Lt»rück«na»gebübr: SieSaeio. Kolonelzeil« oder deren Raum 250 Mk. die 4geio. Zeile im ReklameteU 5L> Mk..Fi«an»inserate2.7OMr. Inserate werden nur ».lasesptti« berechnet. OttertgedüdrSVPsg.Lerugs- »reis Bierteliäbrl.30.- Mr.. monatl. 10.— Mk„ für Polib«ug viertel iäbtL3450 Mk^ monatl. 11.SN Mk. Sie Nummer4UPi». PoKicheck-KontoWM.FrantturllM.
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General-Anzeiger
Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Sattan
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage
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Verlagsleituns: Ad. Ind«rmS»l«.
Verantwortlich: für volitilcken und atlaeiittiiieti Seit Rickard öultick: für lokalen und vrovimiellenleit sowie Sport Wilhelm Morib: für Anreisen und Reklamen August Brodt. alle in Hanau a. Mai». Rotationsdruck der Waisenkausbuckdruckerei Sanaa.
Fernsvreckanscklüfie Nr. 1237 und 1238.
Nr. 54
Samslag den 4. März
192$
Das Neueste.
— Im Reichstag wurde gestern das Rsichs- Mietengesetz in dritter Lesung endgültig angenommen.
— Im Bildungsausschuß des Reichstages würbe ein Antrag angenommen, wonach die Rtichsregisrung ersucht wird, den Landern Beihilfen zu gewähren, damit für unbemittelte und kinderreiche Familien Lernmittel frei oder wenigstens verbilligt gestellt werden können.
— Nachdem die Arbeitgeber des Leipziger Großhandels den Schiedsspruch des Scklich- tungsausschusies abgelehnt haben, sind gestern sämtliche kaufmännischen Angestellten des Großhandels in den Streik getreten.
— In maßgebenden englischen Kreisen wird befürchtet, daß Lloyd George am kommenden ÜUiittDocf) demissionieren werde.
— In Fiume sind neue Unruhen ausge- brochen. Nach Erstürmung des Regierungspalastes ist der Gouverneur Zanella von den Faszisten gefangen genommen worden. Diese besetzten die Post- und Telegraphengebäude.
Nochmals r Die gleitende Lohn- und GehaNsskala.
Dir brachten gestern an dieser Stelle einen Artikel des Rheinisch-Westfälischen Wirtschafts- öienftes zum Abdruck, in dem u. a. auch von der gleitenden Lohnstola die Rede war. Die gleitende Lohnskala ist ein System, mit dem man »ersuchen will, eines der schlimmsten Uebel der Gegenwart, die Lohn- und Gehaltskämpfe aus der Welt zu schaffen, da man eingesehen hat, daß durch bie mit diesen Kämpfen verbundenen Zwistigkeiten wertvolle Kräfte aufgerieben werden. Auch wir würden es nur begrüßen, es gelänge, durch irgend ein System diese irtschaftliâ)en Kämpfe, die nun M her jo genannten Novemberrevolution andauern, zu beseitigen, um unser Wirtschaftsleben endlich zur Ruhe kommen zu lassen. Doch wir haben schon gern durch Zustimmung zu dem abgedruckten ikel zum Ausdruck gebracht, daß sich durch das hier konstruierte System, der gleitenden Lohn- und Gehaltsskala keinesfalls das er» wähnte Uebel beseitigen lassen wird.
Wie kommt man nun zu dieser vorgeschlagenen Skala? Die Volkswirtschaft kennt sogenannte Indexziffern. Das sind Maßzahlen oder Maßziffern, die durch Berechnungen wichtigster Ausgaben für die Lebenshaltung einer Familie von so und so vielen Köpfen ermittelt werden. Man kennt in Deutschland seit einiger Zeit einen Reichsindex, der im Reichswirt- toaftsminifterium unter Zuhilfenahme großen statistischen Materials ausgerechnet wird. Seit Jahren hat Richard Calwer für die Ernährung einer vierköpfigen Familie die Indexziffern er» mittelt, indem er in 200 Städten die jeweiligen Laden- und Markthallenpreise feststelue und in ein System brachte. Besteht die Teuerung, so steigt selbstverständlich Die Indexziffer, fallen Hie Lebensmittelpreise, so fällt natürlich auch bie Maßzisser. Die Verfechter des Systems der glei» tenben Lohn- und Gehaltsskala glauben nun den Stein der Weisen gefunden zu haben, wenn man ein gewisses Einkommen mit einer Index- Äser, auf die man sich geeinigt hat, multipliziert. Hierdurch wird erreicht, daß die Löhne und Gehälter automatisch sich der Teuerung bezw. Verbilligung der Lebensmittel- und Der- brauchsgegenstände angleichen. Alle Lohnstrei- ngkeiten wären somit aus der Welt geschaffen. Die Mathematik, die Zahl, eine Multiplikation hatten uns aus innerer Not und Dein dieser leidvollen, von häßlichen Aergernissen erfüllten Gegenwart zu einem wesentlichen Teil befreit. Wunderschön wäre dies — wenn, ja wenn die Menschen eben nicht Menschen wären.
