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Hanauer N Anzeiger

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] General-Anzeiger

* AmMchss Organ für Skaör- und LmrKKreis Säumt

Gffchetnt täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Derlagsleitung: Ad. JadermüLl«. Verantwortlich: für volittschen und allgemeinen Teil Rickard Hultsch: für lokalen undvr«wi«ziellenTeil sowie Evort Wilhelm Moritz: für Anzeigen und Reklamen August Brodt. alle in Hanau a. Main. Rotationsdruck der Waisenhausbuchdruckerei Hanau. FernivreckanicklüNe Nr. 1237 und 1238.

Ar. 19

Montag den 23. Januar

1922

Was NbAsfw.

Papst Benedikt XV. ist am Sonntag früh 6 llhr entschlafen.

Auf der nationalliberalen Konferenz in zmdon hielt am Samstag Lloyd George eine Rede über die Wiederherstellung des wirklichen Friedens.

Der Goldankaufspreis des Reiches wurde NN 60 Mark auf 780 Mark für ein 20 Mark- Wck erhöht.

In Sachen des Steuerkomreewikses be­then immer noch Schwierigkeiten.

Im Dresdener Bezirk ist der Elsenlohner- deck susgebrocben.

Bei der gestrigen braunichrseigifchen dndwgswahl wurden in der Stadt Braun- Hoeig insgesamt 41743 bürgerlicho und 45 302 jHrlÄmskraiffche Stimmen abgegeben.

Loyd George über das Elend der Völker.

Aber DeukManS soll zahle»,

Son einer iochstLusendköpngen Zuhörer- n^n stürmstS begrüßt. hielt Lloyd George am Bemstag auf der nationalliberalen Konferenz is der Cenrralholl in Westminster seine mit Innung erwartete große Rede. Er sagte, die ZchauprunL, daß Neuwahlen ein Gedanke der Koalition-liberalen seien, wäre eine reine Erfindung. Die Koalitionsliberalen hätten H) ebenso wie alle anderen Liberalen für die Reform des Oberhauses verpflichtet. Ob Neu- «chlen früher oder später kommen und eines Tages müßten sie kommen es könne dem Lande nur eine Politik unterbreitet werden, die mcht diktiert sei durch Wahlfvrderungen, son- lern durch Beschlüsse des Landes und der Welt. Um das Vertrauen wieder herzustellsn. muffe man sofort Frieden in der ganzen Welt schaffen. Dies sei die Aufgabe, der sich alle Regierungen gegenüber gestellt sehen. Was sei die Lage der Well? Großbritannien habe einen erschöpfen­den und verheerenden Krieg geführt. Der Han­del befinde sich in einer schlimmeren Lage als je. In Großbritannien seien zwei Millionen Er­werbslose; in den Vereinigten Staaten noch viel mehr. Warum? In der Welt bestehe ein grö­ßeres Bedürfnis nach englischen Waren als je 6vor, jedoch weniger Nachfrage. Nicht, daß die , elt den Reichtum nicht erschwingen könne, der sie in den Stand setzen würde, diese Waren zu bezahlen, wenn sie Kredite erhalten werde. Aber Kredite seien unmöglich ohne Vertrauen und Stabilität Das Problem, dem Großbri- icmtien und die ganze Welt gegenüberständen, könne in einem Wort zusammengefaßt werden: Die Wiederherstellung des internationalen Ver­stauens. (Beifall) Vertrauen Großbritanniens in andere Länder, jedoch vor allem das Ver­trauen eines Landes in alle Länder. Inter­nationales Vertrauen fei die Grundlage des internationalen Ya nd els. Großbritannien fei ein Land, das vs-lltommen von dem internationalen Handel ^hânge. Die elektrischen Ströme des Handels näßten in der erzielten Atmosphäre der Welt sDUvendigerweise unregelmäßig und schwach nm. Ohne Vertrauen könne Kredit nicht aufge- ömt werden, ohne Kredit kein Handel und ohne handel kein Unterhalt für unser Volk. Unsere testen werden ungeheuerlich werden und

Mier Bankerott wird der Deik ins Angesicht starren.

Es gibt ein dringenedres Problem. Wir wollen es auf unser Banner schreiben:

Frieden auf Erden und den Mensche« ein Wohlgefallen.

