SamuerS Anzeiger
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General-Anzeiger
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Nr. 112
Samstag den 13. Mai
1922
Das Neueste.
— Sie alliierten Staatsmänner in Genua und 0 bet Uebereinstimmung gekommen, hab die ntlRféen Bedingungen in ihrer gegenwärtigen ß«m niét angenommen werden können. Die öllifée Frage soll in einem gemischten Unteraus« Äui behandelt werden.
— Die Besprechungen zwischen Dr. Kermes und Nt Reparationskommission sollen am Montag teginnen.
— In der ruIMâen Baschkirenrepublik hungern
?! Prozent der Bevölkerung. Don 892 000 Sungern-
)tn »erben nur 26 200 der Silke teilhaftig, der M ist dem Sungertode geweibt. Im Februar Und 47 000 Hungers gestorben.
— Aus Athen wird gemeldet, dab der griechische Kinifterprüsident Eunaris in bet Kammer seinen Wcktritt erklärt bat.
Die Stellung zur russischen Antwort.
Vie russische Antwort unbefriedigend. — Ueber Weisung der russischen Frage an eine Kommission.—Der europäische Waffenstillstand.
Genua, 13. Mai. Gestern vormittag um 10 Uhr versammelten sich hier die Vorsitzenden der einladenden Mächte. Es hat sich dabei die allgemeine Uebereinstimmung herausgebildet, daß die russischen Bedingungen in ihrer gegenwärtigen Form nicht angenommen werden können. Larthou hatte von seiner Regierung Jn- Uruküonen des Ministerrats empfangen, worin Piefer aufgefordert wurde, an den Beratungen mit den Ruffen nicht weiter teilzunehmen. Gleichzeitig hatte Darthou die Aufforderung erhalten, in Genua zu verbleiben, um etwaigen Beratungen über Finanz-, Wirtschafts- oder Iransportangelegenheiten beizuwohnen. — Auch bie Engländer wie dieItaliener ^WtztM «klären, daß sie eine andere Antwort der Russen erwartet hatten. Schanzer gab den Prèsseverttetern folgende Erklärung ab: Ich muß mkrichtig sagen, daß wir von den Russen eine «obere Antwort erwartet hätten. Die Mächte wollten die Riesen überzeugen, daß die Mächte Rußland helfen wollten. Rußland wollte , ober Staatstrebite um jeden Preis. Daraufhin wurde ihm aufrichtig geantwortet, daß man einen solchen Kredit nicht geben könne, weil einmal die Mächte dazu gegenwärtig noch nicht in der Lage sind und dann auch, weil bas Recht noch nicht wieder hergestellt ist. Vielleicht hätte man später von solchen Krediten sprechen können. Was die russische Antwort angeht, so muß man einen politischen und einen polemischen Teil unterscheiden. Durch sein polemisches Temperament hat sich Tschitscherin Hinreißen lassen. Mesen Tell der Note müssen die Mächte energisch ablehnen und ganz entschieden dagegen protestieren. Es ist nicht wahr, daß die Mächte alle Lasten und Opfer von Rußland gefordert, selbst aber nicht angeboten hätten. Äalien, das Nicht mit am besten dastände» habe trotzdem 100 Millionen Lire angeboten und auch die anderen Länder haben Angebote gemacht, die ihre Kräfte stark übersteigen. Weiter erklärte Schanker, daß man aber trotz allem den Weg mit Rußland gehen müsse. Die russische Antwortnote behaupte, daß Rußland nicht verpflichtet sei, die alten Schulden zu bezahlen. Diese Ansicht ist für uns überhaupt unannehmbar. Andere Teile der Rots, besonders der Schlußteil, sind allerdings viel besser, als der politische Teil. Es sind da einzelne Sätze, die wir mit Freuden aufnehmen können. Dor allen den Punkt, daß Rußland vvrschlSgt, die Verhandlungen in einer Kommission weiter zu führen. Schanzer schloß seine Erklärung mit folgenden Worten: „Bevor die Konferenz zu Ende ist, muß hier in Genua ein Wort des Friedens gesprochen werden, ein Wort des Nichtangreifen-Wollens. Ich vetraue darauf, daß alle hier vertretenen Nationen an diesem großen Werk der Konferenz miiarbeiien “allen und hier bleiben werden, bis es geschaffen ist."
