Einzelbild herunterladen
 

Einrückung, gedubr: Die «nein. Kolonelzeile oder deren Raum 250 Mk, die igeiv. Seile im Reklameteil 65» Ml^??inan,inierate2.7<>Ml. Inierate werden nur ». Tagespreis berecknet. OllertaebübrÄ > Psg. Bezugs« { m preis Vierteliäkrl 30.- Ml., monatl. 10. Ml. für A Postbezug merteliäbtl.34.503RL monatl. 1150 Wt. Die RummerMPsg. Postickeck»Konto2865U.^rankkurtiM. ?

mrik

ches Organ für Stadt- mld Landkreis Lamm

Erscheint täglich Ausnahmt der Sona» and Feiertage

Nr. 67

Montag den 20. März

Lerlagsleitung: Ad. Jndermüble. Lerantwortlick : für oolitilcken und allgemeinen Teil Rickard bultlck: für lokalen und orovimiellen Teil iowie Soo« Wilhelm Moritz: Hit Anzeigen und Reklamen August Brodt. alle in San au a. Maia. Rotationsdruck der Wailenbausbuckdruckerei Sana«. Fernivreckanlcklülie Nr. 1237 und 1238.

1822

Das Neueste.

-- Der Reichstag beendete am Samstag bie erste Lesung des Mantelgesetzes zu den Steuer­vorlagen.

Die Parteien im Saargebiet fordern in einer Kundgebung eine nach gleichem Wahlrecht -«wählte Volksvertretung für das Saargebiet.

In den Sitzungen am Mittwoch und Frei­tag wird der Sozialpolitische Ausschuß des Keichswietschastsrates verschiedene Sachverstän­dige anhören über die Frage, ob der Achtstun­dentag unter den gegenwärtigen Verhältnissen «och langer burefnufubren sei.

Die deutsch-polnischen Verhandlungen stehen vor ihrem Abschluß.

Der Aufstand im südafrikanischen Rand­minengebiet ist unterdrückt.

Das neue griechische Ministerium Gunaris hat bei 53 Enthaltungen mit 164 gegen 86 Stimmen ein Vertrauensvotum erhalten.

Französische Krieqsvvrberettung in der Schule.

Der klügere gibt nach dieser Satz begrün­det die Weltherrschaft der Dummheit. Wer aber km verleumderischen Hasse nachgibt, der be­gründet die Weltherrschaft der Lüge. Die Lüge von der allgemeinen Schuld Deutschlands am Weltkriege ist die Ursache unseres Unglücks und des Unglücks der gangen kultivierten Welt. Die Aufgabe, biefe Lüge bis in ihre letzten Schlupf­winkel zu verfolgen, ist eine der ersten Pflichten der deutschen Publizistik. Wir habe« an dieser Stelle schon bes öfteren den Kampf gegen bie Schuldlüge geführt, dennoch ist es nötig, daß dieser Kampf immer und immer wieder aufge- chLmmen wird, bis schließlich eines Tages auch Were Regierung den Mut ftnöex, uns Oe#* Offensivweg betritt Einen recht wertvollen Beitrag zur Erkenntnis der Duellen, aus denen bie derzeitige Vergiftung Europas stammt liefert das in einigen Tagen unter dem Titel ^efjarbetf* erscheinende Märzheft derSüd­deutschen Mo«at»hefte", die sich durch eine Reihe Slitischer wichtiger Veröffentlichungen sicher- z ein Verdienst um unser deutsches Volk er­worben haben. Das neue Heft beschäftigt