Wenn man ein allgemeines Einvernehmen unter den Stationen Herstellen will, so erfordert dies große Geduld, denn es besteht viel Miß­trauen und viel Argwohn. Es gibt Leuts, die denken, sie hätten es durch einen Federstrich tun können, wenn sie vor zwei oder drei Jah­ren in Versailles gewesen wären. Die Leute, die so denken. Hoben sicher nicht die ausländisch« Presse gelesen, weder damals, noch heute, sonst würden sie von ihrem Wahn geheilt wor­den sein.

Ueber die Frage der deuri -ben Re­parationen sprechend. sagte Lloyd George, er gehöre nicht zu denjenigen, die der Ansicht seien, daß DeuNchland die Zahlung dieser Summe eriaven werden müßte.

Deutschland ioö bc^chlev und Deutschland kann be^ihlenl

Deutschland lrLe, wie jedes andere Land, unter dem großen Zu''a mmsnbruch^ des mtLrnaTio- nalen Handels. An zweiter Stelle nach Groß­britannien hänge Deutschland mehr vom inter­nationale« Handel ab, als jedes aridere Land, Demichland leide, aber das sei nur zeitweilig. Mit dieser Frage könnten sich die Sachverstän­digen besassen. Tatsächlich seien die Sachver- ftändigen auch, bevor die Korrferenz von Can­nes auseinanbergegangen sei. zu einer Verein barung gelangt, die feiner Ansicht nach befrie­digend und für Deutschland annehmbar ge­wesen sei.

Lloyd George sprach dann über die Kon­ferenz von Washington. Er rühmte die Rolle, welche Balfour dort gefyieü bähe. Der Weltfrieden hänge im großen Maße non dem Einvernehmen zwischen den Vereinigten Staaten und England ab. Die Washingtoner Konferenz habe mehr als jeder andere Faktor dazu beigetragen, daß dies Einvernehmen her- gestellt werde. Lloyd George betonte die Nütz­lichkeit internationaler Konferenzen, aber die Konferenzen führten allerdings nicht immer zu dem gewünschten Erfolg. Keine internationale Konferenz hat bisher jemals die wirtschaftlichen Verhältnisse Europas geregelt. Lloyd George fand lebhaften Beifall, als er von der

Konferenz von Genua

sprach. Er forderte, daß alle Völker ohne Aus­nahme eingsladen werden müßten, und daß man ernste Anstrengungen zu machen habe, dem Krieg und den Kriegsdrohungen ein Ende zu machen. Man muffe den Handel auf fester Grundlage wieder Herstellen. Lloyd George for­dert die Regierungen auf, in friedlichem Geiste auf die Konferenz von Genua zu kommen. In erster Reihe soll auf dieser Konferenz die W i e - dcrherstellung des Friedens in Europa erörtert werden. Lloyd George er­klärte dann, warum nicht der Völkerbund mit der Organisation der Konferenz beauftragt werde. Er wule nicht, ob die Vereinigten Staa­ten in Genua vertreten sein werden. Wäre aber der Völkerbund mit der Organisation der Kon­ferenz bewsitrnZi worden, so hätten sich die Ver­einigten Staaten von vornherein von dieser ausgèscblosien. Lloyd George glaubt zwar an den Völkerbund aber für die Organisation der Konseren; von Genua sei er nicht geeignet. Die Konferenz von Wafhingkorr konnte den Frieden im Westen wieder Herstellen; man mülle wün- chen, daß die Konferenz von Genua den Frieden im Osten wieder Her­st e l l e. Bevor ein dauerhafter Frieden errichtet werde, r^ne man die Herabsetzung der Aus­lagen für die Rüstungen ins Auge fassen. Hier ging England mit gutem Beispiel voran, indem es feit» Rüstungen zur See, zu Land und in der Sun verminderte.

Zum Schlug erklärte Sie ob George, es sei die Nu ' aabe des britischen Reiches, zur 6 <f a f f u n g des Friedensauf dem Kontinent beiptiragen.

