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Hanauer 8 Anzeiger

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General-Anzeiger

Verlagsleitung: Ad. Jndermübl«.

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AmMches Organ für Stadt- und Landkreis Kanan Reklamen August ^Br"^ â^'in öanS'iMaii

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Rotationsdruck bet Waisenkausbuchdruckerei Hanau.

Fernivrechanschlüffe Nr. 1237 und 1238.

Sir. 29

Freilag den 3. Februar

1922

Ausdehnung des Eifenbahnerstreiks

Slreikneigung der Eisenbahnarbeiler.

$er Cifenbahnerftreik hat, soweit sich die Lage bis zur Stunde übersehen läßt, an Aus­dehnung zugenommen, trotzdem fast die ge­samte Oeffentlichkeit mit Ausnahme der links gerichteten Kreise, das freventliche Spiel, das

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der Streik darftellt, auf das entschiedenste ver­urteilt. Der Streik hat in allen Direktionsbe-

Arten eingesetzt, mit Ausnahme derjenigen in Sagern und Baden und besetztem Gebiet, und es besteht die Gefahr, daß sich auch die Eisen- bebnarbeiter mit der Reichsgewerkschaft der kilenbahnbeamten solidarisch erklären und sich dem Streik anschließen. Ein derartiger Anschluß ist bereits in F r ankfurt a. M. ge­fordert worden, während Berlin den Streik be­reits für heute morgen 6 Uhr proklamiert hat. Es ist deshalb mit der Annahme zu rechnen, daß der Streik heute und morgen noH nicht be­endet wird, im Gegenteil an Verschärfung zu­nimmt. Die Solidaritätserklärung des Deut­schen Eisenbahnerverbandes richtet sich vor ollem gegen die Ausnahmeverordnung des Reichspräsidenten, die den Beamten das Koa­litionsrecht raube und einen schweren Eingriff in die Verfassung darstelle. Innerhalb der freien Gewerkschaften ist man der Ansicht, daß sie Streikbewegung sicher nicht die Ausdehnung angenommen hätte, wenn nicht die genannte Verordnung Eberts erlassen worden wäre.

Wir können diese Ansicht nicht teilen und Müssen auf unserem gestern an dieser Stelle vertretenen Standpunkt der Verurteilung dieses ©reifes verharren; denn ein Staat, in dem es sich Beamte erlauben können, die Weisungen der verantwortlichen Behörden in so gefähr­liche, Weise zu sabotieren, mühte in kürzester Frist jedes Vertrauens der Staatsbürger ver-

lustig gehen.

Es mag gestern hier und da die Frage auf­getaucht sein, weshalb nicht auch der Beamte das Recht zum streiken haben sollte wie jeder andere Mensch. Natürlich kann der Beamte als Mensch in den Ausstand treten, aber nicht als Beamter. Man ist eben ent­weder Beamter oder man ist es nicht. Worin sollen denn die Unterschiede, des Beamtentums von den anderen Ängeftellten- verhältnissen bestehen? Nur darin, daß der Staat den Beamten nicht entlassen kann, daß er für ihn Zeit seines Lebens, auch während lang­dauernder Krankheit, nach feinem Tode aber gr seine Witwe und seine Waisen sorgen muß?

as ist ein sehr gewichtiger Unterschied, aber dieser Unterschied kennzeichnet nur die eine Seite des Beamtentums. Auf der anderen steht eine unbedingte Anerkennung der Pflicht des Beamten gegenüber dem Staate, die keine irgendwie geartete Ver­nachlässigung oder Unterbrechung erleiden darf. In der Privatindustrie steht dem Ausstande der Arbeitnehmer die Aussperrung auf der Seite der Arbeitgeber gegenüber. Eine Arbeitsver-

inet nur d

der Arbeitgeber gegeni.... Weigerung der Beamten muß mit Naturnot­wendigkeit die Auflösung des Wesenskerns des Beamtentums selber zur Folge haben.

