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Hanauer Ä Anzeiger

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General-Anzeiger

Triilllungsort und Gerichtsstand für beide Teile Sanou a. M. Im Fall« böberer Gewalt bat der Bezieber keinen Anspruch auf Lieierung oder Nach-

«»lllches Orga« für Siaöt- und Landkreis Sanou Ä£äS^^^^

Erscheint iägNch Ausnahme der Sonn- und Feiertags

wird keine Gewähr geleistet.

Sir» 114

Dieusiag den 16» Mai

1922

Das Neueste.

Gestern nachmittag bat in Genf die Unier- Mnung des deutsch-polnischen Vertrages statt- pfunden.

. Die politische Unterkommiiiion in Genua «ild beute eine Sitzung abbalten, in der der rufst» fH«n Delegation die Zustimmung zu der Writer- Kbandlung her Russenfrage im Haag «mvlobten «erden wird. .

Es ist als sicher anzunebmen. da« Amerika en den Sackverktändigenberatungsn im Haag teil» «imen wird.

In London wird angenommen, das Lloyd Keorge am Freitag von Genua abreisen und nach Sondon »urückkebren wird.

Rach einer Meldung aus London soll wabr- ILrinlich noch im Laufe dieser Woche eine Äonfe« rem über di« irisch« Frage siattnnd«n, um endlich einen dauernden Frieden,,»stand mit Irland ,u neteben.

Ueber den Unterzeichnungsakt liegt folgende B'Lunq vor:

Genf, 15. Mai. Heute Nachmittag fand im Sekretariat des Völkerbundes die Unterzeich­nung des deutsch-polnischen Vertrages statt, bei der Präsident C a l o n d e r eine längere An­sprache hielt, in der er seine Genugtuung über das nach Beseitigung unendlicher Schwierigkei­ten vollendete Werk Ausdruck verlieh und auch Oberschlesiens warm gedachte. Ferner sprach er noch mit gleicher Wärme vom Völkerbünde, der ihm alle Möglichkeiten zur Erleichterung schweren Aufgabe gewährt habe.

der

Hierauf ergriff

Reichsmivificr a. D. Schiffer

das Wort. Er dankte zunächst dem Präsidenten und feinen Mitarbeitern für ihre wertvolle Hilfe, um folgendermaßen forizufahren:

Auch ich bekenne mich mit bem Präsidenten der

Ünkerzeichnung des -eulsch-poln. Vertrages.

Fortbestand der Rechtsverwahrung.

. Oberschlesien wird in absehbarer Zeit auf» hören, Gegenstand der Außenpolitik zu sein. Jahrelang hat das europäische Mächtekonzert Sie für uns so traurige oberschlesische Melodie gespielt und schließlich im Oktober vorigen Jah­res das Thema zu einem gewaltsamen Abschluß gebracht. Aber mit jenem Raubakt, den. der Oberste Rat unter Beihilfe des Völkerbunds- raths nornahm und an dem auch die heuchleri­sche» Schalmeien von internationaler Gerechtig­keit nichts milderten, waren die grausamen, über

Wohl stehe ich rückhaltlos zu meinem Volke und fühle mich überall und immer als Deutscher und jetzt in der Zeit unseres Unglücks mehr als je. Aber mit der ien Volkstum ist es durchaus ver- __... . . 'ebörigkeit zu der großen Mensch­heitsfamilie nicht zu vergeben. Die Zeit ist gekom­men, um die Brücke zwischen den Völkern neu zu schlagen, die der Krieg zerstört hat. Wie der Ein­zelne seine Ideale paaren muß mit sozialem Empfin­den, so muß auch jedes Volk unbeschadet seiner natio­nalen Eigenart und des Volksstolzes auf feine Eigen­arten sie ergänzen durch internationale Beziehungen und Vsrbüidungeii. Wir verstehen aber, Herr Prä­sident, Ihre Befriedigung. Aber während sie unge­trübt und vollkommen ist, darf die unsere es nicht sein und kann es nicht fein. Es wäre unmännlich und unwürdig, das nicht an diesem Orte und in die­ser Stunde offen und frei auszufprechen. Auf uns lastet det Anlaß.derzu diesem Vertrag geführt hat. Sie haben selbst die obsrschlssifche Frage soeben als eine der schlimmsten Fragen be« eichnet, die der Vertrag von Versailles ausgeworfen