Antwort an ö. SeparaiioiisKommiifiDR

Berlin, 22. Jan. Am Mittwoch lall die Sein» chrifi der Antwort an die Reparation störn Mission, ine mehr eine Note als eine Denkschrift biN-u UrgefteQi werden und am Donnerstag die Ueöergal» an die Reparationskommrssion et folgen. Dir Rote wird sich wahrlcheinlich aus einem Houptteil und vier oder fünf Anlagen pt» iammrnsttzen. Der Haupsteil zerfällt in zwei Abschnitt« Im ersten Teil ist die Frage de; Reform» und Garantreylams behandelt, wäh­rend her pueite sich mit hem Zahlungsplan für 1922 belästigt Tie Anlagen werden Belege und jpezurzie^e M Nullungen für Sie in den fjcuptetter gemachten Angaben üb« die beurüge Seiftungsfätjigteii enrhatteq, 1

Wu keine Aktion ergriffen wird, und zwar fcste internationale Aktion, nicht eine Aktion Ae- Landes, sondern aller Länder. (Beifall.) Ei« kann Vertrauen geschaffen werden? Ich ^erde manchmal von meinen Freunden ge ragt, sesbalb ich einen io großen Teil meiner Zeit M-.rnarionolen Angelegenheiten widme und

mehr Zeit für innere Fragen verwende, öch werde jedoch jagen warum. Solange nicht

Frieden der Welt wieder hergestellt wird wir das größte Opstr, die größten Leid-1 :'jmben. Um Vertrauen wieder der zustellen. > - z man einen wirklichen Frieden in der Welt I ^tuitn. Der Handel hat im Kriege einen gro I der Schlag erlitten. Er ist jetzt furdttfam und "hraf? Man muß feine Nerven wieder be* *4er: Solange Fragen besteben, die Unruhe I ^leucm, wird der Handel nicht das notwen-1 Risiko übernehmen. Der Fâe muß auf

festen Grundlage guten Einvernehmens allen Völkern begründet -ein. Dies ist

** erste Bedingung des wirijchaill'.che».Sie» | ^strraaes der WAt und dies U die Aufgabe, I sich h« Regierung gegenübergz~elh Seht

nur unsere Regierung, «andern _ alle Re- Ptryngen in der gesamten Welt. (Lohârcher i ^"sX) 3* seNiger die Regierungen sich in Len Obstet einmochen, «mj» besser ist es Die Tu- ^èief- utzbill bezieh: sich auf eine rein seit» **Ktè Lage von ganz abnorm:m CdarWer. «

Zum Ableben

Am Grund einer Meldung derlelegr.» Union" meldeten wir, wie fast die gesamte deutsche Presse bereits am Samstag das Ab­leben des Papstes Benedikt XV. Die gleiche Meldung hatte auch das halbamtliche Wolfsifche Büro Derbreifet ebenso war die Nachricht auch dem Reichspräsidenten zua-nonaeu. Später stellte sich heraus, daß die Todesnachricht auf ein Mißverständnis, wahrscheinlich lchwsizeri- schen Ursprungs, ^urVfv» führen war.

Inzwischen hat sich wie aus dem folgenden Telegramm ersichtlich ist, das Ableben des Dapstes besiâtigr.

M s a ch e «, 23. Tas. Am Sonntag nach- mittag 2 Uhr ist aus Rom bei der Rurrtisstrr m München die awksichs Dspeche eingefroren, Sag Papst Benedikt XV. am Sennrag früh 6 Uhr eaHchlakes ist. Auf dem Gebäude der Rvn- kiâr ist lsgleich nach See 5 in treffen der Iran- rrbokichsst die uwstorte päpstliche Fahne hochge- gstigen.

Die letztes Stur.be&

Kcm, 22. San. Um 541 Uhr erschien gestern mittag der Tonclase-Marfchal! Principe Chigi, der sich bis zur Wahl des Nachiclaers in dem Gemächern des Papstes sufhalten wird. In einem lichten Augenblick ließ der Papst er; Sta­tuette der heiligen Agnes an sein Bett bringen und richtete mit flehendan Blicken ein stummes Gebet an die Heilige. Darauf verlor er wieder das Bewußfein. Der König wird stündlich direkt . aus.Mm Vatikan über den DeMuf der Krant- hest -

ein Bittgottesdienst für den Papst statt, dem d?e gesamte königlich« Familie beiwohnte.

