General-Anzeiger
forote Svort Wilhelm Moritz: für Anzeigen und
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage
yrrnlvreckanschlüsle Nr. 1237 und 1238.
an
Nr. 51
Mittwoch Sen 1. März
1922
Das Neueste.
— Es soll die Absicht bestehen, internatio- jtgfe Gerichtshöfe zu errichten. Diese würden tzie Fälle der Kriegsbeschuldigten klären, unter* Men und StrafantrSge^stellen. Das enb* gültige Urteil soll dagegen den heimischen Ge- nchten der Beschuldigten zustehen.
. — Der Düsseldorfer Besatzungskommandant hat aus dem besetzten Gebiet 30 Personen, da- mnter wegen Beteiligung an verbotenen Organisationen. unter gleichzeitiger Verurteilung zu sinem Monat Gefängnis ausgewiesen.
— Die sächsische U. S. P. nahm zur Abstimmung über das Vertrauensvotum für den Reichskanzler Stellung und stellte sich gegen 5 Stimmen auf den Boden der Mehrheit der Fraktion.
— Jm englischen Unterhaus beantwortete Lhamberlain Anfragen über angebliche Ver- sshllmgen der deutschen Regierung bezüglich der Zerstörung von Kriegsmaterial, daß die kutsche Regierung pflichtgemäß verfahre.
— Nach Meldungen aus Rom wird Tittoni, der Präsident des italienischen Senats, den Ngrsitz der Konferenz von Genua führen.
Deulfchenhetze in Frankreich und England.
rrliner Eindrücke.
Paris, 1. März. Der französische Deputierte C a f s a g n a c von der Reparationskommission hat letzt dem Vertreter des „Petit über seine Berliner Reiseeindrücke Er- Mrungen abgegeben, und zwar diesmal im Niammenhgng mit der frarszosifchen .jfc dienstpflicht. Es zeigt sich da, daß dèr Abgeord- wete aus dem, was er in Deutschland gesehen hat, andere Konsequenzen zieht, als es nach den ersten Erklärungen den Anschein hatte. Castag- nac sagt: Seit meiner Reise durch Deutschland glaube ich nicht mehr, daß wir in Frankreich (Aon jetzt zur einjährigen Dienstzeit übergehen dürfen. Bleiben wir im Augenblick erst noch bei den 18 Monaten! Gewiß habe ich bei den guten deutschen Politikern ehrliche Pazifisten gefunden. Aber die Militärpartei steht nick' unter dem Einfluß dieser Politiker und sie arbeitet ununterbrochen an der Revanche. Sie ist aus den tüchtigsten Elementen der früheren deutschen Armee zusammengesetzt und glänzend organisiert. Sie ist im Stande, mit Leichtigkeit im Handumdrehen 200 000 Mann an den Hein zu werfen, während wir nur 100 000 Mann dort stehen haben. Seien wir vorsichtig!
habe über meine Reise beim Ministerpräsidenten einen Bericht eingereicht, der nicht ver- vsfentlicht wird. Ich reise demnächst wieder nach Berlin. Derartige Untersuchungen sind von grobem Nutzen.
(Man kann natürlich mit derartigen Anschuldigungen sehr leicht für eine längere Dienstpflicht agi* toten, denn bei der in Frankreich herrschenden Deulschensurcht schenkt man derartigen Anschuldigungen auch dann Glauben, wenn keine Beweise er- bracl^ werden. D. Red.)
