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• Noch zwei städtische Beamten-Jubiläen. 8m Samstag, 1. April, konnten noch zwei weitere städtische Beamte, die Herren Spar, taffenrenbant Ewald und Stadtsekretär Koch, Armenverwaltung, auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienste der Stadt zurückklicken. Auch diesen beiden bewährten Beamten wurden von den verschiedensten Seiten zahlreiche Aufmerksamkeiten zuteil, die bezeugten, welcher Wertschätzung sie sich allenthalben erfreuen.
♦ Dialekt-Abend. Eines sehr hübschen Erfolge» hatte sich der gestern abend im Saale des Hotel zum Riesen von Herrn Rezitator Bock veranstaltete Dialekt- Abend zu erfreuen. Eröffnet wurde derselbe mit einem statt gespielten Marsch von einem Teil der Wander- kapelle des Verein» der Hochspeffartfrennde Rothenbuch, worauf Herr Bock eine kurze Einleitungransprache an die in der Hauptsache und zwar zahlreich erschienenen Wanderfreunde und Anhänger des Wandersportes hielt.
Nun wartete der geschätzte Rezitator mit einigen humorvollen Sachen in bayerischer Mundart auf, dann leitete et zur pfälzischen, österreichischen, sächsischen und schwäbischen Mundart über, um die Anwesenden zum Schluß wieder in die engere Heimat (hessischen und nassauischen Dialekt) zurückzuführen. Starker Beifall wurde dem Vortragenden nach jeder Vortrags- mtmmer gespendet. Ein Beweis, daß et es wie so oft schon, so auch gestern wieder aus» gezeichnet verstanden hat, den Anwesenden einige imterhâltende Stunden zu bereiten. Die Pansen füllte die obengenannte Kapelle durch Mandolinen- und Gitarren-Vorträge aus, die von feinem, exakten Zusammenspiel zeugten.
Hk. DebisenhanbelS-Vescheittignngen. Nach dem DevisenhandelSgesetz müssen handel»gerichtlich eingetragene Firmen, welche den Verkehr mit aus- ländischen Zahlungsmitteln betreiben wollen, bis zum 1. Mai 1922 von ihrer zuständigen Handelskammer eine Bescheinigung darüber erwirken, daß in ihrem Gewerbebetriebe derartige Geschäfte regelmäßig Vorkommen. Die im Besitz einer solchen HandelS- kamm-rbescheinigung befindlichen Firmen dürfen Devisengeschäfte sowohl mit Devisenbanken, all auch mit anderen mit einer solchen Bescheinigung aus- geftetteten Firmen abschließen. Anträge auf Erteilung der DcvisenbandelSbeschcinigung sind an die Handelskammer zu Hanau zu richten, welche den hierfür vor- geschriebenen Vordruck alsdann unverzüglich über, senden wird.
* Religiöse Volksvortröge. Man schreibt uns: Die verschiedenen Eindrücke und Aeußerungen über die im „Elefanten" gehaltenen Vorträge zeugen
Suchen nach wahrer religiöser Wissenschaft. Auch der starke Besuch im letzten Vortrag Zeugte von großem Interesse. Dem Redner gelang es, an Hand der Bibel vorzuführen, wie im Propheten Daniel die Zeftperiode von 2300 Iahrtagen bis zum Jahre 1844 reichten. Von diesem Zeitpunkte an sei der Anfang der Endzeit zu rechnen, in welcher nun der Plan Gottes zur Vollendung geht. Im kommenden Bortrag, heute abend, will der Redner das Werk Jesu seit dieser Zeit behandeln, welches sicherlich für die heutige Menschheit von großer Bedeutung sein dürste. Der Besuch des Vor- trags ist sehr zu empfehlen.
Wetterbericht.
Stifgefettt wen bet Wetterdienststelle Frankfurt «.M
Vorhersage bi, Freitag abend : Bewölkt, einzelne (urz- Rcgenscha»er, kälter, nordwestliche Winde.
Die Witterung erlangt auch an den nächsten Tagen noch keine größere Beständigkeit. Nach vorübcraehen- der Erwärmung folgt wieder Abkühlnnq unter gleich- jetitgtm Auftreten ton Niederschlag,schauern.
