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Hanauer

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General

X S&Ä Müllches Organ str Stadt- «od

Erscheint kâgüch mit Tussah«« -er Svmu> und

M. 92

Lvnnerslag den 20. April

(ErfüHunssort und Gerichtsstand für beide Xètle Hanau a. M. 3m Fall« boberer Gewalt bat bet Bezieher feinen Anspruch aut Steferunc oder 5ta* liefetune oder auf Rückzahlung de« Bezugspreis«. Für Vladvorichrilt u. Lrscheinungstage bei Anzeige« wird feine Gewähr geleistet.

1922

Dleibi Deuifchland fest?

Wenn kleine Leute große Herren erschreckend Aerraschen, so ist das für die Kleinen nicht ohne èefahr. denn die Herren pflegen dann oft techt derb zu werden. Das hat die deutsche Ab- srdMNg in Genua erfahren. Das so urplötzlich ruf der Bildfläche erschienene deutsch-russische Wommen ist dem Verband heftig in die Glie- dsr gefahren. Man muß dieses Abkommen als Ws nehmen, was es ist: als einen ersten Schritt auf einem neuen Wege. Indem Deutschland die­sen Vertrag vor den staunenden Augen der Welt entfaltete, rauhte es sich darüber klar sein, daß dieser Schritt für den bisherigen Kurs der deutschen Nachkriegszeit ein ganz bestimmte Richtung bedeutet. Die deutsche auswärtige Po­litik verhielt sich bisher in allen grundsätzlichen Fragen passiv. Sie wich möglichst glatt aus und »artete ab. Am 16. April ist sie jedoch vlötzlich Mo geworden, sie hat eine gang bestimmte Willenserklärung abgegeben und damit ein Selbstbewußtsein bekundet, das bem Deutsch­tum seit drei Jabren ganz und gar abhanden gekommen zu sein schien. Daß die deutsche Röichsregierung endlich wieder den Milt zum Handeln gefunden hat, muß rein gefühlsmäßig auf jeden Deutschen, der vaterländisches Gefühl hat, stark wirken; und vaterländisches Gefühl Itzt uns Deutschen trotz allem doch fest in den Knochen. Dieser moralische Erfolg des enkschlos- iegen Auftretens der deutschen Diplomatie ist -sicht zu.unterschätzen die Stimmen der Neu- ièalen zeugen davon. Für das deutsche Volk gilt S jetzt bei der Stange zu bleiben und seinen

bleiben! Es darf kein Wiederaufgeben des ^geschlossenen Vertrages geben. Würde es die Zische Regierung trotzdem tun, dann wäre es sie, wie für das gesamte Deutschtum eine nie Bieder gut zu machende Niederlage. Heute be- Mt die deutsche Zielegatton noch die Sympa­thien der Neutralen unterliegen aber die

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Deutschen, dann ist es mit diesen Sympathien aus und die Deutschen werden für immer als rin unselbständiges Volt betrachtet werden, das nicht mehr den Mut hat, sich zu irgend einer Tat aufzuraffen. Wir halten es daher für selbst« verständlich, daß, wie aus der unten folgenden Meldung unseres Sonderdienstes hervorgeht, Dr. Wirth Lloyd George gegenüber, dem bisher eingenommenen Standpunkt treu geblieben ist, tutb das Ansinnen, den Vertrag von Rapallo Bieber zurückzuziehen mit aller Entschiedenheit lvrückgewiesen hat. Diese Selbstverständlichkeit (seht allerdings aus der Meldung nicht hervor, bod) mir erwarten ihre Bestätigung.

Dr. Wirth bei Lloyd George.

(Von unserem Sonderberichterstatter).

Genua. 19. April. Reichskanzler Dr. Wirth besuchte heute Lloyd George, mit dem er sich taff zwei Stunden unterhielt. Zur gleichen Zeit besuchte Rathenau den italienischen Außen mi- «isker Schauzer. Auch diese beiden haben einig Wb friedlich diskutiert. Gegenstand dieser Be­sprechungen war die Note der Alliierten und die

Hecken über die Vorgeschichte des deutsch-russi­schen Vertrages:

