Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Kamm I Reklamen August Stobt, alle in Hanau a. Main.
" Rotationsdruck der WaiienbausbuLdruckerer Han«.
Fernlvreckanicklüsie Nr. 1237 und 1238.
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Nr. 46
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage vw0>W»«WWWzWW0»wwM«MM«WMIW!I i J'IIIIMIIIHIIIB'I'IIMMUM— SB Donnerstag den 23. Februar
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1922 a»a
Das Neueste.
-- Die deutsche Regierung wird wegen des Petersdorfers Zwischenfalles geeignete Schritte bei der Interalliierten Kommission unternehmen
— Die Beratung und Abstimmung über das Reichsmietengefetz tm Reichstag wurde auf nächste Woche verschoben.
— Das Gesetz betr. die Erhebung einer Abgabe für die Förderung des Wohnungsbaues ist gestern in dritter Lesung angenommen worden.
— Die Zusammenkunft zwischen Lloyd Seorge und Poincarè wird wahrscheinlich in Calais oder Boulogne stattfinden.
— Rußland hat für die Beteiligung an der Konferenz von Genua eine Reche von Bedingungen aufgestellt.
— In österreichischen Regierungskreisen ®irb erklärt, daß an einen Beitritt Oesterreichs zur kleinen Entente nicht zu denken sei und daß die Regierung nach wie vor an der Meinung festhalte, daß Oesterreich der kleinen Entente nicht beitreten werde.
— In der italienischen Regierungskrise ist es noch zu keiner Einigung gekommen.
Um Genua.
Die Zusammenkunft zwischen Lloyd George und Poincarö.
Die Zusammenkunft zwischen Lloyd George und Poincarè, deren Initiative von englischer Seite ausgegangen ist, wird, wie schon gestern gemeldet, am Samstag oder Sonntag stattfinden. Pfftncar« hatte für die Besprechung Paris ausxrsehen, während eine Reuter-Note erklärt, daß der englische Ministerpräsident sich dringender Geschäfte wegen nicht bis nach Paris be» -Wen könne. Gt tonme^
Tag verlassen und mußte für die Heirat bet Prinzessin Marie wieder zurück sein. Inzwischen wird aus London gemeldet, daß die Zusammenkunft wahrscheinlich in Calais oder Boulogne stattfinden werde. Auch der Schatztanzler Sir Robert Horne werde in den nächsten Tagen mit dem französischen Finanz- minister de Lasteyrie zusammentreffen. Bei der letzteren Zusammenkunft soll wahrscheinlich das Reparationsproblem befpro^en werden. Poin- caré hat damit die bei seinem Regierungsantritt proklamierte Methode des Notenwechsels umgestoßen und Lloyd George nachgegeben.
Die englische Stimmung kennzeichnet eine Havas-Meldung dahingehend, daß die englische Regierung bereit fei, in der Frage der Garantie für die Konferenz von Genua der französischen Fordèrung zu entsprechen. Die Reparationsfrage würde danach also in Genua nicht wieder aufgerollt werden. Ebensowenig würden die verschiedenen bis jetzt abgeschlossenen Verträge oder überhaupt politische Probleme diskutiert werden. Eine Bestätigung dieser Ansicht liegt von englischer Seite noch nicht vor. Sollte die englische Regierung dem französischen Drängen wirklich nachgegeben haben, so käme dies einem unbestreitbaren diplomatischen Er- sola Poincarès gleich. Doch wie gesagt, eine Bestätigung dieser-Havas-Meldung steht noch aus und es würde uns bei der Art und Weise, wie der Depeschenkampf um Genua bisher ge- sührt worden ist, nicht besonders überraschen, wenn morgen schon ein Dementi erfolgen Würbe.
Rußland stellt Bedingungen.