Dazu kommt, daß der Streik, wie schon oben sich gegen den Staat richtet. Was ist der

? Der Slaat ist sprachlich nur eine Wort- form, hinü-btlich seines tatsächlichen Daseins nur eine Ausdrucksform für das deutsche Volk selber, für das deutsche Volk, das die Sorge für seine Beamtenschaft übernommen hat, und dessen Diener zu sein, des Beamten höchste Ehre be* deutet. Der Kampf richtet sich gegen das deutsche

das in seiner Gesamtheit mit Ausnahme der Schieber unter den ständigen Geißelhieben einer furchtbaren wirtschaftlichen Not leidet. Diese Not wird vergrößert, wenn die Eisen­bahnen, bis den Blutkreislauf des Wirtschafts­iebens barftetlen, lahmgelegt werden. Was eine Mchc Lahmlegung für unser wirtschaftliches Leben bedeutet, was insbesondere für die ärmere Bevölkerung in Stadt und Land, das in den letzten Jahren in einzelnen Gebieten des Reiches wir erinnern nur an das Saar- «ebiet und an Sachsen schon deutlich genug ewpchnden worden, als daß es nötig wäre, darüber jetzt noch viele Worte zu verlieren. Man braucht nur einen Augenblick zu überlegen, was das Ruhen des Güterverkehrs in unserer mit den äußersten Schwierigkeiten kämpfenden Volkswirtschaft bedeutet, was es heißen will, ^nn die Ernährung, die Ko'len- und Rohstoff- br mffung stockt, die Schornsteine der Fabriken b'cht mehr rauchen und alle Verdienstmöglich, fiten erlöschen. Daran hätten die Beamten, die diesen Streik angezettelt und diejengen, die ihm golge geleistet haben, unbedingt denken müssen.

haben es nicht getan und darin liegt die Uoh« Derlelluna ihrer Verantwortlichkeit dem

Staat, dem gesamten Volke gegenüber. Das Moment der Unverantwortlichkeit bleibt auch dann bestehen, wenn was wir zugeben eine gewisse Nachlässigkeit der Regierung inbe* zug auf die Besoldungsregelung vorliegt. R. H.

Bemerkenswert ist, daß zu den führenden Männern der Reichsgewerkschaft der Eisen­bahnbeamten und der Streikbewegung ein ge­wisser Henne gehört, der zur Zeit der Rational- versam^bmg in Weimar einen Eisenbahner- streik hervorgerufen und sich dabei selbst zum Eisenbahndirektionspräsidenten in Erfurt er­nannt hat.

Streikbeschluß des Deutschen Eifenbahner­verbandes.

Berlin, 3. Febr. Die Funktionäre der Or^verwallung des Deutschen Eifen­bahnerverbandes hielt gestern eine Sitzung ab, die sich mit der Lage beschäftigte. Rach längerer Aussprache wurde gegen Mitter­nacht ein D^luß gefaßt, der besagt:

Der Eisenbahnerstreik wird auch von den Funktionären beschlossen. Der Streik soll offi­ziell Heuke früh 6 Uhr seinen Anfang nehmen.

(Der Deutsche Eisenbahner-Verband (freigew. Richtung) ist die stärkste Eisenbahnerorganisation und zählt über 54 4 000 Mitglieder.)

Frankfurt a. M., 3. Febr. In einer gestern stakkgcfundenen Versammlung des Deutschen Eisenbahnerverbandes wurde eine von der Bezirksleitung eingebrachte

Entschließung,, nach oet öte iiuigutvci. v«> ^, E. V. strikte Renkralikä! bewahren und die Zu­mutung segücher Streitarbeit zurückweisen sollen, von der Versammlung einstimmig abge­lehnt. Dagegen fand eine vom kommu­nistischen Landkagsabg. S n o k h einge- brachle Resolution fast einstimmige Annahme. Hiernach fordert die Versammlung, daß der Bezirksvorstand von der ZenkralverrMlilung in Berlin die sofortige Ausgabe der Streikparole wünfcht. Der Bezirksleitung wird das Recht aberkannt, im Ramen der Frankfurter Eisenbahner zu sprechen. Schließ­lich wird von der Regierung verlangt, daß sie den Eisenbahnern bezw. den Beamten das Streikrecht freiaebe. Ein Antrag, daß Freitag vormittag in allen Betrieben eine Urabstim­mung über die Unterstützung der Reichsgewerk­schaft durch einen gemeinsamen Streik aller Eisenbahner stattfinden soll, wurde einstimmig angenommen.

