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Generm-Anzelger

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile Hanau a. M. 2m Salle böberer Gewalt bat der Bezieher keinen Anivruch auf Lieferung oder NaL»

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«Eches Organ für Sladl- und Landkreis Lamm f,ÄM^^

Erscheillt täglich Ausnahme der 6mm» und Feiertage

wird seine Eewäbr geleistet

Sk. 111

Freilag den 12. Mai

1922

Das Neueste.

_ Die Antwort der Russen hat in Genua eine Drückte Stimmung hervorgerufen.

Poincarè hat an Barthou telegraphiert, daß die franzöfische Regierung heute vormittag in einem Mnisterrat die-russische Antwort prüfen werde.

DemIntransigeant" zufolge soll die Kon­ferenz von Genua Italien bis jetzt 50 Millionen Site gekostet haben.

Die Reichsdisziplinarkammer in Erfurt hat Bf Dienstentlassung dreier Hauptführer im Eisen- bahnerstreik ersannt

In Belgrader politischen Kreisen wird das gsücht verbreitet, daß König Alexander von Serbien Ranbibat des albanischen Thrones sei.

Die Quelle alles Aebels.

Die Erkenntnis wächst in der Welt, daß alle Not «ü> Pein der europäischen Menschheit in denFrie- tatsoerirägen* von Versailles, St Germain, Sevres Btb Trianon ihre Ursache haben. Wir geben nach- iolgend die Ansicht eines führenden amerikanischen Pnanzmannes, Otto H. Kahn, wieder, der diese Der- rige mit ihren Nebenabkommen als die Hauptübel mserer schrecklichen Lage kennzeichnet. In einem Vortrag vor demAdoertifing Club" in Newyork hat Keser Amerikaner der übrigens kein Deutschen­freund ist seine Ansicht kundgegeben, eine Ansicht, die leider in Genua noch nicht Platz greifen will mb somit die Konferenz zu einer Stätte macht, wo man ein Problem lösen will, von dem aber nicht ge- Kn werden darf. Der amerikanische Finanzmann lgt:

Was also sind die Hauptmomente, die dem Wiederaufbau Europas entgegenstehen? Die sogenannten Friedensverträge von Versailles, St. Germain, S e - vresund Trianon zwischen den alliierten und feindlichen Staaten. Es würde schwer sein,

Folgen dieser Art Friedensmacherei zu finden, Md zwar sowohl vom Gesichtspunkt der Sieger als auch der Besiegten, wie der ganzen Welt. Sie haben ein wirtschaftliches Tohu­wabohu geschaffen und in gewisser Hinsicht such ein p o l i t i s ch e s. Sie haben den Grund für unlösbare Widersprüche gelegt Sie haben Die historische Logik von Jahrhunderten über­sehen oder willkürlich beiseite gelassen. Sie haben Rassen äuseinandergerissen, die zusammen ge­hören, und Rassen gewaltsam vereinigt, die aus­einander gehören. Sie haben Reiche errichtet und schlecht ausgedachte, unklare und unhallbare wirtschaftliche Kontrollmaßnahmen. Sie haben Bebinguftgen herbeigeführt, die die Verbrauchs- krast überall herabgesetzt und in manchen Lan­gem beinahe vollkommen zerstört haben, wäh­rend sie die Produktionskraft zum Teil stürmisch antreiben oder Niederhalten.