M as t a u, 23. Febr. Die besondere Sowjet- kommission für die Regelung der russischen Tailnahme an der Konferenz von Genua hat nachstehende Bedingungen für die Beteiligung Räteregierung ausgestellt:
L Entschädigung für die Verluste, die Ruß- lono durch die Kämpfe gegen Judenitsch, Solt- wak, Deuekin und Wrangel erlitten hat.
2. Verrechnung der russischen Guthaben, die englischen, französischen und deutschen Ban- von den Ententemächten beschlagnahm» worden sind.
^ Entschädigung für die Vernichtung bezw. oeschlagnahmung der russischen Kriegs- und yondelssckgfe.
Entschädigung für die Daren, die seit von der russischen Regierung angekaust, oder nicht geliefert worden sind, wie verlautet, W der Gesamtwert dieser sinanziellen Forderungen sämtliche Schulden der zaristischen Re- «terung weit übersteigen.
Ein Desensivbündni» Frankreichs mit der
, kleinen Entente.
Varis, 23. Febr. Das Ergebnis der Be- mechuug zwischen poincarL und Leucich lall
der Abschluß eines Defensivbündnisses Frank- reicks mif der kleinen Entente fein.
(Wir haben uns in der Person Dr. Benesch's nicht getäuscht, wenn wir in unserem gestrigen Leit- artikel schrieben: „Man steht, welch getreuer Gefolgsmann Poincarès Herr Benesch aus Prag ist." Das Defensivbündnis richtet sich natürlich gegen Deutschland, da „den Deutschen nicht zu trauen ist." D. Red.)
Amerikas DerhSHnis zu Europa.
Eine Rede des amerikanischen Botschafters in Paris.
Paris, 23. Febr. Der amerikanische Botschafter in Paris, H e r r i ck, hat gestern mittag bei einem Frühstück auf der amerikanischen Botschaft anläßlich des Geburtstages von Washington über die amerikanische-Stellung gegenüber Europa gesprochen. Er sagte u. a.:
Ohne uns dessen zu rühmen, können wir sagen, daß Amerika heute aus einem
einem Gläubigerstaat
nfer Kontinent in seiner Ge-
Schuldnerstaat zu geworden ist. Ur, samtheit ist der Gläubiger Europas. Das große
Kapital-Reservoir der Welt sind heute die Vereinigten Staaten von Amerika. Amerika hat niemals die Absicht gehabt, um die Union eine chinesische Mauer zu errichten. Wenn dies trotzdem geschehen ist, so hat das eine ganz natürliche Ursache. Unsere Zollmauer sollte nur unsere eigene Industrie schützen, aber nicht fremden Waren den Eintritt unmöglich machen. Wenn auch das amerikanische Volk noch nicht für politischeAllianzenzu haben ist, so ist es täglich mehr von der Notwendigkeit überzeugt, in finanzieller und kommerzieller Hinsicht mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten. Wir wünschen genau so wie Frankreich, England und die anderen Nationen, unsere Waren
uns bleiben wollen, so wollen wir in handelswirtschaftlicher Hinsicht einer wsitum- faffenden Organisation angehören, an deren Gewinn und Verlust wir Anteil haben, und zwar einen großen Anteil. Alle die, seien es amerikanische Saatsangehörige oder nicht, die glauben, daß wir um diesen legitimen Anteil an der Verantwortlichkeit der Weltgeschäfte herumkommen, kämpfen gegen eine ebenso unabänderliche Macht wie die des Gravitationsgesetzes. Deshalb verlangen wir heute, daß man uns das praktische Mittel zeigt, dazu beizutragen, die geschäftlichen Bezeichnungen der Well wieder auszubauen und zu stabilisieren. Und wenn man uns dieses Mittel gezeigt haben wird, so werden wir es prüfen und zusehen, ob es ausführbar ist. Wir sind uns wohl klar darüber, daß die Umwälzung, die der Krieg mit sich gebracht hat, die Beziehungen der Vereinigten Staaten zu den europäischen Ländern enger gestaltet hat und das ist osfensichtlich eine internationale Wohltat.