Generalsireikandrohung.

Berlin, 3. Febr. Der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Gewerk- fchaftbundesLeiparks, sprach gestern beim Reichspräsidenten vor, um eine Ver- mittlungsaktion zu erreichen. Brieflich wie telegraphisch wurde der Vorstand des M- gemeinen deutschen Geiverkschailsbundes von Betriebsräten aus allen Teilen des Reiches auf- geforberf, den sofortigen General­streik zu erklären, um die MaMühmen der Regierung rückgängig zu machen.

Uebergreifen des Streikes auf die Berliner Post

D e r l i n, 3. Febr. Die Funktionäre dec Ber­liner Sektion der Post und Telegraphie beschlossen, sich mit dem Streikbeschluß der

Eisenbahnfunktionäre solidarisch zu klären.

Die Stellungnahme des Reichsrals.

er-

in

Berlin, 3. Febr. Der Reichsrat nahm seiner gestrigen Abendsitzung einem Ausschuß- antrag folgend, Stellung zu dem gegenwärtigen Eisenbahnbeamtenstreik. Er gab zu, daß die Beamtenschaft schwer unter dem unerhörten Druck leide, unter den das Versailler Diktat in feiner Maßlosigkeit das deutsche Volk und fast die ganze Welt gestellt habe. Die Beamten teilten dieses Los aber mit dem weitaus größ­ten Teil der übrigen Bevölkerung, und sie könn­ten aus dem Unglück des Volkes nicht den An­spruch herleiten, für sich unerfüllbare Forderun­gen durchsetzen zu wollen. Der Reichsrat ver­urteilte den Streik als unverein­bar mit der Beamteneigenfchaft und billigte die von der Reichsregierung getroffenen Maßnahmen. Er er* fu^te die Reichsregierung, mit allen Mitteln darauf Bedacht zu nehmen, daß Ordnung ge* schaffen und dieAutoritätdesStaates mieberberaeüellt werbe. Staat»jetre-

Stieler gab einen eingehenden Ueberblick über die Entstehung des Streiks und die augenblick­liche Lage. Wie er mitteilte, sind die Direktions­präsidenten angewiesen worden, unter allen Umständen für Schutz der Arbeits­willigen zu sorgen: "sie sollen zu diesem Zweck mit den zuständigen Landesbehörden in Verbindung treten. Die Reichsregie­rung beabsichtigtnicht, ihre bisher den Streikenden gegenüber eingenommene Haltungirgendwiezuändern.

Ein Antrag der IL 5. P.

Berlin, 3. Febr. Der Vorstand der Reichs­tagsfraktion der U. S. P. hat beantragt, der Reichstag wolle beschließen: Der Reichstag ver­langt die sofortige Aufhebung der Verordnung des Reichspräsidenten betreffend Verbot der Arbeitsniederlegung von Beamten der Reichs­eisenbahn vom 1. Februar.

VermiMungsverhandlungen gescheitert.

Berlin, 3. Febr. Vertreter des Deutschen Beamtenbundes haben gestern bei der Reichsre­gierung den Versuch gemacht, zwischen der Re­gierung und den Streikenden zu vermitteln. Die Regierung hat es abgelehnt, in Verhandlungen einzutreten, mit dem Hinweis, darauf, daß sie von vornherein erklärt habe» im Falle des Aus­bruchs des Streikes die Verhandlungen nicht wieder aufzunehmen.

Verhaftungen Rund 3 Millionen Mark Streif gelber beschlagnahmt.