Obwohl diesezerstörenden" Friedensver­träge nur noch wenige Verteidiger finden, kann man doch nicht erwarten, daß sie mit Ausnahme des Vertrages mit der Türkei formell revidiert werden. Die Wanderungen, die durch diePraxis kommen muffen und kommen werden, erfolgen durch die sMschweigende Arbeit der Tatsachen und Geschehnisse und den Druck der Aufklärung. Der augenfälligste Nachteil unter den vielen Uebeln, die durch die Friedensverträge entstan­den finb, ist die Reparation, die durch Deutschland ausgeführt werden soll. Zu dem wirtschaftlichen Verbrechen der Re- parationsklauseln des Versailler Vertrages tritt das ethische Verbrechen. Es besteht in dem Bruch der Bedingungen, unter denen Deutschland seine Waffen niederlegte, unter ieten Bedingungen, die Präsident Wilson ver­rußt hat, und die in aller Form von den alliier­ten Regierungen (mit einigen erklärenden Ab­änderungen) angenommen worden waren. Nach diesen Bedingungen war Deutschland gehalten, Ersatz zu leistenfür allen Schaden, der der Zwilbevollerung der Miierten und ihrem Eigentum durch den Angriff Deutschlands zu ^anhe, zur See und von der Luft aus zugefügt worden war." In Versailles wurde der natür­liche Sinn dieser Bedingungen gegen den einstimmigen Rat der amerikani- ! ch e n Sachverständigen, der sich auf rechtliche, moralische und praktische Gefichts- punkte^ gründete, aber leider mit dem Einver­ständnis wenn es auch nur zögernd gegeben wurde des Präsidenten Wilson verdreht, so

die deutsche Verantwortlichkeit die militä- Mwen Pensionen der Alliierten einschließen sollte. Außerdem wurden Sonderwünsche ge= ahrt und auf diese Weise der Gesamtbetrag, Deutschland für Reparation zu leisten hatte, Mehr als verdoppelt.

Ich glaube, die überwästigends Mehrheit der Zuständigen und klar denkenden Menschen in ganzen Welt sind sich einig darüber, daß die

Rcparationssumme, so wie sie im Londoner Ultimatum im letzten Mai festgelegt worden ist, nicht nur weit über die Zahlungsmöglichkeit Deuffchlands in jeder Weise hinausgeht, sondern daß das Bestehen auf dieser Summe die Veran­lassung zu schweren Schäden für die alliierten Nationen und auch für die ganze Welt bedeutet. Wenn es überhaupt für eine Nation möglich wäre, anderen einen solchen Riesenbetrag wie 132 Milliarden Goldmark oder das Aequivalent dafür zu zahlen, so würde das nur mit geradezu vernichtenden Folgen für Industrie und Handel geschehen können. Außerdem würde der natür- tittje und richtige Gang des wirtschaftlicben Aus­tausches unter den Ländern der Well mit Ge­walt gestört werden. Unter anderem würde mit Notwendigkeit die Lebenshaltung in Deutsch­land so herabgedrückt, daß die anderen Natio­nen sich zum großen Test der gleichen Sachlage gegenübersehen, die der Grund für die Feind­schaft unserer westlichen Küstenstaaten gegen Japans Einwanderung bildet. Mit anderen Worten, Wettbewerb auf Grund einer Lebens­haltung, die nicht annehmbar und ertragbar ist, oder es doch wenigstens nicht sein sollte.

Ich fasse zusammen: Eine der ersten Bedingungen, in Wirklichkeit die erste für die wirtschaftliche Erholung Europas im allge­meinen und ganz besonders von Europa östlich des Rheins i-ft eine Revision der Re­parationsfestsetzung derart, daß nidit unangebrachte Milde, aber klar sehende und geschäftsmäßige Er­kenntnis der Tatsachen deren Grundlage b i l d e t. Ich spreche nicht von irgendeiner zarten Rücksichtnahme auf Deutsch­land. Keine Sühne, die Deutschland auferlegt wird, könnte über das Maß seiner furchtbaren Sckuld (!!!) hinausgehen (bezeichnend für die Einstellung des Redners Deutschland gegenüber und ein Beweis dafür, wie das Schuldaner- kenntnis Eisners und Genossen gewirkt hat D.

niedergelegt ist, unter denen Deutschland seine Waffen aus der Hand gab, und von der Tat­sachenüberlegung aus, was wirtschaftlich prak­tisch ist, im Gegensatz zu dem gegenwärtigen wirtschaftlich verschwommenen Trandpunkt, der praktisch eine Büchse der Pandora ist, die die ganze Welt mit Not und Mühsal überschüttet.

Die russische Aniroorluole.