Gegen biefes System sind außer den bereits in dem gestrigen Artikel zum Ausdruck gebrachten noch weitere schwere Bedenken zu erheben. Ganz abgesehen von der Feststellung der Index- Mer, die erst Monate später ermittelt werden kann, sind spekulative Kräfte sehr wohl in der Auge, starte Wirkungen auf das Steigen des Zndex ouszuüben. Dieser Reiz wird durck bie «nsclwuung gefördert: Die Einkünfte der Arbei- ter, Angestellte und Beamten gehen ja selbst, tätig mit in die Höhe,. Also die Teuerungs- Maube nur anziehen! Wohin solche svekulative Dirksomteit führen muß, ist nicht schwer zu erkennen. Weiter muß unter der gleitenden Lohnskala jede Produktion leiben, do ein wich- Uer Faktor ausgeschaltet wird, nämlich das Bewerten der Leistung. Es geht nicht an, daß man bie Einkünfte ausschließlich auf Kosten der L?benshaltung aufbaut. Eine den Derhaltnijsen Svangsläusig sich anpaffenbe Lohnbewegung wurde in weiten Schichten die Auffassung nähren: Wozu sich onstrengen, wir gehen un- •Hin Sehlenbrian. Gerade micbtiaite Gehonter»
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fräste, um vorwärts zu kommen, neu auszubauen, würden durch das System des selbsttätigen Gleitens der Löhne eingelullt. Haben wir in dieser Beziehung nicht schon jetzt genügend Erfahrung gemacht, durch die von Links angestrebte Gleichmacherei, ein Fehler, der heute auch von diesen Kreifen, die chn begangen haben, als solcher eingesehen wird? Wollen wir denselben Fehler erneut begehen, nur in einer etwas anderen Form? Gibt es nicht heute schon viele Leute, die sagen: Wozu sollen wir uns mehr anstrengen? Wir bekommen ja doch nicht mehr wie die anderen. Nicht durch Skalen oder Gleichmacherei kommen wir aus dem Elend, sondern durch Verdoppelung der Produktion. Der Grad der Lebenshaltung muß von der Leistung abhängen, Produktion und Lebenshaltung dürfen niemals von einander geschieden mer» den. In einer vernünftigen Wirtschaft bedingt eins das andere. Erzeugen wir viel, dann können wir auch dementsprechend leben, er« zeugen wir wenig, müssen wir uns einschränken. Darum darf unmöglich der Produktionsfaktor ausgeschaltet werden. Nur durch eine Steigerung der Produktion, die aber nur durch Mehrarbeit und durch Anreiz möglich ist, kann die Teuerung behoben und der Lohnkampf beseitigt werden.
Unter den starten Einwänden gegen die gleitenden Löhne und Gehälter nimmt der technische nicht die letzte Stelle ein. Wenn man die Indexziffer möglichst genau errechnen will, ge» hört dazu selbstverständlich ein riesenhafter statistischer Apparat. Wenn man sagt, daß dieser bereits vorhanden sei, so trifft das nur zum Teil zu. Der Apparat müßte erweitert werden und felbst bei einem weiteren Ausbau durch das Reichswirtschaftsministerium könnte dieser Apparat niemals vollendete Arbeit leisten, da eine zentrale Festsetzung des Index veÄârygsweise des Lohnes schon durch regionale Umstände unmöglich ist. Bekanntlich sind die Lebensmittelpreise in Bayern niedriger als bei uns und im Rheinlands, die in Pommern um vieles geringer als z. B. in Seifen. Schon durch diese Tatsache würden unter manchen Organisationen große Differenzen und Meinungsverschiedenheit aus» brechen. Die Lohnkämpfe würden nicht ausge» schaltet, sondern aus den Fabriken in die Bezirke bezw. Gemeinden getragen werden. Und Streit und Hader würden genau so wie seither fortbestehen, nur mit dem Unterschied, daß es früher um den Tarif ging, während es nunmehr um den Inder ginge.