Da- Syndikat zum Wiederaufbau Ruhlands.
Berlin, 23. Febr. Wie die Telegraphenunion' von zuständiger Stelle erfährt, hat die englische Regierung der deutschen mitgeteilt, daß die Konferenz zur Bildung eines Wiederaufbausyndikats für Rußland die Zuziehung von deutschen Vertretern der Bankwelt und der Industrie notwendig machen würde. Um eine Verzögerung zu vermeiden, wurde die deutsche Regierung gebeten, unverzüglich Vertreter zu entsenden, damit sie zur Teilnahme an den Besprechungen bereit ständen. Staatssekretär a. D. Bergmann von der Deutschen Bank und Geheimrat Kempner sind (wie schon gestern gemeldet. D. Red.) zu den Besprechungen abge- re'lst. Wie wir weiter dazu hören, soll das Syndikat mit einem vorläufigen Kapital von 20 Millionen Pfund Sterling er- richtet werden. An ihm werden sich England, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan beteiligen. Die Vorbesprechungen, die in dieser Frage in London stattfanden, stehen in keiner Beziehung zu den Vorbereitungen der Konferenz von Genua. In russischen Kreisen wird erneut darauf hingewiesen, daß sich Rußland gegen alle Kolonisationspläne, die aus einem solchen Wiederaufbausyndikat hervorgehen könnten, mit größter Energie wehren und ihnen passiven Widerstand bis zum äußersten entgegensetzen würde. Es kann weiter gesagt wer- den, daß neben offiziellen Verhandlungen, die durch die Beteiligung Englands,. Frankreichs und Deutschlands eine merkbare politische Nore erhielten, wirtschaftliche Verhandlungen zwi- scheu Wirtschastskonzernen und der Sowjetregierung weiteraehen. Die Verhandlungen dieser Wirtschastskonzerne erstreiten sich auch auf eine Beteiligung fremden Kapitals aus
England und Amerika an der Wiederaufbauarbeit in Rußland.
Ein neues deutsches Sachleistungs- Programm.
Berlin, 23. Febr. Seit einiger Zeit finden bekanntlich in Berlin mit den Vertretern der Reparationskommission Verhandlungen über ein deutsches Sachleisivngsprogramm statt, deren Einzelheiten nunmehr durch Nachrichten der französischen Presse auch der deutschen Oeffentlichkeit bekannt werden. Nach dem Wenigen, was aus den in sehr engem Kreis ge- führten Verhandlungen bisher bekannt geworden ist, ergeben sich folgende Grundzüge:
Es wird Deutschland vorgeschlagen, S a ch- leistungen anstelle vonBarzah- langen an alle Staaten, die im Verteilungsschlüssel der Entente enthalten sind, zu liefern und zwar nicht auf Grund gebundener Listen wie beim Wiesbadener Abkommen, sondern auf dem wegesreierBefiellung unter Kreditierung aus dem Ausland zu beziehender Rohstoffe. Sicherungen gegen eine über den Zweck des Wiederaufbaus hinausgehende Verwendung, insbesondere gegen den Weiterexport aus den Weltmarkt, sind bisher nicht vorgesehen. Um einer Inflation in den Abnehmerländern enkgeaenzuwirkeu, wird noch ein weitergeheader Kreditplan erörtert, dessen Grundzüge zur Zeit in Paris bearbeitet wer- den. Es ist anzunehmen, daß schon in den nächsten Tagen außer der Regierung auch die zuständigen parlamentarischen Stellen sich ausführlich mit diesen neuen Plänen befassen werden.
Ein großer franz. Auftrag für Deutschland.
Paris, 23. Febr. Der französische Minister für öffentliche Arbeiten trifft Vorbereitungen, um an Deutschland einen großen Auftrag zur
hingen (dieses letztere ist besonders für das Rhonegebiet bestimmt) zu übergeben, gestützt auf den Friedensvertrag, der die Alliierten ermächtigt, von Deutschland Sachleistungen zu verlangen, die geeignet sind, den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu fördern. Diese Lieferungen werden auf Reparationskonto gutgeschrieben.