In den gestrigen Besprechungen scheint man nun die Enffcheioung getroffen zu haben, daß >nan die russische Frage durch Uebermeifung Ar eine Kommission vertagt. Damit scheidet im Augenblick die russische Frage in ihrem wirtschaftlichen und finanziellen Teil aus der Diskussion aus und das ermöglicht den Franzosen das Hierbleiben, die jetzt natürlich erklären, daß das ja von Anfang an gewußt und daher das Memorandum auch nicht unterschrieben hatten. Ein Gegensatz kann auch hier noch zu Tage treten. Die Franzosen nämlich ver- fofgen jetzt den Gedanken, daß die zu bildende Kommission zunächst ohne die Russen für sich selbst ein festes Programm ausarbeiten soll: erst Auß Europa unter sich einig sein, um danach Pit den Russen zu sprechen. Die Engländer Ha
gegen wollen die Kommissionsberatuug unter Teilnahme der Russen führen, weil diese Beratungen doch dem Zwecke der Verständigung dienen sollen. Cs ist der Gegensatz: euro- päischerBlock gegen Rußland oder EuropamitRußland, der auch bei dieser Einzelfrage hervortritt. Auch von einem anderen französischen Plan ist noch die Rede, daß nämlich während der Dauer der Kommissions- beratungen kein Sondervertrag mit Rußland geschlossen werden soll. Nach allem, was z. B. )on italienischer Seite gegenüber dem sranzö- isch-belgischen Widerspruch gegen das Memo- :andum angekündigt worden ist, wird eine olche Bedingung manchen Staaten nicht leicht allen.
Das wesentliche an der setzt erfolgten Stellungnahme Frankreichs ist, daß sämtliche Pläne, die die Friedenssicherung Europas betreffen, in der Versenkung vèrsckwinden werden, denn wird der Frieden mit Rußland jetzt nicht zu endgültigem Abschluß gebracht, so kommt auch die Fraae des Friedenspaktes auf ein nur vro- visorisches Gleis. Solange die Abmachungen mit Rußland nicht fertig sind, solange die de jure« Anerkennung nicht ausgesprochen ist und die Grenzen im Osten nicht feierlich festgelegt werden, fehlt dem endgültigen Friedensvertrag die Basis. Die Absicht geht deshalb zunächst auf eine provisorische Befriedigung des Ostens. Es wird erklärt: ließe man es jetzt zum Bruch mit den Rusten kommen, so bedeute das eine schwere Gefahr neuer kriegerischer Verwicklungen für die Nachbarn Rußlands (was diese selbst auch tatsächlich ernst befürchten) und damit für den europäischen Frieden überhaupt.
Deshalb soll als Gegengabe und als Voraussetzung für das den Russen mit dem Zugeständnis her Kommissiousberatungen gewährte Cnt-
nsveramngen gewänne w« gnwuimsu yu^ w uuu ’jjfonn oa^u in ^unuucuqini,
W<; SÄÄä. Ä «ÄÄ 'M e grundsätzlich schon gebilligt anstausH. Die deutscheAntwortnote an die e^r„e ^am Hustigs Angriffe in »er ftSllM« ch während der Dauer dieser Kommission hat den deutschen Wunsch bewiân, ^^ Kammer Und eine energische Note Heringen jeder Propa-. zu einem Abschuß zu kommm Was wir wgllsn. ^enerat Rollet mit der Aufforderung, den »rsn Landsrnund je- rst nichts anderes als unser-Budget ins Glèichge- Gtfl„b ^r Schutzpolizei auf die erlaubte W io her Sick erb eit an« wicht bringen zu können-. Wir können aber eine ,1iviilf.1.tf.f1ren. Auch mit geheimen Waffen-
sie ia in ihrer Antwort
^edensidee grundsätzlich schon gebilligt sollen sich während der Dauer dieser
Kommifsionsberatungen j i ganda in anderen L â der Bedrohung der Sicherheit anderer Länderenthalten. Dies aber auf
der Basis der Gegenseitigkeit: auch die andern Länder sollen gegenüber Rußland die gleiche Verpflichtung eingehen. Das wäre keine Entscheidung oder Anerkennung von Grenzfragen und Aehnlichem; es wäre nur eine vorläufige Friedenssicherung bis zur Entscheidung.