Berlin, 3. Febr. Nachdem Beamte des Poli­zeipräsidiums zwei Hauptführer des Eisenbah­nerstreiks, den Lokomotivführer Sperlbaum und den Eisenbahnoberfchaffner Tänzer ver- hastet hatten, gelang es später, auch

Borsitzenden der _........ ..._, .. Eisenbahnbeamten, Thieme, in Hast zu neh­men. Thieme erschien in einer hiesigen Groß­bank und hob von einem Konto 100 000 Mk. ab, die als Streikgelder dienen sollen. In dem Augenblick, als er das Bankgebäude verließ, traten Beamte auf ihn zu und führten ihn in Hast ab. Im ganzen führte er 600 000 Mark Streikgelder bei sich, die vorläufig beschlag» nahmt wurden. Es ist bisher noch nicht ge­lungen, den Sufenit atsort des Aktionsaus­schusses ausfindig zu machen.

Berlin, 3 Febr. In Lehrte bei Hannover ist ein Funktionär der Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamten, der zum Streik aufforderte, verhaftet worden. Ein Lokomotivführer in Hamburg, der sich weigerte, den fabrplanmäßi- gen Zug zu übernehmen, wurde s e i n e s A m - tes enthoben. Auch gegen andere Beamte wurde das Disziplinarverfahren mit dem Zweck der Entlassung eingeleitet. Die Reichsgewerk­schaft deutscher Eisenbahner hat ein Flugblatt herausgegeben, in dem sämtliche Eisenbahnbe­amten zum Streit aufgeforbert werden. Auf Grund dieses Flugblattes ist eine Untersuchung gegen den Verfasser eingeleitet worden. Außer­dem wird gegen den Hersteller des Flugblattes ein Verfahren einge-eiiet werden. Die b e - fchlagnahmtenGelderbeziffern sich auf rund 3 Millionen Mark.

Der Einsatz der Technischen Rokhilfe.

Berlin, 3. Febr. Entsprechend der allge­meinen Streiklaae ist die Technische Nothilfe in den gestrigen Morgenstunden in denjenigen Direktionsbezirken eingesetzt worden, die von der Stillegung am meisten betroffen sind. Es er­folgten zunächst Teileinsätze in den Direktions­bezirken Breslau, Dresden. Magdeburg, Mün­ster und Berlin. Alarmierungen sind in größe­rer Anzabl in weiteren Direktionsbezirken er­folgt, so für Stettin, Hannover und Frankfurt am Main.

In Frankfurt a. M. ist die Technifche Nothilfe im Laufe des Tages in Stärke von 110 Mann eingesetzt worden. Den bestellten Forde­rungen, die sich hauptsächlich auf Lokomotiv­führer, Heizer, Zug- und sonstiges Zugpersonal erstrecken, konnte überall entsprochen werden. Einsätze und Stornierungen in größerem Aus­maß sind wahrschem"^ In Berlin nefchab der Einsatz auf einzelnen besonders wichtigen Bahn­höfen, jedoch dürfte auch hier mit baldigen Ver­stärkungen zu rechnen sein.

Wegen den Streif.

Frankfurt, 2. Febr. Der Verband ber Betritt»- leitungen, Cberingenieitre ber Reichsbahn (Sitz Han- nover) umfassend die technischen Amtsonbindeverteeker, technischen Hilr»dezcrnenten, ' techni chen Kontrolleure und Stcflierunglbautäte beteiligt sich nicht am Streit.

«aritrubt, 3. Fcbr. Von zuständiger Seite er* fahren wu: Ku Laden acht bubet der Eiieâünverftbr

ungestört weiter. Er wird nicht gestreikt. Die Landes­stelle Baden der ReichSgewcrkschatt Deutscher Gisew- bahnbeamten und Anwärter bat beschlossen, vorläufig nicht in den Streik einzutreten, da zunächst noch ver- sucht werden soll, die Regierung zu Derhandlungetr zu bewegen.

Skreikabsage des Allgemeinen Verbandes.

Berlin, 3. Febr. Der Allaemeine Eilenbech- nerverband, der 82 000 Mitglieder umfaßt, Hai in einer Entschließung die Beteiligung am Steik abgelehnt.

Postverkehr Fl»gzc«adir«ll.