Am Freitag abend erschien Herr G i a n i n i beim Reichskanzler, um ihm im Auftrage des italienischen Ministers des Stetigem Scyanzer Mitteilungen über den Stand der Verhand­lungen her einladenden Mächte mit den Russen zu machen. Er erklärte, es fei für die einladen­den Mächte von Wert zu erfahren, welche Stellungnahme die deutsche Delegation zu den Verhandlungen einnehme, die einen günstigen Verlauf versvrachen. Die Besprechuna. an der Reichsminister Dr. Rathenau, Staatssekretär Simons und Frecherr von Maltzahn teilnah- men, dauerte von 1112 Uhr nachts. Herr Gionini erklärte auch, daß am Donnerstag und Freitag ein Gedankenaustausch mit den Russen tatfgetunben hätte, um deren Stellungnahme zu dem Londoner Memorandum keirnen zu lernen. Man habe sich zunächst mit den russi­schen Schulden und Forderungen beschäftigt, über die von Rußland anerkannten Vorkriegs- schulden, und die Forderungen Rußlands an Die Entente aus den Unternehmungen Benekins, Koltschaks. usw. Man einigte sich dahin, daß die Kriegsschulden und die Forderungen an die Entente ausgerechnet werden sollen. Ein event'. Saldo zugunsten Rußlands soll bestehen blei­ben. Für die Vorkriegsschuldèn der Russen soll­ten Obligationen ausgegeben werden. Für die durch bie Sozialisierung entstandenen Schulden sollte ein Ersatz durch 99jahrige Konzessionen geschaffen werden. Eine Herausgabe sozialisier­ter Unternehmungen sollte nicht erfolgen. Hier­bei erklärte Minister Rathenau, daß Deutsch­land unter diesen Umständen an den Vorgängen ..desiuterââ Lgâ.âVâüLM...â. Deutschland getroffen seien. Das Londoner Mernormrdum fei in 3 Punkten für Deutschland unannehmbar. Gianim deutete an, daß keinerlei Mögtichkeit für eine Aenderung des Memoran­dums gegeben.sei, worauf Minister Rathenau ihm zu verstehen gab, daß wir uns dann nach anderen Sicherungen umiehen wüßten.

Demnach ist festzvfkevev. daß 1. die Ver­handlungen der Westmächte mit den Russen nahe an dem Abschlusse standen, 2. daß die aus dem Londoner Memorandum fick eraebeuden ferneren Nachteile für Deuti ^land nicht besei­tigt Würden, 3. dâß die Information durch Herrn Gianini lediglich eine Aufforderung zum Beitritt Deutschlands zu einem Abkommen oar- stellen sollte, auf das ^eutfdüanb feinen Einfluß mehr haken konnte.

Vorstehender Berich! wird durch folgende W!-

dunq ergä'

Gutsche Antwortnote. Es wurden die Mäglich- teilen der Versöhnung gesucht. Das Leièmoti» »er Besprechungen war, daß die Weiterfüh- nrng der Verhandlungen über allen Zukerrsfen Md Senümentalikäleu steht. Reichskanzler Dr. Dirch versicherte Llond George und Rathenau »chanzer, daß Deutschland und die deutsche De­legation mit friedlichen Absichten erfüllt sind und daß es eine falsche Auffassung ist, daß Feuischen die Lonserenzverhandlungen sc Aren wollten. 3n der Sache selbst aber stauben die Auffassungen unüberbrück- »ur gegenüber. Lloyd Georg« warf die smge auf, ob die Deutschen bereit seien, den Ml Ruhland abg^chlssseueu Vertrag m i c- »er zurâSzuzieh-n. Daun stm.de ihrem ^ederâtritt in die mit der russischen 3 vage M beschäftigende Kommission nichts mehr im ©ega. Die Frage hatte die Form eines Vor- ichlager, nicht einer Forderung oder einer Droh- ^ug. Selbstverstänslich besteht von deutscher »eile nicht dieAbficht.deurussifchen "ertrag wieder aufzuheben. Viel- ieicht wird der Gedanke auftauchen, den Vertrag B die Mischen den Alliierten und Rußland zu Miiehenden Abmachungen einzugliedern.

die

!übo-

2ur Vorgeschichte des Derirages.

Berlin, 20. April. Von zuständiger Seite «iahrt die Telegraphen-Union folgende Einzel-

3. Wenn die Verhandlungen mit den Rusten ohne uns fortgesetzt worden sollten, würden wir in un­serem Interest« gezwungen sein, ans anderweitig zu sichern.

