angelegen- yeuen nichts zu tun hätten, solange Rußland oie Gesetze der Zivilisation nicht angenommen yabe Nach kurzer Beratung beschloß das slaotsdepartement, die Einladung abzulehnen.

einer Note an die Konferenz von Genua erklärt die amerikanische Regierung, daß sie wrmer den Wunsch hatte, ihre Mithilfe jeder

zu lechen, die die wirtschaftlichen Bedürf- Use prüfe. Amerika wünscht auch heute seine Kundschaft für das russische Volk zu beweisen, wo hch das lebhafte Interesse für das, was sich M die Wiederaufrichtung des wirtschaftlichen Lebens in Rußland bezieht. Das amerikanische «lllk hat die greifbarsten Beweise dieses Jn- eresses gegeben, und nur schweren Herzens sonne die amerikanische Regierung sich enthal­tn, Rußland tätige Hilfe zu bringen. Nach E'"er reiflichen Prüfung aller Verhältnisse könne jedoch die amerikanische Regierung die Kon- lerenz im Haag nicht beschicken, denn diese Kon- «erenZ scheine unter einer neuen Benennung

doch nur eine Fortsetzung der Konferenz Genua zu sein. Es scheine, daß auch die : Konferenz sich vor den gleichen Schwierig!! befinden werde, wie die alte, solange die in dem Memorandum für die Russen enthaltenen Bestimmungen nicht eine Aenderung erfahren.

Die amerikanische Note erklärt dann, daß die unabweisbaren Forderungen Herstellung der wirtschaftlichen Vc Rußland die sein müssen, daß Rußland zu­nächst einmal versuche, sich selbst wieder auf die Höhe zu bringen. Solange die amerikanische Regierung sehe, daß die Be­dingungen richtig seien, sei sie immer bereit, mit den anderen Regierungen, die ihr die Ein­ladung für Haag zukommen ließen, zusammen­zuarbeiten, um Rußland wieder aufzuhelfen und um diesem Lande die Heilmittel zu stellen, die unbedingt angewendet werden müßen. Nur eine derartige gründliche Untersuchung würde diejenigen Bedingungen, die für die Wieder­herstellung der Produktion in Rußland erfor­derlich sind festsetzen können, aber ohne eine solche vorherige Untersuchung scheint es, daß jede Grundlage für die Gewährung eines Kre­dites an Rußland fehlt. Die amerikanische Re­gierung sei immer mehr bereit, ihre Aufmerk­samkeit allen Vorschlägen zuzuwenden, die von der Konferenz ausgehen, wie sie auch allen An­regungen späterer Konferenzen ihre Aufmerk­samkeit zuwenden wolle, aber die jetzige An­regung, die augenscheinliöh auf dem russischen

von neue 'eiten

ur Wieder- ältnisse in

mache eine Mitwirkung!

gierung für die Vorschläge unmöglich

Nach der englischen und itaiienif fassung läßt die amerikanische Note . ____ zu weiteren Verhandlungen offen. Die Mächte werden eine ausführliche Antwort erteilen. In­zwischen erwartet man auch eine russische Note. Frankreich und die AnUvorl Amerikas

Paris, 17. Mai. Das Ereignis des Tages ist die amerikanische Weigerung, an der Studien­kommission im Haag teilzunehmen. Die Pariser Blätter sehen darin eine Bestätigung des Miß­trauens, das Frankreich gegenüber den Sowjets bekundete und eine Rechtfertigung der franzö­sischen Haltung auf der Konferenz von Genua. Die amerikanische Weigerung wird als aus­schlaggebendes Urteil in der Bewertung der Sowjets ausgelegt, deren Polstik nach der Wei­gerung durch Amerika man als erledigt betrach­ten kann. Auch Lloyd George werbe nach feinem erneuten Mißerfolg gezwungen sein, feine russische Sympathie abzulegen und sich Frankreich und Amerika anzuschließgn. So lau­ten die Kommentare, die man erwartet hat. Als unmittelbaren Grund zitieren die französischen Blätter einstimmig die Resultatlosigkeit der Konferenz von Genua, die alle Hoffnungen auf

schen Delegation die Beschlüsse der anderen in der liniertommiffion vertretenen Mächte be­kannt zu geben. Der Inhalt des gestern ver- öffentlichten Dokuments wurde verlesen. Hierauf stellte Tschitscherin eine Reihe von Fragen über die verschiedenen Klauseln, um sich über ihre Tragweite Klarheit zu verschaffen.