Paris, 28. Febr. Der Korrespondent des -Intransigeant^ in Zürich wählt in seinem Blatt für einen Artikel den Titel „Im Lande, wo bie Schokoladenfabriken explodieren" und spricht in ihm von dem deutschen Revanchegeist. heißt darin:
Der deutsche Revanchegeist richtet sich nicht ^ehr gegen Frankreich, sondern auch gegen England. Ueberall treffen wir auf Kundgebun- öen und Versammlungen, in denen der neue Zukunftskrieg gepredigt wird (?), der Wt Hilfe der Russen geführt werden die Napoleon besiegten und die soeben die sunze Welt besiegt haben. Die deutsche Regierung ermutigt im geheimen die Rüstungen!! vlè staatlichen Chemiker sind beauftragt, missen* schostliche Vorlesungen in den Militärschulen halten. Explosivstoffe, Munition und Gewehr« werden in geheimen Fabriken ^gestellt, die ganz unschuldige Namen tragen. Man legt sich immer mehr Rechnung dafür ab, M militärische und politische .siebereinkommen zwischen den Deut- schen und den Sowjetrusien abgeschlossen wor- ton sind, die nicht nur in der Vergangenheit spielten (Irland, Aegypten, Indien), sondern U den zr künstigen Krieg betreffen (Polen W Frankreich). Jeden Augenblick werden Soldaten, Munition und Waffen«Her U r tnach Rußland g e s ch i ck t. Letzthin fingen erst wieder 50 Flugzeuge dorthin ab. P’e Militär- und Flottenattachees der Sowjets Wen das Recht, in allen Fabriken ein* unb kuszugehen, und sie wurden sogar ermächtigt, ** neuen tecknilLen Vervollkommnungen zu
studieren, die die Deutschen seit dem Waffen- stillstand geleistet haben.
Seit und Gegenstand sind für einen solchen ^aschingsulk, wie dieser Züricher Vertreter ihn ich mit seinen Pariser Lesern erlauben darf, rach unserem Geschmack zu ernst — zumal wir die Leser des „Intransigeant" für fähig halten müssen, den ihnen vorgesetzten Blödsinn wirklich zu glauben. Was nützt es, angesichts dieser planmäßig immer wiederholten Verleumdungen, wenn die kleine, politisch ganz bedeutungslose Gruppe der französischen „Vereinigung für ich Völkerbund", in dem von I o u h a u x er» tatteten Bericht über die deutsche Studienreise, )te bekanntlich auch über das Werk Wolfgang ührte, feststellt, daß die Untersuchungen der Franzosen in München, Hanau, Spandau usw., eine rasche Umgestaltung der Kriegsindustrie in die Friedensinstustrie ergeben habe. JnDeutsch- land herrsche ein wahrhaft neuer Geist, eine neue Demokratie, bet; die französische Demokratie Sympathien emgegenbringen solle. Es ei wünschenswert, daß die französischen 5n* mstriellen diese Fabriken besuchten, um sich über das in diesem Sinne Erzielte zu unterrichten. Französischerseits feien Fehler begangen worden. In Deutschland bestehe ein wahrhaft neuer Geisteszustand. Die alliierte Ueber- wachungskommission miffe noch nicht den er* örderlichen Unterschied zwischen Kriegs- und §riedsnstndustrie zu machen. — Leider werden diese Worte Iouhaux' kaum ein Echo in Frankreich finden, während die Verleumdungen obiger Art den größten Widerhall auslösen.
Scharfmacher im englischen Unterhaus.
5m englischen Unter-
London, 28. Febr. 5m englischen Unterhaus fragte Sir Frederec Hall, ob in Anbe- tracht dgr Tatsache, daß Deut' and die Bestim
Zeichnung der nationalen Korporationen in Höhe von 10 Prozent ihres eigenen Kapitals aufgebracht werden. Folgende Länder sind aufgefordert worden, je 20 Prozent des vorgeschlagenen Gesamtkapitals von 20 Millionen Pfund Sterling zu zeichnen: Groß-Britannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien. Es wurde beschlossen, auch folgende Länder zur Beteiligung einzuladen: Die Vereinigten Staaten, Japan, Dänemark, Holland, die Schweiz und die Tschechoslowakei. Die beteiligten Regierungen werden dringend ersucht, sich die gesetzliche Ermächtigung geben zu lassen, damit sie ihren nationalen Korvorationen sobald als möglich notwendige Garantien bieten können, damit sie die Gründung vornehmen und ihre Arbeit so schnell wie möglich aufnehmen können. Nach übereinstimmender Ansicht der Delegierten sollen die Korporationen keine Geschäfte mit oder in irgendeinem Lande machen, welches .nicht 1. alle öffentlichen Schulden und Verpflichtungen, die vom Staate früher eingegangen worden sind oder noch ein* gegangen werden, anerkennt, wie auch die Verpflichtung übernimmt, zur Rückerstattung oder in deren Ermangelung zur Entschädigung aller ausländischen Interessenten für die Verluste oder Schäden, welche sie durch Konfiszierung oder Zurückhaltung ihres Eigentums erlitten haben, 2. eine Gesetzgebung einführt, durch die die Handels- und anderen Verträge genehmigt und durchgeführt werden, und 3. dem Handel Sicherheit bietet.