Am Samstag erklärten Rakowsla und Joffe dem deutschen Delegierten Mabzan, daß die Russen auf Grund gegenseitiger Konzessionen zu einem lieber« eknkommsn mit den Enieutemächten zu kommen hofften. Auch ein britischex Delegierter äußerte sich in einer Unterredung mit Moltzan sehr optimistisch über den Verlauf her Verhandlungen. Maltzan wie­derholte ihm gegenüber, daß Deutschland durch direkte Verhandlungen mit den Rusten die Situation parieren müßte. Am Samstag abend brachten ner« frhiebene Reri i terflatter der deutschen Delegation die Nachricht, daß ein Uebereinkommen zwischen Ruß­land wrd ben ©ntentemädüen virtuell bereits erzielt wurde. Nunmehr beschloß die dcu'säfe Deleyo ton die rufoi'he Delegation um eine Zusammenkunft für den nächsten Tag zu ersuchen. Das Zusammenkom­men sand am Ostersonntag in Rapallo statt Noch sehr kurzer Dauer wurde der bereits in Berlin vor­bereitete Vertrag unterzeichnet.

©in üenffch ruft. Ak«»nspr»yramm.

Vasel. 20. April. Eine Privalmsldang aus Genua nefagt daß, während die Deutschen über eine Antwort an die Deleglerles der Akiierten berieten. Versuche gewacht werden, die Russen von Deutschland abtufnugen. Das hätte den Zweck, eine absolute Isoliertheit der Deut­schen vorzubereiten für den Fall, daß ihre Ant­wort keinen Verzicht auf die weitere Bdeifignng an der Konferenz bedeutet. Daneben sollen auch der»tsch-rufsische Verhandlungen über ein ge­meinsames Aktionsprogramm für Genua gegenwärtig staklfivden.

Die Aniwor! Lenins.

Genua, 20. April. Auf die Rückfrage der russischen Delegation nach Moskau ist gestern in Genua die Antwort Lenins emgetroflen. Sie ist sehr ousiührlich gehalten und umfaßt etwa

ropa studiert und

stellen fest, daß bei der Lösung europäischen Länder in zwei

dieser Frage bie

Haffen gruppiert werden müssen. In bie erste Lasse gehören diejenigen Länder, in denen die Neuansgabe nrm Papiergeld eingestellt wurde und bereits eine gewisse Verminderung des Geldumlaufs einactreten ist In bie zweite Klasse gehören diejenigen Länder, wo die Neuausgabe noch immer fortdauert. In den Ländern . der zweiten Klasse muß

morgen bekannt gegeben. Lstwinow erWâ ba. reif« gestern Pressevertretern gegenüber, daß die russische Delegation auf Gntnd der Antwort nunmehr bereit sei, die Verhandlungen in der polititzben Unterkommissiün fortzufetzem Er fügte hinzu, daß er es nicht verstehe, warum man gegen Deutschland sich so sehr ins 3eug lege. Rußland habe ja bereits Abkommen mit England und den Rondstaaten getroffen und auch andere Staaten seien io bereit, in Ver­tragsverhandlungen Anzutreien Uebcrdies fänden in tikmin auch Scurderverhandlungeu zwischen den Jj.o!imen' und Jugoslawen statt. Was für diese gelte, dürfe man Deutschland nicht vorenthalten.

Gereizke Slimmunsi in Paris.

Der empörte Poincarü.

des deutschen

,e Lloier aus

AbkomMns mit Rußland gab, wie bte Stüter aus Genua melden, der Leiter der Dftnbtefluni des Aus­wärtigen Amtes, Ministsrialdireltor o. Mal hon, folgende Erklärung ab-Ms man der deutschen Dele­gation das Londoner Memorandum vorlegte, erHär« ten wir sofort, daß uns brei Punkte darin unan­nehmbar schienen. Der erste Punkt war Artikel 6. der bedeutet, daß Deutschland Ruhland oder einem Dritten, her. an Sie Stelle Rußlande trifi, für die Kriegsentschädigungen, die Rußland aufgrund des Verfarllsr Perlräges Hütte fordern können, zur Ler­fügung stehen müsse. Der zoreite. »nannehmbm-e Punkt war ein Artikel der zweiten Beilage, -wonach äße industriellen Unternehmungen, die am 1- März 1917 in Rußland unter ausländischer Leitung stan­den, als auÄmMsche Unternehmungen hätten be­trachtet werden sollen. Da zu diesem Zenpunkte infolge des Krieges kein Unternehmen in Rußland eine deutsche Verwaltung aufmeifen konnte, käme dies pro krisch'dem Ausschluß der Deut­schen aus dein Kreise derjenigen ausländischen Da- buftrien in Rußland gleich, die eine besondere Be­handlung durch die Sowjetregier- ' g erfahr.',! sau­ten. Der dritte Punkt war drittel 15 der yueitrn Beilage, der sèsisM, daß alle vor dem 1. September 1917 m Rußland vollzogenen Enteignungen in Krall bleiben sollen. Diele Enteinnunar« betreuen fast aus­schließlich deutsche lln-ernednmngen. Deutschland war also ausiMird dieses Memorandums von allen Vor­teilen ausgeschlossen, die ein eventuelles Abkomme» Mst der Sowjerregierung gebracht hätten. Diese Ein­drücke der deutschen Megaltort wurden den an« deren Delegationen ausführlich zur K e « «.< uls gebracht. Eri wurde einem Mit allrd rin er fnm«