Kein neuer Sisenbahnerftreik.
Eine Erklärung der Reichsgewerkschaft.
Berlin, 22. Febr. Die Leitung der Reichsgewerkschast Deutscher Eisenbahnbeamten und Anwärter hat sich in ihrer gestrigen Nachmittagssitzung mit der jüngsten Erklärung des Reichsoerkehrsministsrs Groener gegen einen eventl. neuen Streik beschäftigt und folgenden Entschluß gefaßt: Für die Reichsgewerkschaft bleibt die für den Streikabbruch mitbestimmend gewesene Erklärung des Reichskanzlers hinsichtlich der Maßregelungen auch heute noch allein ausschlaggebend. Nur die Zurücknahme dieser Erklärung durch den Kanzler hätte die Frage einer Wiederaufnahme des Streikes in den Bereich der Erörterungen rücken können. Da eine solche Zurücknahme weder erfolgt noch zu befürchten ist, so lagkeine Veranlassung für die Herausgabe neuer Warnungen und * aß- regelungen von Seiten des Reichsverkehrsministers vor. Es. liegt der Gewerkschaft gänzlich fern, sich durch den Erlaß des Verkehrsmini ters zur Betätigung eines irrtümlicherweise bei ihr vermuteten gewerkschaftsichen Militarismus verleiten zu lassen.
Der Deutsche Beamlenbund.
Berlin, 23. Febr. Am 20. Februar fand eine Sitzung des großen Vorstandes des Deutschen Beamtenbundes statt, die sich mit der gründ satz- — . —, he»
liehen Aussprache über die letzten Ereignisse faßte. Menne, der Borsitzende der Reich-
Jm - . , WWMMWW werkschaft deutscher Eisenbahnbeamten und Anwärter, verlangte unter starker Betonung des aktiven Machtgedankens für die zukünftige Beamtenpolitik neue Bahnen und Uebernahme der Geschäfte durch die streikfteundliche Richtung. Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes. stellte bemgegenüber unter Betonung
der geschehenen Mißbilligung des Streiks der Reichsgewerkschast über seine Führung, die auf einem dem aktiven Machtgedanken abholden Programm begründet ist, die Vertrauensfrage, die mit Mehrheit bejaht wurde. Ein in 6 Wochen einzuberufender Bundestag soll in Konsequenz des Geschehenen endgültig Beschlüsse fassen.
Die bayerische S. P. D.
München, 23. Febr. In der gestrigen Land- tagssitzung erklärte der Redner der S. P. D. Abg. Hermann, daß seine Partei es entschieden ablehne, sich den in der vorigen Woche ausgesprochenen Streikdrohungen des IL S. P.-Abg.
Neumann anzuschließen. Bekanntlich bath Neumann mit einem neuen EisenbahnerftreS und mit einem Zeitungsstreik gedroht.
Der Kauplausschutz über die Wirk fchastsbethilfen.