Der Wortlaut der russischen Antwort auf die Denkschrift der Alliierten liegt nunmehr vor. Wir entnehmen der Antwort, die gestern den Alliierten überreicht wurde, folgende Einzel­heiten:

Bevor die russische Abordnung in die Prü­fung der Bestimmungen des Memorandums eintritt, das von einer Gruppe von Mächten unterzeichnet und einem Brief Schanzers an die russische Abordnung begleitet ist, sieht sie sich zu ihrem Bedauern verpflichtet, festzustellen, daß dies Memorandum, ohne daß es die erwartete billige Lösung des russischen Problems herbei- fÄyrt, in gewisser Hinsicht einen Schritt nach rückwärts gegenüber den Bedingungen bedeutet, die Rußland durch die Abmachungen in der Billa di Alberti vom 20. April und sodann gegenüber dem Memorandum der Londoner Sachverständigen einging. Gleichzeitig bildet der Inhalt der Denkschrift vom 2. Mai eine offen­kundige Abweichung von den Richtlinien, die der Konferenz von Genua durch die Entschei­dungen von Cannes gesteckt wurden. Indem die einladenden Mächte Rußland gleichzeitig mit den anderen Staaten zur gegenwärtig tagenden Konferenz beriefen, begründeten sie chre Ein­ladung mit der Notwendigkeit, dem euro­päischen System seine Lebenskraft wieder zu ge­währen, die heute lahmgelegt ist. Das Mittel zu diesem Zweck soll der wirtschaftliche Wiederauf­bau Mittel- und Osteuropas sein. Einstimmiger Anschauung zufolge ist es hauptsächlich Ruß­land, dessen wirtschaftlicher Wiederaufbau das größte Interesse für Europa und die ganze Welt beansprucht. Die russische Abordnung stellte sich in Genua mit einer Reihe von Projekten und Vorschlägen ein, die sich auf die Kredit« und Anleihen beziehen, die für Rußland notwendig sind, und für die Rußland reelle Garantien geben wollte. Rußland stellte auch juristische Ga­rantien auf, soweit sie die gegenwärtige russi­sche Gesetzgebung zuläßt. Diese sichern den Aus­ländern, die Rußland chre technischen Kennt­nisse und Kapitalien leihen, alle Achtung ihrer Güter und der Gewinne aus chren Unterneh­mungen. Die russische Abordnung hatte auch die Absicht, eine Liste von industriellen, landwirt­schaftlichen und Vergwerkskonzefslonen vorzu­legen, die sie Ausländern zu gewähren wünscht. Aber bis heute ist die wichtigste Seite des russi­schen Problems und des weltwirtich ajtlichen

Problemes überhaupt noch nicht in Angriff ge­nommen worden.

Die Bemühungen der russischen Delegierten, diese Frage vor den Sachverständigenausschuß für die Prüfung der russischen Fragen zu bringen, sind auf unbesiegbaren Wi » d e r st a n d gestoßen. Der Sachverständigenaus- schuß hat als grundlegende Bedingung für jede Untersuchung dieser Frage die Verpflichtung an Rußland gestellt, die Bezahlung der Staats­schulden und privaten Ansprüche anzuerkennen. Diese Methode mußte den wichtigsten Teil der Konferenzarbeiten zur Fruchtlosigkest verur- tellen. Anstatt mit der Prüfung derjenigen Seite des russischen Problems zu beginnen, welche am wenigsten Diskussion Hervorrufen würde, hat der Sachverständigenausschuß ebenso wie das Memorandum vom 2. Mai diejenigen Fragen in den Vordergrund gerückt, welche durch ihre politische und juristische Vielgestaltigkeit die leb­haftesten Meinungsverschiedenheiten hervor­rufen mußten. Infolge dieses Grundfehlers sind die allgemein interessierentzen Probleme der Zu­kunft den Interessen der Vergangenheit unter­geordnet worden, Interessen, die nur gewisse Gruppen von Ausländern berühren. Ditz Ver­sicherung, daß die Anerkennung der Schulden der früheren russischen Regierung und der Pri­vatansprüche eine unumgängliche Bedingung für die Mitarbeit des ausländischen Kapitals bei der Wiederherstellung des Kredits des neuen Rußlands sei, steht im Widerspruch mit der Tatsache, daß manche ausländische Kapitalisten Rußland schon vor der Regelung der Schulden­frage chre Mitarbeit gewährt haben. Nicht diese feste Losung dieser Frage ist imstande, Kapi­talien nach Rußland fließen zu lassen, sondern vielmehr die Sicherheiten, welche die russische Regierung für die Zukunft bieten kann, sowie die internationale Konsolidierung dieser Regie- rung, die aus ihrer cis jure-Anerkennung sich