Berich 19. AprU. Poimarè erklärte gestern ^eMnßspetkretern, die Wisderherskellungskom» Mission habe Deutschland wiederholt an Die Ver- pfstchsting erinnert,' alle Rrllstc y«b Interessen Deutschlands an Rußland der ReparationLkom. Mission zu übsriassen. Deutschland habe sich hierzu auch ausdrücklichst bereit erklärt. Nacl) vöb 14 Tagen habe es der Neparchionskommis- ütm ein Verzeichnis des EMeMMs der heut« -Mst Stpatoptzehötzigen in Nußland gegeben. Deshalb bedeute die.BepsinwurN he* deyklch, russischen Pe^roges eilte. ' gfaftr Verletzung der von DeUtschlond übèrndmvtenen Verpflichtung, lieber das dentsch-rnWche ^Manöver" zeigt sich PpsnrorL sehr , empört. Bon. öen Bolschewisten .erwarte man nichts ^ptes, aber daß ein Mann wie Rathenau so pnivyal bondaln tonitte. tnöre ihm ganz unverständlich.

FranzSsijchc kQMErsiaspr-kchuns.

Paris, â April. Taxviètz hat an Pojn-ari j ^rcu P-rrf Aerichtei, worin er ihm Mittestttdaß ; er ütplge des Adschlusieg eines deutsch-russischen Vertrages in bei Kammer über bte Politik der Regierung in Genua interpellieren werde. Bie DediNAMgeu für die Konferenz,, seien durch« brychen zwordsn. Ponicqrö -hüt m einem Arrt- wortichr eiben erklärt, daß'er .sofort bei der Wie- bereräif wiig der Kammer betest sei. auf die .^Etzrätion zu antworten unh die allgLnreine

den Delegniion erklärt, haß DewlUoud sich »er^ pflichtet fühle, die Drohungen des Wen'vronduws durch direkte A b w a ch u n g e n mit den Russen zu parieren. 21m Freitag abend kam âhs obige Melduna) der Pressechef' her.itafienif--v.t Detego MN, Gionini, 3". der druis' en Delegation und be­richtete 'Aber Bel-rachungea stoischen Rußland un& der Entente, die hinter verschlöße en Türen statt« fonben.1 ©rat.irrt rügte hinzu, daß er die Ausgabe habe. Lie Ansicht -der bcufii^ Detega.ion über das Memorandum zu erfahren. Es wurde ihm barau; von den Deutschen. erklärt:

1. Solange die drei, erwähn!ca Punkte aufrecht­erholten bleiben, können wir zu bkfem Memoran dum keine Stelluna nehmen

Paris. M

nkon Brief gen

Politik Lar zu legen.

»ür« de« âomrrri sivnen«

unseres Sonderberichterstatter).

Die Neuregelung d?s Geldumlaufes.

G-.iuo, 20. Aprst. Gestern adeNd wurde bie ' AltsoMin« der Sachverständigen der V n f e r « k o mm isssisn f ü r Ä« ! v u Nt! a uf ofriziell verüffrvitucht: Die' AachiW-Mstdi-' haben tote Urbeir beendet rmd teilen in der chelalution mit, daß ihre Bestimmungen Mil dewEeftimmungen der Londoner Sachverftändraerr in dieser Frag« Frage fast vollständig übereiiifuöwen. Sie hMm die Frgae des Geldumlaufs in ganz Sv

man die Neuausgabe von Papiergeld einstellen, adaß diese Ländèr dann in die erste Klasse auf« genommen werden können. Die Beförderung der einzelnen Staaten von der zwecken Klasse, in die erste Klaffe kann nur mit Hilfe einet Zentralbank für Notenausgabe geschehen. Wci' ter wird von den SachversiäNdigln? empfohlen, daß die Banken und 'peizell bte auf Notenaus­gabe berechtigten Banken von jedem politischen Einfluß befreit »erben müssen. Nur finanzielle 'Gesichtspunkte dürften maßgebend fein. Die sämtlichen europäischen Eeldwähnrngen müßten auf gleiche Basis gestellt werden. Die Gold­deckung des Na'ienumlMifes fei nicht nudedingi erforderlich.

