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Nr. 88

Donnerstag den 13. April

1922

eteigenfte UW

Das ruffische Problem die Kauptfr» Pläne. -»Die Franz

Die wichtigste Frage -er Konferenz.

sDrahtmeldung unseres Sonderberichterstatters).

Genua, 12. April. Ich habe an die den Dele­gationen angehörenden oder chnen nahestehen­den Persönlichkeiten die Rundfrage gerich­tet, was sie über die wichtigste Frage der Kon­ferenz denken und welche sie überhaupt als die wichtigste Frage betrachten. Bei der engli­schen Delegation habe ich folgende Ant­wort erhalten:

Wichtigste Frage der Konferenz ist die russische Frage. Diese Frage steht bereits im Mittelpunkte des Interesses, und man kann »»nehmen, daß diese Frage während der ganzen Konferenz alle übrigen Fragen überflügelt. Die Stellung des englischen Premierministers ist die, daß ohne endgültige Regelung der russischen Frag«, d. h. ohne Einstellung der Feindseligkeiten gegen Rußland die wirtschaftliche Rekonstruk­tion dieses Landes und damit die Rekonstruk- tion Europas unmöglich ist Natürlich sind auch andere wichtige Fragen vorhanden, so z. B. die Frage der Regelung der wirtschaftlichen Ver­hältnisse in and. Ländern, die Herstellung des allgemeinen Vertrauens usw. Wenn die Konfe­renz die russische Frage gelöst hat oder wenn ichtbare Anzeichen darauf Hinweisen, daß eine olche Verständigung wahrscheinlich zustande vmmt, so werden die Arbeiten der Kommissio- nett und diejenige der Konferenz zu dem ge- MMjtën Resultat führen-

1 fronzösischenKreisen, die der Delegation nahestehen, folgt man dèn Verhand- hmgen der Kommission mit größter Aufmerk- famteit Die Franzosen sind überzeugt, daß neben der russischen Frage im Laufe der weite­ren Kommissionsverhandlungen auch d i e deutsche Frage eine hohe Wichtigkeit er­langen werde. Die Franzosen wollen sich nicht verheimlichen, daß sie an der wirtschaftlichen Heilung Deutschlands in erster Linie inseriert sind. Sie wollen nur das erreichen, daß diese Heilung Deutschlands nicht auf Kosten Frank­reichs geschehen soll.Wir müssen warten", sagte mir ein französischer Sachverständiger bei der Delegation,was Deutschland in seiner Denk­schrift an die Finanzkommission wünschen wird. Nachher werden wir diese Wünsche ernstlich prüfen und wenn sie erfüllbar erscheinen, so chird es nicht die französische Delegation sein, welche die Annahme und Ausführung dieser Wünsche verhindern wird.

Die R u s s e n selbst betrachten als wichtigste Frage der Konferenz die russische Frage. Siè meinen, Rußland könne nicht ruhig bleiben, bis alle Länder Europas und der Welt Rußland gegenüber freundlich dastünden. Ein Land, das ohne Geldmittel mitten in der Welt blockiert bastehe, könne nicht drinnen im eigenen Lands friedlich arbeiten und seine staatlichen Einriß- bungen konsolidieren. Rußland müsse anerkannt weâen. Man müsse ihm die Möglichkeit der Ar­beit und der wirtschaftlichen Genesung geben. Sonst würde Rußland immer weiter in Unruhe gehalten werden und von der Möglichkeit der Genesung ausgeschaltet sein. Man dürfe auch nicht vergessen, daß auch andere wichtige Fragen neben der russischen bestünden. Sie Krankheits- symtome aller Länder müßten ernsthaft aenrüst und behandelt werden. Nach dieser Konferenz würden sicherlich immer noch manche Fraa:n offen bleiben. Aber die Hauptvrobleme könnten und müßten gelöst werden. Die russische Dele­gation werde sich bemühen, nicht die Ursache ein-r eventl. Niederlage der Konferenz zu sein.