srung gegenüoi zukünftigen Gläubigern von Rußlmid zu werfen sucht, wett diese Regierung nicht mit geschlosse­nen Augen die drückenden Vorschläge anzuneh­men bereit ist, hat durchaus interessierte Motive.

Die russische Delegation konstatiert, daß die Einleitung des Memorandums vom 3. Mai die Anschauung glaubhaft zu machen versucht, daß eine längere wirtschaftliche Isolierung Rußlands nur ihm selber schaden würde, während das übrige Europa stets ein Mittel finden würde, sich aus feinen wirtschaftlichen Verlegenheiten herauszuhelfen. Der Zweck dieser Behauptung ist offenbar. Rußland, welches für feine wirt­schaftliche Wiedererstehung der Mttarbeit der übrigen Mächte bedarf, soll allein die Opfer, welche diese Mitarbeir möglich macht, tragen. Diese Behauptung steht im Wiederspruch mit der öffentlichen Meinung, die durch den Mund der sachverständigen Persönlichketten und durch wiederholte Kundgebungen der Arbettermasser wiederholt hat, daß Rußland durch keinerlei Surrogat ersetzt werden kann, und daß sein Fehlen auf dem Weltmarkt Verwwrungen schafft, welche abzustellen keinerlei Kunstgriff im Stande ist Der Platz Rußlands kann vor niemand anders als von Rußland selbst besetzt werden. Die Isolierung Rußlairds hat politische Folgeerscheinungen, die nicht weniger unheilvoll sind, als ihre wirtschaftlichen Folgen. Die Sicher- hett Europas und der Wellfrieden verlangen die Beseitigung Nef er anormalen Sachlage. So lange Rußland in einer Art von wirtschaftlicher und politischer Quarantäne verbleibt, kann die­ses Provisorium die militärischen Abenteuer näherer oder entfernterer Nachbarn Rußlands nur begünstigen, welche, indem sie sich die Rolle desGendarmen der europäischen Zivilisation" anmaßen, den Frieden zu stören und sich des Gebietes und der Reichtümer Rußlands, sowie der übrigen Sowjetrepubükèn' zu bemächtige« suchen.

Daher wird die Lösung des russischen Prob- lems auch nicht um Fingers Breite vorwärts kommen, wenn nicht die in Genua versammelten Mächte völlig von der Idee durchdrungen sind,

daß die Opfer, welche sie von Rußland ver­langen, ihr Gegenstück in gleichartigen Opfern ihrerseits finden müssen. In ihrem am 20. April an Lloyd Georgs gerichteten Briefe macht die russische Delegation bedeutsame Zugeständnisse, indem sie allerdings gleichzeitig die Frage der der russischen Regierung zu gewährenden Äre« diteundAnleihen aufrollt. In der ersten Sitzung des Sachverständigenausschusses hat die russische Delegation dem letzteren um eine ins Einzelne gehende Prüfung dieser Frage ersucht. Wie oben bemerkt, hat jedoch der Sachverstän- digenausschuß diesen B orschla g zurück- miLjeu. LiâL«mL.«eâM "

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so bedeutendem Interesse ist, findet auch in dem Memorandum vom 2. Mai keine Be­antwortung. Anstatt Kredite für die russische Regierung vorzuschlagen, zähll die Ein­leitung des Memorandums diejenigen Kredite auf, welche die verschiedenen Regierungen der­jenigen ihrer Staatsang hörigen zuzu­gestehen bereit sind, die mit Rußland Handel treiben möchten.

