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SamuerW Anzeiger

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] General-Anzeiger

Verlagsleitung: Ad. Jndermühle.

Verantwortlich: für volitilchen und allgemeinen Teil Richard Hultsch: für lokalen und vrovinziellen Teil

sowie Svort Wilhelm Moritz: für Anzeigen und

Amtliches Oman für Sladt- und Landkreis Kanan I ReNamen August Brod t, alle in Hanau cl Main. ' Rotationsdruck der Waisenbausbuchdruckerei Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage

Fernivreckanichlüffe Nr. 1237 und 1238.

Nr. 16

Donnerstag den 19. Januar

1922

Das Neueste.

Auf dem Deutschen Industrie- mtb Hair velstag hielt Reichskanzler Dr. Wirth eine An hrrache.

Die sozialistische Rsichstagsfraktion be fchSstigte stch gestern mit dem Steuerkom

Die Liga zum Schutze der deutschen Kul- , strr und der Dresdener Bürgerrat haben gegen die Auslieferung der Kriegsbcschuldigten Stellung genommen.

Im BerfassüngsausschM des bayerischen Landtages wurden neue Mitteilungen über die Fèstungsanstalt Niederschönenfeld gemacht.

Im März soll in Wittenberg eine große Reformationsfeier stattfinden. ,

PoincarS wird heute die französische Re­gierungserklärung in der Kammer und Barthou im Senat verlesen.

Poincarè soll den Plan eines italienisch- französischen Garantievertrages aufgegriffen haben.

Dr. Wèrih vor dem Industrie und Kande!s?ag.

Der optimistische Kanzler.

, Die deutschen Handelskammern versammel­ten sich gestern im Gebäude der Handelshoch­schule in Berlin zu ihrer 42. Vollversammlung, die von dem Präsidenten des Industrie- und Handelstages, Franz v. Mendelssohn, er­öffnet wurde. Nach Eröffnung ergriff sofort

een sich gestern im G schule in Berlin zu ihr die von dem Präsider

und Sorgfalt! Wir haben große Verluste durch die Weltkatastrophe erlitten, aber eines haben wir gerettet: das ist das Zusammenhalten aller geistigen und materiellen Kräfte. Der Einheit des materiellen und politischen Lebens werden wir unsere Kräfte widmen und ich bin über­zeugt, daß wir mit Hilfe von Handel und In­dustrie diese Einheit des deullchen Volkes für alle Zeiten sichern werden. Glückauf!

Nach Erledigung einiger gel-däftlicher An- gelegerchherten gab der preußische Handels­minister Siering der Ueberzeugung Aus­druck, daß nach Festsetzung der Ziele der Han­delskammern über ihre paritätische Zusammen­setzung sich wohl eine Verständigung werde er­zielen lassen. Er besprach dann die wirtschaft­liche Lage Deutschlands, betonte die immer dringlicher werdende Notwendigkeit einer R e - visiondesVersaillerFriedensver- träges und begrüßte besonders warm dis Wiedsranknüpfung von Handelsbeziehungen mit Rußland.

Im Anschluß daran sprach Generalsekretär Dr. Brandt über die

Zckunfi der Handelskammern.

Seine Ausführungen wurden zu einer pro* grammatischen Kundgebung über die künftige Arbeit der deutschen Handelskammern und ihres Spitzenverbandes, des deutschen Jndustrie- und ^ondelstages. Der Redner betonte, daß die Forderung der Gewerkschaften

die Wiedereinführung von privaten Postonstal­ten für den Ortsverkehr gefordert.

ist

Vom Ausschutz für auswöriige AngelegenheNen.