Rom, 22. Jan. In den über die letzten Stun­den des Papstes geführten Aufzeichnungen fin­det sich folgende Einzelheit vermerkt: Um 11 Uhr nachts fragte der Papst: ..Wieviel Uhr es ist?" der Erzblichof von Bologna erw' mit der genauen Zsitsugabc. Darauf sagte der Papst folgende Worte:Geht schlafen, beim von jetzt bis 6 Uhr morgens ist noch viel Zeit."

Rom, 22. Jan. Der Papst bestimmte in seinem letzten Willen, daß sein Leichnam mit den Pontifikalgswättdern bekleidet drei Stun­den lang im Thronlaol und danach zwei Tage hindurch in der Petersiirche ausgestellt werde. Nach dem Tode des Papstes übernahm Kardi­nal Gasparri die Leitung der Geschäfts.

Rom, 23. Jan. Sofort nach dem Eintritt des Todes hub das Fünfmimusn-Trauergeläute der Peterskirche an und das Bronzetor des Vati­kans wurde gefchlosien. Der Körper des Papstes war infolge der Dorangegangtren Leiden zum Skelett abgemagert. Am Sterbebett waren zwei Reffen des Papstes, Staatssekretär Gasparri, der Großpönüentiar Kardinal Giorgi, her Leib­arzt Cherubini und der Zerimonienmeiper Monsignore Zampini zugegen.

Um 1 Uhr nachts wurde im Sterdczimmer eine Messe gelesen, worauf der Papst die Kom­munion empfing. Um 3 Uhr singen die F iße und an falt zu werden, aber das aufgeregte

Linum dauerte an. Um 5 Uhr wollte der rac­kernde aufspringen, indem er vom Weltfrieden sprach und ausrief, dringende Geschäfte erwar­teten chn. Alsdann beruhigte sich der Kranke. Der Herzschlag begann au-zusetzen. Um 5 Uhr 45 Min. trat die Agonie ein, worauf der Groß- pönifentiar Kardinal Giorgi die Sierbegebefe anstimmte. Um 6 Uhr 5 Min. stellte Dr. Cheru­bini, der den Puls nicht losgelaffen hatte, bas Ableben fest. Die Todesnachricht verbreitete sich beim ersten Frühlicht durch Rom.

Die Todes künde aus dem Vatikan hat in ganz DeuZchtanL, nicht rait_in katholischen Krei­sn. tiefste Trauer beruorg entfett War doch Papst Benedikt XV. nicht nur während des ganzen Weltkrieges uneânüdlich bemüht, der Welt den Frieden wiederzugeben, zwischen den kriegführenden Parteien in wirklich eimvand- 'reier Neutralität zu vermitteln, sondern trug , auch nach Beendigung des unglückseligen Welt- I brand« mit aller Kraft dazu bet die Wunden, die der Krieg geschlagen, zu heilen. In groß- sterz-gtzer Weise spendete er wiederholt den Hungernden in Deutschland, steuerte er nament­lich Lem Krnderrlend. Gerade Aleichzeitig mit der Nachricht vom Ableben Benedikts fommt die Meldung, daß er soeben erneut zum Bester: der hungernden Sinber in Deutsch'and 200 000 Lire gespendet hat! Sein Andenken wird auch in SeutidüAQb dauernd inz^

öss Papstes.

Ueber des Leben Benedikts XV.

sei folgendes miigeteilt:

Benedikt XV. wurde als Sproß einer acgp "ebenen italienischen AdslsiamiLe (Chiesa) aat 21. November 1854 in Genua geboren und er« leit den Vornamen Giacomo. Den Traditionen seiner Familie folgend, die der katholisch«« Kirche schon mehrere Päpste gestellt hat, wandte er sich der geistlichen Laufbahn zu und wucht 1878 Priester. Ein Jahr später promovierte .« zum Doktor der Rechte. Auf Grund seiner hip* lamatischsn Fähigkeiten wurde er von ben Päp­sten Leo XIU. und Pius X. in verschiedene« politischen Missionen beschäftigt; er betätigte sich u. c. als eifriger Vertreter her Ben-Hungen bei Heistgen -tU'sts zu Frankreich. Als diese Po- litis nicht amchlug, erfolgte 1907 seine Kaü« fteSr-g durch die Ernenmmg zum ErzbiiLsr von Bologna. Wenige Tage vor dem Tode fei« nes. Vorgängers Piüs wurde er im Mai 1914 «ft Kardinal und im Sept^nt-r '-»^»lb-n Ickh- 7 es mitten im Sri eoslärm Pav't. Seine Haltung im Weltkrieg hat ihm trotz strengster Wohnung seiner neutralen, die poluilchen Streitigküte« überragenden Stellung seitens der Entente manche Angriffe eingebrad?:. Bereits am 12. De,zen:ber 1914 machte er bekanntlich den Vor- "m?ag einer engemeinen Waffenruhe zu Weitz» nschieu: trotz dieses mißlungenen Versuch» gab er bereits Neujahr 1915 wieder die An­regung zum Austausch dienstunfähiger Striegs« Gefangenen; am 28. Juli 1915 ersieh er seinen Friedens«-'ruf an die Völker, der leider ans selten der Entente nur taube Ohren fand.