Polens Ausfluß aus dem ftonforf " ?.?
Paris, 1. März. Der „Temps" fragt, ob es wahr sei, daß auf Verlangen der enolischen Delegierten Polen aus dem Konsortium für den Wiederaufbau Rußlands auso-scklaNsn bleiben
Zer st orunckdes Kriegsmaterials und der Einstellung der Erzeugung neuen Materials fortgesetzt umgehe, Schritte getan wür- den, um die alliierte Militär-Kontroll-Kom- miffion zu- stärken und die Untersuchungsvollmachten dieser Kommissionen seitens der Regierung zu erweitern. Ein anderes Parlamentsmitglied fragte, ob die Regierung sich darüber Rechenschaft ablege, daß Deutschland die Bestimmungen über die Abrüstung vorsätzlich und systematisch umgehe und ob die Regierung ihre Aufmerksamkest sofort dieser ernsten Bedrohung des Weltfriedens zuwenden werde. — Chamberlain erwiderte auf beide Anfragen, indem er erklärte: Es hatten von feiten einzelner Personen, darunter untergeordnete Beamte in Deutschland Verstöße stattgefunden. Nach Ansicht der Regierung würde es jedoch nicht zutreffen zu sagen, daß auf feiten der deutschen Regierung beständige und vorsätzliche Umgehungen stattfänden. Erschöpfende Berichte über be> TorUchritt der Abrüstung und über Verstöße gegen die Abrüstung wurden regelmäßig vor der interalliierten Kontroll-Kommission des alliierten Komitees in Versailles übermittelt, das solche Angelege i heiten der Botschafterkonferenz oder dem Obersten Rat zur Kenntnis bringe. Die Befugnisse seien im Friedensvertrag festgelegt und könnten nicht abgeändert werden.
Das Ergebnis Ser Londoner Syudikaisoerhandlnugen.
Berlin. 28. Febr. Die Telegraphenunion erhalt über das Ergebnis der Londoner Syndi» katsverhandlungen eine amtliche Mitteilung, in der es u. a. heißt:
Die Konferenz der internationalen Delegierten, welche in London zusammen getreten ist, beschloß ihre besten Kräfte dafür einzusetzen, um bie Errichtung, nationaler unter einander verbundener Korporationen in den verschiedenen Ländern mit einer zentralen internatio- nalen Korporation, welche in London gebildet werden soll, zu bewirken. Die Hauptaufgabe der Korporation ist die Prüfung der Möglichkeiten zur Uebernahme von europäischen Wiederausbauarbeiten und der Beteiligung an der Finanzierung derartiger Unternehmungen. Es ist beabsichtigt, daß die nationalen Korporationen soweit als möglich als eine Einheit zu» sammenarbeiten und unter Kontrolle der zentralen internationalen Korporationen, in der alle nationalen Korporationen beteiligt sind, und in deren Aussichtsrat sie als Vertreter sein werden, stehen. Das gesamte Kapital der nationalen Korporationen ist für den Anfang auf ben Eegenwartrwert von 20 Millionen Pfund festgesetzt, von denen 25 Prozent sofort zu be- zahlen sind. Das Anfangskapital der zentralen internationalen Korporation ist auf 2 Millionen Pfund Sterling kestaeietzt und wird durch
Etat für die Erfüllung der Berpfüchtungen aus dem Versailler Vertrag, weshalb unser ernstes Streben dahin gehen muß, diesen Vertrag zu revidieren. Dies kann ober nur geschehen, wenn wir nor den Augen der Web die Schvldfrage aufrollen und der West dir wirklichen Kriegsschuldigen vorführen. D. Red.) Stresemann über -en Kronprinzen.