Berlin, 18. Jan. Heute vormittag 11 Uhr unter dem Vorsitz

Stresemann der auswärtige Ausschuß des Reichstages zu einer vertraulichen SiZung zu­sammengetreten. Dr. Walter R a r h e n a u er­hielt zunächst das Wort zu einer längeren Be­richterstattung über Cannes, die Repa­rationen und die erforderlichen Budget- und Finanzreformen. Nach Dr. Rathenau sprach Dr. Helfferich, der schwere Angriffe gegen die Regierung richtete. Reichskanzler Dr. Wirth erwiderte und führte dem Aus-

schuß den

der finanzpolitischen Lage vor

RelchÄanzler Dr. Wirth

das Wort und führte u. a. aus:

In der gegenwärtigen Zeit habe ich das be= sondere Bedürfnis, in Ihrer Mitte einige Worte zu sprechen. Wir haben mit dem Jahre 1921 sWÄwatâ»

im Ausdruck

kam. Wird das Jahr 1922 die Fortsetzung dieser Politik fein? Wir glauben es nicht. Es ist doch Einiges erreicht. Die machtpolitische Atmosphäre ist einer gewissen Verständigungsst im­mun g gewichen. Cs ist möglich, daß immer noch eine Steigerung nach der machtvolitischen Seite eintreten kann. Aber eines ist erzielt: Man beginnt, die Dinge wirtschaftlich zu betrachten, und versucht, das Problem wirt­schaftlich zu lösen. Wo man wirtschaftlich spricht, ist das Machtdiktat hinfällig. Es war ein WeiterWegvonLondonbisCannes. Mit Geduld und immer wieder mit Geduld sind Mir bis Cannes gekommen und auch hier ist noch- einmal ein unliebsamer Aufenthalt einge* treten. Die Konferenz von Genua bedeutet den ersten Versuch nach der großen Weltkata­strophe. mit der deutschen Nation als gleichbe­rechtigtem Faktor am Konferenztisch zu verhan­deln. Wenn man uns wieder hingerufen hätte, damit wir um einen Ausdruck meiner Hei- mat zu gebrauchen am Ka.....

Bus gelegentliche Fragen Aus! Würde die Konferenz überfl

ein. Nein:

MM ersten Male wird Deutschland als gleichbe­rechtigter Faktor eingeladen und das ist ein Fortschritt.

Ihren Beratungen so fuhr der Reichs­kanzler fort wünscht die Reichsregierung Een Erfolg. Die Regierung weiß, daß sie 'ch auch k r i l i s ch e Worte gefallen lassen muß und nimmt das nicht übel. Wir erwarten aber, ^ Sie nach echt demokratischen Grundsätzen nicht sagen: Regierung hilf!, sondern daß Sie, die Vertreter des Handels und der Industrie, Mie das anderwärts auch schon geschehen ist, versuchen werden, Wege zu finden, wie der Regierung zu helfen ist. Die Theorie ist ulsch, daß Staat und Wirtscha^ gleichzusetzen sind. Die Wirtschaft der vergangenen Tage hatte sich immer angelehnt an eine staatliche Autorität. Diese Autorität wiederau f- 1 u b a u e n das ist das Ziel des neuen Deutschland! Wir haben die große Katastrophe überwunden und hoffen aus dem Chaos her- ä^uEommen und wieder eine staatliche Autori- -M & errichten, die auch Ihrer Tätigkeit dienen Mn. Ihre Unterstützung erbitten wir beson- a^rs in den nächsten Tagen, damit die Siegle* ;""8 als Vertretung des ganzen deutschen Vol­kes nach außen erscheint. Es gilt nicht bloß jne Gruppe in Genua zu vertreten. Tritt der ^toat nach außen auf, so muß im entscheiden- den Moment das ganze Volk hinter ihm stehen.

begrüße in Ihrer Mitte die Vertreter aus besetzten Gebieten, insbesondere aus Ober- Wefien. Die Randstaatengebiete sind unsere stanz besondere Sorge. Wir sind heute nicht in »er Lage, aus einem Füllhorn einen Goldregen M Sie herabrieseln zu lassen. Aber das tön*

Sie glauben: Den besetzten Gebieten wid- an'N mir untere ganz befnnbere Aufmerksamkeit

aus Besetzung der Handelskammern nach pari­tätischen Gesichtspunkten u n b e d i n g t a b z u- fei, daß aber die Handelskammern [amen Arbeit mit den Arbeitervrr-

lehnen

zur gemeinsamen ........ ------------

tretungen in paritätischen Ausschüssen bereit seien. ' Nachdem sich der Redner dann noch über die besonderen Aufgaben des deutschen In­dustrie- und Handelstages geäußert hatte und dabei für eine Arbeitsgemeinschaft der Handels-

verbanden emaetreten war, gab er

klärung ab, in der die B eib c h a l t u n a d er Handelskammerninihrerbisheri- g e n F o r nk verlangt wird. Eine diesbezüg­liche Entschließung wurde einstimmig ange­

Augen.