Landkreis Sana«.
§Langendiebach,5.April. (Die hiesige Semeindeförsterstelle), weldje seitBe- gtnn der Kriege« verwaist war, ist jetzt wieder besetzt worden. Der letzte Förster, Herr Haust
3iw Rückkehr unserer befiederten Sänger.
„Wenn Wald und Haide frisches Grün ge- winnen,
Das Veilchen schüchtern aus dem Grase sieht, Die Wolken segeln und die Bächlein rinnen, Unb rudernd hoch im Blau der Kranich
- Sieht-"
siegt unmittelbar die Rückkehr unserer zartesten uno vorzüglichsten Sänger aus dem fernen euben bevor. Die Reise nach den südlichen Ländern, die unseren harten Winter nicht kennen, hat die von Insekten lebende Vogelwelt schon beim Herannahen des Herbstes, als die Tage kürzer, die Nächte kühler geworden und der Nahrungsmangel mehr unb mehr für bie fühlbar wurde, die weite beschwerliche Reise iwer Länder und Meere antreten lassen. Die Wanderer benutzen dabei bestimmte Zug- jtraßen und ihre Flugfertigkeit hat sie schon mit flufe ihres hervorragend entwickelten Orientierungsvermögens das Ziel der Reise er- reichen lassen, bevor bei uns die ersten Sch»ee- jmeten wirbeln und die Gewässer in Eis erstarren.
Zieht der Frühling wieder bei uns ein, hält ite Heimatsliebe die Wanderer nicht länger in fremoen Landen, sie kehren zu uns zurück, mit erstaunlicher Sicherheit die Gegend wiederfin- benb, m der sie das Licht der Welt erblickten. Die Vegetation hat in unseren Breiten einge- etzt, die Knospen schwellen und bald entwickelt sich eine reiche, herzerfreuende Blütenpracht. Dazwischen schiebt sich malerisch das junge, zarte Grun der eben auskeimenden Blätter. Das farbenreiche Bild, an dem sich unser Auge ergötzt, wird weiter belebt durch die schon in Tätigkeit getretene Jnsektenwelt. Wir man» wein durch die reizvolle Baumanlage, plötzlich dringen an unser Ohr zarte, schmelzende Töne eines lieblichen Vogelgesanges. Das Auge sucht nach der Schallrichtung den Sänger zu erspähen. Fast von Blüten bedeckt sehen mir
au« Bruchköbel, war einer der ersten au« der hiesigen Gemeinde, welche den Heldentod erlitten. — (Zwei freie Lehrer stellen.) An der hiesigen Volksschule sind alsbald zwei Lehrerstellen zu besetzen. Mit der Versetzung der einen Stelle ist der Schulamtsbewerber Herr Henne, zuletzt in Rückingen beschäftigt, und mit der anderen der Schulamtsbewerber Herr Eile, zuletzt in Herges-Hallenberg, Kreis Schmalkalden tätig, beauftragt worden.
Aus Nah und Fern.
Dettingen, 5. Avril. Ueber den von Arbeit- neßmerfeite gestellten Antrax auf Einreibung der Arbeiter der Gewerkschaft Gustav in die Lohnskala der Kernrevier» beriet der zuständige SchlichtungSautschuß in Halle a. 6-, nachdem eine besondere Kommission zur Nachprüfung wesentlicher Angaben nach Dettingen entsandt worden war. Die gestern Nachmittag verkündete Spruch lautet auf Ablehnung bei Ärbeit- nehmerantrage?. Wie die Dinge sich nun weiter gestalten werden, muß abgewartet werben. Die Lage bei der Gewerkschaft selbst ist im Augenblick noch völlig unverändert. Er wird nach wie vor durch die Technische Nstbilse nur die notwendigste Förderung und Notstrombelicscrung vorgenommen; eine unmittelbare Wiederaufnahme der vollen Betriebes erscheint auch anl technischen Gründen im Augenblick all völlig ausgeschlossen.