Ser deutschen Delegation nahestehenden Per­sönlichkeiten . haben mir versichert, daß d i e deutsche Frage bereits indenHintsr- ^r u n b g e ft e (11 sei, heute scheine die russische Frane im Mittelpunkt des allgemeinen Inte­resses zu stehen. Die deutsche Delegation habe aber auch damit gerechnet und sei übermannt nicht überrascht, daß man sich heute vor­nehmlich mit dem russischen Problem beschäftige. 2!tm dürfe aber nicht vergessen, daß die - sung der russischen Probleme mit in erster Linie von der Lösung der deut- ij^en Probleme abbänge. Ohne die Regelung der deutschen Frage könne man von den Russen die Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen nicht verlangen. Rußlands wirtschaftliche Heilung sei daher mit her Heilung Deutschlands aufs engste verknüpft; deshalb Kien Ne deutschen Vertreter ohne Besorgnis in

« Ist Mi ge Lloyd Georges Abrüstungs- o'en sollen abreifen".

Bezug auf die Ereignisse und Ergebnisse der Konferenz.

Auch neutrale und italienische Kreise haben mir erklärt, daß sie die russische Frage als die wichtigste ansehen. Ich glaube laut vertraulich mitgeteilten Informationen hin- zufügen zu können, daß nach der Lösung der russischen Frage die Arbeiten der Konferenz bald beendet sein werden. Unvorhergesehene Ueberraschungen sind jedoch nicht ausgeschlossen.

Aus den Kommissionen.

Finanzkommission.

Genua, 11. April. Sie erste Sitzung der Finanzkommission auf der Konferenz von Genua hat heute nachmittag 4 Uhr stattgefun­den. Sie wurde von dem italienischen Schatz­minister Peano eröffnet. Zum Vorsitzenden wurde Sir Robert Horne gewähtt. Er betonte in seiner Antrittsrede, daß die Aufgabe der Finanzminister besonders schwer sei, und daß das Ziel nur das sein könne, die beftmög« liche Lösung der zahlreichen Finanzfragen, die unter den gegebenen Verhältnissen Europa an- gingen, zu finden. Sie Lösung könne aber, so­lange Amerika fehle, keine endgül­tige sein. Andererseits könne sich Europa an diesen Fragen nicht desinteressieren. Es müsse bestrebt sein, seine Lage zu verbessern, da andernfalls der Handel und die Wirtschaftsver­träge aufs äußerste erschwert würden. Zu den Ausgaben gehöre in erster Linie Die Stabil i- |®è %et Äfttttt^ aller Länder müßten als Grundlage für die Bespre­chungen genommen werden. Was die Methoden der Arbeiten anlange, so schlage er vor, an Hand der Ergebnisse, die. die Sachverständigen­kommission der einladenden Mächte in London gefunden habe,, in einer. Unterkommission die schwebenden Fragen zu erörtern. Die Zusam- menlcbung der Unterkommission denke er fick so, daß sie aus je einem Delegierten der fünf einladenden Mächte, ferner aus je einem Ver­treter Deutschlands und Rußlands und schließ­lich aus vier weiteren Vertretern gebildet würde, die in besonderer Wahl bestimmt werden sollten. Von französischer Seite wurde ange­regt, nicht eine, sodern zwei Unterkom­missionen ür die verschiedenen Fragen­kreise aus dem Arbeitsgebiet der, Kommission einzusetzen. Sie en Unterkommistionen solle je ein Vertreter der 5 einladenden Mächte ange­hören. Im übrigen sollten nach dem Grundsatzder Gleichheit die übrigen sechs Vertreter gewählt werden. Siefen Vorschlägen, des französischen Delegierten wurde sowohl von d e u t s ch e r, als auch von russischer Seite widerspra­ch e n, weil es nicht dem Geiste der bisher ge­faßten Beschlüsse der Genueser Konferenz ent­spreche, Deutschland und Rußland bei der Be­ratung einer Kommission eine andere Stellung zuzuweisen als den einladenden Mächten. Sem Vorschläge Sir Robert Horne traten sowohl der belgische als auch der italienische Delegierte bei, die sich besonders darauf beriefen, daß ebenso wie in der politischen Kommission auch in der Kommission für Finanzfragen Deutschland und Rußland ohne, besondere Wahl vertreten sein müßten. Der französische Delegierte Pitard erklärte nunmehr unter p r o t e st l sch e r Auf­rechterhaltung seines Vorschlages, sich der Willensmeinung der Kommission nicht Aider- setzen zu wollen. Die Kommission stimmte als­dann dem Anträge von Sir Robert Horne zu. Danach wurden die vier Vertreter der übrigen Staaten gewählt, welche auf die Vertreter von Dänemark, Finland, Holland und der Tschecho- slowakei entfielen.