Nach all diesen Erwägungen tonnen wir uns für das System der glettenden Lohn- und Gehaltsskala, wie es jetzt vorgeschlagen wird, nicht erwärmen, ja wir müssen es ablehnen, da dieses Rezept der Wirtschaftsstatistiker nicht geeignet ist, uns aus dem Elend herauszufuhren. Es gilt vielmehr, die Teuerung zu beseitigen und dies kann, wie gesagt, in erster Linie nur geschehen, wenn wir uns auf Produktionssteigerung und Produktionsverbilligung einstellen.
R. H.
Preisgabe des Achtstundentages?
Der bekannte Sozialdemokratenführer Keil, der zurzeit Arbeitsminister in Württemberg ist, hat auf einer in Stuttgart abgebaltenen Tagung des Württembergischen Wirtschaftsbeirats der Frankfurter internationalen Messe erklärt, der Achtstundentag sei kein unabänderliches Dogma; wenn wir mit acht Stunden Arbeit unseren „Verpflichtungen" aus dem Friedensvertrage nicht nachkommen könnten, so muffe die Frage der Arbeitszeit neu zur Erörterung gestellt werden. Diese Erklärung Keils hat offenbar einen ganz besonderen Zweck. Sie steht zweifellos in Zusammenhang mit dem neuen Abkommen über die deutschen SachNeferungen, das soeben von den Vertretern der Reparationskommission und den Vertretern des Wiederaufbau- und Wirt- schaftsministeriums pariert (vorläufig aufgesetzt) worden ist. Dieses Abkommen wird in wirtschaftlichen Kreisen sehr ungünstig beurteilt, man befürchtet daraus geradezu unheilvolle Folgen für Deutschland. Und jedenfalls wäre zu seiner Ausführung, wie in einer Zuschrift von sachverständiger Seite an den „Berl. Lokal- Anzeiger" betont wird, die erste Voraussetzung die Beseitigung des Achtstundentages. Es scheint sonach, als wolle man durch Aeußerungen wie die obige des Ministers Stell von feiten der sozialdemokratischen Parteiführer die Parteigenossen und überhaupt die sozialistischen Arbeiter daraus vorbereiten, daß der Achtstundent-m geopfert oder doch in sehr weitgehendem Maße durchlöchert werden muß. Die Sozialdemokra- tensührer schlagen damit allerdings dem obersten Satze ihrer eigenen Parteilehre direkt ins Gesicht, und es wird ihnen nicht leicht werde». Die von ihnen feit fünbda Sabre» auf die
Forderung des Achtstundentages eingestellten Mafien jetzt zu einer andern Anschauung herum- zureißen.
Das Reichsmielengefetz angenommen.
Im Reichstag fand gestern die dritte Lesung des Reichsmietengesetzes statt. Uns liegt darüber folgender Bericht vor:
§ 1 wird gegen die Stimmen der Deutschnationalen und der Deutschen Volkspartei angenommen. Nach § 10 kann die oberste Landesbehörde, die in den vorangegangenen Paragraphen bezeichneten Hundertsätze für Betriebsund Instandsetzungskosten für das Land ober für bestimmte Gemeinden oder Gemeindeteile felbst festsetzen, oder die Festsetzung der Gemeindebehörde übertragen. Dor der Festsetzung der Hundertsätze sind die Vermieter und Mietervertreter zu hören. — Gegen diesen Paragraphen stimmt mit der Rechten auch ein Teil des Zentrums.
§ 10 wird dennoch im Hammelsprung mit 183 gegen 152 Stimmen angenommen.
Bei § 16, der die Mietervertreter festlegt, wird auf Antrag des Zentrums, dem alle bür- «erlichen Parteien zustimmen, aus der Zwangsform eine Sollvorschrift gemacht. — Das Gesetz tritt an dem von der obersten Landesbehörde bestimmten Tage, spätestens am 1. Iuli 19 2 2 in Kraft. — Angenommen ward ein Antrag, wonach seine Geltung am 1. Juli 1926 außer Kraft treten soll (Beifall und Händeklatschen auf den Tribünen). Großer Lärm bei den Unabhängigen und Kommunisten. Abg. Kuhnt (U.) ruft „Hausbesitzergesindel". — Präsident Löbe macht darauf aufmerksam, daß Beifall und Mißfallensbezeugungen auf den Tribünen nicht gestattet sind, und daß die Beteiligten im Wiederholungsfälle ausgewiesen werden müßten.