Mschaffewbitug, 5. April. In Landshut wurde die StadtkämmererSivitwe Elise Lanzmüller erwürgt, ihre Tochter erschossen aufgefunden. Die Polizei verhaftete nun in München wegen dringender Verdachte» der Täterschaft den 22 Jahre alten Bürstenmacher Ludwig Eitele von Landshut und den 29 Jahre alten geschiedenen Metallarbeiter, Techniker und Mechaniker Rudolf Heinrich Scherf an» Aschaffenburg. Scherf ist am 9. Dezember 1893 in Aschaffenburg geboren. Vor etwa 10 Jahren ist sein Vater nach Landshut versetzt worden und sein Sohn ist mit ihm dorthin verzogen. Scherf genießt keinen besonder» guten Leumund. Eitele soll zu der ermorderten Tochter der Witwe Lanzmüller ein Verhältnis unterhalten haben. Es liegt offensichtlich Raubmord vor, da mehrere Brillantringe fehlen.
Aschaffenburg, 4. April. Beide Beine abgefahren wurden gestern vormittag 7Vs Ufji im Bahnhof Laufach dem Schaffner Adam Röth von hier, der auf seine Bremse im abfahrenden Güterzug 5109 während der Fahrt aufspringen wollte. Röth ist seinen Verletzungen erlegen.
Leidhecken, 4. April. Bei einem gestern nachmittag über der Wetterau sich entladenden Gewitter schlug der Blitz hier in eine Scheune und äscherte diese sowie zwei weitere Scheuern ein.
Tettnang, 4. April. In Unterrussenried ist der 41 Jahre alte Landwirt William Dent, der auf dem Felde Kainit gestreut hatte, am andern Morgen an Blutvergiftung gestorben. Der Fall ist eine Warnung für die Landwirte, Kainit zu streuen, wenn Handverletzungen vorhanden sind.
Breslau, 4. April. Die hiesige Behörden sind seit längerer Zeit mit der Aufdeckung einer aufsehenerregenden Angelegenheit beschäftigt. Es handelt sich dabei um mehrere Schwindler, tue sich der Herstellung und dem Vertrieb gefälschter Zeugnisse befaßten, mit denen die Inhaber vermutlich in die Lage versetzt wurden, sich bei einer Universität immatrikulieren zu lassen. Man vermutet, daß allein 200 gefälschte Reifezeugnisse von dieser Gesellschaft in Umlauf gebracht wurden. Der Urheber des Schwindels, ein begabter Lehrerseminarist, hatte sich in Berlin für einen reichen Handelsschüler an einer Vorbereitungsanstalt das nötige Wissen für das Abiturium einpauken lassen, um dann das Examen für den anderen unter dessen Ramen zu machen. Der Plan glückte. Die Kosten trug der Handelsschüler. Durch diese» ersten geglückten Versuch kam nun der Seminarist auf den Ge
den Künstler, einen unserer aus dem Süden heimgekehrten Lieblinge, aus dessen voller Kehle die glockenhellen Touren quellen, zum Entzücken des feinfühlerrden Ohres. Schade um dich, großer Tonkünstler, wenn der bente- lüsterne Sperber dich in der Boll‘saft deines Lebens schlagen sollte! Doch halt; nicht der Raubvogel ist dein gefährlichster Feind; als ein viel größerer erweist sich dir der Mensch. Nicht überall findest du den wohlverdienten Schutz. Der verwohnte Sohn des Gartenbesitzers benutzt dich als Zielscheibe beim Gebrauch seiner Vogelflinte, die ihm der schwache Vater als erwünschtes Geschenk auf den Weihnachtstisch gelegt hatte, und andere, selbst reifere Leute, streben dir nach dem Leben, die die Vögel für gut genug halten, sie als Zielobjekt zu benutze» und sie in ihrer Herzlosigkeit zu Schanden zu schießen.