Danach wurde die Sitzung vertagt.

v«rkthrS» und Wirtschaftskommission«»».

Genua, 15. April. Hèute hat die eierte Kim- Mission, die Kotnmisfion für VerkchrSange- legend eiten. eine Sitzung abgcbaltrn. Präsident war der belgische Delegierte T Henni». Er hat vorgkschlagcn, eine Unierlemmissian zu bilden, Hefe Unlerto«uui man wurde aus den Vertretern der Ein- ladestaaten und den Vertretern au» Deutschland und Rußland, sowie aus fünf Vertretern von Oesterreich, der Schweiz, von Polen, von Portugal und von Rumänien gebildet.

Genua, 12. April. Die WirtschaftSkom- missten hat heute vormittag ihre erste Sitzung ab« gehalten. In der fiemmiffion waren Deutschland

Korrespondenten: Sie Stimmung in Paris über die Konferenz von Geiwa ist heute womöglich nach ungünstiger als gestern. Es sind sowohl von hier, als auch von Genua aus Kräfte an der Arbeit, um die Regierung zum Bruche za bewegen. Man hat aber bis jetzt noch keinen stichhaltigen Grund zu der Annahme, daß die Regierung den Bruch herbeiführen möchte. Was die Nervosität in der Hauptsache verursacht, ist der Eindruck, daß Frankreich in Genua alle an« dern Interessen gegen sich hat und infolgedessen mehr und mehr isoliert wird. Man sieht eine« deupichen Beweis dafür, darin, daß Deutsch-, land und Rußland trotz des Widerstandes des Herrn Barthou auf gleichem Fuße mit den Alli­ierten in die politische Kommission ausgenom­men wurden. Nach den Gefühlen der Franzosen stecken die Deutschen und die Russen unter einet Decke in dem keineswegs aussichtslosen Bestre­ben, einen Keil zwischen hic Alliierten zu tret« ben. Mit höchster Spannung wartet man in Paris auf den englischen Vorschlag über die fog..l 0 jährigen Rüstungsferien, voy denen die französischen Berichterstatter aus Genua mit besonderer Hartnäckigkeit forerhcit. Pertinax versichert sogar, daß der enalische Vof» schlag schon revidiert sei und sehr bald zur Der- teilung gelangen werde und bemerkt dazu: Es ist unnütz zu sagen, daß dieses ganze Unter­nehmen gegen Frankreich gerichtet ist. Wenn Frankreich entwaffnet sein wird, wenn es zur Durchführung der Verträge der notwendigen Kräfte beraubt ist, dann kommt automatisch die Revision der Verträge und der Reparationen.

5faHenifd?e Slimmen für Revision 6er Berlräge.

Gènna, 12. Avril. Di« römisch« ZeiftmqI t EU n d «".HâAmm^d^

pralls rwichen NMicherm und Bartbou die Äd- ffiünnaSfrair nicht fliesst tbtte'dhmteâeii wrrden Knut, denn hie Abrüstung bebeute nicht nur Herabfttzung bc Bewaffnnna. foubmi auch Auwab« her ganzen Vafit k per Faustpfänder, der Garantien und der Sanftkonev, bie auf die socr Friedeusverträge begründet sind, mit andern Wort-n: Revision her Verträge. Auch der sonalistüch«Avanti" ist dieser Ansicht und hebt neuerdings die WavnvorNeüiing-n herooy, mit denen der Frieden gesäbraet worden sei. ES bür" weder Freund noch F«md, weder Sieger noch Besieg;« geben.

Vor der Enllcheiduug in 6er ReparaNonsfrage.