Treue zum eh träglich, der <

MPng, ehe Deutschland- und Polen unter neu» ralem Vorsitz sich über die künftigen wirtschaft» schen und nationalen Beziehung^ indsrgsrifsenen Gebietsteile einix

en

Irundet sei. In einer Besprechung, die er heute morgen mit dem Führer der russischen Abordnung hatte, hätte er Punkte des Schrei- >eng widerlegt. Schanzer fügte hinzu, er habe Tschitscherin bewiesen, daß die Rusten keines­falls von den Beratungen ausgeschlossen feien und zwei Kommifsionen eingefetzt werden sollen, eine der alliierten und neutralen Mächte, die andere Kommission der Russen. Selbe Komwis- tonen würden gleichzeitig tagen und eine voll­kommene Parität herstân. Das Projekts für Mit provisorischen Burgfriedensvertrag schränke ne Souveränität der Sowjetregierung nicht ein, renn alle Mächte, die den Vertrag unterschrie­ben, würden vollkommen gleichmäßig behandelt werden. Was das Verbot für die Sowjetregie­rung anlange, Separatabkommen mit anderen Mächten abzuschließen, hätte er Tschit­scherin bargefegt, daß das nicht in her Absicht der einladenden Mächte liegt. Nur die Möchte, die die Note an die Rusten unterzeichnen wür­den. sollten gebunden sein, keine Verträge ab* zuschließen. Die Sowjetregierung soll v o l l - kammeneFreiheit haben, über solche Ver­träge zu Derbanbeht Er hätte den Rusten die Behauptung widerlegt, als ob sie auch ferner von den Beratungen ausgeschlossen wären, die zur Ausarbeitung des Projekts der Mächte ge­führt hätten. Man habe nur über die Antwort ür die russische Delegation beraten und habe nicht gewußt, daß die Russen an der Slusarbei- tung dieser Antwort Mitarbeiten wollen. Eine Einberufung der politischen Kommission, die Tschitscherin gefordert hätts, könne nicht zuge- ftanben werden. Es handle sich dabei um, eine innere Frage der Kommission. Die Sowjetver­treter allein wären nicht imstande hierauf einen entscheidenden Einfluß auszuüben. Am Schlüsse feiner Reds regte Schanzer am ohne

wft eine ungeteilte und gemischte Kommifsiost pvrgeschlagen. Wir fürchten, daß das» was man etzt mit den getrennten Kommissionen machen will, einen schlechten Erfolg haben wird. Man wird aneinander vorbeireden, sich mit Noten bombardieren, also eine Methode beibehalten, die sich in Genua als unfruchtbar erwiesen hat. Wir fürchten, daß diese Methode dazu eher dient, bis Gegensätze zu verschärsen, als eine Brücks,zu schlagen. Wenn man eine gemischte Stommiffio* gehabt hatte, so hatte man sich gegenseitig viel näher kommen sonnen. Trotzdem werden wir nach dem Haag gehen, um dort jede Gelegofl- Helt auszunutzen, um unseren guten Willen zu zeigen. Nicht annehmbar ist für uns die Be­dingung, roäljrenb der drei Monate der Kom- miffinnsberatung feine Verträge zu schließen. Der Haag ist uns als Tagungsort nicht sehr symparmsch, weil wir mit Holland keine Bezieh­ungen haben. Auch haben wir keinen Vertrag mit Holland. Wir hätten Riga ober Stockholm vorgeschlagen. Der Haag ist noch schlechter für uns als Genua.

TeNnahme Amerikas an der Saager Konferenz.

Genua. 16. Mai. Wie dieDeutsche Allg, Zeitung" erfahrt, ist die zustimmende Antwort Amerikas betr. seiner Teilnahme an der neuen Haager Konferenz gefte, n abend hier singe» troffen. Amerika nimmt unter zwei Beding- nnaen teil: 1. daß die Konferenz nur Vorschläge, aber keine endgültigen Bedingungen zu ent­werfen hat. 2. daß während der Verhandlungen keine Separatabkommen mit Ausnahme der be­reits laufenden Verträge Italiens, Schwederrs, Japans und der Tschechoslowakei abgeschlossen werden dürfen. Die erste Bedingung entspringt zweifellos dem Wunsche Amerikas, nickst über* tirirmt zu werden und freie Hand zu behalten, werde-» somit filmt-

ien der auscin-

ergert||enen Gebietsteile einigten. Zuweilen sah es so aus, als würde diese Einigung über­haupt an dem polnischen Starrsinn scheitern, als Mißte auch hier eine fremde, im Grunde unbe­teiligte Macht durch schiedsrichterliches Diktat Sie Lösung bringen. Jetzt ifi Wischen Deutschland und Pc.....