Wenn nicht Gefahr bestände, durch die stets mehr und mehr um sich greifende Verfolgung der Vögel deren unentbehrliche Mithilfe bei dem Vernichtungskampf gegen die Kulturschäd- lingc für immer zu verlieren, wäre es nicht nötig, das schon so oft breitgetretene Thema „Schutz den Vögeln" immer wieder zur Erörterung zu bringen. Die Nützlichkeit der Vögel steht fest, dafür bürgen die Namen hervorragender Forscher. Prof. Dr. Gustav Jäger schreibt in seinem Werk über Zoologie: „Es ist einwandfrei festgestellt, daß ohne den Sperliirg der Obstbau geradezu unmöglich ist." Wenn dieser viel verfolgte Vogel ein so glänzendes Zeugnis von einem Fachmann erhält, so kann man sich eine Vorstellung von dem Umfang des Schabens machen, den Leute der Allgcineinhcit zufügen, indem sie, ohne auch nur einen Schimmer von der Lebensweise der Vögel zu haben, noch weit »iitzlichcre Vögel, als der Sperling es ist, durch Verfolgung vernichten. Wenn es Gemeinden gibt, die für den geschossenen Sperling 50 Pfg. bezahlen, so beweist das nod) lange nicht, daß der Schaden, den der Sperling verursach!, größer ist als sein Nutzen, sicher
danken, eine ganze Anzahl von Reifeprüfungen unter dem Namen irgendeines Auftraggebers abzulegen und diese späterhin zu Erpressungszwecken zu benützen. Er sand in Berlin einen Helfer. Die beiden Schwindler taten sich nun zusammen und betrieben die Fälschung und den Verkauf von Reife- und Abgangszeugnissen in großem Stil.
Don der Kinobühne.
* Scala. Der zweite Teil des großen amerikanischen Sensationsfilms „Der maskierte Räuber", betitelt „Die Todesfälle", übertrifft alles bisher Dagewesene. Besonders zu erwähnen sind die tollkühnen Reiterstückchen und Kletterpartien, die den Beifall der Besucher finden. Den Hauptpunkt der Handlung bildet der Kampf auf Leben und Tod zwischen dem maskierten Reiter und Ruth auf dem Plateau eines tausend Fuß hohen Abgrundes. Auch die junge Blanche erweckt reges Interesse, da sie ganz allein zu Pferde einen Angriff auf die Feinde unternimmt. Den zweiten Teil bildet der neueste Lustspielschlager „Ein Blitzmädel" in 3 Akten, m' l Lu LÄrronge in der Hauptrolle, sodaß auch für ' *
humoristischen Teil bestens Sorge getragen ist. L Sonntag um %2 Uhr findet wieder eine grob Jugend-Vorstellung mit ganz neuem Programm statt, worüber Näheres im Anzeigenteil der Samstags-Ausgabe zu ersehen ist.
Vereine, Versammlungen.
* Kurzschriftvereinigung Babelsberger. Freitag abend %9 Uhr Versammlung im Riesen; 8 Uhr Borstandssitzung. 50
* 88er. Heute 8% Uhr Monatsversammlung (3 Rinder). 60
* H. R.C. hassia. Heute abend 8% Uhr Vereinsabend im Lindenhos. 59
* Warlburgverein. 8—9 Pfadfinder, 9—10 Vibelstunde. 61
* Hanauer J. Cl. Viktoria 1894 e. V. Heute Donnerstag abend %9 Uhr Zusammenkunft des neuen Vorstandes nebst Spielansschuß im Vereinslokal. 62
* Gesangverein Eintracht. Heute abend Singstunde; 549 Uhr Tenöre, 9 Uhr Bässe. 63
* Kaufm. Verein. Vereinsabend Donnerstag 8% Uhr, Restaur. Mohr. 58
* Speffark-Tourisken-Verein. Heute Donnerstag abend 854 Uhr Monatsversammlung. 57
* Freiw. San.-Kolonne. Heute abend 8 Uhr Monatsversammlung.
* Turnabkeilung der M. I.-K. Heute Donnerstag
6 Uhr Turnstunde.'
* Turngesellschaft 1881 e. V. Heute abend 8'4 Uhr Vorstandssitzung. 67
* Gesangverein Melomama. Heute abend 8 Uhr Singstunde in der Karthaune. 64
* Angelsporknerein Hanau. Freitag 8 Uhr Monatsversammlung. 65
* Vereinigung dec Frauen und Töchter aller Stände. Heute abend 548 Uhr Zusammenkunft. 66
Aus aller Wett.