In der Nachmittagssitzima nahm zuerst der Abg. S t i n n e § (D. Dpt.) das Wort, um in ausführlicher Rede Dr. Rathenau zu entgegnen. Auch der Reichskanzler war am nachmittag wieder anwesend. Er sprach iedoch nicht und verließ die Sitzung nach Anhörung der Aus­führungen des Abg. D r e i t s ch e i d (USP.). Ferner sprachen noch die Abg. Gothein (Dem.), Dr. Heim (Bay. Dpt.) und abermals Dr. Helfferich (Dntl.). Den Schluß bildeten weitere Darlegungen von Dr. Rathenau. Die Verhandlungen werden bei Gelegenheit der Erörterungen über die Konferenz von Genua im Auswärtigen Ausschuß demnächst weiter fortgesetzt werden.

Im R o i ch s t a g wird, wie man in parla­mentarischen Kreisen annimmt, vor der Absen­dung der Antwort der Regierung an die Rs- parationskommisüyn keine A u s s p r o ch e über die auswärtigePolitik stattfinden.

Die Not der ZeUunge«.

Die immer unerträglicher werdende Not des deutschen Zeitungswesens hatte am Mon­tag und Dienstag dieser Woche die Vertreter der deutschen Verleperschaft aus allen Teilen des Reiches zu ernsten Beratungen in Potsdam zusammengeführt. Die Versamm­lung nahm nach ausgiebigen Besprechungen einstimmig folgende Entschließung an:

Die Vorstands- und Delegiertensitzung der aus allen Tellen Deutschlands zahlreich zu- fammengekommenen Vertreter des Vereins Deutscher Zeitungsverleger (Herausgeber der deutschen Tageszeitungen) fühlen sich, gedrängt von der Schwere her "auf ihnen lastenden Ver­antwortung für die Erhaltung der deutschen vositischen Tagespreise, verpflichtet, mit ernstem Nachdruck auf die Gerabren hinmweisen, von denen die deutsche Presse bedroht ist. Die Mittel und Srâfte der privaten Stützungs- und Abwehrorganisationen sind in den zermür­benden Jahren der Nachkriegszeit erschöpft und verbraucht. Mehr denn je ist es P f l i ch t des Reiches, der Länder und ihrer be­rufenen Führer und Staatsmänner, für die Erhaltung der deutschen positiven Tooesvresse als eines der vornehmsten Mittel zur Wah­rung unsrer Einheit und Wiederausrichtung : unseres Volkes und unseres Staates cinzu- treten. Die traurigen Folgen der Entwicklung der letzten Monate"zeigen sich in bedrohlichster Form auf dem Gebiet der Versorgung der Zeitungen mit Drua^apier. Ein sofortiges Eingreifen der öffentlichen Hand ist erforderlich, um eine erträgliche Preisbemessung, eine aus­reichende Erzeugung und Verteilung zu ge* mähr [eisten.

Hierzu scheint geeignet:

1. Die sofortige und gänzliche Sperrung der Ausfuhr von Zell st off, bis aus* mriahriksv

nommen.

Hierauf referierte Kommerzienrat Dr. M a - nasse (Stettin) über

die Finanz- und Wirtschaftslage Deutschlands.