Dr. Stresemann zieht in den „Deutschen Stimmen" einen Vergleich zwischen Friedrich dem Großen als Sohn des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. und dem letzten Kronprinzen des Deutschen Reiches. Im Anschluß daran macht Dr. Stress-. mann Andeutungen über den Inhalt des Buches, das der Kronprinz in Vicringen geschrieben hat. Es heißt da:
„Man wird sich mit diesem Buch auseinandersetzen müssen, weil es ein Mann von Geist und von Lebenserfahrung geschrieben hat, dem mehr zugänglich war an Erfassung von Eindrücken als den meisten Menschen unserer Zeit. Das übliche Bild des deutschfeindlichen Eduard VII. wird sich kaum aufrecht erhalten lasten nach den Anschauungen, die der deutsche Konprinz, über den englischen König vertritt. Das Bild des deutschen Kronprinzen, der Freude am Kriege gehabt hätte, und den Krieg nicht ernst genommen habe, wird verblasten, wenn man seine Denkschriften studiert, die er nicht jetzt in Vieringen, sondern während des Krieges geschrieben hat, als er nach der Marneschlacht dringend dazu riet, Frieden zu schließen, als er den vierten Kriegswinter der Obersten Heeresleitung vor Augen führte, daß man nicht mehr die Armee von 1914 vor sich habe, daß man den alten Familienvätern, diesen schlecht ernährten und schlecht gekleideten, mehr als 40jâhriaen. nicht Ausgaben zumuten könne, die eine junge unverbrauchte Armee vielleicht -..... - - M 'em Mfiflne^et
annahm, Disf mehr Geist, als man ihm zutraute, viel mehr realpolitisches Denken, als in idealistischen Kreisen und eine eigene Auffassung der Dinge."
Zur Aburteilung der „Kriegs- beschulSigleu".
Lo n d o n, 1. März. Es verlautet, daß matt erwogen habe, die Sriegsbefchuldigken vor internationale Gerichtshöfe zu stellen, die in Frankreich, England und Italien ihre Sitzungen haben würden. Diese Gerichtshöfe sollen jedoch lediglilN die Ausgabe haben, die Fälle zu klären, zu untersuchen und Strafantrag zu stellen. Das endgültige Urteil füllte dann auf Grund dieses Antrages der heimische Gerichtshof des Beschuldigten fällen.
Das französische Werben um Ruhland
Paris, 28. Febr. Der Moskauer Korrespondent der „Chicago Tribune" und der „New York Times" meldet, daß bie französisch-russischen Verhandlungen sich einem Höhepunkt nähern. Man spricht davon, daß in letzter Zeit zwei französische Geschäftsleute nach Moskau gekommen wären, die die Verhandlungen mit der russischen Regierung soweit förderten, daß sich diefe darüber klar wurde, Frankreich mache Rußland günstigere Vorschläge als jede andere Macht. Frankreich habe auch bereits anerkannt, daß Rußland für die Expeditionen von Kvlt- fchok, Judenitsch,. Denekin und Wrangel das Recht auf Entschädigungen habe. Im ganzen werden Rußland hierfür zwei Milliarden Dollar zuerkannt werden. Indem Frankreich dieses Recht Rußlands anerkenne, gebe es zu verstehen, daß es zu einem Abkommen mit Rußland kommne wolle.
Lloyd George über Aegyplerr.