Abg. Heydemann (Ä.) oeriangt bie. Auslieferung des Grund und Bodens an die werktätige Bevölkerung, stimmt aber dem Gesetz zu.
Abg. B e y t h i e n (DD) erklärt namens seiner Fraktion, das Reichsmietengesetz verstößt gegen wichtige Grundsätze unserer An- schauung. Das Gesetz ist nicht geeignet, zur Behebung der Wohnungsnot beizutragen, sondern wird eine dauernde Quelle des Unfriedens zwischen Mietern und Dermietern sein. Unsere Anträge haben keine Mehrheit gefunden.
Abg. Kuhnt (U) stimmt dem Gesetz zu, trotz seiner Befristung bis zum 1. Juli 1926. Diese Befristung sei eine Ueberrumpelung gewesen, eine Handlung wider Treu und Glauben.
In der Gesamlabslimmung wird das Reichs- mieteugesetz darauf mit 202 gegen 168 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten die Veuffch- nationalen, die Deutsche Volksparlei, die Mehrheit der Demokraten und ein Teil des Zentrums.
Um das Sleuerkompromitz.
Berlin, 4. März. Im Steuerausschuß des Reichstages veranlaßte die Debatte über den Antrag auf Befreiung der landwirtschaftlichen Genossenschaften von der Umsatz st euer (Siehe Artikel Umsatzsteuer) die fozialdemokratischen Vertreter zu der Erklärung, daß sie sich in der Frage des Steuer- kompromifses freie Hand lassen würden, wenn die deutsch-volksparteilichen Mitunterzeichner diesen Antrag nicht zurückziehen würden. Die Sozialdemokraten bemängelten die unklare Stellung der Deutschen Dolkspartei zum Steuerkompromiß. Namens der Deutschen Bolks- partei lehnte Dr. Becker- Reffen es ausdrücklich ab, eine Erklärung zu der Frage des Steuerkompromifies abzugeben. Im vorliegenden Falle fei für sie kein Anlaß vorhanden, ihre Unterschrift zurückzuziehen. Der Antrag wurde darauf mit allen gegen 7 Stimmen abgelehnt. Durch diese Abstimmung kann, wie in Regierungskreifen erklärt wird, die Krise in der Steuerfrage als überwunden angesehen werden.
Berlin, 4. März. Zur Abstimmung im Steuerausschuß des Reichstages schreibt der „Vorwärts" u. a.: Wie man sieht, hat das Steuerkompromiß einen leichten Schlaganfall überstanden. Die Entscheidung über Sein oder Nichtfein des Steuerkompromifies wird voraussichtlich bei der Zwangsanleihe sollen. Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages besteht darauf, daß durch eine rechtzeitige Der- anlagung die Zwangsanleihe noch im laufenden Rechnungsjahr gesichert wird.
Berlin, 4. März. Der „Lokolanzeiger" berichtet: Das Reichs-Kabinett beschäftigt sich in feiner gestrigen Sitzung mit dem Sachlieferungsabkommen. Die Besprechung trug insor- Mytorilcken Cbarakter. Delcdtülle wurden rückt
gefaßt. Es fand auch gestern eine Beratung zwischen dem Reichskanzler, dem Reichsfinan-- minister und den früheren Koalitionsparleie» statt über die Frage des Steuertompromifie«, Von der Regierung wurde auf die unbedingte Dringlichkeit der Erledigung der ©teuerfragen hingewiesen. Ueber die Zwangsanleihè wurde eingehend gesprochen, doch kein Beschluß gefaßt. Doch wird man dahin gehen, di« Frage der Zwangsanleihe bald einer endgültigen 3Ü« gelung zuzuführen. Zwischen den Parteien konnte Einigkeit erzielt werden. Auch darüber wurde man sich einig, daß die Erträgnifle van 1922 dem Reich zufließen müssen. Bekanntlich hat der Reichskanzler den Wunsch «isg» sprachen, auch eine Aussprache mit der Deutsche» Dolkspartei herbeizuführen. Innerhalb der R«» gierungsparteien rechnet man damit, daß dies« Unterredung kommenden Montag startfinbe» wird.
Rücktritt Lloyd George» am Mittwoch?
