LiarückungsgebLbr: Die8geiv.RoloneUeHeoder beten Raum 2.50 Mk. die 4gelv. Beile im ReNameteil 5.50 Mk„l?inanrlnserate2.70Mk. 3nietaie werden nur tTagespreis berechnetDtferteebühr50Pfg.Bezugs- preis: Vierteljäbrl.30.- Mk., monatl. 10.— Mk. für Postbezug nterteltäbil.34.50 Mk^ monatl. 1 1LNMk. Die Nummer40Pfg. Voitlckeck-Konto 2S659.FrankkurttM.
Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kamm
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage
Verlagslritung: Ad. Indermüble.
Verantwortlick: für politischen und allgemeinen Teil Rickard Oultfch; für lokalen und orovinziellen Teil sowie Sport Wilhelm Moritz: für Anzeigen und Reklamen August Brodt, alle in Sanau a. Main. Rotationsdruck her Wailenbausbuckdruckerei Hanau. Fernivreckanicklülie Nr. 1237 und 1238.
Nr. 63
Mittwoch den 15. März
1922
Das Neueste.
— Die gestern fortgeführten Verhandlungen zwischen der Reichsregierung und den Spitzen- Organisationen über die Neuregelung der Be- iüge der Angestellten und Arbeiter haben gute Fortschritte gemacht. Man hofft, daß die Verhandlungen heute Mittwoch zu einem guten Ende geführt werden.
— Der Dollar stieg gestern auf 276, der holländische Gulden auf 103 Mark.
. — Wie aus Washington gemeldet wird, will die amerikanische Regierung nicht zugeben, daß die Verteilung der deutschen Reparationszahlungen vorgenommen wird, bevor Amerika einen Anteil für seine Desatzungskosten gemäß dem Waffenstillstandsvertrag erhallen hat.
— Poincar« soll nach der Absage Amerikas heschloffen haben, nicht persönlich an der Konferenz von Genua teilzunehmen.
— Die Kämpfe zwischen den Regierungs- itruppen und den Aufständischen in Südafrika dauern fort.
•— In Pariser politischen Kreisen rechnet man damit, daß die Konferenz von Genua auf» gehoben werden müsse, falls sich die englische Regierungskrisis noch weiter zuspitze.
Unsere Wehrmacht vor -em Reichstage.
Im Reichstag wurde gestern nach Erledigung einer Reihe kleinerer Anfragen der Haushaltsplan beim Reichswehrministerium beraten. Abg. S ch 8 p f l i n (Soz.) bemängelte die große Anzahl der hohen Offiziers- stsllen und erkannte im übrigen an, daß durch —MS Reichswsbrministerium eine große organisatorische Arbeit geleistet worden ist Bei der Verabschiedung von Offizieren habe man sozialdemokratisch gesinnte Offiziere ausgemerzt, sodaß das Offizierkorps heute stark monarchistisch sei: Das fei zwar kein Beweis für eine Gegenrevolution, aber man müsse die Reichswehr «ach wie vor mit aufmerksamen Augen betrachten. — Abg. Heile (Dem.) brachte dem Reichswehrminister das Vertrauen feiner Fraktion zum Ausdruck. Es bestehe heute keine Gefahr mehr, daß die Reichswehr eine Gefahr für die deutsche Republik werden könnte. Zu bedauern fei die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht. Trotz unserer allgemeinen Abrüstung und unserer 100 000 Mann betragenden Reichswehr sei heute rings um uns herum der starke Militarismus in Erscheinung getreten. Selbst Polen unterhalte 650 000 Mann. Die Reichswehr sei nichts anderes als eine Notwehr, denn es werde doch auch noch einmal wieder anders in der Welt kommen. (Sehr richtig.) — Abg. Er fing (Ztr.) rühmte die Sachlichkeit der Ausschußberatung. Frankreich wolle die ganze Welt gegen Deutschland ein» nehmen und verbreite das Märchen von gehei- * men militärischen Organisationen in Deutschland. Die sozialistischen Kundgebungen gegen Versailles nützten nichts. — Abg. v. Gallwitz (Dntl.) erkannte an, daß bei der Ausbildung und Organisation der Reichswehr Erfreuliches geleistet worden ist Das Verbot des Uniformtragens habe bei den alten Heeresangehörigen viel böses Blut gemacht. Was sollen denn die vielen Ueberwachungskommissionen noch alle in Deutschland? Unsere Reichsregierung müsse dafür sorgen, daß die Reichswehr kein Spiel- büll der Ententevertreter wird.