Amsterdam, 1. März. Aus London wird gemeldet: Im Unterhause erklärte Lloyd George über die Lage Aegyptens, daß das Standrecht, das dort verhängt worden ist, nicht eingeführt wurde, um die britische Politik in Aegypten zu bestärken. Man müsse es der ägyptischen Regierung selber überlasten, die notwendigen G«- !etzesverfügungen vorzunehmen. Die engllsch« Regierung habe auch nicht die Absicht, der ägyp« tischen Regierung irgendwelche Schwierigkeit«» zu bereiten. Dann kam Lloyd George auf b« Sudasrage zu sprechen und sagte, die engicschs Regierung könne nicht zulasten, daß ein anderer: Status sich im Sudan breit mache, der das englische Kapital bedrohe.
— Neue Schwierigkeiten in den deutsch- polnischen Verhandlungen. Der „Temps meldet aus Genf von neuen «-. ’roierigic; en aet den deutsch-polniscken Verhandlungen, die nament« lich bei der Frage der Liquidation deutsche« Eigentums in Oberschlesien wie bei der FE der Minderheiten entstanden wären,
für die Beteiligung Italiens "nd Deutschlands ganz oder teilweise garantieren wollten.
Die deutschen Reparationszahlungen.
Paris, 1. März. Der „Temps" gibt heute einen Ueberblick über die von Deutschland seit dem Waffenstillstand bis heute gezahlten Reparationen, soweit sie irgendwie näher geschätzt werden können. Die Zahlungen bis zum 1. Mai 1921 belaufen sich auf rund 7% Milliarden Goldmark. Seit dem 1. Mai 1921 bis heute leistete Deutschland etwas weniger als 2 Milliar. den, sodaß die Gesamtsumme auf 9 bis 9^ Milliarden Goldmark geschätzt werden könne. Hierbei sei aber abzurechnen, so sagt der „Temps" dann, die Deutschland in Spa zuge- standene Priorität der Beträge für Rohmaterial und Lebensmittel, die Deutschland von seinen vor dem 1. Mai 1921 gemachten Zahlungen abziehen durfte. Netto habe Frankreich also von Deutschland erhalten an Geld unb_natura ungefähr 6% Milliarden Mark, eine toumme, die zum größten Teil von den Okkupationskosten bereits aufgefressen worden sei.
Am die Zwangsanleihe.
Berlin, 1. März. Der „Lokalanzeiger" schreibt: Wie wir von unterrichteter Seite er* fahren, wird am Freitag eine Besprechung zwischen dem Reichskanzler, dem Reichsfinanzminister und den Führern der Koalitions- Pärteien stattfinden. Auf besonderen Wun^ des Reichskanzlers wird auch die Deutsche Volks- Partei Vertreter entsenden. Es wird sich dabei in der Hauptsache um die Frage der Zwangsanleih« handeln. Wie in unterrichteten Kreisen verlautet, soll innerhalb der Mehrheitssozialdemokratie Einigung darüber bestehen die Bedingung aufzustellen, daß die Veranlagung zur Zwangsanleihe nach der Vermögenssteuerveranlagung vom Jahre 1920 vorgenommen werde. In maßgebenden Wirtlckafts- und Finanzkreisen ist man sich darüber klar, daß eine derartige Maßnahme schon deshalb undurchführbar ist, weil die Finanzämter kaum In der Lage sein dürften, die daraus entstehende Arbeit zu bewerkstelligen.
1922 über 92 Milliarden Fehlbetrag.
Die endgültigen Ziffern der Einnahmen und Ausgaben des Reichshaushall» im Rechnungsjahr 1922 liegen jetzt vor. Es ergibt fiA nach ihnen ein Fehlbetrag von über S 2 Milliar- d e n M a r k. Dazu lammt der Fehlbetrag der Reichsbahn mit 17 122 Millionen Mark und der der Reichspost mit 3178 Millionen Mark. Berücksichtigt man den Ueberfchuß der Reichsdruckerei mit 94 Millionen Mark, so bleibt ein Gejamtschlvetrag von genau 62 110 Millionen Mark.
(Das ungeheure Milliardendefizit bringt auch in blotem -ousbaltsetat der «uterordeutlich«