dem Ableben des Pavstes durch den Präsidenten Löbe bekonntgegebsn, der erklärte, daß beb» Reichspräsidenten die Mitteilung von dem eS folgten Ableben des Papstes eingelaufen sei Der Präsident betonte, während sich die Abgo- -IEbneten von den Plätzen erhoben, daß der Papst am 3. November, während der ersten großen Schlachren im Westkriege zum Papst gt» wählt wurde. Er habe alle seine Kräfte emg«» setzt, um die menschlichen Leiden zu lindern, zvr Vsschwichtigullg des Haffes und zur Versöh­nung der Koffer sich eingesetzt. Während der Kriegszsst habe er sich besonders der Zivilge» fangenen angenommen und lehr sich beim Frie­den von Versailles für die Bölkerversöhnung s'mgcsetzt. Laufende deutscher Kinder seien durch seine Beriniticlung in den Stand gesetzt wor­den. sich warm zu kleiden und sich zu fätiiaen. Das dkmschc Volk nehme tiefen Anteil an de» plötzlichen Tod dieses Derinenten Mannes.

-.-Hm prerntimen Landtaa widmete Brâ««t Leinert dem Papst einen mann emchinbe- neu Rasens. Hier verließen die meisten Unab bäng^b oinv Kc-mmunisten den Sitz'mgssaaj -x'<-rih hro .-.rückasblicbeNen Portetgemme» die Rede rastloser Weise sitzend anhörten.

Beiki stel ograeMee.

Berlin, 23. Jan. R e i ^- -- " s ibe nl Ebert richtete heute anläßlich des Hmschei» dens der Porstes an den Nuntius Pacelli sie München naxtfrebenbes Telegramm:

^te«r»dni-er: durch das ftim*etben feinet Helligkeit des Papstes spreche ich Eurer Ex­cellenz im Namen des Deutschen Reiche« meint ru?rüb:ige Teilnahme aus. Das beutfdn Volk gedenkt in Dankbarkeit der großen Liebes tätigten des Papstes während des Weltkrieg« und in ter F. -swie 'einer nnermüdlüver BeftrÄbungen für ben Wicderaufbo» her Bef im Sinne der Döikervsrsöbnu ng."

Ebert, Rcichspräsidsö.

München, 23. San. Anläßlich des Ablebâ des Papstes bat der bayerische Ministe rprAsi d«M G'o' Ler m*ä n f e f b ---'er^ an den Star« dmal-Sloars'-kretär Gasparri folgendes Tel» gramm gerichtet:

,3n tiefe: Trauer über des Hirsche»« f* ner Helligkeit des Papstes bitte ich Eurer Ex­cellent namens der bayerischen Regit« rang den Ausdruck des irmiafter. Schmem«» eMgegenzunehmen. Der Tod des Heiligen Sr» ters bedeutet für die ganze Menschheit ein« schweren Verlust. Besonders in Bayern wertn das segensreiche Wirk« des Papst« für* zeit uttvergefirn bleiben.*

Graf Lercheirfeld, Bayer. Mininerprântzenl.

Bien. 23. Jan. Sogleich noch dem Beton», werden der Nachricht von dem Tode bet Papst« fuhr der Bundeskanzler Dr. Schober bei der Nuntiatur vor, um dem Vertreter bei Vapt'ag hie Anteilnahme der Regierung der Nc^bsG Qesirrrec^s zum aushnti«. AeL^IlOBSK^