Abg. Brüninghaus (D. Vpt.): Wir billigen die Grundsätze des Ministers.
Die Politik ist der Truppe fernzuhallen.
Den schärfsten Protest erheben wir, wenn sich bie Ueberwachungskommissionen sogar in unser Reglement einmischen. Der Redner verlas darauf die in der letzten Zeit mitgeteilten Millio- nengehälter allein des Generals Rollet und der anderer Mitglieder seiner Kommission. Noch immer werde ein Teil unserer Kriegsgefangenen in Avignon zurückgehalten., deren Freilassung mcksie die Regierung energisch verlan- i gen. Die Regierung müsse auch energisch der Lüge von den deutschen Greueltaten entgegen» treten. Die ganze Politik Frankreichs sei da- raus gerichtet, die deutsche Reichseinheit zu zer- fragen. Frankreich, das die allgemeine Wehr- psuMt bei uns abgeschafft habe, habe d i« a l l - gemeine Wehrpflicht bei den Ne- gern in Kamerun eingeführt. Nach den Satzungen des Völkerbundes mugte Deutschland seine Kolonien wieder erhalten, •sogar die Neger hätten ihre Anerkennung für die deutfche Verwaltung zum Ausdruck ge« bracht. In seinen weiteren Ausführungen erörterte Redner die Verfügung, daß die Ver- leihung des eisernen Kreuzes aufzuhören habe, Was er als sehr bedauerlich bezeichnete.
Abg Kün st ler (Unabh.) bekämpfte den BewMgungseifer des Reichstages für Zwecke des Heeres und der Marine. Alle Parteien, von den Deutschnationalen bis zu den Mehrheitssozialisten hätten sich hierin zusammengefunden. Der Redner behauptete darauf, daß die auf einem Umsturz hinauszielenden militärischen Organisationen trotz des Verbotes auch jetzt noch weiter fortbestehen, und daß sie auch über die notwendige Munition verfügen. CFr behauptete sogar, daß die Soldatenmißbandlungen wieder überhand nehmen. Er bot sich an, dem Reichswehrminister Material hierüber zu übergeben.
Reichswehrmini st er Dr. Geßler erwiderte: Es handelt sich hier doch nicht um meine Reichswehr, sondern um unsere Reichswehr, die verfassungsmäßig besteht, und wenn wir in Schwierigkeiten gekommen sind, so sind Sie (zu den Unabhängigen und Kommunisten) daran schuld. Wie stehen Sie denn zu der Reichsverfassung? Herr Künstler hat mir nicht vorher mitgeteilt, worüber er sprechen will, aber dennoch bin ich über alle Einzelheiten genau orientiert. (Zuruf links: Tüchtige Ge- nerale. Heiterkeit.) Ich habe stets meine Psii-bt getan (fährt der Minister erregt fort) und ich bin auch stolz darauf, daß die Nürnberger Arbeiterschaft in den Tagen der schwersten Not mir ihr Vertrauen entgegengebracht hat. Herr Künstler hat auch nicht in einem einzigen Falle den Ver- such gemacht, einen Beweis dafür zu erbringen, daß ich Spißelberichte verfaße. Uebrigsns gehört diese Angelegenheit zur Zuständigkeit des Ministeriums des Innern, dem die Aufsicht über die Vereine obsiegt. Wenn derartige Dinge möglich fein würden, so würden sie ein Versagen der polizeilichen Einrichtungen in