Wd gestern haben es die beiden Bevollmäch­tigten Deutschlands und Polens unterzeichnet. Die llebergabe der einzelnen Bezirke an die bei» öen Vertragsmächte soll demnächst durch die Interalliierte Kommission erfolgen.

st das Abkommen ioleit fertiggeneßt

, Das abschließende Urteil über die oberschle- ische Neuordnung mitsamt dem riesigen Para- Zraphengssügs des Wirtschaftsabkommens wird jiK erst dann fällen lassen, wenn wir die prak- chchen Folgen der Teilung erlebt haben werden. Man hat nicht nur in Deutschland, sondern auch m objektiv denkenden Sachverstandigenkreifsn 6 Auslandes Jahre hindurch behauptet, dis l-eilung des oberschlesischen Industriegebietes Vare praktisch unmöglich. Inzwischen gewöhnte nwn füf) so lehr an den Gedanken, der Tsilungs- Schhluß der Sisgermächte fei unabänderlich, man in letzter Zeit gar nicht mehr die technische Unmöglichkeit in den Kreis der Er­örterung gezogen hat. Auf dem Papier ist natürlich alles möglich, und die Teilung Ober« ichlesiens hat ja bisher nur auf der Landkarte und im Vertragsparagraphen Gestalt angenom­men. Wir werden also erst einmal abwariett Mfen, wie sich das Schicksal des Landes gc» göltet, wenn mitten durch den eng verknüpften Mrbeits- und Siedlungsorganismus des vu» Wriegebietes die Grenzkette hindurchschneidet. Wird Oberfchlesien durch das Teilungsexpsri- npnt zugrunde gerichtet, so trägt dafür der Oberste Rat, vor allem Frankreich, aber auch die angeblich menschheitsbeglückende Völkerbunds- iwpschaft die Hauptverantwortung. Freilich churde sich der oberschlesische Wirtschaftsruin Mcht in den ersten acht Tagen nach der Ueber» Sabe bemerkbar machen. Wochen und Monate, vielleicht ein Jahr, werden darüber vergehen, che man die Wirkungen der Teilung und des deutsch-polnischen Zwangsvertrages in meyte« rem Umfange kennen wird.

werde, ist Der letzte Akt einer Tragödie, für uns nicht bloß ein Schauspiel, sondern grausame Wirklichkeit ist. Zu den Verhandlungen nach Genf führte uns nicht die freie Betätigung und der freie Wille, sondern der Zwang vom 20. Oktober 1921. Die Rechtsverwahrung, die gegen bic- sen Zwang eingelegt worden ist, besteht fort; sie wird durch meine Unterschrift unter den vor­liegenden Vertrag n i ch t b e r ü h r t. Aber die Tat- fache, daß mit dieser meiner Unterschrift, wenn sie Sie verfassungsmäßige Zustimmung des deutschen Reichstages erhält, der Tag näherrückt, der die Ab­tretung eines großen Teiles Oberschlcstcns zur Aus- führung bringt, her abermals Tausende von treuen Dewschen uom Reiche trennt, die zerreißt uns das .herz und laßt keine Genugtuung, keine rechte Be­friedigung in uns auftommen. Immerhin, bos Wesen eines geschichtlichen Augenblicks besteht nicht darin, daß er bloß ein Ende, sondern zugleich auch einen Anfang bedeutet. Deshalb dürfen wir, um asm Augenblicke gerecht zu werden, nicht bloß in die Vergangenheit zurückschaucn, nicht bloß an die Gegenwart beuten, sondern mir müssen best Blick

-- - --- ----)ten. Sie ist dunkel und keiner _ ________n.r____je zu pryphezeisn. So können wir nur sagen, alles aetan zu haben, was in im» seren Kräften steht, um die Bediirgungen zu schaffen, unter besten ein Volkskörper trotz der Wunde, die ihm die Vergangenheit geschlagen hat, frei leben kann. Und da vermögen mir im übrigen nur zu wün­schen und zu hoffen, daß unser Werk eine tragfähige Unterlage für bas bedrohte Oberschlesien ist und ge­eignet ist, gute und aufrichtige Beziehungen zwischen Deuikchlond und Polen zu (massen und daß es den Anfang einer Neugestaltung der Verhältnisse bedeu­ten möge, wie Sie, Herr Präsident, sie wünschen und mit ihnen der größte Teil der Welt; Denn die Mensch­heit ist der diplomatischen Künste müde. Sie will arbeiten, Werte schaffen und die er- getagten Güter austmflchen. Die Menschheit verlanat nichts anderes als das Recht auf Ruhe und einen

Gegenwart beuten, jon auch in die Zukunft rich wird es wagen, über fit

Kommission

ung

den Mäch

Vie Russen zu einer . ... einzuüerufen, bei welcher Gelegenheit die Russen ihre Antwort betanntgeben sollen.