Diese Frage, so interessant sie auch für Ne privaten Kaufleute der übrigen Länder sein mag, hat indessen nichts mit der Frage zu tyjrt, wie sie von der russischen Delegation aufgewor­fen wurde. Uebrigens können eben diese Pri- vattaufleuts und Industriellen diesen Kredit nicht in dem erwünschten Umfange nutzbar machen, wenn man nicht der russischen Regie­rung die erforderllchen Mittel zur Wiederbe­lebung der produktiven Kräfte des Landes sichert, eine unerläßliche Bedingung für Han- delsbtz-âehungen von inniger Intensität zwi­schen Rußland und den übrigen Staaten. Wenn es der russischen Regierung an finan­ziellen Hilfsmitteln oder an Krediten gebricht, um die Industrie und den Ackerbau wieder zu beleben, um seine Transportmittel wieder in- standzusetzen und um unter Beseitigung der Ausgabe des mehr und mehr entarteten Papier­rubels eine stabile, den Austausch ermöglichende Währung zu schafft«, so wird ein intensiver Austausch mit dem Auslande den größten Schwierigkeiten begegnen. Uebrigens können die auf das Wiedererstehen Rußlands abzielen­den Maßnahmen nur non der Regierung selber nach einem vorher festgelegten Plan in die Wirklichkeit umgesetzt werden.

(Die wetteren Ausführungen der Rote, die sich mit einzelnen Klauseln des Meniorandums beschäftigen, lagen bei Schluß der Redaktion noch nicht vor.)

Gedrückte Stimmung in Genua.

Europa-. eibbi

enj

Een««. 13. Mak. Gektar« Baben die «Liierten ein Bankett veranstaltet. Bor und nach dem Elfen wurden Eitrung«« abge Balten. Sie Stimmung bei dem Bankett war sehr gedruckt. 2 la ad George lall fich sehr besorgt Aber die Zukunft Europas ausgesorochen habe«. Barthou hat lehr stark gestikulierend etwa, auseinanderscsetzt. Tchanrer und de Secta waren ebenfalls lehr ernst gestimmt. Rach dem Essen fand wieder eine Eitrung statt. Er verlautet, dsh die alliierten Delegationen darinLbereinstimmcn,dah die Konteren« bald beendet werden soll. Lloyd George hat Barthon, der den endgültigen Bruch mit den Russen forderte, erklärt, dah der letzte Punkt der ruliischen Aniwort, der die llebergabe der rujMchen Frage an einen SachperstLndigenauslchu» vorschlägt, ange« Kommen werden kSnne. Bor Beendigung der Konferenz soll noch die gratet des Garantiepakteserledigt werde«. Frank- reich dürfte hiermit einverftanden lein, wenn Lloyd George auf die Einberufung der SignatarmLÄ-te nach Genua »en richtet.

Frankreich droht mit Abbruch.

Genua. 11. Mai. Lloyd George, Schanzer und Barthou sind heute in später Abend« stunde noch zusammengetreten, um über die Maßnahmen zu beraten, die auf die russische Antwortnote ergriffen werden sollen. Frank- reich ist für sofortigen Abbruch der Beehand- lungeu, doch suchen Schanzer und Lloyd George zu »ermitteln. Die Kleine Entente schwankt, auf welche Seite sie sich stellen soll.

Distlfteniiajfung der Führer im Gtfeabahnerftrelk«

Die Reichsdisziplinarkammer in Erfurt ne* handelte gestern gegen die drei Hauptfuhrer des Etsenbahnerftreikes im Februar, und zwar gegen die beiden Führer der Reichsgewerkschaft Menne urtb Thieme, sowie gegen den Vor­sitzenden der Fachgewerkschaft für technische Be- amte, Eisenbahnsekretär D i b l i z. Die Anklage legte den drei Beschuldigten Vergehen gegen die Paragraphen 10 und 12 des Gesetzes betreffend die Rechtsverhältnisse der Reichsbeamten vom 31. März 1871 zur Last, da sie die ihnen als Be- amte obliegenden Pflichten gründlich verletzt und da sie ferner den Ausbruch des Streiks ver. ursacht haben und für die Verlängerung be» Ausstandes eingetreten sind.

Die Reichsdisziplinarkammer erkannte auf DienstenllajhM MâmMiiA btt «ichs.