Zuchthaus für Schmuggel. Ein saarländischer Butterauskäufer, der Schachtmeister Nikolaus Bur aus Dudweiler, der bei Ueberschreiten der Saarlandgrenze mit 80 Pfund Butter erwischt wurde, erhielt von der Strafkammer Zweibrücken ein Jahr Zuchthaus und 30 000 Mark Geldstrafe, bei Zulässigkeit der Polizeiaufsicht und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren. Wie die Zollbeamten bekundeten, die den Angeklagten auf der Grenzstation Bruchmühlbach festnahmen, ist es keine Seltenheit, daß bei den Kontrollen der internationalen D-Züge ge- s-biniiggelte Butter zentnerweise aus den Aborten und sonstigen Verstecken der Abteile zutage gefördert wird.
Drei bewaffnete Banditen drangen am Samstag in die Wohnung eines Kaufmanns in Kattowitz ein und zwangen diesen zur Heraus
aber, daß man über eine reichgefüllte Ge- »ceindekaße verfügt, die für die von allen Richtungen zugeschobenen fremden Sperlinge eine halbe Mark dem Ueberbringer ausliefert und dadurch ihr gutes Geld unter fremde Menschen bringt.
Die Veranlassung zur Verfolgung unseres das ganze Jahr über durch Insektenvertilgung sich höchst nützlich erweisenden Kleinvögel gibt hauptsächlich ihr Naschen am Edelobst. Daß dadurch manchem Obstzüchter Schaden zugesügt wird, soll keineswegs bestritten werden, aber auch nicht zu bestreiten ist, daß der Mensch die Hauptschuld daran trägt, daß das Obstnaschen in solchem Umfange geschieht. Dem Vogel hat die Natur als Beikost zur Nahrung Beeren und anderes Obst wildwachsender Sträucher und Bäume angewiesen. Sie sorgt auch dafür, daß zu diesem Zwecke eine hinreichende Zahl dieser Gewächse vorhanden ist, indem sie die Vögel selbst dazu benutz:, durch Vertragen keimfähiger Kerne die Anpflanzung der beerentragenden Gehölze ununterbrochen vornehmen zu lassen. Hierbei greift der Mensch, wie so oft bei anderen Anordnungen der Natur, zu seinem eigenen Schaden störend in den Betrieb ein, indem er den durch die Tiere besorgten Nachwuchs nicht zur Entwicklung kommen läßt. Dadurch entsteht Mangel an Beerenfrüchten und treibt die Vögel bei ihrem Obsthunger zur Annahme des Edelobstes. Wer einen mit reifen Früchten versehenen Vogelkirschbaum in seinem Garten hat, wird die Beobachtung machen, daß dieser eine große Anziehungskraft auf Vögel ausübt. Ein Gleiches kann man feftstellen an anderen beerentragenden wilden Sträuchern und Bäumen, die den Sommer über bis in den späten Herbst hinein reife Früchte tragen. Die ausgereifte wilde Beere liebt der Vogel mehr, als den süßesten Apfel und die feinste Birne. Würden Parkanlage», Gärten mit Hecken, größere Dbftbaumanlagen der verschiedenartigsten beerentragenden wilden Gehölze in sich bergen, so würde der Schaden am Edelobst, veranlaßt
gabe des UV'Mdirantfdüüffels. Sie raubten etwa 400 0Q0 Mark in deutschem Gelde und 40 Kilogramm Silber.
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Handelsregister.
Eingetragen ist heute in das Handelsregistet die offene Handelsgesellschaft in Firma: „Paul und Rcnißwig" mit dem Sitze in Hanau, die am 23. März 1922 begonnen hat und aus dem Bijoutier Franz Paul und dem Kaufmann Willy Reußwig, beide zu Hanau wohnhaft, als offenen Handelsgesellschaftern besteht.
Hanau den 28. März 1922.
Das Amtsgericht, Abt. 4.
Genosienschasisregisterj
Genossenschaft: „Beamienbaugenossenschaf! Hanau, eingetragene Genossenschaft mit be Transfer Haftpflicht" in Hanau. Heinrich Pel- •ing, Julius Griesel, Viktor Voß und Heinrich Webler sind ans dem Vorstand ausgetreten und an ihre Stelle in den Vorstand gewählt: Stadt- baumeister Peter Kögel in Hanau, Vorsitzender; Oberstadtsekretär Karl Hetz in Hanau Schrift? führer; Oberstadtsekretär Richard Albert in Hanau, Kassierer; Postsekretär Oskar Möller in Hanau.