Für die Zeit bei Eisenbabnerstrecks sollen in be­schränktem Umfange zur dringenden Personen- und Postbeförderung Flugzeuge in Derkebr gestellt werden. Vom 3. Februar ab werden mindestens jeden zweiten Tag auf folgenden Strecken Luftfahrzeuge verkehre»: Berlin Hamburg, Berlin Dortmund, Berlin- Bremen, BerlinStettin und BerlinDresden.

Frankfurt a. SR., 3. Februar. Wie die Ober- Postdirektion mitteilt, werden nur Zeitungen und ge« wohnliche Briefe soweit wie irgend möglich befördert werden. Sie beabsichtigt die Einrichtung eine» Kraftwagenverkehr» nach außerhÄd bei Strcikgebicte» liegenden Orten, in denen der Zugverkehr noch funktioniert, Höchst, Rödelheim, Hom­burg, Aschaffenburg und Heidelderg. Bon dort werden die Postsschen mit den fahrplanmäßigen Zügen weiter, geleitet.

«tackeude SebenSmittelzufuhr.

Frankfurt a. M., 3. Febr. Das Lebensmittel­amt teilt mit, daß el wegen des Streiks der Eisen- bahnet die für die Notversorgung erforderlichen Milch, mengen nicht hrrcinbckommt.__

Berlin, 3. Febr. Die Wirkung de» Streike» aus die Lebensmittelzusuhren machte sich am gestrigen Tage bereits bemerkbar.

Deamlen.

Die deutschen Eisenbahnbeamten sind einer Reihe von Organisationen zusammenge- faßt, die für Außenstehende wegen der ähnlich lautenden Bezeichnungen nicht leicht ausein­anderzuhalten sind. Zur Orientierung sei fol­gende kurze Zusammenstellung wiedergegeben:

1. Die größte Organisation mit 300 000 Be­amtenmitgliedern ist die Reichsg e w e r f schaft Deutscher Eisenbahn-De am- tenundAnwärter. In ihrem Vorstand wurde der Streik beschlossen. Sie aehört zum Deutschen Beamtenbund, der verschiedene Be- amtenvcrbände umfaßt, und ist, wie dieser, dem freigewerkschaftlichen ^Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund" angeschlossen.

2. Die Gewerkschaft deutscher Eisenbahner hat ebensalls eine großeMit- gliederzahl, ist aber in den verschiedenen Be­zirken sehr ungleichmäßig vertreten. Sie gehört zu den christlichen Gewerkschaften und zum Deutschen Gewerkschaftsbund".

3. In dem freigewerkschaftlichen Deut­schen Eisenbahnerverband, der die stärkste Organisation der Elsenbahnarbeiter ist, befinden sich auch etwa 70 000 Elfenbahn- ^EIer Allgemeine Eisenbahner, Verband gehört zu den Hirsch-Dunckerschen Gewerkschaften und ist demGewerkschaftsnng der Arbeiter, Angestellten und Beamten an­geschlossen.

Morsterkrise in Italien.

Rom, 3. Fedr. Da» Ministerium bat beschlösse», noch vor der Eröffnung der Kammer, zurückzutreten. nachdem die meisten Parteien ein Mißtrauenlvotu« gegen die Regierung beschlösse» haben. Die Sozial demokrate« habe» bereit» mit der klerikalen Volk«. Partei verhandelt und verlangen, daß da» komme*»« Ministerium auf allen Linksparteien mit Einschluß der klerikale» Dolkrpartei bestehen soll. «1 kommende Ministerpräsidenten nennt man die Ram«

Giolitti und Orlando.

I

Die Beantwortung der deutsche« Note.

Paris, 3. Febr. «in offizielle» Commumque «« innert daran, daß eS nunmehr den alliierten Regie­rungen anheimgestellt sei, ab sie über die deuticke» Zahlungen für 1922 selber verhandeln oder die An- gclrgenheit der R-parationSkommWo« überlasse» wollen. Die franzSsische Regierung bat aber « Loudon, Rom und Brüssel ihre Ansicht znm Ausdruck gebracht, daß im Sinne bei Versailler vertrag» dir RlparatioilSkommission über die Antwort an Deutsch­land zu beschließen habe.

rSh^ Dali tische NaLriLten auf Seite 5,1;