London, 3. März. Wie der „Daily Ehronicle* meldet, läßt die innerpolitische Spannung nach Alle liberalen Mitglieder des Kabinetts versicherten Lloyd George, daß sie mit ihm zurück» treten würden, falls er sich zum Rücktritt entschließen sollte. Der „Daily Telegraph" berichtet ebenfalls über eine Besserung der politischen Lage. Die konservativen Führer beschlossen, dem Lande fn der klarsten Weise ihren Standpunkt darzulegen. Chamberlain wird heute abend in Oxford eine wichtige Erklärung über die zukünftige Polstik der konservativen Partei abgeben unb nachdrücklich für bie Aufrechterhaltung der Koalition eintreten. Balfour will am Dienstag in der Londoner City eine Rede halten, der große Bedeutung beigemessen wird« Die öffentliche Aeußerung Balfour». der Lloyd George seine volle Unierjiü^ung zugesagt hat, werde in diesem kritischen Zeitpunkt einen großen Einfluß auf die konservative Partei ausüben. — „Daily Mail" meldet, Stoffe George habe den Unionisten eine Frist. von einer Woche gegeben, innerhalb deren sie sich entscheiden sollen, ob sie an der Koalition unter den gegenwärtigen Bedingungen festhalten wollen. Er habe durchblicken Taffen, daß er, wenn die Lage bis zum Ablauf der gefällten Frist nicht zu seiner vollen Befriedigung geklärt sei, nächsten Mittwoch dem König sein Rücktrittsgesuch unterbreiten werde.
Aus dem Reichstage.
Im Reichstage Reihe von kleinen ' auf eine Anfrage des
wurden gestern zunächst ein» Ansragen erledigt. Zuerst wurde ______ „ des Abg. Wiensbeck (Dntl.) von Regierungsseite mitgeteilt, daß sie eine allgemeine Schadenersatzpflicht für Güter, die durch den E1 s« n - bahnerstreik verdorben seien, nicht anerkeune» könne. Doch würde diese Angelegenheit gegenwärtig noch von dem Verkehrsausschuß geprüft — Ferner mürbe regierungsseitig betont, daß Hilfsmaßnahmen für notleidende Rentner und Rentenempfänger im Gange feien. Man beabsichtige, bie 5k» amtengehälter einer Neuregelung zu unterziehen. — Sodann wies der Kommunist Adofi hofimann bog Haus auf die Tatsache hin, daß bei dem letzten Berliner Sechs-Tage-Rennen drei Jungens im Ater von 9—11 Jahren mit Genehmigung ihrer Eltern eine Prämie von 3000 Mark ausgesetzt haben. Sa»
Legierung erklärt, daß ehung eine Sache der
zu wurde vom Vertreter der Ri die Einleitung der Fürsorgeerzik ordentlichen Gerichte sei. Er sprc aus, daß das Retchsjugent
schiedet werden möchte. — Aus eine gen Zentrums- feite vorgebrachte Beschwerde über eine bessere Versorgung der Bauindustrie mit Kohlen Mußt« Oberreairrunasrat Dr. Willecke zugeben, daß in den letzten Monaten eine genügende Versorgung allerdings nicht erfolgen konnte, obwohl der Reichstohlenkommissar die Baustoffindustrie vorzugsweise berücksichtigt hatte. — Der Dolksparteiler Richter bracht* dann die Forderung seiner Partei vor, die die Einrichtung detachierter Kammern des Finanzge»
r i ch t e s Cassel in Frankfurt a. M. und Wiesbaden und bie stärkere Berücksichtigung der Handelskammern dieser beiden Städte bei der Zuteilung der ehrenamtlichen Richter. Hierzu wurde vom Finwa- minister von einem Vertreter mitgeteilt, daß die Mitglieder des Finanzgcrichtes nach dem Gesetz zugleich haibannliche Mitglieder der Landesfinaargerichte« fein müßten. Dadurch sei ein engerer röumßmer Zusammenhang geboten. Für die Jammern müßt« neue «tatsmätzige B E» sollten Sprus'to
Wien stellen geschaffen werden, des Fknanzgericht« Front» mutten, während mit bem
-! renaEchen Richter di«
Sri a. M. einaeiu ertellungsschluftel "" -------- .
Handelskammern selbst einverstanden g«»eM1««. Eine Aenderung in dieser Angelegenheit fei für die erste Amtsneriooe nicht möglich. — Hieran
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be»
sonderer Bericht.) - Am Schlüsse der Atzung würd- dann noch der Haushaltsplan des Reichsschatzmini- steriums beraten und erledigt^ Ern deutschnaNonoler Ä# lÄW^^ Laules.
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