Genua, 20. Sprit Die Sachverständigen bet Untersommiffum für V alütafrag è p haben chre Resolutionen gefaßt. Die Sachverständigen empfehlen der Konferenz hauptsächlich die fol­genden Richtlinien zur Herstellung der Hör- malen Verhältnisse in den Dalutafragen: Die staatstebe Kontrolle des Valutahandels muß vermieden werden. Wo kein Valutamarkt existiert, muff man eingreifen um die Bildung eines aktiven Valutnmarktes zu ennpgstche». Die hohen' Einfuhrzölle der mit 'Dalutafthukderr behafteten Länder müssen abgcsihafft werden,' weil diese Zölle -jne.Besserrmg her Pabsta ver­hindern. -

miff ion hielt gestern eine Sitzrxng ob, wovek Seit Russen erlaubt mürbe, sich' in einer weitaren SiHwrg übex ihre Stellung gegötrsiber det Dar-, esloner Bedingungen zu äußern. Es "wurden ferner seitens DenYchtüntzS mehrere Vorschläge hefreffenh bee iniiunaiimiafen Verkehrs etnge- reicht, die überprüft werden lösten.

GünNfKS GirmMEN a*e Schweb«,.

Siatfbotm, 19. April. Das beuffch^r>istisch- Ab- temmen erregt hier astiges Auffehsn. Es wirst au- gemein Ms bei Beginn einer affinen deutsche« Außenpollirk a«gesehen. Das .offiziöse Regierungs* orgenS c c i a 1 b c m o f r a t e n schreibt:

Der Abschluß dc; deuilch-russtscheu ^ertrage* treibt bie Konferenz dem entscheidenden Ende immer näher zu uMb es ist Wo er einzusebèn. wie mach ^tnsrbin eine ^nt^rficibung v^rmrsoLN Werken ®<xttn« Die beiden Äichenbrodet werden einander in bis Arme getrieben, weil dir seinen Schwestern sie nicht »r-meu wollen. Er wäre ander« geworden, wenn die Schänssrsüßstage vor bér Genueser Konferenz ge­löst worden wäre und Frankreich, seine Lbertriebenen Forderungen Veraoges. tzt hätte. Hat abar micht g«. rode nie Vcrzoaernnaspplltik, der Entente . selber Deutschland dazu getrieben, Hilfe bei Rußland zu suchLN?" ' ' ' '

Ibntér SnMpbtng an diese Aeußerung« b« .SociaftSrmotraten", bte kaum ohne Fühlungnahme mit der schwedischen Regierung geschrieben sei« könn sn. mcim >R r, v 5 c g l ij t Allehond az^ per rchwedische Staalsmimfier Braytiutz hybe eine ziemlich gute Wittetting für wichtige Derschiebima«» in bei int ent ation afen politischen Gage,alle« haaba" bemerkt ihrerseits zu dem Abkommen: ;Drutichiond wurde zu seiner Aussehen erregend«» 1 Handlung getrieben durch den ungeheuren äußeren 1 Druck. Indem es Un Verzicht Rußlands auf Arb 116 des De^smller Vertrages erhält, hat' eit ein politischer GeschSst w altern ierte gemacht. Die wr gewinnen stlr" sich-die Anerkennung do facto <vl 3a -rare und-glauben wohl damit rechnen zu tonne-., daß England dem deutschen Vetspiele^ folgtAs« ton bläh et findet, daß Rußland wie Deutschland all four.eräne. Staaten formell durchaus im Rechte : waren, den Vertrag abzuschließen.

Oo!iMche Tagesberichle.

Kapp bfeibf i« Unferfucfjung^aft Dl« H der Universitätsklinik vorgenommen« Unter­suchung Kapps hat ergeben, daß er an einer schweren -AugenkranklMt leidet, die eine Dpa» rotfon notwendig macht. Kapo wird unter Auf« reckffè^Mlmng der Üntetsuchungslmft ebieni Sranksnhausè überwiesen werden. Man rechnet damit, daß schön in nicht allzu ferner Zeit der Prozeß gegen'ihn beginnen wird.

Verhaftungen in der Berliner Mocdaffärc. In Berlin sind insgesamt zehn Armenier fest« genommen worderi, die sich noch in PoliZeigs» wahrsam befinben uni) im Laufe des geftrsgen - Vormittage vernommen worden sind.

, ßué gestorben. Der Reichstags- und Land«

i taäsubgeorbneie Otto Huè ist am Dienstag abend im städtischen Krankenhaus zu Essen « ' einer Lungenentzündung gestorben.