damit, wie Frankreich die Schule, und zwar die höhere sowohl wie die Volksschule, das Schul­buch und die Jugsndschrift in den Dienst der Kriegsvorbereitung gestellt hat, entsprechend der alten Lehre, daß demjenigen, der über die Heranwachsende Jugend verfüg«, die Zukunft gehöre. Zu dem großen sonstigen Quellen- material, das in den Anmerkungen genau auf- sqzählt ist, kommen bie auf Veranlassung des Ministeriums des Innern für Elsaß-Lothringen ton Dr Stehle gesammelten französischen Ju- -endschriften und Schulbücher, die in dem wäh­rend de» Kriegs besetzt gewesenen Gebiet aus dem Schutt und der Asche zerstörter Häuser her- «usgeholt worben sind. Während es kein deut­sche» Kinderbuch geben dürfte, in dem, von Haß gar nicht zu reden, ber Erbfeind überhaupt nur erwähnt wurde, ergoß sich mittels der franzö­sischen Schulpropaganda alljährlich ein neuer Strom des Hasses und ber Kriegsgier aus der Schule über das ganze Volk, das, da sich nie­mand bem Einfluß ber Schule entziehen kann, in allen Schichten davon durchtränkt wurde. Fast alle biefe Schul- und Jugendschriften, in welchen, teilweise unter der Maske ber Harm­losigkeit,, der Vaterlandsliebe oder der staats­bürgerlichen Erziehung, allerlei Rachgedanken verbreitet wurden, haben eine gewaltige Ver­breitung; dieSüddeutschen Monatshefte" töhl«n bet einigen bis zu 356 Auflagen und bis pt 660 000 Exemplaren auf. Man denke sich beispielsweise eineMonsieur le Hulan et les trois Couleurs" betitelte von Paul Déroulébe geschriebeneGeschichte zum Christfest", also ein Weihnachtsbuch, allerdings seinem Inhalt voch ein grauenvoller Blödsinn, worin als Ty­pus des DeutschtumsDer Herr Alan" als Mör- ber unschuldiger Kinder und wehrloser Frauen uftritt. Geradezu läppisch mutet eine Er- Zählung aus Erckmann-ChatriansLes Volon- taires" an, wonach ein Hund für die Republik, für General Hoche ober Mac Mahon über den ktock springt, beim Namen Bismarcks dagegen den Schwanz einzieht und davonläuft. Welche "olle Elsaß-Lothringen im «eogravhl-unter- richt spielte, braucht kaum erwähnt zu werden. Schwieriger lag bie Sache im Geschichtsunter, richt, da die mit solch grauenhaften und sinn« »sen Verwüstungen verknüpften Eroberungen im 1C und 17. Jahrhundert, da namentlich der Erwerb von Metz, Toul und Verdun oder der- jrnia« ®traf,.jurgs und bes Elsaß doch unmög« uch Der Wahrheit entsprechend dargestellt mer« N® temtam. Die meisten Bars aller haben es sich

leicht gemacht, indem sie einfach darüber hin- weggingen. Andre griffen zur unoerbfümten Lüge, wie es z. D. Ducoudray mit den Worten tut:Bernhard von Weimar, ein Schüler Gustav Adolfs, eroberte Elfoß, und sterbend ver­machte er es Frankreich." Auch die Singstunde muß der Aufforderung zum Rachefeldzug dienen. Eine der Bibliothek für nationale Er­ziehung einverleibte Jugendschrist enthält bei­spielsweise folgende Verse:

Seien wir ihre Feinde,

Erbitterte, fort und fort, bis zur Rache!

So. wie er sich gezeigt hat, seien auch mir ohn' Erbarmen!

Und triumphierend über das Geschick und den Verrat,

Laßt uns am Rhein unsre alte Grenze wieder- nehmen!

Im gleichen Gedankengang dichtet AndrS Theuriet:

Trinken wir auf ein gemeinsames Erinnern, Auf den oemeinsamen ^. Aus die Rache der Zukunft,

Auf das freie Lothringen!

Ganz unverblümt wird in den Schulbüchern über Frankreichs Dundesgenosien, namentsich über Rußland, sowie über Frankreichs Kriegs- ziele gesprochen. Bei solcher Erziehung des ganzen französischen Volkes, an der Tausende von Lehrern sowie viele Tausende von Büchern unablässig arbeiteten, ist wohl zu verstehen, daß Frankreich die von uns in den letzten 40 Jahren so oft dargebotene versöhnende Hand zurück­wies. Denn man früher schon bei uns in vollem Umfange diese Art von französier Schul­literatur gekannt hatte, dann wäre, so meinen dieSüddeutschen Monatshefte", wenn nicht aller, so doch manches unterblieben. Wie konnte ülnnben. meint^das Blatt. daß ein Volk,