Die überaus schwierige wirtschaftliche Lage Deutschlands ist in der Hauptsache auf die uner­schwinglichen Lasten aus dem Versailler und Londoner Diktat zurückzuführen. Stellt man dem Gesamtbedarf des Reiches für 1922 mit 234 Milliarden Mark das aus den kommenden Steuerreformen zu erwartende Aufkommen von 95 Milliarden Mark entgegen, von dem noch mehr als 24 Milliarden für die Ueberweifungen an Länder und Kommunen abgehen, so ergibt sich daraus ein deutliches Bild unserer Lage. Der Zusammenhang zwischen der dauernden Blutabzaviung durch die Entente und der stän­dig wachsenden Teuerung ist zweifellos. Die Erhöhung der Eisenbahntarife auf 2ou0 Prozent der Friedenstarife muß selb'tvcrständlich zu einer neuen Verteuerung der Lebensbaltung des ganzen Volkes beitragen. Ebenso aber muß ganz unzweifelhaft eine Verringerung des Ver­kehrs die Folge fein. Letzteres zeigt sich schon darin, daß in den Seehäfen englische Kohle mit Erfolg eingeführt wird. Die Tuttel zur Schaf­fung einer aktiven Bilanz sind uns von den ehemaligen Feinden genommen worden. An Rohstoffen sind wir bettelarm. Das deutsche Vermögen besteht zrim größten Teil in seinen landwirtsckaftlich genutzten Flächen: aber der Weg zur Ernährung des deutschen Volkes aus eigener Scholle ist nach Amputation der wich­tigen Ueberschußgebiete Westpreußen und Posen noch weit. Die Beteiligung der Alliierten an der deutschen Industrie würde ihnen nur Papiermark einbringen, mit der ihnen nicht ge­dient ist- Aber unsere Valuta drückt. Der Va­lutasturz ist unser Ruin, er muß fortgesetzte Lohnbewegungen im Gefolge haben.

Im weiteren Verlaufe der Tagung wandte sich Bankdirektor Mommsen gegen eine zu starke Zentralisierung der Reichseinkom­men st e u e r durch das Reich und im Zusam­menhang damit gegen eine übermäßige An­spannung der Gewerbe- und Grundsteuer. Geheimrat Qu atz vom Verkehrsausschuß wandte sich gegen die

Erhöhung der Eisenbahn- und Posttaeise.

In einer Entschließung des Industrie- und Handelstages heißt es dann: Wir verlangen, daß die Ausgleichung des Fehlbetrages durch größere Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung herbeigeführt werde. Wir be­antragen ferner, daß die Reichsvostverwaltung sobald als möglich eine Statistik über die Ent­wicklung des Verkehrs unter der Geltung der

Berlin, 19. Jan. Gestern nachmittag 4 Uhr trat die sozialdemokratische Reichstaqssraknon zusammen, um zu den dringenden Fragen der

zusammen, um zu den dringenden Frag« Steuerpoliiik Stellung zu nehmen. W!

Vorwärts" vor

üe der

Sitzung betonte,

müsse eine Lösung gefunden werden, die eine Verständiguna mit den bürgerlichen Parteien möglich mache, um eine Krise schon in außen­politischer Hinsicht zu vermeiden.

Ueber den Verlauf der Besprechung berich­tet derVorwärts": Die sozialistische Reichs- tagsfraktion nahm gestern nachmittag den Be­richt des Genossen Hermann Müller über die bisherigen Steuerverhandlungen entgegen. Ge­nosse Müller stellte unter allgemeiner Zustim­mung fest, daß angesichts dèr schwere«, von den Massen zu tragenden Lasten die in 8er Regierungsvorlage vorgesehenen Vesibsteuern als durchaus unzureichend erscheinen. In Be­zug auf die Frage, ob es bei den jetzigen Mehr- heitsverhSltniflen im Reichstag möglich sein wird, zu einem die sozialistischen Parteien voll befriedigenden Ergebnis zu gelangen, äußerte sich Genosse Müller skeptisch. Er wies auch auf die oroße Gefahr hin, daß das Kabinett Wirth über den Steuerreformen stürzen könne, was eine verhängnisvolle Nachwirkung auf unsere innere, aber auch auf unsere äußere Rustik haben würde. In der Debatte wurden die ver­schiedenen Möglichkeiten, den Gedanken der Er­fassung der Sachwertcgesetzgsbüng zu verwirk­lichen, eingehend erörtert, wobei die Frage der Auflegung einer Zwangsanleihe, die von den Wirtschaftsverbänden zu garantieren wäre, mit in den Kreis der Erörterungen gezogen. Die Beratungen werden heute vormittag 10

Uhr fortgesetzt.