Er fragte u. a., warum Deutschland von der Sachverständigenkommission ausge­schlossen sei. Antwort: Weil Deutschland be­reits einen Vertrag mit Rußland abgeschlosien habe.

Tschitscherin fragte ferner, welche Macht mit der Sowjetregierung bezüglich des abzuschlie­ßenden Abkommens in Verbindung treten werde. Antwort: Diese Angelegenheit werde von der in Aussicht genommen Kommission übernommen werben.

Tschitscherin fragte hierauf, wie es mit der cksjure-AnerkennungderSowjetregie­rung stehe. Es wurde erwidert, dies sei die An­gelegenheit der einzelnen Regierungen, sobald die Arbeiten der verschiedenen Kommissionen abgeschlossen feien.

Tschitscherin fragte, ob alle Mächte durch die Mehrheitsbeschlüsse gebunden sein würden. Ant­wort: Hierüber werden die Kommissionen zu entscheiden haben.

Tschitscherin fragte, warum der Haager Versammlungsort für die Kommissionen ge­wählt worden sei. Antwort: Man sei bereit, andere Vorschläge entgegenzunehmen.

Tschitscherin fragte, ob der Burgfriede nur während der Arbeiten der geplanten Kom­mission dauern würde oder bis die Grenzen endgültig festgesetzt seien. Anwort: Diese Ange­legenheit könne diskutiert werden.

T^itscherin fragte, ob in Genua ein Schrift­stück b li des Vorfriedens oder ein

der Amerikaner eine Erklärung abgeben, daß sich die amerikanischen Banken nur bann at einer Anleihe für Deutschland betet ligen könnten, wenn die Alliierten die bündig, Erklärung abgüben. baß sie in Zuku uf' kein weiteres deutsches Gebiet be­setzen würden. Morgan erklärte, die gegen- wärfiae Lage des Geldmarktes in den Vereinig­ten Staaten sei einer Aufnahme der deutsch« Anleihe sehr günstig. Wenn die nötigen Garan- kieu gegeben würden, sei ein Erfolg sehr wahr­scheinlich. DieTimes" befürchten, baß bei den

Beratungen der Bankiers das ganze Repara- tionsproblem

au!

erfolgversprechenden Verhandlungen singeleitel werden könnten, ohne die endgültigen Verpflich­tungen Deutschlands festzulegen und alle damit im Zusammenhang stehenden Fragen geregelt werden würden.

Gegen die Kriegsschuld-Schmach-

Rom, 17. Mai. Ein Neffe Crispis, des ehe» maligen italienischen Abgeordneten, der Depu­tierte PalamenghiCrifpis, der währen­der neutralen Periode die unparteiische Zeitung Concordia" herausgab, veröffentlicht ein Buch über die Kriegsschuld, worin nachgewiesen wird, daß Deutschland den Krieg nicht wollte, sondern durch die Einkreisungspolitik der anderen Mächte mit hineingerissen wurde, die Deutsch­lands Entwicklung vernichten wollten. Der Der- satller Vertrag sei daher ein Unrecht und eine ungerechte Schmach. Die Schuldfrage müsse einem neutralen Gerichtshof unterbreitet werden.