nistersesfel innehatten, durch Lügen und'Ver­leumdungen irregführt wurde, sich zu einem nur Halbweg» freundschaftlichen Verhältnis zu uns bequemen würde? An wieviel Orten wurde täg­lich und stündlich in Sprach- und Literaturunter­richt, in Grammatik, Geschichte, Geographie, Dürgerkunde und Moralunterricht an der Hand der erwähnten Bücher Haß den Kinder gepre­digt, deren Herz noch weich wie Wachs ist. Unsere Bemühungen waren umsonst. Frank­reich riß die Wunden von 1870 durch Hetzerzäh- lungen über diesen Krieg immer wirder auf, schilderte in den düstersten Farben die Leiden des angeblich geknechteten elsäsischen Volkes, korrigierte" die Geschichte, wog die gegen­seitige Kräfte genau ab, wies auf die zukünf­tigen Bundesgenossen hin, stellte die Kriegsziele, unter denen die Eroberung des ganzen links­rheinischen Gebiets einen bèfonderren Reiz aus- übte, vor di« leicht erregbare Phantasie des französischen Volkes und lehrte Rache, die kein Erbarmen kennt. Das war die Vorbereitung auf den Weltkrieg.

Deutschland steht heute in der Willkür derer, die planmäßig sein Verderben vorbereitet haben. Es hat nichts mehr als fein Recht. Der Kampf ums Recht aber ist Pflicht des deutschen Boltes. Er ist ein Kampf gegen die Weltlüge heute noch, wie am ersten Tage des Weltkrieges. Wir wollen bie Wahrheit und nichts als die Wahr­heit. Die Wahrheit aber ist, daß unser rachlüch- tiger Nachbar seine Jugend gegen uns ins Feld geführt hatt«, ehe noch ein Schuß anno 1914 gefallen ist

Genua.

Dr. Dirch und Scbanzer über die Konferenz.

Mailand, 20. März. Reichskanzler Dr. Wirth äußerte in einer Unterredung mit dem italieni­schen Abgeordneten Mussolihi sein Bedauern darüber, daß die Vereinigten Staaten ihre Teil­nahme an der Konferenz von Genua abgesagt hätten. Nach feiner Ansicht sei der endgültige Wiederaufbau Europas nur möglich, wenn sich die Vereinigten Staaten daran beteiligten. Europa habe außereuropäische Hilfe nötig. Ohne daß die Staaten auf ihre nationale Denkart ver­zichten müßten, müsse man Europa als eine wirtschaftliche Einheit betrachten. Für den russi­schen Wiederaufbau seien Geld und Arbeit nötig. Deutschland könne kein Kapital zu diesem Zweck aufbringen, sondern nur die Hilfe und Arbeit seiner Techniker. Im Verhältnis zu Italien be­zeichnete Dr. Wirth die Schaffung guter Han- delLbeziehungen als das Wichtigste. Der Reichs­kanzler wußte noch nichl zu sagen, ob er Person- lich nach Genua gehen werde.

Rom, 20. März. Der italienische Außen­minister hat am Samstag in der Kammer neue au mpolitische Erklärungen abgegeben. Don besonderem SntereHe sind die Ausführungen über die Reparationsfrage und die Konferenz non (Byma. Schanzer sagte: Das Reparation».

Problem kann nicht auf einer Konferenz gelöst werden, die zum größten Teil von Staaten be­schickt ft die an der Reparastonsirage nicht be­teiligt sind. Ueber die Konferenz von Genua sagte er:Man will gegenwärtig die Bedeutung der Konferenz herabfetzen und sie als ein Stell- ht. lein darstsllen, besten Ergebnis wertlos wäre. Dies ist nicht richtig. Die Konferenz von Genua ist ein internationales Ereignis von besonderer Bedeutung, vielleiou das wichtiast« Ereignis seit dem Kriege. 6s ist das erste Mal, daß Sie­ger und Besiegte gemeinsame Interessen mitein- anoer erörtern. Das genügt, um der Konferenz eine moralische und politische Bedeutung zu geben, die niemand verkennen kann. Man kann der Konferenz nicht die utonifche Abit zu- méffen, daß sie die Loge in Europa und in der Welt auf einen Schlag in Ordnung bringen wolle. Genua ist bie erste Staupe auf dem Wege, den die Welt zurü^egen muß, um die Wunden des Krieges wieder zu heilen."

Die amerikanische ^sanz und Industrie in Genua.