Paris, 12. April. 3« der heutigen NachmilttaqsfitzungderReparationstvmmiffion einigten sich bie Mitzlieder grundjätzlrch darüber, demnächst eine neue Note an bit deutsche Regierung abzuschicken. Der Text .derselben steht noch nicht endgültig fest und kann noch im Laufe des morgigen Tages fertlggcfteltt werden. Die Kommission soll morgen vormittag halb elf Uhr abermals zu- iammenfreten. Es bestätigt sich, daß sie aus ihrer früheren Entscheidung bestehen will. Deutschland wird sich oaher verpflichtet sehen, an den vorge'chriebenen Terminen, nämlich am 15. April und 1. Mai, die Zahlungen zu leisten, bie von ihm verlangt worden find. Diese betragen bekanntlich für den ersten Termin etwas über 18 Millionen, und für den zweiten 50 Millionen Goldmark.

Die deuksch-polnischen Deryandlunge««

Genf, 12. SIpriL Herr Calondcr, her all Vor­sitzender und Schiedsrichter bie oeut ch-volmschen Ver» »andluiigLn über Oberichlesicii leitet, hatte her reffe «eilte nachmittag Mitteilen lassen, daß er auf gemein­samen Wunsch bet polnischen und deutschen Bevoll» mâcktigten feinen Schiedsspruch ans morgen nach­mittag vertagt hat, um ben beiden Parteien die Mög­lichkeit zu lassen, seit in lertcr ^tuube wieder auf« genommenen BgrstâudiguugSveriitch tortzusetzen. Dir Aussprache zwischen der deutichen.und der polnischen Abordnung ist inzwiicheu heule ben ganzen Tag übet fortgesetzt worden und gegenwärtig, um 9 Uhr abend», scheint daS Zustanxkoinmen eines Einvernehmen» wieher in den Bereich der Möglichkeit gerückt.

Die Antwort der Alliierten an Anzora.

London, 13. April. Die Alliierten haben bet fiegietuttfl von Aiigoia geantwortet, sie müßte» el abletmcn, die Râuuiung Slentajien» durch die Griechen in die von ihnen vorgejchlagene W«ffc«st>llstand»- bebingnngcn auf^unebmui. Dirie Räumung könn«, «ist bann in Frag« kommen, wenn dw Ulllerzelchnuilg bei Vertrage» »urchgc ährt sei.

durch Rathenau und Schmidt vertreten. Der französische Delegierte Call rath wurde all Präsident gewählt. Er schlug sofort vor; eine Unter« femmiffiett ähnlich zu den ersten und zweiten Unter, kommifsionen zu wählen. Der ungarische Delegierte schlug vor, eine kpezialunftrkommission für die An­gelegenheiten der Nachfolgestaaten zu bilden, die dann die Zollprobleme Oesterreich». Iugo'laviepr.Rnmänien», der Tsckecho-Slowakei, Ungarn und Polen» prüfen soll. Er sagte, daß die Ersetzung des Österreich« ungarischen Zollregime» durch verschiedene Zollreaime der Nachfolgestaaten notwendig sei. Ferner die Ein- kchränkungrvrrbotc, bie von der Mehrheit der Nach­folgestaaten ausgestellt waren, einer Spezialprüfiing zu unterziehen. Dieser Antrag wurde von der Tschecho. Slowakei und von den Polen bekämpft. 3nebe, fonbere schlug Polen vor, daß die Unterko« misst anen nach Materien begründet werden sollen. Holland hat borge- schlagen, daß die kleinen Staaten mehr al» vier-Vertreter erhalten sollen. Norwegen und England nnterstüntcn diesen Antrag. Darauf wurde Beschlossen, daß die kleinen Staaten fünf Vertreter haben sollen. -Sie wurden sofort gewählt und zwar die Delegierten von Nor­wegen, der Schweiz, Holland, Zugosiavien und Lett­land. Nächste Sitzung Samstag.