(Wieder ein Ausländer mehr, der seine Stimme erhebt, um für die deutsche Unschuld einzutreten. Die Wahrheit beginnt sich draußen zu regen nur unsere eigenen Volksgenossen, zur Schande sei's ge­sagt, glauben immer und immer wieder von

DieLiberte" schreibt: Die Weigerung der Vereinigten Staaten ist ein wichtiges Er­eignis, dessen Folgen vorauszusehen sind. Sie bedeutet einen neuen Mißerfolg für das Pre­stige Lloyd Georges und das umsomehr, well die Weigerung in einem Augenblick erfolgte, der englische Premierminister nach Lo reisen will, um vor der Oeffentlichkeit und dem Parlament Rechnung abzulegen. Durch das amerikanische Fernbleiben steht der Konferenz von Haag ein Mißerfolg bevor, gerade so gut, wie man dies von der Konferenz von Genua voraussehen konnte, als Amerika seine Mitwir-

wo

London

kung verweigerte. Es kann also keine Illusionen mehr geben.

DerTemp s" sieht für den Zusammen­bruch der Sowjet-Politik folgenden Beweis an: Die amerikanische Regierung hat gestern be­kannt gegeben, daß sie an der Haager Kon­ferenz, der Fortsetzung der Konferenz von Genua, nicht teilnehmen wird. Diese Weige­rung ist von großer Bedeutung. Weshalb ver­handeln die Sowjets mit den fremden Staaten? Weil sie sehr rasch viel Geld gebrauchen. Wie dieses Geld finden? Man kann es nur finden mit Hilfe von Amerika. Wenn sich nun die Vereinigten Staaten abseits halten, haben die Bolschewisten keine Veranlassung mehr zu wei­teren Verhandlungen und die ganze Kombi­nation stürzt zusammen. Das ist das richtige Wort der gegenwärtigen Lage.

Tschitscherin als Fragesteller.

Genua, 16. Mai. Heute vormittag trat die Unterkommission der ersten Kommission unter dem Vorsitz de Factas zusammen, um der russi­

würde. Antwort

Tschitscherin kam sodann auf die Lage in Ostsibirien zu sprechen. Es entspann sich eine lebhafte Debatte zwischen Tschitscherin und Ishii, in die Lloyd George schließlich eingriff, indem er bemerkte, es würde gut feilt, wenn der Vorfriedenspakt bereits in der gegenwärti­gen Sitzung zur Anwendung käme. Hierauf sagte Tschstscherin, es seien 24 Stunden erfor­derlich, um der russischen Delegation Gelegen­heit zu geben, die Vorschläge sorgfältig zu prüfen. Dieses Ersuchen wurde genehmigt. Hierauf wurde die Sitzung der Unterkommission auf morgen vormittag vertagt.

Dr. Köster reist «ach Genua.

Bafel, 16. Mai. Wie der Genueser Korres­pondent derNationalzeitung' habe Reichskanzler Dr. Wirth j für heute geplant war, uerfd deutsche Innenminister Dr. Kc

j" wissen will, itrff) seine Abreise, die

da der

. , . , _ . . sein Ein­

treffen angekündigt habe, um sowohl mit der Entente als auch mit den Sowjets in einer

Angelegenheit Fühlung zu nehmen, die als die erste durch den russisch-deutschen Vertrag her­vorgerufene innerpolitischo Komplikation anzu­sehen ist. Es handelt sich offenbar um die von der Entente gewünschte Maßnahme zur Ver­hinderung bolschewistischer Propagandastellen in Deutschland.

Prefseempsaug bei Dr. Kermes.

Paris, 16. Mai. Reichsfinanzmmister Dr. Hermes hat gestern abend die deutschen Presse­vertreter in Paris überfeine bisherige Tätigkeit unterrichtet und bestätigt, daß seit Samstag private Besprechungen mit einigen Mitgliedern der Reparationskommission stattgefunden haben aber lediglich eine Fühlungnahme bezweckten und die eigentlichen Verhandlungen mit der Kommission bis jetzt noch nicht erfolgt seien. Zu dem Besuche bei dem englischen, italienischen und belgischen Delegierten von vorgestern ist nur noch nachzuholen, daß bei der Unterredung mit dem Belgier auch der zweite belgische Dele­gierte, Bemelmann, anwesend war, der durch seine Berliner Verhandlungen bekannt gewor­den ist. Ueber den Inhalt der gestern dem Prä- ftbenten Dubois unterbreiteten deutschen Vor­schläge, über die Dubois inzwischen mit dem Ministerpräsidenten PoincarL Besprechungen geführt hat, erklärte Minister Dr. Hermes, daß sie hauptsächlich auf die jetzige Umgestaltung des Reichshaushalts sowie die Zwangsanleihe Be­zug genommen haben. Die einzelnen Bespre- chungen mit den Delegierten der Reparations­kommission werden in den kommenden Tagen noch fortgesetzt werden.