Wir glauben, daß die wirtschaftlichen Fol- M der Losreißung Ost-Oberfwlesiens vom Aecchskörper in der Gestalt von Verwüstungen nrcht ausbleiben werden, weshalb wir es be- grüßen, daß der Rsichsurinister a. D. Schiffer w seiner gestrigen Rede mit Nawüruck darauf Ungewiesen hat, daß die Rechtsverwah- -ung, die seinerzeit deutscherseits gegt^ 'rzwungene Losreißung eingelegt worden ist, k ott besteht und durch die Veriragsunter- chrift nicht berührt wird. Der Vertragsabschluß oft bei uns keine Beftiediaung sondern grauer aus,

;en die

wahren Frieden."

Nach einer Rede des polnischen Bevollmäch­tigten O l s z o w s k i wurde der Vertrag unter­zeichnet.

Genf, 15. Mai. Die beiden Bevollmächtigten bei den deutsch-polnischen Berhanslungen haben Herrn Felix Calonder, früheren schweize­rischen Bundesrat und bisherigen Sräfibeuten der dLutsch-polnifwen Konferenz, zum Vorsitzen­den der gemischten internationalen Kommission vorgeschlagen, die nach dem deutsch-polnischen Vertrag für die nächsten 15 Jahre in Ober­schlesien vorgesehen ist.

Der Kampf um die Aussen.

Genua, 15. Mai. Die Sitzung der Unterfont» Mission für russische Angelegenheiten wurde um 11 Uhr unter dem Vorsitz deFactas eröffnet. Der italienische Ministerpräsident teilte mit. daß die einladenden Mächte ein Projekt ausge­arbeitet hätten, das verteilt werden solle. Bar- thou erklärte, durch den Brief Tschitsche­rins, sei eine neue Lage entstanden. Es fe unumgänglich notwendig, den Brief der Unter» kommission zur Kenntnis zu bringen. De Facta entsprach diesem Wunsch. S ch a n z e r erklärte sodann, daß dieser Brief d » r ch a u < qyh e -

Barthou fragte Schauzer, ob er bei Tschitscherin gegen gewisse Anspielungen in seinem letzten Brief protestiert habe. Anspie­lungen, die Ungerechtigkeiten gegenüber Frank­reich enteisen. Barchou behauptete, daß er bei den Verhandlungen Beweise fernes ernsten Wil­lens abgelegt habe, versöhnlich zu wirken. I a s p a r gab eine ähnliche Erklärung ab.

Donn sprach der-polnische Delegierte Sttr« m u n t. Er sagte, die Frage der Grenze zwischen Rußland und Polen solle die Tnrätfütung des Burgfriedensoertrages nioht hindern. 3 t a» t i a n u machte BsrSehsste wegen des rumäni­schen Goldes, das in Mockau zuvuckgehaltèn wird. Der Schwèkzcr Motta begrüßte das Projekt, fragte aber' wie man die Bèsttm- mungen des Burgfriedsnsvertraaes ftft Deutsch­land ausleg-m solle. Bar thou erwiderte, daß Deutschland sich durch den deutsch-russischen Vertrag außerhalb der Nerhandlungen stellte. Andererseits zwinge Artikel 10 der Söffer» bundsakte: keinerlei Angriff vorMneymen. Es wäre gefährlich, wemr man in äer Note an die Russen diese Verpflichtung wiederholen wolle. Motta bezeichnete sobgim ben Durgfrisdensver- trag als die Krönung der Verhandlungen mit deu Rusten. Sodann wurde die Debatte ge­schlossen.

Das ProtoksL wurde einstimmig ange» namnten. Man entschied, daß die politische Unter-Kommission sich morgen um 10.30 Uhr zu einer Vollsitzung versammeln soll. Barthou erklärte, daß die fran-östfche Abordnung, wie auch die belgische, Vieser Beratung nicht bei» wohnen werde, weil sie das Memorandum vom ?. Mai nicht unterzeichnete. Frank­reich will nichts mit den Verhandlungen zu tun haben, für die es keine Verantwortung übernehmen tonne. Wenn aber die Rusten die gemachten Vorschläge annehmsn -sollten, so ver­pflichte sich die französische Abordnung, ihrer Regierung zu empfehlen, Bsrt«t«r nach dem Haag zu schrcken. Am Schlüsse' seiner Erklärung machte Barthou biè wichtige Mitteilung, daß die franzäsi scha Reg i «rung die Vor­schläge, die gestern austzerrbpitet wurden, in allen Punkten billige.