Hanoi: d^n 20. März 1922.
Das Amtsgericht 4.
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Oberrealschule.
Die Aufnahmeprüfung aller angcmelbeten Schüler findet statt am 19. April 1922, morgens 8 Uhr.
Weitere Anmeldungen werden im 2lmt& zimmer des Direktors zwischen 11 und 12 Ulft entgegengenommen.
Dr. O ft, Oberstudiendirektar.
Städtische Kaufmännische Deruis'chnlc (Pflicht- forlbildungs- S chule).
Betrifft: Anmeldungen.
Das neue Schuljahr beginnt Montag den 24. April, vormittags 8 Uhr.
Verpflichtet zum Besuche der Kaufmännischen Berufsschule sind alle im Bezirke der Stadt Hanau in Handelsgeschäften und sonstigen Büros beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Zum Besuche sind auch die im Besitze des Versetzungszeugnisses nach Obersekunda befind- lichen männlichen und alle weiblichen Lehrlinge verpflichtet, die nicht das Reifezeugnis der Höheren Handelsschule bezm. Entlamingszeng- nis der Handelsschule besitzen.
Anmeldungen werden von Montag den 10. bis Samstag den 15. April, von 11 bis 12 Uhr vormittags im Schulhaus, Gärtnerstraße 67, entgegengenommen. Schulzeugnisse sind mitzu- bringen.
Hanau den 3. April 1922.
Der Magistrat.
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Ges&lecMsfeiiten • ohne Berufsstörung.
Aufklär. Broseh.Nr.63. geg. Einsrud. v. 5 M. diskr. versohl. Spez.-Rrzt Dr.med.Hoihiinder's Rmbulat. Frankfurt a. M., 3ethmannstra$e 56. Tä"l. 10—12. 5—7 Ehr. Sonnhut 11 — 1 Uhr.
bur h das Naschen der Bügel, zum mindesten aus ein b..mimum jurüefgebrad)1 werden. Als mu^rgültig gepflegt kann eine Obftbauman- lage nur dann gelten, wenn energische Maßregeln für die Schädlingsvertilgung eingeleitet werden. Dieses geschieht am erfolgreichsten durch die Vögel, die infolge ihrer Behendigkeit und ihres Fleißes Spezialisten ersten Ranges in der Schädlingsvertilgung sind. Ohne die zartesten Keime zu verletzen, holen sie den schädigenden Wurm aus lotter und Blüte»., Keine Tierart kann der g. s irten Welt dabei Konkurrenz machen, noch ,. eniger die präparierten Brühen, die der Mensch zur Bekämpfung der Schmarotzer amBeniet. Der Obstzüchter wie jeder Parkbesitzer sollte im Interesse der Obst- zumt stets bedacht fein, den Heißhunger nach Obst bei den Vögeln zu stillen durch Anpflanzen von wilden beerentragenten Gehölzen, um dadurch das Edelobst um Schädigungen durch die Vögel zu bewahren. Daß Mangel an nötigen Nahrungsmitteln zu unangenehmen, die Ge- famtheit schädigenden Aus' reilungen Berau- lasjung geben kann, konnte man in den letzten Jahre» selbst bei kultivierten Menschen in Erscheinung treten sehen. Rot kennt kein Gebot!
Kunst und Leben.
Das Taschentelephon des Schutzmanns. Um Berichte über Verbrechen möglichst rasch über die ganze Stadt verbreiten zu können, hat die Polizei von Chicago jeden diensttuenden Schuhmann mit einem kleinen Zafdienteiephon» apnarat ausgerüstet, damit der Beamte siet« auf dem Wege der drahtlosen Telephonie ange rufen werden kann. Den Gebcap^arat trägt der Schutzmann in der Tasche; die oenber sind in dem Futter seines Mantels verborgen. Auf den Anruf aufmerksam gemacht wird der Poli, zist d rd) ein summendes Geräusch in bet Ta' .je. Auch die Polizeiautos sind mit Appa- ratcu für drahtlose Telephonie ausgerüstet.