dagegest jeglicher Einfluß auf die Polizeiorgane entzogen. Merken Sie sich dies, Sie können von mir noch etwas lernen. Die Wach- und Schließgesellschaft ist keine geheime Organisation, sonst würd^Herr Künstler nichts von ihr erfahren haben. Herr Künstler kann mich vielleicht für einen dummen Menschen halten, aber doch nicht für so dumm, daß ich einen Bericht über eine geheime Organisation in Vervielfältigungen herausgeben würde. Ich habe mich bemüht, die Reichswehrangehörigen möglichst gut unter» zubringen. So habe ich mir auch Mühe gegeben, sie möglichst auch in einem Beruf unterzubringen, denn das Schicksal, nach ihrer Ent- lassung auf Arbeitslosemmterstützung angewiesen zu sein, worauf Sie (zu den Kommunisten) s. Zt. hingewiesen haben, möchte ich ihnen nicht bereiten. Zur Braunschweigischen Regierung und vor allem zur Braunschweigischen Polizei, die Ihnen (zu den Kommunisten) sehr nahe stehen, habe ich das Vertrauen, daß, wenn irgend etwas fehlt, sie dort schon nach dem Rechten sehen werden. Der Abg. Schöpflin meinte, durch meinen Erlaß sei das Koalitionsrecht der Beamten eingeschränkt worden. Dieser Vorwurf ist wohl nicht aufrecht zu erhalten, nachdem der Betriebsrat unserer Ungeteilten selbst anerkannt hat, daß die Vorgänge mit dem Koalitionsrecht absolut nichts zu tun haben. Die Nachrichten über geheime Organisationen gehören zum größten Teil in dasGebietder Fabel und des Klatsches, genau so wie es Ihnen (zu der äußersten Linken) im vorigen Jahr mit der roten Armee auch ergangen ist. Die Angehörigen der ehe- maligen Freikorps wollten sich vielfach auf solche Weise Geld verschaffen, weil die Dummen nicht alle werden. Ich hoffe, Herr Künstler, Sie haben nichts dafür bezahlt? (Abg. Künstler: Sie sind trotzdem echt.) Dringen Sie dem Heer Vertrauen entgegen, es verdient dieses. (Beifall.)
Abg. Thomas (Komm.) bekämpfte den Geist von Potsdam. Mehrere Braunschweiger sind zu Oberleutnants ernannt worden. In Bayern hätten Reichswehrsodaten Todesurteile der bayerischen Volksgerichte vollstreckt. (Minister Geßler: Ich habe die» sofort abgestellt.) Geben Sie das Eiserne Kreuz denen, die es haben wollen, denn größere Lumpen als ein Teil derjenigen, die es heute schon tragen, können doch nicht gefunden werden. (Stürmische Pfuirufe, Rüge des Präsidenten. — Damit schließt die allgemeine Aussvrache. Angenommen wird bie Entschließung über die weitere Verleihung der Eisernen Kreuzes.
Der -eulfche Prioalbesitz in Gefahr.
Paris, 14. März. Der französische Abge- ordnete Paul Reynaud beendet eben eine Studienreise in Deutschland, und macht auf Grund derselben heute im „BRatin" Voricbläae
über die Lösung des Reparationsproblems. Er erklärte, daß Frankreich bisher 80 Milliarden Francs für den Wiederaufbau ausqegeben'und noch nicht eine zurückbekommen habe. Im jetzigen Jahr müssen 20 Milliarden ausgegeben werden: bestenfalls würde Frankreich 350 Millionen bekommen. Eine Bezahlung tonnte nur in Waren oder in Dienstleistungen erfolgen. Aber Deutschland exportiere weniger als es importiere. Solange die Handelsbilanz In Deutschland ein Defizit aufweisen werde, könne Deutschland nicht in Geld bezahlen. Von den Reparationszahlungen in natura hält Reynaud nichts. Wenn man sie sofort nach dem Waffenstillstände zugelassen hatte, dann wären die zerstörten Gebiete zum größten Teil auf Kosten Deutschlands wiederaufgebaut, heute aber habe sich die französische Industrie ausschließlich auf das Wiederaufbauwerk verlegt. Außerdem könne Deutschland seinen Industriellen keine Berge von Papier- mark bezahlen, damit diese Frankreich Waren liefern.