Der russische Wie-eraufbaiu

Genua, 12. April., Der Bericht der Sachverstän­digen, die in Lvndon über bit russische Frage verhan­delten, wurde heute an dir Delegierten verteilt. Aus den, Titelblatt heißt e»Vertraulich", obwohl der größte Teil au? ZeitungSmeldungen bekannt ist. Einige Einzelheiten sönnen noch nachgetragen werben. Die Sachverständigen.erklären, daß. die wirt-kdaitlikve Wiederherstellung Rußlands ohne auswärtige Kapitalien nicht erlangt werden samt. Er müßten aber von Rußland aät Waagen getroffen werden, damit die anßwSÄige'n KW-MM trete HanMMsteiiM er­halten; Die; SowfttpegiMtng muß: alle finanziellen Verpflichtungen der früheren Regierungen anerkennen. Sie muß die Lcrantwortlichkeit für alle Material­schäden übernehmen, ie Aurländer dilrch Maßnahmen der Sowjetregierung sowie der früheren Regierungen erlitten.. Die Verantwortlichkeit soll durch eine StaatS- fchuIbenfonfraatommuTton oder durch eilten gemischten Äerichtkhof festgestellt werden. Die Sachverständigen -chlagen vor, daß die finanziellen Ansprüche der alli­ierten Regierungen an Rußland mit den Ansprüchen der Sowjetregierung für die Schäden ausgeglichen werden sollen, die Rußland gelegentlich der Expedition von Koltschak, Denekin, Judenitsch und Wrangel erlitt. Die gegenseitige Schadenersatz«»^ soll pauschalster erfolgen. Di; rufm^e Regierung hat, ferner neue Juflizmcthoden einzilsühren. Die Justiz'soll'von der Verwaligng. unabhängig sein. Die Dichter sollen rn- absetzbar und unabhängig fein. Die Sachvrrstäiidigen empfehlen vollr-mmen« Gleichberechtigung in dèr Be­handlung . der Ausländer und der Russen mid den Schutz der Ausländer gegeg willkürliche Berhajtungen und Haussuchungen.

Rutzlands «»lehnmzgr

Genua, 13. Avril. Gestern morgen von 10 Uhr bis spät obern $ heben die russischen Delegierten die Dentschrist der aLEteir SachverstaickiKn geprüft. Er ist das Gerücht int Umlaut, daß die russische Dele- gßtion d-e.. allgemeine. DlS-ussion auf der Grundlage der Londoner Brstmimüngen adleünrn werde. War die Bemühungen Schanzrrs und Evan» bei den Rnsfeu iruchreren, weiß man noch nicht.

Die deuifche Denkschrift überreicht.

Genua, 12. April. Das umfangreiche Buch, das die beutfäKU Vorschläge für den 2ßitberautbau eutgäit, ist von Dr. Ralheuau dem Präsioenten ve Facia über­reicht woidcn. Es hänselt sichvekannteich um neuer» Itdj-e -prattifAe Vorschläge, um eine Besserung or« Wirtschaftsleben» verbeizuführeu, du nur Hand in Hand mit Rußland vurch tue Wirdero»,rlchtulig r eie« an Rohstoffen so reichen Lan­de» erzielt werden könne. Brsonocèr Beachtung pneet angeblich der deut, che M»<u,le einer Reform »t» Weltgeldes. ;

»»Die Franzosen sollen. abreisen."

Paris, 13. April. Perllnax fordert in seinen Genueser Berichte» diè Abreise der fran­zösischen Delegierten. Frankreich habe auf dieser Lonfecenz nichts zu suche». Die Abreise müsse aber unter Beobachtung aller iuteruationalèn Kornken geschehen, um der öffentlichen Meinung der übrigen Welt - lewen Anlaß zu falschen Schlußfotgerungeu zu geben. 3n pariser politi- chen Kreisen ist man allgemein der Ansicht, daß sie Konferenz sehr viel schnever zu Ende gehen werde, als Lloyd George erwarte.

Frankreichs Furcht vor der Isolierung.

Basel, 13. April. DieBaseler Nachrichten" veröffentlichen folgende Erkiaruno des Pariser

Boyern» Maßuohmen green bit Teue» rnna. Ai« Ergebnis der Beratung«« »r» boyenscheit Minigeri lltr» über die durch bie sprunghaft anichwellend» Dkuerung WckMiiir Lage bürste bei»«der» eine tier« viütguugra'lioil für Diehl nnb Milch m Aussicht ge­nommen Sein. Die amtlich« jittewutwaefumg dieser Maßnahme« Mt noch bevor.