Morgans Anleihe-Bedingungen.

agen.

diesem Schweigen System liegt, um zu verhindern, daß die Massen des Volkes zu der Erkenntnis kommen, daß das alte Reich feine vaterländische Pflicht erfüllt hat. Dennoch die Wahrheit marschiert! Wir werden auf das oben er­wähnte Buch, sobald es uns vorliegt, noch näher zurückkommen. D. Red.)

"Gründliche und scharfe Dressur" der Deutschen.

Die Posener ZeitungGazeta Powczechna* bringt einen Leitartikel, der u. a. wörtlich fol­gende Sätze enthält:Weder in England noch in Amerika noch in Italien gibt man sich dar. über Rechenschaft, daß der einzige Ausgang aus der bedrohlichen Lage Europas die sofortige Besetzung Deutschlands durch Frankreich und Polen für mindestens zehn Jahre ist. Die ganze Welt muß begreifen, daß es notwendig ist, die heutige Generation der Deutschen einer gründlichen und scharfen Dressur zu unterziehen. Wenn man die Notwendigkeit einer solchen Lösung des Problems nicht be­greift, werden keinerleiFetzen Papier" unb seine Konferenzen imstande sein, das alte Eu­ropa vor den weiteren Folgen der Verschwö­rung der Banditen zu retten. Unter den obwal­tenden Umständen ist die Versicherung, daß ein Kriög unmöglich sei und daß die Deutschen durch ihre Provokationen (!) ewiglich den festeren Zu­sammenschluß Englands und Frankreichs her­beigeführt hätten, entweder grenzenlos naiv oder grenzenlos dumm."

Die amerik- .ifche Anleihe für Jugo­slawien. Aus Belgrad wird gemeldet: Vor­gestern hat der Finanzminister wegen der Aus­ländsanleihen mit amerikanischen Finanzleuten den ganzen Tag über verhandelt. Abends war eine Einigung über die finanziellen Fragen erzielt und die amerikanische Bedingungen von der Regierung angenommen worden. Es

blieb

der Msen-

bahnen in Jugoslawien zu besprechen. 2er Ministerrat tagte bis Mitternacht. Die finan­ziellen Bedingungen sind, wie bereits gemeldet, 7% Prozent Verzinsung. Die Unterschrift des allgemeinen Vertrages erfolgte gestern. Ueber die Verhandlungen von Fium wurde ebenfalle beraten. Diese Verhandlungen, die in Genus erfolgten, stehen vor ihrem Abschluß. Der Hafen Baros bleibt jugoslawisch, wird jedoch gemeinsam mit dem Fiumer Siaat verwaltet werden. Ueber die Räumung der letzten non italienischen Truppen besetzten Gebiete würd« gleichfalls eine Einigung erzielt.

Italiens russische Handelspolitik. Bezüg­lich des italienisch-russischen Handelsvertrages erklärte Außenminister Schanzer, Italien ver­handele mit Rußland nur über einen reinen Handelsvertrag, wie er auch schon zwischen Rußland und Schweden bestehe und zwar unter

Paris, 17. 2Uai. Auf der für den 23. Mai

in Brüssel angesehen Konferenz der Bankiers .uyianü unu öo/uteveu vejm;e uhu öluul ui uw aus den alliierten Ländern, aus Deutschland, Beobachtung der von den Mächten ausgestellten Holland und Amerika wird Morgan, als .Führer Vorbehalts.