Die Engländer suchen trotzdem von dem allgemeinen Friedsnspakt zu retten, was noch zu retten ist. Sie wollen eine wenigstens vorläufige Bindung aller auf der Konferenz vertretene« Staaten etwa auf einen Waffenstillstand auf der Basis der gegenwärtig de facto bestehenden Grenzen bis zu deren endgültiger Regelung. Dafür will Lloyd George sich jetzt mit feiner ganzen Kraft einsetzen und er findet dabei die Unterstützung des Italieners Schanzer, wie aus obiger Erklärung hervorgeht. Für heute vormittag 11 Uhr ist eine Sitzung der politischen Unterkommission angesetzt, vielmehr der Rumpfkommission, denn sie soll jedenfalls ohne die Russen und dem Anschein nach auch ohne die Deutschen tagen. In ihr soll die Entscheidung über die Behandlung der russischen Frage durch die Westmächte ausgesprochen werden, und es heißt, daß Lloyd George schon in dieser Sinung seinen Antrag »für den europäischen Wafffen- stillstand vorlegen werde.
Ein neues Programm Lloyd Georges?
Paris, 13. Mai. Die Genuaer Korrespondenten der beiden hiesigen amerikanischen Blätter „Newyork Herald" und „Chicago Iti- bune" erklären übereinstimmend, daß Lloyd Goorge alle Anstrengungen mache, um die Konferenz zu verlängern. Er bereite ein neues Programm vor, um die Besprechungen nicht abreißen zu taffen.
Der Schlutz der russischen Aniwori.
Der Schluß der russischen Antwort auf das Memorandum der Alliierten lautet wie folgt: Falls aber die Mächte sich doch noch mit der Lösung der zwischen ihnen und Rußland anhängigen finanziellen Streitpunkte beschäftigen wollen, so könnte zu dieser Frage ein gründliches Studium der Art und der Ausdehnung der an Rußland zu gervöhrenden verfügbaren Kredite erfolgen. Diese Aufgabe soll einem von der Konferenz ernannten gemischten Sachverständig e n - A u s s ch u ß übertragen werden, dessen Arbeiten zu einer Zeit und an einem Ort beginnen würden, welcher durch ein gemeinsames Abkommen zu bestimmen wäre. Die russische Delegation stellt fest, daß das große Hindernis, welches den Fortgang der Konferenz bisher gehemmt hat, auf dem Umstand beruht,
daß die oben ausgesprochene der Gegenseitigkeit noch immer nicht von allen Mächten hin- reichend geteilt wird. Die russige Delegation kann jedoch nicht umhin, zu betonen, daß die Besprechungen, welche stattgefunden haben, einer engeren Annäherung zwiscken Rußland und den fremden Mächten den Weg eröffnet habe. Die russische Delegation ist daher der Ansicht, daß die bei der Lösung der zwischen ihr und den fremden Mächten anhängenden finanziellen Schwierigkeiten hervorgetretenen Meinungsverschiedenheiten nicht hindern dürften, daß die anderen, alle Länder interessierenden Probleme zu allererst für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas und Rußlands und die Festioung des Friedens in Genua gelöst werden können und müssen.
Äermes Pariser Keife.
Paris, 13. Mai. Reichsminister Dr. Hsr- mes wird die durch Bergmann geführten Verhandlungen mit dem WiedsrherftsÜungsaus- schuß fortsetzen. Nach dem „Iourn. des Debüts ' werden diese Verhandlungen am Montag beginnen. Die Wiederherstelllrngskommission wurde auf die letzte Note der deutschen Regie- rung erst dann antworten, wenn sie Kenntnis von den neuen Vorschläge genommen habe, die Hermes mitbringe. Es soll sich bei den Verhandlungen um finanzielle Maßnahmen handeln, die ja auch ein Anleiheprojekt vorfehen.