Berlin, 23. Febr. Der Hauptausschuß bes Reichstags beschäftigte sich gestern mit den fünf Nachträgen zum Reichshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1921. Abg. Dr. Pachntck « (Dem.) stellte als Berichterstatter fest, daß durch die fünf Nachtragsetats der ordentliche Haus» Hall für 1921 auf 172 Milliarden Mark angewachsen sei gegenüber den ursprünglich ae^ckätz» ten 33 Milliarden. Die Wirtschaftsbelhilfen such im Gesamtbetrags von 850 Mill. Mark bereits zur Auszahlung angewiesen. Eine wirkliche Reform könne jedoch nur durch eine Erhöhung bet Grundgehälter erfolgen. Anträge der Unabhängigen und Sozialdemokraten verlangen die Gewährung der Wirtschaftsbeihllfe nur an Beamte, deren Gesamteinkommen 50 000 Mark nicht übersteigt. Ministerialdirektor v. Schlieben vom Reichsfinanzministerium wandte sich gegen die vorliegenden Anträge, deren Befolgung zu den größten Unzuträglichkeiten führen würde. Abg. Beuermann (Dopt.) brachte eine Entschließung ein, wonach die Wirtschaftsbeihilfe abgebaut werden soll mit der bevorstehenden grundlegenden Aenderung der Besoldung der Beamten. Die demokratischen Abgeordneten Dr. P a ch n i ck e und Delius schlugen folgende Entschließung vor: „Die Reichsregierung wolle auf die Landesregierungen dahin einwirken, daß die aus der letzten Besoldungsregelung noch rückständigen Beträge und die jetzt gewährten Ueberteuerungs- zuschüsse sofort ausbezahlt werden. Die beiden Entschließungen wurden vom Hauptausschuß en. Die Anträge, welche für die Zah- ftsbeihilfe eine Grenze des
Gehalts von 44
bis 50 000 Mark verlangen
und den Beamten, die mehr beziehen, feine Wirtschaftsbeihilfe zukommen lassen wollen, wurden abgelehnt.
Relchswirtfchafisral und Kapitalflucht
Berlin, 23. Febr. Der finanzpolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrats beschäftigte.sich gestern mit dem Entwurf eines Gesetzes über die Gültigkeitsdauer des Gesetzes gegen die Ka- pitalflucht. Der Entwurf sieht eine Verlängerung der Geltungsdauer bis zum 3L März 1923 vor. Der Vertreter des Reichssinanzmini- steriums gab einen Ueberblick. Don besonderer Wichtigkeit sind die Verhandlungen mit dem Ausland, die eine gegenseitige Rechtshilfe an* bahnen. Ein derartiger Vertrag ist mit der Tschecho-Slowakei bereits abgeschlosten. Mit Oesterreich, Holland und der Schweiz schweben Verhandlungen. In der Erörterung wurde darauf hingewiesen, daß ein grundlegender Wandel nur durch eine Aenderung des ganzen Steuersystems eintreten kann, ewa durch eine Erfassung der Gewinne an der Quelle. die die Steuerflucht gegenstandlos machen würde. Der Ausschuß stimmte daraufhin dem Gesetzentwurf zu mit der Maßgabe, daß die Erlaubnis zur persönlichen Mitnahme von Zahlungsmitteln der Geldentwertung entsprechend bis gu 200 000 Mark erhöht wird.
Unerträgliche DerhSHaiffe in Oberschlefien.
Berlin, 23. Febr. Im auswärtigen Ausschuß des Reichstags wurden von verschiedenen Rednern die unerträglichen Verhältnisse im ober« schlesischen Besatzungsgebiet zur Sprache gebracht unter Bezugnahme auf die jüngsten Vorgänge in Gleiwitz. Einmütig kam zum Ausdruck, daß die Regierung den schärfsten Einivruch gegen die Gewallaten erheben müsse. Die Interalliierte Kommission in Oppeln müsse darauf' hingewiesen werden, daß es ihre Pflicht sei, die Bevölkerung Oberschlesiens, die ihrem Schutz anvertraut sei, gegen die Fortsetzung solcher Gewalttaten zu schützen. Die Regierung bestätigte daß sie sich entschlossen habe, bei her 3. & S geeignete Schritte zu tun.
— Das Amueftiegefetz Dr. Rabbruchs. Za dem vom Reichszustrzminifter angekundigèen Amnestiegesetz verlautet, daß dieses sich Haupt» «ächlich auf die während der Unruhen in Mitteldeutschland von den Sondergerichten Verurteil- ten bezieht, dagegen nickt auf die von de» ordentlichen Gerichten der einzelnen Länder Bestraften.
(Deitere politische Nachrichten Seite 4J