Die Lösung des Problems liege in einer Wegnahme des Kapitals der deutschen Privatleute. Reynaud bezieht sich dabei auf die Vorschläge des Staatssekretärs Hirsch, wonach das Kapital aller Aktiengesellschaften um ein Fünftel vermehrt werden sollte. Die neuen Slktien sollten ober nicht in die deutsche Staatskasse, sondern in die Lasse der Re- parationskommisfion gegeben werden. Außerdem sollte eine Hypokhekaufalledeut- scheuGebäudeinder Höhe eines Fünftels ihres Werkes genommen werden. Dieser neue Hypothekeukitel sollte ebenfalls der Reparakions- kommifsion übergeben werden. Man würde dadurch 40 Milliarden Goldmark er-
Bors und Conbon auszugebende Anleihe dienen ronr.te.
Er gäbe zwei Wege in den Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich, entweder den Weg der Gewalt ober den der Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich. Es müßten Handelsabmachungen, gemeinschaftliche Kohlen- und Bergwerksfyndikate geschaffen werden, Abmachungen sollten getroffen werden, damit gemeinsam der Preis des Kalis festgelegt werde. Ein Sydikat für die kommerzielle Durchdringung Rußlands sollte errichtet werden. Außerdem aber müßten Verträge abgeschlossen werden, worin Deutschland und Frankreich sich ihre gegenwärtigen Grenzen garantieren. Würden all diese Verträge zustande kommen, dann könnten die Sanktionen ausgelassen und die Besatzungstruppen könnten um die Hälfte vermindert werden. Deutschland würde die Mark stabilisieren, die sich allmählich ihrem normalen Kurse nähern würde.
Die nahe Entscheidung über das Moratorium.
Paris, 15. März. Die Entscheidung der Diedergutmachungskommission über die deutschen Zahlungen für das lausende Jahr sieht unmittelbar bevor. Der „Temps" veröffentlicht eine offenbar von der Kommission selbst inspirierte Mitteilung, in der es heißt:
„Die Kommission wird über bie Frage des Morüloriunrs völlig unabhängig und unparteiisch entscheiden, lediglich auf Grund des Materials, das ihr zur Beurteilung der Zahlung»- ahigkeil Deutschlands zur Verfügn«" steht. Sie ist in der Lage. M> entweder an die in Lanner in Aussicht genommene Zahlungsweise zu halten oder ein neues Zahlungsprogramm aufzusiellen oder aber sich mit einem neuen Provisorium zu begnügen in der Erwartung der Neuregelung des Reparalionsproblems in feiner Gesamtheit, mit deren Vorarbeiten sie selber betraut ist und die aus die Errichtung einer wirksamen Kontrolle über die Finanzgebarung der Reich« und auf die Ausgabe einer internationalen Anleihe zur Mobilisierung der deutschen Schuld hinausläuft. Die Kommission wird gleichzeitig mit der Bekanntgabe ihrer Entscheidung die Garantien und fiskalischen Reformen mikleilen, von deren Durchführung sie die Bewilligung des Mora- fotium» abhängig machen wird."
Die Antwort der Mnanzmlnister an Amerika.
Paris, 15. März. Die Finanzminister von England, Frankreich, Italien und Belgien haben das amerikanische Memorandum, in dem Amerika von der interalliierten Finanzminisier- konferenz die Rückzahlung der amerikanischen Besatzungskosten bis Mai 1621 verlangt, dahin beantwortet: 1. daß sie von dem Memorandum
Kenntnis genommen hätten, 2. daß in das hP keralliierte Finanzabkommen vom 11. März eine Bestimmung ausgenommen worden sei, in der die Rechte der Vereinigten Staaten Vorbehalten würden, 3. daß die Finanzminister für die Regelung der Frage nicht zuständig seien, dies« vielmehr zu dem Kompetenzbereich der alliiertet! Regierungen gehöre. Mik diesen müsse die Re gierung von Washington darüber verhandel«.
Dalulen-StabUisienmg?