Berlin, 19. Jan. Wie derLokalanzeiger aus parlamentarischen Kreisen erfährt, befaßte sich die gestrige Versammlung der Mehrhsits- sozialdemokraten mit einem Vorschlag, der auf eine Einigung zwischen Zentrum und Mehr- Heitssozialdemokraten hinzielt. Es handelt sich einen .Kompromißvorschlag, der sich zu­nächst auf § 38 des Vermögenssteuer-gesetzes stützt. In diesem Paragrayben ist vom Reichs­notopfer die Rede. Es wird danach mit 10 Proz. de» abgabepflichtigen Vermögens, mindestens aber mit einem Drittel der Abgabe erhoben. Bei

um

Preisen durch. geführt und gesichert ist.

2. Die zeitige Sperrung der Aus­fuhr sämtlicher Papierarten mit Ausnahme von Luxuspovier, bis das Zcitungs- und Buchdruckgewerbe im Inland dauernd und genügend mit Papier versehen ist.

3. Maßnahmen, die geeignet sind, eine Umgebung der eine geordnete Papierausfuhr regelnden" Bestimmung zu verhindern.

" 4. Maßnahmen der Regierungen von Reich und Ländern zur Se n k u n g der ständig steigenden Preise für Papierhokz, soweit es für Herstellung des Bedarfs der deutschen politisiert Tageszeitungen an Druck­papier erforderlich ist.

5. Befreiung der für die Druckerzeu- gung in den wichtigsten Herftellungsgebieten unentbehrlichen, bereits im Ursprungslande höchst besteuerten böhmischen Braun­kohle von der deutschen Kohlensteuer.

6. Sorge für eine bessere und beschleunigte W a g e n g e st c l s u n g für Zeitungsdruck­papier und der" zu seiner Herstellung erforder­lichen Rohstoffe.

7. Versetzung des maschinenglatten Druck­papiers in die Tarifklasse B des Eisen« bahngütertarifs, wie es der Reichstag bereits zweimal in Entschließungen gefordert hat.

Unbedingt erforderlich ist außerdem

8. die Beseitigung der ungerechten und durch nichts zu rechtfertigenden So nder­be st e u e r u n g der Umsätze der Zeituygs^ anzeigen im Umsatzsteuergesetz und

9. Unterlassung jeder weiteren Belastung der deutschen Presse durch be­hördliche und gesetzgeberische Maßnahinen. insbesondere der Erhöhung der Postzeitungs­gebühren.

Die mehrfachen Beweise des starken Ver­antwortungsgefühls und tiefer Einsicht in die Lage und Gefahren für die deutsche Volksge- ineinschaft, die von , namhaften Vertretern her deutschen Regierungen und Parlamentariern bisher gegeben wurden, berechtigen den Verein Deutscher Zeitungsverleger E. V. und feine Kreisvereine zu der Hoffnung und der be­stimmten Erwartrmg, daß an Hand der varge­schlagenen und ähnlicher Maßnahmen es ge* lingen muß, dem Niedergang und der Ver­kümmerung der deutschen polltischen Tages­presse, die bereits in vielen Fällen sich er­schreckend deutlich gezeigt haben, doch nodl in letzter Stunde Einhalt zu tun.

Zur Vereinigung Pyrmonts mit Preußen. Der preußische Staatsrat stimmte tu seiner «estrigen Sitzung dem Geietzentwurf betreffend die Vereinigung de» zu Waldeck-Ppr«ont gehbrigen LcbietdttileS Pyrmont mit dem Freist«« Preußen zu.

Weitere völkische Nachrichten Seite 43 ;

abgabevflichtigen Vermögen, die 1 027 000 und darüber betragen, erhöbt sich dieser Betrag, der abzuhebsn ist, auf 40 Proz. des Betrages. Der Kompromißvorschlag will nun diesen Prozent­satz wesentlich erhöhen. Es scheint fraglich, ob sich die Mehrheitssozialdemokraten mit dieser Vermögenssteuer zufrieden geben, oder ob sie glich noch einen weiteren Eingriff in die Der- mögen verlangen. Zum zweiten sieht der Vor- lch.'âg eine Zwangsanleih» vor. Der dritte Punkt sieht höhere Zuschläge zur Vsrinögrns-

Kompromißvorschlag will saß wesentlich erhöhen. G

Portasätze herausgibt. Es wird steuer vor.