AakswskR über Sie KvagerKo«fere«z

Genua, 16. Mai. Das Mitglied der russisch Delegation Rakowsky gab gestern nachmittag den Pressevertretern folgende Erklärung ab: W haben die AWsilüng des M nuwniquSs dèr Alliierten noch stiebt empfangen, sinnen aber den Inhalt. Wir müssen unser Erstaunen da­rüber aüsdrücken, daß zwar Unser Vorschlag an- aenommen, daß man uns aber bei der Fest­setzung nicht gefragt hat, wie wir uns b1* ^-"^ gedacht hätten. Hätte man das sotan,--------

anos v«t . .... ..

Sin SvnderbÜnSle» Misch im Rheittianüe?

Aus dem Rheinlande. Wommen Nachrichten, die auf die Gefahr eines in den nächsten Tagen beabsichliglen Putsches der rheinifäien Sander- bündler Hinweisen. So meldet die Opu aus 2Zad rn, daß nach derAachener Allgem. Zig." ein Putsch der genannten Sonderbündler fiit nächsten Sonntag in Anssichi genommen sei. Er handele sich em einen Versuch unter der Füh rang von S meeks den Krelstaat Vhe!n- land auszurirsev. Wenn die Bewegung auch feine Masse hinter sich habe, so stünden ihr doch genügend Geldmittel zur Verfügung. Das wei lere Ziel der Dcweguua, die von der rheinischen republivrnifchen Volkspart el ausgehe, fei die Einè^iehuvg der Bhelnlande in eine Zollunion mit Elfatz-Lothringen und den, Saargebiet. Dazu schreibt dieKöln. Volksztg." unter der Äeberfchrift:Recht oder Gewalt". Die Beun­ruhigung her rheiuischen Bevölkerung durch die Machenfchaflen der Sonderbündler und ihrer Gauner nimmt aachqemde uner(räaßticy For­men an. Es ist unbedingte Rolwendigkeit, daß noch allen Seiten Klarheit geschaffen wird, nach allen Seiten aber auch dnrch alle, die eine Ver- oiriWSklung zu trage,', haben und mit Recht oder Unremk in diese Treibereien hineingezogen werden. Und darum wendet sich der Notruf des rhelnst^en Voltes, fein verlangen nach Klar­heit, auch nach außen, nach Paris und London Genf und Genua. Dieses Verlangen nach Klar­heit bezieht sich vor allem auch auf die angeblich

u^ iss-fi i neuen Bor die suche Trotz, hod ftlhWenIâÈ'

beabsichtigte Valk sabsi immun g. Die theiiiifÄe Bevölkerung müßte es als eine Der- gemaltigung betrachten, wenn ihr eine Abstim­mung, van oee sie nichls wissen will, von außen her äufsezwungea würde. Sie lehnt es unfet Baran gäben der stärksten Partei, der Aen- trumsparlei ab, ein deutsches Recht als Mittel undeukfchsr Umtriebe mißbrauchen zu lasten. Sie empfindet diese Umtriebe und müßte erst recht eine solche Abstimmung geradezu als einen hohn empfinden auf ben Gotiesfrlede«, der von Lloyd George «usgehen soll.

lSmeetr, »er im Solee Frankreichs sieht, scheust nunmehr seinen großen Schlag anèführen zu wâp. Daß hinter diesen: Schlag Frankreich steht, darüber w»llen wir uns nicht tauschen. Auch darüber mcht, daß dieser Schlag als ein Vorwand gedacht ist, nm die schon seit Wochen nach bem Rbemlande zusammen» gezogenen Truppen trotz »er Ablehnung Lloyd George« dennom verwenden zu können. Sie ablehnende Hal­tung Llohd George? hat gezeigt, daß Frankreich mit feinem üinniarichpla« in. dar Ruhrgebiet utt? der Verstärkung der V-fonung der Rbemlande öoraui» iiditfi* auf den Widerüond England« stören wuc»e. Watz liegt da näher, all daß nun die von Smeets »erbereiteie Volksb-wegung tm Rbeinlande einw neuen Vorwand ,'ckaffen muß, um Lloyd George zum

doch marschieren zu Eänneii und zwar al# ________2%. »terdrE» Meinlarch« t. D. M.V