Berlin, 15. März. Die »Tägliche Rundschau" veröffentlicht folgende Meldung da »Carriere della Sera": Der italienische Sachverständigenausschuß ist noch nicht einig über die Bestrebungen Englands, die endgültige Entwertung der europäischen Valuten zu dem Zweck seskzusehen, eine Stabilisierung des einheitlichen Geldwertes zu erreichen. Das Berliner Blaff fragt, ob die deutsch- Regierung diesen englischen Vorschlag kennt und welche Stellung Jk dazu einnehmen werde.
Die Äonfereoz von Genua.
Eine italienische Stimme $ut Absage Amerika».
Zur Absage Amerikas schreibt der „Popolo Romano", die Konferenz von Washington habe den geistigen Zwiespalt der Alten und der Neuen West verstärkt, wo das Verlangen um Nachlaß der Kriegsschulden lächerlich Hingen müsse, wenn sie von einem Lande gestellt werde, das Millionen und Milliarden opfere, um ein Heer von 800 000 Mann auf den Deinen zu halten. Aber auch wenn dieser Zwiespalt nicht bestünde, sei die Haltung Amerikas berechtigt da die Konferenz von Genua durch die Ausschaltung der Frage der Wiederherstellungen und der Friedensvertrâge jede Bedeutung ver- _____ÄSÄW tum, und er solle für Frankreich die beständige Garantie der deutschen Inferiorität und Ohnmacht bilden. Die Wiederherstellung Europas aber könne nicht von Heloten durchgeführt wer- den, und sie sei auch nicht vereinbar mit dem hegemonialischen Programm eines Landes, das von der Leidenschaft, vom Schmerz und von der kriegerischen Ueberhebung verblendet, seine demographischen Plagen der Verminderung seiner Volkszahl dadurch heilen wolle, daß es die immer unhaltbarer werdende ökonomische Lage Europas verewige. Selbst der „Temps" habe das Zugeständnis machen müssen, daß die deutschen Zahlungen allein von den Be- setzungstruppen verschlungen würden. Solange die beiden Keime des ewigen Kriegszustände, in Europa nicht beseitigt würden, habe Am«- rika ein Recht, die Konferenz als einen Unsinn oder als eine Zeitvergeudung anzusehen. Ander» lautet die Antwort auf die Frage, ob Amerikas Haltung opportun sei. Es sei nicht sicher, ob Lloyd George nicht eine neue Ueberraschurg vorbereite. Auch werde die Haltung des Kleinen Verbandes trotz seiner Erklärung nicht intransigent sein. Auch werde man, wenn man sich in Genua nicht über die Schönheit der italienischen Sonne oder die Unsterblichkeit der menschlichen Seele unterhalten wolle, indirekt die wirklichen Ursachen des wirtschaftlichen Zerfalles von Europa berühren müssen. Andernfalls sollten die Staatsmänner Frankreichs und des Kleinen Verbandes sich lieber die Kosten der Reise ersparen. Eine Teilnahme Amerikas hätte bann entscheidend werden können, denn wir mochten sehen, welche Haltung Frankreich und der Kleine Verband gegenüber einer entschlossenen und entschiedenen Haltung des transatlantisch«» Gläubiger« einnehmen würden. Amerika halte sich fern, aber es sei nicht abwesend, und man könne sicher sein, daß es die Verhandlungen mit der größten Aufmerksamkeit verfolgen werde Italien könne nichts Besseres tun, als im vollen Einvernehmen mit Amerika vorzugehen.
PoNMche Tagesberichte.
— Ein neuer deutscher Hilfskransport für Rußland. Mit dem Dampfer „National bat der 4. Hilfstransport des Berliner Komitees für btt Hungernden in Rußland den Stettiner Hase« verladen. Der Transport umfaßt annähernd 900 Tonnen und enthält die volle Ausrüstung für ein Kinderheim im Hungergebiet.
- Die oberschlekischen Auskeilung-plane i« Paris überreicht. Wie verlautet, ist gestern der Adjutant des Generals Le rond m ^aris eingetroffen und hat dem Obersten Rat den Austeilungsplan für Oberschlesten und für bie Uebertragung der Hoheitsrecbte in der deutschen und polnischen Zone überreicht.
—-T-—"
«Rettete Volitischt Nachrichten auf Seite 5.1