Paris, 13. Mai. Der Korrespondent des „Pariser Echo" berichtet über eine Aussage von Ater der deutschen Regierung nahestehenden Persönlichkeit über die bevorstehenden Pariser Verhandlungen mit der Reparationskommiffion, wobei bekannt wird, daß diese Persönlichkeit an den finanziellen Verhandlungen in Genua teilgenommen hat. Die besondere Bespreuung, die
wicht bringen zu --------------
ständige Kontrolle unserer Finanzen nicht akzeptieren. Dagegen sind wir bereit, unsere Buch- . füyrung der Reparationskommission zu unter» breiten, damit diese sich von der Zahlungskrast Deutschlands Rechenschaft ablegen kann. Hermes geht nach Paris, um ein Uebergangssta- dium zu bestimmen, und um zu erklären, daß wir nicht in der Lage sind, das Ultimatum zu erfüllen. Der Minister wird einen vollständigen Plan für die Gesundung der deutschen Rerchs- finanzen vorlegen. Bisher haben wir versucht, mit eigenen Mitteln unsere Finanzlage wieder herzustellen. Aber wir können nicht noch mehr neue Steuern erheben; das deutscke Volk ist sowieso schon überlastet, Eine Anleihe kann uns aus der Notlage heraushelfen, aber nur eine kurzfristige, in Höhe von etwa 4 bis 5 Milliarden Goldmark. Eins solche Anleihe würde uns die Möglichkeit gehen, Frankreich zu bezahlen und die Mark zu stabilisieren. Noch einer Frist von einigen Jahren wird Deutschland in der Lage sein, eine Anleihe aufzunehmen, die eine endgültige Erledigung der Reparationen ermöglichen wird. Als Garantien für die vorläufige Anleihe kommen unsere Zolleirmahmen in betracht, die ungefähr 8 bis 9 Milliarden Pa- piermark betragen. Es wäre auch möglich ein Alkohol- oder Tabakmonopol zu schaffen. Das Tabakmonopvl würde etwa 3K Milliarden und das Alkoholmonopol etwa 2% Milliarden Mark erbringen, Wenn unsere Ausfuhr die Einjubr übersteigt, so beziehen wir ausländische Devrsen,
_________ ^..^, Zische Demfen, die uns gestatten, die Zinsen und Amortisationen einer Anleihe zu bezahlen, sowie im Auslande einzukaufen. Solange unsere Handelsbilanz aber passiv ist, sind wir gezwungen, Papier zu fabrizieren, um uns ausländische Devisen zu beschaffen. Daraus folgt natürlich ein Sturz der Mark gegen den wir ohnmächtig sind.
Sir»e yulerpell*««» über Sie KriegsschulSlüge.
München, 12. Mat. Ban der Fraktion der Bayerischen Mittelpartei und der Deutschen Bolkspartet wurde im Landtag folgende Interpellation eingebracht: In dem Deleidigungs- prozeß gegen den Herausgeber der „Süddeutschen Monatshefte" wurde vor Gerickt dre Kriegsschuldfrags eingehend erörtert und der Nachweis geführt, daß die frühere Rsichsregte- rang nicht nur den Weltkrieg nickt gewollt, sondern vielmehr sich bemüht hat, den Konflikt zwischen Oesterreich-Ungarn und.Serbien zu lo- kalisieren. Nach dem Ausspruch Äoyd Georges, daß mit der Kriegsschuldfräge Der Vertrag von 3M4ÜIM ^^ nuvmahr dt« L-r.
aussetzungen für diesen Vertrag vor Gericht als hinfällig erwiesen. Ist die Staatsregierung bereit, bei der Reichsregierung mit Nachdruck dahin zu wirken, daß die Reichsregierung allen Staaten das durch den Pwzeß gelieferte Material mitteilt, und die hieraus für die Kriegs- schuldfrage erwachsenden Folgen darzulegen, daß sie ferner die öffentliche Meinung der ganzen Welt über den festgestellten Sacknierhatt aufklârt, und daß sie schließlich die Revision bot Vertrags von Versailles von den Signatarmäch- ten fordert?
Der betrogene «riegsminisler.
Die Fälschungen des Dr. Anspach. — Wie da» Material Über die Schutzpolizei zusammenkam.