Paris, 20. März. Es bestattet fuf), daß die amerikanische Finanz- und JndustrieweU auf der Genuakonferenz vertreten sein wird. Der Bankier Vanderlip und der Industrielle Bedgar von der Standard Dil Company sind bereits in Europa eingetroffen. Badger und Vanderlip sind mit keiner amtlichen Mission beauftragt. Vanderlip erklärte, er selbst sei kein Vertreter der amerikanischen Regierung, aber er werde zweifellos während seines Aufenthaltes in Europa mit mehreren Mitgliedern der Konfe­renz Fühlung nehmen. Dabei gab er auch die Erklärung ab, Amerika nehme deshalb nicht offiziell an der Konferenz teil, weil es befürchte, daß eine solche Beteiligung die Ratifikation der Da- ungtvner Abmachungen arfuyrde. Da-

nassen«.

Nische Regie--"ng M , h *e Opposition im Senat in allen Fragen der

eurovSischen Politik zurückhaltend ist.

totalster Lovering an die Polizei- beamten.

In einer Verfügung de» Ministers des In­nern Severing an die Polizeibeamtenver­bände spricht er der Polizeibeamtenschaft seine Anerkennung über ihre Leistungen aus und betont besonders die Leistungsfähigkeit der Schutzpolizei, die den gestellten Anforderungen genügte. Besonders spricht der Minister der Polizeibeamtenschaft seine Anerkennung aus, an die mehrfach und in der verschiedensten Fornl das Ansinnen einer mittelbaren oder völligen Solidaritüt mit Streikenden gestellt worden sei. Grundsätzlich fei, so führt der Minister weiter aus, der Beamtenschaft ein Streikrecht nich t zuzubilligen. Darüber hinaus aber stelle auch eine Reutralitäts- oder Sym- x a t h i e k u n d g e b u n g zugunsten einer streikenden Partei in «irrfchaftlichrn Kämpfen eine Verletzung der Beamtenpflicht dar. Die Weisungen des Reichsverbandes der Polizeibeamtsn, die für die ihm angeschlossenen Verbände, also auch für den preußischen Ver­band, maßgebend seien, entsprächen nicht den Grundsätzen des Ministers des Innern. Falls der Reichsverband die in der Weisung aufge­stellten Richtlinien beibehalten sollte, behalte sich der Minister des Innern weitere Maß­nahmen vor. Zum Schluß« betont der Mi­nister in seiner Verfügung, daß alle Anord­nungen über den Einsatz und das Wirken der Polizei sowie über die Pflichten und das Ver­halten ihrer Beamten ausschließlich feine Sache sei, und daß Verhaltungsmaßregeln von anderer Seite Anmaßungen seien, auf die er, falls sie von Verbänden ausgehen sollten, mit der Ab­lehnung jedes weiteren Verhandeln» und Zu­sammenarbeiten» erwidern müsse.

Die KohlrvpoUlik der Aegierrmz.

Im Hauptausschuß bes Reichstages kam es am Samstag zu einer ausführlichen Bespre­chung bet Kohlenversorgung gelegentlich ber Debatte über die Tätigkeit bes Reichskommissars für die Kohlenverteilung. Reichswirtlcdaftsmi- nifter Schmidt erklärte, die ungünstige Wir- kung desSpaa-Vertrages auf die deutsch« Industrie sei für jeden offen- sichtlich. Jeder abgelieferte Waggon Repara­tionskohle füge naturgemäß dem Versuch, die deutsche Wirtschaft wiederaufzubauen, schwere Schädigung zu. Es fei allerdings gelungen, die Braunkohtenförderung erheblich zu steigern und so die Industrie vor der äußersten Not zu schützen, aber viele Industrien könnten ihre Feuerungen mit Braunkohle nicht bedienen, z. D. die wichtige Baustoffindustrie. Die Preis- erhöhuuLen seien bedauerlich, weil Re auf bie

ganze Industrie zurückwirken. Der Ausfuhr ooe Braunkohlen könne er sich nicht widersetzen, so­fern darunter nicht die Versorgung der Inland- industrie leide. Wir hätten natürlich éin Inte» esse daran, Rohstoffe, die wir in ausreichende» Maße besäßen, zur Beschaffung von Devisen auszuführen. Daß trotzdem die Einfuhr eng­lischer Kohle gestattet werde, widerspreche dieser Ansicht durchaus nicht. Es sei vom Gesichtspunkt der Devisenbeschaffung nichts dagegen zu sagen Ehe nicht eine bessere Steinkohlenförderung be­stehe, sei an einen Abbau der Kohleneinfuhi nicht zu denken.

Im weiteren Verlauf der Debatte ergriff der Reichskommissar Geheimrat Stutz, d« Wort: er polemisierte zunächst gegen den So­zialdemokraten Huâ, der behauptet hatte, dir Bergarbeiter hätten keinen Grund weitere Schichtarbeiten zu leisten, da der Hauptantest an der Kohlenpreiserhöhung in bie Tasche» der Kapitalisten fließe. Er wies da­rauf hin, daß es fa auch fiskalische Zechen gebe bei denen der erhöhte Gewinn restlos der Allge­meinheit zugute käme. Da gegenwärtig in Deutschland eine große Kohlnenot bestände, seien die Eisenbahnen ebenfalls unzureichend versorgt. Während vor dem Krieg die Eisen­bahnen durchschnittlich für 88 Wochen ver­sorgt waren, hätten sie heute nur noch für 23 Tage Vorräte, wogegen in Frankreich die Eisenbahnen einen Vorrat für durchschnittlich 2 Monate besäßen. Schließlich wurde eine Ent­schließung Dr. Pachnicke (Dem.), Dauch lDvp.) und Genossen angenommen, wonach bie Reichrregierung auf eine erhebliche Steige­rung der Kohlenproduktion bimvir- ken und ferner für den beschleunigten Abtrans- s vort der Lagerbestände eon Kohle und Koks LeèttLt werden soll. ____ ?

Königsberg, 20. März. Gegen die AR drängung Ostpreußens von der Weichst durch den Beschluß der Interalliierten Erenzfeft» setzungrkommission, wonach die 5 Ortschaften Johannesdorf, Außendeich, Neulindenau, Ära« dersdorf und Kleinfelde mit ihrer ganzen Ge­markung an Polen fallen sollen, hat der oft» preußische Landtag folgenden Protest erhoben; Der ostpreußische Provinziallandtag erhebt schärfsten Einspruch gegen die von der Inter­alliierten Grenzfestsetzungskommission am IS. März vorgenommene dem Friedensverkag zu« w ibertaufenbe Festsetzung der Weichselgrenze. Er verlangt, daß die Reichsregierung die An­nahme dieser ungerechten Entscheidung ablehnt.

Politische Tagesberichte.

Vor dem Freiwerden bet deutschen flfag- Verkehrs. Ueber die englisch-franzSstsch-belgische Luftverkehrskonferenz in London erfährt man, daß die drei Ententestaaten gemeinsam vor­gehen wollen, um der Konkurrenz der deutsche« Flugzeugindustrie, die am 5. Mai frei wird, und der Konkurrenz der deutschen Fluggesellschaften, die am 1. Januar 1923 frei werden, gewachsen zu sein.

Der erste deutsche Dampfer le Bouloane. Gestern Sonntag ist zum ersten Male seit dem Kriege ein deutscher Dampfer wieder in Bou- logne eingetroffen. Es ist dieAntonie Delfin»" von der Hambura-Südamerikalinie, die sich auf dem Wege nach Buenos Aires befindet. Schon dieCap Pelonie" von derfelben Linie woSte auf ihrer Reife Douloane anlaufen, es ist ihr aber durch schikanöse Vorschriften der franz»« silchm Zollbeamten unmöglich gemacht worbèe. An Bord derSinfonie Delfine" kam es Ml einem kleinen Empfang, der höflich und fort«' verlief. Es nahmen daran teil französische Pall- zeibeamte vom Hafen Douloane, die Vertrete: der Schiffsgesellicyaften und der südamerikanl schen Konsulate.

Aegyplische Derfdftrng. Siner Meldung aus Kairo zufolge, sind seit der ersten Februar- hälfte ununterbrochen täglich Attentate oder Morde auf englische Untertanen oder britisch« Beamte in Aegypten ausgeführt worden. I» keinem Falle hat man bisher einen der läset entdecken können. Da mehrfach Beweise aufge­funden sind, daß die Attentate von einer ge« Heimen Organisation ausgehen, welche vorgibt, täglich einen Engländer zu ermorden, solange Zaghul Pascha nicht befreit ist, wurden Sicher. Heitemaßregeln allen englischen Untertanen dringend empfohlen.

Dar Ende bet »Mt ff an Ischen Ausstom- be«. Im südafrikanischen Randminengebiet ist die Arbeit wieder ausgenommen worden. Der Generalstreik ist zusammengebrochen. Die rev»- lutionären Ausschreitungen sind von den Re­gierungstruppen unter persönlicher Leitung non 6 mut» endgütig niedergejchlag«»