Einer der Hauptbetrogenen des Fälschers Anspach ist Herr Lefèvre, der ,ehemalige französische Kriegsminister. Ihm hatte es besonders bie deutsche Schutzpolizei angetan. Er wurde nicht müde im Parlament und draußen seinen Landsleuten die furchtbare Gefahr, die ihnen aus der verkappten militärischen Organisation bet deutschen Schutzpolizei drohe, in den grellsten Farben zu schildern. Aber sein ganzes Material stammt aus der Fälscherfabrik des bolschewistischen Doktors. Anspach machte ein- gehende Angaben über die angebliche straffe zentrale Organisation der Schutzpolizei, so daß diese in der Tat als eine gegen den Versailler Vertrag verstoßende militärische Einrichtung erscheinen mußte. In mühevoller Arbeit stellte er zwei lange Liften non überzäbliaen Beamten bet Sckutzvolizei zusammen, Zahlen, die mit den wirklich vorhandenen Beamten zusammen weit über die nach dem Ententediktat erlaubte Zahl hinausgingen. 64000 Mann führte er fo mit Namen und Standort einzeln an, noch 40000 Mann dazu in Sammellisten, alles aus
zurückzuführen. ’ Auch mit geheimen Waffe lagern und militärischem Drill der Schvdoobze, worüber er ausführlich berichtete, hatte Anspach der Entente gedient. Auch einen geheimen Aur- martchnlan der Sckutzvalizei in Suddeutsckland im Fall einer Mobilmachung wußte er herbei zu- schallen. Eine erbebsicke Unterstützung sollte die ^rfanHe militärische Organisation an der deutschen Studentenschaft sein, so berichtete er aus einem gestohlenen Briefbogen emes Essigen Studententorps, wie die Studentenschaft auf dem Tempelhofer Felds ihre Uebungen veram statte und wie die Schutzpolizei l ihr dazu Offi- ^i^tc Mit Ändölldun^ unb 6uâ ®ct$cyre lufct?. Der Maaistrat von Berlin, so ging aus einem gefälschten' Gesckästsblatt des Magistrats hervor, sollte her Studentenschaft zu diesem Zweck das Tempelhofer Feld ausdrücklich« zur Ver- füguna aestsllt haben. Dieses gefälschte Mate- rial erhielten Herr Lefèvre und das -Douztème bureau" bei persönlichen Besân, die,Anspach zweimal in Paris machte. Einer der vielen' französischen Herren, die sich in Berlin aufhatten, batte ihm zu diesen Reifen einen Paß verschosst. Neben der Schukvottzel bearbeitete der Fälscher in ähnlicher Weise unb mit be« Eichen Zweck auch den ReickSwasterschutz ufif seine Organisation.
Reb swehrminifter Geßlar über Anspach.
Berlin, 13. Mai. Der Reickswehrminister empfing einen Mitarbeiter des -Berl. Tallebst zu einer Unterredung über Anspach Seit 24
Anfragen bestürmt, die sich um die angebliche deutsch-russische Konvention drehen. Hatten Sie es für möglich, lautete die erste Frage, daß der nunmehr entlarvte Ansvach der Erfinder auch dieser Fälschung ist? Das kann ich nicht sagen, sntgègenete der Minister. Sind die Fälschungen Anjpacks, wie er sich einbildet, auf den Gang der Politik von Einfluß aemefen? Antwort: Ich muß die Frage leider bejahen. In verschiedenen Forderungen der interalliierten Kontrollkommission finden sich eine ganz« Reihe von Be- Hauvtunaen, die in den Fälschungen Anlnakys wiederkehren. Ich habe in den letzten Jahren vor dem Rätsel gestanden, daß französische Staatspersonen von verantworUicker^ Stellung aus Behauptungen in dieWelt sstz««, die objertie unwahr sind. Ich habe mich zu dem Gedanken nicht durchringen können, ba fM« bewußt die Unwahrheit sagen. Anspachs Sèrhaf tung laßt mich hoffen, daß nunmehr eine Wendung eix« trist und daß noch so schön ausgemachte Papiere nicht mehr ohne «Wtttee "iS Èotumeute an«-